Großeinsatz am Werbellinsee: Suche nach vermisstem 20-Jährigen könnte bald enden
Altenhof - Auch am Donnerstag sucht die Brandenburger Polizei weiter nach dem 20-Jährigen, der am Montag während eines Tretbootausflugs in den Werbellinsee gesprungen und seitdem verschwunden ist. Die aufwendigen Suchmaßnahmen können jedoch nicht unbegrenzt fortgesetzt werden.
Wie ein Polizeisprecher TAG24 mitteilte, sind die Einsatzkräfte derzeit mit einer Wärmebilddrohne im Einsatz, um den Vermissten zu finden.
Zudem stehen Taucher bereit. Sie werden allerdings nur eingesetzt, wenn die Drohnen oder die Kameratechnik einen konkreten Hinweis auf einen möglichen Fund im Wasser liefern.
Wie lange die Suche noch andauern wird, konnte der Sprecher nicht sagen. Klar sei jedoch, dass ein derart umfangreicher Einsatz nicht beliebig lange aufrechterhalten werden könne. Der Werbellinsee sei sehr groß und stellenweise bis zu 55 Meter tief, sodass eine vollständige Absuche des gesamten Gewässers in diesem Umfang nicht möglich sei.
Häufig würden ertrunkene Personen erst nach mehreren Wochen wieder an die Wasseroberfläche treiben.
Dennoch wollen die Einsatzkräfte am Donnerstag noch einmal alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen, um den 20-Jährigen zu finden. Mit Einbruch der Dunkelheit sollen die Suchmaßnahmen am Donnerstag beendet werden. Anschließend wollen die Einsatzkräfte beraten, ob und in welcher Form die Suche am Freitag fortgesetzt wird. Ob weitere Maßnahmen erfolgen, hängt unter anderem von den Erkenntnissen des laufenden Einsatzes ab.
Gegen 16.35 Uhr soll der Berliner am Montag zum Schwimmen ins Wasser gegangen sein. Nachdem er eine Weile geschwommen war, tauchte er nach ersten Erkenntnissen unter und kam nicht wieder an die Oberfläche zurück.
Seine Freundin, die auf dem Boot wartete, alarmierte schließlich die Polizei, die umgehend ausgedehnte Suchmaßnahmen einleitete.
Titelfoto: TAG24
