Corona-Ticker: Alle Covid-19-News vom 28. August bis zum 14. September

Deutschland - In diesem Artikel findet Ihr alle Einträge aus dem TAG24-Ticker zum Thema Covid-19 vom 28. August bis zum 14. September. Alle aktuellen Infos findet Ihr im aktuellen Corona-Ticker.

Update, 14. September, 21.56 Uhr: Verband: Maskenproduktion in Deutschland steht weitgehend still

Die deutschen Hersteller von Corona-Schutzmasken haben nach Angaben des Maskenverbandes Deutschland ihre Produktion fast vollständig eingestellt.

"Bis auf wenige Ausnahmen stehen alle Maschinen still", sagte Sprecher Stefan Bergmann dem General-Anzeiger am Dienstag. Als Grund nannte er ausbleibende Großaufträge öffentlicher Abnehmer und des Gesundheitswesens wegen des großen Angebots billiger Masken aus China.

"Wir sind angewiesen auf Großaufträge vom Gesundheitswesen, Kommunen und Behörden wie der Polizei", sagte Bergmann. Die Landesministerien müssten Anweisungen herausgeben, dass Behörden nicht nur nach dem Preis Aufträge vergeben dürfen. Sollte die Nachfrage nach deutschen Masken durch Lieferschwierigkeiten der chinesischen Hersteller wieder steigen, könnte der Betrieb schnell wieder hochgefahren werden. "Noch haben wir die Maschinen, aber in einem halben Jahr wird das vermutlich nicht mehr so sein."

Update, 14. September, 19.37 Uhr: Niederlande schafft Abstands-Regel ab - Corona-Pass für Gastronomie

Nach rund 18 Monaten machen die Niederlande in der Corona-Pandemie einen großen Schritt zurück zur Normalität.

Der verpflichtende Sicherheitsabstand von 1,5 Meter werde ab dem 25. September abgeschafft, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an. Zugleich wird aber ein sogenannter Corona-Pass für Gaststätten, Sportveranstaltungen und Kultur eingeführt. Besucher müssen nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind.

Premier Rutte ermahnte aber weiterhin zur Vorsicht. "Das ist nicht der Tag, an dem alles wieder so sein wird wie vor Corona, dafür gibt es noch zu viele Infektionen und werden noch zu viele Menschen in Krankenhäuser eingeliefert." Die Unsicherheit über die Entwicklung im Herbst bleibe weiter groß, so der rechtsliberale Premier.

Viele Maßnahmen bleiben weiterhin, darunter die Maskenpflicht für Busse, Bahnen, Züge und auf Flughäfen. Diskotheken und Clubs dürfen zwar wieder öffnen, müssen aber wie alle anderen Gaststätten um Mitternacht schließen.

Update, 14. September, 16.35 Uhr: Wegen Corona-Fällen im Umfeld: Putin geht in Selbstisolation

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Russland begibt sich Präsident Wladimir Putin laut Kreml wegen mehrerer Corona-Fälle in seiner Umgebung in Selbstisolation.

Putin selbst sei absolut gesund, sagte sein Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge. Der mit dem Vakzin Sputnik V geimpfte 68-Jährige werde "für eine gewisse Zeit" auf persönliche Treffen verzichten und nur online an Konferenzen teilnehmen, teilte der Kreml mit.

Der Kreml machte keine Angaben, wer mit dem Coronavirus infiziert ist. Putin zufolge handelt es sich um einen Mitarbeiter aus seinem engsten Kreis, der nachgeimpft worden sei. "Ich habe am Vortag den ganzen Tag mit ihm gesprochen", sagte er und sprach von einem "natürlichen Experiment", wie gut der Impfstoff wirke.

Update, 14. September, 15.07 Uhr: Großbritannien hält sich Maskenpflicht und Impfpässe offen

Falls die Zahl der Corona-Fälle in Großbritannien im Winter wieder deutlich steigt, will die Regierung wieder eine Maskenpflicht anordnen und hält sich die Einführung von Impfpässen für Discos oder Stadien offen.

Die Maßnahmen seien Teil eines "Plan B", wenn die Pandemie mit Auffrischungsimpfungen nicht unter Kontrolle gehalten werden kann, sagte Gesundheitsminister Sajid Javid am Dienstag im Parlament in London. Die Notfallpläne würden aber nur bei "unhaltbarem" Druck auf den Gesundheitsdienst NHS in England in Kraft gesetzt.

Die britische Regierung hatte im Juni fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben. Sie kann aber nur Regeln für England erlassen, die anderen Landesteile - also Schottland, Wales und Nordirland - sind in ihrer Gesundheitspolitik unabhängig.

Update, 14. September, 15.01 Uhr: Curevac verkleinert Produktionsnetz für Covid-19-Impfstoff

Das Biotechunternehmen Curevac verkleinert wegen der geringeren Nachfrage nach seinem Corona-Impfstoff das Produktionsnetz. Die Verträge mit Wacker Chemie sowie Celonic würden gekündigt, teilte das Unternehmen am Dienstag in Tübingen mit.

Die Entscheidung sei eine Reaktion auf die geringere kurzfristige Spitzennachfrage nach Impfstoffen im Anschluss an die erste Welle der Pandemie-Impfanstrengungen, hieß es. Dies habe zu einer weiter "veränderten Nachfrage" nach CureVacs COVID-19-Impfstoffkandidaten der ersten Generation (CVnCoV) geführt. Dieser wird derzeit von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) geprüft.

Ob die EMA den Impfstoff zulassen wird, ist weiter offen. Ende Juni hatte Curevac bekannt gegeben, dass die Wirksamkeit seines Impfstoffkandidaten CVnCoV niedriger sei als die anderer Impfstoffe.

Update, 14. September, 14.35 Uhr: Corona-Pandemie: Sachsen führt 2G-System als Optionsmodell ein

Sachsen will mit der neuen Corona-Schutzverordnung das sogenannte 2G-System als Optionsmodell einführen und damit Hamburg folgen.

Mehr dazu in unserem Artikel: "Hamburg als Vorbild: Sachsen führt 2G-System als Optionsmodell ein"

Update, 14. September, 14.21 Uhr: Kölner Dom aus Impffläschchen

Der Kölner Dom ist schon aus Streichhölzern, Legosteinen und Bierkästen nachgebaut worden - und nun auch aus 220 leeren Impffläschchen.

Als er die leeren Flaschen gesehen habe, habe er gedacht "das ist doch schade", berichtete der Kölner Hausarzt Bastian Kirsch. Dann habe er die Eingebung mit dem Dom gehabt. Die Rückmeldungen seiner Patientinnen und Patienten seien durchweg positiv. Es gehe ihm mit der Aktion darum, die Impfwilligkeit zu steigern. Die 220 Flaschen hätten insgesamt 1500 Impfdosen enthalten.

Update, 14. September, 13.56 Uhr: Zwei Drittel der Bevölkerung mindestens einmal gegen Corona geimpft

Zwei Drittel aller Menschen in Deutschland sind nach offiziellen Angaben jetzt mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft.

Zumindest eine erste Spritze bekommen haben inzwischen 55,4 Millionen Menschen oder 66,6 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag hervorgeht. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 51,8 Millionen Menschen oder 62,3 Prozent aller Einwohner. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) rief auch mit Blick auf eine noch bis diesen Sonntag laufende bundesweite Aktionswoche dazu auf, viele einfach zu nutzende Impfgelegenheiten anzunehmen.

Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung haben laut RKI mittlerweile rund 207.000 Menschen bekommen.

Update, 14. September, 13.48 Uhr: Großbritannien genehmigt Impfauffrischung für über 50-Jährige

In Großbritannien können über 50-Jährige sowie Heimbewohner und Pflegekräfte eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

Wie die Regierung am Dienstag mitteilte, gilt die Regelung auch für klinisch extrem gefährdete Menschen sowie für Risikopatienten zwischen 16 und 65 Jahren. Insgesamt kommen damit mehr als 30 Millionen Menschen für eine dritte Impfung in Frage. Ihnen soll frühestens sechs Monate nach der zweiten Dosis das Mittel der Konzerne Biontech und Pfizer gespritzt werden, das Studien zufolge gut als Auffrischung wirken und sehr verträglich sein soll. Alternativ sei auch der Impfstoff von Moderna möglich.

Update, 14. September, 13.31 Uhr: Neue Corona-Kriterien und Impfstatus-Auskunft treten in Kraft

Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie im Herbst und Winter können jetzt weitere Maßnahmen umgesetzt werden. Von Bundestag und Bundesrat beschlossene Neuregelungen zu den Bewertungskriterien der Pandemielage und zu Auskünften zum Impfstatus von Beschäftigten wurden am Dienstag im Bundesgesetzblatt verkündet und treten damit an diesem Mittwoch in Kraft.

Wesentliche Messlatte zur Lage-Einschätzung soll demnach die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken sein. Diese soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen, die angesichts der Impfungen nicht mehr als so aussagekräftig gelten. Berücksichtigt werden sollen aber auch "weitere Indikatoren". Die Länder sollen dann jeweils festlegen können, wo kritische Schwellen liegen, ab denen weitergehende Alltagsbeschränkungen greifen.

Zudem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

Unter anderem Beschäftigte in Kitas und Schulen sollen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.
Unter anderem Beschäftigte in Kitas und Schulen sollen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.  © Annette Riedl/dpa

Update, 14. September, 13.30 Uhr: ADAC: Corona-Trend zu Ferien im Kokon - am liebsten unter sich

Die Corona-Pandemie hat den Trend zum Urlaub im Kokon beflügelt: Viele Touristen haben nach einer Analyse des ADAC in den Sommerferien versucht, den Kontakt zur Mitmenschheit zu reduzieren - und zwar sowohl bei der Anreise als auch bei der Wahl der Unterkunft.

"Man will jetzt auch auf der Reise unter sich sein, vielleicht sogar allein sein", sagte ADAC-Tourismusvorstand Karlheinz Jungbeck am Dienstag in München. "Und zwar in allen Preissegmenten, das ist das Erstaunliche: Von Zelturlaub und Hausboot bis zu Jachtcharter und Flügen im Privatjet." Dies führt nach Jungbecks Worten mittlerweile vor allem beim Camping zu Kapazitätsproblemen, weil die Nachfrage größer sei als das Angebot.

Ein weiteres Indiz für das sogenannte "Cocooning": Viele Urlauber bevorzugten das eigene Auto, so dass es nach ADAC-Daten sogar mehr Staus gab als vor Beginn der Pandemie.

Update, 14. September, 13.21 Uhr: Wegen Corona-Fall im Umfeld: Putin geht in Selbstisolation

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Russland begibt sich Präsident Wladimir Putin (68) laut Kreml wegen mehrerer Corona-Fälle in seiner Umgebung in Selbstisolation.

Putin selbst sei absolut gesund, sagte sein Sprecher, Dmitri Peskow, am Dienstag der Agentur Interfax zufolge. Der mit dem Vakzin Sputnik V geimpfte 68-Jährige werde "für eine gewisse Zeit" etwa auf persönliche Treffen verzichten und nur online an Konferenzen teilnehmen, teilte der Kreml mit.

Der Kreml machte keine Angaben, wer mit dem Coronavirus infiziert ist. Der Corona-Fall wirke sich nicht auf Putins Arbeit aus. Er werde aber keine Veranstaltungen besuchen. Es wurde erwartet, dass der Präsident etwa eine Woche in Quarantäne bleibt.

Russlands Präsident, Wladimir Putin (68), hat sich für einige Tage in Selbstisolation begeben.
Russlands Präsident, Wladimir Putin (68), hat sich für einige Tage in Selbstisolation begeben.  © Alexei Druzhinin/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP/dpa

Update, 14. September, 13.11 Uhr: Umfrage: Corona verändert Einkauf von Lebensmitteln

In der Coronakrise haben die Menschen in Deutschland auch Lebensmittel häufiger online eingekauft. Das geht aus den Zahlen einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Danach bestellen derzeit 26 Prozent der Menschen in Deutschland zumindest hin und wieder Lebensmittel im Internet - vor Beginn der Pandemie waren es erst 16 Prozent. Der Verband geht davon aus, dass dieser Trend anhält.

"Die von der Coronakrise angestoßenen Veränderungen sind auch im Lebensmitteleinzelhandel von Dauer", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bitkom, Bernhard Rohleder. Besonders bei Jüngeren sei der digitale Einkauf beliebt: Unter den 16- bis 29-Jähringen bestellen 32 Prozent häufig oder zumindest hin und wieder Essen, Snacks oder Getränke im Netz, unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 36 Prozent. Unter Personen zwischen 50 und 64 Jahren nutzen 26 Prozent den Online-Weg, in der Gruppe ab 65 Jahren sind es dann nur noch 8 Prozent.

Populär sind Online-Hofläden und Abos für Gemüsekisten, aber auch der Einkauf in Online-Supermärkten.

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Im Juni und Juli 2021 wurden dabei 1007 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: "Wo kaufen Sie aktuell häufig, hin und wieder, selten oder nie Lebensmittel ein?" und "Welche der folgenden Aussagen zum Online-Einkauf von Lebensmitteln treffen auf Sie zu bzw. nicht zu?"

Besonders bei Jüngeren sei der digitale Einkauf beliebt.
Besonders bei Jüngeren sei der digitale Einkauf beliebt.  © Christin Klose/dpa

Update, 14. September, 13.01 Uhr: Ministerium: Bundesregierung plant keinen neuen Teil-Lockdown

Die Bundesregierung will in der Corona-Pandemie ein zusätzliches Absicherungsinstrument für Messen und Ausstellungen schaffen - plant aber nach Darstellung des Wirtschaftsministeriums keinen neuen Teil-Lockdown.

Eine Sprecherin sagte, Messebauer und Aussteller müssten mit langen Planungs- und Vorlaufzeiten agieren und seien weiterhin mit Einschränkungen für ihren Geschäftsbetrieb konfrontiert. "Hier will die Bundesregierung ein zusätzliches Absicherungsinstrument schaffen."

"Bild" hatte über ein "Geheimpapier" des Finanzministeriums berichtet. Konkret handelt es sich um ein Schreiben der Parlamentarischen Staatssekretärin im Finanzministerium, Bettina Hagedorn, an den Haushaltsausschuss des Bundestags, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Demnach beantragt das Wirtschaftsministerium für mögliche Mehrausgaben im Zusammenhang mit einem geplanten Ausfallabsicherungsinstrument für Messen und Ausstellungen Mittel in Höhe von 150 Millionen Euro.

In dem Schreiben heißt es, der Mehrbedarf ergebe sich daraus, dass aufgrund der aktuell wieder stark ansteigenden Inzidenzen und der stagnierenden Impfbereitschaft sowie dem Beginn der kühleren Jahreszeit mit leichterer Virusverbreitung weiterhin ein großes Ausfallrisiko für Messen und Ausstellungen aufgrund coronabedingter Beschränkungen bestehe.

"Bild" hatte dazu geschrieben, Wirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) rechne mit einem möglichen Teil-Lockdown bei großen Veranstaltungen und bereite sich auf die finanziellen Folgen für die Branche vor. Dazu sagte die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums: "Das ist Quatsch. Die Bundesregierung plant keinen neuen Teil-Lockdown."

Der FDP-Haushaltspolitiker Otto Fricke (55) sagte dazu: "Falls die Bundesregierung mehr über den Verlauf der Pandemie und weitere Lockdowns weiß, als bislang bekannt ist, muss sie die Bürger noch vor der Bundestagswahl darüber informieren."
Der FDP-Haushaltspolitiker Otto Fricke (55) sagte dazu: "Falls die Bundesregierung mehr über den Verlauf der Pandemie und weitere Lockdowns weiß, als bislang bekannt ist, muss sie die Bürger noch vor der Bundestagswahl darüber informieren."  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 14. September, 12.57 Uhr: Erstmals mehr als eine Million freie Stellen in Großbritannien

Wegen der Folgen von Corona-Pandemie und Brexit gibt es in Großbritannien erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen 2001 mehr als eine Million freie Stellen. Das seien 250.000 mehr als vor Beginn der Corona-Krise im ersten Quartal 2020, teilte das Statistikamt ONS am Dienstag mit.

Zugleich stieg die Beschäftigung im August auf 29,1 Millionen Menschen und damit auf das Niveau von vor der Pandemie. Die Arbeitslosenquote sank in den Monaten Juni bis August auf 4,6 Prozent. Das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als in den drei Monaten zuvor (Februar bis April).

In Großbritannien suchen viele Branchen händeringend nach Arbeitskräften. Siren Thiru von der Britischen Handelskammer sprach von einer "akuten Einstellungskrise".

Unter anderem fehlen mindestens 100.000 Lastwagenfahrer, außerdem werden Zehntausende Krankenschwestern, Pfleger, Programmiererinnen, Köche oder Reinigungskräfte gesucht. Das liegt auch daran, dass während der Pandemie Hunderttausende ausländische Fachkräfte das Land verlassen haben, als sie ihre Jobs verloren oder in Kurzarbeit geschickt wurden. Wegen strenger Zuwanderungsregeln seit dem Brexit kommen nun aber viel weniger Menschen ins Land.

Update, 14. September, 12.54 Uhr: Thailand will Quarantäne für Geimpfte weitgehend aufheben

Thailand will ab Oktober wieder verstärkt Besucher ins Land locken und die derzeit in den meisten Landesteilen geltenden Quarantäneregeln für vollständig Geimpfte entschärfen.

Nach der größten Insel Phuket, die bereits seit Juli wieder geimpfte Touristen quarantänefrei empfängt, könnten weitere beliebte Orte wie Pattaya, Chiang Mai, Hua Hin und die Hauptstadt Bangkok geöffnet werden. Der Plan der Tourismusbehörde TAT soll in der kommenden Woche dem staatlichen Centre for Covid-19 Situation Administration (CCSA) präsentiert werden, so die Zeitung "Bangkok Post" am Dienstag. Auch auf Ko Samui sollen dann die gleichen Regeln gelten, sagte TAT-Gouverneur Yuthasak Supasorn.

Urlauber sollen dann auch wieder relativ frei in den geöffneten Provinzen reisen dürfen. Sie müssen den Plänen zufolge lediglich eine Tracking App herunterladen und zunächst in einem der zahlreichen zertifizierten Hotels wohnen (so genannte SHA Plus Hotels). Zudem müssen sie in den ersten 14 Tagen insgesamt drei Corona-Tests machen.

Update, 14. September, 12.45 Uhr: Stiko-Chef: Gleichzeitige Impfung gegen Corona und Grippe möglich

Gleichzeitige Impfungen gegen die Grippe und Corona sind laut Einschätzung des Chefs der Ständigen Impfkommission (Stiko) unbedenklich. Es gebe keine Hinweise, dass einer der beiden Impfstoffe dann nicht mehr wirke, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens (71) "MDR Aktuell". "Insofern ist diese Vorsichtsmaßnahme des Auseinanderziehens der beiden Impfungen nicht mehr nötig."

Mertens warb dafür, dass sich gerade Menschen aus Risikogruppen gegen die Grippe impfen lassen. Wenn es in diesem Jahr weniger Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus wie Maskenpflicht und Abstandhalten gebe, seien die Menschen besonders gefährdet. "Insofern ist eine Grippeimpfung sinnvoll für diese erwähnten Risikogruppen." Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Stiko-Chef: Gleichzeitige Impfung gegen Corona und Grippe stellt kein Problem dar".

GIbt grünes Licht für gleichzeitige Impfungen gegen Corona und Grippe: Stiko-Chef Thomas Mertens (71).
GIbt grünes Licht für gleichzeitige Impfungen gegen Corona und Grippe: Stiko-Chef Thomas Mertens (71).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 14. September, 12.43 Uhr: Berliner Senat beschließt Corona-2G-Optionsmodell

Geimpfte und genesene Menschen in Berlin können in der Corona-Pandemie mit weiteren Erleichterungen rechnen.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beschloss der Senat am Dienstag die Einführung eines 2G-Optionsmodells: In etlichen Bereichen wie der Gastronomie oder bei Veranstaltungen können die Betreiber dann selbst entscheiden, ob sie den Zutritt zu Innenräumen nur Geimpften oder Genesenen (2G) oder auch Getesteten (3G) erlauben. Im Falle von 2G würden bisherige Corona-Einschränkungen wie Abstand oder Maske wegfallen.

Update, 14. September, 11.52 Uhr: Beratung über Linie bei Quarantäne-Entschädigungen geplant

In der Corona-Krise wollen Bund und Länder über ein einheitliches Vorgehen beim Ausgleich von Verdienstausfällen wegen angeordneter Quarantäne bei Nicht-Geimpften beraten.

"Wir versuchen, mit den Ländern eine gemeinsame Linie bei der Lohnersatzleistung zu finden", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) der "Rheinischen Post" nach Angaben der Zeitung. Thema soll dies voraussichtlich in der Runde der Gesundheitsminister am Mittwoch kommender Woche sein.

In ersten Bundesländern sollen Ungeimpfte bald keinen Anspruch auf Entschädigung bei Verdienstausfällen mehr haben. Dies sieht das Bundesinfektionsschutzgesetz bereits vor, wenn eine Absonderung hätte vermieden werden können, indem man eine empfohlene Schutzimpfung in Anspruch nimmt.

Spahn hatte grundsätzlich Sympathie für eine solche Argumentation erkennen lassen und erläutert, die Handhabung liege aber bei den Ländern. Auch aus den Ländern waren Rufe nach einem einheitlichen Vorgehen laut geworden.

Update, 14. September, 11.08 Uhr: "2G"-Regel für weitere Bereiche in Niedersachsen

Die sogenannte "2G"-Regel soll in Niedersachsen künftig in mehr Bereichen angewendet werden können - etwa in der Gastronomie, der Kultur, bei Veranstaltungen oder dem Sport. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (62, SPD) am Dienstag im Landtag in Hannover an. Bei Anwendung der "2G"-Regel sollen dann die Maskenpflicht und das Abstandhalten entfallen.

Menschen bis 18 Jahren sollen demnach auch ohne Impfung oder Genesung Zutritt bekommen, da sie sich regelmäßig vor dem Schulbesuch testen. Kinder, die jünger als zwölf Jahre sind, können sich noch nicht impfen lassen. Die derzeitige Corona-Landesverordnung gilt noch bis zum 22. September. Die Ausweitung der «2G»-Regel wird somit voraussichtlich in der kommenden Woche umgesetzt.

Nach der «2G»-Regel wird der Zutritt zu bestimmten Bereichen nur gewährt, wenn Menschen gegen das Coronavirus geimpft oder genesen sind. Ein negativer Corona-Schnelltest reicht dann in der Regel nicht mehr aus. In der derzeitigen Corona-Verordnung für Niedersachsen können Betreiber von Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars bereits den Zugang auf Gäste beschränken, die geimpft oder genesen sind. Dann muss zum Beispiel keine Maske mehr getragen werden.

21.07.2021, Niedersachsen, Hannover: Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, steht nach einem dpa-Interview in seinem Büro. Foto: Moritz Frankenberg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
21.07.2021, Niedersachsen, Hannover: Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, steht nach einem dpa-Interview in seinem Büro. Foto: Moritz Frankenberg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 14. September, 11.01 Uhr: Reitturnier CHIO findet wieder statt

Ein Jahr nach der coronabedingten Absage findet der CHIO wieder statt. Von Normalität ist das weltgrößte Reitturnier in Aachen aber noch entfernt. Allein der Zeitpunkt September ist ungewohnt.

Das Besondere am CHIO 2021 ist, dass er überhaupt stattfindet. Ein Jahr nach der Absage wegen Corona ist nicht nur bei den Veranstaltern die Erleichterung groß, dass bei dem als Weltfest des Pferdesports gefeierten Turnier in der Aachener Soers wieder geritten wird. "Dass es stattfindet, ist für uns und für den Reitsport sehr wichtig. Das ist ein gutes Zeichen", sagte die siebenmalige Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth. Denn schon für die bevorstehende Hallensaison deutet sich angesichts zahlreicher Turnierabsagen ein Corona-Desaster für das Reiten an.

Auch für die Deutsche Reiterliche Vereinigung FN ist der CHIO von großer Bedeutung. "Eine erneute Absage wäre ganz bitter gewesen. Zum berühmten CHIO schaut die ganze Sportwelt", meinte FN-Sportchef Dennis Peiler.

Das Reitturnier CHIO in Aachen findet in diesem Jahr wieder statt.
Das Reitturnier CHIO in Aachen findet in diesem Jahr wieder statt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 14. September, 9.20 Uhr: Bayern will Corona-Lollitests in Kitas einführen

Bayern will die sogenannten Lollitests auch an den bayerischen Kitas einführen. "Wir wollen noch mehr Sicherheit in den Kitas", sagte Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) der "Augsburger Allgemeinen". Und weiter: "Wir werden daher auf Wunsch der Eltern die Lollitests ermöglichen."

Die Kommunen sollen demnach die Wahl haben, ob sie die Lollitests mit PCR-Standard einführen oder weiter auf freiwillige Selbsttests setzen. "Der Freistaat wird dafür die Kosten übernehmen", erklärte Söder.

Bei den Lollitests lutscht jedes Kind an zwei Tupfern. Im Labor werden die Proben von allen gesammelt und als Pool untersucht. Diese Pool-PCR-Tests gelten als zuverlässiger als die Schnelltests.

Update, 14. September, 8.57 Uhr: Neuer Corona-Ausbruch in China

Ein neuer Ausbruch der Delta-Variante des Coronavirus hat für Menschen im Südosten Chinas weitreichende Einschränkungen zur Folge. Die Behörden der Küstenmetropole Xiamen in der Provinz Fujian forderten Bewohner am Dienstag dazu auf, die Stadt nicht mehr zu verlassen. Großveranstaltungen wurden abgesagt, Restaurants und Einkaufszentren angewiesen, die Zahl der Besucher zu reduzieren. Schulen schwenkten auf Online-Unterricht um.

Die Maßnahmen erfolgten, nachdem in der Stadt am Montag 32 neue Corona-Fälle entdeckt worden waren, womit die Zahl der Infektionen in der Provinz Fujian seit der vergangenen Woche auf über 100 angestiegen ist.

Der aktuelle Ausbruch hatte seinen Ursprung in der Stadt Putian, die nördlich von Xiamen liegt. Es wurde vermutet, dass ein Familienvater nach seiner Rückkehr aus Singapur das Virus eingeschleppt hat. Der Mann war am 4. August zurück nach China gereist, verbrachte 21 Tage in Quarantäne und war neun Mal negativ auf das Virus getestet worden. Am vergangenen Freitag fiel ein Test dann aber positiv aus. Auch Putian befindet sich seit dem Wochenende im Lockdown.

Update, 14. September, 8.49 Uhr: Rekordeinnahmen aus Hundesteuer im Corona-Jahr 2020

Zwischen Lockdown und geplatzten Urlaubsträumen haben offenbar viele Menschen in Deutschland im Jahr 2020 ihren langgehegten Wunsch nach einem Vierbeiner in die Tat umgesetzt: Im ersten Pandemiejahr wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Rekordeinnahmen aus der Hundesteuer erzielt.

Die öffentlichen Kassen nahmen im Jahr 2020 rund 380 Millionen Euro aus der Hundesteuer ein. Für die Städte und Gemeinden bedeutete dies nach Angaben der Behörde am Dienstag ein Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2019 beliefen sich die Einnahmen aus der Hundesteuer auf 370 Millionen Euro.

Der Trend setzt sich bisher auch 2021 fort, hieß es. Im ersten Quartal 2021 lagen die Einnahmen aus der Hundesteuer bei rund 159 Millionen Euro und damit 8,4 Prozent über den Einnahmen des Vorjahresquartals. Im ersten Quartal 2020 hatten die Hundesteuer-Einnahmen 146 Millionen Euro betragen.

Der Trend zum Haustier habe sich schon vor der Pandemie entwickelt, soweit die Steuereinnahmen ein Indiz dafür sind.
Der Trend zum Haustier habe sich schon vor der Pandemie entwickelt, soweit die Steuereinnahmen ein Indiz dafür sind.  © Oliver Dietze/dpa

Update, 14. September, 6.50 Uhr: Australiens Hauptstadt bleibt weiteren Monat im Lockdown

Die Region Australian Capital Territory (ACT) mit der australischen Hauptstadt Canberra bleibt einen weiteren Monat im Lockdown. Diese Entscheidung traf die Regionalregierung am Dienstag, nachdem die Behörden in dem Territorium 22 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet hatten.

Canberra ist vom Bundesstaat New South Wales umschlossen, der von der derzeitigen Welle besonders schwer betroffen und seit einem guten Monat im Lockdown ist. Mitte August wurde im ACT erstmals seit einem Jahr wieder ein Corona-Fall bestätigt.

Die Regionalregierung teilte weiter mit, dass bislang etwa 50 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft seien. Im Australian Capital Territory leben rund 430.000 Menschen. Die Beschränkungen sollen erst dann gelockert werden, wenn mindestens 70 Prozent der Bürger zwei Impfdosen erhalten haben, hieß es.

Auch die Bundesstaaten New South Wales mit der Metropole Sydney und Victoria mit der Millionenstadt Melbourne sind weiter im Lockdown.

Update, 14. September, 5.15 Uhr: Dobrindt gegen Impfpflicht

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (51) hat sich trotz stockender Impfbereitschaft klar gegen eine Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie ausgesprochen.

"Ich lehne eine Impfpflicht ab. Wir werben weiter für das Impfen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Frage, ob er angesichts der in den vergangenen Wochen gestiegenen Infektionszahlen neue weitreichende Beschränkungen im Herbst erwarte, verneinte Dobrindt klar: "Es wird keinen weiteren Lockdown geben. Man sieht auch jetzt bereits, dass sich das Infektionsgeschehen durch die Zahl der erreichten Impfungen verlangsamt."

Alexander Dobrindt (51), CSU-Landesgruppenchef in der CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag, sagte: ""Jedem muss klar sein: Wenn er sich nicht impfen lässt, ist das Risiko einer Virusinfektion hoch und die Folgen sind nicht vorhersehbar."
Alexander Dobrindt (51), CSU-Landesgruppenchef in der CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag, sagte: ""Jedem muss klar sein: Wenn er sich nicht impfen lässt, ist das Risiko einer Virusinfektion hoch und die Folgen sind nicht vorhersehbar."  © Michael Kappeler/dpa

Update, 14. September, 4.15 Uhr: Zentralrats-Präsident sieht Verrohung durch Corona

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, fordert mehr Anstrengungen gegen eine aus seiner Sicht in der Corona-Pandemie gewachsene gesellschaftliche Verrohung.

"Aggression und Hetze haben zugenommen, ganz massiv durch Menschen, die sich ausgerechnet als Quer-Denker bezeichnen", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". "Für die nahe Zukunft wünsche ich mir etwas, was im ersten Moment altmodisch klingt: Respekt und Anstand." Und weiter: "Ob im Sportverein oder in der Kneipe, ob in der Bahn oder im Internet - es wird Zeit, dass die immer stärker verbreitete Herabsetzung von Menschen wieder aufhört."

Sie treffe vor allem Minderheiten: Juden, Muslime, homosexuelle oder behinderte Menschen, häufig aber auch Frauen. «Hass schlägt allzu oft ebenso Polizisten, Feuerwehrleuten oder Rettungssanitätern entgegen - ausgerechnet jenen Menschen, die für unsere Sicherheit und Gesundheit den Kopf hinhalten», so Schuster.

Update, 14. September, 4.14 Uhr: RKI registriert 6325 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 81,1

Beim Infektionsgeschehen in Deutschland gibt es derzeit kaum Dynamik. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des RKI von Dienstagmorgen bei 81,1 (Vortag: 81,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6325 Corona-Neuinfektionen (Stand: 4.06 Uhr).

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 68 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.089.476 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 1,79 an.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.841.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.686.

Update, 14. September, 2 Uhr: Hausärzte fordern zur Grippe-Impfung auf

Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, hat mehr öffentliche Unterstützung für Grippe-Impfungen gefordert.

"Das Wichtigste für den zweiten Corona-Herbst wird sein, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen, und das nicht nur gegen das Coronavirus, sondern auch gegen die Grippe", sagte er der "Rheinischen Post". Die Influenza-Impfung dürfe keineswegs vergessen werden, auch sie trage entscheidend zum Schutz der Bevölkerung wie auch zur Entlastung des Gesundheitswesens bei. "Es muss daher alles daran gesetzt werden, dass auch hier den Praxen logistisch wie organisatorisch keine Steine in den Weg gelegt werden."

13.09.2021, Hamburg: Eine Frau hält ihren Impfpass und einen Pizza-Gutschein nach ihrer Impfung gegen das Coronavirus im Rahmen der Aktion «Kiez-Piks» in der Bar «Wunderbar» nahe der Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli. Foto: +++ dpa-Bildfunk +++
13.09.2021, Hamburg: Eine Frau hält ihren Impfpass und einen Pizza-Gutschein nach ihrer Impfung gegen das Coronavirus im Rahmen der Aktion «Kiez-Piks» in der Bar «Wunderbar» nahe der Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli. Foto: +++ dpa-Bildfunk +++  © Daniel Reinhardt/dpa

Update, 13. September, 23.05 Uhr: Spahn ruft eindringlich zu Corona-Impfung auf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hat die Bürgerinnen und Bürger noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Es werde auf jeden Fall bis zum Frühjahr eine "Grundimmunität" der Bevölkerung erreicht werden - und zwar "durch Infektionen oder durch Impfung", sagte Spahn am Montagabend beim "Ständehaustreff" der "Rheinischen Post". Er empfehle den Weg der Impfungen, denn das erspare Pflegekräften viel Arbeit und viele Tote. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Weg aus der Pandemie: Jens Spahn ruft eindringlich zur Corona-Impfung auf".

Update, 13. September, 23 Uhr: Jeff Bridges: Covid war schlimmer als Krebs

Der US-Schauspieler Jeff Bridges (71, "The Big Lebowski" ) kämpft nach eigenen Angaben mit Erfolg gegen eine Krebserkrankung - und hat auch eine Coronavirus-Infektion überstanden.

Nach monatelanger Behandlung habe sich sein Krebs zurückgebildet, schrieb Bridges am Montag auf seiner Webseite. Allerdings sei der Kampf gegen den Krebs eine "leichte Übung" verglichen mit dem Kampf gegen eine Coronavirus-Infektion, die er sich im Januar zugezogen habe.

Fünf Wochen habe er mit Covid-19 im Krankenhaus verbracht. Auch seine Ehefrau Sue habe sich angesteckt, die Krankheit aber schneller überwunden. "Diese Begegnung mit der Sterblichkeit hat mir ein Geschenk gegeben - das Leben ist kurz und wunderschön", schrieb Bridges, der nach eigene Angaben inzwischen gegen das Coronavirus geimpft ist.

Im vergangenen Oktober hatte der Schauspieler mitgeteilt, dass er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt sei.

Update, 13. September, 20.05 Uhr: Experten sprechen sich gegen generellen Corona-Booster aus

Eine hochrangige Expertengruppe hat sich gegen generelle Corona-Auffrischungsimpfungen zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen.

"Die bisherige Studienlage zeigt keine Notwendigkeit, in Bevölkerungsgruppen mit wirksamer, vollständiger Impfung Booster auf breiter Front zu verabreichen", schreiben die Forscher im Fachmagazin The Lancet. Die weltweit noch immer begrenzte Anzahl an Impfdosen könne die meisten Leben retten, wenn sie Menschen zu Gute käme, die ein erhebliches Risiko einer schweren Erkrankung haben und noch ungeimpft sind.

"Wenn Impfstoffe dort eingesetzt würden, wo sie am meisten bringen, könnten sie das Ende der Pandemie beschleunigen, indem die die weitere Entwicklung von Varianten bremsen."

Update, 13. September, 19.31 Uhr: Bouffier für Einschränkungen für Ungeimpfte

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat sich dafür ausgesprochen, die Rechte von Ungeimpften einzuschränken - unter anderem bei der Lohnfortzahlung für in Quarantäne befindliche ungeimpfte Arbeitnehmer.

"Klar ist: Es gibt nur eine Entschädigung, wenn es für den Betroffenen unvermeidbar war. So steht es bereits im Gesetz. Ich will das nicht überstürzen, aber dem Grundgedanken stimme ich zu", sagte der CDU-Politiker dem Handelsblatt (Dienstag).

Im öffentlichen Bereich, wo der Zugang für alle nötig ist, soll laut Bouffier ein Schnelltest nicht mehr genügen. Er gehe davon aus, dass ein PCR-Test nötig sein wird. Auch unterstütze er, dass private Unternehmen Ungeimpften den Zugang in ein Geschäft verwehren.

"Wer sich nicht impft, muss das akzeptieren. Es bleibt nur noch die Frage übrig: Wie wird das ausgestaltet? Darüber diskutieren wir." Dabei gehe es nicht um Stigmatisierung. "Aber die eigene Freiheit endet da, wo die Freiheit anderer eingeschränkt wird."

Volker Bouffier (69, CDU), Ministerpräsident von Hessen, hat sich dafür ausgesprochen, die Rechte von Ungeimpften einzuschränken
Volker Bouffier (69, CDU), Ministerpräsident von Hessen, hat sich dafür ausgesprochen, die Rechte von Ungeimpften einzuschränken  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 13. September, 17.35 Uhr: Bei Immunschwäche: Dritte Corona-Impfung in Italien ab 20. September

Italien beginnt am 20. September damit, bestimmten Bevölkerungsgruppen eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus zu verabreichen.

Diese zusätzlichen Dosen oder "Booster" sollen zunächst an immungeschwächte Menschen gehen, beschlossen Gesundheitsminister Roberto Speranza und der außerordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, am Montag. Die Experten der italienischen Arzneimittelbehörde und die spezielle Corona-Kommission der Regierung hatten sich für eine dritte Impfung ausgesprochen.

Update, 13. September, 15.51 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten nach "2G"-Party in Münster steigt auf 63

Nach einer Clubparty unter "2G"-Bedingungen in Münster ist die Zahl der bekannten Corona-Infektionen auf 63 gestiegen.

Das teilte die Stadt am Montag auf Anfrage mit. Die Krankheitsverläufe seien nach Kenntnis des Gesundheitsamtes aber bislang weiterhin mild oder liefen symptomfrei ab. 46 Infizierte kämen aus Münster. Die Gäste hatten sich bei einer Partynacht mit rund 380 Gästen angesteckt. Teilnehmen durften ausschließlich Geimpfte oder Genesene.

Update, 13. September, 15.30 Uhr: Teenager ab zwölf sollen in Großbritannien Corona-Impfung erhalten

In Großbritannien sollen Zwölf- bis 15-Jährige eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten.

Die obersten medizinischen Regierungsberater der vier Landesteile sprachen sich am Montag dafür aus, den Teenagern das Mittel der Konzerne Biontech und Pfizer zu spritzen. Damit könnten sich insgesamt etwa drei Millionen Jugendliche impfen lassen. Premierminister Boris Johnson hatte deutlich gemacht, dass er der Empfehlung der Mediziner folgen werde. Vermutlich werden die Impfdosen in der Schule oder mit Vermittlung der Schulen verabreicht.

Zunächst wird den Teenagern nur je eine Dosis gespritzt. Ob sie auch - wie Erwachsene - eine zweite Dosis erhalten, soll nun geprüft werden. Dafür seien mehr internationale Daten nötig. Eine Entscheidung wird nicht vor Frühling erwartet. In Deutschland können sich Zwölf- bis 15-Jährige bereits seit Juni impfen lassen und erhalten zwei Dosen im Abstand von einigen Wochen.

Update, 13. September, 12.53 Uhr: Erstmals Corona-Stäbchentests bei Orang-Utans in Malaysia

30 Orang-Utans haben sich in Malaysia Corona-Abstrichen über die Nase unterziehen müssen.

Sehr zur Freude ihrer Pfleger kamen alle Tests mit negativem Ergebnis zurück. Den Gesichtern der Menschenaffen war aber abzulesen, dass sie den Stäbchentest als ebenso unangenehm empfinden wie die Menschen. Es war das erste Mal, dass Orang-Utans in dem südostasiatischen Land auf das Virus getestet wurden.

"Einige der Tierpfleger waren positiv getestet worden, also wollten wir kein Risiko eingehen", sagte Sen Nathan, stellvertretender Direktor des Sabah Wildlife Department auf der Insel Borneo, das vergangene Woche die Tests an den vom Aussterben bedrohten Primaten durchgeführt hat.

Mitarbeiter halten einen Orang-Utan, bevor sie eine Abstrichprobe für einen Coronatest entnehmen.
Mitarbeiter halten einen Orang-Utan, bevor sie eine Abstrichprobe für einen Coronatest entnehmen.  © Sabah Wildlife Department/dpa

Update, 13. September, 12.40 Uhr: Keine Maskenpflicht im Freien mehr im Urlaubsland Portugal

Gute Nachricht für Portugal-Fans: Nach genau 318 Tagen müssen die Menschen im beliebten Urlaubsland auf der Straße, in Parks oder auf der Strandpromenade keinen Mund- und Nasenschutz mehr tragen.

Am Montag ging die seit Ende Oktober 2020 herrschende Maskenpflicht im Freien im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage zu Ende. Auf den Straßen der Hauptstadt Lissabon und anderer Städte trugen viele Menschen aber weiterhin Schutzmaske. Sie folgten der Empfehlung von Gesundheitsministerin Graça Freitas (64), bei größeren Ansammlungen auch im Freien Vorsicht walten zu lassen.

Update, 13. September, 12.30 Uhr: Neuseeland: Lockdown in Auckland um eine Woche verlängert

Die neuseeländische Metropole Auckland bleibt eine weitere Woche im strikten Corona-Lockdown. Diese Entscheidung gab die Regierung von Ministerpräsidentin Jacinda Ardern (41) am Montag bekannt, nachdem in der Millionenstadt 33 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet wurden - die höchste Zahl seit Tagen.

Die Menschen dürfen bis mindestens 21. September nur in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen, etwa zum Einkaufen oder um in der näheren Umgebung Sport zu treiben.

Update, 13. September, 12.20 Uhr: Drittimpfungen gegen Corona starten in Frankreich

Frankreich hat mit den Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus begonnen. Seit Montag können sich besonders gefährdete Menschen mit einer dritten Impfung gegen das Virus schützen lassen.

Wie Premierminister Jean Castex (56) in Clamart bei Paris sagte, gelte das Angebot derzeit für Menschen in Altersheimen, mit Vorerkrankungen und über 65 Jahren. Betroffene seien demnach mehrere Millionen Menschen. Die 600.000 Bewohnerinnen und Bewohner der Altenheime sollten innerhalb der kommenden fünf Wochen ihre dritte Impfdosis erhalten.

Inzwischen sind in Frankreich knapp 70 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Der landesweite Inzidenzwert sinkt seit Wochen.

Update, 13. September, 12 Uhr: Steinmeier: Viel Propaganda von Impfunwilligen in sozialen Medien

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65) hat mit Schülerinnen und Schülern in Berlin über die Rolle der sozialen Medien in der Corona-Pandemie diskutiert.

"Die Jugendlichen haben mir gesagt, dass zu viele Informationen über die traditionellen Medien gelaufen sind und zu widersprüchliche über die sozialen Medien", sagte der Politiker am Montag beim Besuch einer Impfaktion an der Ruth-Cohn-Schule im Berliner Stadtteil Charlottenburg.

"Gerade in den sozialen Medien ist viel Propaganda von Impfunwilligen und Verschwörungstheoretikern betrieben worden. Das hat ganz offensichtlich Wirkung hinterlassen bei den Jugendlichen, die sich vorrangig aus den sozialen Medien informieren."

Steinmeier erklärte, dass es daher stark darauf ankomme, sich mit Hilfe von den Medien zu informieren, denen man vertrauen könne.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65) hat mit Schülerinnen und Schülern in Berlin über die Rolle der sozialen Medien in der Corona-Pandemie diskutiert.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65) hat mit Schülerinnen und Schülern in Berlin über die Rolle der sozialen Medien in der Corona-Pandemie diskutiert.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 13. September, 11.30 Uhr: Spahn: Impfaktionswoche soll mehr Menschen überzeugen

Zum Start der Impfaktionswoche sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) auf WDR 5, mehr Menschen zu überzeugen sei nötig, um sicherer durch Herbst und Winter zu kommen. Es gelte, sich auf eine weiter steigende Corona-Welle mit der Deltavariante vorzubereiten.

Spahn sagte: "Es gibt immer noch diejenigen, die eigentlich gar nichts gegen das Impfen haben, die vielleicht sogar schon mal einen Termin hatten, den haben sie verpasst und sie haben sich einfach keinen neuen gemacht." Im Supermarkt, auf dem Baumarkt, im Zoo oder auch auf dem Herbstfest des Heimatvereins nähmen die Menschen dann die Möglichkeit wahr.

In Deutschland liegt die Impfquote weit hinter der Marge, die zur Verhinderung einer großen vierten Welle als nötig erachtet wird. Stand Montag sind 62,2 Prozent der

Update, 13. September, 6.15 Uhr: Lauterbach rechnet mit Anstieg der Geimpften im Winter

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) hofft, dass die Corona-Pandemie im Frühjahr weitgehend überstanden sein wird.

"Der Herbst wird noch einmal schwierig werden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Köln. "Wir werden noch einmal steigende Fallzahlen haben. Im Winter könnte es dann aber besser werden, wenn die Zahl der Ungeimpften abgenommen hat."

Er rechne damit, dass insbesondere nach der Bundestagswahl zunehmend die 2G-Regel eingeführt werde, wonach nur Geimpfte und Genesene zugelassen sind. "Das wird viele dazu bewegen, sich impfen zu lassen." Im Frühjahr könne die Pandemie dann weitgehend überstanden sein - "wenn es keine neuen Mutationen gibt".

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) hofft, dass die Corona-Pandemie im Frühjahr weitgehend überstanden sein wird.
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) hofft, dass die Corona-Pandemie im Frühjahr weitgehend überstanden sein wird.  © Svea Pietschmann/ZDF/dpa

Update, 13. September, 4.30 Uhr: Mehrheit will auch nach Corona im Homeoffice arbeiten

Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten in Deutschland, die während der Corona-Pandemie im Homeoffice gearbeitet haben, wollen das einer Yougov-Umfrage zufolge auch weiterhin tun.

Die Beliebtheit des Arbeitens in den eigenen vier Wänden habe im Zuge der Pandemie noch zugenommen, teilte am Montag der Energieversorger Eon mit, der die Umfrage in Auftrag gegeben hatte.

Bei der Umfrage hätten 71 Prozent der Befragten den Wunsch geäußert, auch künftig im Homeoffice arbeiten zu können. Zu Beginn der Pandemie seien es im Mai vergangenen Jahres nur 58 Prozent gewesen. Ständig zu Hause arbeiten möchte ein gutes Viertel (26 Prozent) der Befragten. 45 Prozent wollen das Homeoffice und den Arbeitsplatz im Büro mehrmals in der Woche wechseln.

Hauptgrund für die wachsende Beliebtheit des Homeoffice ist der Umfrage zufolge die Zeitersparnis durch die wegfallenden Wege zur Arbeit. Weitere Gründe seien die flexiblere Arbeitszeiteinteilung, eingesparte Fahrtkosten und die Entlastung der Umwelt.

Update, 13. September, 3 Uhr: Bundesweite Impfaktionswoche gegen Corona startet

Mit einer bundesweiten Impfaktionswoche soll in den kommenden Tagen die Corona-Impfquote nach oben getrieben werden. Ob am Fußballplatz, im Einkaufszentrum oder bei Festen: Alle Bürger sollen teils ohne Termin und kostenfrei eine Schutzimpfung erhalten können.

Neben den dauerhaften Impfmöglichkeiten etwa in den Impfzentren stehen zahlreiche temporäre Angebote zur Verfügung. Auf der Webseite zusammengegencorona.de sind zahlreiche der besonderen Impfaktionen aufgelistet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (67, CDU) rief die Bürger am Sonntag auf, die Angebote zu nutzen. "Nie war es einfacher, eine Impfung zu bekommen. Nie ging es schneller", sagte sie. Impfangebote werde es auch bei Freiwilligen Feuerwehren, in der Straßenbahn oder in Moscheen geben. Die Impfaktionswoche dauert bis zum 19. September.

Derzeit sind rund 62 Prozent der Menschen in Deutschland vollständig gegen Corona geimpft. Die Quote stieg zuletzt nur langsam weiter an.

Update, 12. September, 21.30 Uhr: Kanzlerkandidaten werben für mehr Corona-Impfungen

Die Kanzlerkandidaten von SPD, Union und Grünen haben für mehr Corona-Impfungen geworben.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock kritisierte am Sonntagabend in der zweiten großen TV-Wahlkampfdebatte bei ARD und ZDF, dass es erst nach eineinhalb Jahren Pandemie von diesem Montag an eine bundesweite Aktionswoche dazu gibt.

Wenn man etwa bei Pflege und Kliniken in eine Situation komme, dass nicht genug Menschen geimpft seien, müsse auch die Frage einer Impfpflicht für einzelne Berufsgruppen angegangen werden.

Sie sprach sich dafür aus, dass es wie bei Schulkindern auch bei Arbeitnehmern Verpflichtungen zu regelmäßigen Corona-Tests geben soll.

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) wandte sich gegen eine Testpflicht am Arbeitsplatz. In Betrieben würden Testangebote breitflächig genutzt.

Dies sei "in dieser Phase der Pandemie der richtige Weg". Er wies darauf hin, dass eine Testpflicht Konsequenzen haben könnte, dass man möglicherweise seinen Arbeitsplatz verlieren könnte.

CDU-Chef Armin Laschet warb unter anderem für mobile Impfangebote, etwa auch für Menschen, die keinen Hausarzt haben. Er betonte das Ziel, zu mehr Impfungen zu kommen, und das "ohne eine Pflicht".

Berlin: Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD, l-r), Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen) und Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) stehen im Fernsehstudio.
Berlin: Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD, l-r), Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen) und Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) stehen im Fernsehstudio.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 12. September, 20.20 Uhr: Kanzleramtsminister: Bürgernahe Angebote auch nach Aktion

Die in der neuen Woche geplanten besonderen Corona-Impfangebote sollen auch danach fortgeführt werden.

Das kündigte Kanzleramtsminister Helge Braun am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" an. "Das endet nicht mit der Impfwoche, das wird in den nächsten Wochen fortgesetzt", sagte er.

Die direkten und bürgernahen Impfangebote im Rahmen der Aktionswoche sollten dazu beitragen, eine vierte Welle der Pandemie im Winter noch zu verhindern.

"Wenn wir nichts tun, dann kommt sie ziemlich sicher", sagte Braun. Das bedeute dann im Ergebnis, dass diejenigen, die geimpft seien, etwa mit ihren Operationen zurückstehen müssten, weil Ungeimpfte in den Krankenhäusern lägen.

Update, 12. September, 18.20 Uhr: Bundesweite Impf-Aktionswoche

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll ab Montag eine bundesweite Impfaktionswoche mit dem Motto #HierWirdGeimpft neue Fortschritte bringen.

Mehr dazu im Artikel "Bundesweite Aktionswoche: An diesen Orten soll ab Montag geimpft werden".

Der Impfstoff Moderna wird gespritzt.
Der Impfstoff Moderna wird gespritzt.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 12. September, 14 Uhr: Corona-Impfpflicht für Clubs in England kommt doch nicht

Der Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung wird in England doch keine Voraussetzung für den Zugang zu Nachtclubs und größeren Veranstaltungen.

Die britische Regierung hat entsprechende Pläne verworfen, wie Gesundheitsminister Sajid Javid am Sonntag der BBC sagte.

Man habe sich diese Idee ausgiebig angeschaut, werde solche Pläne aber nicht weiter verfolgen.

Update, 12. September, 13.15 Uhr: RKI-Präsident zu Corona: "Sehr viele Lehren" für Deutschland

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) sieht im Umgang mit Infektionskrankheiten wie Corona deutlichen Nachbesserungsbedarf für Deutschland.

"Es gibt sehr viele Lehren zu ziehen", sagte Lothar Wieler zum Start der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) am Sonntag in Berlin.

In der laufenden Pandemie habe man "gnadenlos Defizite kennengelernt".

Update, 12. September, 12 Uhr: Ohne Corona-Auflagen: 50.000 Zuschauer bei Konzert in Kopenhagen

Eine dänische Rockband hat ein Konzert vor Zehntausenden Fans gespielt und damit die pandemiebedingt fast vergessene Zeit großer Stadionkonzerte wiederaufleben lassen.

Nach der Aufhebung der letzten verbliebenen Corona-Beschränkungen in Dänemark zog die Band "The Minds of 99" in Kopenhagen knapp 50.000 dicht an dicht stehende und sitzende Zuschauer in ihren Bann, wie Aufnahmen aus dem Stadion Parken zeigten.

Die Veranstalter hatten vorab von der ersten Stadion-Show mit voller Zuschauerauslastung in Europa seit Beginn der Coronavirus-Pandemie gesprochen.

Update, 12. September, 11.10 Uhr: Merkel zum Start der Impfaktionswoche: "Lassen Sie sich impfen"

Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU) hat die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zum Start einer bundesweiten Impfaktionswoche aufgerufen, die Angebote für Corona-Impfungen zu nutzen.

"Nie war es einfacher, eine Impfung zu bekommen. Nie ging es schneller", sagte sie vor dem Start der Aktion an diesem Montag.

Impfangebote werde es etwa bei den Freiwilligen Feuerwehren, in der Straßenbahn, am Rand von Fußballfeldern und in Moscheen geben. Jeder könne sich dann ohne Termin und kostenfrei impfen lassen.

"Ich bitte Sie daher: schützen Sie sich selbst und andere. Lassen Sie sich impfen", appelliert die Bundeskanzlerin. Die Impfaktionswoche dauert bis zum 19. September.

Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU) hat die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zum Start einer bundesweiten Impfaktionswoche aufgerufen, die Angebote für Corona-Impfungen zu nutzen.
Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU) hat die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zum Start einer bundesweiten Impfaktionswoche aufgerufen, die Angebote für Corona-Impfungen zu nutzen.  © Wojciech Olkusnik/PAP/dpa

Update, 12. September, 11.07 Uhr: Biontech-Gründer: Daten für Kinder-Impfung bis Ende September

Den Biontech-Gründern Ugur Sahin (56) und Özlem Türeci (54) zufolge sollen die Daten für eine Impfung von Fünf- bis Elfjährigen mit dem Corona-Impfstoff des Unternehmens bis Ende September vorliegen.

Die Dosis für diese Altersgruppe werde bei zehn Mikrogramm liegen, einem Drittel der Dosis bei Erwachsenen, sagte Türeci der Bild am Sonntag.

Die Daten für die noch jüngeren Kinder lägen gegen Ende des Jahres vor. "Da werden wir mit der Dosis noch mal runtergehen können."

Den Biontech-Gründern zufolge sollen die Daten für eine Impfung von Fünf- bis Elfjährigen mit dem Corona-Impfstoff des Unternehmens bis Ende September vorliegen.
Den Biontech-Gründern zufolge sollen die Daten für eine Impfung von Fünf- bis Elfjährigen mit dem Corona-Impfstoff des Unternehmens bis Ende September vorliegen.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 12. September, 7.11 Uhr: Über 2,8 Millionen Kontrollen der Corona-Testpflicht an Grenzen

Die meisten Menschen scheinen sich an die am 1. August eingeführte Corona-Testpflicht bei der Einreise nach Deutschland gehalten zu haben.

2.820.972 Personen wurden stichprobenartig auf Einhaltung kontrolliert - bis zum 7. September wurden dabei 3727 Verstöße festgestellt, wie die Welt am Sonntag unter Berufung auf die Bundespolizei berichtete.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) räumte allerdings ein, dass von einer "großen Dunkelziffer und vielen unentdeckten Verstößen" auszugehen sei.

Seit August 2021 müssen Reiserückkehrer einen negativen Coronatest dabei haben, wenn sie nicht genesen oder vollständig geimpft sind.
Seit August 2021 müssen Reiserückkehrer einen negativen Coronatest dabei haben, wenn sie nicht genesen oder vollständig geimpft sind.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. September, 5 Uhr: Ökonom Fratzscher: Wirtschaftliche Corona-Risiken werden unterschätzt

Marcel Fratzscher (50), Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hält angesichts der andauernden Corona-Pandemie wirtschaftliche Risiken für unterschätzt.

"Wir sehen die Lage zu sehr durch die rosarote Brille", sagte Fratzscher der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Wenn in China ein Hafen zugemacht wird, weil es dort einen Corona-Ausbruch gibt, dann ist das auch für die deutsche Wirtschaft ein großes Problem, weil Lieferketten gestört werden. Die Pandemie ist noch nicht vorbei."

Marcel Fratzscher (50), Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hält angesichts der andauernden Corona-Pandemie wirtschaftliche Risiken für unterschätzt.
Marcel Fratzscher (50), Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hält angesichts der andauernden Corona-Pandemie wirtschaftliche Risiken für unterschätzt.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 12. September, 4.32 Uhr: RKI registriert 7345 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 80,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell bei 80,2. Das geht aus Angaben des Instituts vom Sonntagmorgen hervor. Am Vortag hatte der Wert bei 82,8 gelegen, vor einer Woche bei 83,1.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7345 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10.453 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden acht Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 21 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.077.640 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 1,95 an (Vortag 1,89).

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.823.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.606.

Update, 12. September, 0.15 Uhr: Kreta und Korsika keine Corona-Hochrisikogebiete mehr

Die Mittelmeer-Ferieninseln Kreta und Korsika gelten seit diesem Sonntag nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiete.

Griechenland ist nun vollständig von der Liste gestrichen. In Frankreich betrifft das außer Korsika auch die Region Okzitanien.

Hochrisikogebiete sind in Frankreich aus Sicht der Bundesregierung dann nur noch die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur im Süden sowie einige Überseegebiete.

Die Bundesregierung streicht die bei Urlaubern beliebte Insel Kreta ab Sonntag von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete.
Die Bundesregierung streicht die bei Urlaubern beliebte Insel Kreta ab Sonntag von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete.  © Lefteris Partsalis/XinHua/dpa

Update, 11. September, 20.34 Uhr: Impfverweigerer randalieren in Griechenland

Hunderte Gegner von Corona-Schutzimpfungen haben am Samstagabend vor dem Eingang des Messegeländes der Hafenstadt Thessaloniki Steine und andere Gegenstände auf die Polizei geschleudert.

Die Sicherheitskräfte setzen Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Randalierer auseinander zu treiben, wie das Staatsfernsehen zeigte. Unter den Randalierern waren nach Berichten von Reportern zahlreiche religiöse Eiferer, die Ikonen trugen sowie nationalistisch und rechtsextremistisch orientierte Menschen.

Zum Zeitpunkt der Ausschreitungen hielt der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis eine Rede in einer Halle des Geländes dieser größten griechischen Handelsmesse über die Wirtschafts-und Finanzpolitik der nächsten Monate in Griechenland. Die Rede wurde nicht gestört.

Eine Impfgegnerin kniet während einer Kundgebung. Hunderte Gegner von Corona-Schutzimpfungen haben vor dem Eingang des Messegeländes der Hafenstadt Thessaloniki Steine und andere Gegenstände auf die Polizei geschleudert.
Eine Impfgegnerin kniet während einer Kundgebung. Hunderte Gegner von Corona-Schutzimpfungen haben vor dem Eingang des Messegeländes der Hafenstadt Thessaloniki Steine und andere Gegenstände auf die Polizei geschleudert.  © Giannis Papanikos/AP/dpa
Thessaloniki: Griechische Bereitschaftspolizisten sind während einer Protestkundgebung gegen Corona-Impfungen im Einsatz.
Thessaloniki: Griechische Bereitschaftspolizisten sind während einer Protestkundgebung gegen Corona-Impfungen im Einsatz.  © Giannis Papanikos/AP/dpa

Update, 11. September, 16.43 Uhr: Zehntausende Niederländer protestieren gegen Party-Verbote

Zehntausende Demonstranten haben in den Niederlanden am Samstag gemeinsam mit Djs und Musikern die Aufhebung der Corona-Beschränkungen für die Veranstaltungsbranche gefordert.

Unter dem Motto "Unmute Us" (etwa: Schaltet unsere Mikros wieder an) hatten die Organisatoren zu Protestaktionen in zehn Städten aufgerufen, darunter in Amsterdam, Den Haag, Groningen und Maastricht. In mehreren Orten wurden die Umzüge nach Angaben der Nachrichtenagentur ANP von Musikwagen begleitet, Djs legten auf und Demonstranten tanzten auf den Straßen.

Den Haag: Teilnehmer des Protestmarsches ziehen tanzend durch die Stadt.
Den Haag: Teilnehmer des Protestmarsches ziehen tanzend durch die Stadt.  © Koen Van Weel/ANP/dpa

Update, 11. September, 16.39 Uhr: Konzert in Kopenhagen mit 50.000 Zuschauern und spontanem Impfen

Ein Konzert mit Zehntausenden Zuschauern dicht an dicht: Was wie eine vage Erinnerung an Vor-Corona-Zeiten klingt, wird in Kopenhagen für dänische Musikfreunde Realität.

Nach der Aufhebung der letzten verbliebenen Corona-Beschränkungen in Dänemark hat die Rockband The Minds of 99 für den Samstagabend zu einem ausverkauften Konzert ins Stadion Parken geladen. 50.000 Fans sollten bei dem Auftritt in der dänischen Hauptstadt dabei sein.

Nach Angaben des Veranstalters und der Zeitung Jyllands-Posten ist die Band damit die erste, die seit Pandemiebeginn in Europa eine Stadion-Show mit voller Zuschauerauslastung spielt.

In den Stunden vor dem Konzert konnte man sich vor Ort nahe dem Stadion gegen das Coronavirus impfen lassen. Wie das dänische Kulturministerium am Samstag mitteilte, sollen solche Pop-up-Impfstationen in der kommenden Zeit auch vor anderen größeren Konzerten und Veranstaltungen aufgebaut werden. Ziel ist es, bei der Impfkampagne vor allem Jüngere zu erreichen.

Update, 11. September, 15.38 Uhr: Gauck greift Impfgegner an: "Bekloppte"

Alt-Bundespräsident Joachim Gauck (81) hat die Gegner einer Impfung gegen das Coronavirus scharf angegriffen.

Bei einer Tagung für Lehrer am Samstag in Rostock betonte er, dass die Pandemie noch nicht überwunden sei.

"Dann ist ja auch schrecklich, dass wir in einem Land leben, in dem nicht nur Bildungswillige leben, sondern auch hinreichende Zahlen von Bekloppten. Also Entschuldigung: Das darf ich mal so locker formulieren, ich bin ja jetzt Rentner und muss nicht mehr auf jedes Wort achten."

Gauck sagte, dass die Menschen mit ihrer Einsicht "Impfen sei schädlich" nicht für sich selbst, sondern für ihr Umfeld Probleme schafften. "Das ist ja alles unglaublich."

Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck (81).
Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck (81).  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 11. September, 8.22 Uhr: Ärztepräsident hält mehr Druck auf Ungeimpfte derzeit für nicht angemessen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt (61) hält stärkere Einschränkungen für Ungeimpfte derzeit für unangebracht.

"Im Moment bin ich dagegen" sagte Reinhardt der Passauer Neuen Presse. "Noch mehr Druck auf Nicht-Geimpfte auszuüben, wäre zum jetzigen Zeitpunkt nicht angemessen."

Er war gefragt worden, ob er ein Befürworter einer stärkeren Verbindlichkeit von 2G-Regeln sei, bei denen nur Geimpfte und Genesene Zugang zu bestimmten Veranstaltungen und Einrichtungen haben.

Klaus Reinhardt (61), Präsident der Bundesärztekammer.
Klaus Reinhardt (61), Präsident der Bundesärztekammer.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 11. September, 7.10 Uhr: Kassenärzte-Chef: Begeisterung für Auffrischungsimpfungen gering

Das Interesse der Menschen an einer dritten Corona-Impfung ist derzeit nach Ansicht des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gering.

"Die Zahlen zeigen, dass derzeit weder besonders viele Ärzte bei den Auffrischimpfungen mitmachen noch in der Bevölkerung der Bedarf nach einer weiteren Dosis groß ist", sagte Andreas Gassen (59) der Welt am Sonntag.

Dass die Angebote der Booster-Impfung bisher zögerlich angenommen werden, sieht Gassen in der derzeit fehlenden Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) begründet.

"Die Bevölkerung hat mittlerweile zu Recht gelernt, beim Impfen nicht auf Politiker, sondern eher auf Mediziner zu hören", sagte Gassen. Auch die Ärzte seien von dem erneuten Vorpreschen der Politik und der lückenhaften Datenlage verunsichert.

Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV).
Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 11. September, 4.30 Uhr: RKI registriert 11.214 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 82,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell bei 82,8. Am Vortag hatte der Wert bei 83,8 gelegen, vor einer Woche bei 80,7.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.214 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10.835 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 45 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 24 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.070.295 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 1,95 an (Vortag 1,89). Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.817.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.598.

Update, 10. September, 17.30 Uhr: Proteste gegen Corona-Beschränkungen in Litauen

In Litauen haben Tausende Menschen gegen geplante Corona-Beschränkungen protestiert.

Bei einer Kundgebung am Freitag in der Hauptstadt Vilnius versammelten sich litauischen Medienberichten zufolge rund 5000 Menschen in der Innenstadt. Der Unmut der Demonstranten richtete sich gegen Pläne der Regierung, dass künftig nur noch Menschen, die gegen das Coronavirus geimpft sind, etwa öffentliche Verkehrsmittel und alle körpernahen Dienstleistungen nutzen dürfen. Nicht geimpften Menschen drohen dagegen Einschränkungen.

Update, 10. September, 16.06 Uhr: CSU-Parteitag: 97 Prozent gegen Corona geimpft

Beim am Freitag in Nürnberg eröffneten Parteitag der CSU sind 97 Prozent der Delegierten und Beobachter gegen das Coronavirus geimpft.

Das gab Generalsekretär Markus Blume zu Beginn der zweitägigen Veranstaltung bekannt. Insgesamt waren knapp 900 Delegierte geladen, dazu kommen weitere mehrere weitere Hundert Menschen in der Nürnberger Messehalle wie Personal, Sicherheitskräfte und Journalisten, die dem Parteitag beiwohnen. Alle Anwesenden mussten entsprechend der sogenannten 3-G-Regel beim Einlass ihren Status hinterlassen.

Update, 10. September, 15.48 Uhr: Kreta und Korsika ab Sonntag keine Corona-Hochrisikogebiete mehr

Die Bundesregierung streicht die bei Urlaubern beliebten Inseln Kreta und Korsika ab Sonntag von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete.

In Frankreich bleiben damit nur noch die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur und einige Überseegebiete auf der Liste, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Griechenland verschwindet damit komplett von der Liste der Hochrisikogebiete.

Update, 10. September, 15.38 Uhr: Tschechien setzt Österreich auf Corona-Ampel auf Rot

Nach Deutschland und der Schweiz färben sich nun auch Österreich und Kroatien auf der tschechischen Corona-Einreiseampel rot.

Dies gelte von Montag an, teilte das Außenministerium in Prag am Freitag mit. Ungeimpfte Menschen aus diesen Ländern müssen bei der Einreise nach Tschechien einen negativen PCR-Test vorweisen und sich in Quarantäne begeben. Diese kann frühestens am fünften Tag mit einem zweiten negativen PCR-Testergebnis beendet werden.

Wer seit mindestens 14 Tagen vollständig geimpft ist, muss indes nur das Online-Meldeformular ausfüllen. Tschechien setzt dabei auf das digitale Covid-Zertifikat der EU, das auch als Eintrittskarte für Hotels, Restaurants und Schwimmbäder dient. Für den kleinen Grenzverkehr - also kurzzeitige Aufenthalte in Tschechien - und für grenzüberschreitende Berufspendler gibt es Ausnahmeregeln.

Update, 10. September, 15.19 Uhr: Schon 39 Corona-Infizierte nach "2G"-Party in Münster - 380 Gäste

Im Fall der Corona-Infektionen bei einer Clubparty unter "2G"-Bedingungen in Münster ist die Zahl der bekannt gewordenen Infizierten auf 39 gestiegen.

Weitere Ansteckungen seien wahrscheinlich, berichtete die Stadtverwaltung am Freitag. Bei den Betroffenen handele es sich hauptsächlich um immunisierte Personen zwischen Anfang und Mitte 20. Sie hätten milde oder gar keine Symptome. 22 Infizierte kämen aus Münster.

Die Suche nach weiteren möglicherweise betroffenen Kontakten gestalte sich schwierig, da die aktuelle Corona-Schutzverordnung keine Rückverfolgbarkeit von Gästen vorsehe. Die Gäste hatten sich am 3. September bei der Partynacht mit rund 380 Gästen angesteckt.

Bei einer "2G"-Party in Münster haben sich 39 Leute mit Corona infiziert.
Bei einer "2G"-Party in Münster haben sich 39 Leute mit Corona infiziert.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 10. September, 14.37 Uhr: Experte: Kinder-Impfung vor allem für Risikopatienten wichtig

Von einer Corona-Impfung für Jungen und Mädchen unter zwölf Jahren können nach Ansicht eines Experten für Kindermedizin vor allem besonders gefährdete Patienten profitieren.

"Auch in der Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen gibt es natürlich Risikogruppen, deren Gesundheit und Teilhabe am sozialen Leben deutlich verbessert wird, wenn es ein Impfangebot gibt", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Als Beispiele nannte er Kinder mit einer schweren chronischen Erkrankung oder einem geschwächten Immunsystem.

Update, 10. September, 12.55 Uhr: Freiwillige Impfungen an Schulen - Drohungen gegen Schulleiter

Vor den geplanten freiwilligen Impfangeboten an Sachsens Schulen sehen sich Schulleiter und Lehrer mit Drohungen konfrontiert.

Das sei punktuell aus mehreren Regionen Sachsens gemeldet worden, sagte der Sprecher des Landesamtes für Schule und Bildung, Roman Schulz, am Freitag.

Solche Schreiben würden teils sogar an deren Privatadressen geschickt.

"Das ist absolut inakzeptabel." Zuvor hatte die Freie Presse berichtet, dass Impfgegner Schulleiter mit Strafanzeigen wegen Körperverletzungen gedroht und Kundgebungen vor Schulen angekündigt hätten.

Update, 10. September, 12.54 Uhr: Spahn zu Kinder-Impfung: Baldiger Zulassungs-Antrag "gute Nachricht"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) freut sich über Fortschritte auf dem Weg zu einer Corona-Impfung von Kindern unter zwölf Jahren.

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech hatte am Freitag angekündigt, in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs auch für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren zu beantragen.

"Das ist eine gute Nachricht", sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die Zulassung würde es ermöglichen, auch jüngere Kinder besser zu
schützen."

Update, 10. September, 11.06 Uhr: Stiko spricht sich für Corona-Impfung von Schwangeren aus

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich generell für eine Corona-Impfung von Schwangeren und Stillenden ausgesprochen.

"Nach eingehender Beratung und Bewertung der vorhandenen Evidenz" empfehle die Stiko eine Impfung für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel und für Stillende mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mit.

Der Beschlussentwurf der Empfehlung muss nun noch in ein sogenanntes Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und beteiligten Fachkreisen, ist also noch keine endgültige Empfehlung.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich generell für eine Corona-Impfung von Schwangeren und Stillenden ausgesprochen.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich generell für eine Corona-Impfung von Schwangeren und Stillenden ausgesprochen.  © Caroline Seidel/dpa

Update, 10. September, 11.04 Uhr: Fast jeder vierte Jugendliche vollständig geimpft

Etwa ein Viertel der 12 bis 17 Jahre alten Jugendlichen sind bislang vollständig geimpft.

Mindestens eine Impfung haben 35,9 Prozent in dieser Altersgruppe bekommen.

Update, 10. September, 10.30 Uhr: AstraZeneca-Entwicklerin rät von massenhafter Auffrischungsimpfung ab

Die leitende Wissenschaftlerin bei der Entwicklung des Astrazeneca-Impfstoffs hat sich gegen flächendeckende Auffrischungsimpfungen in Großbritannien ausgesprochen.

Stattdessen solle Impfstoff an Länder mit niedrigeren Impfraten abgegeben werden, sagte Sarah Gilbert von der Universität Oxford der Zeitung Daily Telegraph (Freitagsausgabe).

Sinnvoll sei eine Auffrischungsimpfung bei älteren Menschen und solchen mit unterdrücktem Immunsystem. Bei der Mehrheit halte die Schutzwirkung des Impfstoffs aber gut an, so Gilbert weiter.

Update, 10. September, 9.29 Uhr: Biontech will Impfstoff-Zulassung für Kinder bald beantragen

Biontech will in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs auch für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren beantragen.

Dazu würden die Ergebnisse einer Studie den Behörden weltweit, "auch hier in Europa", vorgelegt, sagte die medizinische Geschäftsführerin und Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci (54) dem Spiegel.

"Wir bereiten bereits die Produktion vor. Der Impfstoff ist derselbe, aber weniger hoch dosiert, und es muss weniger abgefüllt werden."

Update, 10. September, 9.27 Uhr: UKE-Mediziner: Fast alle Corona-Intensivpatienten ungeimpft

Intensivmediziner am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) sind wegen der hohen Anzahl der ungeimpften Corona-Intensivpatienten auf der Station frustriert.

"Uns zermürbt, dass eigentlich alle Intensivpatienten momentan ungeimpft sind", sagte der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge, der Hamburger Morgenpost.

Fast alle von ihnen seien zudem Menschen mit Risikofaktoren und entweder übergewichtig, hätten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, seien schwanger oder schon älter.

"Das Personal ist ein Stück weit frustriert, weil sich jeder mit einer Impfung gegen schwere Corona-Verläufe schützen könnte."

Intensivmediziner am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) sind wegen der hohen Anzahl der ungeimpften Corona-Intensivpatienten auf der Station frustriert.
Intensivmediziner am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) sind wegen der hohen Anzahl der ungeimpften Corona-Intensivpatienten auf der Station frustriert.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 10. September, 9.25 Uhr: Bochum-Stürmer Zoller: Corona-Lockdown hat uns zusammengeschweißt

Der Corona-Lockdown hat nach Meinung von Stürmer Simon Zoller (30) entscheidenden Anteil am Aufstieg des Fußball-Bundesligisten VfL Bochum gehabt.

"ch glaube, dass uns diese Zeit, in der auf einmal nicht mehr gespielt werden konnte, auf eine gewisse Weise zusammengeschweißt hat", sagte Zoller der Zeitung Die Welt (Freitag-Ausgabe) und erklärte: "Dann, als es mit den Geisterspielen weiterging, haben wir als Mannschaft viel Zeit im Hotel verbracht, viel und hart trainiert."

Bochum-Stürmer Simon Zoller (30).
Bochum-Stürmer Simon Zoller (30).  © Tim Rehbein/dpa

Update, 10. September, 6.46 Uhr: Urlaub in Europa trotz Corona?

Die großen Ferien sind bald in ganz Deutschland vorbei. Als letzte Bundesländer beginnen demnächst auch Baden-Württemberg und Bayern wieder mit der Schule. Trotzdem sind in diesen Tagen noch immer viele Bundesbürger im europäischen Ausland unterwegs - und überall ist Corona immer noch großes Thema.

Einen Überblick über die Lage in wichtigen Urlaubsländern findet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel Urlaub in Europa trotz Corona: Was geht und was nicht?

Der Eiffelturm in Paris.
Der Eiffelturm in Paris.  © 123RF/ekaterinabelova

Update, 10. September, 4.33 Uhr: RKI registriert 12 969 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 83,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist wieder etwas angestiegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen lag sie bei 83,8 - am Vortag hatte der Wert bei 83,5 gelegen, vor einer Woche bei 80,2.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.969 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 14.251 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 55 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 45 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.059.081 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 1,89 an (Vortag 1,79). Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.810.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.553.

Update, 10. September, 1.52 Uhr: Los Angeles führt Impfpflicht für Schüler ab 12 Jahren ein

Der kalifornische Schulbezirk Los Angeles, der zweitgrößte in den USA, führt für alle Schüler ab zwölf Jahren eine Impfpflicht ein.

Wer keine medizinische oder anderweitig begründete Ausnahmegenehmigung habe, müsse für den Präsenzunterricht ab 10. Januar vollständig geimpft sein, teilte der Schulbezirk am Donnerstag (Ortszeit) mit.

Ein Demonstrant protestiert vor dem Los Angeles Unified School District (LAUSD). Der kalifornische Schulbezirk führt für alle Schüler ab zwölf Jahren eine Impfpflicht ein.
Ein Demonstrant protestiert vor dem Los Angeles Unified School District (LAUSD). Der kalifornische Schulbezirk führt für alle Schüler ab zwölf Jahren eine Impfpflicht ein.  © Damian Dovarganes/AP/dpa

Update, 10. September, 0.05 Uhr: Dänemark verabschiedet sich von letzten Corona-Beschränkungen

In Dänemark fallen ab diesem Freitag die letzten Corona-Beschränkungen weg.

So muss beispielsweise niemand mehr bei bestimmten Großveranstaltungen wie Begegnungen in der obersten dänischen Fußballliga einen Corona-Pass vorzeigen.

Der Nachweis, dass man geimpft, genesen oder negativ getestet worden ist, entfällt auch in den gerade erst wieder eröffneten Diskotheken.

Zugleich wird Covid-19, die durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöste Erkrankung, nicht mehr länger als "gesellschaftskritische Krankheit" eingestuft.

Update, 10. September, 0.02 Uhr: "Die Geduld geht uns aus": Biden erhöht Druck auf Ungeimpfte

US-Präsident Joe Biden (78) hat mit zugespitzten Äußerungen den Druck auf die Minderheit seiner immer noch ungeimpften Landsleute erhöht.

"Viele von uns sind frustriert angesichts der fast 80 Millionen Amerikaner, die immer noch nicht geimpft sind, obwohl Impfungen sicher, wirksam und kostenlos sind", sagte Biden am Donnerstag im Weißen Haus.

An die Adresse der Ungeimpften sagte Biden weiter: "Wir sind geduldig gewesen, aber die Geduld geht uns aus." Seine Forderung: "Lassen Sie sich impfen."

Joe Biden (78), Präsident der USA.
Joe Biden (78), Präsident der USA.  © Andrew Harnik/AP/dpa

Update, 9. September, 23.26 Uhr: Italien weitet Corona-Nachweispflicht aus

Italiens Regierung hat die Corona-Nachweispflicht im Bildungs- und Pflegebereich ausgeweitet.

Wer Einrichtungen im nationalen Bildungssystem betreten will, muss nachweislich gegen Covid-19 geimpft oder davon genesen sein beziehungsweise einen negativen Test vorweisen können, wie die Regierung am späten Donnerstagabend mitteilte.

Die Regelung gilt damit für Schulen, aber auch Einrichtungen, in denen zum Beispiel Abend- oder Weiterbildungskurse abgehalten werden.

Update, 9. September, 21.37 Uhr: US-Regierung will Impf- oder Testpflicht für größere Firmen anordnen

Zur Eindämmung der Pandemie will die US-Regierung Firmen mit mehr als 100 Angestellten vorschreiben, dass alle Mitarbeiter geimpft sein müssen oder sich mindestens ein Mal pro Woche auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen müssen.

Die Regelung werde derzeit unter Führung des Arbeitsministeriums entwickelt und für mehr als 80 Millionen Beschäftigte der Privatwirtschaft gelten, erklärte das Weiße Haus am Donnerstag.

Zudem sollen künftig alle Mitarbeiter in Krankenhäusern und Einrichtungen des Gesundheitswesens, die Zahlungen der staatlichen Krankenversicherungen annehmen, gegen Corona geimpft sein müssen. Die Regelung werde für rund 17 Millionen Mitarbeiter gelten, hieß es. In den staatlichen Programmen Medicare und Medicaid sind vor allem Ältere, Behinderte und Bedürftige versichert.

US-Präsident Joe Biden wollte die Schritte für den weiteren Kampf gegen das Coronavirus und die Stärkung der Impfkampagne am späten Nachmittag (Ortszeit; ab 23 Uhr MESZ) ankündigen.
US-Präsident Joe Biden wollte die Schritte für den weiteren Kampf gegen das Coronavirus und die Stärkung der Impfkampagne am späten Nachmittag (Ortszeit; ab 23 Uhr MESZ) ankündigen.  © Evan Vucci/AP/dpa

Update, 9. September, 21.11 Uhr: Pandemie: Mehr Jüngere als Ältere auf Intensivstationen

Die unzureichenden Impfquoten unter jüngeren Erwachsenen in der Corona-Pandemie spiegeln sich nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) auch auf Deutschlands Intensivstationen wider.

Unter den dort betreuten Menschen seien von Mitte August bis Anfang September mehr 18- bis 59-Jährige gewesen als Menschen über 60, hieß es in dem am Donnerstagabend veröffentlichten RKI-Wochenbericht. Das könne als Effekt der Impfkampagne und der bislang noch unzureichend hohen Quoten bei den 18- bis 59-Jährigen interpretiert werden.

Auf den Intensivstationen wuchs der Anteil an Covid-Patienten insgesamt wieder. Mit knapp 1400 Kranken entspreche der Anstieg 22 Prozent im Vergleich zur Vorwoche, hieß es in dem Bericht. Höchstwerte hatte es hier um die Weihnachtszeit mit rund 5760 Intensivpatienten gegeben.

Die meisten Covid-Patienten, die allgemein in ein Krankenhaus kommen, sind nach RKI-Angaben zwischen 35 und 59 Jahre alt. Das Risiko, an der Infektion zu sterben, liegt bei alten Menschen aber weiterhin am höchsten.

Update, 9. September, 21.08 Uhr: Wegen Corona: Auch Turnier in München abgesagt

Einen Tag nach dem Weltcup-Reitturnier in Stuttgart ist eine weitere Top-Veranstaltung wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden.

"Die Munich Indoors werden erneut verschoben", sagte Turnierchef Volker Wulff am Donnerstagabend. Maßgeblich dafür sei die Verlängerung der epidemischen Lage durch die Bundesregierung bis zum 11. November. Das Hallen-Reitturnier in München sollte vom 18. bis 22. November stattfinden. Es war bereits im Vorjahr ausgefallen, nun ist es vom 17. bis 20. November 2022 geplant.

Update, 9. September, 19.07 Uhr: Mindestens 26 Corona-Infizierte nach Party in Münster

Bei einer Partynacht mit "2G"-Zugangsbeschränkung in einem Club in Münster (NRW) haben sich vergangene Woche mindestens 26 Menschen mit Corona infiziert, hauptsächlich Mittzwanziger.

Dabei handele es sich nach bisherigen Erkenntnissen um Impfdurchbrüche und Ansteckungen von bereits Genesenen, berichtete die Stadt Münster am Donnerstag. 20 Infizierte wohnten in Münster. Ein Mitarbeiter des Clubs sei ebenfalls positiv getestet worden.

Die Stadt rechnet damit, dass noch weitere Infektionen bekannt werden. Die Nachverfolgung durch das Gesundheitsamt laufe auf Hochtouren. Zahlreiche Kontakte müssten nun einen PCR-Test vorlegen. "Die genaue Anzahl der engen Kontaktpersonen ist noch unklar", hieß es.

Update, 9. September, 17.30 Uhr: Stiko will sich zur Impfung von Schwangeren äußern

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will sich am Freitagvormittag erneut zur Impfung von Schwangeren äußern.

Dabei könnte sich das Expertengremium generell für eine Impfung von werdenden Müttern aussprechen - sicher ist das aber nicht. Der Beschlussentwurf einer solchen Empfehlung müsste dann erst noch in ein sogenanntes Stellungnahmeverfahren.

In der aktuellsten Version der Stiko-Impfempfehlung vom 18. August heißt es bislang: "Die Stiko empfiehlt derzeit keine generelle Impfung in der Schwangerschaft." Schwangere mit einem hohen Risiko für eine schwere Corona-Erkrankung oder mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände könnten nach Nutzen-Risiko-Abwägung und Aufklärung aber einen mRNA-Impfstoff bekommen.

Aktuell empfiehlt die Stiko noch keine Impfung in der Schwangerschaft, das könnte sich am Freitag aber ändern. (Symbolbild)
Aktuell empfiehlt die Stiko noch keine Impfung in der Schwangerschaft, das könnte sich am Freitag aber ändern. (Symbolbild)  © Caroline Seidel/dpa

Update, 9. September, 17.16 Uhr: Sri Lanka fordert Frauen wegen Corona zu Verhütung auf

Das Gesundheitsministerium in Sri Lanka hat Frauen aufgefordert, wegen der Corona-Pandemie in nächster Zeit nach Möglichkeit eine Schwangerschaft zu verhindern.

Sie sollten vorerst verhüten, bis mehr über die Auswirkungen einer Covid-19-Erkrankung bekannt sei und es möglicherweise bessere Impfstoffe gebe, sagte Ministeriumsmitarbeiter und Gynäkologe Harsha Atapattu am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Auf Sri Lanka werden inzwischen alle Schwangeren angewiesen, sich impfen zu lassen.

Update, 9. September, 16.51 Uhr: Jeder Fünfte will laut Umfrage nicht mehr zurück ins Büro

Viele Arbeitnehmer haben in der Corona-Pandemie den Wert des mobilen Arbeitens für sich entdeckt. Jeder Fünfte (20 Prozent) würde laut einer Umfrage sogar seinen Job kündigen, sollte er nach Auslaufen der Corona-Maßnahmen zurück ins Büro müssen.

Wie die Befragung des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Arbeitgeber-Bewertungsportals Kununu weiter ergeben hat, sind 14 Prozent der Befragten dazu bereit, nach überstandener Krise auf ein bis fünf Prozent ihres Gehalts zu verzichten, wenn sie zwischen Homeoffice und der Arbeit im Büro flexibel wählen können.

Fast die Hälfte aller Befragten (46 Prozent) erwartet von der künftigen Bundesregierung außerdem eine Regelung, die garantiert, dass Arbeitnehmer zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten können - jedenfalls dann, wenn es sich bei ihren Jobs vorwiegend um Bürotätigkeiten handelt.

Während Corona haben sich viele Arbeitnehmer an das Homeoffice gewöhnt. Laut einer Umfrage wollen viele sogar lieber auf Gehalt verzichten, als irgendwann wieder ins Büro zu müssen. (Symbolbild)
Während Corona haben sich viele Arbeitnehmer an das Homeoffice gewöhnt. Laut einer Umfrage wollen viele sogar lieber auf Gehalt verzichten, als irgendwann wieder ins Büro zu müssen. (Symbolbild)  © Annette Riedl/dpa

Update, 9. September, 16.09 Uhr: US-Präsident Biden will offenbar Impfpflicht für Angestellte der Regierung

Im Kampf gegen das Coronavirus will US-Präsident Joe Biden (78) Berichten zufolge eine Impfpflicht für Angestellte der Bundesregierung verfügen.

Das berichteten am Donnerstag etwa der Sender CNN und die "Washington Post" unter Berufung auf Regierungskreise. Die Möglichkeit, sich durch regelmäßige Corona-Tests von einer Impfpflicht zu befreien, soll demnach wegfallen. Die Regelung solle auch für Unternehmen gelten, die für die Regierung arbeiten.

Update, 9. September, 15.30 Uhr: Afrika bekommt 25 Prozent weniger Corona-Impfstoffe als geplant

Afrika wird bis Ende des Jahres 25 Prozent weniger Corona-Impfstoffdosen erhalten als geplant. Das sagte die Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO, Matshidiso Moeti, am Donnerstag während eines Pressebriefings.

Die internationale Hilfsinitiative Covax habe ihre prognostizierten Lieferzahlen für 2021 um ein Viertel nach unten korrigieren müssen, sagte Moeti. Grund dafür sei unter anderem die Einführung von Auffrischimpfungen und das Horten von Impfstoffdosen in einigen Ländern sowie die Priorisierung bilateraler Abkommen vor internationaler Solidarität, so die Regionaldirektorin. In Afrika sind bislang nur etwa drei Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

In Afrika wurden bislang knapp acht Millionen Corona-Infektionen dokumentiert, von denen mehr als 200.000 tödlich verliefen.
In Afrika wurden bislang knapp acht Millionen Corona-Infektionen dokumentiert, von denen mehr als 200.000 tödlich verliefen.  © Joseph Mizere/XinHua/dpa

Update, 9. September, 14.47 Uhr: Gericht lehnt Stopp von Impfpflicht im griechischen Gesundheitssektor ab

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat eine vorübergehende Aussetzung der Corona-Impfpflicht für Gesundheitspersonal in Griechenland abgelehnt.

30 Beschäftigte des Gesundheitssektors hatten um einen sofortigen Stopp in Form einer einstweiligen Maßnahme gebeten. Wie das Straßburger Gericht am Donnerstag mitteilte, sei ein solcher Stopp aber nicht im für einstweilige Maßnahmen vorgesehenen Rahmen enthalten. Seit Monatsbeginn gilt die Impfpflicht in Griechenland. Das Gesetz sieht vor, dass jene Beschäftigten im Gesundheitssektor, die noch ungeimpft sind, ohne Gehalt von der Arbeit freigestellt werden können.

Update, 9. September, 14.26 Uhr: Wartelisten von englischen Krankenhäusern so lang wie noch nie

In England warten so viele Menschen auf eine routinemäßige Behandlung im Krankenhaus wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen.

Ende Juli waren es 5,6 Millionen Menschen, wie aus aktuellen Zahlen des englischen Gesundheitsdienstes (National Health Service) hervorgeht, die am Donnerstag veröffentlicht wurden. Bereits seit Monaten werden immer wieder die bisherigen Rekorde gebrochen. Die Aufzeichnungen begannen im Jahr 2007. Um den Rückstau zu reduzieren, will die britische Regierung die Sozialbeiträge erhöhen. Die zusätzlichen Einnahmen sollen langfristig einer Pflegereform zugute kommen.

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie sind die Krankenhäuser einer erheblichen Doppelbelastung ausgesetzt. Selbst in der Notfallversorgung hinterlässt das Spuren. Statt wie angestrebt bei Notrufen innerhalb von sieben Minuten zu reagieren, mussten englische Patienten im August den Angaben des Gesundheitsdienstes zufolge durchschnittlich achteinhalb Minuten warten.

Die Mitarbeiter in englischen Krankenhäusern sind wegen der anhaltenden Corona-Pandemie erheblichen Belastungen ausgesetzt.
Die Mitarbeiter in englischen Krankenhäusern sind wegen der anhaltenden Corona-Pandemie erheblichen Belastungen ausgesetzt.  © Hannah Mckay/PA Wire/dpa

Update, 9. September, 14.21 Uhr: Dänemark ohne Corona-Beschränkungen

Covid-19, die durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöste Erkrankung, wird in Dänemark ab Freitag nicht mehr länger als "gesellschaftskritische Krankheit" kategorisiert.

Das mag nach einer drögen Formalie klingen, hat aber ganz konkrete Auswirkungen für die Menschen: Die Einstufung machte die Einführung bestimmter Regeln erst möglich, etwa ein Versammlungsverbot, die Maskenpflicht oder die Vorgabe, mit dem Corona-Pass zum Beispiel im Restaurant oder Fitnessstudio vorzeigen zu müssen, dass man geimpft, genesen oder getestet worden ist.

"Die Epidemie ist unter Kontrolle. Wir haben rekordhohe Impfraten", jubelte Gesundheitsminister Magnus Heunicke bei der Ankündigung Ende August. Seine Regierung habe versprochen, an den Maßnahmen nicht länger als notwendig festzuhalten - und an diesem Punkt sei man nun angelangt.

Zugleich machte er klar: "Aber auch wenn wir uns derzeit in einer guten Position befinden, sind wir aus der Epidemie nicht heraus. Die Regierung wird nicht zögern, schnell zu handeln, wenn die Pandemie wieder wichtige Funktionen in unserer Gesellschaft bedroht."

Update, 9. September, 13.57 Uhr: Keine Lohnfortzahlung mehr bei Quarantäne in Rheinland-Pfalz

Wer in Rheinland-Pfalz nicht gegen Corona geimpft ist und eine behördliche Anweisung zur Quarantäne erhält, hat ab Oktober keinen Anspruch mehr auf Lohnfortzahlung.

Zur Begründung teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Donnerstag mit, dass ab dem 1. Oktober grundsätzlich davon auszugehen sei, "dass alle Bürgerinnen und Bürger in den Altersklassen, in denen die Impfung öffentlich empfohlen wurde und soweit ihnen die Impfung medizinisch möglich ist, ein Angebot für die Corona-Schutzimpfung erhalten haben".

Im Falle einer behördlich angeordneten Quarantäne haben Arbeitnehmer laut Infektionsschutzgesetz Anspruch auf Entschädigung. Dies sei aber nach dem Infektionsschutzgesetz nicht mehr gegeben, wenn durch eine öffentlich empfohlene Schutzimpfung eine Absonderung oder ein Tätigkeitsverbot hätte vermieden werden können, erklärte die Sprecherin.

Update, 9. September, 13.30 Uhr: Südwesten: Schwangere Lehrerinnen dürfen nicht in Schule unterrichten

Schwangere Lehrerinnen dürfen im Südwesten in der Regel nicht in Präsenz unterrichten. "Wir dürfen schwangere Lehrkräfte pandemiebedingt nur in Einzelfällen im Präsenzunterricht einsetzen", sagte Baden-Württembergs Kultusministerin, Theresa Schopper (61, Grüne) am Donnerstag in Stuttgart.

Man habe mit der Regelung Hinweise aus dem Bundesfamilienministerium umgesetzt. Derzeit seien 3300 Lehrerinnen schwanger, sagte Schopper. Die Schulen müssen nun Ersatzlösungen für den ausfallenden Präsenzunterricht finden.

Hintergrund für die Regelung ist, dass die Ständige Impfkommission bisher keine Empfehlung für eine Impfung gegen das Coronavirus für Schwangere abgegeben hat. Laut Landesozialministerium haben Schwangere bei einer Corona-Infektion ein sechsmal höheres Risiko als Nicht-Schwangere, schwer zu erkranken und auf eine Intensivstation zu müssen.

Theresa Schopper (60, Grünen), Kultusministerin von Baden-Württemberg.
Theresa Schopper (60, Grünen), Kultusministerin von Baden-Württemberg.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 9. September, 13.27 Uhr: Japan verlängert Corona-Notstand für Tokio und weitere Regionen

Wegen der weiterhin schwierigen Corona-Lage verlängert Japan erneut den Notstand für Tokio und zahlreiche weitere Regionen.

Die Regierung habe beschlossen, den für 19 der 47 Präfekturen des Landes verordneten Notstand bis zum 30. September beizubehalten, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag. Die betroffenen Regionen befänden sich nach wie vor in einer "schwierigen Lage", sagte demnach der für die Corona-Maßnahmen zuständige Minister Yasutoshi Nishimura. Der Notstand gilt derzeit für 21 Präfekturen und sollte am kommenden Sonntag enden.

Zwar gingen die Infektionszahlen zuletzt wieder zurück, die Krankenhäuser in den betroffenen Gebieten sind jedoch weiter überlastet. Bei dem "Notstand" in Tokio und anderen Präfekturen geht es vor allem darum, dass Restaurants keinen Alkohol anbieten und früher schließen müssen.

Update, 9. September, 13.22 Uhr: Tschechien beendet landesweite Corona-Tests an Schulen

In Tschechien hat am Donnerstag die dritte und vorerst letzte landesweite Corona-Testrunde an den Schulen stattgefunden.

Ergebnisse liegen bisher nur von der ersten Runde unmittelbar zum Schuljahresbeginn vor. Dabei waren 116 Neuinfektionen entdeckt worden, die nach dem Schnelltest durch ein PCR-Test bestätigt wurden. "Es sieht danach aus, dass die Ausbreitung an den Schulen nicht das Problem ist", sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech.

Rund 1,4 Millionen Kinder und Jugendliche besuchen die knapp 5500 Schulen in dem EU-Mitgliedstaat. Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gilt derzeit nur in Fluren und Treppenhäusern. Im Unterricht müssen nur Schüler eine Maske tragen, deren Eltern die Teilnahme an den flächendeckenden Corona-Tests abgelehnt haben.

Tschechien wird vorerst keine Corona-Test an Schulen durchführen lassen.
Tschechien wird vorerst keine Corona-Test an Schulen durchführen lassen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 9. September, 13.19 Uhr: Mobilität im Juli und August größer als vor der Pandemie

Im Juli und August 2021 waren die Menschen in Deutschland mehr unterwegs als vor der Corona-Pandemie. Die Mobilität lag durchschnittlich vier Prozent über dem Niveau der entsprechenden Vorkrisenmonate des Jahres 2019, wie eine Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamts zeigt.

"Bei Bewegungen über längere Distanzen war in den Sommermonaten eine Trendwende zu beobachten", berichteten die Wiesbadener Statistiker am Donnerstag. Erstmals seit Beginn der Pandemie wurden wieder mehr Distanzen von 30 Kilometern und mehr als in den Referenzmonaten des Jahres 2019 zurückgelegt.

Update, 9. September, 11.30 Uhr: Studie: Corona hat das Kaufverhalten in Mitteldeutschland verändert

Etwa zwei Drittel der Verbraucherinnen und Verbraucher in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt kaufen seit Beginn der Corona-Pandemie anders ein. Das ergab die diesjährige Mitteldeutsche Markenstudie, die am Donnerstag in Erfurt vorgestellt wurde.

Demnach gaben 61 Prozent der Befragten in den drei Ländern an, dass sich ihr Konsumverhalten durch die Corona-Krise verändert hat. "Es wird seltener eingekauft, dafür aber größere Mengen und der Einkauf wird schneller erledigt", hieß es.

Nicht nur Corona beeinflusst der Studie zufolge das Kaufverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher. Auch Themen wie Nachhaltigkeit, faire Produktionsbedingungen, Tierwohl oder Klimaschutz gewinnen an Bedeutung - spielten beim Kauf in den drei Ländern, anders als im Bundesdurchschnitt, jedoch weiterhin nur eine untergeordnete Rolle.

Aufgefallen ist den Forscherinnen und Forschern zudem, dass Frauen beim Einkauf genauer hinschauen als Männer - sei es bei Preis, Inhaltsstoffen oder Bio-Produktion. Außerdem liege die Zahl von Frauen, die Bonuskarten nutzen, um mehr als zehn Prozentpunkte höher als bei Männern. Bei der Auswahl ist die mitteldeutsche Kundschaft weiterhin markentreuer. Hauptgründe für den Kauf von Lebensmitteln seien nach wie vor Geschmack, Preis und regionale Herstellung.

Befragt wurden 5000 Verbraucherinnen und Verbraucher in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie 1000 im gesamten Bundesgebiet zu 120 mitteldeutschen Marken.

Update, 9. September, 11.26 Uhr: Spahn: Kommen bei Impfungen aktuell nur langsam voran

Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiterhin nur mit gebremstem Tempo voran. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind inzwischen 51,3 Millionen Menschen oder 61,7 Prozent der Bevölkerung, wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag bekannt gab.

Die Impfquote erhöhte sich damit im Vergleich zum Vortag um 0,1 Punkte. Mindestens eine erste Impfung haben nun 55 Millionen Menschen oder 66,2 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Minister Jens Spahn (41, CDU) schrieb auf Twitter: "Wir kommen aktuell leider nur langsam voran." Zwar seien nun 72,4 Prozent der Erwachsenen geschützt. "Aber noch sind zu viele ungeimpft, um die Pandemie zu überwinden."

Inzwischen haben zwölf der 16 Bundesländer die Marke von 60 Prozent vollständig geimpften Einwohnern erreicht.

Update, 9. September, 11.16 Uhr: Umfrage: Deutsche fürchten Steuererhöhungen nach Corona

Die hohen Staatsschulden in der Corona-Pandemie und die Folgen für den eigenen Geldbeutel haben sich zur Sorge Nummer eins der Deutschen entwickelt.

So weist es die am Donnerstag veröffentlichte Studie "Ängste der Deutschen" aus. Darin nannten 53 Prozent von 2400 Befragten große Furcht vor höheren Steuern oder Leistungskürzungen wegen Corona. Auf Platz zwei folgen Inflationsängste: 50 Prozent sehen steigende Lebenshaltungskosten. Ebenso viele nennen die Kosten für EU-Schulden - das ist Platz drei. Die Daten werden jedes Jahr für die R+V-Versicherung ermittelt.

Die öffentlichen Schulden waren in der Coronakrise nach Angaben des Statistischen Bundesamts allein 2020 um 14,4 Prozent oder 273,8 Milliarden Euro auf einen Rekordstand gewachsen. Die Inflationsrate erreichte im August mit 3,9 Prozent den höchsten Wert seit vielen Jahren.

Befragt wurden den Angaben zufolge vom 25. Mai bis 4. Juli rund 2400 repräsentativ ausgewählte männliche und weibliche Personen ab 14 Jahren.

Die Deutschen sorgen sich in der Corona-Pandemie um den eigenen Geldbeutel.
Die Deutschen sorgen sich in der Corona-Pandemie um den eigenen Geldbeutel.  © Patrick Pleul/dpa

Update, 9. September, 10.42 Uhr: Einkaufstourismus mit Tschechien erholt sich noch vom Corona-Schock

Deutsche kaufen in Tschechien ein, Tschechen fahren zum Shoppen in die Bundesrepublik: Was längst als selbstverständlich galt, kam während der Corona-Pandemie zeitweise ganz zum Erliegen.

Inzwischen haben sich Ausnahmeregeln für den gegenseitigen kleinen Grenzverkehr fest etabliert. Doch das Vorkrisenniveau ist nach Einschätzung von Branchenvertretern und Politikern noch lange nicht erreicht.

Viele Geschäfte, Gasthäuser und Tankstellen im Grenzgebiet könnten ohne die deutsche Kundschaft nicht überleben, sagt Tomas Prouza, der Präsident des tschechischen Handels- und Tourismusverbands SOCR. Auch Dienstleistungsbetriebe - vom Pediküresalon bis zum Zahnarzt - profitierten von der zahlungskräftigen Klientel aus dem Nachbarland. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Shopping-Tourismus mit Tschechien erholt sich nur langsam von Corona-Schock".

Der Einkaufstourismus mit Tschechien erholt sich noch immer von den Corona-Lockdowns.
Der Einkaufstourismus mit Tschechien erholt sich noch immer von den Corona-Lockdowns.  © Armin Weigel/dpa

Update, 9. September, 9.43 Uhr: Durchsuchungen bei mutmaßlichen Impfgegnern in Italien

Die italienische Polizei ist landesweit gegen mutmaßliche Impfgegner vorgegangen, die gewalttätige Aktionen geplant haben sollen. Beamte der Polizei und einer Einheit aus Sonderermittlern hätten bei den Verdächtigen zu Hause und auf deren Computern Beweismittel beschlagnahmt, teilte die Polizei am Donnerstagmorgen mit.

Die in Italien als "No Vax" bezeichneten Gegner der Impfungen gegen Covid-19 und der Corona-Maßnahmen der Regierung hätten sich in Gruppenchats des Dienstes Telegram verabredet, hieß es weiter. Die Polizei vermutet demnach, dass sie auf Demonstrationen ihre Aktionen durchführen wollten. Sie durchsuchte Wohnungen in Rom, Mailand, Bergamo, Reggio Emilia, Venedig und Padua.

Gegner der Corona-Regelungen in Italien hatten in den vergangenen Wochen in verschiedenen Städten immer wieder dagegen demonstriert. Zuletzt lief eine großangelegte Protestaktion an Bahnhöfen allerdings ins Leere. Über Telegram hatten die Organisatoren dazu aufgerufen, Stationen im ganzen Land zu blockieren. Allerdings tauchten dort nur sehr wenige Demonstranten auf. Sie wollten damit gegen die Einführung des Corona-Impf-, Negativ-Test- oder Genesungsnachweises für den Fernbahnverkehr demonstrieren.

Update, 9. September, 9.42 Uhr: Nordmazedonien: Mindestens zehn Tote bei Brand in Covid-Krankenhaus

Bei einem Brand in einem Covid-Krankenhaus in Nordmazedonien sind in der Nacht zum Donnerstag mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Opfer in der Stadt Tetovo werde aber noch steigen, teilte Gesundheitsminister Venko Filipce auf Twitter mit.

Ministerpräsident Zoran Zaev sprach auf Facebook von einer "großen Tragödie". Das Feuer sei durch eine Explosion ausgelöst worden. Die Ursachen würden noch ermittelt. "Das Feuer wurde gelöscht, aber auch viele Menschenleben wurden ausgelöscht", schrieb Zaev. Möglicherweise sei ein Sauerstofftank explodiert, hieß es in Medienberichten.

Update, 9. September, 9.05 Uhr: Übernachtungszahlen im Juli immer noch unter Vorkrisenniveau

Hotels und andere Beherbergungsbetriebe haben weiterhin mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen. Zwar stiegen im Juli die Übernachtungszahlen deutlich, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Mit 48,2 Millionen lagen sie auch 6,0 Prozent über dem Wert aus dem Vorjahresmonat, aber gleichzeitig immer noch 18,0 Prozent unter dem Juli 2019. Selbst in einem ausgesprochenen Ferienmonat wurde also das Vorkrisen-Niveau nicht erreicht.

Es fehlen neben den Geschäftsleuten vor allem die ausländischen Gäste. Ihre 10,8 Millionen Übernachtungen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres bedeuteten einen Rückgang von 46,7 Prozent vom gleichen Zeitraum im Jahr 2019. Bei den Gästen aus dem Inland wurden 113,7 Millionen Übernachtungen gezählt und damit 20,1 Prozent weniger als zwei Jahre zuvor.

Update, 9. September, 9.03 Uhr: Dreifach-Mutter Jennifer Garner dankt Wissenschaftlern zu Schulbeginn

Zu Beginn des neuen Schuljahres in den USA hat US-Schauspielerin und Dreifach-Mutter Jennifer Garner (49) Schulpersonal und Wissenschaftlern für ihre Leistungen während der Corona-Pandemie gedankt.

Zwei ihrer drei Kinder, die von nun an wieder zur Schule gingen, seien bereits geimpft, schrieb Garner auf Instagram. "Jeder von ihnen erwartungsvoll, zaghaft, kühn, verletzlich und - soweit ich es sagen kann - unter dem dreilagigen Einweg-Mundschutz am Lächeln."

"Danke, Wissenschaft, dass du uns so weit gebracht hast und so viel näher zur Gesundheit und Freiheit", schrieb Garner weiter. Die Schauspielerin hat gemeinsam mit ihrem Ex-Mann, dem Hollywood-Star Ben Affleck (49), drei Kinder - Violet (15), Seraphina (12) und Sam (9). Affleck und Garner hatten 2015 nach zehn Jahren Ehe ihre Trennung bekannt gegeben.

Update, 9. September, 9 Uhr: Die Fantastischen Vier: Isolation ist kein gutes Klima für Songs

Die Isolation während der Corona-Pandemie hat die Fantastischen Vier nicht vom Schreiben neuer Songs abgehalten.

Bandmitglied Michael Beck (53) sagte den "Badischen Neuesten Nachrichten": "Eigentlich hatten wir nicht geplant, vor unserer Jubiläumstour neue Songs zu schreiben." Aber dann sei alles gestoppt worden, jeder sei für sich isoliert gewesen, und dieses Gefühl habe er dann in ein paar Texten ausgedrückt. "Aber als das raus war, haben wir für uns festgestellt, dass es damit auch genug ist, denn wir sind keine schwermütige Band."

Viele andere hätten die Zeit genutzt und seien ins Studio gegangen. "Uns hat in der Isolation die Inspiration und die Laune gefehlt", wurde Beck weiter zitiert. Und Smudo (53) ergänzte: "Wenn das Zusammensein gut ist und die Laune toll, dann fallen uns lustige Sachen ein. Aber die Isolation ist kein gutes Klima für Fanta-Songs."

Rapper Smudo (53) von den Fantastischen Vier.
Rapper Smudo (53) von den Fantastischen Vier.  © Axel Heimken/dpa

Update, 9. September, 8.50 Uhr: 15.431 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 83,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist nach einem leichten Rückgang wieder etwas angestiegen. Nach Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen liegt sie bei 83,5 (Vortag: 82,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 15.431 Corona-Neuinfektionen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 50 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.046.112 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 1,79 an (Vortag 1,69).

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.498.

Update, 9. September, 6 Uhr: Mehr Jugendliche während Pandemie mit Essstörungen im Krankenhaus

Die Corona-Pandemie geht einer neuen Studie zufolge mit steigenden Behandlungszahlen wegen Übergewicht und Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen einher.

So wurden nach dem Report der DAK-Gesundheit 2020 in den Krankenhäusern 60 Prozent mehr Mädchen und Jungen aufgrund einer Adipositas behandelt als im Vorjahr. Auch bei starkem Untergewicht sowie Magersucht und Bulimie nahmen die Zahlen zu. Deutliche Veränderungen gab es bei Infektionen. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Kinder und Jugendliche mit Essstörungen während Corona: Studie veröffentlicht fatale Zahlen!".

Die Krankenhausdaten zeigen alarmierende Folgen der Pandemie für die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen. Sowohl starkes Übergewicht als auch Bulimie- und Anorexiefälle sowie Bewegungsmangel wurden verzeichnet.
Die Krankenhausdaten zeigen alarmierende Folgen der Pandemie für die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen. Sowohl starkes Übergewicht als auch Bulimie- und Anorexiefälle sowie Bewegungsmangel wurden verzeichnet.  © Patrick Pleul/ZB/dpa

Update, 9. September, 5.22 Uhr: Australien: Victoria meldet höchste Corona-Zahlen seit einem Jahr

Trotz eines seit mehr als einem Monat geltenden strikten Lockdowns steigen die Corona-Zahlen im australischen Bundesstaat Victoria weiter. Die Behörden in der Region mit der Metropole Melbourne meldeten am Donnerstag 324 lokal übertragene Neuinfektionen - so viele wie seit fast 13 Monaten nicht mehr. Zuletzt waren in Victoria Mitte August 2020 mehr als 300 Fälle registriert worden.

Der Bundesstaat im Osten Australiens befindet sich bereits zum sechsten Mal seit Beginn der Pandemie im Lockdown. Dennoch planten die Behörden in den meisten Teilen der Region ab Freitag Lockerungen der Beschränkungen. So sollten Cafés und Restaurants unter Auflagen wieder öffnen dürfen.

Schlimmer als Victoria ist nur der benachbarte Bundesstaat New South Wales mit der Millionenstadt Sydney betroffen. Hier werden schon länger täglich mehr als 1000 Neuinfektionen gemeldet.

Update, 9. September, 4.59 Uhr: Montgomery setzt im Kampf gegen vierte Corona-Welle auf 2G-Regel

Im Kampf gegen die vierte Pandemie-Welle hat sich der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery (69), für eine Verschärfung von Corona-Beschränkungen ausgesprochen.

Es werde kaum reichen, die Impfquote durch mobile Angebote zu erhöhen. "Um die vierte Welle zu brechen, bevor sie dramatisch wird, sollte man jetzt bundesweit überall dort, wo es möglich ist, eine 2G-Regel einführen", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dort, wo es nicht praktikabel wäre, Ungeimpfte auszuschließen, wie etwa im Öffentlichen Nahverkehr, müsse dann zumindest eine strengere 3G-Regel gelten.

"Ungeimpfte müssten dann einen aktuellen PCR-Tests vorweisen. Ein einfacher Schnelltest dürfte nicht mehr ausreichen", sagte Montgomery. Eine solche erweiterte 2G-Regel könne der nötige Anreiz sein, sich impfen zu lassen.

Im Gespräch ist aber auch die teils schon angewandte 2G-Regel, also Zugang nur für Geimpfte oder Genesene. Aus Sicht von Bundesregierung und Robert Koch-Institut (RKI) droht ohne deutlich mehr Impfungen ein heftiger Verlauf der vierten Corona-Welle im Herbst.

Update, 9. September, 2.07 Uhr: Chile will Kinder ab sechs Jahren gegen Coronavirus impfen

In Chile sollen künftig schon Kinder ab sechs Jahren gegen das Coronavirus geimpft werden. Am Montag kommender Woche laufe die Impfkampagne für Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren an, sagte Gesundheitsminister Enrique Paris am Mittwoch bei einem Besuch in der Stadt Arica im Norden des Landes.

Die Kinder sollen mit dem Impfstoff CoronaVac des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac geimpft werden. Anfang der Woche hatte das Institut für öffentliche Gesundheit dem Vakzin eine Notfallzulassung für Kinder ab sechs Jahren erteilt.

Chile gehört zu den Ländern mit dem höchsten Anteil an Geimpften an der Bevölkerung. Über 86 Prozent der Chilenen sind bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Bei der Impfkampagne in Chile kam vor allem der chinesische Impfstoff CoronaVac zum Einsatz.

Am Montag hatte Kuba als erstes Land in Lateinamerika mit der Impfung von Kindern im Alter zwischen zwei und elf Jahren gegen das Coronavirus begonnen. Auf der sozialistischen Karibikinsel wird das dort entwickelte Präparat Soberana 02 verwendet. Kuba verfügt zwar über viel Erfahrung bei der Entwicklung von Impfstoffen, allerdings wurden die Studienergebnisse zu den kubanischen Vakzinen bislang nicht unabhängig geprüft.

Update, 9. September, 2 Uhr: Kassenärzte-Chef empfiehlt NRW-Quarantäne-Regeln zur Nachahmung

Für die geplanten Erleichterungen der Quarantäneregeln in Schulen bekommt die nordrhein-westfälische Landesregierung Zustimmung vom Chef der Kassenärztlichen Vereinigung.

"NRW hat hier den richtigen Weg eingeschlagen: Wir begrüßen die Entscheidung, dass künftig nur noch das mit dem Coronavirus infizierte Kind in Quarantäne muss", sagte Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der Zeitung "Rheinische Post". Dieser Entschluss sei längst überfällig gewesen "und sollte auch von anderen Bundesländern übernommen werden", sagte Gassen.

Die Kinder seien ohnehin die Leidtragenden der Pandemie. "Dass immer gleich ganze Schulklassen für zwei Wochen zu Hause bleiben müssen, ist nicht länger hinnehmbar", sagte Gassen.

Nordrhein-Westfalen will künftig nur noch infizierte Kinder in Quarantäne schicken - nicht mehr ganze Schulklassen. Die notwendigen Erlasse und Verordnungen sollen demnach bis spätestens Ende der Woche ausgearbeitet und veröffentlicht werden.
Nordrhein-Westfalen will künftig nur noch infizierte Kinder in Quarantäne schicken - nicht mehr ganze Schulklassen. Die notwendigen Erlasse und Verordnungen sollen demnach bis spätestens Ende der Woche ausgearbeitet und veröffentlicht werden.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 9. September, 00.24 Uhr: Kliniken für Einheitlichkeit bei Schwellenwerten zur Corona-Lage

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, hat sich für eine einheitliche Festlegung kritischer Marken zur Einschätzung der Corona-Lage ausgesprochen, die regional angepasst werden können.

"Wir sollten bundesweit gültige Schwellenwerte für die drei zentralen Faktoren - Infektionsinzidenz, Hospitalisierungsinzidenz und Belegung der Intensivkapazitäten - definieren", sagte Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Der Schwellenwert hängt aber dann von den regionalen Besonderheiten ab, wie Krankenhauskapazitäten, Impfquote und Ähnliches."

Update, 8. September, 19.42 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel wieder rückläufig

In Israel ist rund sechs Wochen nach Beginn der Drittimpfungen gegen das Coronavirus die Zahl der Neuinfektionen wieder rückläufig.

Es seien 6780 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwochabend mit. Es wurde am jüdischen Neujahrsfest allerdings auch etwas weniger getestet als an gewöhnlichen Wochentagen. Die Zahl der Schwerkranken blieb mit 678 stabil.

Seit Ende August war die Zahl der Neuinfektionen in Israel mehrmals über 11 000 geklettert - mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Schwerkranken liegt aber etwa bei der Hälfte des Wertes von Januar.

Experten betonen, der Impfstoff von Biontech/Pfizer sei weiterhin wirksam bei der Verhinderung von schweren Erkrankungen und Todesfällen. Hochgerechnet auf 100.000 Einwohner ist die Zahl der Corona-Erkrankungen in Israel in allen Altersgruppen unter den Ungeimpften um ein Vielfaches höher als unter den Geimpften. Dies gilt besonders für Schwerkranke über 60.

Update, 8. September, 18.16 Uhr: Corona-Überbrückungshilfen werden verlängert!

Einige Corona-Staatshilfen für Unternehmen werden bis Ende dieses Jahres verlängert. Darauf haben sich das Finanz- und das Wirtschaftsministerium des Bundes verständigt, wie beide Häuser am Mittwoch in Berlin mitteilten.

Damit wird die Überbrückungshilfe III Plus bis 31. Dezember gezahlt, die es bisher für die Monate Juli bis September gab. Beantragen können sie Firmen, die wegen Corona einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent erlitten haben. Sie erhalten eine gestaffelte Fixkostenerstattung.

Auch ein Eigenkapitalzuschuss, der die Substanz besonders stark und andauernd betroffener Unternehmen stärken soll, wird nach Angaben der beiden Ministerien über September hinaus bis Dezember zur Verfügung stehen.

Verlängert werde ebenso die "Neustarthilfe Plus" für Soloselbstständige. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember könnten Soloselbstständige, deren Umsatz durch die Pandemie weiter eingeschränkt ist, damit zusätzlich bis zu 4500 Euro Unterstützung erhalten.

Das Finanz- und das Wirtschaftsministerium des Bundes, geführt von Olaf Scholz (r, 63, SPD) und Peter Altmaier (63, CDU), gaben die Neuigkeiten bekannt.
Das Finanz- und das Wirtschaftsministerium des Bundes, geführt von Olaf Scholz (r, 63, SPD) und Peter Altmaier (63, CDU), gaben die Neuigkeiten bekannt.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 8. September, 17.52 Uhr: Weiter hohe Corona-Zahlen in Norwegen

Norwegen hat erneut die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen innerhalb einer Woche seit Beginn der Pandemie verzeichnet.

Wie die Gesundheitsbehörde am Mittwoch mitteilte, wurden in der vergangenen Woche 9956 neue Fälle registriert, 15 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen will sich die Regierung zunächst nicht auf ein Ende der Pandemie-Beschränkungen festlegen. In Dänemark dagegen sollen die Regeln am Freitag fallen, in Schweden Ende September und in Finnland im Oktober.

Update, 8. September, 17.51 Uhr: Bulgariens Gastronomie protestiert gegen neue Corona-Regeln

In Bulgarien haben Eigentümer und Mitarbeiter der Gastronomie und Hotellerie gegen neu eingeführte Corona-Einschränkungen wegen der Delta-Variante protestiert.

Auf einer Großkundgebung in der Innenstadt von Sofia forderten sie am Mittwoch finanziellen Ausgleich von 80 Prozent für ihre Ausfälle.

Betroffen sollen laut Branchenangaben 300.000 Menschen sein.

Gleichzeitig lehnt es die Branche energisch ab, von den zugelassenen 3G-Regeln für den Einritt von Geimpften, von Covid-19 Genesenen oder getesteten Kunden in Lokalen Gebrauch zu machen.

Update, 8. September, 16.40 Uhr: Hertha-Boss Schmidt über Fußball nach Corona: "Das Eis ist dünn"

Geschäftsführer Carsten Schmidt (57) vom Bundesligisten Hertha BSC hat vor schwerwiegenden Langzeitfolgen für den deutschen Fußball nach der Corona-Krise gewarnt.

"Das Eis wird dünner", sagte Schmidt am Mittwoch auf dem SpoBis in Düsseldorf: "Wenn die Super League gekommen wäre, hätten wir gemerkt, wie dünn es geworden ist. Aber es schmilzt. Und es braucht nicht mehr viel. Wir müssen höllisch aufpassen."

Update, 8. September, 15.55 Uhr: Weltcup-Reitturnier in Stuttgart erneut abgesagt

Das Weltcup-Reitturnier in Stuttgart fällt wegen der Coronavirus-Pandemie auch in diesem Jahr aus. Das gaben die Veranstalter am Mittwoch bekannt.

Es hätte vom 10. bis 14. November stattfinden sollen.

Bereits 2020 hatte es coronabedingt erstmals nach 35 Jahren kein internationales Turnier für Spring- und Dressurreiter in der Hanns-Martin-Schleyerhalle gegeben.

Update, 15.27 Uhr: Corona-Fall im Umfeld der argentinischen Nationalmannschaft

Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Bolivien ist im Umfeld der argentinischen Nationalmannschaft ein Corona-Fall registriert worden.

Ein Mitarbeiter sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte der argentinische Fußballverband in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) mit.

Der Mann und eine Kontaktperson seien isoliert worden. Alle anderen Teammitglieder wurden demnach negativ getestet.

Update, 8. September, 14.34 Uhr: Intensivmediziner: Große Sorge vor Corona-Situation im Herbst

Die Intensivmedizinervereinigung Divi blickt mit Sorge auf die Corona-Lage im Herbst.

"Die Situation ist jetzt gut beherrschbar, aber wir bereiten uns auf eine größere vierte Welle vor", sagte der Hamburger Intensivmediziner und Divi-Präsidiumsmitglied Stefan Kluge (53) am Mittwoch in Weimar.

Mit Blick auf den Herbst sei klar, dass es zu einem Anstieg der Infektionszahlen und Intensivpatienten kommen werde.

"Wir sind in hoher Sorge." Der Impffortschritt stocke und im Vergleich zu anderen Ländern gebe es in Deutschland auch wenige Genesene.

Stefan Kluge (53), Hamburger Intensivmediziner und Divi-Präsidiumsmitglied.
Stefan Kluge (53), Hamburger Intensivmediziner und Divi-Präsidiumsmitglied.  © Christian Charisius/dpa/Pool/dpa

Update, 8. September, 13.48 Uhr: Singapur empfängt geimpfte Reisende aus Deutschland ohne Quarantäne

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie können Touristen aus Deutschland seit Mittwoch wieder quarantänefrei Singapur besuchen: Voraussetzungen sind eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus und ein negativer PCR-Test.

Eine Maschine der Singapore Airlines aus Frankfurt landete am frühen Abend (Ortszeit) auf dem Chang^i Airport. Der südostasiatische Stadtstaat hatte Mitte August angekündigt, ab September Besucher mit vollständigem Impfschutz aus Deutschland und dem Sultanat Brunei zu empfangen. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Singapur: Nächstes Reiseziel lässt wieder Deutsche ins Land!".

Singapur empfängt wieder Deutsche, die geimpft sind und ein negatives PCR-Testergebnis mitbringen.
Singapur empfängt wieder Deutsche, die geimpft sind und ein negatives PCR-Testergebnis mitbringen.  © Unsplash/Mike Enerio

Update, 8. September, 12.35 Uhr: RKI-Chef warnt vor heftiger vierter Welle

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler (60), hat vor einer heftigen vierten Corona-Welle im Herbst gewarnt.

"Wenn wir die aktuellen Impfquoten nicht drastisch steigern, dann kann die aktuelle vierte Welle im Herbst einen fulminanten Verlauf nehmen", sagte Wieler am Mittwoch in Berlin. "Die Pandemie ist noch nicht vorbei." Schon jetzt steige die Zahl der Menschen, die im Krankenhaus behandelt werden müssten – insbesondere auch bei jüngeren Menschen. Die allermeisten von ihnen seien ungeimpft.

Je mehr Menschen sich impfen ließen, desto weniger schlimm verlaufe die vierte Welle und desto früher sei die Pandemie beendet, betonte der RKI-Chef. "Was uns wirklich allen klar sein muss: Wer sich nicht impfen lässt, wird sich auf absehbare Zeit mit Sars-CoV-2 infizieren", warnte Wieler. Er betonte: "Alle, die sich impfen lassen können, sich aber noch nicht haben impfen lassen: Bitte lassen Sie sich impfen. Und das gilt für alle Menschen in unserem Land, die älter als zwölf Jahre sind."

RKI-Chef Lothar Wieler (60) sagte: "Es liegt in unseren eigenen Händen, viele schwere Verläufe und auch Todesfälle zu verhindern." Das Risiko, mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus zu müssen, sei bei Geimpften derzeit zehnmal geringer als bei Ungeimpften.
RKI-Chef Lothar Wieler (60) sagte: "Es liegt in unseren eigenen Händen, viele schwere Verläufe und auch Todesfälle zu verhindern." Das Risiko, mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus zu müssen, sei bei Geimpften derzeit zehnmal geringer als bei Ungeimpften.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 8. September, 12.24 Uhr: Corona-Verschärfungen in Österreich für Ungeimpfte

In Österreich wird das Leben für Menschen, die nicht gegen Corona geimpft oder von einer Erkrankung genesen sind, deutlich unbequemer.

Die Regierung hat am Mittwoch angesichts der steigenden Zahl der Neuinfektionen einen Stufenplan beschlossen, der bei starker Belastung der Kliniken den Zugang zu Veranstaltungen und in Gaststätten nur noch mit PCR-Tests oder Impfung ermöglicht. In einer ersten Phase ab 15. September müssen ungeimpfte Menschen unter anderem beim Einkaufen wieder eine FFP2-Maske tragen, für Geimpfte gilt eine dringende Empfehlung. Außerdem wird die Gültigkeitsdauer von Corona-Antigentests von 48 auf 24 Stunden verringert.

Update, 8. September, 11.44 Uhr: Gewerkschaften gegen Auskunftspflicht zu Impfschutz in Betrieben

Arbeitnehmer sollten nach Meinung der Gewerkschaften IG Metall und IG BCE nicht gezwungen werden, ihren Corona-Impfstatus dem Arbeitgeber offenzulegen.

Man erteile der von Arbeitgeberseite geforderten allgemeinen Auskunftspflicht eine klare Absage, teilten die Gewerkschaftschefs Jörg Hofmann und Michael Vassiliadis am Mittwoch gemeinsam mit. Man halte es aber für sinnvoll, dass die Beschäftigten ihren jeweiligen Status den Arbeitgebern freiwillig offenlegten. Auch riefen die beiden Gewerkschaften alle Beschäftigten auf, sich impfen zu lassen.

Aus gewerkschaftlicher Sicht sollten die Arbeitgeber weiterhin kostenlose Tests zur Verfügung stellen, damit auch Ungeimpfte diskriminierungsfrei ihrer Arbeit nachgehen könnten. Diese 3G-Lösung sei der richtige Weg. Einen 2G-Zugang ausschließlich für Geimpfte und Genesene lehnten die Gewerkschaften ab.

Update, 8. September, 11.37 Uhr: Spahn erneuert Impfappell

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hat erneut an die Bevölkerung appelliert, sich gegen Corona impfen zu lassen.

"Jede einzelne Impfentscheidung entscheidet auch darüber, wie sicher wir gemeinsam durch Herbst und Winter kommen", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Spahn verwies darauf, dass auf Intensivstationen momentan vor allem nicht geimpfte Menschen wegen Covid-19 behandelt würden. Die Zahl der Ungeimpften sei noch zu groß. Auf diesem Stand könne nicht sichergestellt werden, dass es nicht wieder zu einer sehr starken Be- oder Überlastung komme.

Zu Fragen nach einem möglichen erneuten Lockdown, die ihm oft gestellt würden, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU): "Die Debatte muss doch andersherum gehen: Wir haben das Mittel in der Hand, uns zurück in Freiheit und Normalität zu impfen".
Zu Fragen nach einem möglichen erneuten Lockdown, die ihm oft gestellt würden, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU): "Die Debatte muss doch andersherum gehen: Wir haben das Mittel in der Hand, uns zurück in Freiheit und Normalität zu impfen".  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 8. September, 9.16 Uhr: Menschen im Norden Englands härter von Corona-Pandemie betroffen

Die Menschen im Norden Englands sind einer Untersuchung zufolge bislang härter von der Corona-Pandemie betroffen als der Rest ihrer Landsleute. Sie verbrachten im Schnitt rund anderthalb Monate mehr in Lockdowns, hatten mehr psychische Leiden sowie ein größeres Risiko, an Covid-19 zu sterben, wie aus einer Studie der Northern Health Science Alliance hervorgeht.

Die Sterberate an Covid-19 lag im Norden demnach 17 Prozent höher als im Rest des größten britischen Landesteils, in Pflegeheimen sogar 26 Prozent höher. Da die Corona-Lockdowns in England zeitweise abhängig von der regionalen Infektionslage verhängt wurden, verbrachten die Menschen im Norden Englands durchschnittlich 41 Tage länger unter harten Beschränkungen.

Die Studienautoren führen die Unterschiede zu großen Teilen auf eine größere Armut in der Region sowie einen schlechteren Gesundheitszustand der Bürgerinnen und Bürger bereits vor dem Ausbruch der Pandemie zurück.

Update, 8. September, 5.15 Uhr: Corona-Zahlen in Neuseeland sinken

Neuseeland hat den landesweiten Corona-Lockdown nach drei Wochen weitgehend wieder aufgehoben. Die Zahl der Neuinfektionen war in den vergangenen Tagen im Vergleich zum August deutlich gesunken.

Am Mittwoch meldeten die Gesundheitsbehörden zum vierten Mal in Folge etwa 20 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Vor einigen Wochen lag die Zahl kurzzeitig bei über 80. Lediglich in der Millionenstadt Auckland, dem Epizentrum des derzeitigen Ausbruchs, sollen die Beschränkungen zunächst weiter gelten.

Geschäfte und Schulen durften in allen anderen Landesteilen wieder öffnen. Einige Regeln sollen aber überall weiter bestehen bleiben. So müssen die Bürger jetzt in Innenräumen Masken tragen. Zudem dürfen sich in geschlossenen Räumen nur noch maximal 50 Personen versammeln, im Freien bis zu 100 Personen.

Update, 8. September, 4.30 Uhr: Ärztepräsident Reinhardt fordert Neustart der Corona-Impfkampagne

Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert einen Neustart der Corona-Impfkampagne. "Die Impfquote ist in ganz Deutschland zu niedrig, insbesondere aber in den östlichen Bundesländern", sagte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Das sei mit Blick auf den Herbst und Winter bedenklich.

Viele Ungeimpfte seien keine überzeugten Impfverweigerer. "Um diese Unentschlossenen zu erreichen, muss die Impfkampagne in Deutschland komplett neu aufgestellt werden», sagte der Präsident der Bundesärztekammer. Die Aufforderung "Ärmel hoch" habe anfangs genützt. "Jetzt aber brauchen wir viel zielgenauere Kommunikationsmaßnahmen und niedrigschwellige Impfangebote." Gefragt seien kreative Konzepte.

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer.
Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 8. September, 4.21 Uhr: RKI registriert 13.565 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 82,7

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut leicht gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen lag sie bei 82,7 (Vortag: 83,8), vor einer Woche bei 75,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13.565 Corona-Neuinfektionen (Stand: 4.09 Uhr). In der Vorwoche lag der Wert bei 13.531.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 35 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 23 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.030681 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI mit 1,69 an (Montag 1,64). Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.793.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.448.

Update, 8. September, 3.02 Uhr: Überschwemmung in mexikanischem Krankenhaus: Versorgung von Corona-Patienten unterbrochen

Starker Regen hat in Mexiko zur Überschwemmung eines Krankenhauses geführt - 17 Patienten sind dabei ums Leben gekommen.

In der gesamten zentralmexikanischen Gemeinde Tula, in der mehr als 100.000 Menschen leben, brach die Stromversorgung zusammen, wie der Chef des staatlichen Instituts für Soziale Sicherheit (IMSS), Zoé Robledo, vom Dach der Klinik in einem Video mitteilte, das die mexikanische Regierung am Dienstag auf Twitter veröffentlichte. Der Generator des Krankenhauses habe zudem unter Wasser gestanden. Dadurch sei die Versorgung von Covid-19-Patienten mit Sauerstoff unterbrochen worden. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Krankenhaus überschwemmt: Mindestens 16 Tote".

Überschwemmte Zimmer, beschädigte Betten und medizinische Geräte sind in einem öffentlichen Krankenhaus in Mexiko zu sehen.
Überschwemmte Zimmer, beschädigte Betten und medizinische Geräte sind in einem öffentlichen Krankenhaus in Mexiko zu sehen.  © Marco Ugarte/AP/dpa

Update, 8. September, 2.31 Uhr: Bericht: Verheerende Auswirkung von Covid-19 auf andere Krankheiten

Die Covid-19-Pandemie wirkt sich katastrophal auf den Kampf gegen andere tödliche Krankheiten aus. Das berichtete der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria am Mittwoch in Genf.

Betroffen seien vor allem Tuberkulose- und Aids-Patienten - bei beiden Krankheiten sei die Zahl der Behandlungen und Tests infolge der Pandemie deutlich gesunken. "Die Covid-19-Pandemie hatte verheerende Auswirkungen auf den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria im Jahr 2020."

Dem Bericht zufolge sank im Jahr 2020 die Zahl der gegen arzneimittelresistenten Tuberkulose behandelten Menschen in den Ländern, in die der Fonds investiere, um 19 Prozent. Auch die Zahl der Menschen, die mit Aids-Präventionspogrammen erreicht worden seien, sei im Vergleich zu 2019 um 11 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der HIV-Tests sei um 22 Prozent zurückgegangen, was den Beginn einer Behandlung in den meisten Ländern verzögert habe.

Der Kampf gegen Malaria sei durch Covid-19 nicht ganz so stark betroffen gewesen, hieß es weiter. Allerdings sei die Zahl der getesteten Malariaverdachtsfälle um 4,3 Prozent zurückgegangen.

Update, 8. September, 2.03 Uhr: Virologe Dittmer warnt vor Überlastung der Intensivstationen

Der Direktor der Virologie am Universitätsklinikum Essen hat angesichts steigender Inzidenzzahlen bei Ungeimpften vor einer Überlastung der Intensivstationen gewarnt. "Wir machen uns langsam das Gesundheitssystem kaputt", sagte Ulf Dittmer der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Die Kräfte in den Intensivstationen kämen angesichts der steigenden Fallzahlen wieder an ihre Grenze.

In seiner Klinik liege die Zahl der Kranken mit schweren Symptomen bei 23. Davon seien 20 ungeimpft, der Jüngste sei 20 Jahre alt. Dittmer forderte deshalb eine Diskussion über die Impfpflicht. Schon jetzt gebe es in Nordrhein-Westfalen keinen freien Platz mehr für die Behandlung mit einer Herz-Lungen-Maschine. "Hier müssen wir bereits auswählen, welchen Patienten wir an
das Gerät anschließen."

Update, 8. September, 00.10 Uhr: Kinderärzte: Lehrer sollten Auskunft über eigene Impfung geben müssen

Die Länder sollten ihre Lehrer aus Sicht von Kinder- und Jugendärzten dazu verpflichten, Auskunft über ihren Corona-Impfstatus zu geben.

"Inzwischen zeigt man bei jedem Restaurant- und Kinobesuch seinen Impfausweis. Warum soll das nicht auch in der Schule möglich sein, wo es ein wichtiger Baustein für die Sicherheit unserer Kinder wäre?", sagte Axel Gerschlauer, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte Nordrhein (BVKJ) der "Rheinischen Post".

Gerschlauer forderte, der Druck auf die Ungeimpften müsse steigen. "Der beste Schutz für ungeimpfte Kinder sind geimpfte Erwachsene. Das gilt vor allem für Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher." Die Ausbrüche an Schulen seien meist von außen über die Erwachsenen ausgelöst worden.

Er äußerte sich auch zu Schutzmaßnahmen im Gesundheitswesen: "Auch in Kinderarzt-Praxen sollten wir über eine 3G-Regel für Begleitpersonen und selbstverständlich Personal nachdenken: Ungeimpfte Erwachsenen dürfen unsere kleinen Patienten nicht gefährden."

Update, 8. September, 00.01 Uhr: Neue Version der Corona-Warn-App bietet Warnoption für Events

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist um eine zusätzliche Warnfunktion für Events erweitert worden.

Damit können Veranstalter ihre Gäste vor einer möglichen Risikobegegnung mit einer später positiv getestete Person warnen, selbst wenn dieser Besucher gar nicht über die App eingecheckt war. Die neue Version 2.9 wird am heutigen Mittwoch erscheinen. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Corona-Warn-App ab heute mit wichtiger neuer Funktion!".

Das Projektteam aus Deutscher Telekom und SAP hat die Corona-Warn-App außerdem so verändert, dass sie für Genesene künftig bereits nach der ersten Impfung den vollständige Impfschutz angezeigt. Weiterhin können Nutzer, die eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, diese ab sofort in die Corona-Warn-App übertragen.
Das Projektteam aus Deutscher Telekom und SAP hat die Corona-Warn-App außerdem so verändert, dass sie für Genesene künftig bereits nach der ersten Impfung den vollständige Impfschutz angezeigt. Weiterhin können Nutzer, die eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, diese ab sofort in die Corona-Warn-App übertragen.  © Oliver Berg/dpa

Update, 7. September, 21.19 Uhr: Scholz will auch nach Corona digitalen Unterricht

Schülerinnen und Schüler in Deutschland sollen nach dem Willen von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) auch nach der Corona-Pandemie weiter teils digital unterrichtet werden können.

"Corona ist ja bald vorbei, und dann sollten wir aber nicht aufhören mit der digitalen Infrastruktur an den Schulen", sagte Scholz am Dienstagabend in der ARD-Wahlarena.

"Wir sollten nicht wünschen, dass jetzt eine ganze Woche Digitalunterricht stattfindet - aber wenn mal zwei, drei Stunden digital gemacht werden, wenn man lernt zusammenzuarbeiten zwischen Schülerinnen und Schülern und Lehrern mit digitalen Formaten, dann hilft das ja auch, dass junge Leute gut vorbereitet sind für ein Leben, in dem digitale Kommunikationsmöglichkeiten eine ganz, ganz große Rolle spielen."

Olaf Scholz (63, SPD), Spitzenkandidat seiner Partei bei der kommenden Bundestagswahl.
Olaf Scholz (63, SPD), Spitzenkandidat seiner Partei bei der kommenden Bundestagswahl.  © Axel Heimken/dpa

Update, 7. September, 18.35 Uhr: Corona-Eklat: Disziplinarverfahren gegen Brasilien und Argentinien

Zwei Tage nach dem Corona-Eklat beim WM-Qualifikationsspiel zwischen Brasilien und Argentinien hat der Fußball-Weltverband offiziell ein Disziplinarverfahren gegen beide Nationalverbände eingeleitet.

Nach der Auswertung des offiziellen Spielberichts wurden die beteiligten Mannschaften aufgefordert, nähere Informationen dazu zu liefern, wie es zu dem Spielabbruch kommen konnte, teilte die FIFA am Dienstag mit.

Die Informationen würden gesammelt und dann gründlich von der Disziplinarkommission der FIFA ausgewertet. Weitere Informationen dazu werde es zu gegebener Zeit geben.

Update, 7. September, 17.57 Uhr: Spahn und Wieler stellen Impfen ins Zentrum

Der Stand der Corona-Impfungen steht an diesem Mittwoch im Fokus einer Pressekonferenz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, in Berlin. Spahn und Wieler traten in der Hochphase der Corona-Pandemie regelmäßig gemeinsam vor die Öffentlichkeit.

Nun wollen sie darstellen, warum aus ihrer Sicht die kommenden Wochen entscheidend für den Impfstand in Deutschland sind, wie es vorab hieß. Spahn hatte am Sonntag am Rande eines G20-Treffens der Gesundheitsminister gesagt, um sicher durch die nächsten Monate zu kommen, brauche es noch gut fünf Millionen Impfungen in Deutschland.

Angela Merkel (M.), Jens Spahn (l.) und Lothar Wieler bei einer Pressekonferenz.
Angela Merkel (M.), Jens Spahn (l.) und Lothar Wieler bei einer Pressekonferenz.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 7. September, 16.43 Uhr: Schweden will die meisten Corona-Beschränkungen aufheben

Nach Dänemark will auch Schweden seine Corona-Beschränkungen weitestgehend aufheben.

Sozialministerin Lena Hallengren sagte am Dienstag, dass die Personenbegrenzungen bei öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten und Fußballspielen und bei privaten Feiern am 29. September aufgehoben würden. Auch die Empfehlung, von zu Hause aus zu arbeiten, werde zurückgenommen.

"Dank einer erfolgreichen Impfkampagne sind wir im Umgang mit der Pandemie weit gekommen", sagte die Ministerin.

Update, 7. September, 16 Uhr: Experten: Corona-Impfstoffe decken bald weltweiten Bedarf

Die Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen steigt nach Einschätzung von Experten weiter deutlich an.

Bis Ende 2021 werden zwölf Milliarden Dosen produziert sein, wie die auf Unternehmens- und Wissenschaftsdaten spezialisierte Firma Airfinity am Dienstag in Genf mitteilte. Rund die Hälfte davon gehe auf das Konto chinesischer Vakzine, die andere Hälfte produzierten westliche Hersteller, hieß es.

Aktuell sei fast jeder dritte Mensch auf der Erde vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Auch jüngste Daten zeigten, dass die Wirksamkeit der Impfstoffe gegen die Infektion und vor allem gegen schwere Verläufe sehr hoch sei. Dies gelte auch für die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus.

Die USA, Kanada, die EU und Großbritannien würden Ende September über so viele Impfdosen verfügen, dass sie ohne weiteren Schaden für eigene Impfkampagnen rund 500 Millionen Dosen an andere Staaten weitergeben könnten, so Airfinity-Chef Rasmus Bech Hansen.

Update, 7. September, 15.26 Uhr: Kuba beginnt mit Corona-Impfung von Kindern ab zwei Jahren

Kuba hat mit der Impfung von Kindern im Alter zwischen zwei und elf Jahren gegen das Coronavirus begonnen. Die ersten Kinder dieser Altersgruppe seien im Kindergarten "Amiguitos del Granma" in Cienfuegos im Zentrum der Karibikinsel mit dem in Kuba entwickelten Impfstoff Soberana 02 geimpft worden, teilten die örtliche Gemeindevertretung und das staatliche Pharmaunternehmen BioCubaFarma am Montag mit.

Erst Ende vergangener Woche hatte das staatliche Zentrum für die Kontrolle von Medikamenten und medizinischen Geräten (Cecmed) dem Impfstoff Soberana 02 eine Notfallzulassung für Kinder ab zwei Jahren erteilt. Kuba verfügt über viel Erfahrung bei der Entwicklung von Impfstoffen.

Im Juli war mit Abdala der erste in Lateinamerika entwickelte Corona-Impfstoff in Kuba zugelassen worden. Später kamen die Vakzine Soberana 02 und Soberana Plus hinzu. Die Studienergebnisse zu den kubanischen Corona-Impfstoffen wurden allerdings bislang nicht unabhängig geprüft.

Update, 7. September, 14.13 Uhr: Studie: Biontech-Impfung schützt Schwangere gut vor Corona-Infektion

Der Biontech-Impfstoff schützt auch Schwangere gut vor einer Corona-Infektion und vor einer Einweisung ins Krankenhaus.

Die Wirksamkeit sei in etwa vergleichbar mit der in der Allgemeinbevölkerung, berichten Forschende aus Israel und den USA im Fachmagazin Nature Medicine. Sie hatten Daten von mehr als 21.000 geimpften und nicht-geimpften Schwangeren aus Israel ausgewertet.

Das Team um Noa Dagan vom Clalit Research Institute in Tel Aviv hatte das Infektionsrisiko bei 10.861 geimpften Schwangeren ab 16 Jahren mit dem von gleich vielen ungeimpften Schwangeren verglichen, die sich in zahlreichen Faktoren ähnelten, etwa Alter, Schwangerschaftsstadium, Herkunft und Wohnort. In der Nachbeobachtungszeit traten 131 Infektionen in der Gruppe der geimpften und 235 in der Gruppe der ungeimpften Schwangeren auf.

Update, 7. September, 13.30 Uhr: Ärztin will Ungeimpfte nicht mehr behandeln

Klare Kante einer Medizinerin aus dem US-Bundesstaat Florida! Dr. Linda Marraccini, Hausärztin aus South Miami, macht Nägel mit Köpfen. Wegen der wieder stark ansteigenden Infektionszahlen in Florida möchte sie zukünftig nur noch geimpfte Patienten behandeln. Dem Rest stünde der Weg zu einem anderen Arzt frei.

Mehr dazu hier: "Ärztin will Ungeimpfte nicht mehr behandeln: 'Für mich ist die Grenze erreicht'"

Update, 7. September, 12.25 Uhr: Auf Mallorca darf wieder gefeiert werden

Das Nachtleben auf Mallorca nimmt langsam wieder Fahrt auf. Seit Dienstag 0 Uhr ist das nächtliche Versammlungsverbot aufgehoben. "Endlich", sagt die Ballermann-Sängerin Isabel Buder-Gülck und hofft, dass man auf der Insel nun bald auch wieder in Diskotheken, Clubs und Bars tanzen darf.

Um Urlauber und partywütige Einheimische von Trinkgelagen abzuhalten, hatte die Balearen-Regierung Ende Juli beschlossen, dass sich nachts sowohl auf der Straße als auch in Privaträumen nur noch Leute treffen dürfen, die sowieso zusammen wohnen. Zuletzt galt die Maßnahme von 2 Uhr bis 6 Uhr. "Das war meiner Meinung nach viel zu radikal", sagt Buder-Gülck.

Menschen sitzen in einer Bar an der Strandpromenade von Palma. Mallorca hat weiter gelockert.
Menschen sitzen in einer Bar an der Strandpromenade von Palma. Mallorca hat weiter gelockert.  © Clara Margais/dpa

Update, 7. September, 10.38 Uhr: Spahn: "Wir erleben eine Pandemie der Ungeimpften"

In Deutschland sind bisher 61,4 Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstag hervor (Stand: 9.21 Uhr). Demnach wurden am Montag 118 545 verabreichte Impfdosen gemeldet. Etwa 54,8 Millionen Menschen (65,9 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen.

Mehr dazu im Artikel: "Spahn: 'Wir erleben eine Pandemie der Ungeimpften'"

Update, 7. September, 9.49 Uhr: Merkel ruft zur Impfung auf: Niemand ist Versuchskaninchen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bevölkerung noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Sie leisten damit für sich und unsere gesamte Gesellschaft einen ganz wichtigen Beitrag, den Weg aus dieser Pandemie zu finden", sagte sie am Dienstag bei einer Generaldebatte im Bundestag.

Gleichzeitig hob Merkel die Sicherheit der Impfstoffe hervor: "Natürlich war und ist niemand von uns beim Impfen in irgendeiner Form ein Versuchskaninchen", versicherte die Kanzlerin. Die Impfstoffe in Deutschland hätten alle notwendigen Phasen der klinischen Prüfung und alle Zulassungsverfahren durchlaufen.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hatte vergangene Woche in einem Interview der NRW-Lokalradios gesagt: "50 Millionen sind jetzt zwei Mal geimpft. Wir waren ja alle die Versuchskaninchen für diejenigen, die bisher abgewartet haben. Deshalb sage ich als einer dieser 50 Millionen - es ist gut gegangen! Bitte macht mit."

Angela Merkel (67, CDU) ruft erneut zur Impfung gegen Corona auf.
Angela Merkel (67, CDU) ruft erneut zur Impfung gegen Corona auf.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 7. September, 9.30 Uhr: Corona-Experte warnt vor Belastungen der Intensivstationen 2022

Der Coronavirus-Experte Clemens Wendtner rechnet damit, dass die Pandemie die Intensivstationen bis weit in das nächste Jahr hinein belastet.

Mehr dazu in unserem Artikel: "Coronavirus-Experte warnt: Belastungen der Intensivstationen auch im Jahr 2022"

Update, 7. September, 8.55 Uhr: GEW-Chefin fordert zum Freitesten an Schulen PCR-Tests

Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), hat den Beschluss der Länder für ein einheitlicheres Corona-Konzept an Schulen grundsätzlich begrüßt - jedoch auch Kritik daran geübt. "Dass es jetzt endlich einheitliche Leitlinien gibt, das war dringend überfällig", sagte Finnern RTL/ntv (Dienstag).

Solange es ein funktionierendes Masken- und Lüftungskonzept an Schulen gebe, sei es nachvollziehbar, nur direkte Sitznachbarn im Falle einer Corona-Erkrankung in der Klasse in Quarantäne zu schicken. "Nur: Für mich ist es ganz wichtig, dass das Freitesten mit einem PCR-Test und nicht mit einem Selbsttest passiert, weil wir doch zu oft wissen, dass das Ergebnis der Schnelltests nicht gut genug ist", sagte die GEW-Chefin.

Update, 7. September, 4.51 Uhr: Inzidenz in Deutschland laut RKI bei 83,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist leicht gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 83,8 - am Vortag hatte der Wert bei 84,3 gelegen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6726 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.39 Uhr wiedergeben. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 59 Todesfälle verzeichnet.

Update, 6. September, 22.35 Uhr: Kanzler Kurz: Pandemie für Geimpfte vorbei - kein Lockdowns für alle

Die Corona-Pandemie ist nach Ansicht von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (35, ÖVP) für Geimpfte praktisch vorbei. Im ORF-Sommergespräch schloss der Regierungschefs Lockdowns für alle Bürger nach bisherigem Muster aus.

"Es wird sicherlich keine Lockdowns mehr geben für geimpfte Menschen", so Kurz am Montagabend. Im Fall der Überlastung des Gesundheitssystems werde nur für Ungeimpfte der Zugang zum Beispiel zur Nachtgastronomie und Großveranstaltungen gesperrt. In der Frage der nachlassenden Impfbereitschaft zeigte sich der Kanzler eher gelassen. "Wir werden es nicht schaffen, alle Ängste zu nehmen." Es sei klar, dass sich jeder Ungeimpfte früher oder später mit dem Coronavirus anstecken werde.

Österreichs Bundeskanzler, Sebastian Kurz (35, ÖVP) sagte, die sich abzeichnende vierte Welle werde bei weitem nicht die letzte sein. "Das Virus wird es in zehn Jahren noch geben." Es sei generell schwierig, den weiteren Verlauf der Pandemie vorherzusagen.
Österreichs Bundeskanzler, Sebastian Kurz (35, ÖVP) sagte, die sich abzeichnende vierte Welle werde bei weitem nicht die letzte sein. "Das Virus wird es in zehn Jahren noch geben." Es sei generell schwierig, den weiteren Verlauf der Pandemie vorherzusagen.  © Hans Punz/APA/dpa

Update, 6. September, 22.12 Uhr: Claudia Schiffer kommt nicht zur Eröffnung ihrer Düsseldorfer Ausstellung

Das ehemalige Topmodel Claudia Schiffer (51) kommt nicht wie geplant zur Eröffnung der von ihr kuratierten Ausstellung "Captivate! Modefotografie der 90er" nach Düsseldorf.

"Aufgrund der fortbestehenden Covid-19-Situation" werde Schiffer am 14. September nicht nach Düsseldorf kommen, teilte das Museum Kunstpalast am Montag mit. Stattdessen werde die Kuratorin in einer Videobotschaft, die gerade von ihr in London produziert wird, in die Düsseldorfer Ausstellung einführen. Auch der Audioguide sei von Schiffer eingesprochen worden.

Die Foto-Ausstellung hatte schon letztes Jahr starten sollen und war wegen der Corona-Pandemie verschoben worden. Sie soll nun vom 15. September bis zum 9. Januar laufen.

Claudia Schiffer (51) im Sommer 2020 in Großbritannien bei der Vorbereitung der Ausstellung "Captivate! Modefotografie der 90er" für das Düsseldorfer Museum.
Claudia Schiffer (51) im Sommer 2020 in Großbritannien bei der Vorbereitung der Ausstellung "Captivate! Modefotografie der 90er" für das Düsseldorfer Museum.  © Lucie McCullin/Kunstpalast Düsseldorf/dpa

Update, 6. September, 20.42 Uhr: Zu den Papstmessen in der Slowakei dürfen doch auch Ungeimpfte

Wenige Tage vor Beginn des Papstbesuchs in der Slowakei haben die katholischen Bischöfe des Landes auch ungeimpften Gläubigen die Teilnahme erlaubt.

Am Montag wurde die Online-Registrierung erweitert, um auch Getesteten und Genesenen eine Anmeldung zu ermöglichen. Die slowakische Bischofskonferenz als Veranstalter reagierte damit darauf, dass sich bisher deutlich weniger Menschen zur Papstmesse und anderen öffentlichen Programmpunkten angemeldet hatten.

Ursprünglich sollten nur vollständig gegen Covid-19 geimpfte Personen an den Begegnungen mit Papst Franziskus (84) teilnehmen dürfen.

Papst Franziskus (84) besucht demnächst die Slowakei.
Papst Franziskus (84) besucht demnächst die Slowakei.  © Andrew Medichini/AP/dpa

Update, 6. September, 18.43 Uhr: Regierungschef Bouffier will 2G-Modell in Gastronomie möglich machen

Hessens Ministerpräsident, Volker Bouffier (69, CDU), will das Corona-2G-Modell für Gastronomen und Veranstalter zulassen.

Die neue Corona-Verordnung des Landes werde voraussichtlich privaten Anbietern die Möglichkeit geben, nur Geimpften und Genesenen (2G) den Zutritt zu ihren Räumen zu erlauben, sagte Bouffier am Montag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Veranstalter, Wirte und Friseure sollen dann selbst entscheiden können, ob sie nur geimpfte und genesene Menschen einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit seien, sagte ein Regierungssprecher.

In der öffentlichen Daseinsvorsorge etwa beim Besuch von Behörden und im ÖPNV bleibe es aber beim 3G-Modell in Hessen.

Volker Bouffier (69, CDU), Ministerpräsident von Hessen, will in Gastronomie und Veranstaltungsbranche das 2G-Modell zulassen.
Volker Bouffier (69, CDU), Ministerpräsident von Hessen, will in Gastronomie und Veranstaltungsbranche das 2G-Modell zulassen.  © Swen Pförtner/dpa

Update, 6. September, 18.23 Uhr: Impfstoffe für alle - G20-Staaten einig bei Corona-Prävention

20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) haben sich darauf verständigt, Impfstoffe gegen Covid-19 besser zu verteilen und sich für künftige Gesundheitskrisen zu wappnen.

Ziel ist es, die Vakzine in die ärmsten Länder der Welt zu bringen, erklärte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza zum Abschluss des zweitägigen Treffens der G20-Gesundheitsminister am Montag in Rom. Auch die Produktion solle ausweitet werden, damit weitere Staaten Impfstoffe herstellen könnten.

Update, 6. September, 18.21 Uhr: Britischer Epidemiologe: Deutschland kam besser durch Pandemie

Dem britischen Epidemiologen Neil Ferguson vom Imperial College in London zufolge ist Deutschland viel besser durch die Corona-Pandemie gekommen als Großbritannien.

Beispielsweise sei die Übersterblichkeit im Vereinigten Königreich um 80 Prozent höher gewesen als in Deutschland. "Das ist ein interessanter Vergleich, woher das kommt", sagte Ferguson bei einer Online-Veranstaltung der Londoner Denkfabrik Chatham House am Montag.

Er selbst vermutet dahinter eine Reihe von Faktoren. In Deutschland habe es eine erfolgreichere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Politikern gegeben, so der Forscher. Zum anderen habe es mit der Fähigkeit Deutschlands zu tun gehabt, die Zahl der Corona-Tests sehr schnell sehr stark auszuweiten. Auch die vergleichsweise frühe Entscheidung für den ersten Lockdown habe in Deutschland eine große Zahl von Leben gerettet.

Update, 6. September, 16.28 Uhr: Zahl der Minijobber seit Februar um 720.000 gestiegen

Auch bei den Minijobbern macht sich der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland bemerkbar. Bis Juli stieg die Zahl der geringfügig Beschäftigten auf knapp 6,5 Millionen, wie die Minijob-Zentrale in Bochum am Montag mitteilte. Das seien rund 720.000 Minijobber mehr als im Februar, wie eine Sonderauswertung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie ergeben habe.

"Dieser Anstieg zeigt, dass Minijobs auch jetzt wieder eine wichtige Aufgabe auf dem Arbeitsmarkt wahrnehmen", sagte die Leiterin der Minijob-Zentrale bei der Knappschaft-Bahn-See, Peggy Horn. "Ein Großteil der Minijobs, die coronabedingt im letzten Jahr nicht angeboten wurden, werden jetzt wieder benötigt und angemeldet." Insbesondere in der Gastronomie und im Einzelhandel werde dringend nach Aushilfen gesucht.

Aktuell haben den Angaben zufolge rund 6,19 Millionen Beschäftigte einen Minijob im gewerblichen Bereich und fast 290.000 in Privathaushalten.

Update, 6. September, 16.11 Uhr: Trotz steigenden Inzidenzwertes: Leipzig gegen Bayern vor 34.000 Fans

Fußball-Bundesligist RB Leipzig kann das Spitzenspiel an diesem Samstag (18.30 Uhr) gegen den deutschen Rekordmeister wie geplant vor zugelassenen 34.000 Zuschauern austragen.

Obwohl der Inzidenz-Wert am Montag leicht auf 36,5 gestiegen ist, ergibt sich laut RB "keine Änderung am bereits genehmigten Hygienekonzept für das Spiel. Unser Heimspiel am kommenden Samstag gegen den FC Bayern München kann weiterhin vor bis zu 34.000 Zuschauern ausgetragen werden", teilte der Vizemeister am Montag auf seiner Homepage mit.

Die Corona-Schutz-Verordnung von Sachsen besagt: "Ein für einen Schwellenwert maßgeblicher Wert gilt als überschritten, wenn die Sieben Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen über dem Schwellenwert liegt. Die jeweils verschärfenden Maßnahmen gelten ab dem übernächsten Tag." Damit steht der Austragung des Spiels nichts im Wege.

Alle Dauerkarteninhaber von RB Leipzig werden bis Mittwoch ihr Ticket erhalten. Die restlichen 3000 Tickets würden an die Fans der Münchner, VIP-Gäste und Partner des Vereins gehen, hieß es in einer Ticket-Info von RBL.

Update, 6. September, 15.28 Uhr: Söder verteidigt gelockerte Quarantäne-Regeln an Bayerns Schulen

Bayerns Ministerpräsident, Markus Söder (54, CSU), hat die in Bayern bereits geltenden Lockerungen bei den Quarantäne-Regeln an Schulen bei nachgewiesenen Corona-Infektionen verteidigt.

"Es ist falsch, ganze Klassen 14 Tage in Quarantäne zu schicken, maximal fünf, maximal das Umfeld", sagte der CSU-Chef am Montag in seiner Rede beim politischen Frühschoppen auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. Bei bestimmten Maßnahmen könne die Quarantäne sogar ganz entfallen, etwa wenn es in der betroffenen Klasse Luftreiniger gebe und alle Schüler eine Woche lang täglich getestet würden.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern, appellierte erneut an eine hohe Impfbereitschaft und verwies auf die Vorteile für Geimpfte - sowohl zum eigenen Gesundheitsschutz als auch für den Kampf gegen die Pandemie.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern, appellierte erneut an eine hohe Impfbereitschaft und verwies auf die Vorteile für Geimpfte - sowohl zum eigenen Gesundheitsschutz als auch für den Kampf gegen die Pandemie.  © Armin Weigel/dpa

Update, 6. September, 15.14 Uhr: Lebenserwartung in Italien für 2020 wegen Corona gesunken

In Italien ist die Lebenserwartung für das Jahr 2020 wegen der Corona-Pandemie deutlich gesunken. Landesweit sei der Wert um 1,2 Jahre im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, teilte die italienische Statistikbehörde Istat am Montag in Rom mit.

Sie begründete dies mit dem Anstieg des Sterblichkeitsrisikos durch Covid-19. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag im Jahr 2020 damit bei 82 Jahren - die der Männer bei 79,7 Jahren und die der Frauen bei 84,4 Jahren.

Aus den Daten der Statistiker ging auch eine unterschiedliche Entwicklung der Lebenserwartung in den einzelnen Landesteilen hervor. Die Corona-Pandemie traf die Lombardei im Norden zu Beginn im Frühjahr 2020 besonders hart. In der Provinz Bergamo, Cremona und Lodi (Lauden) sank die Lebenserwartung der Männer laut Istat um 4,3 bis 4,5 Jahre, die der Frauen um 3,2 bis 2,9 Jahre.

Update, 6. September, 15.10 Uhr: Eindringlicher Impfaufruf von Kinderärzten an ungeimpfte Erwachsene

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin hat erwachsene Bundesbürger in einem eindringlichen Appell zu Impfungen gegen Covid-19 aufgefordert.

"Wir sind diejenigen, die die Kinder schützen müssen und nicht umgekehrt", sagte Verbandspräsident Jörg Dötsch am Montag. Bevor es um Impfungen für Kinder gehe, seien Erwachsene in der Verantwortung. Man könne Kinder nicht dazu zwingen, sich ununterbrochen für das Wohl ungeimpfter Erwachsener einzusetzen.

"Es kann jetzt nicht sein, dass wir Erwachsenen alle Freiheiten für uns beanspruchen und glauben, dass die Kinder uns wieder retten", ergänzte er. "Das muss man auch mal ganz klar sagen, dass das eine Verpflichtung von uns Erwachsenen ist. Man denke nur an die EM-Spiele. Wie viele Tausende von Infektionen die generiert haben. Und alle wussten es vorher. Das war mit Ansage." Er halte dieses Verhalten für extrem unsolidarisch, kritisierte Dötsch.

Es seien die Kinder gewesen, die Erwachsene mit geschützt hätten, als es noch keinen Impfstoff gab. Schulschließungen hätten in den ersten drei Pandemiewellen mit dazu beigetragen, dass es unter Erwachsenen weniger schwere Verläufe gegeben habe.

Impfungen für Kinder unter zwölf Jahren sind noch nicht zugelassen. Daten dafür werden von Ende September bis Ende Oktober erwartet.
Impfungen für Kinder unter zwölf Jahren sind noch nicht zugelassen. Daten dafür werden von Ende September bis Ende Oktober erwartet.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 6. September, 15.08 Uhr: Spahn: Fünf Tage Quarantäne in Schulen - aber mit Schutzkonzepten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hat sich für einfachere Quarantäne-Regeln bei Coronafällen in Schulklassen ausgesprochen, pocht dafür aber auf Schutzkonzepte.

In der Regel solle eine einheitliche Quarantäne von fünf Tagen möglich sein, die dann mit einem negativen Test beendet werden könne, sagte er am Montag in Berlin. Gelten solle dies zudem nur für "umsitzende" Kinder und nicht die ganze Klasse. Voraussetzung dafür sei aber, dass Grundregeln umgesetzt würden, nämlich Maske tragen für alle im Unterricht, regelmäßige Tests und Lüftungskonzepte.

Update, 6. September, 14.58 Uhr: Mallorca lockert Corona-Regeln

Angesichts fallender Corona-Zahlen werden die Corona-Restriktionen auf der bei Deutschen beliebten Urlauberinsel Mallorca weiter gelockert.

Ab Dienstag dürfen wieder Personen aus verschiedenen Haushalten zu nächtlichen Partys zusammenkommen, teilte die Regionalregierung der zu Spanien gehörenden Mittelmeerinsel am Montag mit. Seit Ende Juli waren solche Treffen zunächst zwischen 1 Uhr und 6 Uhr verboten, später ab 2 Uhr. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Endlich wieder Party! Mallorca lockert die nächsten Corona-Regeln".

Angesichts fallender Corona-Zahlen werden die Pandemie-Regeln auf der bei Deutschen beliebten Urlauberinsel Mallorca weiter gelockert.
Angesichts fallender Corona-Zahlen werden die Pandemie-Regeln auf der bei Deutschen beliebten Urlauberinsel Mallorca weiter gelockert.  © Clara Margais/dpa

Update, 6. September, 14.50 Uhr: Streit um Rechtsstaat: Corona-Hilfen für Polen und Ungarn aufgehalten

Milliardenschwere EU-Corona-Hilfen für Polen und Ungarn werden wegen Rechtsstaatlichkeitsbedenken aufgehalten. Dies bestätigte der zuständige EU-Kommissar, Valdis Dombrovskis, in einer Pressekonferenz am Montag.

In Polen läuft derzeit vor dem Verfassungsgericht ein Verfahren darum, ob polnisches Recht Vorrang vor EU-Recht hat. Kritiker werfen der polnischen Regierung außerdem vor, durch Reformen in den letzten Jahren die Unabhängigkeit der Justiz untergraben zu haben.

Auch im Fall von Ungarn werden die Corona-Hilfen aufgehalten. Aus EU-Kreisen hieß es zuletzt, dass es um Vorkehrungen gegen den möglichen Missbrauch der Gelder geht. Die Regierung in Budapest wirft der Kommission allerdings vor, die Zustimmung der Hilfen von der Abschaffung eines umstrittenen Gesetzes abhängig zu machen. Das Gesetz verbietet es, Kinder über nicht-heterosexuelle Lebensweisen zu informieren.

Valdis Dombrovskis, EU-Kommissionsvizepräsident.
Valdis Dombrovskis, EU-Kommissionsvizepräsident.  © Francisco Seco/AP Pool/dpa

Update, 6. September, 14 Uhr: Schutzimpfung für unter 12-Jährige: Kinderärzte wollen keine "Off-Label-Impfung"

Kinderärzte sehen Corona-Schutzimpfungen bei Kindern unter zwölf Jahren, für die es bisher keine Zulassung und keine Empfehlung durch die Ständige Impfkommission (Stiko) gibt, sehr kritisch.

"Auf gar keinen Fall sind wir für eine Off-Label-Impfung", sagte Jörg Dötsch (55), Direktor der Klinik für Kinder und Jugendmedizin an der Uni-Klinik Köln.

Mehr erfahrt Ihr in unserem TAG24-Artikel "Schutzimpfung für unter 12-Jährige: Kinderärzte wollen keine Off-Label-Impfung"

Update, 6. September, 13.50 Uhr: Covid-Medikamente: Bund fördert sechs Unternehmen mit 150 Millionen

Das Bundesgesundheits- und das Bundesforschungsministerium fördern sechs Unternehmen, die an der Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19 arbeiten, mit 150 Millionen Euro.

Wie beide Ministerien am Montag mitteilten, sollen entsprechende Forschungsprojekte der Firmen AdrenoMed AG, Apogenix AG, Atriva Therapeutics GmbH, CORAT Therapeutics GmbH, InflaRX GmbH und der DRK Baden-Württemberg-Hesse GmbH unterstützt werden.

Es geht den Angaben zufolge um die Erforschung und Entwicklung sogenannter antiviraler Medikamente, die das Eindringen des Virus in die Zellen verhindern, um Arzneimittel, die einen schützenden Einfluss auf die Lungenfunktion hätten oder auch um Medikamente, die überschießende Immunreaktionen dämpften.

Update, 6. September, 13 Uhr: Corona-Impfungen in ein Drittel der Unternehmen mit Betriebsärzten

Etwa jedes dritte Unternehmen in Deutschland mit Betriebsärztinnen und Betriebsärzten bietet seinen Beschäftigten Impfungen gegen das Coronavirus an.

4 Prozent planen noch, dies zu tun, wie eine repräsentative Befragung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zwischen dem 2. und 17. August ergeben hat. Damit stieg der Anteil der Betriebe mit Impfangebot im Vergleich zur letzten Befragung im Juni um 4 Prozent.

Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit befragt seit August 2020 regelmäßig 1500 bis 2000 Betriebe der Privatwirtschaft zu den Folgen der Corona-Pandemie.

Update, 6. September, 12.45 Uhr: "Jede Impfung zählt"

Die Bundesregierung hat angesichts steigender Infektionszahlen erneut eindringlich dazu aufgerufen, Angebote zu Corona-Impfungen zu nutzen.

"Für einen sicheren Herbst und einen sicheren Winter zählt jede Impfung", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Er verwies auf eine dazu geplante bundesweite Aktionswoche vom 13. bis 19. September, während der viele Impfgelegenheiten vor Ort angeboten werden sollen.

"Es geht darum, gemeinsam für den nötigen Ruck zu sorgen, wo er vielleicht an der einen oder anderen Stelle beim einen oder anderen Bürger noch fehlt."

Update, 6. September, 11.40 Uhr: Malta startet Corona-Auffrischungsimpfungen

Malta hat damit begonnen, Auffrischungsimpfungen gegen Covid-19 zu verabreichen.

Die ersten sogenannten Booster-Impfungen bekamen am Montagmorgen Senioren in Pflegeeinrichtungen, wie Gesundheitsminister Chris Fearne auf Twitter schrieb. In einigen Altenheimen waren wieder vermehrt Corona-Fälle aufgetaucht. Ab kommender Woche sollen auch Menschen mit einem geschwächten Immunsystem eine dritte Corona-Impfung erhalten. Die Menschen werden mit den mRNA-Vakzinen von Moderna und Pfizer/BioNTech immunisiert.

Update, 6. September, 10.45 Uhr: Laschet für Auskunftspflicht zu Impfstatus in allen Betrieben

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU) hat sich für eine Auskunftspflicht über den Impfstatus in allen Betrieben in Deutschland ausgesprochen.

"Der Arbeitgeber muss wissen, wer im Betrieb geimpft ist, um Schutzmaßnahmen ergreifen zu können", sagte der CDU-Vorsitzende am Montag beim "Wahlcheck" der "Heilbronner Stimme".

Allerdings dürften Nicht-Geimpfte nicht diskriminiert werden. "Man muss das behutsam machen." Union und SPD im Bundestag haben sich nur darauf verständigt, dass die Arbeitgeber in Kitas, Schulen und Pflegeheimen die Beschäftigten fragen dürfen, ob sie gegen das Coronavirus geimpft sind. Bisher ist dies nur in Arztpraxen und Kliniken erlaubt.

Laschet sprach sich dagegen aus, angesichts der steigenden Zahlen in der Corona-Krise Ungeimpfte stärker einzuschränken. "Ich bin der Meinung, dass die 3G-Regel gelten sollte." Laschet wollte aber nicht ausschließen, dass es nochmal Einschnitte für Ungeimpfte gibt. Einen erneuten Lockdown wollte er nur für Geimpfte ausschließen. "Insbesondere Geimpfte sollen keine Nachteile mehr erleiden."

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU) hat sich für eine Auskunftspflicht über den Impfstatus in allen Betrieben in Deutschland ausgesprochen.
Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU) hat sich für eine Auskunftspflicht über den Impfstatus in allen Betrieben in Deutschland ausgesprochen.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 6. September, 10.10 Uhr: Kanzleramtschef für kurze Quarantäne - Vierte Welle bei Ungeimpften

Kanzleramtsminister Helge Braun (48, CDU) ist für eine Vereinheitlichung und Verkürzung der Quarantänemaßnahmen bei Corona-Fällen an Schulen.

"Ich wünsche mir eine einheitliche Regelung, die sich eng an dem orientiert, was wir in der Ministerpräsidentenkonferenz schon mal beschlossen haben, nämlich fünf Tage plus dann Freitestmöglichkeit", sagte der CDU-Politiker am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".

Die Gesundheitsminister der Länder wollen im Laufe des Tages darüber sprechen. Bislang gehen die Länder bei einer Quarantänedauer von 14 Tagen höchst unterschiedlich damit um, sollte sich in einer Klasse ein infizierter Schüler finden. Teilweise werden etwa nur die Sitznachbarn in Quarantäne geschickt.

Braun äußerte sich auch zur geplanten Auskunftspflicht über den Impfstatus für bestimmte Berufsgruppen, die am Dienstag im Bundestag beschlossen werden soll. "Das heißt jedenfalls nicht, dass damit irgendeine Art von Arbeitsverbot verbunden wäre", sagte der Kanzleramtschef. Es gehe darum, dass etwa in Pflegeeinrichtungen oder Kindergärten ein sichereres Arbeiten organisiert werden könne. Arbeitsschutz- und Kündigungsschutzvorschriften stellten sicher, dass keine Impfpflicht entstehe. "Das ist nicht das Ziel der Maßnahme."

Kanzleramtsminister Helge Braun (48, CDU) ist für eine Vereinheitlichung und Verkürzung der Quarantänemaßnahmen bei Corona-Fällen an Schulen.
Kanzleramtsminister Helge Braun (48, CDU) ist für eine Vereinheitlichung und Verkürzung der Quarantänemaßnahmen bei Corona-Fällen an Schulen.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 6. September, 8.15 Uhr: Neuseeland hebt landesweiten Lockdown nach drei Wochen auf

Neuseeland hebt den landesweiten Corona-Lockdown nach drei Wochen weitgehend wieder auf.

Die Beschränkungen würden ab Mittwoch gelockert, sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern (41) am Montag. Lediglich in der Großstadt Auckland auf der Nordinsel, dem Zentrum des derzeitigen Ausbruchs, würden die Regeln zunächst weiter gelten, so Ardern.

Die Regierung in dem Inselstaat hatte am 18. August nach der Entdeckung eines einzigen Corona-Falls einen landesweiten Lockdown verhängt. Ende August wurden zeitweise mehr als 80 Fälle am Tag verzeichnet. Mittlerweile ist die Zahl aber auf etwa 20 gesunken.

Einige Regeln sollen dennoch weiter bestehen bleiben. So müssen die Bürger jetzt in Innenräumen Masken tragen. Zudem dürfen sich in geschlossenen Räumen nur noch maximal 50 Personen versammeln, im Freien bis zu 100 Personen.

Update, 6. September, 7 Uhr: Uni-Klinik Essen warnt: "Welle der Ungeimpften" nimmt Fahrt auf

In der Universitätsklinik Essen, die bundesweit zu den größten Corona-Behandlungszentren zählt, sind die Covid-Zahlen im Juli und August deutlich angestiegen.

Drei Viertel der insgesamt 142 Covid-Patienten aus diesem Zeitraum seien dabei ungeimpft gewesen, sagte der Vorstandsvorsitzende des Klinikums, Prof. Jochen A. Werner (62), der Deutschen Presse-Agentur. "Die vierte Welle nimmt Fahrt auf. Diese Welle wird eine der besonderen Art, sie wird eine Welle der Ungeimpften", sagte der Klinikchef.

Mehr erfahrt Ihr in unserem TAG24-Artikel "Uni-Klinik Essen warnt: "Welle der Ungeimpften" nimmt Fahrt auf"

Update, 6. September, 6.55 Uhr: Corona-Chaos um Messi, Neymar und Co.: WM-Quali-Spiel wegen Quarantäne-Streit abgebrochen!

In einer wohl einmaligen Aktion hat Brasiliens Gesundheitsbehörde für einen Spielabbruch in der WM-Qualifikation gesorgt. Weil argentinische Fußballer gegen Corona-Bestimmungen verstoßen haben sollen, war die Partie gegen Brasilien schnell zu Ende.

Corona-Wirbel bei Neymar (29), Lionel Messi (34) und Co.: In einer Hauruck-Aktion hat Brasiliens Gesundheitsbehörde Anvisa das WM-Qualifikationsspiel zwischen Brasilien und Argentinien am Sonntagabend wegen Verstößen gegen Corona-Bestimmungen unterbrochen.

Mehr erfahrt Ihr in unserem TAG24-Artikel "Corona-Chaos um Messi, Neymar und Co.: WM-Quali-Spiel wegen Quarantäne-Streit abgebrochen!"

Update, 6. September, 5.30 Uhr: Ostbeauftragter warnt vor steigenden Corona-Zahlen im Osten

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (45, CDU), blickt mit Sorge auf den Corona-Herbst in den ostdeutschen Bundesländern.

Er rechne damit, dass die Inzidenzen im Osten in wenigen Wochen höher sein werden als jetzt im Westen. "Ich fürchte, es wird dann kein Halten geben und wir werden ähnlich dramatische Verhältnisse haben wie im vergangenen Herbst."

Mehr erfahrt Ihr in unserem TAG24-Artikel "Darum befürchtet Ostbeauftragter steigende Corona-Zahlen in Ostdeutschland"

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (45, CDU), blickt mit Sorge auf den Corona-Herbst in den ostdeutschen Bundesländern.
Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (45, CDU), blickt mit Sorge auf den Corona-Herbst in den ostdeutschen Bundesländern.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 6. September, 1 Uhr: Lehrerverband mahnt Umsicht in Schul-Quarantänedebatte an

In der Debatte über Corona-Quarantänemaßnahmen an Schulen hat der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes Umsicht angemahnt.

"Wenn eine gute Lüftung im Klassenzimmer gewährleistet ist, wenn vielleicht sogar eine Raumluftfilteranlage drin ist, dann muss man nicht die Kinder einer ganzen Klasse in Quarantäne schicken", sagte Heinz-Peter Meidinger im Podcast "Die Schulstunde" des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). "Dann kann man sich auch auf die unmittelbaren Banknachbarn konzentrieren." Auch ob es eine Maskenpflicht gebe, spiele dabei eine Rolle. Geimpfte Kinder müsse man nicht in Quarantäne schicken.

Unterm Strich gehe es darum, genau hinzuschauen, wie die Situation vor Ort aussehe, sagte Meidinger und fügte an: Er verstehe, dass Quarantäne-Anordnungen Eltern vor enorme Probleme stellten. Das ändere aber nichts daran, dass teils die Notwendigkeit bestehe. Ausschließlich infizierte Schüler in Quarantäne zu schicken und dabei auf Kontaktverfolgung komplett zu verzichten, wäre "ein Signal für die schnelle Durchseuchung der Schulen".

Update, 5. September, 20 Uhr: Auffrischungsimpfungen in USA könnten teils verzögert anlaufen

In den USA kann die Vergabe von Corona-Auffrischungsimpfungen womöglich nicht wie ursprünglich geplant anlaufen.

Der Immunologe und Berater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, sagte am Sonntag dem Fernsehsender CBS, es sei möglich, dass bis zum angepeilten Starttermin am 20. September nur Auffrischungsimpfungen eines Herstellers von der Arzneimittelbehörde FDA zugelassen seien - und nicht, wie erhofft, die Präparate sowohl von Pfizer/Biontech als auch von Moderna.

Ursprünglich sei das Ziel gewesen, ab dem 20. September Auffrischungsimpfungen mit beiden Präparaten anzubieten. Fauci betonte aber, vermutlich könne man zu dem Zeitpunkt zumindest mit einem Präparat starten, und mit dem anderen Präparat dann ein paar Wochen später.

Update, 5. September, 18.04 Uhr: Gesundheitsminister beraten über Quarantäne an Schulen

Die Gesundheitsminister der Länder wollen an diesem Montag über Quarantäne bei Schülern sprechen. Dabei soll es um "möglichst einheitliche Regeln" gehen, wie der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, sagte.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte vor kurzem genau das gefordert: "Wir brauchen einheitliche Vorgaben für die Quarantäne in Schulen. Darauf sollten sich die Gesundheitsminister der Länder endlich einigen", sagte er am Freitag dem Spiegel.

Update, 5. September, 17.21 Uhr: Zehntausende demonstrieren in Amsterdam gegen Corona-Politik

Zehntausende Menschen haben am Sonntag in Amsterdam gegen die Corona-Politik der niederländischen Regierung demonstriert. Die Stimmung bei dem Protestzug durch das Zentrum der Hauptstadt war friedlich, es wurde getrommelt und getanzt und Teilnehmer hatten Luftballons dabei, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Einige der Transparente richteten sich gegen die Regierung, andere gegen die Corona-Schutzimpfung, man wolle seine Grundrechte zurück, hieß es. "Gemeinsam für die Niederlande" lautete das Motto der Demonstration, an der sich auch der Rechtspopulist Thierry Baudet beteiligte.

Die Demonstration sollte nach dem Willen der Veranstalter mit erwarteten 50.000 Teilnehmern die bislang größte gegen die Corona-Politik in den Niederlanden werden. Angesichts des großen Andrangs rief die Stadt gegen Mittag per Twitter dazu auf, sich dem Demonstrationszug nicht mehr anzuschließen, es sei zu voll auf den Straßen.

Außer um den Umgang mit der Pandemie ging es manchen Demonstranten auch um Kritik an der Regierung etwa wegen des Wohnungsmangels. Obwohl sich die Corona-Lage in den Niederlanden zuletzt wieder verschlechtert hatte, wurden die Corona-Regeln nicht verschärft.

Update, 5. September, 16 Uhr: Deutschland will 100 Millionen Impfdosen bereit stellen

Deutschland will bis Jahresende 100 Millionen Impfdosen in der internationalen Corona-Impfkampagne zur Verfügung stellen.

"Das ist so viel wie wir bisher auch in unserem Land verimpft haben", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Sonntag am Rande des G20-Treffens der Gesundheitsminister in Rom.

Ziel sei es, bis zum Ende des Jahres mindestens 40 Prozent der Weltbevölkerung geimpft zu haben. Die Pandemie sei erst vorbei, wenn sie auf der ganzen Welt vorbei sei, so der CDU-Politiker. Ansonsten könnten Varianten entstehen, die dann auch Deutschland wieder erreichten und zu Problemen führten.

Beim zweitägigen Treffen der Gesundheitsminister aus den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern (G20) ist die Corona-Pandemie ein zentrales Thema. Laut Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza strebt Italien an, den "Pakt von Rom" zu unterzeichnen, um die Bewohner der ganzen Welt zu impfen. Kein Land könne sich selbst retten und die Impfstoffe seien die Waffe, die man habe. Italien hält derzeit den Vorsitz der G20-Staaten.

Update, 5. September, 13.35 Uhr: Jens Spahn wirbt für baldige Corona-Impfungen bei bisher Zögernden

Jens Spahn hat zögernde Bürger dazu aufgerufen, Angebote für Corona-Impfungen möglichst bald wahrzunehmen.

>>> Hier geht es zu allen Aussagen von Jens Spahn - unter anderem auch zum Thema Impfpflicht.

Jens Spahn (41, CDU) hat einmal mehr die Bedeutung einer Impfung gegen Corona deutlich hervorgehoben.
Jens Spahn (41, CDU) hat einmal mehr die Bedeutung einer Impfung gegen Corona deutlich hervorgehoben.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 5. September, 13.25 Uhr: Deutschland will 100 Millionen Impfdosen bereit stellen

Deutschland will bis Jahresende 100 Millionen Impfdosen in der internationalen Corona-Impfkampagne zur Verfügung stellen. "Das ist so viel wie wir bisher auch in unserem Land verimpft haben", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) am Sonntag am Rande des G20-Treffens der Gesundheitsminister in Rom.

Ziel sei es, bis zum Ende des Jahres mindestens 40 Prozent der Weltbevölkerung geimpft zu haben. Die Pandemie sei erst vorbei, wenn sie auf der ganzen Welt vorbei sei, so der CDU-Politiker. Ansonsten könnten Varianten entstehen, die dann auch Deutschland wieder erreichten und zu Problemen führten.

Beim zweitägigen Treffen der Gesundheitsminister aus den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern (G20) ist die Corona-Pandemie ein zentrales Thema. Laut Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza strebt Italien an, den "Pakt von Rom" zu unterzeichnen, um die Bewohner der ganzen Welt zu impfen. Kein Land könne sich selbst retten und die Impfstoffe seien die Waffe, die man habe. Italien hält derzeit den Vorsitz der G20-Staaten.

Update, 5. September, 12.54 Uhr: Touristischer Hochbetrieb hält auf Mallorca an

Auch nach dem Ende des Hochsommers herrscht auf Mallorca ungeachtet der Pandemie touristischer Hochbetrieb.

Mit 2282 Starts und Landungen fertigte der Flughafen Son Sant Joan in der Insel-Hauptstadt Palma zwischen Freitag und Sonntag nur 29 Flüge weniger ab als in der Vorwoche Ende August, teilte der spanische Flughafenverwalter Aena mit. Es handele sich bei den Flügen vom Wochenende vorwiegend um Verbindungen ins europäische Ausland.

Die Ministerpräsidentin der Balearen, Francina Armengol (50), hatte jüngst in einer ersten Bilanz des Sommers festgestellt, die Hochsaison laufe auf Mallorca und den anderen Inseln der Region, Ibiza, Menorca und Formentera, "unendlich besser als erwartet". Son Sant Joan habe bereits etwa 80 Prozent des Passagieraufkommens von 2019, dem Jahr vor dem Pandemieausbruch, erreicht. In der Tat ist Mallorca in diesem Sommer vergleichsweise gut durch die Krise gekommen.

Nach Angaben von Eurocontrol, der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt, vom Samstag schaffte es der mallorquinische Flughafen im August in die Top 10 der Airports mit dem größten Flugaufkommen in Europa. In der abgelaufenen Woche belegte er hinter Barcelona und vor London Heathrow Platz acht.

Update, 5. September, 12 Uhr: Corona-Inzidenz in Rheinland-Pfalz über Schwelle von 100

Erstmals seit vier Monaten gibt es in Rheinland-Pfalz wieder eine Corona-Inzidenz von mehr als 100.

Dieser Wert für Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen stieg am Sonntag auf 100,4, wie das Landesuntersuchungsamt mitteilte. Damit liegt das Land über dem bundesweiten Durchschnitt von 83,1. Am Samstag betrug die Inzidenz in Rheinland-Pfalz noch 95,4.

Die Gesundheitsämter ermittelten bis Sonntag 11.10 Uhr 449 neue Infektionen innerhalb eines Tages. Aktuell sind 9120 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Seit Beginn der Pandemie im Februar 2020 starben 3933 Covid-19-Patienten in Rheinland-Pfalz, ein Todesfall mehr seit Samstag.

Die höchste Inzidenz gab es am Sonntag im Kreis Ahrweiler mit 183,7. Danach folgen die vorderpfälzischen Städte Ludwigshafen (176,5), Speyer (152,3) und Frankenthal (147,7). Am niedrigsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz in der westpfälzischen Stadt Pirmasens mit 39,8.

Update, 5. September, 11.57 Uhr: Zwei Thüringer Kommunen in erster Corona-Warnstufe

Zwei Kommunen in Thüringen müssen nach dem Erreichen der ersten Corona-Warnstufe Maßnahmen zum Gegensteuern ergreifen.

Nach dem Thüringer Frühwarnsystem erreichten die kreisfreie Stadt Suhl und der Landkreis Hildburghausen am Sonntag die Warnstufe "Gelb", wie aus einer Übersicht des Thüringer Gesundheitsministeriums hervorgeht. In den zwei Südthüringer Kommunen liegt sowohl die Inzidenz bei Neuinfektionen und die der Krankenhausbehandlungen im Zusammenhang mit Corona seit Tagen über dem jeweiligen Schwellenwert von 35 beziehungsweise 4.

Nach den Thüringer Corona-Regeln sind die Kommunen beim Erreichen der ersten Warnstufe verpflichtet, Schutzvorkehrungen zur Pandemie-Eindämmung zu treffen, etwa den Besuch von Gaststätten, Hotels, Schwimmbädern und Fitnessstudios nur geimpften, genesenen oder negativ getesteten Menschen zu erlauben.

Update, 5. September, 11.32 Uhr: "Pakt von Rom" für weltweites Impfen?

Bei dem G20-Treffen der Gesundheitsminister in Rom soll laut Italiens Ressortchef Roberto Speranza (42) die internationale Zusammenarbeit beim Impfen verstärkt werden.

Es solle ein "Pakt von Rom" unterzeichnet werden, zitiert die Zeitung Corriere della Sera den Minister. Es gehe darum, die Bewohner der ganzen Welt zu impfen. Kein Land könne sich selbst retten und die Impfstoffe seien die Waffe, die man habe. Demnach sollen die reichsten Länder eine Impfkampagne aufbauen, die sich auf alle Nationen erstreckt.

Das zweitägige Treffen der Gesundheitsminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) beginnt am Sonntag. Aus Deutschland wird Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) erwartet. Italien hält derzeit den Vorsitz der G20-Staaten. Speranza brachte für Italien zudem weitere Beschränkungen ins Spiel, sollte die Impfkampagne nicht vorankommen.

"Das Virus existiert noch, ist stark und zirkuliert", sagte er der Zeitung. "Entweder verstärken wir die Impfkampagne wieder oder wir sind gezwungen, uns vorzustellen, dass an einem bestimmten Punkt Maßnahmen der Vergangenheit notwendig werden." In Italien regelt bislang ein Farbsystem die Corona-Beschränkungen in den Regionen. Derzeit sind fast alle in der Weißen Zone mit den lockersten Maßnahmen.

Italiens Ressortchef Roberto Speranza (42) hat ein klares Ziel vor Augen.
Italiens Ressortchef Roberto Speranza (42) hat ein klares Ziel vor Augen.  © Roberto Monaldo/LaPresse/AP/dpa

Update, 5. September, 11.25 Uhr: Corona-Inzidenz in Hessen steigt auf 116,5!

Die hessischen Gesundheitsbehörden haben innerhalb eines Tages 1061 neue Corona-Infektionen registriert.

Die Inzidenz stieg damit nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag (Stand 3.15 Uhr) auf 116,5 Neuinfektionen binnen sieben Tagen, bezogen auf 100.000 Einwohner. Am Samstag waren es 110,1, am Sonntag vergangener Woche noch 72,6. Die Zahl der Todesfälle von Covid-19-Patienten stieg um einen auf 7640.

Am höchsten war die Inzidenz laut RKI in der Stadt Offenbach mit 210,9. Danach folgen die Städte Kassel (164,1) und Frankfurt (158,6). Am niedrigsten war die Inzidenz im Werra-Meißner-Kreis mit 30,0.

Auf den Intensivstationen der hessischen Krankenhäuser lagen nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Sonntag (Stand: 10.19 Uhr) 113 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung. 42 von ihnen mussten beatmet werden.

Update, 5. September, 8.23 Uhr: Corona-Pandemie hat Museen teils Digitalisierungsschub gebracht

Die hessischen Museen haben während der Corona-Pandemie deutlich mehr digitale Angebote entwickelt.

"Durch diese furchtbare Seuche und die Pandemie hat es in diesem Bereich für die Museen einen deutlichen Schub in die digitale Welt gegeben", sagte die Vorsitzende des hessischen Museumsverbands, Birgit Kümmel (63), der Deutschen Presse-Agentur in Bad Arolsen. "Ich finde das positiv. Und natürlich war das überfällig."

Als Beispiele nannte die promovierte Kunsthistorikerin neue Internetauftritte, Internetführungen, Online-Rundgänge und Podcasts in den einzelnen Museen im Land. Im Stadtmuseum Rüsselsheim etwa gebe es auch eine Ausstellungen, die sich mit dem Thema Corona befasst. Auch der hessische Museumsverband habe sich digital verändert und auf seiner Seite Möglichkeiten geschaffen, digitale Veranstaltungen anzubieten.

Der Museumsverband habe zudem eine digitale Sprechstunde für die Beschäftigten der Museen im Land eingerichtet, die ebenfalls gut angenommen werde. Auch der wichtige Bereich der digitalen Inventarisierung sei während der Corona-Pandemie intensiviert worden.

Update, 5. September, 7.20 Uhr: Impfausweise für Reisen ins Ausland in Japan

Laut mehreren Medienberichten plant Japan die Einführung eines Impfausweises für Auslandsreisen.

Demnach könnten die digitalen Ausweise via QR-Code auf Handys gespeichert werden. Die Einführung ist für Dezember dieses Jahres geplant. Ein entsprechender offizieller Beschluss soll offenbar im Laufe des Montags erfolgen.

Update, 5. September, 7.15 Uhr: Mehrheit laut Umfrage gut über Impfungen informiert - Jüngere weniger

Über die Impfungen fühlen sich die meisten erwachsenen Bundesbürger laut einer Umfrage gut informiert - aber je jünger, desto weniger. Nach eigenem Bekunden gut über Wirkungen, Risiken und Nebenwirkungen im Bilde sehen sich 61 Prozent, wie die repräsentative Umfrage im Auftrag des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV) ergab.

Bei Menschen ab 60 Jahren sagten dies 72 Prozent von sich, während es bei den 18- bis 29-Jährigen 48 Prozent waren.

Unterschiede zeigen sich laut der Umfrage auch in Zusammenhang mit der Impfbereitschaft. Gut informiert fühlten sich demnach 73 Prozent der Befragten, die nach eigenen Angaben schon geimpft sind oder dies fest vorhaben. Unter denen, die eine Impfung nicht fest vorhaben, sehen sich noch 29 Prozent gut informiert - und 54 Prozent nicht. Insgesamt haben laut der Umfrage 75 Prozent der Befragten schon eine Impfung oder dies fest vor, bei 18 Prozent ist dies nicht der Fall.

Dabei steigt der Anteil der Geimpften und Impfwilligen mit dem Alter.

PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther (46) sagte der dpa: "Die Zurückhaltung vieler Menschen gegenüber der Corona-Impfung hat erkennbar mit mangelnden oder gar falschen Informationen über deren Wirkungen zu tun." Daher habe auch der Verband eine Aufklärungskampagne gestartet und über die gemeinnützige, unabhängige Stiftung Gesundheitswesen Informationen in verständlicher Form aufbereitet.

Über die Impfungen fühlen sich die meisten erwachsenen Bundesbürger laut einer Umfrage gut informiert. (Symbolbild)
Über die Impfungen fühlen sich die meisten erwachsenen Bundesbürger laut einer Umfrage gut informiert. (Symbolbild)  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 5. September, 7.10 Uhr: Baerbock dringt auf Einigung im Streit über Schul-Ganztagsanspruch

Vor der Sitzung des Vermittlungsausschusses dringt Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) auf eine Lösung im Bund-Länder-Streit über die Finanzierung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen.

Sie erwarte, dass der Ausschuss am Montag eine Einigung finde, sagte Baerbock der Deutschen Presse-Agentur. Die Grünen hätten diese in Bundestag und Bundesrat seit langem eingefordert und seien zur Einigung bereit. "Wenn wir wollen, dass Kinder gut ins Leben starten, dann müssen wir gerade an den Grundschulen mehr tun. Hier werden die Weichen für die Zukunft unserer Kinder gestellt."

Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat berät am Montag (19 Uhr) über den geplanten Rechtsanspruch. Die Bundesländer hatten das Vorhaben der großen Koalition im Bundesrat gestoppt und in den Vermittlungsausschuss verwiesen. Hintergrund ist ein Streit über die Finanzierung das milliardenschweren Projekts.

Nach den Plänen der großen Koalition soll jedes Kind, das ab Sommer 2026 eingeschult wird, in den ersten vier Schuljahren Anspruch auf einen Ganztagsplatz bekommen. Dafür müssen aber noch Hunderttausende neue Plätze geschaffen werden. Die Bundesländer fordern vom Bund eine deutlich stärkere Beteiligung an den Investitions- und Betriebskosten. Findet der Vermittlungsausschuss keine Einigung, kann das Gesetz vor der Wahl wohl nicht mehr beschlossen werden und verfällt.

Update, 5. September, 7 Uhr: Mehr als vier Millionen Corona-Infizierte

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Bislang haben die Gesundheitsämter 4.005.641 Ansteckungen gemeldet, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntagfrüh hervorging.

Die tatsächliche Zahl der Ansteckungen hierzulande dürfte höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Im Laufe des Samstags übermittelten die Ämter demnach 10.453 Fälle. Vor einer Woche hatte der Wert bei 8416 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen stieg erneut an. So lag sie zuletzt bei 83,1 - am Vortag hatte der Wert bei 80,7 gelegen, vor einer Woche bei 74,1. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 07 Uhr wiedergeben.

Die Inzidenz der Neuinfektionen war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Seit Beginn der Pandemie haben sich mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland nachweislich infiziert.
Seit Beginn der Pandemie haben sich mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland nachweislich infiziert.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. September, 20.25 Uhr: Erneut Massenproteste in Frankreich gegen Corona-Politik

In Frankreich haben am achten Wochenende in Folge wieder Zehntausende Menschen gegen die verschärften Corona-Regeln demonstriert. Landesweit wurde am Samstag zu 200 Protestzügen aufgerufen. Die quer durch das Land organisierten Demonstrationen richteten sich gegen den von Präsident Emmanuel Macron (43) und der Regierung verlangten Gesundheitspass zum Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test sowie die Impfpflicht bestimmter Berufsgruppen, darunter Beschäftigte im Gesundheitswesen.

In zahlreichen Städten wurden erneut Tausende Teilnehmer gezählt. Im südfranzösischen Montpellier sollen laut Präfektur mindestens 6000 Menschen auf die Straße gegangen sein, in Avignon rund 4000. Das französische Innenministerium ging für diesen Samstag wieder von bis zu 170.000 Teilnehmern landesweit aus. Im Juli und August waren an mehreren Samstagen jeweils mehr als 200.000 Menschen auf die Straße gegangen.

Der in der landesweiten Corona-App speicherbare Gesundheitspass wird mittlerweile unter anderem zum Besuch von Museen, Schauspielhäusern, Kinos, Cafés und Restaurants sowie bei Reisen per Fernzug oder Flugzeug verlangt.

In dem Land mit 67 Millionen Einwohnern sind zwei Drittel der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft, 72,3 Prozent haben eine erste Impfdosis erhalten. Laut einer am Freitag veröffentlichten Umfrage von Odoxa-Backbone Consulting für die Tageszeitung "Le Figaro" sind 67 Prozent der Franzosen für die Einführung des Gesundheitspasses.

Jeden Freitag ziehen derzeit Tausende Demonstranten durch Frankreichs Städte, wie hier etwa in Marseille.
Jeden Freitag ziehen derzeit Tausende Demonstranten durch Frankreichs Städte, wie hier etwa in Marseille.  © Max Patzig

Update, 4. September, 19.35 Uhr: Corona trifft Handball-Bundesliga

In der Handball-Bundesliga der Frauen ist die für Sonntag angesetzte Begegnung zwischen dem VfL Oldenburg und dem Buxtehuder SV coronabedingt abgesagt worden.

Die Oldenburgerinnen teilten mit, dass Spielerinnen positiv auf das Coronavirus getestet worden seien. Daher habe man sich zusammen mit der Spielleitung und dem BSV auf eine Absage geeinigt. "Wir können in dieser Situation einfach kein Risiko eingehen und müssen alles weitere erst einmal mit den Behörden abklären", erklärte VfL-Geschäftsführer Andreas Lampe.

Ein Nachholtermin soll schnellstmöglich gefunden werden, hieß es weiter

Update, 4. September, 18 Uhr: Mann greift Corona-Impfteam in Gera an: Zwei Verletzte!

In Thüringen ist bei einer Corona-Impfaktion in Gera am heutigen Samstag ein mobiles Impfteam angegriffen worden.

Dabei seien zwei Mitglieder des Teams verletzt worden, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mitteilte. Die Polizei bestätigte den Vorfall, der sich am Nachmittag in einem Geraer Einkaufszentrum ereignete. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) hatte der Mann am Nachmittag im Einkaufszentrum Gera-Arcaden eine Impfbescheinigung verlangt, sich aber nicht impfen lassen wollen.

Wie der Vorfall ausging, erfahrt Ihr im TAG24-Artikel "Mann will Impfbescheinigung ohne gespritzt zu werden: Zwei Verletzte!"

Bei einer mobilen Impf-Aktion wurden zwei Personen verletzt, weil einer nur eine Bescheinigung ohne Impfung wollte. (Symbolbild)
Bei einer mobilen Impf-Aktion wurden zwei Personen verletzt, weil einer nur eine Bescheinigung ohne Impfung wollte. (Symbolbild)  © Montage: dpa/Frank Rumpenhorst, dpa/Sina Schuldt

Update, 4. September, 17.10 Uhr: Union kritisiert Scholz für Begriff "Versuchskaninchen" bei Impfaufruf

Unionspolitiker haben Olaf Scholz (63) für einen Impfaufruf kritisiert, in dem der SPD-Kanzlerkandidat die bislang gegen Corona Geimpften als Versuchskaninchen bezeichnet hatte. "Menschen sind keine Versuchskaninchen in diesem Land", sagte Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (60) am Samstag beim Landesparteitag der Brandenburger CDU in Potsdam. Er forderte seinen Konkurrenten auf, von derartigen Begriffen Abstand zu nehmen.

Scholz hatte zuvor mit diesen Worten für das Impfen gegen Covid-19 geworben: "50 Millionen sind jetzt zwei Mal geimpft. Wir waren ja alle die Versuchskaninchen für diejenigen, die bisher abgewartet haben. Deshalb sage ich als einer dieser 50 Millionen – es ist gut gegangen! Bitte macht mit", sagte Scholz in einem Interview der NRW-Lokalradios.

Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) schrieb mit Blick auf die Aussage bei Twitter: "So eine Wortwahl ist eine Steilvorlage für die, die mit Halb- und Unwahrheiten Vertrauen untergraben wollen." Ähnlich hatte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak (35) argumentiert.

Olaf Scholz (63, SPD) sieht sich als "Versuchskaninchen" bei der Corona-Impfung. Das "Experiment" glückte.
Olaf Scholz (63, SPD) sieht sich als "Versuchskaninchen" bei der Corona-Impfung. Das "Experiment" glückte.  © Montage: dpa/Christophe Gateau, dpa/Wolfgang Kumm

Update, 4. September, 14.05 Uhr: Mehr als 61 Prozent der Bevölkerung in Deutschland vollständig geimpft

Mehr als 61 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) am Samstag auf Twitter mit.

Demnach haben mehr als 54 Millionen Menschen (65,7 Prozent) eine Erstimpfung erhalten. Fast 51 Millionen Menschen (61,2 Prozent) haben den vollen Impfschutz, für den es meist eine zweite Spritze braucht. "Das ist gut - aber wir brauchen noch mindestens 5 Millionen Impfungen für einen sichereren Herbst und Winter", schrieb er auf Twitter.

Update, 4. September, 14.03 Uhr: Neuseeland meldet ersten Corona-Todesfall in sechs Monaten

Erstmals seit mehr als sechs Monaten ist in Neuseeland ein Todesfall nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden.

In einem Krankenhaus in Auckland sei eine um die 90 Jahre alte Frau gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Sie litt demnach noch an anderen Erkrankungen. Zuletzt hatte es in dem Pazifikstaat Mitte Februar einen Corona-Toten gegeben. Insgesamt wurden bislang 27 Todesfälle nach einer Corona-Ansteckung registriert.

Wegen eines Corona-Ausbruchs im August mit nunmehr 782 Fällen gelten in dem Land strikte Einschränkungen. In der Millionenmetropole Auckland selbst gilt ein strenger Lockdown, nur wesentliche Geschäfte wie Supermärkte und Apotheken dürfen öffnen.

Update, 4. September, 13.30 Uhr: Italiens Staatschef lobt EU für Vorgehen in der Coronakrise

Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella hat die EU für ihr Vorgehen in der Corona-Krise gelobt. "Die Europäische Union hat im Kampf gegen die Pandemie und die wirtschaftlichen wie sozialen Folgen gezeigt, dass sie effizient und schnell reagieren kann", schrieb der 80-Jährige am Samstag in einem Grußwort an die Teilnehmer einer dreitägigen, internationalen Konferenz am Comer See.

Die EU habe sowohl bei den Impfkampagnen gegen das Virus als auch den sozialen Maßnahmen und den wirtschaftlichen Hilfen gezeigt, dass sie als kontinentale Gemeinschaft erfolgreich sei, meinte Mattarella.

Das Staatsoberhaupt zog damit ein anderes Fazit als viele Kritiker des Vorgehens der Staatengemeinschaft in den vergangenen Monaten. Selbst EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte im Februar etliche Fehler eingeräumt, etwa bei der Organisation des Impfstoffs. Zudem hatte es etwa in den Phasen der Lockdowns ein teils uneinheitliches Vorgehen der Staaten, beispielsweise bei den Grenzkontrollen, gegeben, das sogar die EU selbst anprangerte.

Update, 4. September, 12.13 Uhr: Spahn: Müssen Impfquote unbedingt steigern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hat mit Blick auf Herbst und Winter erneut eindringlich zu mehr Corona-Impfungen aufgerufen.

"Die Impfquote ist noch zu niedrig, um eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern", sagte er der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Die Infektionszahlen bei Ungeimpften seien mehr als zehn Mal höher als bei Geimpften, 90 Prozent der Covid-Patienten auf Intensivstationen seien ungeimpft.

Den "harten Kern" der Impfgegner-Szene könne man nicht überzeugen, machte Spahn deutlich. "Ihre Ablehnung hat schon fast religiös-fanatischen Charakter." Es gebe aber "Impfmuffel und Zweifler", denen manchmal die Gelegenheit und manchmal ein Argument fehle. "Mit ihnen müssen wir im Gespräch bleiben."

Eine Impfpflicht lehnte er aber erneut ab. "Das wäre ein Schritt zu viel. Denn dann würden wir nicht mehr über den Sinn des Impfens diskutieren. Dann gäbe es nur noch totale Konfrontation: Impfgegner gegen Impfbefürworter. Genau das möchte ich vermeiden."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) warb dafür, nicht immer nur über die Ungeimpften zu sprechen. "Wir müssen auch über die viel größere Zahl von Menschen sprechen, die die Mühen einer Impfung in Kauf genommen haben, um sich und andere zu schützen."
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) warb dafür, nicht immer nur über die Ungeimpften zu sprechen. "Wir müssen auch über die viel größere Zahl von Menschen sprechen, die die Mühen einer Impfung in Kauf genommen haben, um sich und andere zu schützen."  © Stefan Sauer/dpa

Update, 4. September, 11.52 Uhr: Corona-Leugner stürmten slowenisches Staatsfernsehen

Eine Gruppe von Corona-Leugnern und Impfgegnern ist am späten Freitagabend in das Gebäude des slowenischen Staatsfernsehens RTVS eingedrungen.

Sie verlangten, dass der Sender ihre Meinung zu diesem Thema darstelle. Die Polizei beendete den Angriff umgehend und nahm 20 Eindringlinge im Nachrichtenstudio des Senders fest, wie die slowenische Nachrichtenagentur STA am Samstag berichtete. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Corona-Leugner und Impfgegner stürmen Staatsfernsehen und stellen Forderung".

Update, 4. September, 10.41 Uhr: HSV erhält Corona-Überbrückungshilfe

Fußball-Zweitligist Hamburger SV erhält einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" zufolge eine Corona-Überbrückungshilfe des Bundes. Demnach wurde der Antrag des Traditionsclubs bereits bewilligt. Insgesamt soll es sich bei der Summe um etwa zehn Millionen Euro handeln.

HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein wollte sich laut "Abendblatt" nicht konkret dazu äußern. "Im Interesse unseres Clubs ist es unsere Aufgabe, Möglichkeiten staatlicher Förderungen zu identifizieren, zu prüfen und auch zu beantragen, wenn diese auf den HSV Anwendung finden können und für unsere Zwecke geeignet sind", ließ er verlauten.

Der Umsatz des Zweitliga-Vereins ist in der Corona-Krise von 120 Millionen auf etwas mehr als 50 Millionen Euro eingebrochen. Dies entspricht etwa einem Rückgang von 60 Prozent. Voraussetzung für die Überbrückungshilfe des Bundes für Unternehmen ist eine Umsatz-Reduktion von nur mindestens 30 Prozent.
Der Umsatz des Zweitliga-Vereins ist in der Corona-Krise von 120 Millionen auf etwas mehr als 50 Millionen Euro eingebrochen. Dies entspricht etwa einem Rückgang von 60 Prozent. Voraussetzung für die Überbrückungshilfe des Bundes für Unternehmen ist eine Umsatz-Reduktion von nur mindestens 30 Prozent.  © DPA

Update, 4. September, 10.04 Uhr: Räikkönen verpasst nach Corona-Infektion Rennen in Zandvoort

Der frühere Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen (41) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und verpasst daher den Großen Preis der Niederlande in Zandvoort an diesem Wochenende.

Für ihn geht der Pole Robert Kubica (36) an den Start, wie Räikkönens Team Alfa Romeo am Samstagmorgen mitteilte. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Corona-Infektion: Kimi Räikkönen verpasst Großen Preis der Niederlande".

Kimi Räikkönen (41) aus Finnland vom Team Alfa Romeo Racing hat sich bereits in Corona-Quarantäne begeben.
Kimi Räikkönen (41) aus Finnland vom Team Alfa Romeo Racing hat sich bereits in Corona-Quarantäne begeben.  © Florion Goga/Pool Reuters/AP/dpa

Update, 4. September, 4.30 Uhr: Praxisärzte: Noch Unentschlossene jetzt für Impfungen erreichen

Die Praxisärzte werben für mehr Corona-Impfungen im Herbst. "Jetzt geht es vor allem darum, die noch Unentschlossenen zu erreichen", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur.

"Hier sollte der Hauptfokus der Anstrengungen liegen, noch vor den Auffrischimpfungen." Dabei gelte: "Erlaubt ist, was hilft." So seien niederschwellige Impfangebote ohne Terminvereinbarungen gute Beispiele für sinnvolle Maßnahmen. "Wir müssen Vertrauen in die Impfung erreichen und sie nicht mit Zwang durchsetzen wollen." Das Impf-Tempo war zuletzt stark zurückgegangen.

Mit Blick auf die Corona-Impfungen und die nun ebenfalls anlaufenden Grippe-Impfungen sagte Gassen, aktuell laute die Empfehlung, beide zeitversetzt zu organisieren.

Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte seien es gewohnt, in wenigen Wochen rund 20 Millionen Grippeschutzimpfungen vorzunehmen. "Sie können auch am besten zusätzliche Corona-Impfungen organisieren und durchführen", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen.
Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte seien es gewohnt, in wenigen Wochen rund 20 Millionen Grippeschutzimpfungen vorzunehmen. "Sie können auch am besten zusätzliche Corona-Impfungen organisieren und durchführen", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen.  © Gregor Fischer/dpa

Update, 4. September, 4.22 Uhr: 10.835 Corona-Neuinfektionen, Inzidenz bei 80,7

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen lag sie bei 80,7 - am Vortag hatte der Wert bei 80,2 gelegen, vor einer Woche bei 72,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.835 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10.303 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.995.188 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.763.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.325.

Update, 4. September, 4.10 Uhr: Intensivmediziner: Sorge vor dem Herbst, falls Impfquote nicht steigt

Die Intensivmediziner warnen für den Fall, dass die Corona-Impfquote in Deutschland nicht deutlich ansteigt, vor vielen Intensivpatienten im Oktober und November.

"Wir sehen schon jetzt, wie stark sich die Delta-Variante in geschlossenen Räumen ausbreitet", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis, der "Augsburger Allgemeinen". "Wenn wir bis Oktober nicht die Impfquote deutlich nach oben bringen, bekommen wir im Herbst einen richtig starken Anstieg der Corona-Fälle auf den Intensivstationen." Die Entwicklung könne für den Fall, dass die Impfquote kaum noch steigt, relativ genau vorausberechnet werden.

Update, 4. September, 4.05 Uhr: Weihnachtsmärkte mit Kontrollen und mehr Raum geplant

Knapp drei Monate vor Beginn der Weihnachtsmarktsaison planen viele Veranstalter mit mehr Platz für Besucher und 3G-Kontrollen.

"Wir sind zuversichtlich und bereiten den Weihnachtsmarkt am Kölner Dom wie in den letzten Jahren vor", sagte eine Sprecherin des Marktes. Vielerorts soll es stichprobenartige Kontrollen der 3Gs geben - also eines Nachweises, dass Besucher geimpft, getestet oder von Corona genesen sind. Auch in München, Dresden oder Dortmund gehen die Veranstalter zunächst davon aus, dass der Markt stattfinden kann. Mehr dazu lest Ihr bei Tag24: "Glühwein und gebrannte Mandeln: Was wird aus den Weihnachtsmärkten?".

Anstelle des Striezelmarktes sorgten im Dezember 2020 ein überdimensionaler Schwibbogen, eine Pyramide und ein Weihnachtsbaum auf dem Altmarkt in Dresden für weihnachtliche Stimmung. Aufgrund der Corona-Schutz-Verordnung konnten Weihnachtsmärkte vielerorts nicht stattfinden.
Anstelle des Striezelmarktes sorgten im Dezember 2020 ein überdimensionaler Schwibbogen, eine Pyramide und ein Weihnachtsbaum auf dem Altmarkt in Dresden für weihnachtliche Stimmung. Aufgrund der Corona-Schutz-Verordnung konnten Weihnachtsmärkte vielerorts nicht stattfinden.  © Robert Michael/dpa

Update, 4. September, 4 Uhr: Infektiologe: Corona an Schulen nicht einfach laufen lassen

Der Jenaer Infektiologe Mathias Pletz hat davor gewarnt, die Corona-Maßnahmen im gerade begonnenen Schuljahr vorschnell komplett aufzuheben.

"Nach allem, was wir über Delta wissen, kann man es nicht einfach laufen lassen", sagte der Direktor des Instituts für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene am Uniklinikum Jena der Deutschen Presse-Agentur. Man wisse noch nicht genau, ob Kinder schwerer an der inzwischen vorherrschenden Delta-Variante erkranken als an den bisher in Deutschland kursierenden. Es gebe zumindest Berichte über steigende Hospitalisierungsraten bei Kindern und jungen Erwachsenen.

Außerdem sei die Impfquote noch zu niedrig, um das Risiko einer kompletten Durchseuchung einzugehen und alle Maßnahmen aufzuheben. "Kinder können das Virus aus der Schule nach Hause bringen und ihre ungeimpften Eltern anstecken."

Update, 4. September, 1.21 Uhr: Karliczek fordert "klare Linie" bei Quarantäneregeln in der Schule

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (50, CDU) hat die Länder aufgefordert, sich bei Corona-Quarantäneregeln in der Schule auf eine "klare Linie" zu verständigen. Diese solle den Gesundheitsämtern aber auch "notwendige Spielräume im Einzelfall" lassen, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Das Robert Koch-Institut überarbeite auch seine Empfehlungen. "Grundsätzlich gilt: Die Empfehlungen sollten die Richtschnur sein. Ich würde mich freuen, wenn die Quarantänezeit von 14 Tagen für Kinder mit einer klugen Teststrategie verkürzt werden könnte." Bislang gibt es in den Ländern höchst unterschiedliche Vorgaben für die Quarantäne, sollte sich in einer Klasse ein infizierter Schüler finden.

Update, 4. September, 1 Uhr: Kompromiss zur Impf-Auskunftspflicht geht Laschet nicht weit genug

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU) hält den Koalitionskompromiss zur Impf-Auskunftspflicht in Unternehmen für nicht weitgehend genug.

"Aus Gründen der Betriebssicherheit sollte es Arbeitgebern erlaubt sein, sich nach Impfungen in der Belegschaft zu erkundigen - natürlich unter der Voraussetzung, dass diese Informationen vertraulich bleiben", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Angesichts der aktuellen pandemischen Lage sei die Auskunftspflicht über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung aus Sicht des Infektionsschutzes "absolut notwendig", sagte CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet (60).
Angesichts der aktuellen pandemischen Lage sei die Auskunftspflicht über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung aus Sicht des Infektionsschutzes "absolut notwendig", sagte CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet (60).  © Martin Schutt/dpa

Update, 4. September, 00.10 Uhr: USA wollen sich besser für künftige Pandemien wappnen

Angesichts der verheerenden Folgen durch die Ausbreitung des Coronavirus wollen sich die USA besser für künftige Pandemien rüsten.

Die US-Regierung stellte am Freitag Pläne vor, wie sie das Land für solche Gesundheitskrisen effizienter aufstellen will. Dazu gehöre unter anderem, landesweite Vorräte an Schutzausrüstung aufzustocken, Frühwarnsysteme zur Erkennung neuer gefährlicher Viren zu etablieren und systematisch die Grundlagen dafür zu schaffen, dass Impfstoffe und Behandlungspräparate rasant entwickelt und hergestellt werden können. Investiert werden müsse etwa auch in öffentliche Labore und die Rekrutierung von Gesundheitsexperten in Kommunen, Bundesstaaten und auf Bundesebene.

Der Wissenschaftsberater von US-Präsident Joe Biden (78), Eric Lander, sagte, für die Pläne seien über einen Zeitraum von sieben bis zehn Jahren Ausgaben in Höhe von gut 65 Milliarden US-Dollar (rund 55 Milliarden Euro) veranschlagt. Die Regierung blieb mit ihren Plänen zunächst ziemlich vage. In den kommenden Woche solle weiter an der Strategie gearbeitet werden.

Update, 4. September, 00.05 Uhr: Spahn verteidigt Auffrischungsimpfungen für Risikogruppen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hat die Auffrischungsimpfungen für Senioren und immungeschwächte Menschen vor einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) verteidigt.

"Ich will nicht warten, bis in den Pflegeheimen wieder Menschen sterben", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland "Dass wir jetzt mit den Booster-Impfungen begonnen haben, ist vorausschauendes, vorsorgliches Handeln. Damit schützen wir Menschenleben."

Mehrere Bundesländer haben damit angefangen, Pflegebedürftigen, über 80-Jährigen und Menschen mit Immunschwäche die dritte Impfung anzubieten, wenn die letzte mindestens sechs Monate zurückliegt, weil nach diesem Zeitraum die Wirkung deutlich nachlassen kann. Die Stiko plant nach Angaben ihres Chefs Thomas Mertens eine Empfehlung zeitnah.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) verwies auf Studien, "die eindeutig belegen, dass Booster-Impfungen für Hochbetagte, Pflegebedürftige und Menschen mit bestimmten Immunerkrankungen Sinn machen".
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) verwies auf Studien, "die eindeutig belegen, dass Booster-Impfungen für Hochbetagte, Pflegebedürftige und Menschen mit bestimmten Immunerkrankungen Sinn machen".  © Michael Sohn/POOL AP/dpa

Update, 3. September, 21 Uhr: Gute Impfquote laut Drosten in Deutschland so kaum zu schaffen

Der Berliner Charité-Virologe Christian Drosten (49) ist pessimistisch, dass Deutschland allein durch Impfangebote eine akzeptable Impfquote in der Corona-Pandemie erreichen kann. Hauptgrund sei eine gewisse Gleichgültigkeit in der Bevölkerung, sagte Drosten im am Freitag veröffentlichten Podcast "Das Coronavirus-Update" von NDR Info.

Er gehe nicht davon aus, dass Deutschland über Ansprache der Bevölkerung noch viel weiter komme mit der Impfquote. "Und darum glaube ich, dass die Politik eine schwere Aufgabe vor sich hat und konsequent auch Entscheidungen treffen muss bald." Gefragt worden war Drosten in diesem Zusammenhang auch nach einer Impfpflicht als Option.

Man könne versuchen, die Dringlichkeit der Impfungen in Deutschland zu vermitteln, sagte Drosten. "Es gibt eine grundsätzliche Offenheit. Ich würde nur ganz wenigen nicht geimpften Personen im Moment unterstellen, dass die jetzt vollkommen verrückte Geschichten glauben." Vielmehr sei es manchmal diese gewisse Gleichgültigkeit, die eine Entscheidung zur Impfung verhindere.

Christian Drosten (49), Direktor Institut für Virologie, Charité Berlin.
Christian Drosten (49), Direktor Institut für Virologie, Charité Berlin.  © dpa/Michael Kappeler

Bislang sind erst 61 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft. Im August nahm die Impfquote nur noch um rund 10 Prozentpunkte zu. Nach dem jüngsten Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) haben in der Bevölkerung über 60 Jahre 83 Prozent den vollen Impfschutz. Bei den Erwachsenen zwischen 18 und 60 Jahren liegt die Quote bei 65 Prozent.

Nach RKI-Berechnungen müssen aber mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Senioren ab 60 Jahren vollständig geimpft sein, damit eine ausgeprägte neue Welle mit vollen Intensivstationen im Herbst und Winter unwahrscheinlich wird.

Update, 3. September, 19.15 Uhr: Britische Impfgegner greifen Sitz von Arzneimittelbehörde an

Eine Gruppe mutmaßlicher Impfgegner hat am Freitag versucht, den Sitz der britischen Arzneimittelbehörde MHRA in London zur stürmen. Wie auf Videos in sozialen Netzwerken zu sehen war, lieferten sich Demonstranten handgreifliche Auseinandersetzungen mit Polizisten, die verschiedene Eingänge zu dem Gebäude im Osten der britischen Hauptstadt bewachten. Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Beamte verletzt.

Britische Impfgegner haben in den vergangenen Wochen immer wieder versucht, in die Gebäude von Medienhäusern in London einzudringen. Ende August gelang es einer Gruppe das Foyer der TV-Produktionsfirma ITN zu besetzen.

Ähnliche Szenen hatte es Anfang August bei der ehemaligen BBC-Zentrale im Westen Londons gegeben, die von den Impfgegnern versehentlich ins Visier genommen wurde.

Update, 3. September, 18.30 Uhr: Britische Impfkommission rät von Impfung 12- bis 15-Jähriger ab

Die britische Impfkommission (JCVI) hat sich überraschend gegen flächendeckende Corona-Impfungen von 12- bis 15-Jährigen ausgesprochen. Die Kommission erweiterte zwar ihre Impfempfehlung für an Herz, Lungen und Leber erkrankte Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe, eine allgemeine Impfempfehlung wollte sie aber nicht aussprechen.

Zur Begründung hieß es am Freitag in einer Mitteilung der Gesundheitsbehörde Public Health England, die gesundheitlichen Vorteile einer Impfung seien für gesunde Menschen diese Altersgruppe marginal. Bislang lautete die Empfehlung der Kommission, 12- bis 15-Jährige nur zu impfen, wenn sie in die Gruppe der besonders durch Covid-19 gefährdeten Menschen fallen. Dazu gehören beispielsweise Menschen mit unterdrücktem Immunsystem.

Erst eine Woche zuvor hatte das britische Gesundheitsministerium mitgeteilt, sich auf die flächendeckende Impfung der 12- bis 15-Jährigen im größten Landesteil England vorzubereiten. Ob die Regierung der Empfehlung der Impfkommission folgen wird, war zunächst unklar.

Ein Kind erhält eine Impfung gegen das Coronavirus. Nach Empfehlung der britischen Impfkommission soll das jetzt nicht so oft passieren. (Symbolbild)
Ein Kind erhält eine Impfung gegen das Coronavirus. Nach Empfehlung der britischen Impfkommission soll das jetzt nicht so oft passieren. (Symbolbild)  © dpa/Fabian Sommer

Update, 3. September, 18.20 Uhr: Rekordzahl von Niederländern mit psychischen Problemen in der Corona-Zeit

Der Anteil der Niederländer mit psychischen Problemen ist während der Corona-Krise auf einen Höchststand seit Start der landesweiten Untersuchung vor 20 Jahren geklettert. 15 Prozent der Bevölkerung ab 12 Jahren habe sich im ersten Halbjahr 2021 psychisch ungesund gefühlt, teilte die niederländische Statistikbehörde (CBS) am Freitag in Den Haag mit.

Am schlechtesten war die Situation bei Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren, von denen ein Viertel angab, sich psychisch nicht in Ordnung zu fühlen. Die Erhebung stützte sich auf Fragen nach Traurigkeit, Nervosität, Niedergeschlagenheit, Ruhe und Glücklichsein. Ungefähr 10.000 Menschen wurden befragt.

Im Vergleich zu Befragungen von 2019 verschlechterte sich die psychische Verfassung der Niederländer während der Corona-Krise zunehmend. 2020 gab demnach ein Viertel der Menschen an, sich öfter einsam zu fühlen als früher. Auch Gefühle wie Angst, Traurigkeit und Stress kamen während der Corona-Krise öfter vor als früher.

So viele Niederländer wie nie zuvor klagen über psychologische Probleme. (Symbolbild)
So viele Niederländer wie nie zuvor klagen über psychologische Probleme. (Symbolbild)  © 123rf/Milkos

Update, 3. September, 18.10 Uhr: Corona-Geimpfte erhalten Gutscheine in Bulgarien - Proteste

Bulgarien bietet nun Gutscheine für Geimpfte gegen das Coronavirus an, um seine stockende Impfkampagne zu beschleunigen. Gutscheine für Lebensmittel in Wert von 20 Lewa (umgerechnet rund 10 Euro) galten ab Freitag in den Supermärkten einer großen Kette.

Die Impfdosen sollen vor diesen Supermärkten in der Hauptstadt Sofia, im südbulgarischen Plowdiw sowie in den Schwarzmeerstädten Warna und Burgas verabreicht werden, berichtete der Fernsehsender Nova in Sofia.

Bulgarien ist mit einer Impfquote von nur knapp 16 Prozent vollständig Geimpften EU-Schlusslicht. Viele Bulgaren glauben Vorurteilen und Gerüchten über die Corona-Impfungen, die massiv im Internet verbreitet werden.

Vertreter, Eigentümer und Mitarbeiter der Gastronomie und Hotellerie protestierten in Plowdiw gegen angekündigte Corona-Einschränkungen wegen der Delta-Variante, die am 7. September in Kraft treten sollen. Die Demonstranten blockierten einem Bericht des Fernsehsenders bTV zufolge kurz die Innenstadt von Plowdiw. Ein ähnlicher Protest blockierte im Südwesten Bulgariens vorübergehend die E-79 nach Griechenland. Ein nationaler Protest der Branche ist für nächste Woche in Sofia angesagt.

Update, 3. September, 18 Uhr: Niedersachsen zieht positive Zwischenbilanz nach Schulstart

Nach den ersten beiden Schultagen in Niedersachsen nach den Sommerferien zieht das Kultusministerium eine überwiegend positive Zwischenbilanz. "Die bisherigen, nicht repräsentativen Rückmeldungen zu den aktuellen Schutzmaßnahmen in den Schulen sind weitgehend positiv – es überwiegt vor allem die Freude, dass unter den Vorgaben wieder Präsenzunterricht in voller Klassenstärke möglich ist", sagte Ulrich Schubert, Sprecher des Kultusministeriums, der Nordsee-Zeitung (Samstagausgabe).

Kritik gebe es zum Teil von Eltern bezüglich der Maskenpflicht im Unterricht, insbesondere von Eltern, deren Kinder die Grundschule besuchen. Daten, ob Kinder aus Protest gegen die Test- und Maskenpflicht bewusst von ihren Eltern nicht in die Schule geschickt wurden oder werden, lägen dem Ministerium bislang nicht vor.

Seit Donnerstag müssen alle Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen wieder zur Schule gehen. Sie müssen auch im Unterricht eine Maske tragen.

In Niedersachsen ging die Schule in dieser Woche wieder los. (Symbolbild)
In Niedersachsen ging die Schule in dieser Woche wieder los. (Symbolbild)  © dpa/Philipp Schulze

Update, 3. September, 17 Uhr: Kein PCR-Test bei Prostitutionsbesuch nötig

Besucher von Prostitutionsstätten können nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Frankfurt von den örtlichen Gesundheitsbehörden nicht zu einem PCR-Test gezwungen werden. Ein negativer Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus reicht demnach aus, wie aus einem Beschluss des Gerichts vom Freitag hervorgeht.

Die 5. Kammer gab damit einem Antrag einer Frau auf vorläufigen Rechtsschutz statt, die sich in ihrer verfassungsrechtlich geschützten Berufsausübungsfreiheit verletzt sah (Az. 5 L 2456/21.F).

Angesichts steigender Infektionszahlen hatte die Stadt Frankfurt per Allgemeinverfügung den sogenannten Polymerase-Chain-Reaction-Nachweis für Freier gefordert. Die hessische Coronavirus-Schutzverordnung (CoSchuV) sieht einen solchen Test nach Ansicht des Gerichts allerdings nicht zwingend vor, sondern fordert lediglich den Nachweis, dass keine Infektion vorliegt. Eine Allgemeinverfügung dürfe dies nicht aushebeln.

Für den Besuch der Frankfurter Bordells ist weiterhin kein PCR-Test nötig, entschied das dortige Verwaltungsgericht.
Für den Besuch der Frankfurter Bordells ist weiterhin kein PCR-Test nötig, entschied das dortige Verwaltungsgericht.  © dpa/Andreas Arnold

Update, 3. September, 16 Uhr: 104 Prozent der Bevölkerung São Paulos geimpft

Die brasilianische Metropole São Paulo hat das nach den Regeln der Mathematik Unmögliche geschafft und mehr als 100 Prozent der Erwachsenen mit mindestens einer Dosis eines Vakzins gegen das Coronavirus geimpft.

Wie die Stadt das geschafft hat, lest Ihr im TAG24-Artikel "104 Prozent der Bevölkerung geimpft: Wie ist das denn möglich?"

Zahlreiche Menschen warten in einer Schlange vor einem Zentrum in São Paulo, um sich mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer impfen zu lassen.
Zahlreiche Menschen warten in einer Schlange vor einem Zentrum in São Paulo, um sich mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer impfen zu lassen.  © Montage: dpa/AP/Andre Penner, dpa/Andre Lucas

Update, 3. September, 15.10 Uhr: Im RDC-Nachtexpress gilt künftig 3G-Regel

Das private Bahnunternehmen RDC führt die sogenannte 3G-Regel zum 9. September in ihrem Fernzug nach Sylt ein. Ab dann müssen alle Fahrgäste ab 12 Jahren im Alpen-Sylt Nachtexpress entweder gegen Covid-19 geimpft, bereits genesen oder getestet sein, wie das Unternehmen am Freitag ankündigte.

Im laufenden Reisejahr würden zudem Tickets für Schlaf- und Liegewagen weiter ausschließlich für Privatabteile angeboten. Fahrgäste reisen darin ohne Zustieg fremder Dritter.

Die Menschen brauchten Planungssicherheit beim Buchen ihrer Reisen, sagte RDC-Geschäftsführer Markus Hunkel. "Gern greifen wir daher den Wunsch der Bundesregierung auf, die 3G-Regel auch in Fernzügen umzusetzen. Zumal das organisatorisch und technisch mittlerweile für uns kein Hexenwerk mehr ist und Reisende diese Nachweise für Hotels und Gastronomie ohnehin benötigen."

Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert (61) hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (67, CDU) eine 3G-Regel zum Schutz vor Corona-Ansteckungen in Fernzügen trotz Bedenken aus Ministerien weiter für eine "mögliche und sinnvolle Maßnahme". Verkehrs-, Gesundheits- und Innenministerium haben in einem gemeinsamen Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, erhebliche Bedenken gegen die 3G-Regel bei Bahnreisen geltend gemacht. Darin wird argumentiert, es gebe keinen Schwerpunkt im öffentlichen Personenverkehr bei Corona-Infektionen, die einem Ausbruch zugeordnet werden könnten.

Markus Hunkel, Geschäftsführer RDC Deutschland, steht vor einem Alpen-Sylt-Nachtexpress-Zug.
Markus Hunkel, Geschäftsführer RDC Deutschland, steht vor einem Alpen-Sylt-Nachtexpress-Zug.  © dpa/Axel Heimken

Update, 3. September, 15 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister begrüßt Impf-Auskunftsrecht

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hat die geplante Pflicht zur Auskunft über den Corona-Impfstatus von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen begrüßt und eine Ausweitung gefordert. "Wir müssen insbesondere ältere Menschen vor Corona schützen, deshalb ist es wichtig zu wissen, ob Pflegekräfte geimpft sind. Genauso sinnvoll ist es, den Impfstatus von Beschäftigten in Kitas und Schulen zu kennen", sagte der CSU-Politiker der Augsburger Allgemeinen (Samstagausgabe).

Er forderte auch ein Auskunftsrecht für andere Branchen. "Nach meiner Ansicht sollte es sogar darüber hinaus in anderen Bereichen ein Auskunftsrecht von Arbeitgebern über den 3G-Status ihrer Mitarbeitenden geben, denn damit könnten konkrete Hygienekonzepte am Arbeitsplatz besser umgesetzt werden."

Arbeitgeber sollen von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Darauf hatten sich Union und SPD nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition am Donnerstag geeinigt.

Klaus Holetschek (56, CSU), Staatsminister für Gesundheit und Pflege in Bayern.
Klaus Holetschek (56, CSU), Staatsminister für Gesundheit und Pflege in Bayern.  © dpa/Peter Kneffel

Update, 3. September, 14.10 Uhr: Serbien und Albanien ab Sonntag Corona-Hochrisikogebiete

Die Bundesregierung stuft Serbien und Albanien von Sonntag an als Hochrisikogebiete in der Corona-Pandemie ein. Auch Aserbaidschan, Guatemala, Japan, die Palästinensischen Gebiete und Sri Lanka fallen dann in diese Kategorie, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Dagegen gilt Kuwait dann nicht mehr als Hochrisikogebiet.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, müssen für zehn Tage in Quarantäne. Erst nach fünf Tagen können sie sich mit einem negativen Test davon befreien.

Für die Einstufung sind – anders als früher – nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Update, 3. September, 13.47 Uhr: Corona sorgte für bessere Luftqualität

In vielen Städten der Welt haben Bewohnerinnen und Bewohner im vergangenen Jahr zumindest zeitweise mehr blauen Himmel statt Smog gesehen. Die Luftqualität war deutlich besser, weil wegen Corona-Beschränkungen weniger Verkehr unterwegs war, wie die Weltwetterorganisation (WMO) am Freitag in Genf berichtete. Mit der Lockerung der Maßnahmen sank die Luftqualität aber wieder auf das vorherige Niveau zurück, wie es im ersten Luftqualität- und Klima-Bulletin der WMO heißt.

Während die von Menschen gemachten Emissionen sanken, sorgten durch den Klimawandel verursachte Wetterextreme für Sand- und Staubstürme sowie Waldbrände, die die Luftqualität beeinträchtigten. Die WMO verweist auf ältere Berichte, wonach die Zahl der Todesfälle durch Luftverschmutzung von 2,3 Millionen Menschen im Jahr 1990 auf 4,5 Millionen 2019 gestiegen ist.

Stickstoffdioxid sei dort, wo Ausgangssperren verhängt wurden, im Vergleich zu anderen Jahren um bis zu 70 Prozent zurückgegangen, Feinstaub je nach Region um 30 bis 40 Prozent. In manchen Städten Spaniens sei die Feinstaubbelastung allerdings trotz Ausgangssperren gestiegen. Das führten Experten auf herübergewehte Staubbelastung aus Afrika oder die Verbrennung von Biomasse zurück. Die Schwefeldioxid-Menge ging zwischen 25 und 60 Prozent zurück.

Die WMO nahm Messungen aus 63 Städten in 25 Ländern auf allen Kontinenten in die Berechnungen auf. Sie verweist darauf, dass unter der Vielzahl von winzigen in der Luft schwebenden Partikeln, den Aerosolen, auch solche sind, die für Abkühlung sorgen. Sie zu reduzieren sei für die Gesundheit zwar gut, nicht aber, um die Folgen des Klimawandels zu mildern. Hier müssten Regierungen gute Abwägungen treffen. Mehr und intensivere Hitzewellen, die durch den Klimawandel verursacht werden, könnten für mehr Schadstoffen in Bodennähe sorgen.

Update, 3. September, 13.34 Uhr: Pandemie-Podcast mit Charité-Virologe Drosten startet wieder

Christian Drostens (49) Podcast startet wieder.
Christian Drostens (49) Podcast startet wieder.  © Jörg Carstensen/dpa

Der Berliner Charité-Virologe Christian Drosten (49) erläutert von diesem Freitag (3.9.) an wieder öffentlich seine Meinung zur Pandemie.

Der NDR-Info-Podcast "Das Coronavirus-Update" startet nach der Sommerpause gegen 18 Uhr als Audio-Podcast auf NDR.de/coronaupate sowie auch als Video bei "tagesschau24" um 19.15 Uhr, wie der Norddeutsche Rundfunk am Freitag mitteilte.

Im Radio werde ab 18.05 Uhr eine gekürzte Version des Podcasts zu hören sein. Drosten spreche im Interview mit Korinna Hennig (47) über die aktuelle Lage, die Erfolge und Misserfolge des Sommers und über seine Erwartungen für den Herbst.

Coronavirus in NRW: Inzidenz weiter deutlich unter bundesweitem Schnitt
Coronavirus Coronavirus in NRW: Inzidenz weiter deutlich unter bundesweitem Schnitt

Das "Coronavirus-Update" werde anschließend in einem 14-tägigen Rhythmus dienstags veröffentlicht. Die zweite Folge mit der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek (43) läuft am 14. September, kündigte der Sender an. Am 28. September sei dann wieder Virologe Drosten zu hören.

Update, 3. September, 13.32 Uhr: Scholz erwartet Unterstützung in Bevölkerung für Impfauskunftspflicht

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) hat für die geplante Pflicht zur Auskunft über den Corona-Impfstatus von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen geworben.

"Dass wir im Bereich, wo vulnerable Gruppen berührt sind, eine Auskunft über den Impfstatus möglich machen für die Zeit der Pandemie, das finde ich vertretbar und macht dann möglich, dass der Arbeitgeber damit umgehen kann und sich darum kümmern kann, seinen Betrieb so zu organisieren, dass eine geringe Gefahr für die zu Schützenden davon ausgeht", sagte Scholz am Freitag bei einer Gesprächsrunde mit Verdi-Chef Frank Werneke in Berlin. Es sei ein Schritt, den "die Bürgerinnen und Bürger, glaub ich, auch mit großer Mehrheit unterstützen".

Scholz versicherte: "Klar ist, dass das nicht für immer gelten kann und nur in diesen Bereichen." Arbeitsrechtliche Konsequenzen seien damit nicht verbunden. "Es gibt keine Erzwingungsmöglichkeit, was das Impfen betrifft, das finde ich sehr wichtig, und es kann auch niemand deswegen gekündigt werden, weil er sich nicht hat impfen lassen."

Update, 3. September, 12.27 Uhr: Pläne zur Impfauskunftspflicht "pragmatische Lösung"

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD) hat die Pläne in den Koalitionsfraktionen zur Impfauskunftspflicht bei Beschäftigten als "pragmatische Lösungen" bezeichnet.

Eine Sprecherin sagte, Heil habe gesagt, das Arbeitsrecht sehe keine grundsätzliche Abfrage des Impfstatus vor und mache dies auch nicht möglich. Er sei aber offen für pragmatische Lösungen. Diese pragmatische Lösung schienen die Fraktionen nun getroffen zu haben.

Arbeitgeber sollen von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Darauf haben sich Union und SPD nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition am späten Donnerstagabend geeinigt.

Update, 3. September, 11.39 Uhr: Gewerkschaften gegen Impfstatus-Abfrage in Kitas und Schulen

Gewerkschaften aus dem Bildungs- und Erziehungsbereich lehnen die geplante Möglichkeit zur Impfstatus-Abfrage für Beschäftigte in Kitas und Schulen ab.

"Aus gutem Grund stehen persönliche Daten in Deutschland unter besonderem Schutz. Diesen Schutz müssen wir gewährleisten", sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, der Deutschen Presse-Agentur. Sie verwies darauf, dass die Impfbereitschaft unter den Beschäftigten in Schulen und Kitas mit "80 bis 95 Prozent ganz weit oben" liege.

Auch der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sprach unter Berufung auf Umfragen und Daten der Schulministerien von einer Impfquote von rund 90 Prozent bei Lehrkräften. Das zeige deren hohes Verantwortungsbewusstsein, sagte er der dpa.

Fünf Prozent könnten sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen und maximal fünf Prozent wollten das vermutlich nicht. "Diese Zahlen rechtfertigen aus Sicht des VBE in keiner Weise den mit der Abfrage des Impfstatus verbundenen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte."

Vom Deutschen Lehrerverband hieß es, man stehe dem Vorhaben der großen Koalition sehr skeptisch gegenüber. "Gesundheitsdaten sind sehr sensible Daten, auf die Arbeitgeber und Behörden eigentlich grundsätzlich keinen Zugriff haben dürften", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der dpa. Er äußerte die Befürchtung, dass "dies nur die Vorstufe zu einer allgemeinen Impfpflicht ist."

Nach Ansicht von GEW und VBE führt die Debatte an den eigentlichen Themen vorbei. "Was wir wirklich brauchen sind endlich Luftfilter in allen Räumen, flächendeckende PCR-Tests für Schulkinder und eine einheitliche und klare Leitlinien für Quarantänemaßnahmen", sagte Finnern.

Update, 3. September, 11.30 Uhr: Spahn wirbt für Impfungen als "besseren Weg" zur Immunität

Jens Spahn (41, CDU) hält nichts von einer Impfpflicht.
Jens Spahn (41, CDU) hält nichts von einer Impfpflicht.  © Stefan Sauer/dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) lehnt trotz der stockenden Corona-Impfungen eine Impfpflicht weiter ab. "Ich war, bin und bleibe der Überzeugung, dass eine verpflichtende Impfung nicht die beste Lösung ist. Denn sie spaltet", sagte der CDU-Politiker dem Magazin Der Spiegel.

Er warb erneut für Impfungen als den "besseren Weg", eigene Immunität zu erreichen. Großbritannien etwa habe sich eine hohe Immunität der Bevölkerung durch viele Infizierte und hohe Todeszahlen erkauft. "Überträgt man die britische Pandemiepolitik auf Deutschland, hätten wir 100.000 Tote mehr gehabt, also mehr als doppelt so viele. Das ist nicht der Weg, den ich gehen möchte."

Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind in Deutschland nach Ministeriumsangaben von Freitag knapp 50,8 Millionen Menschen oder 61 Prozent der Gesamtbevölkerung. Inzwischen sind in zehn der 16 Bundesländer mindestens 60 Prozent der Einwohner voll geimpft. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben bundesweit nun 54,5 Millionen Menschen oder 65,6 Prozent der Gesamtbevölkerung.

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Spahn rief zu Impfungen auch aus Fürsorge für Kinder unter 12 Jahren auf, die sich nicht impfen lassen können. "Wichtig ist, dass all diejenigen, für die das empfohlen ist, sich impfen lassen sollten. Die Impfverweigerer dürfen nicht entscheiden, ob und wie viele Kinder sich anstecken. Je mehr Erwachsene sich impfen lassen, desto größer der Schutz für die Kinder."

Der Minister wandte sich im Spiegel zudem auch gegen eine Impfpflicht für Pflegekräfte. "Wenn Pflegekräfte mir erzählen, dass sie sich nicht impfen lassen wollen, sage ich: Dann sind Sie eigentlich im falschen Beruf. Denn die Impfung schützt vor allem auch die schwachen und kranken Menschen, die ihnen anvertraut sind." Er mache da eine klare Ansage. "Aber ich will die Menschen nicht ganz verlieren."

Update, 3. September, 10.37 Uhr: Spahn will Corona-Quarantäneregeln für Schüler vereinfachen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) will die Corona-Quarantäneregeln für Schüler lockern und vereinheitlichen.

"Wir brauchen einheitliche Vorgaben für die Quarantäne in Schulen. Darauf sollten sich die Gesundheitsminister der Länder endlich einigen", sagte der CDU-Politiker am Freitag dem Spiegel. Wenn die Schüler im Unterricht Masken trügen, müsse man nicht die ganze Klasse in Quarantäne schicken, wenn ein positiver Fall auftrete.

"Pragmatisch wäre, dass nur die Sitznachbarn für fünf Tage in Quarantäne gehen und sich dann freitesten können. Eine ganze Schulklasse wie jetzt in Quarantäne zu schicken führt dazu, dass irgendwann Hunderttausende Schülerinnen und Schüler für zwei Wochen nicht am Unterricht teilnehmen, obwohl sie gar nicht infiziert sind", sagte Spahn.

Bislang gibt es in den Ländern höchst unterschiedliche Vorgaben für die Quarantäne, sollte sich in einer Klasse ein infizierter Schüler finden, teilweise werden bereits jetzt nur die Sitznachbarn in Quarantäne geschickt. "Wir arbeiten daran, das jetzt möglichst schnell über die Gesundheitsminister zu lösen", sagt Spahn. Außerdem spricht sich der Bundesgesundheitsminister für den Einsatz von Lolli-PCR-Tests an Schulen aus.

Viele Schülerinnen und Schüler sind noch nicht geimpft, weil es derzeit keine Impfstoffe gibt, die für Kinder unter zwölf Jahren offiziell zugelassen sind. Zuletzt waren die Corona-Infektionszahlen besonders in jüngeren Altersgruppen stark gestiegen.

Update, 3. September, 10.22 Uhr: EU-Kommission und Astrazeneca beenden Rechtsstreit zu Impfdosen

Die EU-Kommission und die britische Pharmafirma Astrazeneca haben ihren laufenden Rechtsstreit zur Lieferung von Corona-Impfdosen beigelegt, wie die Kommission am Freitag mitteilte.

Damit werde die Lieferung von 200 Millionen ausstehenden Dosen bis März 2022 garantiert.

Update, 3. September, 9.08 Uhr: Weniger Hochschulabsolventen wegen Corona

Deutlich weniger Studierende schlossen 2020 die Uni ab. (Symbolbild)
Deutlich weniger Studierende schlossen 2020 die Uni ab. (Symbolbild)  © Silas Stein/dpa

Wegen der Corona-Pandemie haben deutlich weniger Menschen die Hochschule abgeschlossen. Im Prüfungsjahr 2020 erwarben nur rund 477.000 Absolventinnen und Absolventen einen Abschluss an den deutschen Hochschulen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

Das waren sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Mit einer Ausnahme im Jahr 2018 war die Zahl der Hochschulabschlüsse seit 2001 kontinuierlich gestiegen.

"Im Rückgang der Absolventenzahlen im Prüfungsjahr 2020 zeigen sich die Folgen der Corona-Pandemie", sagte Thomas Feuerstein aus dem Referat Hochschulen des Bundesamts.

"Pandemiebedingt wurden Prüfungen zum Teil in Folgesemester verschoben. Bibliotheken, Labore und Werkstätten waren zeitweise geschlossen oder nur eingeschränkt nutzbar. Das hat nicht nur die Durchführung von Prüfungen, sondern auch die Prüfungsvorbereitung für die Studierenden erschwert."

Die Absolventenzahlen sanken in allen Bundesländern. Den stärksten Rückgang gab es in Berlin mit minus zwölf Prozent, den geringsten in Nordrhein-Westfalen mit drei Prozent. Die Hälfte aller Hochschulabschlüsse im Jahr 2020 waren Bachelorabschlüsse, gut ein Viertel Masterabschlüsse. Den stärksten Rückgang gab es der Statistik zufolge bei den Geisteswissenschaften.

Update, 3. September, 4.13 Uhr: RKI registriert 14.251 Corona-Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen lag sie bei 80,2 – am Vortag hatte der Wert bei 76,9 gelegen, vor einer Woche bei 70,3.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 14.251 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.029 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 45 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 14 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.984.353 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwochmorgen mit 3.757.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.301.

Update, 3. September, 0.04 Uhr: Impfauskunftspflicht für Kita-, Schul- und Heimbeschäftigte angepeilt

Arbeitgeber sollen künftig von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen voraussichtlich Auskunft über eine Corona-Impfung verlangen können.

Das ist nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition zwischen Union und SPD der Verhandlungsstand vom späten Donnerstagabend, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr.

Die Möglichkeit soll nur während der festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite gelten, die der Bundestag vergangene Woche für weitere drei Monate verlängert hatte.

Damit scheint der ebenfalls erwogene Plan vom Tisch, dass Arbeitgeber generell den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen dürfen.

Dürfen Arbeitgeber in bestimmten Berufen bald in den Impfausweis gucken?
Dürfen Arbeitgeber in bestimmten Berufen bald in den Impfausweis gucken?  © Helmut Fricke/dpa

Update, 2. September, 21.05 Uhr: RKI-Bericht: Impfquoten steigen kaum noch

In Deutschland macht sich in der Corona-Pandemie zusehends Impfmüdigkeit breit.

Der Anteil der vollständig immunisierten Bundesbürger sei mit rund 61 Prozent im Vergleich zur Vorwoche (59 Prozent) weiterhin nur langsam gestiegen, heißt es im jüngsten Wochenbericht der Robert Koch-Instituts vom Donnerstagabend. Von Ende Juli bis Ende August legte die Impfquote lediglich um rund 10 Prozent zu.

Insgesamt kommt sie damit am Ende des Hochsommers nicht an die Werte heran, die das RKI im Juli für wünschenswert erachtete. Nach der damals entworfenen Modellierung müssen mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Senioren ab 60 Jahren vollständig geimpft sein, damit eine ausgeprägte vierte Welle mit vollen Intensivstationen im Herbst und Winter unwahrscheinlich wird.

Update, 2. September, 18.21 Uhr: Litauen: 70 Prozent aller Erwachsenen gegen Corona geimpft

Mit fast zweimonatiger Verspätung hat Litauen ein von Staatspräsident Gitanas Nauseda ausgerufenes Corona-Impfziel erreicht.

In dem baltischen EU- und Nato-Land haben nun 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten. "Ja, wir haben es geschafft!", schrieb Nauseda am Donnerstag auf Twitter. "Wir sind der Rückkehr zum normalen Leben einen großen Schritt näher gekommen." Es sei stolz und allen Menschen in Litauen dankbar.

Update, 2. September, 18.11 Uhr: Dritte Impfdosen auch in Italien - "Grüner Pass" wird ausgedehnt

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird auch in Italien für gewisse Bevölkerungsgruppen eine dritte Impfdosis angeboten.

Das teilte Ministerpräsident Mario Draghi am Donnerstag nach einer Sitzung seiner Regierung mit. Eine dritte Dosis sollen ab Ende September Personen mit einer schwachen Immunreaktion bekommen, präzisierte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

Italien sieht sich bei den Impfungen auf einem guten Weg, wie Draghi betonte. Am Donnerstag war mehr als 70 Prozent der zu impfenden Bevölkerung über zwölf Jahren durchgeimpft. Für Ende September erwartet die Regierung einen Wert von 80 Prozent, wie Draghi sagte. Vor allem von der jüngeren Bevölkerungsgruppe, die sich fleißig impfen lasse, gehe "ein großes Signal" aus, lobte Speranza.

Update, 2. September, 18.10 Uhr: Sarah Connor sagt Leipziger Konzert wegen Covid-19-Erkrankung ab

Sarah Connor (41) hat wegen einer akuten Covid-19-Erkrankung ein für diesen Freitag in Leipzig geplantes Konzert abgesagt.

Mehr dazu in unserem Artikel: "Sarah Connor hat Corona! Konzert in Leipzig muss ausfallen"

Update, 2. September, 17.17 Uhr: Wunsch von Grundschüler: "Lehrerin endlich ohne Maske sehen"

Unter besonderen Corona-Bedingungen hat in Frankreich am Donnerstag landesweit wieder die Schule nach den Sommerferien begonnen.

Mehr dazu im Artikel: "Maskenpflicht im Unterricht: Schüler hegt rührenden Wunsch"

Emmanuel Macron (M), Staatspräsident von Frankreich, steht in einem Klassenzimmer während eines Besuchs der Bouge-Grundschule im Bezirk Malpasse.
Emmanuel Macron (M), Staatspräsident von Frankreich, steht in einem Klassenzimmer während eines Besuchs der Bouge-Grundschule im Bezirk Malpasse.  © Daniel Cole/AP/dpa

Update, 2. September, 15.56 Uhr: Deutsches Schauspielhaus in Hamburg plant einzelne 2G-Vorstellungen

Das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg plant einzelne Vorstellungen nur für Geimpfte und Genesene von Mitte Oktober an. In Planung seien "Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen!" von Elfriede Jelinek sowie "Kindeswohl" von Ian McEwan, beide in der Regie von Karin Beier, teilte das Haus am Donnerstag mit. Der Vorverkauf beginne am 17. September.

"Ich freue mich, vor allem als Regisseurin, aber natürlich auch als Intendantin, dass wir nun – dank 2G – wieder vor einem vollen Zuschauerraum spielen dürfen", sagte Beier. Es werde aber auch weiterhin 3G-Vorstellungen geben. "Allen Menschen soll ein Theatererlebnis möglich sein."

Update, 2. September, 15.27 Uhr: Dienstverbot für Polizist - an Demo gegen Corona-Politik beteiligt

Gegen einen Polizeibeamten aus Siegen, der sich in Uniform an einer Berliner Demo gegen die Corona-Politik beteiligt haben soll, ist ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden.

Nach dem Vorfall vom Samstag sei der Oberkommissar seiner Dienstgeschäfte enthoben worden, sagte ein Sprecher der Polizeibehörde Siegen am Donnerstag auf Anfrage. Zuvor hatte das Nachrichtenportal t-online berichtet, der Polizist aus Nordrhein-Westfalen habe sich an Protesten der Querdenker-Szene in Berlin beteiligt und dabei ein Sakko mit "Polizei"-Aufschrift und NRW-Landeswappen getragen.

Die Beamten der Berliner Polizei hatten den Oberkommissar dem Bericht zufolge festgenommen, dessen Personalien aufgenommen und ihn dann nach Rücksprache gehen lassen. In der Querdenker-Szene werde der Polizeibeamte aus Siegen bereits als "Held" gefeiert.

Update, 2- September, 14.30 Uhr: Lufthansa erwartet Lockerung für USA-Reisen erst zu Weihnachten

Europäer werden nach Einschätzung der Lufthansa erst um Weihnachten herum wieder in die USA einreisen dürfen.

Eine Lockerung der Einreisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie werde man realistischerweise erst im späten vierten Quartal erwarten können, sagte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister (57) am Donnerstag beim Online-Branchenkongress der Zeitschrift "fvw TravelTalk". Er sei anfangs zu optimistisch gewesen mit der Annahme, dass dies schon im Juli geschehen könne.

Konzernchef Carsten Spohr (54) hatte dann zunächst auf September gesetzt, sich aber zuletzt keine Prognose mehr zugetraut. Nach welcher Logik die USA Einreiseverbote aufrechterhalten, kann Hohmeister nach eigener Darstellung nicht nachvollziehen. Schließlich befinde sich die Impfquote in den USA und in Deutschland auf einem vergleichbarem Niveau.

Europäer werden nach Einschätzung der Lufthansa erst um Weihnachten herum wieder in die USA einreisen dürfen.
Europäer werden nach Einschätzung der Lufthansa erst um Weihnachten herum wieder in die USA einreisen dürfen.  © Silas Stein/dpa

Update, 2. September, 13.30 Uhr: Corona-Infektion in belgischer Königsfamilie

Das belgische Königspaar reduziert wegen einer Corona-Infektion in der royalen Familie vorsorglich seine persönlichen Kontakte. Das teilte der Königspalast am Donnerstag mit.

Alle geplanten Veranstaltungen der Königin und des Königs bis Montag wurden demnach abgesagt oder verschoben. Es war zunächst nicht klar, wer sich in der Königsfamilie mit dem Coronavirus angesteckt hatte.

Update, 2. September, 13.15 Uhr: Norwegen bietet Corona-Impfungen für 12- bis 15-Jährige

Angesichts eines enormen Anstiegs von Corona-Fällen bei Jugendlichen will Norwegen 12- bis 15-Jährigen nun Impfungen anbieten. "Die Situation ist jetzt unberechenbar", sagte Regierungschefin Erna Solberg am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Oslo, wie unter anderem die Zeitung "Verdens Gang" berichtete.

Wegen Infektionen oder Selbstisolation nach Corona-Kontakt müssten viele Schüler dem Unterricht derzeit fernbleiben. Das müsse sich ändern, betonte Solberg. Der Anstieg der Corona-Fälle war in der vergangenen Woche in der Altersgruppe der 13– bis 19-Jährigen am höchsten ist - die Zahl der Neuinfektionen stieg hier um 174 Prozent.

Zugleich kündigte Solberg an, geplante Lockerungen der Corona-Regeln zu verschieben, bis der Anteil der vollständig Geimpften höher ist. Dann sollen aber alle Einschränkungen aufgehoben werden. Bisher haben 57 Prozent der Erwachsenen beide Dosen erhalten.

Update, 2. September, 11.45 Uhr: Deutscher Fußball-Bund startet Impfkampagne gegen Corona

Mit Bundestrainer Hansi Flick und Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer an der Spitze hat der Deutsche Fußball-Bund gemeinsam mit seinen Regional- und Landesverbänden die Impfkampagne "Schiri, ich hab' schon Gelb" gestartet.

"Nur im Team können wir die Corona-Pandemie überstehen - indem jeder für sich und seine Mitmenschen Verantwortung übernimmt. Impfen ist unser sicherster und schnellster Weg zurück zur Normalität. Lasst ihn uns alle gemeinsam gehen", sagte Flick in einer Verbandsmitteilung vom Donnerstag.

Der DFB wolle auf die Bedeutung des Impfens gegen Corona aufmerksam machen. "Es ist ein Thema, das im Fußball Profis und Amateure gleichermaßen angeht. Jede Impfung schützt nicht nur eine Person mehr, sondern auch deren Umfeld und damit unter anderem den Trainings- und Spielbetrieb", hieß es in der Mitteilung.

Update, 2. September, 11.30 Uhr: Virologe Drosten: "Wir müssen unbedingt an der Impfquote arbeiten"

Der Berliner Virologe Christian Drosten (49) hält angesichts des sinkenden Impftempos in Deutschland neue Corona-Beschränkungen für möglich.

"Wir werden gesamtgesellschaftlich die Zahl der Kontakte wieder einschränken müssen. Das ist ganz klar. Die Infektionslast steigt im Herbst", sagte der Forscher der Berliner Charité im Deutschlandfunk. Es müsse unbedingt an der Impfquote gearbeitet werden. Die derzeitige Quote von 61 Prozent vollständig Geimpfter reiche überhaupt nicht.

"Mit dieser Quote können wir nicht in den Herbst gehen", sagte Drosten. Für Kinder unter 12 Jahren empfahl er, die regelmäßigen Corona-Tests in den Schulen beizubehalten.

Der Berliner Virologe Christian Drosten (49) hält angesichts des sinkenden Impftempos in Deutschland neue Corona-Beschränkungen für möglich.
Der Berliner Virologe Christian Drosten (49) hält angesichts des sinkenden Impftempos in Deutschland neue Corona-Beschränkungen für möglich.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 2. September, 11 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel höher als 11.000

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist auf den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie gestiegen. Es seien 11.187 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit.

Der neue Höchststand wurde am Tag nach dem Schulbeginn veröffentlicht - Experten hatten davor gewarnt, dieser könnte das Infektionsgeschehen noch weiter befeuern. Es ist der dritte Tag in Folge mit mehr als 10.000 neuen Fällen in Israel. Die Zahl der Schwerkranken ist gleichzeitig stetig gesunken und liegt etwa bei der Hälfte des Wertes von Januar.

Update, 2. September, 9.40 Uhr: Sachsen-Anhalt weiterhin mit bundesweit niedrigster Inzidenz, Drittimpfungen in Bayern erfolgreich gestartet

Sachsen-Anhalt ist weiterhin das Bundesland mit der niedrigsten Corona-Inzidenz. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen mit 18,9 an und damit etwas höher als am Vortag (16,9).

Landesweit war das Infektionsgeschehen im Landkreis Wittenberg mit 41,1 erneut am höchsten. Im einstelligen Bereich waren der Altmarkkreis Salzwedel (9,7) und die Stadt Dessau-Roßlau (7,6).

In Bayern sind derweil die Corona-Drittimpfungen für bestimmte Gruppen aus Sicht von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) erfolgreich angelaufen.

"Es gab bereits rund 2900 Auffrischungsimpfungen in Bayern", sagte Holetschek am Donnerstag in München laut einer Mitteilung. Knapp 1960 Menschen wurden demnach bisher in Impfzentren geimpft, etwa 930 in Arztpraxen. Holetschek nannte die Resonanz "sehr erfreulich".

Update, 2. September, 6.05 Uhr: Australien: Victoria mit höchster Corona-Fallzahl seit einem Jahr

Der australische Bundesstaat Victoria mit der Metropole Melbourne kämpft trotz eines seit einem Monat geltenden strikten Corona-Lockdowns weiter gegen die Ausbreitung der Delta-Variante.

Am Donnerstag meldeten die Behörden 176 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden - so viele, wie seit einem Jahr nicht mehr. Die meisten Fälle wurden rund um die Millionenstadt Melbourne verzeichnet.

Die Regionalregierung hat den strikten Lockdown bis mindestens 23. September verlängert. Dann sollen 70 Prozent der 6,6 Millionen Einwohner mindestens eine Impfdosis erhalten haben. In weiten Teilen der Region würden die Beschränkungen aber wahrscheinlich bis Oktober bestehen bleiben, sagte Regionalpremierminister Daniel Andrews. Es ist bereits der sechste Lockdown in Victoria.

Unternehmer kritisierten die Behörden, weil sie keine klare Strategie für ein Ende der Beschränkungen vorlegten. "Wir brauchen einen Plan, um da rauszukommen, und wir brauchen ihn schnell", sagte der Chef der Handelskammer, Paul Guerra.

Update, 2. September, 5.10 Uhr: Kassenärzte-Chef erwartet Ende der Corona-Pandemie im Frühjahr

Kassenärzte-Chef Andreas Gassen (59) rechnet mit einem Ende der Corona-Pandemie in einem halben bis Dreivierteljahr.

"Ich gehe davon aus, dass im Frühjahr 2022 Schluss sein wird mit Corona", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnerstag). "Bis dahin wird die Impfquote noch einmal etwas höher liegen, vor allem nimmt aber auch die Zahl der Genesenen mit Antikörpern zu. Einschränkungen werden dann wohl gänzlich unnötig werden."

Der Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) rechnet ab 2022 mit Impfstoffen auch für Säuglinge. "Wir gehen fest davon aus, dass es ab kommendem Jahr Impfstoffe für alle Altersklassen geben wird, sogar zugelassen bis hin zu Neugeborenen", sagte der Kinderarzt Florian Hoffmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag). Aktuell liefen verschiedene Studien von BioNTech und Moderna, zum Teil sogar mit Säuglingen. Einen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren erwarte er bereits Ende dieses Jahres, so Hoffmann. Diese Gruppe werde voraussichtlich eine reduzierte Impfstoffdosis bekommen.

Kassenärzte-Chef Andreas Gassen (59) rechnet mit einem Ende der Corona-Pandemie in einem halben bis Dreivierteljahr.
Kassenärzte-Chef Andreas Gassen (59) rechnet mit einem Ende der Corona-Pandemie in einem halben bis Dreivierteljahr.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 2. September, 3 Uhr: Ärztepräsident kritisiert Auffrischimpfungen ohne Stiko-Empfehlung

Ärztepräsident Klaus Reinhardt (61) hat kritisiert, dass viele Bundesländer auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) mit Corona-Auffrischungsimpfungen begonnen haben.

Sie werden zunächst Senioren und Immungeschwächten angeboten. Zwar spreche theoretisch einiges dafür, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstag). "Nach bisherigem Kenntnisstand und Auffassung namhafter Experten ist sie aber für die meisten Geimpften nicht sofort nötig." Insgesamt fehlten noch aussagekräftige Studien, ob, wann und für wen eine sogenannte Boosterimpfung nötig sei.

"Da ist also von der Politik eine Erwartungshaltung bei den Patienten geschürt worden, die viele Ärztinnen und Ärzte ohne eine wissenschaftlich fundierte Impfempfehlung nicht bedienen wollen", sagte Reinhardt. Er nannte das Vorgehen einen Fehler von Bund und Ländern.

Mehrere Bundesländer haben damit begonnen, Pflegebedürftigen, über 80-Jährigen und Menschen mit Immunschwäche die dritte Impfung anzubieten, wenn die letzte mindestens sechs Monate zurückliegt. Die Stiko plant eine Empfehlung zeitnah, wie ihr Chef Thomas Mertens (71) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur gesagt hatte.

Update, 1. September, 23 Uhr: Festnahmen und Verletzte bei Corona-Protesten in der Slowakei

Mehrere Tausend Menschen haben am Mittwoch in den beiden größten Städten der Slowakei gegen die Corona-Politik der Regierung demonstriert.

In der Hauptstadt Bratislava besetzten vor allem rechtsextreme Impfgegner mehrere Stunden lang einen zentralen Verkehrsknoten. Erst am Abend löste die Polizei diese Straßenblockade auf und setzte dabei nach Medienberichten auch Tränengas und Gummiknüppel ein. Wasserwerfer wurden zwar aufgefahren, aber nicht eingesetzt. Mindestens drei Demonstranten wurden bei Auseinandersetzungen mit der Polizei verletzt, vier andere festgenommen.

In der zweitgrößten Stadt Kosice, im Osten des Landes, nahm die Polizei zwei Personen vorübergehend fest, meldete aber keine Verletzten.

Update, 1. September, 20.47 Uhr: Kurz vor Anpfiff: Schweizer Xhaka positiv auf Coronavirus getestet

Der Schweizer Nationalmannschaftskapitän Granit Xhaka ist kurz dem Anpfiff des Testspiels gegen Griechenland positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Das teilte der Schweizer Verband am Mittwochabend mit. "Bei Xhaka wurden am Morgen des Spiels Symptome festgestellt, worauf er umgehend in seinem Zimmer isoliert wurde", teilte der SFV mit. Ein Schnelltest beim 28-Jährigen war zunächst negativ ausgefallen, "der anschließend sicherheitshalber vorgenommene PCR-Test lieferte am Abend ein positives Resultat zutage", hieß es.

Update, 1. September, 19 Uhr: Dritte Corona-Impfung für Schwerkranke in Großbritannien

In Großbritannien können etwa eine halbe Million Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem eine dritte Corona-Impfung erhalten.

"Wir wissen, dass Menschen mit bestimmten Erkrankungen, die sie besonders anfällig für Covid-19 machen, durch zwei Impfdosen möglicherweise weniger Schutz gegen das Virus erhalten haben", sagte Gesundheitsminister Sajid Javid am Mittwoch. Eine dritte Dosis solle dazu beitragen, ihren Schutz zu verstärken.

Dabei geht es um Menschen, die etwa an Leukämie oder HIV erkrankt sind oder eine Organtransplantation hatten. Sie müssen mindestens zwölf Jahre alt sein und die zweite Impfung muss mindestens acht Wochen zurückliegen.

Update, 1. September, 18.13 Uhr: WHO listet neue Corona-Variante "von Interesse"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine neue Coronavirus-Variante als "Variante von Interesse" eingestuft.

Mehr dazu in unserem Artikel: "Impfung wirkungslos? WHO in Sorge um neue Corona-Variante 'Mu'"

Update, 1. September, 17.41 Uhr: Schottland will Impfpflicht für Discos und Großveranstaltungen

In Schottland soll künftig der Zutritt zu Nachtclubs und Großveranstaltungen nur noch mit dem Nachweis einer Corona-Impfung möglich sein. Entsprechende Pläne soll das Parlament des britischen Landesteils in der kommenden Woche absegnen, wie Regierungschefin Nicola Sturgeon am Mittwoch in Edinburgh sagte.

Demnach sollen die Impfpässe für Discos ebenso Pflicht werden wie für unbestuhlte Events in geschlossenen Räumen mit mehr als 500 Teilnehmern, Freiluftveranstaltungen ohne Sitzplätze mit mehr als 4000 Zuschauern und grundsätzlich für alle Veranstaltungen mit mehr als 10.000 Menschen.

Viele der betroffenen Veranstaltungen und Orte seien wichtig für die Wirtschaft sowie das kulturelle Leben oder die Gesellschaft, sagte Sturgeon. "Deshalb wollen wir ihnen ermöglichen, unter sicheren Bedingungen geöffnet zu bleiben. Aber es sind keine lebensnotwendigen Dienste."

Update, 1. September, 15 Uhr: WHO-Frühwarnzentrum für Pandemien in Berlin eingeweiht

Zur besseren Vorbereitung auf künftige Pandemien hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Berlin ein Pandemiefrühwarnzentrum geschaffen. Das Zentrum wurde am Mittwoch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus eingeweiht.

Es soll Milliarden Daten über Tiergesundheit, Krankheiten, Bevölkerungsbewegungen Klimawandelfolgen und vieles mehr verarbeiten. Darin sollen Muster frühzeitig erkannt und anhand von Computermodellen Bedrohungsszenarien erstellt werden.

Ziel ist es, bei einer neuen Pandemie viel früher als bei Corona Maßnahmen umzusetzen, damit ein Erreger sich möglichst nicht auf der ganzen Welt verbreitet. Erster Direktor ist der in Deutschland geborene nigerianische Epidemiologe Chikwe Ihekweazu, der zurzeit die Gesundheitsbehörde Nigerias leitet. Das Zentrum startet auf dem Gelände der Charité, einem der Gründungspartner, und soll künftig einen eigenen Campus in Kreuzberg erhalten, wie die WHO mitteilte.

Update, 1. September, 14.03 Uhr: Schmidt Theater führen ab 5. Oktober 2G-Modell ein

Theater nur noch für Geimpfte und Genesene: Die Hamburger Schmidt Theater setzen vom 5. Oktober an auf das so genannte 2G-Modell.

"Unsere Erfahrungen der letzten Wochen zeigen, dass schon jetzt 95 Prozent unserer Theatergäste vollständig geimpft bzw. genesen sind", teilte das Theater am Mittwoch auf seiner Homepage mit. Auch für die Umstellung auf das 2G-Konzept bestehe bei den Besuchern und Besucherinnen eine breite Akzeptanz. "Darum haben wir uns entschieden, das 2G-Modell in unseren Häusern einzuführen." Um allen die Möglichkeit zu geben, sich noch impfen zu lassen, gelte diese Regel jedoch erst ab dem 5. Oktober.

"Wir finden es richtig, dass Geimpfte und Genesene ihre vollen Rechte zurückerhalten – und uns wird dadurch ermöglicht, unsere Säle endlich wieder voll zu besetzen", hieß es zur Begründung.

Gäste der Geburtstagsparty sitzen vor dem Schmidt Theater. Ab dem 5. Oktober 2021 dürfen nur noch Geimpfte und Genesene das Theater besuchen.
Gäste der Geburtstagsparty sitzen vor dem Schmidt Theater. Ab dem 5. Oktober 2021 dürfen nur noch Geimpfte und Genesene das Theater besuchen.  © Georg Wendt/dpa

Update, 1. September, 13.42 Uhr: Schweiz verzichtet zunächst auf schärfere Corona-Schutzmaßnahmen

Trotz hoher Corona-Neuinfektionszahlen will die Schweizer Regierung die Schutzmaßnahmen vorerst nicht verschärfen.

"Die Zahl der Spitaleinweisungen von Corona-Patientinnen und -Patienten ist weiterhin hoch, hat in der letzten Woche aber nicht mehr zugenommen", teilte die Regierung am Mittwoch mit.

Es zeichne sich eine Stabilisierung der Infektionszahlen ab. Zudem ließen sich wieder mehr Menschen impfen. Deshalb werde von einer Verschärfung vorerst abgesehen.

Update, 1. September, 13.41 Uhr: Athen besteht auf Impfpflicht im Gesundheitssektor - Proteste

In Griechenland ist am Mittwoch die verpflichtende Frist für Krankenhauspersonal, sich gegen Corona impfen zu lassen, abgelaufen.

Athen hatte dies gesetzlich festgelegt. Wer die Impfung weiterhin verweigert, könnte vom Dienst suspendiert werden und keinen Lohn bekommen.

"Das Gesetz wird Anwendung finden", sagte der Gesundheitsminister Thanos Plevris im Staatsfernsehen.

Einige Dutzend Gegner demonstrierten vor den Eingängen von Krankenhäusern in Athen und Thessaloniki, wie das Fernsehen zeigte. "Keine Impfpflicht", skandierten sie.

Update, 1. September, 12.30 Uhr: In Ungarn beginnt das Schuljahr ohne Corona-Beschränkungen

In Ungarn hat am Mittwoch das neue Schuljahr ohne Corona-Beschränkungen begonnen.

Nach einem Erlass des zuständigen Ministers Miklos Kasler (71) besteht in den Schulgebäuden keine Maskenpflicht mehr. Es müssen keine Abstände mehr eingehalten und die Kinder auch nicht auf das Coronavirus getestet werden.

Einzelne Schulen können allerdings nach eigenem Ermessen eigene Regeln aufstellen, berichteten Medien in Budapest.

Update, 1. September, 12.28 Uhr: Söder verteidigt neue Corona-Strategie - "Haben trotzdem Firewall"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat den Kurswechsel in der Corona-Politik des Freistaats verteidigt.

Angesichts der hohen Impfquote könne man nicht mehr stur an alten Konzepten festhalten, sagte Söder am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Landtag.

Die neue Strategie bedeute nun eine richtige Balance aus mehr Freiheit und Eigenverantwortung – aber auch weiter Schutz und Sicherheit.

"Wir haben trotzdem eine Firewall gegen Corona." Einen neuen Lockdown schloss Söder erneut aus. "Es braucht keinen Lockdown mehr und es wird auch keinen Lockdown mehr geben."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU).
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU).  © Peter Kneffel/dpa

Update, 1. September, 11.35 Uhr: In der Hälfte der 16 Länder mindestens 60 Prozent voll geimpft

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sind jetzt in der Hälfte der 16 Bundesländer mindestens 60 Prozent der Einwohner vollständig geimpft.

Nach Spitzenreiter Bremen mit nun 70,7 Prozent haben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums vom Mittwoch auch das Saarland, Schleswig-Holstein, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Berlin die Marke von 60 Prozent vollständig geimpften Einwohnern überschritten.

Bundesweit sind es 50,4 Millionen Menschen oder 60,6 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Update, 1. September, 11.34 Uhr: Umfrage: 56 Prozent für Inforecht der Arbeitgeber zur Coronaimpfung

Die meisten Menschen in Deutschland sind dafür, dass Arbeitgeber wissen dürfen, ob ihre Mitarbeiter gegen das Coronavirus geimpft sind.

56 Prozent der Deutschen teilen diese Meinung, 19 Prozent sind dagegen, wie eine Umfrage des Instituts YouGov ergab, deren Ergebnisse der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegen.

18 Prozent sagen, dass dies auf die Arbeitssituation ankomme. 7 Prozent machen keine Angabe.

Update, 1. September, 11.33 Uhr: Eltern ungetesteter Schüler droht Bußgeld zwischen 60 und 250 Euro

In der Corona-Pandemie droht Thüringer Eltern, deren Kinder ungetestet in die Schule kommen, künftig ein Bußgeld zwischen 60 und 250 Euro.

Das gilt nicht für Eltern geimpfter oder genesener Kinder und Jugendlicher, wie Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Mittwoch in Erfurt mitteilte.

Geplant ist demnach, dass das Vergehen als Ordnungswidrigkeit eingestuft wird.

Update, 1. September, 11.32 Uhr: Neues Schuljahr beginnt in Tschechien mit Corona-Tests

Mit Tests auf das Coronavirus hat in Tschechien das neue Schuljahr begonnen.

Rund 1,4 Millionen Schüler kehrten am Mittwoch in die Klassenzimmer zurück.

Wer nicht geimpft oder genesen ist, wird dreimal getestet - am ersten oder zweiten Schultag sowie am 6. und 9. September.

Update, 1. September, 11.10 Uhr: Kabinett verlängert Corona-Arbeitsschutzverordnung

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die Corona-Arbeitsschutzverordnung für Unternehmen und ihre Beschäftigten verlängert.

Die Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD) wird an die Dauer der epidemischen Lage gekoppelt und somit bis einschließlich 24. November 2021 verlängert, wie das Bundesarbeitsministerium in Berlin mitteilte.

Neu gilt ab 10. September eine Verpflichtung der Arbeitgeber, Beschäftigte über die Risiken einer Covid-19 Erkrankung und Impfmöglichkeiten zu informieren, Beschäftigte zur Wahrnehmung von Impfangeboten freizustellen und die Betriebsärzte bei betrieblichen Impfangeboten zu unterstützen.

Ansonsten gelten bestehende Regeln fort, etwa die Pflicht zu betrieblichen Hygieneplänen und zum Angebot von Schnell- oder Selbsttests mindestens zweimal pro Woche.

Update, 1. September, 10.31 Uhr: Heil: Generelles Auskunftsrecht zum Impfstatus wird es nicht geben

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (48) hat sich gegen eine Impfstatusabfrage von Arbeitgebern unter Beschäftigten ausgesprochen.

"Ein generelles Auskunftsrecht des Arbeitgebers wird es nicht geben können, das Arbeitsrecht gibt das nicht her", sagte der SPD-Politiker im ARD-Morgenmagazin.

Es sei zwar weiter wichtig, dass die Arbeitswelt nicht zum Infektionsherd werde. "Was nicht geht, ist, dass wir sehr persönliche Daten über den Gesundheitsstatus allen zugänglich machen."

Gleichzeitig sprach sich Heil aber für pragmatische Lösungen aus. So sei es etwa möglich, über das Infektionsschutzrecht an besonders sensiblen Arbeitsplätzen wie Krankenhäusern oder Altenheimen eine Art 3G-Regel aufzustellen - also von Arbeitnehmern den Nachweise zu verlangen, dass sie entweder genesen, geimpft oder getestet sind.

Hubertus Heil (48, SPD), Bundesarbeitsminister.
Hubertus Heil (48, SPD), Bundesarbeitsminister.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 1. September, 10.28 Uhr: Schulstart in England - Lehrer fordern Wiedereinführung von Masken

Zum Schulstart in England haben Lehrer und Wissenschaftler eine Wiedereinführung der Maskenpflicht an Schulen gefordert.

"Warum geben wir Maßnahmen auf, die in einer ungeimpften Altersgruppe, in einem überfüllten Gebäude zu einer dramatischen Reduzierung der Übertragung geführt hätten", fragte Mary Bousted, Chefin der Lehrergewerkschaft National Education Union, in der Zeitung Daily Mirror.

Schülerinnen und Schüler hätten sich an Masken gewöhnt, die ein einfaches Mittel im Kampf gegen das Coronavirus seien.

Zum Schulstart in England haben Lehrer und Wissenschaftler eine Wiedereinführung der Maskenpflicht an Schulen gefordert.
Zum Schulstart in England haben Lehrer und Wissenschaftler eine Wiedereinführung der Maskenpflicht an Schulen gefordert.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 1. September, 8.23 Uhr: Schule beginnt in Israel erneut unter Corona-Bedingungen

In Israel hat das Schuljahr zum zweiten Mal in Folge unter Corona-Bedingungen begonnen.

Für rund 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche öffneten am Mittwoch nach Medienberichten wieder Schulen und Kindergärten. Dabei gilt Maskenpflicht.

Update, 1. September, 6.20 Uhr: Umfrage: Deutsche bei Corona-Hygiene strenger als Österreicher

Deutsche und Österreicher haben laut einer Umfrage unterschiedliche Hygiene-Vorstellungen in Corona-Zeiten.

64 Prozent der Deutschen sähen es gern, wenn Kellner und andere Beschäftigte im Gastgewerbe einen Mund-Nasen-Schutz trügen. Unter den Österreichern seien es nur 41 Prozent, geht aus der Umfrage des Marktforschungsunternehmens Appinio im Auftrag des österreichischen Hygiene-Unternehmens Hagleitner hervor.

Auch beim Verhalten der Gäste seien die Deutschen deutlich strenger. 56 Prozent erwarteten das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Verlassen des Platzes. Ähnlich würden nur 36 Prozent der Österreicher denken, teilte das Unternehmen am Mittwoch weiter mit.

Deutsche und Österreicher haben laut einer Umfrage unterschiedliche Hygiene-Vorstellungen in Corona-Zeiten.
Deutsche und Österreicher haben laut einer Umfrage unterschiedliche Hygiene-Vorstellungen in Corona-Zeiten.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 1. September, 5.42 Uhr: Thailand: Auch Hua Hin plant Tourismus-Neustart - Lockdown gelockert

Dank langsam sinkender Corona-Zahlen in Thailand planen weitere Regionen in dem beliebten Urlaubsland einen Neustart des internationalen Tourismus.

Nach den größten Inseln Phuket und Ko Samui will der berühmte Badeort Hua Hin auf dem Festland voraussichtlich ab dem 1. Oktober wieder Touristen empfangen.

Sofern sie vollständig geimpft sind, dürfen Feriengäste dann quarantänefrei in dem 200 Kilometer südlich von Bangkok gelegenen Ort ausspannen.

Update, 1. September, 5.12 Uhr: Australien: "Delta-Variante macht Null-Covid-Strategie unmöglich"

Trotz eines seit mehr als zwei Monaten geltenden Lockdowns haben die Behörden im australischen Bundesstaat New South Wales erneut mehr als 1100 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet.

Die Regierung in der Region mit der Millionenstadt Sydney gestand am Mittwoch ein, dass die Null-Covid-Strategie, die das Land lange verfolgt hatte, gescheitert sei.

"Es ist unmöglich, die Delta-Variante zu eliminieren", sagte Regional-Premierministerin Gladys Berejiklian (50).

Update, 1. September, 4.19 Uhr: RKI registriert 13.531 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 75,7

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen ist wieder leicht angestiegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen lag sie bei 75,7 - am Vortag war der Wert seit längerer Zeit mal wieder gesunken und lag bei 74,8.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13.531 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.561 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 23 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 39 Todesfälle.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.956.387 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Hospitalisierungs-Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Aufnahmen von Covid-19-Patienten in stationäre Behandlung je 100.000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet wurden. Am Dienstag gab das RKI den seit Wochen langsam steigenden Wert im Lagebericht mit 1,75 an. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwochmorgen mit 3.744.600 an.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.223.

Update, 1. September, 3 Uhr: Italien: Weitere Corona-Regeln für Reisende

In Italien gelten ab diesem Mittwoch verschärfte Corona-Regeln.

Wer mit Langstreckenbussen oder im Bahnverkehr mit Hochgeschwindigkeits- sowie Intercity-Zügen reist, braucht einen Nachweis, dass er gegen Covid-19 geimpft, negativ getestet oder genesen ist.

Diese Nachweise werden in Italien auch als Green Pass (Grüner Pass) bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein digitales oder ausdruckbares Zertifikat.

Für den öffentlichen Nahverkehr sind sie nicht nötig.

Update, 1. September, 1.01 Uhr: Justizministerin: Auskunftspflicht über Impfstatus nur als Ausnahme

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (56) hält ein Recht des Arbeitgebers auf Auskunft über den Impfstatus seiner Beschäftigten nur in Ausnahmefällen für vertretbar.

"Gesundheitsdaten von Beschäftigten sind besonders sensibel, dazu gehört auch die Frage einer Impfung gegen das Coronavirus", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwoch).

Ein Auskunftsrecht sei nur in bestimmten Fällen vorstellbar, "in denen es um besondere Gefährdungssituationen geht".

Christine Lambrecht (56, SPD), Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz.
Christine Lambrecht (56, SPD), Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 1. September, 1 Uhr: Kassenärzte fordern Stiko-Empfehlung zur dritten Corona-Impfung

Die Kassenärzte fordern eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus.

"Die Stiko hat die Daten, um für bestimmte Gruppen eine Empfehlung für eine Drittimpfung auszugeben", sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

"Die Stiko wäre für solche Vorgaben die richtige Institution. Dort sitzen die Fachleute, die tatsächlich Ahnung vom Impfen haben."

Es gehe darum, diejenigen zuerst durch eine dritte Dosis schützen, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben.

Update, 31. August, 22.28 Uhr: Kiss sagen weitere Konzerte ab - auch Gene Simmons Corona-positiv

Nach Kiss-Frontmann Paul Stanley (69) ist nun auch der Bassist der Hardrock-Band, Gene Simmons, positiv auf Corona getestet worden. Der 72-jährige Simmons habe leichte Krankheitssymptome, teilte die US-Band am Dienstag auf Instagram mit. Bis zum 5. September werden nun vier geplante Konzerte in den USA abgesagt.

Die Band und die Crewmitglieder werden sich zehn Tage in ihrem eigenen Umfeld isolieren, wie es weiter hieß. Danach wollten sie ihre "End Of The Road"-Tour in Kalifornien fortsetzen.

Vorige Woche hatte Kiss wegen eines positiven Corona-Tests bei Frontmann Paul Stanley ein Konzert im US-Staat Pennsylvania kurzfristig abgesagt. Alle Bandmitglieder und die Crew seien vollständig geimpft und hätten Hygieneregeln befolgt, teilte die Band mit. Der 69-jährige Sänger schrieb am Dienstag auf Twitter, er habe nur "leichte" Beschwerden gehabt, verglichen mit vielen anderen Covid-Kranken, aber es habe ihn ganz schön fertig gemacht. "Nun ist es überstanden", so Stanley.

Update, 31. August, 18.46 Uhr: Irland kündigt weitere Corona-Lockerungen an

In Irland sollen am 22. Oktober fast alle verbleibenden Corona-Maßnahmen aufgehoben werden. Voraussetzung ist, dass bis dahin 90 Prozent der Erwachsenen vollständig gegen das Virus geimpft sind und die Zahl der Neuinfektionen stabil bleibt.

Das beschloss das Kabinett des EU-Mitgliedstaates am Dienstag in Dublin, wie der Sender RTÉ und die Zeitung "Irish Times" berichteten. Allerdings bleibt die Maskenpflicht in Gesundheitseinrichtungen sowie in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr bestehen. Bereits vom 6. September an sind mehr Teilnehmer bei Veranstaltungen erlaubt. Ansonsten gibt es Unterschiede je nach Impfstatus der Teilnehmer.

Update, 31. August, 17.56 Uhr: Auch Berlin schließt Impfzentren

Auch in Berlin war es für zwei der Impfzentren der letzte Tag: Für Dienstagabend waren die letzten Impfungen im Zentrum in der Arena in Treptow und in dem im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding vorgesehen.

Das Impfzentrum in der Arena war das erste und größte, das in der Stadt eröffnet wurde. In den mehr als acht Monaten hat es dort nach Angaben des Landesverbands des Deutschen Roten Kreuzes rund 600.000 Impfungen gegeben. Zwei weitere Impfzentren in der Stadt sind bereits geschlossen worden, die zwei übrigen bleiben voraussichtlich bis Ende des Jahres in Betrieb.

Update, 31. August, 17.53 Uhr: Deutschlands größtes Impfzentrum schließt

Deutschlands größtes Impfzentrum hat an seinem letzten Tag noch einmal regen Zulauf gehabt. Bis Dienstagnachmittag kamen rund 3200 Menschen zu der Einrichtung in den Hamburger Messehallen, wie der Ärztliche Leiter Dirk Heinrich der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Bis zur endgültigen Schließung um 20 Uhr wurden insgesamt rund 6000 Frauen und Männer erwartet, wobei der Großteil eine Zweitimpfung von Biontech erhalten sollte. Kurzentschlossene konnten sich auch eine Einmalimpfung mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson geben lassen. Seit der Eröffnung wurden nach Angaben der Sozialbehörde gut 1,16 Millionen Impfungen verabreicht.

Neben dem Impfzentrum wird unter anderem in Kliniken, Arztpraxen, Unternehmen und Schulen geimpft. Darüber hinaus soll es Sonder-Impfaktionen etwa in Kirchengemeinden, Bürgerhäusern, Einkaufszentren und bei Fußballspielen geben.

Der Eingangsbereich des Hamburger Corona-Impfzentrums in der Messehalle A3.
Der Eingangsbereich des Hamburger Corona-Impfzentrums in der Messehalle A3.  © Markus Scholz/dpa

Update, 31. August, 17.51 Uhr: WHO-Frühwarnzentrum für Pandemien wird in Berlin eröffnet

Bundeskanzlerin Angela Merkel (67, CDU) eröffnet an diesem Mittwoch in Berlin das neue Pandemiefrühwarnzentrum der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Berlin. Dort sollen künftig die Fäden aus aller Welt zusammenlaufen, um Bedrohungen wie durch das Coronavirus so früh wie möglich zu erkennen, damit Regierungen schnellstens reagieren können.

Das Zentrum will Unmengen von Daten etwa zur Tiergesundheit, verdächtigen Krankheiten, Klimawandelfolgen oder Bevölkerungsverschiebungen mithilfe künstlicher Intelligenz analysieren. Das soll Signale für mögliche Bedrohungslagen liefern. Es ist dabei auf die freiwillige Zulieferung solcher Daten durch Regierungen, Labore und Institute aus aller Welt angewiesen.

Update, 31. August, 17.42 Uhr: Silvesterparty am Brandenburger Tor soll stattfinden

Bei der traditionellen Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin soll nach einem Jahr Corona-Zwangspause wieder Live-Publikum mitfeiern können. Auch ein Feuerwerk sei wieder geplant, teilte der Veranstalter am Dienstag mit.

Wie viele Leute kommen können, steht noch nicht fest und hängt von den Auflagen Ende des Jahres ab. Die Party am Brandenburger Tor ist mit Hunderttausenden Menschen in normalen Jahre die größte Silvesterfeier in Deutschland. Silvester 2020 sendete das ZDF wegen der Pandemie eine Show ohne Zuschauer vom Brandenburger Tor. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Silvesterparty am Brandenburger Tor soll wieder stattfinden, erster Künstler bestätigt Teilnahme".

Mit einem Feuerwerk wurde das neue Jahr bei der ZDF-Silvestershow "Willkommen 2021" am Brandenburger Tor begrüßt. Deutschlands größte Silvesterparty in Berlin soll in diesem Jahr wieder mit Publikum stattfinden.
Mit einem Feuerwerk wurde das neue Jahr bei der ZDF-Silvestershow "Willkommen 2021" am Brandenburger Tor begrüßt. Deutschlands größte Silvesterparty in Berlin soll in diesem Jahr wieder mit Publikum stattfinden.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 31. August, 17.10 Uhr: Umstellung auf 2G: Wolfsburg ändert Zugangsregeln fürs Stadion

Der VfL Wolfsburg will in Zukunft hauptsächlich gegen das Coronavirus geimpfte und von einer Covid-19-Erkrankung genesene Menschen ins Stadion lassen. Die sogenannte 2G-Regel gelte ab dem 2. September, wie der Fußball-Bundesligist am Dienstag bekanntgab.

Der Club folge damit der dringenden Empfehlung der Stadt Wolfsburg und des dortigen Gesundheitsamtes. "Mit der Umstellung auf 2G soll ein weiterer Beitrag zur Verbesserung des Infektionsschutzes geleistet werden", heißt es in einer Mitteilung des Tabellenführers. Ausgenommen von der Regel sind Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von einschließlich 18 Jahren. In der Bundesliga setzt der 1. FC Köln auf eine ähnliche Regelung. Beim VfL gilt das Vorgehen auch für das kleinere AOK Stadion, in dem das Frauen-Bundesligateam des Vereins spielt.

Update, 31. August, 17.04 Uhr: Berlin bekommt eine neue Corona-Warnampel

Die Berliner Corona-Warnampel berücksichtigt künftig, wie viele Menschen nach einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das beschloss der Senat am Dienstag. Es sei darum gegangen, die Ampel weiterzuentwickeln, die Berlin schon im Mai 2020 eingeführt habe, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (54, SPD). Nach dem Beschluss des Senats soll es bei drei Indikatoren bleiben.

Der neue Indikator tritt an die Stelle des R-Werts, der anzeigt, wie viele andere ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Wie bisher werden auch die prozentuale Bettenauslastung durch Covid-Patienten auf Intensivstationen und die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz berücksichtigt. "Wir verstehen rote und gelbe Linien als Warnsignale. Es gibt aber keinen Automatismus", sagte Kalayci. "Im gelben Bereich sind wir aufmerksamer, im roten Bereich gibt es Handlungsbedarf." Dann müsse der Senat beispielsweise beraten, ob Lockerungen von Corona-Maßnahmen zurückgenommen werden sollten.

Der Senat beschloss außerdem, dass Berliner Kinder und Jugendliche nur noch fünf statt 14 Tage in Quarantäne müssen, wenn sie engen Kontakt mit positiv getesteten Mitschülern hatten. Das Gleiche gelte für Kitakinder, erläuterte Dilek Kalayci (54, SPD), Gesundheitssenatorin von Berlin.
Der Senat beschloss außerdem, dass Berliner Kinder und Jugendliche nur noch fünf statt 14 Tage in Quarantäne müssen, wenn sie engen Kontakt mit positiv getesteten Mitschülern hatten. Das Gleiche gelte für Kitakinder, erläuterte Dilek Kalayci (54, SPD), Gesundheitssenatorin von Berlin.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 31. August, 16.28 Uhr: US-Behörden stufen Deutschland wegen Corona hoch

Die USA sehen in Deutschland eine erhöhte Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus - Reisende sollten ihre Pläne daher überdenken.

Die US-Behörden stufen Deutschland jetzt in ihrer zweithöchsten Gefahrenkategorie 3 ein. "Reconsider Travel" - Reise überdenken - steht online in einem orangenen Balken über den Informationen zu Deutschland. Zuvor galt lediglich, erhöhte Vorsicht walten zu lassen. Das Außenministerium schreibt in seinen Reisehinweisen für Deutschland außerdem, dass das Risiko einer Covid-19-Infektion bei vollständiger Impfung geringer sein könne.

Die EU empfiehlt seit Montag wieder strengere Einreiseregeln für Menschen aus den USA. Für Reisende aus den USA nach Deutschland haben diese Änderungen allerdings keine Konsequenzen. Die Bundesrepublik stuft die USA bereits seit einiger Zeit als Hochrisikogebiete ein.

Update, 31. August, 16.24 Uhr: Nach Corona-Fällen im Tropical Island: Tausende Kontaktverfolgungen

Nach fünf bestätigten Corona-Infektionen im Anschluss an einen Besuch in der Urlaubswelt Tropical Islands in Krausnick (Brandenburg) müssen rund 10.000 Kontaktverfolgungen durchgeführt werden.

Erste Ergebnisse werde es nicht vor Ende dieser Woche geben und auch nur dann, wenn es positive Corona-Fälle gebe. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Nach Corona-Alarm im Tropical Island: 10.000 Kontakt-Verfolgungen nötig".

Nach dem Corona-Alarm im Erlebnisbad Tropical Island müssen rund 10.000 Kontaktverfolgungen durchgeführt werden.
Nach dem Corona-Alarm im Erlebnisbad Tropical Island müssen rund 10.000 Kontaktverfolgungen durchgeführt werden.  © Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 31. August, 15.53 Uhr: Spahn hält 2G-Modell für diskussionswürdig

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hält das in Hamburg eingeführte 2G-Optionsmodell für Geimpfte und Genesene für durchaus diskussionswürdig.

Bund und Länder hätten sich zwar auf das 3G-Modell, also die gleiche Behandlung von Geimpften, Genesenen und Getesteten verständigt, sagte Spahn im "Abendblatt"-Podcast "Entscheider treffen Haider". "Ich finde aber den Ansatz des Hamburger Senats auch nicht so unklug, zu sagen: 3G gilt grundsätzlich, aber bei 2G kann man auf bestimmte Schutzmaßnahmen verzichten."

Für Geimpfte und Genesene werde es im weiteren Verlauf der Pandemie keine Kontaktbeschränkungen mehr geben, sagte Spahn.

"Wir haben schon viel Normalität und Alltag zurück, auch wenn Hamburg noch relativ strenge Regeln hat. Das, was wir in den ersten drei Wellen erlebt haben, wird es so nicht noch einmal geben", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU).
"Wir haben schon viel Normalität und Alltag zurück, auch wenn Hamburg noch relativ strenge Regeln hat. Das, was wir in den ersten drei Wellen erlebt haben, wird es so nicht noch einmal geben", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU).  © Christoph Soeder/dpa

Update, 31. August, 15.45 Uhr: Tui-Reisebüros ab Oktober wieder in Kurzarbeit

Der weltgrößte Reisekonzern Tui plant von Oktober an Kurzarbeit in seinen Reisebüros. Zusammen mit dem Gesamtbetriebsrat sei man übereingekommen, dass die Arbeitszeit um zehn bis 30 Prozent gekürzt werde, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten dann zwischen 70 und 90 Prozent, das hänge auch vom Standort der Filiale ab. Deutschlandweit sind alle 400 eigenen Büros betroffen.

Eine zeitliche Begrenzung gebe es erstmal nicht. Wie viele Mitarbeiter betroffen sind, wollte Tui nicht bekanntgeben. Von Beginn der Corona-Pandemie an im März vergangenen Jahres bis zum Jahresbeginn 2021 waren die Beschäftigten schon einmal in Kurzarbeit.

Um die Reisebüros in diesem schwierigen Geschäftsjahr zu unterstützen, verzichtet Tui nach eigenen Angaben für 2020/2021 auf eine etwaige Provisionsrückbelastung in der Abrechnung im Dezember 2021.

Die Mitarbeiter der Tui-Reisebüros gehen wieder in Kurzarbeit. In Deutschland sind alle 400 eigenen Büros betroffen.
Die Mitarbeiter der Tui-Reisebüros gehen wieder in Kurzarbeit. In Deutschland sind alle 400 eigenen Büros betroffen.  © Soeren Stache/dpa

Update, 31. August, 15.42 Uhr: Bayern setzt auf 3G und will keinen 2G-Weg vorgeben

Die bayerische Staatsregierung will im Unterschied zu Hamburg das umstrittene 2G-Modell nicht vorantreiben.

Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) machte am Dienstag in München nach einer Sitzung seines Kabinetts klar, dass beim Zutritt zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen oder Fitnessstudios Getestete den Geimpften und Genesenen gleichgestellt blieben.

2G sei auch in Bayern "theoretisch möglich und nicht verboten, aber nicht vom Staat vorgeschlagen", sagte Söder zu diesem Optionsmodell. Das "Herzstück" der Verordnung in Bayern heiße 3G. Wie bereits in Baden-Württemberg blieben getestete Menschen mit geimpften und genesenen gleichgestellt beim Zugang zu den Angeboten.

Update, 31. August, 15.39 Uhr: Erneut Proteste gegen Corona-Regeln in Italien befürchtet

Einen Tag vor dem Inkrafttreten weiterer Corona-Beschränkungen in Italien haben die Gewerkschaften Drohungen, Züge zu blockieren, verurteilt.

"Wir sagen Nein zu Drohungen, am 1. September Züge an den großen italienischen Bahnhöfen zu blockieren", teilten mehrere Gewerkschaften am Dienstag mit. Hintergrund ist, dass Zugreisende ab diesem Mittwoch den sogenannte Grünen Pass (Green Pass) benötigen.

Impf- und Green-Pass-Gegner riefen in den vergangenen Tagen in Chatgruppen des Dienstes Telegram zu der Blockade auf. In den Gruppen wurden auch immer wieder Kontaktdaten von Unternehmen, Ministerien und Organisationen geteilt mit dem Aufruf, diese mit Nachrichten zu überfluten. Zuletzt gab es in Italien landesweit heftige Proteste gegen die Corona-Politik. Auch Journalisten wurden Medienberichten zufolge angegriffen. Auch Wissenschaftler werden zum Ziel von Drohungen.

Update, 31. August, 15.33 Uhr: Frankreich exportiert wieder mehr Wein und Spirituosen

Frankreichs Exporteure von Wein- und Spirituosen können nach einem coronabedingten Einbruch auf ein gutes erstes Halbjahr 2021 anstoßen. Das Exportvolumen liege mit 7,25 Milliarden Euro um 8,6 Prozent über dem ersten Halbjahr 2019, teilte die Föderation französischer Wein- und Spirituosenexporteure (FEVS) am Dienstag in Paris mit.

Fast überall überstieg die Nachfrage das Vorkrisenniveau, die Exportmenge legte um 3,4 Prozent zu. Begünstigt werde die Entwicklung durch den Neustart von Restaurants und Gaststätten nach dem Corona-Lockdown. Während das Exportvolumen in die EU mit 1,7 Milliarden Euro das erste Halbjahr 2019 übertraf, war die Ausfuhr nach Deutschland mit 433 Millionen Euro um ein Prozent geringer.

Trotz guter Zahlen sehen die Exporte ihre Zukunftsaussichten durch eine nach einem Frosteinbruch im Frühjahr erwartete schlechte Weinernte eingetrübt. Viele Importeure und Zwischenhändler hätten deshalb bereits im Vorgriff mehr bestellt, hieß es.
Trotz guter Zahlen sehen die Exporte ihre Zukunftsaussichten durch eine nach einem Frosteinbruch im Frühjahr erwartete schlechte Weinernte eingetrübt. Viele Importeure und Zwischenhändler hätten deshalb bereits im Vorgriff mehr bestellt, hieß es.  © 123rf.com/brad2

Update, 31. August, 15.05 Uhr: Corona-Zahlen in Thailand sinken, Lockerungen ab Mittwoch

Thailand bekommt die seit Monaten in weiten Landesteilen wütende Corona-Welle langsam unter Kontrolle. Am Dienstag meldeten die Behörden erstmals seit einem Monat wieder weniger als 15.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Mitte August lag die Zahl noch bei Rekordwerten von mehr als 22.000.

In der vergangenen Woche hatte das staatliche Corona-Krisenzentrum bereits Lockerungen des strikten Lockdowns in den schwer betroffenen "dunkelroten Zonen" angekündigt. Dazu gehört auch die Hauptstadt Bangkok. Ab Mittwoch dürfen Restaurants wieder bis 20 Uhr öffnen. Zudem wird der Inlandsflugverkehr wieder aufgenommen. Nächtliche Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 4 Uhr sollen aber zunächst weiter gelten.

Update, 31. August, 13.27 Uhr: Söder: Neue Anti-Corona-Regeln in Bayern - "neues Kapitel"

In Bayern gelten künftig völlig neue Anti-Corona-Regeln: Die FFP2-Maskenpflicht, die allgemeinen Kontaktbeschränkungen, aber auch die Sperrstunde in der Gastronomie sowie die Kundenbegrenzungen im Handel entfallen.

Zudem hat nach dem Kabinettsbeschluss vom Dienstag die Sieben-Tage-Inzidenz als Maßstab für verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen praktisch ausgedient. Stattdessen gilt nach Worten von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Innenräumen breitflächig der 3G-Grundsatz: Zugang zu vielerlei öffentlichen und privaten Einrichtungen haben dann nur noch Geimpfte, Genesene oder Personen mit einem negativen Test. Ausnahmen von der 3G-Regel gelten etwa für den Handel und den öffentlichen Nahverkehr.

Update, 31. August, 13.16 Uhr: Söder schließt neuen Lockdown definitiv aus

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schließt einen neuen Lockdown in der vierten Corona-Welle grundsätzlich aus.

Mittlerweile seien 60 Prozent der Menschen zweifach geimpft, sagte der CSU-Chef am Dienstag in München. "Daher wird es jetzt definitiv keinen Lockdown mehr geben oder Beschränkungen wie wir sie hatten."

Derzeit gebe es keine Pandemie wie vorher. "Es handelt sich um eine Pandemie der Ungeimpften und der Jüngeren." In dieser Gruppe gebe es aber die Chance auf mildere Krankheitsverläufe. Söder erwartet daher keine ähnlichen Todeszahlen wie bei den bisherigen Corona-Wellen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schließt einen neuen Lockdown in der vierten Corona-Welle grundsätzlich aus.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schließt einen neuen Lockdown in der vierten Corona-Welle grundsätzlich aus.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 31. August, 13 Uhr: Wegen Corona: USA warnen jetzt vor Reisen in die Schweiz

Die USA sehen in der Schweiz eine erhöhte Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus und warnen deshalb vor unnötigen Reisen in das Alpenland.

Die US-Behörden stufen die Schweiz jetzt in ihrer höchsten Gefahrenkategorie 4 ein. "Do not travel" - nicht dorthin reisen - steht online in einem roten Balken über den Informationen zur Schweiz, die in der Nacht zu Dienstag neu gefasst wurden. In der Kategorie sind unter anderem auch Großbritannien und die Niederlande. Deutschland ist in Kategorie 3.

Update, 31. August, 12.52 Uhr: Bundesweite Aktionswoche für Corona-Impfungen Mitte September

Eine bundesweite Aktionswoche unter dem Motto "Hier wird geimpft" soll Schwung in die Corona-Impfungen in Deutschland bringen.

Wie die Bundesregierung am Dienstag mitteilte, ruft sie gemeinsam mit den Ländern dazu auf, vom 13. bis 19. September an möglichst vielen Orten einfach wahrzunehmende Angebote zu machen - etwa in Sportvereinen, bei der freiwilligen Feuerwehr, in Apotheken oder Mehrgenerationenhäusern. Alle könnten mitmachen. Kreative und unkonventionelle Vor-Ort-Aktionen sollten bisher ungeimpften Menschen kurzfristig und ohne Aufwand Impfungen ermöglichen.

Es seien einfache Gelegenheiten, die Bürgerinnen und Bürger vor dem Herbst dazu bewegen könnten, sich impfen zu lassen und so die Impfquote in Deutschland zu erhöhen, erläuterte die Regierung. Auf der Internetseite www.hierwirdgeimpft.de sollen Impfangebote auf einer Deutschlandkarte anzusehen und Tipps zur Organisation einer Impfaktion vor Ort zu finden sein.

Update, 31. August, 12.04 Uhr: Kabinett bringt Pläne für neue Corona-Indikatoren auf den Weg

Das Bundeskabinett hat den von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgelegten Vorschlag für neue Indikatoren zur Bewertung der Corona-Lage auf den Weg gebracht.

"Wesentlicher Maßstab" für zu ergreifende Schutzmaßnahmen soll demnach insbesondere die Zahl der in regionalen Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sein, wie aus dem am Dienstag vom Kabinett im Umlaufverfahren beschlossenen Formulierungsvorschlag hervorgeht. Wann kritische Schwellen erreicht sind, sollen die Länder festlegen.

Spahn sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Je weniger Menschen wegen Covid im Krankenhaus behandelt werden müssen, desto mehr Freiheit ist möglich." An diesem Leitsatz sollten die Länder künftig ihre Pandemiepolitik ausrichten. "Bei hoher Impfquote wird die Inzidenz nicht überflüssig, aber sie verliert an Aussagekraft."

Update, 31. August, 11.40 Uhr: EU erreicht Ziel bei Corona-Impfkampagne

Die Europäische Union hat im Kampf gegen das Coronavirus ein wichtiges Ziel erreicht.

Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vom Dienstag sind mittlerweile 70 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft.

Update, 31. August, 10.13 Uhr: Mehr als 50 Millionen Menschen in Deutschland doppelt geimpft

Mehr als 60 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstag hervor (Stand: 10.03 Uhr). Demnach wurden am Montag 171.825 Impfdosen verabreicht. Etwas mehr als 54 Millionen Menschen (65,1 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen, 50,2 Millionen (60,5 Prozent) sind vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 75,1 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Der Stadtstaat zählt mit 70,5 Prozent auch den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Sachsen steht mit 55 Prozent Erstgeimpfter und 51,6 Prozent vollständig geimpfter Einwohner am Ende beider Ranglisten.

Mehr als 60 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft.
Mehr als 60 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft.  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Update, 31. August, 10.03 Uhr: Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Israel so hoch wie nie

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist mit fast 11.000 Fällen binnen 24 Stunden auf einen neuen Höchststand seit Beginn der Pandemie geklettert.

Es seien 10.947 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Die bisher höchste Zahl war Mitte Januar mit rund 10.100 Fällen registriert worden. Damals wurde aber noch deutlich weniger getestet. Mittlerweile sind in dem 9,4-Millionen-Einwohner-Land mehr als eine Million Infektionen gemeldet worden. Die Zahl der Schwerkranken sank leicht, sie lag am Dienstag bei 719.

Update, 31. August, 9.35 Uhr: Jedes dritte Kind vor Corona-Pandemie in Ganztagsbetreuung

Die Ganztagsbetreuung von Kindern unter sechs Jahren ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen.

Vor Beginn der Corona-Pandemie wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Dienstag 2020 jedes dritte Kind unter sechs Jahren ganztägig in einer Kindertageseinrichtung oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege betreut, die Quote betrug 34 Prozent. Zehn Jahre zuvor, im Jahr 2010, sei dies noch etwa bei jedem fünften Kind der Fall gewesen, die Quote betrug damals 22 Prozent.

Die Zahlen des vergangenen Jahres bilden den Stand zum Stichtag 1. März 2020 ab, bevor wegen Corona Kitas und andere Betreuungseinrichtungen geschlossen werden mussten. Neuere Daten lägen voraussichtlich Ende September vor, teilte das Bundesamt in Wiesbaden mit.

Update, 31. August, 5.30 Uhr: 2G statt 3G? - Müller sieht noch viele Fragen offen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sieht beim seit Samstag in Hamburg geltenden 2G-Optionsmodell in der Corona-Pandemie noch einige offene Fragen.

"Ich halte den Hamburger Weg, mit der sogenannten 2G-Regel wieder mehr Normalität zu ermöglichen, in dieser Form noch nicht für praktikabel", sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur. "So weit sind wir noch nicht, weil es hier noch viele offene, auch verfassungsrechtliche Fragen gibt", warnte der SPD-Politiker, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist.

Bei der 2G-Regel können zum Beispiel Gastwirte oder Veranstalter selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind oder ob sie weiter nach dem 3G-Modell auch aktuelle negative Corona-Tests akzeptieren.

Update, 31. August, 5 Uhr: Friseure tun sich weiter schwer in der Coronakrise

Ein halbes Jahr nach Wiedereröffnung ihrer Salons haben Deutschlands Friseure weiter mit den Folgen der Coronakrise zu kämpfen.

"Zunächst hatten wir einen enormen Zulauf, weil die Menschen endlich wieder zum Friseur wollten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller, der dpa in Köln. In den vergangenen Wochen sei dann aber spürbar gewesen, dass viele Kunden nicht so häufig zum Friseur gehen wie vor der Pandemie.

Das Statistische Bundesamt hatte für die ersten drei Quartale 2020 ein Umsatzminus von 11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ermittelt. Kurz vor Weihnachten 2020 mussten die Friseure bis Ende Februar geschlossen bleiben und erst am 1. März wieder aufmachen.

Offizielle Umsatzzahlen für die Zeit danach gibt es noch nicht. Im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten ist das Umsatzminus nach Schätzung von Müller aber weiter zweistellig. Die Branche sei unterschiedlich betroffen. Salons, die auf Laufkundschaft setzten, hätten stärkere Einbußen als Friseure, die auf Stammkunden setzten und mehr Zeit für einen Kunden investierten.

In den nächsten Jahren rechnet Verbandsvertreter Müller nicht mit einer wirtschaftlichen Besserung in seinem Handwerk. "Das wird ein schwieriger Herbst und ein schwieriger Winter."

Ließen sich die Sorgenfalten von Verbrauchern glätten, wenn nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt hätten? "Diese Frage wird in unserer Branche hitzig debattiert", sagte Verbandsvertreter Müller. Dann müssten Friseure viele ungeimpfte Stammkunden wieder nach Hause schicken, was auch langfristig schlecht für das Geschäft wäre. "Unsere Branche lebt von einem guten Kontakt mit unseren Kunden - "2G" wäre daher keine gute Lösung."

Ein halbes Jahr nach Wiedereröffnung ihrer Salons haben Deutschlands Friseure weiter mit den Folgen der Coronakrise zu kämpfen.
Ein halbes Jahr nach Wiedereröffnung ihrer Salons haben Deutschlands Friseure weiter mit den Folgen der Coronakrise zu kämpfen.  © Magdalena Troendle/dpa

Update, 31. August, 4.19 Uhr: Inzidenz sinkt erstmals seit Anfang Juli - 5750 Corona-Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erstmals seit Anfang Juli wieder gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 74,8 - am Vortag hatte der Wert 75,8 betragen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 5750 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.10 Uhr wiedergeben. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 60 Todesfälle verzeichnet.

Update, 30. August, 22.29 Uhr: Israel beschließt Corona-Vorgaben für Klagemauer vor Feiertagen

Angesichts hoher Corona-Fallzahlen hat Israel vor dem jüdischen Neujahrsfest Versammlungsvorgaben für die Klagemauer in Jerusalem erlassen.

Maximal 8000 Gläubige dürften zeitgleich auf dem Platz davor zusammenkommen, entschied das Corona-Kabinett laut einer Mitteilung am Montagabend.

Alle Personen müssten stets Maske tragen, und der Platz werde in 18 kleinere Bereiche unterteilt.

Angesichts hoher Corona-Fallzahlen hat Israel vor dem jüdischen Neujahrsfest Versammlungsvorgaben für die Klagemauer in Jerusalem erlassen.
Angesichts hoher Corona-Fallzahlen hat Israel vor dem jüdischen Neujahrsfest Versammlungsvorgaben für die Klagemauer in Jerusalem erlassen.  © Ilia Yefimovich/dpa

Update, 30. August, 22.26 Uhr: EU empfiehlt wieder Beschränkungen für Reisende aus den USA

Die EU empfiehlt wieder strengere Einreiseregeln für Menschen aus Ländern wie den USA und Israel.

Insgesamt sechs Staaten wurden am Montag von der Liste der Drittländer gestrichen, für die keine Corona-Beschränkungen mehr gelten sollen, wie der Rat der Mitgliedstaaten mitteilte.

Grund sind insbesondere hohe Inzidenzzahlen. Neben den USA und Israel sind auch Nordmazedonien, Montenegro, das Kosovo sowie der Libanon betroffen.

Für Menschen, die aus den USA und Israel sowie den genannten Balkanstaaten nach Deutschland einreisen wollen, werden die Änderungen allerdings keine Konsequenzen haben.

Update, 30. August, 21.22 Uhr: Baerbock für Beschränkung für Ungeimpfte

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) hält das Hamburger 2G-Modell, bei dem Unternehmer Ungeimpfte in Kneipen, Restaurants oder Clubs draußen lassen können, für eine Option.

Diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, könnten nicht auf die Solidarität aller anderen zählen, sagte die Grünen-Vorsitzende am Montag bei einer Diskussionsrunde der Märkischen Allgemeinen (MAZ) mit den Direktkandidatinnen und Direktkandidaten des Wahlkreises Potsdam.

"Dann muss man auch Freiheitseinschränkungen hinnehmen und sagen gut, dann kann man eben nicht in eine Bar gehen, wenn man sich nicht impfen lassen will."

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40).
Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40).  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 30. August, 21.21 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Israel überschreitet Marke von 7000

Die Zahl der Todesfälle in Israel im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hat die Marke von 7000 überschritten.

Die Gesamtzahl der Menschen, die nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 starben, stieg auf 7030, wie das Gesundheitsministerium am Montagabend mitteilte.

Update, 30. August, 17.42 Uhr: Frankreich spendet zehn Millionen Corona-Impfdosen für Afrika

Frankreich hat für afrikanische Länder weitere zehn Millionen Corona-Impfdosen bereitgestellt.

Sie sollen über das internationale Impfprogramm Covax verteilt werden, wie die Impfallianz Gavi, die Covax organisiert, am Montag in Genf mitteilte.

Für den afrikanischen Kontinent ist das ein erheblicher Fortschritt: Covax hat bislang erst 55 Millionen Dosen an afrikanische Länder verteilen können.

Insgesamt hat Covax weltweit 224 Millionen Impfdosen an 139 Länder geliefert.

Update, 30. August, 15.57 Uhr: Mallorca-Urlaub wird entspannter: Corona-Regeln werden gelockert

Mallorca-Urlauber dürfen sich im Zuge der besseren Corona-Lage auf einen unbeschwerteren Aufenthalt auf der spanischen Insel freuen.

Die Regionalregierung der Balearen kündigte am Montag in Palma eine weitere Lockerung der pandemiebedingten Einschränkungen an.

Nächtliche Versammlungen von Personen, die nicht im selben Haushalt leben, sind auf Mallorca ab sofort nur noch zwischen 2.00 und 6.00 Uhr untersagt, wie Regierungssprecher Iago Negueruela mitteilte. Bisher trat diese Beschränkung bereits um 1.00 Uhr morgens in Kraft.

Zudem sind in den Innenräumen der mallorquinischen Restaurants, Bars und Cafés wieder acht statt nur vier Personen pro Tisch erlaubt, in den Außenbereichen sind es ab sofort zwölf pro Tisch statt bislang acht.

Update, 30. August, 15.54 Uhr: Urteile zu FFP2-Maskenbestellungen: Bund soll Millionen zahlen

Im Streit um die Bestellung von FFP2-Masken hat das Bonner Landgericht den Bund zur Zahlung von insgesamt etwa 26 Millionen Euro verurteilt.

In den Prozessen geht es um FFP2-Masken, die zu Beginn der Corona-Pandemie zwar bestellt, aber vom Bund nicht bezahlt wurden. Begründet wurde das mit mangelnder Qualität.

Eine Sprecherin des Gerichts sagte nun am Montag, es habe bereits drei sogenannte Vorbehaltsurteile gegeben

Im Streit um die Bestellung von FFP2-Masken hat das Bonner Landgericht den Bund zur Zahlung von insgesamt etwa 26 Millionen Euro verurteilt.
Im Streit um die Bestellung von FFP2-Masken hat das Bonner Landgericht den Bund zur Zahlung von insgesamt etwa 26 Millionen Euro verurteilt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 30. August, 15.52 Uhr: Spahn plädiert für einheitliche Quarantäne-Regeln in Schulen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41) plädiert für einheitliche Quarantäne-Regeln für Schulen.

Die Frage, welche und wie viele Kinder im Falle einer Corona-Infektion in der Schule in Quarantäne geschickt würden, werde in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt, sagte der CDU-Politiker am Montag der Welt.

Für Eltern wie Kinder sei das nur schwer nachvollziehbar.

"Das werde ich mit den Ländern besprechen."

Jens Spahn (41, CDU), Bundesminister für Gesundheit.
Jens Spahn (41, CDU), Bundesminister für Gesundheit.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 30. August, 14 Uhr: Athen setzt ab Mittwoch Impfpflicht im Gesundheitssektor durch

Die griechische Regierung besteht auf der angekündigten Impfpflicht für den Gesundheitssektor von Mittwoch an.

Das Gesetz werde uneingeschränkt ab 1. September Anwendung finden, bestätigte am Montag der griechische Regierungssprecher Giannis Oikonomou bei einer Pressekonferenz.

Zuvor hatte eine Abteilung des griechischen Verwaltungsgerichts mehr als 100 Anträge von Ärzten und Krankenhausverwaltungen abgelehnt. Sie hatten gefordert, das Gesetz per einstweiliger Verfügung einzufrieren, bis der höchste griechische Gerichtshof entscheidet.

Update, 30. August, 13.50 Uhr: Polens Präsident Duda lehnt Corona-Impfpflicht ab

Polen Präsident Andrzej Duda hält nichts von einer Pflicht zur Corona-Impfung. Er sei ein absoluter Gegner dieser Lösung, sagte Duda am Montag in Warschau.

"Ich bin der Meinung, dass das Unruhe in der Gesellschaft auslöst." Die Corona-Impfung sei eine Frage der Verantwortung und jeder müsse diese Verantwortung selbst tragen. In Polen soll es mit Start des neuen Schuljahrs für Jugendliche ab zwölf Jahren die Möglichkeit geben, sich in den Schulen impfen zu lassen. Dies hatte Gerüchte befeuert, dass die Impfung für Kinder und Jugendliche Pflicht werden könnte.

In Polen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Montag rund 19 Millionen Menschen vollständig geimpft. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner.

Update, 30. August, 13.40 Uhr: Long-Covid-Studie: Jeder zweite hat noch nach Monaten Beschwerden

Das ist erschreckend: Rund 50 Prozent der Patienten klagen einer Studie zufolge auch neun Monate nach einer überstandenen Corona-Infektion über Long-Covid-Symptome, wie fehlenden Geschmackssinn, Vergesslichkeit oder Denk- und Konzentrationsstörungen.

Mehr erfahrt Ihr in unserem TAg24-Artikel "Long-Covid-Studie: Jeder zweite hat noch nach Monaten Beschwerden"

Update, 30. August, 13.25 Uhr: WHO rechnet mit 236.000 Corona-Toten in Europa-Region bis Dezember

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet in der Europa-Region mit 236.000 Todesfällen durch Covid-19 von Ende August bis zum 1. Dezember. Das sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge bei einer Pressekonferenz am Montag in Kopenhagen.

In der Region, die 53 Länder in Europa, dem Kaukasus und Zentralasien umfasst, sei die Zahl der Todesfälle allein in der vergangenen Woche um elf Prozent gestiegen, so der Belgier. Die Prognose stammt vom Institute for Health Metrics and Evaluation der Universität von Washington in Seattle.

Hintergrund für den Anstieg seien vor allem die hochansteckende Delta-Variante, Lockerungen der Corona-Maßnahmen in vielen Ländern und das erhöhte Reiseaufkommen über den Sommer, sagte Kluge. Besonders in den Ländern des Balkans, des Kaukasus und in Zentralasien sei ein steiler Anstieg der Neuinfektionen zu verzeichnen, so Kluge weiter.

Update, 30. August, 12.40 Uhr: Tschechien beginnt mit Corona-Auffrischimpfungen

Tschechien beginnt in drei Wochen mit Corona-Auffrischimpfungen für Ältere und Risikogruppen. Die Registrierung startet am 20. September und ist freiwillig, wie die zuständige Arbeitsgruppe der Regierung am Montag mitteilte.

Die Auffrischimpfung dürfe frühestens acht Monate nach der letzten Spritze geschehen und werde allen über 60 Jahren dringend empfohlen. Wer infrage kommt, soll eine SMS-Benachrichtigung erhalten. Verwendet werden ausschließlich die mRNA-Impfstoffe von Pfizer und BioNTech sowie Moderna.

Gesundheitsminister Adam Vojtěch (34) plant derweil die Wiedereinführung der Testpflicht für ungeimpfte Pflegekräfte in Altersheimen und sozialen Einrichtungen. Diese war erst Anfang Juli abgeschafft worden. Die Impfquote sei in diesem Bereich nicht so, wie man sich das vorstelle, sagte der 34-Jährige im Sender CT. Knapp 5,7 der 10,7 Millionen Einwohner Tschechiens sind vollständig geschützt.

Update, 30. August, 12.15 Uhr: Philippinen melden Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen

Die Philippinen bekommen eine seit Wochen wütende Corona-Welle weiter nicht unter Kontrolle. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Montag mehr als 22.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

Experten machen die Ausbreitung der Delta-Variante für die steigenden Zahlen verantwortlich. Insgesamt wurden bislang 1,97 Millionen Fälle in dem Inselstaat mit 108 Millionen Einwohnern bestätigt. Mehr als 33.000 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Viele Krankenhäuser seien mittlerweile überlastet, so die Behörden. Einige könnten derzeit keine Covid-Patienten mehr annehmen. Die Regierung forderte die Bürger auf, sich impfen zu lassen, um schwere Verläufe einzudämmen. Jedoch sind bislang nur rund zwölf Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Update, 30. August, 12 Uhr: Ministerien mit Bedenken gegen 3G-Regel in Zügen

Mehrere Bundesministerien haben Bedenken gegen eine Einführung der 3G-Regel zum Schutz vor Corona-Ansteckungen in Fernzügen deutlich gemacht. Eine Durchsetzung wäre "praktisch nicht durchführbar", heißt es in einem Papier des Verkehrs-, Gesundheits- sowie Innenministeriums, das der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag.

Eine 3G-Regelung, die offensichtlich nicht oder nur sehr eingeschränkt kontrolliert werden könne, liefe "ins Leere".

Im Papier der Ministerien heißt es, Wesensmerkmal des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs in Deutschland sei der offene Zugang. Fahrgäste würden nicht beim Einstieg kontrolliert und müssten sich nirgendwo registrieren oder einen festen Sitzplatz reservieren.

"Eine Kontrolle beim Einstieg ist aufgrund der kurzen Haltezeiten ausgeschlossen." Auch während der Fahrt finde weder im Fern- noch im Nahverkehr eine vollständige Kontrolle von Tickets statt.

"Selbst wenn punktuelle Kontrollen durchgeführt werden würden, könnte Verstößen gegen eine 3G-Regelung nur mit Unterstützung der Bundespolizei und/oder des Sicherheitspersonals der Bahnen begegnet werden. Die Sanktion kann nur ein Beförderungsverbot/-ausschluss sein, die an der nächsten Haltestelle durchgesetzt werden müsste."

Mehrere Bundesministerien haben Bedenken gegen eine Einführung der 3G-Regel zum Schutz vor Corona-Ansteckungen in Fernzügen deutlich gemacht.
Mehrere Bundesministerien haben Bedenken gegen eine Einführung der 3G-Regel zum Schutz vor Corona-Ansteckungen in Fernzügen deutlich gemacht.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 30 August, 10.30 Uhr: 3G-Regel greift für viele Franzosen jetzt am Arbeitsplatz

Im Zuge der verschärften Corona-Regeln in Frankreich müssen rund 1,8 Millionen Beschäftigte seit Montag auf der Arbeit einen Nachweis vorlegen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind.

Betroffen sind alle Beschäftigten in Bereichen mit viel Publikumsverkehr. Dies sind etwa Kinos und Konzertsäle, Bibliotheken, Museen, Zoos und Freizeitparks, aber auch große Einkaufszentren. Auch die Zugbegleiter im Fernverkehr der Bahn sind betroffen.

Arbeitgeber sind gehalten, den 3G-Status (geimpft, genesen, getestet) zu überprüfen. Beschäftigte, die die Vorschrift missachten, können ohne Lohnfortzahlung nach Hause geschickt werden. Für die erste Woche kündigte die Regierung Nachsicht bei der Umsetzung an.

Die 3G-Regel greift für die französische Bevölkerung seit drei Wochen bereits unter anderem zum Besuch von Cafés, Restaurants oder Kinos, vor dem Betreten großer Einkaufszentren sowie bei Reisen per Fernzug oder Flugzeug.

Update, 30. August, 8.15 Uhr: WHO und Unicef gegen neue Schulschließungen wegen Corona

Die Schulschließungen im Zuge der Corona-Pandemie waren nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) katastrophal für die Lernenden.

Dies dürfe sich nach den Sommerferien nicht wiederholen, verlangten die WHO und das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Montag. Sie rufen Regierungen in der Europa-Region auf, dafür zu sorgen, dass alle Schulen trotz Corona geöffnet werden und offen bleiben.

Zu den Maßnahmen dafür gehörten Impfangebote für Lehrpersonal und Kinder ab zwölf Jahren, gute Lüftung in den Klassenzimmern, möglichst kleine Klassen, Abstand halten und regelmäßiges Testen. Zur WHO-Europaregion gehören 53 Länder, von der EU über Turkmenistan und Belarus bis Russland.

"Die Pandemie hat für die katastrophalste Unterbrechung der Schulausbildung in der Geschichte gesorgt", sagte WHO-Europa-Direktor Hans Kluge. Der Schulbetrieb sei neben dem üblichen Lernstoff absolut wichtig für die seelische Gesundheit und soziale Kompetenz von Minderjährigen. Schulen machten Kinder zu zufriedenen und produktiven Mitgliedern der Gesellschaft.

Update, 30. August, 6 Uhr: Berliner S-Bahn bietet Impfungen im Sonderzug auf der Ringbahn an

Die Berliner S-Bahn bietet an diesem Montag Corona-Impfungen in einem Sonderzug auf der Ringbahn an. Der Chefmediziner der Deutschen Bahn verabreicht in dem Zug die Einmalimpfung von Johnson&Johnson, wie das Unternehmen mitteilte.

Start ist um 10.38 Uhr am Bahnhof Treptower Park. "Gefahren werden drei Runden auf der Linie S42, entgegen dem Uhrzeigersinn", hieß es. Das Ende ist damit für 13.33 Uhr angepeilt. "Alle Menschen ab 18 Jahre, die noch nicht gegen Corona geimpft sind, sind herzlich eingeladen, an Bord des Zuges eine Dosis von Johnson&Johnson zu erhalten."

Interessierte konnten sich vorab im Internet für eine Impfdosis registrieren. Online seien bereits am Freitag sämtliche Plätze vergeben gewesen, teilte eine Sprecherin der Berliner S-Bahn mit. Die Menschen könnten aber auch ohne Platz spontan vorbeikommen und sich impfen lassen.

Update, 30. August, 5 Uhr: Spahn sieht 3G-Regel in Zügen nicht kommen

Die sogenannte 3G-Regel in Fernzügen wird wohl nicht eingeführt werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) sagte am Sonntagabend bei Bild TV: "Ich sehe es nicht kommen."

Dies sei das Ergebnis einer Prüfung durch die Fachressorts. Dabei sei es um die Frage gegangen, ob eine solche Regel in Zügen eine Rechtsgrundlage habe, ob sie praktikabel und umsetzbar sei und ob sie infektiologisch erforderlich sei. Demnach hätten nur noch Corona-Geimpfte, -Genesene oder -Getestete (3G) Züge nutzen dürfen.

Kritik an dem Plan war aus den Reihen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) gekommen. Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung auch "umsetzbar und praktikabel" sein müssten, hieß es. Corona-Nachweispflichten im Fernverkehr dürften nicht auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgen.

Update, 30. August, 3.30 Uhr: Weil kann sich 2G-Zwangsverordnung vorstellen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (62, SPD) kann sich eine Zwangsverordnung von 2G vorstellen - also, dass nur Geimpfte und Genesene Zutritt zu bestimmten Einrichtungen haben.

"Das kann ich nicht ausschließen, weil wir die Infektionslage noch nicht überblicken können, die uns im Herbst und Winter erwartet. Ab einem bestimmten Punkt wäre 2G für sehr viele Bereiche denkbar", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post" (Montag). In der aktuellen Situation sei das aber nicht mit dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz vereinbar und vor Gericht kaum zu rechtfertigen.

Bei jüngeren Kindern setzt Weil auf eine schnelle Impfmöglichkeit. "Nach allem, was ich höre, kann das schon im September der Fall sein. Ich wäre sehr froh, wenn sich auch jüngere Kinder zeitnah impfen lassen könnten." Bislang gibt es nur Corona-Impfstoffe für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren.

Die in Hamburg eingeführte 2G-Regel besagt, dass nur noch Geimpfte und Genesene die jeweiligen Betriebe betreten dürfen. Zieht Niedersachsen nach?
Die in Hamburg eingeführte 2G-Regel besagt, dass nur noch Geimpfte und Genesene die jeweiligen Betriebe betreten dürfen. Zieht Niedersachsen nach?  © Axel Heimken/dpa

Update, 30. August, 0 Uhr: Kuba setzt erstmals ausländischen Corona-Impfstoff ein

Mitten in seiner bisher schlimmsten Phase der Pandemie hat Kuba mit dem chinesischen Vakzin von Sinopharm erstmals einen ausländischen Impfstoff gegen das Coronavirus eingesetzt.

In der Provinz Cienfuegos begann am Sonntag eine Impfkampagne, bei der erwachsenen Einwohnern in Abständen von je 21 Tagen zwei Dosen des Sinopharm-Mittels und abschließend eine Dose des in Kuba entwickelten Vakzins Soberana Plus verabreicht werden sollen, wie Staatsmedien berichteten. Der sozialistische Karibikstaat hatte demnach eine Spende aus China erhalten.

Bisher wurde in Kuba nur mit den selbst entwickelten Vakzinen Soberana 02 und Soberana Plus sowie Abdala geimpft. Letzteres wurde am 9. Juli als erster in Lateinamerika entwickelter Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen.

Update, 29. August, 22.30 Uhr: Kanzlerkandidaten wollen neuen Corona-Lockdown vermeiden

Die Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen haben sich dafür ausgesprochen, erneute weitreichende Alltagsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie zu vermeiden. Es seien jetzt so viele geimpft, dass man sehr klar sagen könne und müsse: "Es wird keinen neuen Lockdown geben", sagte Vizekanzler Olaf Scholz (63, SPD) im ersten großen TV-Triell in der heißen Wahlkampfphase am Sonntagabend bei RTL und ntv.

Es gelte aber vorsichtig zu bleiben, etwa mit Masken und Zugang zu Innenräumen nur für Geimpfte, Getestete und Genesene.

CDU-Chef Armin Laschet (60) sagte mit Blick auf einen erneuten Lockdown, er teile die Einschätzung, alles dafür zu tun, dass es dazu nicht komme. "Ich halte das auch für realistisch." Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock (40) sagte, Stand heute brauche es keinen weiteren Lockdown. Es gelte aber, beim Impfen weiter voranzukommen. Zudem könnten Ungeimpfte nicht die gleichen Freiheitsrechte genießen wie Geimpfte.

CDU-Chef Armin Laschet (60), Vizekanzler Olaf Scholz (63, SPD) und Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock (40) stellten sich am Sonntagabend in einem Triell.
CDU-Chef Armin Laschet (60), Vizekanzler Olaf Scholz (63, SPD) und Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock (40) stellten sich am Sonntagabend in einem Triell.  © Montage: dpa/Michael Kappeler (3)

Zwischen den Kandidaten wurden zugleich Unterschiede bei konkreten Krisenmaßnahmen deutlich. Scholz und Laschet lehnten eine mögliche Impfpflicht für bestimmte Berufe wie medizinisches Personal oder Polizisten ab. Baerbock sagte: "Stand heute nein. Aber für die Zukunft sollte man das nicht ausschließen."

Scholz und Baerbock sprachen sich dafür aus, auch für Fahrten mit Fernzügen einen Nachweis als Geimpfter, Genesener oder negativ Getesteter zu verlangen - die Bundesregierung prüft dies gerade. "Der Wunsch von mir und der Kanzlerin ist, dass es klappen soll", sagte Scholz.

Laschet verwies unter anderem auf rechtliche Bedenken und sagte: "Erst sorgfältig prüfen und dann entscheiden." Wie man dies bei Tausenden Menschen auf einem Bahnhof kontrollieren wolle, dazu fehle ihm im Moment noch die Vorstellungskraft.

Update, 29. August, 18.05 Uhr: Südwestmetall will Abfrage von Impfstatus der Beschäftigten ermöglichen

Der Arbeitgeberverband Südwestmetall hat sich dafür ausgesprochen, allen Arbeitgebern das Recht zu geben den Impfstatus von Beschäftigten abzufragen. Das Ziel sei absolut richtig, vor allem dort nach einer Impfung zu fragen, wo besonders viele Menschen miteinander Kontakt hätten, teilte Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick am Sonntag in Stuttgart mit.

Er verwies dabei auf eine jüngst bekannt gewordene Forderung der Landesregierung. Das Sozialministerium hatte den Bund aufgefordert, die Abfrage des Impfstatus von Mitarbeitern durch Arbeitgeber in mehr Bereichen zu ermöglichen.

Um die Pandemie vollends in den Griff zu kriegen, müssten alle Bereiche der Wirtschaft nun ihre Beschäftigten nach dem Impfstatus fragen können, sagte Arbeitgebervertreter Dick. Viele Unternehmen hätten niederschwellige Impfmöglichkeiten über Betriebsärzte angeboten. Jetzt gehe es vor allem auch darum, Geimpfte zu schützen. Dies sei nur möglich, wenn der Impfstatus bekannt sei, so Dick.

Der Arbeitgeberverband will Chefs erlauben, den Impfstatus der Angestellten abzufragen.
Der Arbeitgeberverband will Chefs erlauben, den Impfstatus der Angestellten abzufragen.  © dpa/Federico Gambarini

Update, 29. August, 17.40 Uhr: Hamburger Schulen starten Pilotprojekt mit PCR-Lolli-Tests

Hamburger Schulen starten am Montag ein Pilotprojekt mit PCR-Lolli-Tests. Im Erfolgsfall und bei ausreichenden Laborkapazitäten solle das Projekt auf weitere Schulen ausgeweitet werden, teilte die Schulbehörde mit.

Da diese Testform besonders für jüngere Schülerinnen und Schüler oder solche mit speziellen Förderbedarfen geeignet ist, wurden ausschließlich Grund- und Sonderschulen ausgewählt.

Beim Lolli-Test lutschen die Schülerinnen und Schüler 30 Sekunden lang auf einem Abstrichtupfer. Mit den PCR-Tests lassen sich schon bei geringer Viruslast frühzeitig mit Sars-CoV-2 infizierte Schülerinnen und Schüler identifizieren.

Lolli-Tests wie diese werden ab Montag in Hamburg ausprobiert.
Lolli-Tests wie diese werden ab Montag in Hamburg ausprobiert.  © dpa/Michael Reichel

Update, 29. August, 16.40 Uhr: Dritte Impfung für Israelis über zwölf

In Israel können künftig alle Bürger von zwölf Jahren an eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Ministerpräsident Naftali Bennett teilte dies am Sonntag mit und sprach von einem "Privileg, das es in keinem anderen Land gibt".

Zuletzt galt eine Altersgrenze von 30 Jahren für die Auffrischungsimpfung, es müssen außerdem mindestens fünf Monate seit der zweiten Impfung vergangen sein.

Zwei Millionen von insgesamt mehr als neun Millionen Israelis hätten bereits eine dritte Impfdosis erhalten, sagte Bennett. "Es gibt bereits Ergebnisse: Der Anstieg an schweren Erkrankungen hat sich verlangsamt." Knapp 59 Prozent sind zweifach geimpft.

Update, 29. August, 15.05 Uhr: Fast eine Milliarde Euro Corona-Soforthilfe freiwillig zurückgezahlt

Zahlreiche Unternehmen haben freiwillig Corona-Soforthilfen zurückgezahlt. Die zuständigen Stellen der Länder hätten dem Bundeswirtschaftsministerium mitgeteilt, dass sie "Rückzahlungen in Höhe von 322 Millionen Euro geltend gemacht haben und dass darüber hinaus freiwillige Rückzahlungen in Höhe von 911 Millionen Euro" erfolgt seien, teilte eine Ministeriumssprecherin am Sonntag mit.

Die Gründe für die Rückzahlung von Corona-Soforthilfen seien vielfältig, so die Sprecherin weiter. "Insbesondere hatten Unternehmen zum Zeitpunkt der Antragstellung teilweise höhere Liquiditätsengpässe für den dreimonatigen Förderzeitraum prognostiziert als letztlich eingetreten sind, so dass jetzt entsprechende Überprüfungen und Rückzahlungen anstehen."

Die Schlussberichte der Länder über die bestimmungsgemäße Verwendung der Corona-Soforthilfen seien bis zum 30. Juni 2022 vorzulegen.

Update, 29. August, 13.57 Uhr: Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstation wieder über 1000

Die Zahl der bundesweit auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Patienten ist in der vierten Corona-Welle erstmals wieder über 1000 gestiegen.

Im Divi-Register-Tagesreport vom Sonntag wurden 1008 Covid-19-Patienten auf Intensivstation gemeldet, 485 davon mussten beatmet werden.

Zuletzt war ein Wert von über 1000 im Tagesreport vom 18. Juni erfasst worden (1011).

Der Tiefstand vor dem Aufflammen der vierten Welle hatte bei 354 im Report vom 22. Juli gelegen, seither nimmt die Belegung wieder zu.

Die Zahl der bundesweit auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Patienten ist in der vierten Corona-Welle erstmals wieder über 1000 gestiegen.
Die Zahl der bundesweit auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Patienten ist in der vierten Corona-Welle erstmals wieder über 1000 gestiegen.  © Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. August, 13.04 Uhr: Hunderte Gegner der Corona-Politik protestieren in Berlin

Auch am Sonntag haben in Berlin trotz Verbote Demonstrationen gegen die deutsche Corona-Politik begonnen.

Hunderte Menschen zogen nach Polizeiangaben in mehreren Gruppen durch die Innenstadt.

Die Polizei nahm demnach einzelne Teilnehmer in Gewahrsam, weil sie dazu aufgerufen hätten, sich zu Demonstrationszügen zusammenzuschließen.

Update, 29. August, 12.47 Uhr: Corona-Proteste: Rund 2200 Polizisten am Sonntag in Berlin unterwegs

Die Berliner Polizei bereitet sich am Sonntag erneut auf einen Großeinsatz vor, anlässlich mehrerer verbotener Demonstrationen gegen die Corona-Politik.

"Ein Schwerpunkt ist das Regierungsviertel, das symbolträchtig in der Szene ist", sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz.

Am 29. August vor einem Jahr durchbrachen Demonstranten eine Absperrung am Reichstagsgebäude und besetzten kurzzeitig die Treppe vor einem Eingang.

Die Berliner Polizei bereitet sicherneut auf einen Großeinsatz vor, anlässlich mehrerer verbotener Demonstrationen gegen die Corona-Politik.
Die Berliner Polizei bereitet sicherneut auf einen Großeinsatz vor, anlässlich mehrerer verbotener Demonstrationen gegen die Corona-Politik.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 29. August, 12.43 Uhr: Umfrage: Große Mehrheit für 3G-Regel in Fernzügen

Eine große Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland würde laut einer Umfrage eine sogenannte 3G-Regel in Fernzügen befürworten.

Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten gaben bei einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Handelsblatts an, sie fänden es richtig, wenn nur noch Corona-Geimpfte, -Genesene oder -Getestete (3G) Züge nutzen dürften.

31 Prozent der Befragten waren dagegen und 5 Prozent unentschieden.

Update, 29. August, 12.42 Uhr: Impfbefürworter organisieren Demonstration in Frankreich

Befürworter der Corona-Schutzimpfung in Frankreich rufen für diesen Montag zu einer Demonstration in Lyon auf.

Es gehe angesichts anhaltender Proteste von Impfgegnern darum zu zeigen, dass diese in der Minderheit sind, sagte Mitorganisator Jacques Boucaud dem Sender France Info.

"Wir haben entschieden, uns Gehör zu verschaffen und zu zeigen, dass wir bereit sind, uns impfen zu lassen."

Update, 29. August, 11.31 Uhr: Baerbock will mehr Freiheiten für Geimpfte und Genesene

Geimpfte und Genesene sollen nach Ansicht von Grünen-Kanzlerkandidatin (40) mehr Freiheiten erhalten als Ungeimpfte.

Wenn jemand nicht solidarisch mit etwa Kindern oder chronisch Kranken sei, "dann kann er oder sie nicht erwarten, dass alle anderen auf ihre Freiheit verzichten", sagte Baerbock den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag).

Sie halte es deswegen für richtig, Geimpften oder Genesenen wieder mehr Freiheiten zu geben, "so wie Hamburg das jetzt macht".

Annalena Baerbock (40), Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
Annalena Baerbock (40), Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 29. August, 4.15 Uhr: RKI registriert 8416 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 74,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen lag sie bei 74,1 - am Vortag hatte der Wert 72,1 betragen, vor einer Woche 54,5.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8416 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 7050 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 12 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es drei Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.932.547 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.726.700 an.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.130.

Update, 29. August, 3.54 Uhr: Corona-Bericht: China bezichtigt US-Geheimdienste der Lüge

China hat einen Bericht der US-Geheimdienste zum Ursprung des Coronavirus als "verlogen" bezeichnet.

Bei dem am Freitag vorgelegten Papier handele es sich um einen "verlogenen Bericht, der für politische Zwecke erstellt wurde", hieß es in einer am Sonntag vom Außenministerium in Peking verbreiteten Mitteilung.

Von einem "verleumderischen Angriff" auf China war die Rede.

"Ohne Beweise zu liefern, haben die USA eine Geschichte nach der nächsten erfunden, um China zu diffamieren und zu beschuldigen", wurde Chinas Vize-Außenminister Ma Zhaoxu (57) zitiert.

Update, 29. August, 0.05 Uhr: Ganz Spanien kein Corona-Hochrisikogebiet mehr

Spanien wird von der Bundesregierung nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet geführt.

In der Nacht zum Sonntag sind damit alle Quarantänevorschriften für von dort zurückkehrende Urlauber entfallen.

Bereits vor einer Woche waren die ersten spanischen Regionen von der Risikoliste gestrichen worden, darunter die Kanarischen Inseln und Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona.

Jetzt gilt das ganze Land als "risikofrei" - auch Mallorca, die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen.

Spanien wird von der Bundesregierung ab sofort nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet geführt.
Spanien wird von der Bundesregierung ab sofort nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet geführt.  © John-Patrick Morarescu/ZUMA Press Wire/dpa

Update, 29. August, 0.02 Uhr: Patientenschützer fordern Angabe der 2G-Quote bei Pflegepersonal

Patientenschützer fordern eine gesetzliche Verpflichtung für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, die Quote der Geimpften und Genesenen beim Personal zu veröffentlichen.

"Kranke und Pflegebedürftige brauchen Transparenz, um das Infektionsrisiko einschätzen zu können", sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Das sei umso wichtiger, als es immer noch keine bundesweit geltende tägliche Testpflicht für das medizinisch-pflegerische Personal gebe.

Update, 28. August, 20.55 Uhr: Erneut Massenproteste in Frankreich gegen Corona-Politik

In Frankreich haben Zehntausende Menschen am Samstag am siebten Wochenende in Folge gegen die verschärften Corona-Regeln der Regierung von Präsident Emmanuel Macron (43) demonstriert.

Quer durchs Land war zu rund 200 Protestzügen aufgerufen worden. Außer gegen eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen richteten sich die Proteste gegen den sogenannten Gesundheitspass zum Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test. Zumeist verliefen die Proteste in einer friedlichen und entspannten Atmosphäre, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Update, 28. August, 20.19 Uhr: Söder und Habeck stellen Deutschland gutes Zeugnis in der Corona-Krise aus

Der CSU-Vorsitzende Markus Söder (54) und Grünen-Chef Robert Habeck (51) haben Deutschland bescheinigt, die Corona-Pandemie gut bewältigt zu haben.

"Unter dem Strich ist das gut gelaufen", sagte Söder bei einem Streitgespräch mit Habeck, das am Samstagabend von "Spiegel", "t-online" und dem Magazin "Vice" ausgestrahlt werden sollte. In diesem Fall seien die Grünen und die Union in der Gefahreinschätzung sehr nah beieinander gewesen. "Wir haben in dieser extremen Ausnahmesituation unser Land gut beschützt."

Auch Grünen-Chef Robert Habeck (51) findet, dass Deutschland mit der Corona-Pandemie vergleichsweise gut umgegangen ist.
Auch Grünen-Chef Robert Habeck (51) findet, dass Deutschland mit der Corona-Pandemie vergleichsweise gut umgegangen ist.  © Federico Gambarini/dpa

Update, 28. August, 19.16 Uhr: Demos gegen Corona-Politik in Berlin - Großeinsatz für Polizei

Trotz einer Reihe von Demonstrationsverboten haben sich am Samstag in Berlin nach Polizeiangaben mehrere tausend Menschen aus Protest gegen die Corona-Politik versammelt.

Dabei kam es bis zum frühen Abend zu mehr als 50 vorläufigen Festnahmen. Die Polizei begleitete die einzelnen Züge und zog dabei nach eigenen Angaben immer wieder Rädelsführer aus den Gruppen. Es gab einige Angriffe auf Einsatzkräfte, zunächst wurde ein Polizist verletzt.

Nach mehreren Verboten für einzelne Versammlungen lief ein großer Teil der Protestierenden nach Beobachtung von Reportern der Deutschen Presse-Agentur zu Beginn eher ziellos durch die Straßen. Die Menschen waren in der weit überwiegenden Mehrheit ohne Masken oder andere Schutzmaßnahmen unterwegs.

Update, 28. August, 17.24 Uhr: Hitzige Debatte im Club - Spahn zeigt sich offen für Modellprojekte

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hat im Gespräch mit der von Corona schwer getroffenen Club- und Kulturbranche die Rolle des Impfens betont.

Zu Frage nach einer Perspektive für die Branche sagte Spahn, die sicherste Bedingung für die Gesellschaft sei eine Impfquote von deutlich über 80 Prozent. "Dann kämen wir ziemlich sicher durch Herbst und Winter." Die Voraussetzung: "Solange sich das Ding nicht nochmal verändert" - also keine neuen Varianten auftreten. Aktuell sind mehr als 60 Prozent der Menschen in Deutschland vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Ein Datum könne er nicht nennen. Er unterstrich, wie wenig planbar die Lage ist. "Ich kann euch nicht sagen, was im Dezember ist." Einen "Freedom Day" für eine allgemeine Öffnung wie in Großbritannien sieht Spahn skeptisch. Offen zeigte er sich für Modellprojekte der Clubs, die das Tanzen innen möglich machen könnten.

Jens Spahn traf sich im Kreuzberger "Ritter Butzke" mit Vertretern der Club-, Kultur- und Veranstaltungsbranche. Diese leidet seit 18 Monaten besonders stark unter den Folgen der Pandemie.
Jens Spahn traf sich im Kreuzberger "Ritter Butzke" mit Vertretern der Club-, Kultur- und Veranstaltungsbranche. Diese leidet seit 18 Monaten besonders stark unter den Folgen der Pandemie.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 28. August, 15.17 Uhr: Grünen-Gesundheitsexperte will Druck auf Ungeimpfte machen

Für Ungeimpfte sollen nach Ansicht des Gesundheitsexperten der Grünen, Janosch Dahmen (39), bei weiter steigenden Corona-Infektionszahlen künftig stärkere Einschränkungen gelten.

"Bevor deshalb wieder alle Menschen in einen umfassenderen Lockdown geschickt werden, ist es richtig, hier zu differenzieren zwischen Menschen, die durch Impfungen besser geschützt sind, und Menschen ohne jede Form von Immunität", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Mit Blick auf das gegenwärtige Pandemie-Geschehen in Deutschland befürchtet er, dass das Gesundheitswesen wieder "erheblich unter Druck" gerate.

Update, 28. August, 11.59 Uhr: Epidemiologe: "Wieder absoluter Normalzustand" im Sommer 2022

Der Epidemiologe Klaus Stöhr geht davon aus, dass die Corona-Pandemie in Deutschland nach dem Winter vorüber ist.

"Ab dem Frühjahr werden wir eine dramatische Entspannung der Situation erleben", sagte Stöhr dem Münchner Merkur.

"Die Pandemie ist dann vorbei. Im Sommer wird trotz einiger Infektionen wieder absoluter Normalzustand herrschen."

Update, 28. August, 11.57 Uhr: Mehr als 60 Prozent in Deutschland vollständig geimpft

Mehr als 60 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Die dafür meist nötige zweite Spritze haben inzwischen gut 50 Millionen Menschen (60,1 Prozent) erhalten, wie das Bundesgesundheitsministerium am Samstag bekannt gab.

Knapp 65 Prozent (54 Millionen) sind demnach mindestens einmal geimpft.

Mehr als 60 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft.
Mehr als 60 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 28. August, 5.02 Uhr: Hamburg will mit 2G-Modell mehr Freiheiten in Corona-Zeiten bieten

Hamburg geht bei den Corona-Maßnahmen von Samstag an einen Sonderweg.

Mit einem bislang bundesweit einmaligen 2G-Optionsmodell ermöglicht der rot-grüne Senat Veranstaltungen fast ohne Corona-Auflagen - sofern nur Geimpfte und Genesene sie besuchen.

Veranstalter und Wirte können damit entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen und dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen - also auch aktuelle Tests akzeptieren.

Unklar ist noch, wie viele Wirte und Veranstalter mitmachen.

Hamburg geht bei den Corona-Maßnahmen von Samstag an einen Sonderweg.
Hamburg geht bei den Corona-Maßnahmen von Samstag an einen Sonderweg.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Update, 28. August, 4.48 Uhr: RKI registriert 10.303 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 72,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen lag sie bei 72,1 - am Vortag hatte der Wert 70,3 betragen, vor einer Woche 51,6.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.303 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 8092 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 22 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 17 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.924.131 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.723.200 an.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.118.

Update, 28. August, 4 Uhr: Mediziner schlägt impfkorrigierte 7-Tage-Inzidenz als Kennwert vor

In der Diskussion um eine neue Formel für Corona-Auflagen hat sich der Leiter des Covid-19-Registers in Rheinland-Pfalz für eine impfkorrigierte Sieben-Tage-Inzidenz ausgesprochen.

"Die Beschreibung der Infektionslage durch die Parameter der Sieben-Tage-Inzidenz ist heute anders zu bewerten als vor einem Jahr, als keinerlei Anteile der Bevölkerung einen Impfschutz hatten", sagte Anselm Gitt vom Institut für Herzinfarktforschung Ludwigshafen der Deutschen Presse-Agentur.

Das Festhalten an der Inzidenz unterschätze die aktuelle gefährliche Infektionslage, warnte Gitt.

"Diese Zahlen beziehen sich seit Beginn der Pandemie auf die gesamte Bevölkerung und lassen völlig außer Acht, dass sich mittlerweile die Hälfte hat impfen lassen." Korrigiere man dies, erhalte man ein realistisches, allerdings auch bedrohliches Bild.

"Im Mittel wäre die Sieben-Tage-Inzidenz dann für die gesamte Bundesrepublik um mehr als den Faktor Zwei höher. Die impfkorrigierte Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit in 11 der 16 Bundesländer weit über 100 und in Nordrhein-Westfalen sogar bei 277."

Update, 28. August, 0.30 Uhr: Studie: Risiko für Krankenhauseinweisung bei Delta doppelt so hoch

Das Risiko für eine Krankenhauseinweisung ist bei einer Infektion mit der Delta-Variante des Coronavirus laut einer Studie wohl etwa doppelt so hoch wie bei der Alpha-Variante.

Forschende der Universität Cambridge und der Behörde Public Health England werteten für ihre Untersuchung mehr als 40.000 Corona-Fälle in England zwischen Ende März und Ende Mai 2021 aus.

Die im Fachjournal Lancet Infectious Diseases veröffentlichten Ergebnisse lassen sich vor allem auf das Risiko für Ungeimpfte beziehen. Für vollständig Geimpfte erlauben die Daten keine Rückschlüsse.

Das Risiko für eine Krankenhauseinweisung ist bei einer Infektion mit der Delta-Variante des Coronavirus wohl etwa doppelt so hoch wie bei der Alpha-Variante.
Das Risiko für eine Krankenhauseinweisung ist bei einer Infektion mit der Delta-Variante des Coronavirus wohl etwa doppelt so hoch wie bei der Alpha-Variante.  © Ole Spata/dpa

Update, 28. August, 0.01 Uhr: Keine Einigkeit bei US-Geheimdiensten über Ursprung des Coronavirus

Die US-Geheimdienste sind sich nach mehrmonatiger Prüfung weiter uneinig über den Ursprung des Coronavirus.

Ob das Virus aus einem Labor stamme oder von einem Tier auf den Menschen übergesprungen sei, sei offen, hieß es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht. Beides seien "plausible Hypothesen".

"Wir kommen zu dem Schluss, dass das Virus nicht als biologische Waffe entwickelt wurde", hieß es weiter.

Konsens gebe es auch darüber, dass die chinesischen Behörden vor dem ersten Ausbruch von Covid-19 keine Kenntnis von dem Virus gehabt hätten.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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