Badetote in Bayern: Junge Männer überschätzen eigene Fähigkeiten

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Von Irena Güttel

Bad Nenndorf - Im Juni sind in Bayern so viele Menschen wie in kaum einem anderen Bundesland ertrunken.

Junge Männer stürzen sich in der Starnberger See. Viele unterschätzen die Gefahren, die dort drohen.
Junge Männer stürzen sich in der Starnberger See. Viele unterschätzen die Gefahren, die dort drohen.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zählte 21 Tote im Freistaat. Nur in Nordrhein-Westfalen waren es mehr (22). Damit kamen in Bayern im zum Teil außergewöhnlich heißen Juni 2026 fast genau so viele Menschen bei Badeunfällen ums Leben wie im Vorjahreszeitraum (22). 

Dass es vergleichsweise viele Badeunfälle im Freistaat gibt, liegt dem DLRG-Landesverband in Neumarkt in der Oberpfalz zufolge daran, dass im größten deutschen Flächenland viele Menschen leben.

Zudem habe Bayern viele frei zugängliche Seen und große Flüsse in attraktiver Landschaft. "Diese laden gerade bei warmem Wetter zum Baden ein", erläuterte ein Sprecher.

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Die meisten tödlichen Badeunfälle ereigneten sich demnach in Seen, gefolgt von Flüssen. Ein Hotspot sei Oberbayern.

DLRG zu Übermut im Wasser: "Keinen Preis zu gewinnen - aber das Leben zu verlieren"

Laut der DLRG sind vor allem junge Männer im Wasser übermütig und schätzen ihre eigenen Fähigkeiten falsch ein.
Laut der DLRG sind vor allem junge Männer im Wasser übermütig und schätzen ihre eigenen Fähigkeiten falsch ein.  © Marijan Murat/dpa

Die meisten Badetoten waren der DLRG-Auswertung nach junge Leute. Der Großteil aller Ertrunkenen bundesweit war männlich, unter den Jungen sogar alle. "Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen - aber das Leben zu verlieren", sagt DLRG-Präsidentin Ute Vogt.

Die DLRG appelliert deshalb an Männer, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und auf riskante Aktionen zu verzichten. Generell unterschätzten viele Menschen die Gefahren im Wasser, vor allem Strömungen oder die Temperaturunterschiede beim Sprung mit überhitztem Körper in kaltes Wasser, hieß es.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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