Von Maximilian Schiffhorst, Marko Förster
Lohmen - Für sein Handy riskierte ein Mann (39) in der Sächsischen Schweiz sein Leben. Die Bergwacht samt Rettungshubschrauber waren gefordert. Eine TV-Crew wurde Zeuge des Geschehens.
Der 39-Jährige hatte am Mittwochnachmittag kurz vor 15 Uhr versehentlich sein Smartphone am Anfang der Basteibrücke über die Brüstung fallen lassen.
Um es wiederzuholen, kam der Besucher auf eine waghalsige und zugleich fahrlässige Idee. Er kletterte über die Absperrung und versuchte, über steile Felsvorsprünge sowie rutschigen Untergrund zu seinem Xiaomi Redmi zu gelangen.
Doch die Aktion endete dramatisch: Der Handy-Liebhaber verlor den Halt, stürzte rund 15 Meter in die Tiefe und kam im Waldstück der sogenannten "Mardertelle" zum Liegen, wie Christoph Weber (30), zuständiger Koordinator der Bergrettung, gegenüber TAG24 bestätigte.
Begleiter sowie weitere Zeugen wählten sofort den Notruf, woraufhin sich mehrere Helfer zur Unglücksstelle begaben. Der Mann hatte ein Polytrauma erlitten und musste dringend mit einem Helikopter ins Krankenhaus gebracht werden. Aufgrund von Baumkronen war die Bergung mittels Seilwinde besonders anspruchsvoll.
Nach rund dreieinhalb Stunden konnte der Einsatz schließlich beendet werden. Das aufgefundene Handy zeigte – zumindest äußerlich – starke Beschädigungen. Ein spanisches Fernsehteam war für eine Dokumentation über das beliebte Touristen-Ziel zufällig vor Ort und bekam den schlimmen Sturz live mit.