Corona-Rekord in den USA: Fast 300.000 neue Fälle an einem Tag

Das Coronavirus hält die Welt noch immer in Atem. Viele Länder verschärfen nun wieder ihre Maßnahmen und führen Lockdowns ein. Dennoch gibt es einen Hoffnungsschimmer: Überall werden nun Menschen gegen das Virus geimpft.

Update, 3. Januar, 11.33 Uhr: Corona-Rekord in den USA: Fast 300.000 neue Fälle an einem Tag

In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Fälle einen neuen Höchststand erreicht. Am Samstag meldeten die Behörden 299.087, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Sonntagmorgen (MEZ) hervorging.

Aufgrund von Reisen und Familientreffen nach Thanksgiving Ende November und über Weihnachten hatten Gesundheitsexperten vor einem deutlichen Anstieg der Infektionszahlen gewarnt. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang rund 20,4 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 350.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Los Angeles: Ein an Corona erkrankter Patient wird künstlich beatmet.
Los Angeles: Ein an Corona erkrankter Patient wird künstlich beatmet.  © Jae C. Hong/AP/dpa

Update, 3. Januar, 10.38 Uhr: Polizei löst Gottesdienst mit mehr als 100 Teilnehmern ohne Maske auf

In einer Freikirche im ostwestfälischen Herford hat die Polizei mitten in der Corona-Pandemie einen Gottesdienst mit mehr als 100 Teilnehmern aufgelöst. Mehr dazu erfahrt ihr >> hier.

Update, 3. Januar, 10.32 Uhr: Spanien verschärft wegen Rave-Party Corona-Maßnahmen

Mehrere spanische Regionen haben unter dem Eindruck einer illegalen Massenparty bei Barcelona die Verschärfung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus angekündigt.

"Zunehmende Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Gesundheitsempfehlungen lässt eine Verschlechterung der Lage befürchten. Ein Beispiel dafür ist der illegale Rave", berichtete der staatliche Fernsehsender RTVE am Sonntag.

Kritik gab es auch am späten Eingreifen der Polizei, die die Massenparty in einem Industriegebiet der Kleinstadt Llinars del Vallès bei Barcelona am Samstag erst nach knapp 40 Stunden beendet hatte.

Llinars del Vallès: Polizeibeamte der Mossos d'Esquadra stehen in schwerer Montur vor einer Lagerhalle, um dort eine Rave aufzulösen.
Llinars del Vallès: Polizeibeamte der Mossos d'Esquadra stehen in schwerer Montur vor einer Lagerhalle, um dort eine Rave aufzulösen.  © Víctor Arias/EUROPA PRESS/dpa

Update, 3. Januar, 10 Uhr: Millionenteure Corona-Hotline offenbar überlastet

Unter der Nummer 116 117 kann sich jeder über Corona informieren und in einigen Bundesländern sogar Termine für eine Impfung vereinbaren. Diese soll offenbar überlastet sein. Mehr dazu lest ihr in unserem aktuellen Artikel.

Die Telefonnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes wird vom Bundesgesundheitsministerium als Corona-Impf-Hotline genutzt.
Die Telefonnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes wird vom Bundesgesundheitsministerium als Corona-Impf-Hotline genutzt.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Januar, 9.46 Uhr: Winterberg von Ausflüglern überrannt: Wintersportregion zieht Konsequenzen

Erneut haben sich viele Ausflügler auf den Weg ins verschneite Sauerland gemacht - trotz wiederholter Bitten der Stadt Winterberg, auf Ski- und Rodelspaß im Lockdown zu verzichten.

Die Stadt zieht nun Konsequenzen. Welche das sind, lest ihr >>> hier.

Polizisten und eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes stehen auf einer Piste im Skigebiet in Winterberg. Nach dem großen Andrang in den letzten Tagen sind die Pisten und Parkplätze nun gesperrt
Polizisten und eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes stehen auf einer Piste im Skigebiet in Winterberg. Nach dem großen Andrang in den letzten Tagen sind die Pisten und Parkplätze nun gesperrt  © Henning Kaiser/dpa

Update, 3. Januar, 9.19 Uhr: Querdenker machen sich über Corona-Kranke lustig

Mehr als ein Dutzend Menschen haben am Samstag auf dem Alexanderplatz in Berlin unter Missachtung der Corona-Abstandsregeln und teils ohne Maske zusammen gesungen und getanzt. Weitere Informationen zu dem Vorfall lest ihr >>> hier.

Update, 3. Januar, 9.16 Uhr: Patientenschützer fordert genauere Impf-Priorisierung

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert eine neue kleinteilige Impfverordnung, die eine genauere Reihenfolge der zu Impfenden festlegt.

"Die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sind gefordert, dem Impf-Wirrwarr am Dienstag ein Ende zu setzen", sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. "Denn der Bundesgesundheitsminister hat bei der Impf-Priorisierung versagt. Er kannte die logistischen Herausforderungen des Impfstoffes und seine begrenzte Verfügbarkeit. Es war sein Fehler, in der ersten Phase gleichberechtigt acht Millionen Menschen auf eine Stufe zu stellen."

Der größte Teil der Pflegebedürftigen lebe zuhause. Ihr Risiko sei ähnlich dem der Heimbewohner, denen Spahn nun eine Impfung im Januar versprochen hat. Viele seien hilfsbedürftig. Mit den Alleingängen der Länder bei der Information und Terminvergabe via Homepages, Apps, Anschreiben und Call-Center eskaliere jetzt die Lage.

Update, 3. Januar, 8.27 Uhr: Die am stärksten vom Coronavirus betroffenen Länder

Die Grafik zeigt die absolut am stärksten von Corona betroffenen Länder - unterteilt nach Infizierten (inkl. Genesenen) und Toten, sowie Fälle je 100.000 Einwohner.
Die Grafik zeigt die absolut am stärksten von Corona betroffenen Länder - unterteilt nach Infizierten (inkl. Genesenen) und Toten, sowie Fälle je 100.000 Einwohner.  © dpa Grafik

Update, 3. Januar, 7.44 Uhr: Ökonom fürchtet massive Jobverluste in Deutschland

Wie hart trifft die Corona-Pandemie den Arbeitsmarkt? Dazu hat der Ökonomen Gabriel Felbermayr eine große Zahl parat. Welche Branchen es trifft, lest ihr >>> hier.

Update, 3. Januar, 7.42 Uhr: Legendärer US-Talkmaster Larry King mit Coronavirus im Krankenhaus

Der legendäre amerikanische Talkshow-Moderator Larry King ist einem Medienbericht zufolge an Covid-19 erkrankt und muss stationär im Krankenhaus behandelt werden. Mehr zu der Infektion des 87-Jährigen erfahrt ihr >>> hier.

Larry King (87), amerikanischer Talkshow-Moderator, soll sich aufgrund einer Corona-Infektion in eine Klinik begeben haben.
Larry King (87), amerikanischer Talkshow-Moderator, soll sich aufgrund einer Corona-Infektion in eine Klinik begeben haben.  © Charles Sykes/Invision/AP/dpa

Update, 3. Januar, 7.21 Uhr: RKI meldet 10.315 Neuinfektionen und 312 neue Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben am Sonntag 10.315 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 312 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen bekanntgab.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Sonntagmorgen bei 139,6.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.765.666 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 03.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 34.272. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.381.900 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Samstag bei 0,95.

Berlin: Ein Hinweisschild auf die Maskenpflicht hängt an einem Mast, im Hintergrund der Fernsehturm.
Berlin: Ein Hinweisschild auf die Maskenpflicht hängt an einem Mast, im Hintergrund der Fernsehturm.  © Paul Zinken/dpa

Update, 3. Januar, 7.15 Uhr: Drosten verteidigt Impfstoffbestellung: Bewertung im Nachhinein unmöglich

Anders als zahllose Kritiker der Impfstrategie von EU und Bundesregierung hält der Virologe Christian Drosten es nicht für möglich, das Vorgehen bei der Bestellung von Impfstoffen rückblickend zu bewerten.

"Das ist so eine komplexe Angelegenheit. Man musste den Impfstoff mit Monaten Vorlauf bestellen - und wusste zu dem Zeitpunkt gar nicht, ob der betreffende Impfstoff auch funktionieren würde", sagte er der "Berliner Morgenpost" (Sonntag). "Es ist jetzt praktisch unmöglich, das im Nachhinein zu bewerten."

Christian Drosten, Direktor Institut für Virologie, verteidigt die Impfstoffbestellung der EU und Bundesregierung.
Christian Drosten, Direktor Institut für Virologie, verteidigt die Impfstoffbestellung der EU und Bundesregierung.  © Markus Schreiber/AP POOL/dpa

Update, 3. Januar, 5 Uhr: IG Metall verlangt mehr Mitbestimmung

Die IG Metall verlangt mehr Mitbestimmung und ein Ende des Doppelstimmrechts für Aufsichtsratsvorsitzende in Aktiengesellschaften.

Insbesondere bei Standort-Entscheidungen reiche es nicht aus, nur nach den Interessen der Aktionäre zu handeln, sagte der Leiter des IG-Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, der Deutschen Presse-Agentur. In Zeiten der starken öffentlichen Unterstützung für Betriebe während der Corona-Pandemie müssten sämtliche Interessensgruppen berücksichtigt werden.

Titelfoto: Jae C. Hong/AP/dpa

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