Coronavirus in Bayern: Aktuelle Infektionszahlen, rund 50 Demos gegen Regeln

München - Das Coronavirus Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, schränkt das Leben und vor allem die Wirtschaft in Bayern immer noch drastisch einAktuelle Zahlen, Entwicklungen und Ausblicke in der Corona-Krise findet Ihr hier im TAG24-Live-Ticker.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Peter Kneffel/dpa
Bayernweit wurden mittlerweile 47.350* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand 6. Juni, 10 Uhr). Davon gelten inzwischen 43.540 als genesen. 2486 Menschen sind am Virus gestorben.

Am Vortag waren es im Freistaat noch 47.349 Infizierte und 2494 Verstorbene.

In München wurden 17 neue Fälle gemeldet (Stand 6. Juni, 13.30 Uhr). 

Die Gesamtzahl der positiven Tests in der bayerischen Landeshauptstadt steigt somit auf 6526*. Darin enthalten sind 5917 Personen, die bereits genesen sind sowie 205 Todesfälle.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Infos zu den Lockerungen ab Pfingsten findet Ihr >>> hier.
  • Infos zu den Lockerungen ab dem 8. Juni findet Ihr >>> hier.
  • Alles zur Regelung in Restaurants und Biergärten findet Ihr >>>hier
  • Alle Infos zur Maskenpflicht findet Ihr >>> hier.

Die deutschlandweiten Entwicklungen gibt es zusätzlich im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*) Aktuell wird die Meldesoftware der Gesundheitsbehörden bundesweit aktualisiert, um die Corona-Zahlen in einer vom Robert Koch-Institut neu eingeführten, eigenen Kategorie Covid-19 erfassen und zudem übermitteln zu können. Bei der dazu nötigen Neuzuordnung und Validierung kommt es zur Bereinigung der bislang erfassten Daten. Diese Qualitätssicherung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Update 6. Juni, 17.49 Uhr: Rund 50 Demonstrationen gegen Corona-Regeln

Am Samstag haben in Bayern wieder zahlreiche Menschen gegen die Corona-Einschränkungen der Regierung demonstriert. 50 Veranstaltungen waren dem Innenministerium zufolge für das Wochenende angemeldet, die meisten davon waren für Samstag geplant.

In München zählte die Polizei 200 Demonstranten, in Nürnberg 450 und in Augsburg 200. In allen drei Städten blieb es friedlich. Die Abstandsregeln und Hygienevorschriften seien eingehalten worden. Anders als in den Wochen zuvor gab es in München keine Kundgebung auf der Münchner Theresienwiese - die Veranstalter sagten sie dem Innenministerium zufolge kurzfristig ab.

Bereits am vergangenen Wochenende waren in mehreren bayerischen Städten Tausende Menschen gegen die Corona-Beschränkungen auf die Straßen gegangen. Die Zahl der Teilnehmer war in den vergangenen Wochen aber immer weiter zurückgegangen.

Update 6. Juni, 15.05 Uhr: 17 neue Corona-Fälle in München

In der bayerischen Landeshauptstadt wurden am Samstag (6. Juni, Stand 13.30 Uhr) insgesamt 17 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. 

Damit sind in München bislang insgesamt 6526 Infektionen bestätigt.

In dieser Zahl enthalten sind 5917 Personen, die bereits als geheilt gelten, sowie leider auch 205 Todesfälle.

Update 6. Juni, 14.20 Uhr: Corona-Fallzahlen für Bayern

In Bayern sind inzwischen 47.350 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2486 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 43.540 Menschen.

Ein Mann mit Mundschutzmaske läuft in der Innenstadt an zusammengelegten Tischen und Stühlen vorbei.
Ein Mann mit Mundschutzmaske läuft in der Innenstadt an zusammengelegten Tischen und Stühlen vorbei.  © Peter Kneffel/dpa

Update 6. Juni, 14 Uhr: Keine Fußball-Saison 2020/21 in Bayern

In Bayern gibt es keine Fußball-Saison 2020/21. Zu dieser weitreichenden Entscheidung ist eine vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) eingesetzte Arbeitsgruppe zum Spielbetrieb in der Corona-Pandemie gekommen.

Alles zur Entscheidung gibt es >>> hier.

Update 6. Juni, 11.30 Uhr: Hilfe für Künstler

Der gefeierte Heldentenor Andreas Schager fordert mehr Hilfe für freischaffende Künstler in der Corona-Krise.

>>> Hier geht es zum ganzen Artikel.

Update 6. Juni, 8.40 Uhr: Hat Corona-Krise gegen Sexmüdigkeit geholfen?

Der Philosoph und Bestseller-Autor Wilhelm Schmid glaubt an "ein sehr erfreuliches Resultat" der Corona-Krise in deutschen Betten. Eine immens hohe Zahl von Paaren habe nach einigen Jahren des Zusammenlebens überhaupt keinen Sex mehr, sagte Schmid der "Augsburger Allgemeinen". 

Während der Corona-Krise sei dies in etlichen Fällen rückgängig gemacht worden.

Schmid sieht seinen Befund durch gestiegene Verkaufszahlen von Kondomen und Sexspielzeug in Deutschland belegt. "Grund kann nur sein, dass die Menschen jetzt erst entdeckt haben, wie viel an Selbstvertrauen und Gemeinschaftsgefühl der Sex produzieren kann", sagte Schmid. "Und dazu brauchte es offenbar erst die Krise, die die Paare nötigte, mehr zu Hause und mehr zusammen zu sein." 

Entgegen der Erwartungen einer steigenden Scheidungsrate hätten Paare eher wieder zueinander gefunden.

Update 6. Juni, 8.30 Uhr: Sorge um Zusammentreffen von Grippe- und Corona-Welle im Herbst

Mit Blick auf eine mögliche neue Welle der Coronavirus-Infektionen im Herbst mahnen Ärzte schon jetzt für Risikogruppen zu bestimmten Impfungen.

Den ganzen Artikel findet Ihr >>> hier.

Mit Blick auf eine mögliche neue Welle der Corona-Infektionen gilt es laut Ärzten frühzeitig zu handeln. (Symbolbild)
Mit Blick auf eine mögliche neue Welle der Corona-Infektionen gilt es laut Ärzten frühzeitig zu handeln. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update 6. Juni, 7.05 Uhr: Corona könnte laut Umfrage stärker spalten als Flüchtlingskrise

Eine Mehrheit der Deutschen glaubt laut einer neuen Studie, die Corona-Pandemie könne das Land stärker spalten als die Flüchtlingskrise. 

Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die "Augsburger Allgemeine" hervor. 

Demnach gaben knapp 60 Prozent der Befragten an, sie glaubten, die Corona-Krise könne zur stärksten Polarisierung der Gesellschaft in den vergangenen zehn Jahren führen. 

Nur rund 27 Prozent glaubten das nicht oder eher nicht, gut 13 Prozent waren in der Frage unentschieden.

Update 6. Juni, 7 Uhr: Rainer Langhans sieht Corona als "Segen"

Für den Ex-Kommunarden Rainer Langhans (79) ist die Corona-Krise ein Segen. 

"Ich lebe seit Jahrzehnten in meinem persönlichen Lockdown. Das Innere ist mir viel wichtiger als alles Äußere", sagte er im Interview der Münchner "Abendzeitung". "Corona ist ein Segen – und eine Hilfestellung für Veränderung und innere Einkehr." 

Die Klimabewegung "Fridays for Future" habe leider nicht ausgereicht. "Es musste eine Krankheit kommen, die alle Menschen zwingt, sich zu ändern, zu besinnen und runterzufahren. Wir haben gelernt, dass es eben nicht egal ist, wenn in China ein Sack Reis umfällt. Wer nicht hören will, muss fühlen."

Langhans wurde als Mitgründer der "Kommune I" berühmt. Er war mit dem Fotomodell Uschi Obermeier liiert. Jüngeren Generationen dürfte er vor allem durch seine Teilnahme am RTL-Dschungelcamp im Jahr 2011 bekannt sein. 

Vor zwei Jahren gewann ein vergoldetes Schamhaar von ihm einen Kunstpreis. Am 19. Juni wird Langhans 80 Jahre alt. Er sei wunschlos glücklich. "Ich habe auch das Gefühl, dass ich immer jünger werde, nicht älter", sagte er der "AZ". "Ich fühle mich wie zwölf. Vor allem geistig."

Update 6. Juni, 6.55 Uhr: Corona-Hilfe für Reha-Einrichtungen und Privatkliniken

Um Mehrbelastungen durch die Behandlung von Corona-Patienten in Reha-Einrichtungen und Krankenhäusern abzufedern, nimmt der Freistaat 138 Millionen Euro in die Hand. 

Über drei Hilfsprogramme sollen stationäre Einrichtungen unterstützt werden, die zur Bewältigung der Corona-Pandemie bereitstehen, aber keine oder nicht ausreichende Ausgleichszahlungen vom Bund erhalten. Das betrifft nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag Reha-Einrichtungen oder reine Privatkliniken. Zudem sollen die Leistungen aller Einrichtungen bei der Versorgung von Covid-19-Erkrankten mit einer Sonderzahlung gewürdigt werden.

"In Bayern leisten auch Reha-Einrichtungen und reine Privatkliniken einen wesentlichen Beitrag bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie", sagte Ministerin Melanie Huml (CSU) laut Mitteilung. "Durch dieses Engagement erleiden die Einrichtungen erhebliche finanzielle Nachteile, die in Einzelfällen liquiditäts- und existenzgefährdend sein können." 

Ferner sei für alle Kliniken die Behandlung der Covid-19-Patienten mit Mehraufwand verbunden, zu dem sich die Krankenhäuser bereiterklärt hätten.

Drei Hilfsprogramme sollen stationäre Einrichtungen unterstützt werden. (Symbolbild)
Drei Hilfsprogramme sollen stationäre Einrichtungen unterstützt werden. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update 5. Juni, 20.30 Uhr: Söder will nicht in Bundespolitik

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat erneut Spekulationen zurückgewiesen, dass es ihn in die Bundespolitik zieht.

"Der schönste Weg in Berlin ist der nach Bayern", sagte er der "Mittelbayerischen Zeitung" (Samstag). Das bleibe auch so. "Mein Platz ist im Freistaat." Aber er schob hinterher: Um für Bayern etwas zu erreichen, müsse man auch in Berlin etwas durchsetzen können. "Nur zu fordern oder Presseerklärungen zu schreiben, reicht nicht."

Söder hat in der Corona-Krise ausgesprochen gute Umfragewerte und ist auch deshalb immer wieder als Kanzlerkandidat im Gespräch. In Umfragen ist er der zweitbeliebteste Politiker nach Merkel und schneidet unter den Unionsanwärtern auf die Kanzlerkandidatur am besten ab.

Um den CDU-Vorsitz - und damit indirekt die Kandidatur - bewerben sich neben Friedrich Merz auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenpolitiker Norbert Röttgen.