Corona in Bayern: Freie Wähler gegen Maskenpflicht in Schulen

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker für Bayern erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
In Bayern wurden 722.744* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 15.602 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben, 681.770 gelten hingegen als genesen. (Stand: 27. September)

Die Impfquote in Bayern liegt bei 61,7 Prozent. In den letzten sieben Tagen gab es im Freistaat insgesamt 199 hospitalisierte Fälle, die Belegung der Intensiv-Versorgungskapazitäten durch bestätigte Covid-19-Patienten liegt aktuell bei 269. (Stand: 27. September 2021)

In München wurden 220 neue Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle steigt auf 85.266* an. Enthalten in dieser Zahl sind 80.499 Personen, die inzwischen als genesen gelten sowie 1317 Todesfälle. (Stand: 27. September)

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 101,1 (RKI, Stand: 27. September).

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Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 27. September, 15.55 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 26. September, 14.15 Uhr: Computer-Software in allen bayerischen Impfzentren ausgefallen

Im gesamten Freistaat ist offenbar die Software in allen bayerischen Impfzentren ausgefallen. (Symbolbild)
Im gesamten Freistaat ist offenbar die Software in allen bayerischen Impfzentren ausgefallen. (Symbolbild)  © 123rf/vladstar

In allen bayerischen Impfzentren ist am Sonntagmorgen das Computersystem ausgefallen. Das bestätigte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

Ein "Netzwerkproblem im BayIMCO-Rechenzentrum" sei die Ursache gewesen, sagte sie in München. "Es konnte vorübergehend nicht auf das System zugegriffen werden."

Am Sonntagmittag seien das Programm und damit auch die Impfzentren wieder im Normalbetrieb gelaufen.

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Zuvor hatte die Stadt Rosenheim mitgeteilt, "im gesamten Freistaat" sei die Software ausgefallen, "in allen Impfzentren".

Zeitweise galt: "Alles muss händisch vorgenommen werden. Das bedeutet, dass im Impfablauf mit Wartezeiten zu rechnen ist."

Update 25. September, 14.46 Uhr: Freie Wähler wollen Maskenpflicht in der Schule am Platz abschaffen

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger will die Maskenpflicht für Schüler am Sitzplatz nicht verlängern.

"Die aktuell erfreulich niedrigen Fälle von positiv Getesteten an den Schulen rechtfertigen die Maskenpflicht nicht mehr", sagte Aiwanger am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Demzufolge waren am Mittwoch an den weiterführenden Schulen in Bayern nur 189 von 639.000 auf Corona getesteten Kindern und Jugendlichen positiv gewesen. "Das sind 0,03 Prozent. Das zeigt, unsere Schulen sind derzeit sehr sicher und es ist höchste Zeit, dass die Schülerinnen und Schüler vom stundenlangen Maskentragen am Sitzplatz und im Sport befreit werden", erläuterte Aiwanger.

Nach Angaben des Kultusministeriums wird eine Maske im Sportunterricht empfohlen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Die Freien Wähler würden deshalb einer Verlängerung der jetzigen Masken-Regelung nicht mehr zustimmen, betonte der stellvertretende bayerische Ministerpräsident. Die Maskenpflicht war zu Schulbeginn Mitte September zunächst bis zum 1. Oktober eingeführt worden, um mögliche Infektionen durch Reiserückkehrer zu verhindern.

"Diese Startphase ist jetzt rum, das Testen gibt einen hohen Sicherheitsstandard, deshalb jetzt weg mit der Maske", forderte Aiwanger.

Update 24. September, 14.33 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 24. September, 11.50 Uhr: Bayerische Wirtschaft wächst nach Corona-Tief deutlich

Die bayerische Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr kräftig erholt. Preisbereinigt legte das Bruttoinlandsprodukt um 3,7 Prozent zu, wie das Landesamt für Statistik am Freitag unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte.

Das sei deutlich schneller als der bundesweite Durchschnitt von 2,9 Prozent - allerdings war die bayerische Wirtschaft im ersten Halbjahr 2020 auch überdurchschnittlich stark von Corona gebremst worden: Damals hatte das Minus 7,0 Prozent betragen, im Gesamtjahr lag es bei 5,5 Prozent.

Den vorläufigen Daten zufolge liegt Bayern im Bundesländervergleich des Wachstums im ersten Halbjahr 2021 auf Rang vier hinter Baden-Württemberg mit 5,5, Sachsen mit 4,3 und Niedersachsen mit 3,9 Prozent.

Das Landesamt für Statistik betont aber, dass es sich bei allen Daten um vorläufige Werte handelt, die sich noch ändern können.

Update 24. September, 6.04 Uhr: Aiwanger will wegen Lohnfortzahlung vor Verfassungsgerichtshof

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger will in der Frage der Lohnfortzahlung für Beschäftigte in Quarantäne vors Bundesverfassungsgericht ziehen.

"Ich lasse das verfassungsrechtlich prüfen", sagte Aiwanger der "Bild"-Zeitung. In einem Quarantäne-Fall sei ein Berufstätiger ja noch gar nicht infiziert. "Ich glaube nicht, dass das durchsetzbar ist", sagte Aiwanger dem Blatt. "Meine Sorge ist, dass Leute zum Lügen gezwungen werden", betonte Aiwanger. "Wenn sie ehrlich sind, bekommen sie kein Geld, wenn sie ein Rückenleiden erfinden schon", nannte er ein Beispiel.

Die Bundesländer und die Bundesregierung hatten sich zuvor darauf verständigt, Menschen, die nicht gegen Corona geimpft sind, die Lohnfortzahlung zu streichen, sollten diese in Quarantäne geschickt werden und deswegen nicht arbeiten können.

Diejenigen, die sich und andere durch eine Impfung schützten, hätten die berechtigte Frage, warum sie für andere, die nicht geimpft seien, mitzahlen, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) argumentiert.

Kritiker halten die Entscheidung für einseitig. Auch Sozialverbände warnen vor einer Impflicht durch die Hintertür. Andere befürchten, dass dadurch der Kampf gegen Corona sogar erschwert wird, weil sich Menschen nicht mehr freiwillig in Quarantäne begeben könnten.

Update 23. September, 13.51 Uhr: Zwölf Spieler corona-positiv! Wagners Hachinger mit Verschiebungen

Weil ein Dutzend Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurde, muss Regionalligist SpVgg Unterhaching mit Trainer Sandro Wagner zwei weitere Spiele verlegen.

Aufgrund der "aktuellen coronabedingten Lage" wird das für diesen Freitag geplante Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt auf den 2. November verschoben. Zudem soll das nächste Heimspiel gegen den TSV Buchbach nun am 12. Oktober stattfinden, wie der Verein am Mittwoch mitteilte.

Zwölf Unterhachinger Profis seien positiv auf das Virus getestet worden, sagte der Club auf Nachfrage der Süddeutschen Zeitung. Die anderen, mehrfach negativ Getesteten könnten derweil weiter trainieren.

Bereits am Wochenende musste das Spiel der Hachinger gegen die SpVgg Bayreuth abgesagt werden.

Update 23. September, 6 Uhr: Klaus Holetschek warnt vor Corona-Infektionen im Herbst

Das Ende des Sommers erhöht nach Ansicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) das Corona-Infektionsrisiko für alle Nicht-Geimpften.

"Jetzt ist höchste Zeit, sich impfen zu lassen, denn der Herbst ist Erkältungszeit und damit auch Nährboden für Corona", sagte er am Donnerstag in München. Weiter: "Wir haben es selbst in der Hand, Verantwortung für uns selbst und für andere zu übernehmen und mit der Impfung einen entscheidenden Beitrag im Kampf gegen die Pandemie zu leisten."

Nur mit der Impfung könne der Weg aus der Pandemie gelingen. "Nur mit der Impfung können wir unser Gesundheitswesen und alle dort Beschäftigen entlasten. Ich appelliere daher an alle Bürgerinnen und Bürger Bayerns: Lassen Sie sich jetzt impfen, Impfen ist der beste Schutz."

Update 21. September, 13.20 Uhr: Pooltests bisher an 30 Prozent von Bayerns Grund- und Förderschulen

Zu Beginn des neuen Schuljahres werden die neuen Corona-Pooltest zunächst nur an etwa jeder dritten Grund- und Förderschule angeboten.

An knapp über 30 Prozent der Grund- und Förderschulen seien die Pooltests bereits angelaufen, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Das Angebot wachse jetzt stetig weiter, insgesamt würden rund 3000 Schulen mit 500.000 Schülern an den Pooltests teilnehmen.

Söder und Piazolo sprachen von einem weitgehend reibungslosen Schulstart, betonten aber auch, dass die Ausstattung von Schulen und Kindertagesstätten mit Luftreinigern weiterhin nur schleppend vorangingen. Von den zur Verfügung gestellten Mitteln des Freistaats für die Anschaffung seien an den Schulen bisher 18 Prozent abgerufen wurden, an den Kitas seien es nur 1,6 Prozent. "Wir hoffen sehr, dass insbesondere die nächsten Wochen, wenn es Herbst und Winter wird, da noch mal eine Verstärkung stattfindet", sagte Söder.

Söder betonte zudem, dass die Aussicht auf Impfungen für jüngere Schüler eine "große Entlastung" für die allgemeine Corona-Lage bedeuten würde. Die Entwicklung bei den Neuansteckungen zeige, dass es sich inzwischen primär um eine Pandemie der Ungeimpften handle.

Bayernweit stagniere die Inzidenz derzeit bei Werten um die 87, die Krankenhausampel stehe weiter klar auf Grün. Allerdings gebe es im Süden Bayerns einige besondere regionale Belastungen, wobei sich auch hier zeige, dass in den betroffenen Regionen die Impfquoten niedriger seien als anderswo.

Update 21. September, 12.30 Uhr: Zahlreiche Verstöße in Nürnberger Gaststätten festgestellt

Nach der 3G-Regel dürfen nur Geimpfte, Genesene oder Getestete in Gaststätten.
Nach der 3G-Regel dürfen nur Geimpfte, Genesene oder Getestete in Gaststätten.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Regeln haben Polizei und Zoll bei der Kontrolle von Gaststätten in Nürnberg aufgedeckt.

Es seien unter anderem die Maskenpflicht und die sogenannte 3G-Regel nicht eingehalten worden, teilte die Stadt am Dienstag mit. Die Ermittler hatten am Samstag rund 30 Gaststätten, Lokale und Clubs kontrolliert. In 50 Fällen gab es Anzeigen.

Nach der Corona-Verordnung gilt für die Gastronomie die 3G-Regel, das heißt nur Geimpfte, Genesene oder Menschen mit einem aktuellen negativen Corona-Test dürfen eingelassen werden.

Titelfoto: 123rf/vladstar

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