Erfahrener Bergsteiger (†74) rutscht auf mittelschwerem Pfad aus und stürzt in den Tod

Inzell - Im Landkreis Traunstein ist am Donnerstagnachmittag bei einem tragischen Bergunfall am Knappensteig ein 74 Jahre alter Mann tödlich verunglückt.

Ein Hubschrauber brachte den 74-Jährigen in eine Klinik. Dort erlag der Senior in der Nacht seinen Verletzungen.
Ein Hubschrauber brachte den 74-Jährigen in eine Klinik. Dort erlag der Senior in der Nacht seinen Verletzungen.  © Giovanni Auletta/AP/dpa

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd bekannt gab, erlitt der Senior nach einem Absturz schwerste Kopfverletzungen und erlag diesen später in einer Klinik.

Der Mann wollte zuvor mit einem 67 Jahre alten Begleiter am Vormittag zum Gipfel des Berges aufbrechen.

Aufgrund der Witterung entschieden sich die beiden zu einer Pause in der Inzeller Skihütte. Im Anschluss wollten sie - erneut über den mittelschweren Knappensteig - wieder umkehren.

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Die beiden Wanderer galten als sehr erfahren und gut ausgerüstet, teilte die Polizei weiter mit.

"Beim Abstieg über die Felsplatte rutschte der 74-jährige Bergsteiger unmittelbar hinter seinem Begleiter aus, stürzte im weiteren Verlauf circa 30 bis 40 Meter und rund 15 Höhenmeter über felsiges Gelände mit Bewaldung ab", hieß es in einer Mitteilung.

Ermittler gehen nicht von Fremdverschulden aus

"Beim Sturz kollidierte der verunfallte Mann mit einem Baum und blieb unterhalb des Steiges liegen." Der 67-Jährige leistete sofort Erste Hilfe und alarmierte die Bergwacht.

"Im weiteren Verlauf konnte der Verunfallte durch den Rettungshubschrauber Christoph 14 geborgen und mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus verbracht werden. Der Begleiter wurde von der Bergwacht ins Tal begleitet."

In der Nacht zum Freitag erlag der 74-Jährige allerdings seinen schweren Verletzungen in der Klinik. Die Ermittler gehen von einem tragischen Bergunfall ohne Fremdverschulden aus.

Titelfoto: Giovanni Auletta/AP/dpa

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