Von Maximilian Schiffhorst, Marko Förster
Rathen/Lohmen - Tragisches Ende einer großangelegten Suche! Am Freitagabend hatten Mitarbeiter der Felsenbühne Rathen einen lauten Schrei gehört. Die Bergwacht durchkämmte daraufhin ohne Feststellung das Gebiet. Am Sonntagvormittag folgte dann der Schock: Ein 61-Jähriger ist leblos an der Bastei gefunden worden.
Der Mann war den bisherigen Ermittlungen zufolge am Samstag als vermisst gemeldet worden. Sein Auto stand auf dem Bastei-Parkplatz. Die Polizei geht von Suizid aus, wie sie TAG24 auf Nachfrage mitteilte.
Zunächst hatten die Beamten am Samstagabend mithilfe eines Fährtenhundes die Spur des Vermissten aufgenommen.
Im Bereich der Kanapee-Aussicht unweit der Basteibrücke erhielten die Kräfte aufgrund des unwegsamen Geländes auch Unterstützung durch die Bergwacht Bad Schandau und die Drohnenstaffel des DRK Sebnitz.
Ohne Ergebnis wurden die Maßnahmen über Nacht pausiert, bevor die Suche am Sonntagmorgen weiterging. Dabei stießen die Retter unterhalb der Basteiaussicht auf die verstorbene Person. Sie wurde mittels Korbtrage und Seilwinde geborgen.
Die genauen Hintergründe sind unklar. Auch steht bislang nicht fest, ob der vernommene Schrei von dem 61-Jährigen stammte.
Erstmeldung vom 18. Juli, 17.57 Uhr. Letzte Aktualisierung am 19. Juli, 17.05 Uhr.
Normalerweise berichtet TAG24 nicht über Suizide. Da sich der Vorfall jedoch im öffentlichen Raum abspielte und eine großangelegte Suche zur Folge hatte, entschied sich die Redaktion, es doch zu thematisieren.
Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.