Tödliche Gefahr: Nächster Kreis verbietet Baden im Rhein, saftiges Bußgeld droht
Von Rolf Schraa
Wesel - Das lebensgefährliche Baden im Rhein ist von diesem Freitag an im gesamten Kreis Wesel verboten.
Das gilt nach dem Vorbild zahlreicher anderer Rhein-Anliegerkommunen in NRW nun auch für den Kreis, der mit Wesel, Xanten, Voerde, Rheinberg und Dinslaken besonders viele Städte an der viel befahrenen Wasserstraße umfasst.
Das Verbot gelte bis Ende 2030 auch für das mehr als knöcheltiefe Waten im Wasser. Bei Verstößen würden laut Kreis bis zu 1000 Euro Bußgeld fällig.
Wegen der starken Strömungen und Sogwirkungen der vorbeifahrenden Frachtschiffe könne Kindern und auch Erwachsenen sogar schon das Stehen im flachen Wasser zum Verhängnis werden, sagte der Weseler Landrat Ingo Brohl (50, CDU).
Kreisweit wird mit Warnschildern auf die Gefahr aufmerksam gemacht. Zuvor hatten schon zahlreiche andere Städte am Rhein wie Köln, Duisburg, Düsseldorf, Krefeld, Leverkusen, Dormagen, Meerbusch und Heuss das Baden im Fluss verboten.
Trotz aller Warnungen gibt es im Rhein immer wieder tödliche Badeunfälle. Die Strömung ist so stark, dass selbst geübte Schwimmer nicht gegen sie ankämpfen können.
Titelfoto: Ingo Lammert/dpa
