Block-Prozess geht weiter: Sagt Astrid Have erneut aus?
Hamburg - Nach dem äußerst kurzen 81. Verhandlungstag und dem Ausfall am Montag wird der Kindesentführungsprozess gegen Christina Block (53) am Dienstag fortgesetzt. TAG24 ist vor Ort und berichtet im Liveblog.
9.50 Uhr: Es geht los
Mit rund 20 Minuten Verspätung beginnt der 82. Verhandlungstag.
9.36 Uhr: Beginn verzögert sich
Wie gerade bekannt wurde, wird sich der Beginn noch ein paar Minuten verzögern.
Ein Grund wurde nicht genannt.
9.19 Uhr: Wenig los
Noch ist nicht viel los im und vor Saal 237. Lediglich auf der Baustelle im Innenhof des Strafjustizgebäudes scheint der Lautstärke nach viel los zu sein.
9 Uhr: So geht es am Dienstag weiter
Am 82. Verhandlungstag bleibt der Zeugenstuhl zunächst leer: Ob Astrid Have noch, wie zunächst geplant, im Laufe dieser Woche aussagen wird, ist bislang unklar. Ihre Ladung musste offenbar über die Polizei erfolgen. Hintergrund sollen Unstimmigkeiten rund um ihre anwaltliche Vertretung sein.
Statt einer Zeugenvernehmung sollen die Verfahrensbeteiligten nach Angaben des Gerichts die Gelegenheit bekommen, weitere Anträge schriftlich einzureichen. Zudem könnte die Kammer Entscheidungen über bereits gestellte Anträge verkünden.
Zudem teilte das Gericht am Montag mit, dass die dem Podcast "House of Block" zugrunde liegenden Tonaufnahmen beschlagnahmt wurden. Die Staatsanwaltschaft hält es für möglich, dass in den Gesprächen bislang unbekannte Umstände zur Sprache kamen, die für die Schuldfrage und mögliche Rechtsfolgen relevant sein könnten. Außerdem könnten die Aufzeichnungen dazu beitragen, die Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen zu überprüfen.
Update, 8.50 Uhr: Recap vom 81. Verhandlungstag
Der 81. Verhandlungstag war bereits nach einer halben Stunde beendet. Unter anderem wurden Anträge von Block-Anwalt Ingo Bott (43) abgelehnt.
Zuvor hatte vor allem ein neuer Podcast von "Zeit Verbrechen" für Aufregung im Gerichtssaal gesorgt. In "House of Block" schildert unter anderem Klara Hensel ihre Sicht auf die Silvesternacht 2023/24. Nachdem Stephan Hensel von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht hatte, kündigte die Richterin an, stattdessen seine Frau Astrid Have erneut als Zeugin zu vernehmen.
Im Mittelpunkt soll dabei insbesondere die Frage stehen, ob und in welchem Umfang mit der medialen Aufarbeitung des Familiendramas Geld verdient wurde.
Titelfoto: Marcus Brandt/dpa