Zweieinhalb-Zentner-Bombe entschärft: Ordnungsamt-Mitarbeiter von Hund gebissen
Köln - Im Bereich des Adalbert-Stifter-Wegs in Köln-Rodenkirchen ist bei Bauarbeiten ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Bereits am Dienstagabend (30. Juni) konnte Entwarnung gegeben werden.
Wie die Stadt Köln mitgeteilt hat, konnte die amerikanische Zweieinhalb-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder (125 Kilogramm) durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf erfolgreich entschärft werden.
Der Blindgänger war bei Bauarbeiten auf einem Privatgrundstück gefunden worden.
Etwa 700 Menschen - in einem Radius von 300 Metern - mussten aufgrund des Bombenfunds evakuiert werden. 23 von ihnen nahmen die Anlaufstelle für Evakuierte im Gymnasium Rodenkirchen in Anspruch.
Außerdem mussten zehn Personen per Krankentransport aus dem Evakuierungsbereich und nach der Entschärfung wieder zurückgebracht werden.
Eine unschöne Situation ereignete sich an einer Straßensperre, wo ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes von einem Hund gebissen wurde. Dieser wurde vorsorglich zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.
Aufgrund der schrittweisen Aufhebung der Straßensperren kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen
Ansonsten gab es in der kompletten Zeit der Evakuierung keine weiteren Vorkommnisse.
Sämtliche Sperrungen werden jetzt Schrittweise aufgehoben und die Anwohner können in ihre Häuser und Wohnungen zurück.
Auch die Buslinie 135 der KVB kann wieder ohne Einschränkungen auf dem gesamten Streckenverlauf fahren.
Allerdings gibt es zu beachten, dass es aufgrund der schrittweisen Aufhebung der Straßensperren zu Verkehrsbehinderungen kommen kann.
Insgesamt war das Ordnungsamt der Stadt Köln mit 83 Kräften im Einsatz. Die Feuerwehr Köln entsandte sieben Einsatzkräfte zum Fundort.
Zudem waren 22 Kräfte von Hilfsorganisationen, acht Polizeibeamte und ein Verkehrsmeister der KVB vor Ort.
Erstmeldung: 30.6. um 19.05 Uhr, Update: 20.29 Uhr.
Titelfoto: Stadt Köln

