Dauer-Kiffer hinterm Steuer? Gericht kennt kein Pardon
Berlin - Cannabis ist inzwischen teilweise legal. Wer aber total bekifft am Steuer erwischt wird, kann seinen Führerschein trotzdem verlieren.
Das hat das Verwaltungsgericht Berlin am Dienstag in einem Eilverfahren entschieden.
Bei einem Autofahrer waren während einer Verkehrskontrolle hohe THC-Werte festgestellt worden, die nach Gerichtsangaben auf einen überaus häufigen oder chronischen Cannabiskonsum hindeuteten.
Die Behörde verlangte deshalb ein medizinisch-psychologisches Gutachten. Weil der Mann dieses nicht vorlegte, entzog sie ihm die Fahrerlaubnis.
Das Gericht hielt die Anordnung für rechtmäßig. Bei einem solchen Konsum bestehe der Verdacht, dass der Fahrer Cannabisgebrauch und Straßenverkehr nicht sicher trennen könne.
Ob Cannabis ärztlich verordnet worden sei, spiele dabei keine Rolle. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.
Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
