Corona in Bayern: Wirtschaft im Freistaat wächst nach Pandemie-Tief deutlich

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker für Bayern erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
In Bayern wurden 718.561* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 15.584 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben, 677.230 gelten hingegen als genesen. (Stand: 24. September)

Die Impfquote in Bayern liegt bei 61,3 Prozent. In den letzten sieben Tagen gab es im Freistaat insgesamt 243 hospitalisierte Fälle, die Belegung der Intensiv-Versorgungskapazitäten durch bestätigte Covid-19-Patienten liegt aktuell bei 266. (Stand: 24. September 2021)

In München wurden 379 neue Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle steigt auf 84.743* an. Enthalten in dieser Zahl sind 79.881 Personen, die inzwischen als genesen gelten sowie 1314 Todesfälle. (Stand: 24. September)

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 102,2 (RKI, Stand: 24. September).

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Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 24. September, 14.33 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 24. September, 11.50 Uhr: Bayerische Wirtschaft wächst nach Corona-Tief deutlich

Die bayerische Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr kräftig erholt. Preisbereinigt legte das Bruttoinlandsprodukt um 3,7 Prozent zu, wie das Landesamt für Statistik am Freitag unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte.

Das sei deutlich schneller als der bundesweite Durchschnitt von 2,9 Prozent - allerdings war die bayerische Wirtschaft im ersten Halbjahr 2020 auch überdurchschnittlich stark von Corona gebremst worden: Damals hatte das Minus 7,0 Prozent betragen, im Gesamtjahr lag es bei 5,5 Prozent.

Den vorläufigen Daten zufolge liegt Bayern im Bundesländervergleich des Wachstums im ersten Halbjahr 2021 auf Rang vier hinter Baden-Württemberg mit 5,5, Sachsen mit 4,3 und Niedersachsen mit 3,9 Prozent.

Das Landesamt für Statistik betont aber, dass es sich bei allen Daten um vorläufige Werte handelt, die sich noch ändern können.

Update 24. September, 6.04 Uhr: Aiwanger will wegen Lohnfortzahlung vor Verfassungsgerichtshof

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger will in der Frage der Lohnfortzahlung für Beschäftigte in Quarantäne vors Bundesverfassungsgericht ziehen.

"Ich lasse das verfassungsrechtlich prüfen", sagte Aiwanger der "Bild"-Zeitung. In einem Quarantäne-Fall sei ein Berufstätiger ja noch gar nicht infiziert. "Ich glaube nicht, dass das durchsetzbar ist", sagte Aiwanger dem Blatt. "Meine Sorge ist, dass Leute zum Lügen gezwungen werden", betonte Aiwanger. "Wenn sie ehrlich sind, bekommen sie kein Geld, wenn sie ein Rückenleiden erfinden schon", nannte er ein Beispiel.

Die Bundesländer und die Bundesregierung hatten sich zuvor darauf verständigt, Menschen, die nicht gegen Corona geimpft sind, die Lohnfortzahlung zu streichen, sollten diese in Quarantäne geschickt werden und deswegen nicht arbeiten können.

Diejenigen, die sich und andere durch eine Impfung schützten, hätten die berechtigte Frage, warum sie für andere, die nicht geimpft seien, mitzahlen, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) argumentiert.

Kritiker halten die Entscheidung für einseitig. Auch Sozialverbände warnen vor einer Impflicht durch die Hintertür. Andere befürchten, dass dadurch der Kampf gegen Corona sogar erschwert wird, weil sich Menschen nicht mehr freiwillig in Quarantäne begeben könnten.

Update 23. September, 13.51 Uhr: Zwölf Spieler corona-positiv! Wagners Hachinger mit Verschiebungen

Weil ein Dutzend Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurde, muss Regionalligist SpVgg Unterhaching mit Trainer Sandro Wagner zwei weitere Spiele verlegen.

Aufgrund der "aktuellen coronabedingten Lage" wird das für diesen Freitag geplante Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt auf den 2. November verschoben. Zudem soll das nächste Heimspiel gegen den TSV Buchbach nun am 12. Oktober stattfinden, wie der Verein am Mittwoch mitteilte.

Zwölf Unterhachinger Profis seien positiv auf das Virus getestet worden, sagte der Club auf Nachfrage der Süddeutschen Zeitung. Die anderen, mehrfach negativ Getesteten könnten derweil weiter trainieren.

Bereits am Wochenende musste das Spiel der Hachinger gegen die SpVgg Bayreuth abgesagt werden.

Update 23. September, 6 Uhr: Klaus Holetschek warnt vor Corona-Infektionen im Herbst

Das Ende des Sommers erhöht nach Ansicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) das Corona-Infektionsrisiko für alle Nicht-Geimpften.

"Jetzt ist höchste Zeit, sich impfen zu lassen, denn der Herbst ist Erkältungszeit und damit auch Nährboden für Corona", sagte er am Donnerstag in München. Weiter: "Wir haben es selbst in der Hand, Verantwortung für uns selbst und für andere zu übernehmen und mit der Impfung einen entscheidenden Beitrag im Kampf gegen die Pandemie zu leisten."

Nur mit der Impfung könne der Weg aus der Pandemie gelingen. "Nur mit der Impfung können wir unser Gesundheitswesen und alle dort Beschäftigen entlasten. Ich appelliere daher an alle Bürgerinnen und Bürger Bayerns: Lassen Sie sich jetzt impfen, Impfen ist der beste Schutz."

Update 21. September, 13.20 Uhr: Pooltests bisher an 30 Prozent von Bayerns Grund- und Förderschulen

Zu Beginn des neuen Schuljahres werden die neuen Corona-Pooltest zunächst nur an etwa jeder dritten Grund- und Förderschule angeboten.

An knapp über 30 Prozent der Grund- und Förderschulen seien die Pooltests bereits angelaufen, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Das Angebot wachse jetzt stetig weiter, insgesamt würden rund 3000 Schulen mit 500.000 Schülern an den Pooltests teilnehmen.

Söder und Piazolo sprachen von einem weitgehend reibungslosen Schulstart, betonten aber auch, dass die Ausstattung von Schulen und Kindertagesstätten mit Luftreinigern weiterhin nur schleppend vorangingen. Von den zur Verfügung gestellten Mitteln des Freistaats für die Anschaffung seien an den Schulen bisher 18 Prozent abgerufen wurden, an den Kitas seien es nur 1,6 Prozent. "Wir hoffen sehr, dass insbesondere die nächsten Wochen, wenn es Herbst und Winter wird, da noch mal eine Verstärkung stattfindet", sagte Söder.

Söder betonte zudem, dass die Aussicht auf Impfungen für jüngere Schüler eine "große Entlastung" für die allgemeine Corona-Lage bedeuten würde. Die Entwicklung bei den Neuansteckungen zeige, dass es sich inzwischen primär um eine Pandemie der Ungeimpften handle.

Bayernweit stagniere die Inzidenz derzeit bei Werten um die 87, die Krankenhausampel stehe weiter klar auf Grün. Allerdings gebe es im Süden Bayerns einige besondere regionale Belastungen, wobei sich auch hier zeige, dass in den betroffenen Regionen die Impfquoten niedriger seien als anderswo.

Update 21. September, 12.30 Uhr: Zahlreiche Verstöße in Nürnberger Gaststätten festgestellt

Nach der 3G-Regel dürfen nur Geimpfte, Genesene oder Getestete in Gaststätten.
Nach der 3G-Regel dürfen nur Geimpfte, Genesene oder Getestete in Gaststätten.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Regeln haben Polizei und Zoll bei der Kontrolle von Gaststätten in Nürnberg aufgedeckt.

Es seien unter anderem die Maskenpflicht und die sogenannte 3G-Regel nicht eingehalten worden, teilte die Stadt am Dienstag mit. Die Ermittler hatten am Samstag rund 30 Gaststätten, Lokale und Clubs kontrolliert. In 50 Fällen gab es Anzeigen.

Nach der Corona-Verordnung gilt für die Gastronomie die 3G-Regel, das heißt nur Geimpfte, Genesene oder Menschen mit einem aktuellen negativen Corona-Test dürfen eingelassen werden.

Update 21. September, 6.07 Uhr: Inzidenz bei schulpflichtigen Kindern in Bayern steigt stark

Durch die Coronatests in den Schulen sind möglicherweise deutlich mehr Infektionen bei Kindern und Jugendlichen entdeckt worden. Dies lassen die aktuellen Infektionszahlen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vermuten.

>>> Hier geht es zum ganzen Artikel hinsichtlich der Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern in Schulen.

Die Inzidenz bei schulpflichtigen Kindern in Bayern steigt stark. (Symbolbild)
Die Inzidenz bei schulpflichtigen Kindern in Bayern steigt stark. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Update 20. September, 18 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 20. September, 7.30 Uhr: Tourismusbeauftragter hält Après-Ski in Wintersaison für möglich

Skifahrer sollen in der Wintersaison wieder in den Genuss von Après-Ski kommen. (Symbolbild)
Skifahrer sollen in der Wintersaison wieder in den Genuss von Après-Ski kommen. (Symbolbild)  © Jakob Gruber/APA/dpa

Wie Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hält auch der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung eine Corona-Wintersaison in den Bergen samt Après-Ski unter bestimmten Bedingungen für möglich.

"Wir wollen wieder unbeschwert Skiurlaub machen", sagte Thomas Bareiß (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag).

"Daher ist es grundsätzlich richtig, bestimmte Veranstaltungen nur für Personengruppen zu öffnen, bei denen die Ansteckungsgefahr gering ist." Bei einem Anstieg des Infektionsgeschehens dürfe es keine Schließungen mehr geben, gleichzeitig müssten Gäste und Gastgeber geschützt werden. "In dem Fall bleibt zu prüfen, ob ein Antigen-Schnelltest noch ausreichend ist", sagte Bareiß. "Die Impfung bleibt das A und O."

Kurz hatte gesagt, er halte eine sichere Wintersaison inklusive Après-Ski für möglich. Falls sich die Situation weiter verschärft, würden anstatt der aktuell geltenden 3G-Regel nur noch Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen erhalten.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach reagierte kritisch auf diesen Vorstoß. "Wie die nächste Wintersaison aussehen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand seriös vorhersagen - auch nicht der österreichische Bundeskanzler", sagte Lauterbach den Funke-Zeitungen. Er würde aus heutiger Sicht "eher davon abraten, unter Ischgl-ähnlichen Bedingungen zu feiern" und verwies auf Impfdurchbrüche. Der österreichische Party- und Skiort Ischgl war voriges Jahr zum Corona-Hotspot geworden.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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