Coronavirus in Bayern: Melanie Leupolz zweifelt an Fortsetzung der Spielzeit

München - Das Coronavirus Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, schränkt das Leben in Bayern drastisch ein. Aktuelle Zahlen, Entwicklungen und Ausblicke in der Corona-Krise findet Ihr hier im TAG24-Liveticker.

Update 28. April, 11.25 Uhr: Basketball-Saisonende für Würzburg und Bayreuth

Die Basketballer von s.Oliver Würzburg und medi Bayreuth haben ihre jeweilige Entscheidung zum Ende der Bundesligasaison verteidigt. "Wir haben aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt und bleiben unserer Linie treu, in finanzieller Hinsicht keine Risiken einzugehen", sagte Würzburgs Geschäftsführer Steffen Liebler. 

Chefcoach Denis Wucherer war zwar enttäuscht. "Aber wir als Trainer akzeptieren und respektieren die Entscheidung der Geschäftsführung. Neben der Gesundheit aller Beteiligten muss das Wohl unseres Clubs an erster Stelle stehen", sagte er.

Die beiden fränkischen Teams gehören zu sieben Vereinen, die sich am Montag gegen eine Fortsetzung der Meisterschaft ausgesprochen haben und deren Bundesliga-Saison damit zu Ende ist. Zehn Clubs, darunter Bayern München und Brose Bamberg, wollen dagegen weitermachen und in einem komprimierten Playoff-Format im Juni den Meister ermitteln. 

Das rund dreiwöchige Turnier soll an einem Standort stattfinden und flankiert sein von umfangreichen Hygiene- und Isolationsmaßnahmen.

Für die Bayreuther war das nicht zu stemmen. Die Oberfranken hatten sich in Abstimmung mit Alleingesellschaft Carl Steiner schon vor der Konferenz für ein Saisonende ausgesprochen. Daran werde "natürlich auch weiterhin" festgehalten, sagte Geschäftsführer Björn Albrecht.

Update 28. April, 11.15 Uhr: Traktoren-Hersteller Fendt fährt Produktion wieder hoch

Der Allgäuer Landmaschinen-Hersteller Fendt beginnt nach etwa einem Monat wieder mit der Produktion an seinen deutschen Standorten. Dies sei von diesem Mittwoch an möglich, weil Zulieferer nach einer coronabedingten Unterbrechung wieder planmäßig und zuverlässig Teile lieferten, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Fendt hatte die Produktion Ende März "trotz sehr guter Auftragslage" an vier von sechs Standorten eingestellt. drei davon liegen in Bayern. Mit der Wiederaufnahme ende nun auch die Kurzarbeit für alle Beschäftigten, sagte ein Sprecher.

Die Mitarbeiter sollen nach Angaben des Vorsitzenden der AGCO/Fendt-Geschäftsführung, Christoph Gröblinghoff, unter anderem durch ein Zweischichtsystem, Plexiglasscheiben und das Tragen von Mund-Nasen-Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus geschützt werden. 

Das Modell mit zwei Schichten erhöhe zudem die Kapazitäten, um den Rückstand in der Produktion "teilweise oder - falls erforderlich - sogar ganz auszugleichen", sagte Gröblinghoff. 

Update 28. April, 11 Uhr: Nationalspielerin Melanie Leupolz zweifelt an Fortsetzung der Saison

Die deutsche Fußball-Nationalspielerin Melanie Leupolz hat große Zweifel an einer Wiederaufnahme der Saison in der Frauen-Bundesliga geäußert. 

"Generell bin ich sehr optimistisch, deshalb hoffe ich auch, dass wir noch einmal spielen können", sagte die 25-Jährige in einem "Omnisport"-Interview, betonte aber auch: "Wenn man realistisch ist, dann wird es sehr, sehr schwierig."

Derzeit ist der Spielbetrieb wegen der Coronavirus-Pandemie ausgesetzt. Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes hatte zuletzt einen Außerordentlichen Bundestag angekündigt. Damit wäre der Weg geebnet, sollte über einen Saisonabbruch entschieden werden müssen. Leupolz wechselt nach dieser Saison vom FC Bayern zum FC Chelsea. 

Ob sie noch einmal für die Münchnerinnen auflaufen wird, scheint derzeit fraglich. 

"Letzten Endes wird der gesundheitliche Aspekt überwiegen", sagte Leupolz. "Bei uns sind die Testungen nicht möglich. Bei uns ist es auch nicht möglich, dass die gesamte Mannschaft in Quarantäne geht oder der Spielbetrieb ohne eine entsprechende Vorbereitung einfach wieder aufgenommen werden kann. Das Verletzungsrisiko wäre dann einfach enorm hoch. Das alles sind Punkte, die ich bis dato noch versuche zu verdrängen."

Nationalspielerin Melanie Leupolz zweifelt an einer Fortsetzung der Fußball-Saison.
Nationalspielerin Melanie Leupolz zweifelt an einer Fortsetzung der Fußball-Saison.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update 28. April, 9.15 Uhr: Corona-Folgen? Mehr Pleiten im März

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Bayern ist im März deutlich angestiegen. Das Landesamt für Statistik in Fürth meldete am Dienstag einen Zuwachs von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat bei den Insolvenzanträgen.

Die Zahl ist mit 249 zwar noch überschaubar, ein Sprecher des Landesamts sagte allerdings, die Höhe des Anstiegs sei ungewöhnlich stark. Zudem hat sich die Zahl der von den Insolvenzen betroffenen Arbeitnehmer mehr als verdreifacht. Sie lag im März bei 2727.

Der Anstieg ist dem Landesamt zufolge ein erstes Anzeichen für eine Trendwende bei den Insolvenzen. Im gesamten ersten Quartal war die Zahl der Anmeldungen von Unternehmen und Privatpersonen nämlich noch um 7,5 Prozent gesunken. 

Ob die steigende Zahl der Insolvenzen bereits mit der im März aufziehenden Corona-Krise zu tun hat, lässt sich aus den Daten nicht ablesen.

Update 28. April, 6.30 Uhr: Bayerns Bistümern brechen Kirchensteuer-Einnahmen weg

Wegen der Corona-Krise rechnen Bayerns Bistümer mit Kirchensteuer-Einbußen in Millionenhöhe - und richten sich auf einen harten Sparkurs ein. Einzelne Bistümer müssten Einnahmeverluste im zweistelligen Millionenbereich verkraften, berichtete die "Augsburger Allgemeine" nach einer Umfrage in allen bayerischen Diözesen. 

Die in der sogenannten Freisinger Bischofskonferenz vertretenen sieben bayerischen Diözesen Augsburg, Bamberg, Eichstätt, München und Freising, Passau, Regensburg, Würzburg sowie Speyer mit ihren insgesamt knapp 6,9 Millionen Katholiken erwarten demnach deutliche Einbußen.

Im Bistum Regensburg etwa rechnet man "mit einschneidenden finanziellen Konsequenzen der Corona-Krise". Sprecher Clemens Neck wies darauf hin, dass zurzeit auch alle kirchlichen Tagungshäuser leer stünden und es Ausfälle bei Mieteinnahmen gebe. Gleichzeitig steige der Bedarf an kirchlichen Ansprechpartnern bei häuslicher Gewalt, Schuldnerberatung, Suchthilfe, Telefonseelsorge oder Trauerbegleitung.

Für Empörung sorgte die Forderung des Autors Peter Hahne, die Kirchen sollten für zwei Monate auf die Kirchensteuer verzichten, weil sie während der Corona-Quarantäne keine Leistung erbracht hätten. Dies sei "Irrsinn", sagte der Sprecher des Erzbistums München und Freising, Bernhard Kellner, der Zeitung. "Wir haben 16.000 Mitarbeiter, die wir beschäftigen und die wir nicht in Kurzarbeit schicken wollen", sagte er. Dem Erzbistum gehe es gerade wie anderen Teilen der Gesellschaft auch. "Wir müssen von erheblichen Einnahmerückgängen bei der Kirchensteuer ausgehen."

Bernhard Schweßinger, Sprecher der Diözese Würzburg, sagte zu den Äußerungen des ehemaligen ZDF-Moderators Hahne: "Von einer wochenlangen Tatenlosigkeit der Kirchen kann keine Rede sein." Seelsorger hätten beispielsweise dem Würzburger Bischof Franz Jung gesagt, sie seien nie so intensiv in der Einzelseelsorge gefordert worden wie jetzt.

Im Bistum Regensburg rechnet man "mit einschneidenden finanziellen Konsequenzen der Corona-Krise".
Im Bistum Regensburg rechnet man "mit einschneidenden finanziellen Konsequenzen der Corona-Krise".  © Armin Weigel/dpa

Update 28. April, 6.08 Uhr: "Tag der Arbeit" auch in Bayern nur online

Vor einem Jahr hatten die Gewerkschaften in Bayern am 1. Mai 75.000 Menschen zu ihren Kundgebungen gelockt - jetzt können die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg am Tag der Arbeit nicht gemeinsam auf die Straße gehen. Stattdessen gibt es Videobotschaften und Online-Aktionen.

Auf dem Münchner Marienplatz hatte der DGB Bayern den Verdi-Bundesvorsitzenden Frank Werneke als Hauptredner erwartet. Wernekes Grußbotschaft stellt der Gewerkschaftsbund jetzt auf seine Homepage, zusammen mit dem Grußwort des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter (SPD).

Der bayerische DGB-Landesvorsitzende Matthias Jena wollte eigentlich in Bamberg sprechen, der bayerische IG-Metall-Chef Johannes Horn in Augsburg. Auch sie müssen es bei kurzen Videobotschaften im Internet belassen unter dem Motto "Solidarisch ist man nicht alleine!".

Traditionell finden bundesweit die meisten Gewerkschaftskundgebungen zum 1. Mai in Bayern statt: 99 Veranstaltungen waren es hier laut DGB im vergangenen Jahr gewesen. Aber wegen der Corona-Pandemie "findet der Tag der Arbeit 2020 im Netz statt. Denn Solidarität heißt in diesen Zeiten auch: mit Anstand Abstand halten!", erklärte der Gewerkschaftsbund.

Neben Videobotschaften der Gewerkschaftsfunktionäre sind auch bunte Aktionen geplant. Der DGB München etwa hat dazu aufgerufen, mit Spielzeug, Gummibärchen oder anderen Utensilien sich eine eigene Mai-Demo zu basteln und ein Foto oder Video davon zu posten unter #Spielzeugdemo. Der DGB Mittelfranken ruft auf zu einer Fotoaktion mit Streikweste oder Fahne im Betrieb, am Fenster oder auf dem Balkon mit einer Aussage: "Solidarität heißt für mich...". 

Auch andere Regionalverbände machen Fotoaktionen.

Die im DGB organisierten Gewerkschaften im Freistaat haben rund 806.000 Mitglieder. Die mit Abstand größte Einzelgewerkschaft im DBG Bayern ist die IG Metall mit gut 380.000 vor Verdi mit 230.000 Mitgliedern.

Update 28. April, 6.05 Uhr: Gottesdienst und Demos? Kabinett beschließt Corona-Lockerungen

Das wegen der Corona-Pandemie seit Wochen geltende Verbot für öffentliche Gottesdienste und Demonstrationen wird aufgehoben. Das Kabinett will am Dienstag (10 Uhr) in seiner Sitzung in München die schon von der Staatsregierung angekündigten Lockerungen ab dem 4. Mai formell beschließen

Unter strengen Auflagen wie Mindestabständen zwischen den Kirchgängern und Personenobergrenzen sollen dann wieder alle Religionsgemeinschaften Gottesdienste mit Besuchern anbieten können. Bisher war dies nur ohne Besucher per Übertragungen im Internet oder Fernsehen möglich. Darüber hinaus wird bei der Sitzung auch ein erstes Fazit der seit diesem Montag geltenden Maskenpflicht sowie des gestarteten Schulunterrichts für Abschlussklassen gezogen. In Bayern waren in den vergangenen Tagen die Neuinfektionen schrittweise zurückgegangen.

Auch die am Montagabend angekündigte Öffnung großer Geschäfte in Bayern wird thematisiert. Nach einer Rüge des Verwaltungsgerichtshofs dürfen auch sie ab sofort wieder ihre Pforten öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter beschränken. Der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Handelsverbandes, Wolfgang Puff, sagte der "Augsburger Allgemeinen": "Das Urteil und die schnelle Reaktion der Staatsregierung ist ein Schritt in die richtige Richtung." 

Abstands- und Hygieneregeln könnten bei mehr Platz sogar besser eingehalten werden. Zum Beginn der Maskenpflicht habe es bislang keine Verstöße gegeben, deshalb hoffe er weiterhin auf die Einsicht bei Kunden und Mitarbeitern im Einzelhandel. Erste Unternehmen wollten die Möglichkeit, die Verkaufsfläche zu begrenzen, so schnell wie möglich nutzen, so Puff.

Update 28. April, 6 Uhr: Oppositionspolitiker vermissen Horst Seehofer in Corona-Krise

Vertreter von FDP und Grünen vermissen in der Corona-Krise öffentliche Stellungnahmen von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Es sei im Innenausschuss ein Thema, "dass man den Minister derzeit schlicht nicht wahrnimmt", sagte der Grünen-Abgeordnete Konstantin von Notz den Zeitungen der Funke Mediengruppe. 

Die Lage sei "innenpolitisch mega ernst, und das Bundesinnenministerium ist einfach nicht auf dem Platz".

Der FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle sagte den Funke-Zeitungen, während sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor jede Kamera stelle, sei Seehofer seit Wochen abgetaucht. "Die Bekämpfung des Infektionsgeschehens ist aber nicht nur Sache der Bundesländer, sondern auch eine Angelegenheit der Innenpolitik. Von Grenzkontrollen durch die Bundespolizei bis zu Katastrophenschutz und Bevölkerungshilfe - die Zuständigkeiten des Bundesinnenministeriums liegen auf der Straße", kritisierte Kuhle. "Horst Seehofer sollte daher sein Corona-Schweigegelübde brechen und deutlicher Stellung beziehen, auch zu der Frage, wie das angemessene Verhältnis zwischen Bürgerrechten und Gesundheitsschutz aussieht."

Der 70-jährige Seehofer hat sich in der Corona-Krise von Anfang an vorsichtig verhalten. So verzichtete er bereits auf den Handschlag zur Begrüßung, als andere Politiker noch sorgloser agierten.

Vertreter von FDP und Grünen vermissen in der Corona-Krise öffentliche Stellungnahmen von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).
Vertreter von FDP und Grünen vermissen in der Corona-Krise öffentliche Stellungnahmen von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).  © Wolfgang Kumm/dpa

Update 27. April, 19.11 Uhr: Große Geschäfte können ab sofort beschränkt öffnen

Wenn sie ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter beschränken, dürfen jetzt auch große Geschäfte in Bayern öffnen. Die Staatsregierung reagiert damit auf eine Entscheidung des höchsten bayerischen Verwaltungsgerichts.

Alle weiteren Infos dazu lest Ihr >>> hier

Update 27. April, 18.27 Uhr: Asylbewerber nach Corona-Infektion gestorben

Ein Asylbewerber aus einer oberbayerischen Gemeinschaftsunterkunft ist nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. 

Der 35 Jahre alte Mann aus Afghanistan starb im Krankenhaus, wie die Regierung von Oberbayern am Montag mitteilte. Er hatte am 3. April über Fieber und Kopfschmerzen geklagt, eine Woche später lag das positive Testergebnis vor. Am 10. April kam er mit der Lungenkrankheit Covid-19 ins Krankenhaus.

Die Regierung von Oberbayern sei stets bemüht, den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner in den Unterkünften Rechnung zu tragen, hieß es in einer Mitteilung. Sie bedauere diesen Todesfall zutiefst. 

Von den knapp 30.000 Asylbewerbern im Regierungsbezirk Oberbayern seien aktuell 299 mit dem Coronavirus infiziert, 42 weitere seien zwischenzeitlich wieder gesund geworden.

Update 27. April, 17.07 Uhr: Coronakrise zwingt Bistum Eichstätt auf strikten Sparkurs

Das Bistum Eichstätt muss wegen der Coronakrise sparen. 

"Die Diözese erwartet infolge des gesamtwirtschaftlichen Einbruchs einen signifikanten Rückgang der Kirchensteuereinnahmen", teilte Generalvikar Pater Michael Huber am Montag mit. Für das laufende Jahr 2020 wurde ein Einstellungsstopp verhängt. Auch frei werdende Stellen sollen erstmal nicht nachbesetzt werden. Ausgenommen vom Einstellungsstopp sind schon zugesagte Stellen, Lehrer an kirchlichen Schulen im Bistum und kirchliche Religionslehrer an staatlichen Schulen.

Der Bau-Etat wird ebenfalls eingeschränkt. Nur noch Maßnahmen, die beispielsweise aus Sicherheits- und Brandschutzgründen notwendig sind, sollen genehmigt werden. Was bereits bewilligt ist, soll allerdings auch gebaut werden. Die Finanzierung der Pfarreien soll aktuell nicht von Einsparmaßnahmen betroffen sein, betonte das Bistum in seiner Mitteilung.

Schon vor der Coronakrise hatte die Diözese Eichstätt mit einer sehr schwierigen Haushaltslage und einem Minus von rund 4,7 Millionen Euro im Wirtschaftsplan 2020 gerechnet.

Update 27. April, 16.06 Uhr: Betrieb an Terminal 1 am Münchner Flughafen wird eingestellt

Am Terminal 1 des Münchner Flughafens wird die Passagierabfertigung ab kommenden Mittwoch eingestellt. 

Weil das Flugangebot durch die Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie derzeit drastisch reduziert sei, würden bis auf Weiteres sämtliche Abflüge und Ankünfte über das Terminal 2 abgewickelt, teilte die Flughafen München GmbH am Montag mit. Auch die Gepäckausgabe für alle Flüge erfolge von Mittwoch an am Terminal 2. Das medizinische Zentrum des Airports im Bereich D des Terminal 1 sei dagegen weiterhin zugänglich.

Der Check-in der normalerweise im Terminal 1 ansässigen Airlines zieht in den Bereich Z im München Airport Center um. Gästen, die mit dem Auto anreisen, stehen beim Terminal 2 die Parkhäuser P20 und P26 zur Verfügung.

Update 27. April, 15.56 Uhr: Söders Stimme kratzt wegen starker Allergie

CSU-Chef Markus Söder macht derzeit seine Allergie ziemlich zu schaffen. 

Seit einigen Tagen fällt bei Pressekonferenzen wie am Montag nach der Sitzung des CSU-Vorstands auf, dass die Stimme des bayerischen Ministerpräsident kratzt und bisweilen fast ganz verloren zu drohen geht. 

Söder sagte daraufhin nach Angaben des Radiosenders "Gong 96.3" wegen seiner Stimmprobleme sogar einen am Nachmittag geplanten Interviewtermin ab.

Sorgen, dass sich Söder inmitten der Corona-Krise eine Erkältung oder gar etwas Schlimmeres zugezogen hat, sind laut Staatskanzlei aber unberechtigt - es gebe keine weiteren Terminabsagen. Bereits am Dienstag soll Söder dann auch das Kabinett wieder wie gewohnt leiten, samt anschließender Pressekonferenz.

Update 27. April, 15.21 Uhr: 26 neue Corona-Fälle in München

In München wurden am Montag 26 neue Corona-Fälle bestätigt, wie die Stadt mitteilte (Stand: 27. April, 13.30 Uhr). Damit wurden in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.607 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 3.928 Personen, die bereits genesen sind sowie 143 Todesfälle.

Update 27. April, 14.53 Uhr: Handel in Bayern läuft vielerorts ruhig an

Ein junger Mann, der eine Gasmaske trägt, lädt vor einem Baumarkt die gekaufte Blumenerde in sein Auto. (Symbolbild)
Ein junger Mann, der eine Gasmaske trägt, lädt vor einem Baumarkt die gekaufte Blumenerde in sein Auto. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nach wochenlangen Zwangsschließungen wegen der Corona-Pandemie sind vielerorts in Bayern weite Teile des Handels ruhig wieder angelaufen. In Nürnberg etwa gab es einem Polizeisprecher zufolge am Montag zunächst keine Konflikte wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht oder die Abstandsregelungen in den wiedergeöffneten Geschäften.

"Es gibt bei Kontrollen momentan keinerlei Probleme. Nach dem, was wir sehen können, halten sich die Leute sehr diszipliniert an die Vorgaben", sagte der Sprecher. Auch in Ingolstadt verlief das Wiederhochfahren des Handels nach Angaben eines Polizeisprechers bis zum Mittag ruhig. So seien den Beamten weder Warteschlangen vor Geschäften noch übermäßig volle Straßen aufgefallen.

Andere Polizeipräsidien im Freistaat gaben auf Anfrage zwar an, dass die Lage in den Geschäften am ersten Tag der gut fünfwöchigen Corona-Pause nach ersten Eindrücken ruhig gewesen sei. Für konkrete Einschätzungen zu den Zahlen der Einkäufer und der Polizeieinsätze war es den Sprechern in München, Niederbayern und Schwaben zufolge am Mittag aber noch zu früh. 

Durch die seit Montag geltenden Lockerungen dürfen nach Auskunft von Wirtschaftsministerium und Handelsverband rund 80 Prozent der Läden im Freistaat wieder öffnen.

Update 27. April, 14.27 Uhr: Gewerkschaft hofft bei Voith-Streik auf Erfolg von Aiwanger

Die IG Metall hofft beim Streit um das Sonthofener Voith-Werk auf einen Verhandlungserfolg von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Das Vermittlungsangebot des Freie-Wähler-Chefs sei zu begrüßen, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Die IG Metall sei weiterhin gesprächsbereit.

Der Voith-Konzern will das Werk mit etwa 500 Mitarbeitern, das zur Antriebstechniksparte Voith Turbo gehört, Ende des Jahres schließen. Seit der vergangenen Woche ist die Belegschaft deswegen im Streik. Aiwanger hatte angeboten, in der Auseinandersetzung zu vermitteln. "Es geht darum, möglichst viele Arbeitsplätze am Standort Sonthofen zu erhalten", erklärte er.

Voith will die Produktion an größeren Standorten konzentrieren und dafür zwei kleinere Werke schließen. Neben dem Standort im Allgäu soll noch ein Werk in Sachsen zumachen.

Update 27. April, 14.20 Uhr: Infizierte in Bayern

In Bayern sind laut einer Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vom Montag 41.415 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden (Stand: 27. April, 10 Uhr). 

Davon gelten 28.900 als genesen. 1.636 Menschen sind mittlerweile an der Krankheit gestorben. 

Update 27. April, 14.04 Uhr: Söder kündigt nach Gerichtsentscheid Korrektur von Handel-Auflagen an

Nach der vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof festgestellten Verfassungswidrigkeit der Corona-Beschränkungen für den Handel in Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder Korrekturen angekündigt. 

Diese Woche ändere sich aber nichts, sagte der CSU-Chef am Montag nach einer Videoschalte des CSU-Vorstands. "Wir überlegen uns, das wollten wir ohnehin tun, wie wir mit nächster Woche dann umgehen." Dabei orientiere man sich an der Gerichtsentscheidung.

Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hatte das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt. Die Richter sehen das wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Ländern und der Ausnahmen für größere Geschäfte in anderen Branchen als Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes. Das Gericht setzte die Vorschrift wegen der Pandemie-Notlage "ausnahmsweise" nicht außer Kraft, stellte aber die Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz fest.

Söder sagte, nach widersprüchlichen Entscheidungen von Vorinstanzen gebe es nun Klarheit. Er wertete die Entscheidung aber nicht als Kritik am Kurs der Staatsregierung. "Also im Grunde genommen ist es eher eine Sicherheitsmaßnahme und bestätigt den umsichtigen Kurs gegenüber dem etwas lockereren Kurs des Bundes." Es sei kein Angriff, sondern aus Sicht der Staatsregierung eine Präzisierung. «Und die werden wir dann natürlich entsprechend umsetzen und auch vornehmen.»

Söder verwies dabei auf den Hinweis des Gerichts, dass die "Freistellung" für Buchhändler und Fahrradgeschäfte, für die die Begrenzung auf 800 Quadratmeter nicht gilt, "aus infektionsschutzrechtlicher Sicht sachlich nicht gerechtfertigt" sei.

Update 27. April, 13.43 Uhr: Söder kündigt Corona-Exit-Konzepte für Schule, Kita und Senioren an

Markus Söder, CSU-Vorstandsvorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, verlässt nach einer Pressekonferenz mit einer Mundschutzmaske den Raum.
Markus Söder, CSU-Vorstandsvorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, verlässt nach einer Pressekonferenz mit einer Mundschutzmaske den Raum.  © Peter Kneffel/dpa

Bis zur kommenden Woche will Bayern eigene Konzepte zur Lockerung der Corona-Beschränkungen für Kindergärten, Schulen und Pflegeheime vorlegen. 

"Mein und unser Schwerpunkt, meine und unsere Priorität liegt in den nächsten zehn Tage darin, Konzepte zu erarbeiten und bis spätestens nächste Woche zu präsentieren, die vor allem die Situation der Familien wahrnimmt, und zwar alle Generationen", sagte CSU-Chef Markus Söder am Montag nach einer Sitzung seines Parteivorstandes in München. 

Dazu gehöre für ihn eine klare Konzeption für die Schule, für Kitas und auch eine ganz sensible Entwicklung für Alten- und Pflegeheime.

"Eigentlich sollte das Ziel sein, dass vor Pfingsten jeder Schüler zumindest einmal wieder in der Schule war", sagte der bayerische Ministerpräsident. Es sei nun an der Zeit, bei den Schulen die vielen, klugen Konzepte, die in der Diskussion seien, etwa für einen zeitversetzten Unterricht oder die Reduktion auf die Kernfächer miteinander zu verzahnen. 

Ziel sei es, "ganz langsam vorsichtig wieder heranführen an den Schulalltag, aber mit allen maximalen Schutzmaßnahmen."

Auch bei Kitas gebe es Handlungsbedarf. Es müsse auch vom Robert Koch-Institut eine Einschätzung erteilt werden, welche Rolle die Kleinsten der Übertragung des Virus einnehmen. Sollte sich bestätigen, dass sie "nicht so stark davon betroffen sind", dann seien schnellere Öffnungen denkbar. 

"Mir ist zum Beispiel wichtig, flexible Konzepte zu entwickeln." Denkbar sei, dass Eltern von zwei Familien gegenseitig die Kinder betreuen.

Update 27. April, 13.40: Rettung der Lufthansa ist laut Söder "elementar" für ganz Deutschland

Die Rettung der von der Corona-Pandemie schwer betroffenen Lufthansa ist nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder für Deutschland "elementar" und muss daher hohe Priorität haben. 

"Natürlich ist es wichtig, die Lufthansa zu retten, es ist ein systemrelevantes Unternehmen. Die Lufthansa sollte aber nicht verstaatlicht werden", sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. 

Deutschland dürfe auch nach einer staatlichen Beteiligung "kein Sagen auf der Kommandobrücke" erhalten, sondern sich nur als stiller Teilhaber, als Beiboot verstehen.

Die Lufthansa ist wegen der massiven Flugabsagen in Schwierigkeiten geraten. Der Konzern hatte vor einigen Tagen erklärt, dass man sich nicht mehr aus eigener Kraft aus der Corona-Krise retten könne. 

Nun könnte ein milliardenschweres Hilfspaket kommen, die genaue Form ist aber noch unklar.

Update 27. April, 13.30 Uhr: Ärzte fordern finanzielle Hilfen für Schutzausrüstung und Mitarbeiter

Bayerns Fachärzte fordern wegen der Corona-Krise finanzielle Hilfen für die Praxen und die Mitarbeiter. 

Die Ärzte und die Praxishelfer hätten in den vergangenen Wochen ohne geeignete Schutzausrüstung behandeln müssen oder diese "zu teils horrenden Preisen" selbst beschaffen müssen, erklärte die Allianz fachärztlicher Berufsverbände am Montag in München.

"Dabei wäre es Aufgabe des Staates gewesen, Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen."

Es stelle sich jetzt die Frage, wer für die bereits gekaufte Schutzausrüstung die Kosten trage. Zudem sei offen, wer "zukünftig die Kosten für die exorbitant gestiegenen Hygiene- und weiteren Schutzmaßnahmen" übernehme.

Die Ärzte verlangen für sich und ihre medizinischen Fachangestellten (MFA) "die gleiche Wertschätzung, die die Mitarbeiter in Kliniken und Pflegeeinrichtungen erhalten haben". Deswegen verlangen sie auch staatliche Einmalzahlungen für die MFA. 

Die Praxen hätten in der Pandemie 86 Prozent der Corona-Patienten ambulant behandelt und die Regelversorgung der Bevölkerung unter schwierigsten Bedingungen sichergestellt.

Update 27. April, 13.25 Uhr: Söder stellt weitere Lockerungen für Handel in Aussicht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angesichts erster positiver Rückmeldungen nach den Ladenöffnungen vom Montagmorgen weitere Lockerungen für Geschäfte und auch die Gastronomie in Aussicht gestellt. 

Das Konzept "Erleichterungen gegen Schutz" scheine zu funktionieren, sagte Söder am Montag nach einer CSU-Parteivorstandssitzung in München.

Man werde sich beim Handel "weitere Maßnahmen" überlegen. Bei der Gastronomie nannte er erneut Ende Mai als möglichen Zeitpunkt für Lockerungen. Alle Perspektiven und Zeitachsen hingen aber vom Verlauf des Infektionsgeschehens ab.

Söder berichtete, der sogenannte Reproduktionsfaktor liege in Bayern derzeit bei 0,57 und damit "deutlichst" unter 1. 

Der tägliche Zuwachs der Neuinfektionen liege derzeit bei um die 1 Prozent, sagte er.

Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern dürfen wieder öffnen - wenn sie ein Hygienekonzept vorlegen können.
Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern dürfen wieder öffnen - wenn sie ein Hygienekonzept vorlegen können.  © Armin Weigel/dpa

Update 27. April, 13 Uhr: Verkaufsverbot für große Geschäfte verfassungswidrig

Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hat das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt. 

Die Richter sehen dies wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Läden als Verstoß gegen das Grundgesetz. Das teilte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) am Montag mit. 

Das Gericht setzte die Vorschrift aber nicht außer Kraft. Mehr dazu >>>hier

Update 27. April, 12.30 Uhr: Über 5300 Kontrollen in München

Ein altes Schild hängt am Bauzaun an der Theresienwiese.
Ein altes Schild hängt am Bauzaun an der Theresienwiese.  © Peter Kneffler/dpa

Von Sonntag auf Montag würden im Münchner Stadt- und Landkreis über 5300 Kontrollen durchgeführt. 

Dabei mussten 169 Verstöße gegen die Auflagen angezeigt werden. 

So bemerkte eine Streife in der Nacht mehrere Personen, die im Bereich der Petra-Kelly-Straße und Georg- Birk-Straße in Schwabing aufhielten. 

Es stellte sich heraus, dass die Gruppe (alle mit verschiedenen Wohnsitzen in München, 18-20 Jahre alt) zusammen umherliefen, dabei Alkohol tranken und nicht die Mindestabstände einhielten. 

Die Polizei erteilte Platzverweise und zeigte alle fünf wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz an. 

Update 27. April, 11.20 Uhr: Langsame Öffnung der Gastronomie erst ab Ende Mai denkbar

Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Markus Söder hält eine langsame Wiedereröffnung der Gastronomie erst ab Ende Mai für denkbar. 

Das sagte er nach Teilnehmerangaben am Montag in einer Videoschalte des CSU-Parteivorstands.

Söder verteidigte dabei den bisherigen Kurs im Kampf gegen das Coronavirus und mahnte weiterhin zu nur vorsichtigen Lockerungen. Die bisherige Strategie, Inhalt und Zeitpunkt, seien richtig gewesen. Man müsse nun weiterhin langsam, behutsam und vorsichtig agieren - aber mit Perspektiven. Es dürfe bei den Lockerungen keinen Überbietungswettbewerb geben.

Die CSU-Spitze ging in der Videoschalte deutlich auf Distanz zum nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU). Dieser hatte am Sonntagabend in der ARD beklagt, dass Virologen alle paar Tage ihre Meinung änderten. Das führe zu Verunsicherung.

Söder sagte ganz grundsätzlich, ohne Laschet namentlich zu nennen: «Es wäre falsch, nicht auf Virologen zu hören, denn sie haben uns bisher gut beraten.»

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt ging Laschet dagegen frontal an: Was Laschet mache, könne schädlich sein, sagte Dobrindt nach Teilnehmerangaben. 

Man dürfe sich nicht einfach von wissenschaftlichen Erkenntnissen entfernen. Vielmehr müsse man mit den Virologen agieren und nicht gegen sie, mahnte Dobrindt.

Update 27. April, 11.10 Uhr: Landesseniorenvertretung warnt vor übereilten Lockerungen

Die Landesseniorenvertretung Bayern (LSVB) kritisiert, dass bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zu wenig an die Belange älterer Menschen gedacht werde.

Lockerungen nur für jüngere Menschen zuzulassen, sei der "Todesstoß für eine humane und solidarische Gesellschaft", warnte der LSVB-Vorsitzende Franz Wölfl.

"Die in den letzten Tagen und Wochen begonnene Debatte um die richtige Exit-Strategie aus der Corona-Pandemie bereitet mir große Sorgen, teilweise macht sie mir sogar Angst." Es sei fatal, die Wirtschaft gegen die Wand zu fahren, aber ebenso fatal, durch übereilte Lockerungen die Gesundheit und das Leben Hunderttausender Menschen zu gefährden, sagte Wölfl laut einer Mitteilung seines Verbandes.

Wölfl kritisiert zudem, dass Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner (CSU), die auch für die Senioren zuständig ist, eher im Hintergrund agiere. Sein Vorschlag: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) könne die Sozialministerin zu all seinen Pressekonferenzen mitnehmen.

Die LSVB ist die Dachorganisation der kommunalen Seniorenvertretungen in Bayern, also der Seniorenräte, Seniorenbeiräte und Seniorenbeauftragten.

Update 27. April, 11 Uhr: Deutscher Computerspielpreis wird online vergeben

Die Corona-Krise hat nun auch den Deutschen Computerspielpreis erfasst. 

Statt mit Publikum und geladenen Gästen im Münchner Löwenbräukeller findet die Verleihung der Preise für die besten Spiele "Made in Germany" am (heutigen) Montag in einer "Digital-Gala" statt. Die Veranstalter setzen dennoch auf einen erfolgreichen und schillernden Abend. Die Community solle "stärker als je" mit eingebunden werden, hieß es.

"Die Games-Branche ist ein Paradebeispiel, wie Digitalisierung gelebt werden kann", sagte die bayerische Digital-Staatsministerin Judith Gerlach. 

"Zu den größten Stärken gehört dabei, kreativ mit ungewöhnlichen Herausforderungen umzugehen."

Update 27. April, 10.30 Uhr: Entscheidungen zu Breitensport laut Söder "vielleicht" nächste Woche

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Lockerungen für den Breitensport in Bayern für die kommende Woche angedeutet und zugleich an die Entwicklung in der Fußball-Bundesliga gekoppelt. 

Über die Zukunft der Amateursportler und -vereine im Freistaat während der Corona-Krise werde in den nächsten Tagen debattiert, kündigte er am Montag im Bayerischen Rundfunk an. Eine Entscheidung, ob und wie die Einschränkungen gelockert und Trainings aufgenommen werden können, erwartet Söder "nächste Woche vielleicht, würde ich mal sagen".

Während Proficlubs in Deutschland dank Ausnahmegenehmigungen wieder eingeschränkt - etwa mit so wenig Kontakt wie möglich - trainieren, ist dies den Amateuren noch nicht erlaubt. Die Fußball-Bundesliga will möglichst bald ihre Saison ohne Zuschauer fortsetzen.

Die Entwicklung sei auch für den Breitensport wichtig, befand Söder. 

"Es hängt auch davon ab, ob die Bundesliga wirklich startet. Ich finde, ein bisschen im Einklang sollte das schon sein", sagte der Ministerpräsident.

Update 27. April, 10 Uhr: Händler bereiten sich auf Kunden vor

Heinrich Altenbuchner öffnet seine Buchhandlung in Regensburg.
Heinrich Altenbuchner öffnet seine Buchhandlung in Regensburg.  © Armin Weigel/dpa

Auch der Regensburger Buchhändler Heinrich Altenbuchner hat wieder offen. 

"Es war mir so eine Freude, die Verkaufstische wieder vor das Geschäft zu räumen", erzählt er. 

Vor allem die Gespräche mit den Kunden hätten ihm gefehlt. "Das ist mein Lebenselixier." In Bayern haben zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte nach mehr als fünfwöchiger Corona-Pause wieder den Betrieb aufgenommen.

Die Regelungen für den Handel haben auch schon die Justiz beschäftigt, so erstritt der Modehändler Wöhrl in einigen Städten, dass er Geschäfte öffnen darf, deren Verkaufsfläche eigentlich über 800 Quadratmetern liegt, sofern er sie künstlich verkleinert. 

Die Verwaltungsgerichte entschieden hier allerdings nicht einheitlich, teilweise wurden die Anträge auch abgelehnt.

Update 27. April, 9.12 Uhr: Gewinneinbruch bei Adidas

Der Sportartikelhersteller Adidas hat im ersten Quartal wegen der Corona-Pandemie einen Umsatz- und Gewinneinbruch hinnehmen müssen. 

Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen sank um 97 Prozent auf 20 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag in Herzogenaurach mitteilte. Der Umsatz ging um 19 Prozent auf 4,75 Milliarden Euro zurück. 

Für das zweite Quartal kündigte Adidas einen nochmals stärkeren Rückgang bei Umsatz und Ergebnis an. Weiterhin seien weltweit mehr als 70 Prozent der Läden geschlossen, hieß es. Einen Ausblick für 2020 gab Adidas weiter nicht ab.

Die ursprüngliche Prognose hatte der Konzern zuletzt wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zurückgezogen.

Update 27. April, 9 Uhr: Erste Schüler in den Klassen

Die Tische sind in einem Klassenzimmer mit dem vorgeschriebenen Mindestabstand aufgestellt.
Die Tische sind in einem Klassenzimmer mit dem vorgeschriebenen Mindestabstand aufgestellt.  © Sven Hoppe/dpa

In ganz Bayern geht die Schule für diejenigen wieder los, bei denen ein Abschluss ansteht. 

"Es ist alles ganz anders als sonst", sagte der Schulleiter des Viscardi-Gymnasiums in Fürstenfeldbruck, Walter Zellmeier, am Montagmorgen. 

Die etwa 140 Schüler seien "nicht wie sonst im Pulk, sondern überwiegend alleine" in die Schule gekommen. Viele Schüler hätten Masken dabei gehabt.

Vielerorts beginnt die Schule nicht um 8.00 Uhr, wie am Viscardi-Gymnasium, sondern erst um 10.00 Uhr. "Nichts ist mehr normal, nicht einmal mehr der Gongschlag", sagte die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Simone Fleischmann. 

Es müsse einen fließenden Start und ein fließendes Ende geben, damit die mögliche Distanz - auch im Transport hin und zurück - sichergestellt sei.

Update 27. April, 8.40 Uhr: Weite Teile des Handels wieder geöffnet

Alex Selmair arbeitet kurz vor der Öffnung in seinem Spielzeugladen.
Alex Selmair arbeitet kurz vor der Öffnung in seinem Spielzeugladen.  © Armin Weigel/dpa

In Bayern haben zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte nach mehr als fünfwöchiger Corona-Pause wieder den Betrieb aufgenommen. 

Durch die seit Montag geltenden Lockerungen dürfen nun auch wieder Geschäfte jenseits des täglichen Bedarfs wie Blumenläden, Spielzeug- oder Modegeschäfte öffnen. 

Allerdings darf die Verkaufsfläche 800 Quadratmeter nicht übersteigen. Buchhändler Fahrradgeschäfte und Autohändler dürfen auch größer sein. Nach übereinstimmender Auskunft von Wirtschaftsministerium und Handelsverband sind das rund 80 Prozent der Läden.

Einer der Händler, die sich auf den Start freuen, ist Spielzeughändler Dieter Selmair. Bei ihm startet der Betrieb in der Regensburger Altstadt zur normalen Zeit um 9.30 Uhr. 

"Wir haben sehr viel gemacht", sagt er zur Vorbereitung. Unter anderem gibt es Wegeführungen, Gummihandschuhe, Desinfektionsmittel und Plexiglasschutz an den Kassen.

Seine Erwartungen an den Start sind - wie allgemein im Handel - vorsichtig. Von Kollegen aus anderen Bundesländern, wo der Handel bereits wieder läuft, habe er gehört, dass die Zahlen noch eher niedrig seien - "aber die Kunden kaufen beherzt ein".

Die Regelungen für den Handel haben auch schon die Justiz beschäftigt, so erstritt der Modehändler Wöhrl in einigen Städten, dass er Geschäfte öffnen darf, deren Verkaufsfläche eigentlich über 800 Quadratmetern liegt, sofern er sie künstlich verkleinert. 

Die Verwaltungsgerichte entschieden hier allerdings nicht einheitlich, teilweise wurden die Anträge auch abgelehnt.

Update 26. April, 8.10 Uhr: Weitere Corona-Lockerungen laut Söder möglich, wenn es funktioniert

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat weitere Lockerungen der Beschränkungen in der Corona-Krise in Aussicht gestellt. 

"Wenn das jetzt in dieser Woche gut funktioniert, dann können wir über weitere Erleichterungen gut nachdenken", sagte Söder am Montag dem Bayerischen Rundfunks.

Er wolle für Bayern weiter einen vorsichtigen Weg gehen, sagte Söder. Ende der Woche werde Bilanz gezogen unter anderem mit Blick auf den Handel und den Nahverkehr. Die Linie sei: Lieber eine Woche später als die anderen - und auf der sicheren Seite.

Zur weiteren Öffnung der Schulen ist für Söder ein Schichtmodell im Präsenzunterricht denkbar. So hatte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, vorgeschlagen, die Klassen zu teilen und abwechselnd für je eine Woche in die Schule kommen zu lassen - für die andere Woche erhalten sie Hausaufgaben.

Söder sagte, so etwas könne er sich vorstellen: "Es kann auch sein, dass man in der Woche das macht, also jeden zweiten Tag Schule, damit wieder ein gewisser Rhythmus kommt." Eine solche Entzerrung könne auch über den Tag erfolgen mit Präsenzunterricht für die eine Hälfte früh und die andere am Nachmittag. Das müsse aber im Einklang mit den Eltern laufen.

Zum Drängen des bayerischen Vizeregierungschefs und Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger (Freie Wähler) auf eine raschere Lockerung etwa für die Gastronomie, sagte Söder: Ein Wirtschaftsminister habe primär die Wirtschaft im Blick, das sei selbstverständlich. 

Aber letztlich müsse gesamtverantwortlich entschieden werden.

Ein Schild mit der Aufschrift "Maskenpflicht" hängt in der Tür zu einem Geschäft in der Münchner Innenstadt.
Ein Schild mit der Aufschrift "Maskenpflicht" hängt in der Tür zu einem Geschäft in der Münchner Innenstadt.  © Peter Kneffel/dpa

Update 27. April, 6.30 Uhr: Schule für Abschlussklassen startet wieder

Nach der Zwangspause wegen der Corona-Krise, beginnt für einige Klassen am Montag wieder die Schule mit Präsenzunterricht. 

Los geht es im Freistaat zunächst für die Schüler, bei denen ein Abschluss ansteht - also Abitur, Mittlere Reife, Qualifikation oder ein berufsbildender Abschluss. Laut Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) kehren damit 14 Prozent der Schüler wieder in die Schule zurück.

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Update 27. April, 6 Uhr: Bayern dürfen wieder shoppen

Für weite Teile des bayerischen Einzelhandels endet die fünfwöchige Corona-Pause. 

Ab Montag dürfen in Bayern viele der bisher noch geschlossenen Geschäfte wieder ihre Türen öffnen. Bislang war das vor allem für Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte sowie seit vergangenen Montag auch wieder für Baumärkte und Gartencenter erlaubt gewesen.

Jetzt dürfen auch wieder Läden anderer Branchen öffnen, sofern sie nicht mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Von dieser Grenze ausgenommen sind Buch-, Fahrrad- und Autohandel. Zudem müssen die Geschäfte ein Hygiene- und Schutzkonzept vorlegen und auf die Einhaltung der Mundschutzpflicht achten.

Der Handel in den bisher geschlossenen Branchen ist von den Schließungen durch die Corona-Krise schwer betroffen. Der Handelsverband Bayern schätzte die Umsatzverluste zuletzt auf 1,1 Milliarden Euro pro Woche. 

Die Öffnung komme nun "für viele Händler keine Sekunde zu früh", hieß es von der Industrie- und Handelskammer.

Update 26. April, 16 Uhr: Bayerischer Philologenverband plädiert für vorsichtige Schulöffnung

Der Bayerische Philologenverband (bpv) plädiert für eine vorsichtige Öffnung der Schulen in Bayern

"Wir müssen jetzt zunächst abwarten, wie sich die Schulöffnung für die Abschlussklassen auf die Organisierbarkeit vor Ort und die Infektionszahlen auswirkt", sagte der bpv-Vorsitzende Michael Schwägerl am Sonntag. 

"In Bayern, das ja sehr stark von Covid-19 betroffen ist, wird ein vorsichtiger Kurs gefahren, es gibt keinen Grund, ihn jetzt zu verlassen."

Wegen der Corona-Krise sind die Schulen in Bayern seit Mitte März geschlossen. Ab Montag dürfen die Abschlussklassen zurück in die Schule. Frühestens am 11. Mai sollen dann die Jahrgänge folgen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen. Alle anderen Schüler müssen zunächst daheim bleiben.

Der Deutsche Lehrerverband hatte vorgeschlagen, dass alle Schüler mit einem "Schichtmodell" noch vor den Sommerferien in die Schulen zurückkehren könnten: Die Klassen sollen geteilt und abwechselnd für je eine Woche in die Schule kommen. Für die jeweils andere Woche sollen die Schüler Aufgaben für zu Hause erhalten.

Das Modell sei ein nahe liegender Vorschlag, sagte Schwägerl. "Angesichts der notwendigen Abstandsregeln ergibt sich zwangsläufig eine Teilung oder gar Drittelung von Klassen, wenn diese wieder in die Schulen zurückkehren." 

Aber niemand könne momentan abschätzen, wann alle Jahrgangsstufen wieder in der Schule unterrichtet werden können.

Ein Zettel, der an einem Geschäft klebt, weist auf den Mindestabstand von 1,5 Meter hin.
Ein Zettel, der an einem Geschäft klebt, weist auf den Mindestabstand von 1,5 Meter hin.  © Peter Kneffel/dpa

Update 26. April, 15.30 Uhr: Bayern-Patron Hoeneß ist für Geisterspiele

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hält trotz gewisser Vorbehalte Bundesligaspiele ohne Zuschauer in der Coronavirus-Krise für unverzichtbar. 

"Grundsätzlich halte ich Geisterspiele für fragwürdig; doch angesichts der wirtschaftlichen Lage einiger Vereine sind sie lebensnotwendig und bedingungslos", sagte Hoeneß (68) dem "Kicker" am Sonntag.

Der langjährige Macher des deutschen Fußball-Rekordmeisters befürwortet zudem einen Vorschlag seines ehemaligen Rivalen bei Werder Bremen, Willi Lemke. Der frühere Bundesliga-Manager hatte sich für die Live-Übertragung von Geisterspielen im frei empfangbaren Fernsehen stark gemacht.

"Ich finde diese Idee von Willi Lemke sehr gut, weil damit die Versorgung noch flächendeckender erfolgen könnte - bei Sky ist eine unverschlüsselte Ausstrahlung allerdings auch möglich - und sich Fußballfans nicht in einem Wohnzimmer zusammenscharen müssten. Die Ansteckungsgefahr mit dem Virus würde damit gemindert", befand Hoeneß (68). 

"Doch die Öffentlich-Rechtlichen müssten dann dafür entsprechend bezahlen. Denn es kann nicht sein, dass Sky viel Geld für die Rechte ausgibt und ARD und ZDF zu Trittbrettfahrern werden."

Nach dem Willen von Hoeneß sollten sich die Öffentlich-Rechtlichen "an einer breiteren Übertragung des Fußballs in dieser Ausnahmesituation beteiligen und Sky entsprechend entschädigen".

Update 26. April, 15 Uhr: Zahl der Infizierten steigt in München auf 5581

In München wurden am Sonntag (Stand 13.30 Uhr) 32 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit steigt die Zahl der Infektionen in der Landeshauptstadt auf insgesamt 5581 Fälle.

In dieser Zahl enthalten sind 3858 Personen, die bereits genesen sind, sowie 142 Todesfälle, teilte die Stadt mit. 

Update 26. April, 14.10 Uhr: Zahl der Infizierten knackt 41.000-Marke

In Bayern sind inzwischen 41.295 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Gestorben sind bisher 1613 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Sonntag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 28.300 Menschen.

Eine Frau mit Nase-Mund-Schutzmaske geht an einem Geschäft vorbei, an dem ein Schild mit der Aufschrift "Nur ein Kunde" angebracht ist.
Eine Frau mit Nase-Mund-Schutzmaske geht an einem Geschäft vorbei, an dem ein Schild mit der Aufschrift "Nur ein Kunde" angebracht ist.  © Peter Kneffel/dpa

Update 26. April, 13.50 Uhr: Gesundheitsministerin ruft zum Befolgen der Maskenpflicht auf

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat dazu aufgerufen, die ab Montag geltende Maskenpflicht konsequent zu befolgen. 

Es sei wichtig, sich und andere Menschen vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, betonte die CSU-Politikerin am Sonntag. "Deshalb sollte jeder darauf achten, dass er zum Beispiel in Supermärkten und Geschäften sowie in Bus und Bahn eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt."

Ab Montag muss jeder ab sechs Jahren beim Einkaufen und bei der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln Mund und Nase bedecken. Wer ohne Maske, Schal oder Halstuch erwischt wird, muss 150 Euro Strafe zahlen. Besonders teuer wird ein Verstoß für Ladenbesitzer: Tragen die Mitarbeiter keinen Mund-Nasen-Schutz, sind 5000 Euro fällig.

"Die Strafen bei einer Missachtung der Maskenpflicht sind teilweise drakonisch und aus meiner Sicht überzogen", kritisierte Katrin Ebner-Steiner, Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag. 

Die Staatsregierung sei in der Pflicht, alle Bürger mit Masken zu versorgen. "Schale oder Halstücher sind doch kein Ersatz für Masken, die speziell zum Schutz von Mund und Nase konzipiert sind."

Update 26. April, 12.30 Uhr: Zahlreiche Kontrollen der Polizei in München

Von Samstag auf Sonntag wurden in München über 5100 Kontrollen der Auflagen im Stadt- und Landkreis durchgeführt. 

Dabei wurden 293 Verstöße angezeigt, teilte die Polizei am Sonntag mit. 

Am Samstagabend musste die Polizei zum Beispiel eine Party in einem Hof eines Mehrfamilienhauses in Obersendling auflösen. Alle sieben Personen (zwischen 29 und 45 Jahre alt) wurden nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Auch in der Maxvorstadt musste eine Feier aufgelöst werden. Auch hier wurden sieben Personen (zwischen 24 und 55 Jahre alt) angezeigt. 

In der Lerchenau wurden fünf Personen (zwischen 18 und 22 Jahre alt) angezeigt, die sich getroffen und unter anderem zusammen Fußball gespielt hatten. 

Update 26. April, 12 Uhr: Party trotz Corona, Feiernde wehrt sich heftig gegen Polizisten

Bei der Auflösung einer wegen der Corona-Epidemie verbotenen Party hat sich eine 30-Jährige heftig gegen Polizisten gewehrt. 

Sie verbrachte die Nacht in einer Zelle, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Fünf Betrunkene hatten den Angaben zufolge am Samstagabend in Redwitz an der Rodach (Landkreis Lichtenfels) gefeiert und damit gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen. Beamte schickten die Partygäste nach Hause.

Die Frau habe sich gegen die Auflösung der Party gewehrt, einen Beamten mit Bier überschüttet und seine Kollegen beleidigt, teilte die Polizei mit.  

Den Angaben zufolge musste die 30-Jährige gefesselt werden. Beim Hinausbringen aus der Wohnung habe sie sich weiter gewehrt, einen Beamten mit dem Tod bedroht und nach den Polizisten getreten.

Update 26. April, 11.10 Uhr: Notbetreuung in Kitas wird ab Montag ausgebaut

Die Notbetreuung von Kindern wird in Bayern ausgebaut.
Die Notbetreuung von Kindern wird in Bayern ausgebaut.  © Peter Kneffel/dpa

Die Notbetreuung von Kindern in Bayern wird ab Montag ausgebaut. Die notwendigen Antragsformulare seien ab sofort online abrufbar, teilte das Familienministerium mit. 

Die neue Regelung soll vor allem erwerbstätige Alleinerziehende entlasten. Auch wenn nur ein Elternteil in einem sogenannten systemkritischen Beruf arbeitet, kann das Kind nun beaufsichtigt werden.

Lehrer, Steuer- und Rechtsberater sowie Seelsorger haben ab Wochenbeginn ebenfalls Anspruch auf eine Notbetreuung für ihre Kinder. Voraussetzung sei aber immer, dass das Kind nicht von einer volljährigen Person im Haushalt beaufsichtigt werden könne, betonte das Ministerium.

"Wir gehen bei der Ausweitung der Notbetreuung weiterhin behutsam vor", sagte Familienministerin Carolina Trautner (CSU). "Der Schutz der Gesundheit steht immer an oberster Stelle."

Nach einer Handreichung des Ministeriums wird Erzieherinnen und Erziehern ein Mund-Nasen-Schutz empfohlen, wenn sie zu den Kindern in bestimmten Situationen keinen Abstand von 1,5 Meter einhalten können. Auch der Kontakt zu den Eltern soll in der Notbetreuung möglichst reduziert werden.

Eine grundsätzliche Öffnung von Kindergärten und Kitas ist noch nicht absehbar. Mit dem Expertengremium aus Ärzten, Pädagogen und Psychologen arbeitet die Sozialministerin an einem Konzept, wie die Kinderbetreuung schrittweise weiter geöffnet werden kann.

Update 26. April, 10.50 Uhr: Bundespolizei erläutert Maskenpflicht in Bahnhöfen

Die Bundespolizeiinspektion München weist die Bevölkerung auf die Maskenpflicht hin, die ab Montag bei der Nutzung des ÖPNV gilt. 

In allen Zügen, S-Bahnen und Bussen, aber auch und en dazugehörenden Einrichtungen muss eine Schutzmaske getragen werden. Das heißt die Maskenpflicht gilt auch für einen Aufenthalt an Bahnhöfen und Haltepunkten, sowie allen Geschäften in Bahnhöfen.

Wer keinen Schutz trägt, kann mit einem Bußgeld von 150 Euro bestraft werden. Alle Personen ab dem sechsten Geburtstag sind davon betroffen.

Ein Mindestabstand von 1,5 Metern ist weiterhin einzuhalten betont die Bundespolizei. 

"Die Beachtung dieser neuen Verpflichtung trägt ganz wesentlich zum eigenen und zum Schutz anderer bei und ist ein sehr wichtiger Baustein, um die weitere Verbreitung des Coronavirus wirksam einzudämmen", heißt es in einer Mitteilung. 

Update 26. April, 8 Uhr: Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt geht in Corona-Krise unter

Die Corona-Krise belastet den Arbeitsmarkt in Bayern im April stark. Ein Experte aus dem Arbeitsministerium prognostizierte einen prozentualen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat "im zweistelligen Bereich". 

Die Auswirkungen der Beschränkungen der Wirtschaft zur Eindämmung der Pandemie seien in diesem Monat deutlich zu spüren. Die normalerweise im April einsetzende Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt werde wegen der Krise ausfallen.

Im März waren im Freistaat 231.000 Menschen ohne Job. Die Quote lag bei 3,1 Prozent. Im April 2019 war die Arbeitslosigkeit auf den tiefsten Stand für diesen Monat seit 1991 gesunken - damals zählten die Arbeitsagenturen 204.000 Arbeitslose, bei einer Quote von 2,8 Prozent. Die Regionaldirektion der Arbeitsagentur veröffentlicht die Arbeitsmarktzahlen für April am Donnerstag (30. April).

Lediglich in der Bauwirtschaft und in einigen Bereichen der Landwirtschaft seien positive Effekte durch die Frühjahrsbelebung zu erwarten, so der Experte. In der derzeitigen Situation sei die Kurzarbeit ein ganz wichtiges Instrument, um einen noch rapideren Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern. "Sie wirkt wie ein Puffer, sichert Unternehmen und hält die Menschen in Beschäftigung", sagte der Beamte.

Aktuell haben im Freistaat 112.000 Betriebe Kurzarbeit angezeigt. Wie viele Beschäftigte von Kurzarbeit betroffen sein werden, zeigt sich erst, wenn die Betriebe tatsächlich auch Anträge auf Kurzarbeitergeld stellen.

In der Arbeitslosenstatistik für den März waren wegen des frühen Zähltags bei der Berechnung der Arbeitslosigkeit die Folgen der Corona-Krise noch nicht abzulesen.

Eine Frau hält für ein Foto eine selbstgenähte Mundschutzmaske in die Luft. Im Hintergrund sind die Türme der Münchner Frauenkirche zu sehen.
Eine Frau hält für ein Foto eine selbstgenähte Mundschutzmaske in die Luft. Im Hintergrund sind die Türme der Münchner Frauenkirche zu sehen.  © Peter Kneffel/dpa

Update 25. April, 16.20 Uhr: Polizei entdeckt illegale Friseurgeschäfte im Keller

Gleich zwei illegale Friseurgeschäfte hat die Polizei im Landkreis Miltenberg aufgedeckt. 

Die Kunden saßen in Kellern von Wohnhäusern, wie ein Sprecher der Polizei am Samstag berichtete. Die beiden Friseure seien professionell ausgestattet gewesen, so der Beamte.

In einem Keller in Elsenfeld warteten zwei Personen auf ihre Haarschnitte. In Mömlingen ertappten die Ermittler am Freitag einen Kunden im Keller. Ob die beiden Friseure sich kannten, sei nicht bekannt.

Anwohner hatten ihre Beobachtungen in Zeiten von Corona der Polizei gemeldet. Gegen die drei mutmaßlichen Kunden wird nun ermittelt. Ihnen wird vorgeworfen, gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen und ohne triftigen Grund ihre Häuser verlassen zu haben. 

Die Ermittler überprüfen derweil, ob die Friseure ein angemeldetes Gewerbe haben und ob für die Leistungen Geld gezahlt wurde.

Ein Schild mit der Aufschrift "Hurra! Wir sind ab Montag 27.04.2020 wieder für Sie da!" hängt in der Tür zu einem Geschäft in der Münchner Innenstadt.
Ein Schild mit der Aufschrift "Hurra! Wir sind ab Montag 27.04.2020 wieder für Sie da!" hängt in der Tür zu einem Geschäft in der Münchner Innenstadt.  © Peter Kneffel/dpa

Update 25. April, 16 Uhr: Söder will auf E-Auto-Kaufprämie "nochmal etwas drauflegen"

Zur Unterstützung der Autobranche nach der Coronavirus-Krise schlägt Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder eine Aufstockung der Kaufprämie für Elektroautos vor. 

Nötig sei eine ökologisch gestaffelte Innovationsprämie, die bis Ende 2021 laufen müsste, sagte Söder "Focus Online" (Samstag). 

"Wenn wir auf die bisherigen Hilfen von bis zu 6000 Euro für Elektroautos zum Beispiel nochmal etwas drauflegen, wäre das ein echter Kaufimpuls", erklärte er. "Damit könnte man eine 10.000-Euro-Prämie für hochwertige ökologische Autos finanzieren." Zudem könne man damit neben dem wirtschaftlichen auch ein klimapolitische Signal setzen.

Söder hatte bereits mehrfach ein Programm für die Autobranche gefordert, um die Nachfrage anzukurbeln. Der erst im Februar erhöhte sogenannte Umweltbonus ist von der Art des Antriebs und dem Listenpreis des Fahrzeugs abhängig. Am meisten Geld - 6000 Euro - gibt es für batterieelektrische Fahrzeuge bis zu einem Listenpreis von 40.000 Euro. 

Die Industrie beteiligt sich zur Hälfte daran, der Staat zahlt die andere Hälfte. Allerdings verrechnen die Hersteller ihren Beitrag oft mit Rabatten, die sie üblicherweise ohnehin geben.

Update 25. April, 15.30 Uhr: 57 neue Corona-Infektionen in München

In München wurden am Samstag 57 neue Corona-Fälle bestätigt. 

Damit wurden insgesamt 5549 Infektionen in der Landeshauptstadt bestätigt. 

3858 Menschen davon gelten inzwischen als genesen, 138 Patienten starben bisher an den Folgen des Virus in München. 

Update 25. April, 15.10 Uhr: Söder sieht Bundesliga Start nur unter Bedingung

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht die Chance auf einen Neustart der Bundesliga nur dann gegeben, wenn jeder Club alle Anforderungen erfüllen kann. 

In dieser Woche hatte die Deutsche Fußball Liga (DFL) ein Konzept präsentiert, mit dem in der Corona-Krise wieder gespielt werden könne. "Es müssen zwingend maximale Hygiene-Anforderungen erfüllt sein", unterstrich Söder in einem Interview von "Focus Online" am Samstag. 

Über die Regeln müsse das Robert Koch-Institut entscheiden. "Dann könnte man auf Bewährung starten. Aber es müssen eben auch die kleineren Vereine stemmen können - nicht nur der FC Bayern oder Dortmund."

Unter anderem sieht der DFL-Plan vor, nur rund 300 Personen inklusive der Spieler in ein Stadion zu lassen, größtmögliche Trennung der Fußballer etwa beim Umziehen und Duschen und regelmäßige Tests auf das Coronavirus bei den Trainings. Söder selbst hatte jüngst den 9. Mai als möglichen Termin für die Wiederaufnahme der Spiele genannt.

Der Fußball wartet auf die Erlaubnis der Behörden und Politiker und setzte zuletzt auf den kommenden Donnerstag, wenn die nächste Videoschalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten ansteht. 

"Aber ich würde diesmal nicht allzu viel erwarten", sagte Söder zu dem Termin und erklärte: "Es wäre sinnvoll, wenn wir nächsten Donnerstag ein Update machen, aber keine zusätzlichen überstürzten Aktionen einleiten."

Update 25. April, 14.30 Uhr: 40.951 Coronavirus-Fälle und 1584 Tote

In Bayern sind inzwischen 40.951 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Gestorben sind bisher 1584 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 27.530 Menschen.

Update 25. April, 14.20 Uhr: Söder erwartet keine größeren Entscheidungen am 30. April

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erwartet keine größeren Entscheidungen bei der nächsten Telefonschalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten am 30. April. 

"Ich finde es gut, sich so oft wie möglich auszutauschen", sagte der CSU-Chef in einem am Samstag veröffentlichten "Focus online"-Interview. 

"Aber ich würde diesmal nicht allzu viel erwarten. Es wäre sinnvoll, wenn wir nächsten Donnerstag ein Update machen, aber keine zusätzlichen überstürzten Aktionen einleiten."

Die Situation in Bayern habe sich zwar deutlich verbessert. "Unsere Experten sagen: Wir haben den Freistaat vor dem Schlimmsten bewahrt", erklärte Söder in dem Gespräch. Trotzdem brauche es Geduld - in der Politik und der Bevölkerung.

"Ich verstehe doch jedes Kind, das draußen mit vielen Freunden spielen will – oder jeden, der mal wieder zum Abendessen ins Restaurant oder in den Biergarten gehen möchte", sagte Söder. "Aber die Politik sollte von sich aus nicht den Eindruck erwecken, dass Corona kein Problem mehr sei."

Am 30. April will die Kanzlerin erneut mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgeben in der Krise sprechen. Bund und Länder werden aber voraussichtlich erst am 6. Mai über weitere Lockerungen der Einschränkungen entscheiden, wie Merkel deutlich gemacht hatte.

Update 25. April, 13.20 Uhr: Kontrollen und Diebstahl von Masken in München

Kartons mit medizinischer Schutzkleidung stehen in einem Lager.
Kartons mit medizinischer Schutzkleidung stehen in einem Lager.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Von Freitag auf Samstag führte die Münchner Polizei über 5500 Kontrollen im Stadt und Landkreis durch. 

Dabei wurden 108 Verstöße angezeigt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. So traf eine Streife zum Beispiel am Freitagabend auf circa 200 Menschen am Gärtnerplatz, die sich teilweise in größeren Gruppen zusammen taten. Anwohner hatten die Ansammlung bei der Polizei gemeldet. Es musste Verstärkung angefordert werden, um dem Menschenauflauf Herr zu werden.

Alle Anwesenden wurden auf die geltende Verordnung hingewiesen und verhielten sich entsprechend kooperativ, ein direkter Regelverstoß musste damit nicht festgestellt werden.

Am Mittwoch und Donnerstag kam es außerdem zu Diebstählen in einem Münchner Krankenhaus, wie die Beamten am Samstag mitteilten. Dabei klauten unbekannte Täter sechs Packungen mit OP-Masken. 

Der Wert der Beute ist zwar gering (zweistelliger Eurobereich) aus aktuellem Anlass ermitteln jedoch nun die Münchner Kriminalpolizei. 

Update 25. April, 12.30 Uhr: Corona-Job für Tennisprofi Krawietz

Das Wort Service hat für Tennisprofi Kevin Krawietz derzeit eine ganz neue Bedeutung: In wettkampffreien Zeiten der Corona-Krise schlägt der 28-jährige in einem Supermarkt im Raum München auf. 

"Seit ein paar Wochen arbeite ich auf 450-Euro-Basis bei einem Discounter", sagte der gebürtige Coburger dem Magazin "Der Spiegel".

An der Kasse Waren einscannen und abkassieren darf er aber noch nicht. "Ich räume zusammen mit einem Kumpel Regale ein und aus, schaue, dass Wurst und Käse aufgefüllt sind, sortiere leere Kartons aus, wir nennen das abschachteln", berichtete Krawietz von seinem Zweitjob. 

"Letzte Woche habe ich einmal vor dem Eingang Security gemacht, die Einkaufswagen mit Desinfektionsmittel besprüht."

Update 25. April, 12 Uhr: Grüne werfen Aiwanger "Kuhhandel" bei Versicherungen für Wirte vor

Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern, die für die Corona-Krise getroffenen Vereinbarungen zwischen Versicherungen und Wirten zu Auszahlungen neu zu verhandeln. 

Fraktionschef Ludwig Hartmann warf Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Samstag in München einen "Kuhhandel mit der Versicherungswirtschaft zulasten unserer Hotel- und Gastronomiebetriebe" vor.

So gäbe es derzeit nach Kenntnis der Fraktion wegen Leistungen aus der Betriebsschließungsversicherung teilweise für Gastronomiebetriebe kein Kurzarbeitergeld. Außerdem forderten einige Versicherer den Verzicht auf Rechtsmittel - und zwar ebenfalls mit Hinweis auf die bereits ausgezahlten Pauschalleistungen.

Aiwanger (Freie Wähler) hatte Anfang April einen Kompromiss zu Betriebsschließungsversicherungen ausgehandelt. Ob diese Versicherungen auch in der Pandemie für Hotels und Gaststätten gelten, war strittig. Die Vereinbarung zwischen Ministerium und Unternehmen wie der Allianz und der Versicherungskammer Bayern sieht vor, dass 10 bis 15 Prozent der vereinbarten Tagessätze ausgezahlt werden sollten.

"Ein Deal mit juristisch bestens beratenen Versicherungsunternehmen ist für den hemdsärmeligen Minister eine Nummer zu groß", kritisierte Hartmann. 

Nun müsse schnell nachverhandelt und "berechtigte Ansprüche der Wirtsleute" durchgesetzt werden, forderte Manuela Rottmann, Grüne-Obfrau im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestags.

Update 25. April, 11.30 Uhr: Münchner Tierpark für Quarantäne in der Corona-Krise gerüstet

Der Tierpark Hellabrunn in München ist für eine mögliche Quarantäne in der Corona-Krise gerüstet. 

Der Zoo habe zusätzliche Betten gekauft, damit Mitarbeiter im Notfall mehrere Wochen auf dem Gelände bleiben könnten, sagte Direktor Rasem Baban der "Süddeutschen Zeitung". 

"Da haben sich sofort Freiwillige gemeldet, die sagten: Ich komme, nehme meinen Schlafsack mit und lasse mich einkasernieren, um die Tiere versorgen zu können."

Wahrscheinlicher sei aber, dass der Tierpark ab 4. Mai wieder unter Auflagen öffnen dürfe. Schutzmasken, Handschuhe und spezielle Matten zur Schuhdesinfektion seien im Umgang mit den Tieren ohnehin Standard, erklärte Baban gegenüber der Zeitung. Der Tierpark erarbeite bereits Pläne für die Wiedereröffnung.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, mussten bayerische Tier- und Wildparks Mitte März ihre Tore für Besucher schließen. Dies gilt vorläufig bis zum 3. Mai.

Update 25. April, 10 Uhr: Krankenhäuser in Finanznot

Die Corona-Pandemie treibt wegen fehlender Patienten viele Krankenhäuser in akute Finanznot.

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft fürchtet, dass die coronabedingte schwache Auslastung heuer viele Häuser in die roten Zahlen treiben könnte, die bisher noch ausgeglichene Etats hatten.

"Die finanziellen Ausgleichszahlungen, die der Bundestag beschlossen hat, stellen sich als unzureichend dar", sagte Geschäftsführer Siegfried Hasenbein der Deutschen Presse-Agentur. 

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Update 25. April, 8.50 Uhr: Corona-Krise sorgt für Flaute in der Schifffahrt

In der Corona-Krise herrscht auch auf Bayerns Flüssen weniger Betrieb. 

Auf dem Main-Donau-Kanal sei die Anzahl der Güterschiffe im Vergleich zum Vorjahr um etwa 25 Prozent zurückgegangen, sagte eine Sprecherin der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung in Nürnberg.

Tagesausflugsschiffe und Sportboote dürften nicht fahren, und auch die Kabinenschifffahrt ist bis Ende Mai angesagt. 

Letztere werde besonders auch von Touristen aus den USA, aus Australien und Asien genutzt, die gar nicht anreisen könnten, so die Sprecherin.

Update 25. April, 8.40 Uhr: Behindertenverbände fordern Finanzierung externer Pfleger in Kliniken

Viele Angehörige behinderter Patienten berichten, dass sie im Krankenhaus deren Pflege übernehmen sollten. 

Dafür gibt es vielleicht gute Gründe, aber kein Geld. Das müsse sich ändern, finden Behindertenverbände. Zumal nicht jeder geeignete Verwandte habe.

Damit behinderte Patienten im Krankenhaus nicht unentgeltlich von ihren Angehörigen gepflegt werden müssen, fordern Behindertenverbände einen expliziten Rechtsanspruch auf Pflegeassistenz während eines Klinikaufenthalts. 

Derzeit sei es so, dass viele Häuser die Angehörigen mehr oder weniger offen dazu drängten, die Betroffenen in die Klinik zu begleiten und dort die Pflege zu übernehmen, heißt es von der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung und dem Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) übereinstimmend.

Das Bundesgesundheitsministerium sieht auf Anfrage keinen Handlungsbedarf und verweist an die Länder, die die Behandlungsverpflichtung der Krankenhäuser sicherstellen müssten. 

Das zuständige Ministerium in Bayern etwa betont wiederum, die Finanzierung einer vertrauten Bezugsperson bedürfe einer Änderung der Rechtslage auf Bundesebene.

"Bitte warten" steht auf dem Boden vor einem Gemeinde- und Tagungshaus der Evangelisch-Lutherischen Kirche Nürnberg in dem ein Obdachlosenfrühstück zum Mitnehmen verteilt wird.
"Bitte warten" steht auf dem Boden vor einem Gemeinde- und Tagungshaus der Evangelisch-Lutherischen Kirche Nürnberg in dem ein Obdachlosenfrühstück zum Mitnehmen verteilt wird.

Update 25. April, 8.30 Uhr: Bayern zahlt Kita-Pauschalen, Träger sollen Differenz übernehmen

Die bayerische Staatsregierung erstattet die Kita-Gebühren für Eltern nicht komplett. 

Wie das Sozialministerium mitteilte, werden Corona-Pauschalen an die Träger von Krippen, Kindergärten und Horten ausgezahlt, die zwischen 150 Euro für Kindergartenkinder und bis zu 300 Euro für Krippenkinder liegen. Die Pauschalen bekommen die Träger für April, Mai und Juni pro Kind - wenn sie darauf verzichten, die Eltern zur Kasse zu bitten.

Sollten die erhobenen Elternbeiträge höher sein, wird nach Ministeriumsangaben die Differenz voraussichtlich bei den Trägern bleiben. "Die Eltern sollen keine Beiträge zahlen. Die Trägerverbände stehen hinter dem Konzept und haben uns signalisiert, dass sie dies mittragen werden", sagte ein Ministeriumssprecher.

Sollten sie auf die staatlichen Pauschalen verzichten und die Eltern dennoch zur Kasse bitten, laufen sie nach Einschätzung des Ministeriums Gefahr, auf allen Kosten sitzen zu bleiben. "Rechtlich wären die Eltern in vielen Fällen zur Zahlung der Beiträge für die Zeit der Betretungsverbote nicht verpflichtet", sagte der Sprecher, so dass die Träger ohne Ersatz den kompletten Ausfall tragen müssten.

Eine Erstattung von Kita-Gebühren betrifft nach Ministeriumsangaben das Vertragsverhältnis der Eltern zum Träger. Entscheidend sei daher, was im Betreuungsvertrag oder in der kommunalen Satzung geregelt ist. 

"Enthalten diese keine wirksam vereinbarten Regelungen gilt kraft Gesetzes, dass bei Nichterbringung der Dienstleistung automatisch der Anspruch auf die Zahlung der Elternbeiträge entfällt", hieß es.

Die Staatsregierung und die Träger der Kindertagesbetreuung hatten sich vor wenigen Tagen auf eine dreimonatige Beitragsentlastung für Eltern wegen der Corona-Krise verständigt. Laut Finanzministerium kostet diese Einigung den Freistaat 170 Millionen Euro.

Update 25. April, 8 Uhr: Zustimmung für Corona-Ausgangsbeschränkungen sinkt laut Umfrage

Die Zustimmung der Menschen in Bayern für Corona-Ausgangsbeschränkungen ist deutlich gesunken. 

Jeder Dritte erachtet die Einschränkungen im Alltag für nicht mehr angemessen - besonders ungeduldig sind Menschen zwischen 30 und 39 Jahren, ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagsausgabe). 

Hatten Anfang April noch 84,3 Prozent der befragten Bayern gesagt: "Ja, die Ausgangsbeschränkungen sind angemessen", lag die Zustimmung nun nur noch bei 61,1 Prozent. 33,4 Prozent antworteten mit Nein. Bei der ersten Befragung waren es 11,3 Prozent gewesen.

Größte Befürworter der Ausgangsbeschränkungen bleiben mit 77,2 Prozent Menschen über 65 Jahre. Doch auch unter ihnen lag die Zustimmung Anfang April noch bei 93,7 Prozent. 

Bei den Menschen zwischen 30 und 39 Jahre begrüßte nur knapp die Hälfte die Verlängerung der Einschränkungen.

Update 25. April, 7 Uhr: Hebammenverband kritisiert Kreißsaalverbote für Väter vehement

Der Deutsche Hebammenverband hat örtliche Kreißsaalverbote für werdende Väter zur Bekämpfung der Corona-Epidemie vehement kritisiert. 

"Eine Geburt ist für die ganze Familie ein existenzielles Ereignis", betonte Präsidentin Ulrike Geppert-Orthofer. "Die Familie ist eine Einheit, deren Trennung während und nach der Geburt weitreichende Folgen für die Familienbindung und Familiengesundheit hat."

Auch die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, Christiane Groß, urteilt: "Ist die Begleitperson nicht augenscheinlich mit Corona infiziert, überwiegt der Nutzen der Begleitung das minimale Risiko einer Infektion von ärztlichem und Pflegepersonal." 

Voraussetzung sei natürlich, dass die Klinik ausreichend mit Schutzausrüstung versorgt sei. Mehr dazu >>>hier

Eine Mitarbeiterin am Institut für Virologie der technischen Universität München (TUM) bereitet Proben von Menschen mit Covid-19-Verdacht in einem Labor für die weitere Analyse vor.
Eine Mitarbeiterin am Institut für Virologie der technischen Universität München (TUM) bereitet Proben von Menschen mit Covid-19-Verdacht in einem Labor für die weitere Analyse vor.  © Sven Hoppe/dpa

Update 24. April, 19.15 Uhr: Wöhrl darf Montag mehrere Standorte öffnen

Darf sich ein Modegeschäft kleiner machen, damit es am Montag öffnen darf? Die Verwaltungsgerichte in Bayern haben diese Frage am Freitag gegensätzlich beantwortet.

Die Modekette Wöhrl darf am Montag voraussichtlich mehrere Läden öffnen, obwohl diese eigentlich mehr als die erlaubten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Das Verwaltungsgericht Würzburg erließ am Freitag entsprechende einstweilige Anordnungen für zwei Geschäfte in Würzburg und eines in Schweinfurt. 

Wöhrl hatte beantragt, öffnen zu dürfen, wenn die Verkaufsfläche freiwillig eingeschränkt wird.

Beim Verwaltungsgericht Ansbach scheiterte die Kette mit einem entsprechenden Eilantrag für das Stammhaus in Nürnberg allerdings. In Bayreuth wurde die Entscheidung auf Montag verschoben, in Regensburg stand sie am Freitagnachmittag zunächst noch aus.

Ein Sprecher von Wöhrl sagte, das Unternehmen wolle die Standorte in Unterfranken am Montag öffnen, zudem einen weiteren in Bad Neustadt, bei dem es eine Zustimmung der örtlichen Behörden gebe. Als Grund für das Vorgehen bei Gericht nannte er den Wunsch nach Gleichbehandlung mit kleineren Geschäften. 

Beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München lagen bis zum Freitagnachmittag keine Anträge zu den Entscheidungen aus Ansbach und Würzburg vor.

Update 24. April, 17.40 Uhr: "Rhön-Zügle" fährt erst im September wieder

Der geplante Start des "Rhön-Zügles" verzögert sich wegen der Corona-Pandemie. 

Bis Ende August seien alle Fahrtage abgesagt, teilte das Freilandmuseum Fladungen (Landkreis Rhön-Grabfeld) am Freitag mit.

Das "Rhön-Zügle" mit dem Baujahr 1924 traf nach einem Unfall und über einjährigen Reparaturarbeiten im Dampflokwerk im thüringischen Meiningen schon am 9. April im Museum ein. Erster offizieller Fahrtag sollte der 26. April sein.

In der Corona-Krise bleibt das Museum zunächst bis einschließlich 3. Mai geschlossen. Alle bis Ende August geplanten größeren Veranstaltungen entfallen.

Ein Saaldiener desinfiziert während der Sitzung des bayerischen Landtags nach jedem Redebeitrag das Rednerpult.
Ein Saaldiener desinfiziert während der Sitzung des bayerischen Landtags nach jedem Redebeitrag das Rednerpult.  © Peter Kneffel/dpa

Update 24. April, 17.10 Uhr: Kitzinger Asylbewerberunterkunft unter Quarantäne

Nach der Ankereinrichtung Unterfranken steht nun auch eine Flüchtlingsunterkunft in Kitzingen wegen der Ausbreitung des Corona-Virus unter Quarantäne. 

Das teilte die Regierung von Unterfranken am Freitag mit.

In der Gemeinschaftsunterkunft Innopark seien 20 der insgesamt 262 Bewohner positiv auf den Erreger getestet worden. Sie würden jetzt gesondert untergebracht. Alle Geflüchteten würden vorsorglich auf das Virus getestet. Die Essensverpflegung und die medizinische Versorgung seien gewährleistet.

Auch die mit rund 600 Asylbewerbern belegte zentrale Ankereinrichtung für Unterfranken in Geldersheim (Landkreis Schweinfurt) steht unter Quarantäne. Dort waren 89 Asylbewerber sowie 16 Mitarbeiter der Verwaltung und des Sicherheitsdienstes positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Ein Flüchtling war nach einer Infektion gestorben. 

Für die Einrichtung gilt ein Aufnahme- und Verlegungsstopp.

Update 24. April, 17 Uhr: Polizei löst Grillparty zum 60. Geburtstag auf

Als ungebetene Gäste haben Polizeibeamte eine Überraschungsparty zum 60. Geburtstag in Weiler-Simmerberg (Landkreis Lindau) aufgelöst. 

Freunde und Nachbarn hätten sich trotz der Ausgangsbeschränkungen zum gemeinsamen Grillen getroffen, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit. Weil sie sich nicht an die Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise hielten, seien alle zehn Personen angezeigt worden. 

Die Polizei war am Donnerstagabend telefonisch auf die Party hingewiesen worden.

Update 24. April, 16.40 Uhr: Aiwanger will bei Voith-Streik in Sonthofen vermitteln

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger will im Konflikt um die geplante Schließung des Sonthofener Voith-Werks vermitteln.

"Ich appelliere an alle Seiten, im Interesse der betroffenen Beschäftigten zu einer akzeptablen und tragfähigen Lösung zu kommen", sagte der Freie Wähler-Chef am Freitag nach einem ersten Gespräch mit Voith-Management und IG Metall. 

"Es geht darum, möglichst viele Arbeitsplätze am Standort Sonthofen zu erhalten."

Das Werk mit gut 500 Mitarbeitern gehört zur Antriebstechniksparte Voith Turbo und soll Ende des Jahres geschlossen werden. Die Belegschaft streikt deswegen seit Donnerstag, bisher gab es jedoch keine Anzeichen des Unternehmens, von der Schließung abrücken zu wollen. Voith will die Produktion an größeren Standorten konzentrieren und dafür zwei kleinere Werke schließen. 

Neben dem Standort in Sonthofen soll noch ein Werk in Sachsen die Pforten schließen.

Update 24. April, 16.30 Uhr: Schüler können sich Computer für "Lernen zuhause" an Schulen leihen

Schüler ohne geeignete technische Ausstattung für den Corona-bedingten Unterricht zuhause können sich befristet Computer an ihren Schulen ausleihen. 

Digitale Endgeräte, die Schulen mit Fördermitteln des Freistaats oder des Bundes beschafft hätten, könnten auch für das "Lernen zuhause" genutzt werden, teilte das Kultusministerium am Freitag in München mit. Es kündigte an, dass Betroffenen unbürokratisch und schnell geholfen werden solle.

Sofern nicht ausreichend digitale Endgeräte zur Verfügung stünden, könnten die Schulaufwandsträger - also in der Regel die Kommunen - mit den bewilligten Mitteln aus dem "Digitalbudget für das digitale Klassenzimmer" sowie im Rahmen des Digital-Pakts Schule rasch weitere digitale Endgeräte beschaffen. Ebenfalls förderfähig im Digital-Pakt Schule seien mobile Hotspots wie mobile Router.

"Jede Schule, der bekannt ist, dass eine Schülerin oder ein Schüler ein digitales Endgerät benötigt, kann umgehend auf den Schulaufwandsträger zugehen. Das ist eine pragmatische und einfache Regelung, die dafür sorgt, dass Kinder und Jugendliche auch beim "Lernen zuhause" möglichst faire Bildungschancen haben", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

Update 24. April, 16.10 Uhr: 81 neue Fälle in München

In München wurden 81 neue Corona-Fälle bestätigt (Stand 13.30 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten auf insgesamt 5492 bestätigte Fälle.

137 Menschen sind bisher an den Folgen des Virus in München gestorben, 3858 der gemeldeten Infizierten gelten mittlerweile als genesen.

Update 24. April, 16 Uhr: Bayerische Landesausstellung zunächst nur als Katalog

Die Bayerische Landesausstellung findet vorerst nur in Form eines Kataloges statt. 

Das mehr als 250 Seiten starke Werk zum Thema "Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte" soll ab kommender Woche in den Handel gehen, wie das Haus der Bayerischen Geschichte am Freitag in Augsburg mitteilte. 

Die Landesausstellung mit den Standorten Friedberg und Aichach hätte am 28. April eröffnet werden sollen. Der Termin ist jedoch angesichts der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Der Katalog - wie später auch die Ausstellung - zeige, wie das System altbayerischer Städte und Märkte in einem historisch gesehen verhältnismäßig kurzen Zeitraum ab dem Hochmittelalter entstand, teilten die Veranstalter mit. Angestoßen worden sei die Entwicklung von den ersten Wittelsbacher Herzögen. 

In Oberwittelsbach, heute ein Stadtteil von Aichach, hatten sie einst ihre Stammburg.

Update 24. April, 15.30 uhr: 15-Jähriger in Gewahrsam, wieder Verstoß gegen Ausgangsbeschränkungen

Weil ein 15-Jähriger zum wiederholten Mal gegen die Ausgangbeschränkungen in der Corona-Krise verstoßen hat, ist er in Gewahrsam genommen worden. 

Bis zum 29. April müsse der uneinsichtige junge Mann in einer Justizvollzugsanstalt bleiben, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit. Einen triftigen Grund für das Verlassen seines Zuhauses konnte er laut Polizei auch dieses Mal nicht nennen.

Hinzugekommen sei, dass der 15-Jährige vermisst gemeldet gewesen sei, hieß es weiter. Die Beamten trafen ihn am Donnerstagnachmittag am Bahnhof Illertissen (Landkreis Neu-Ulm) an.

Update 24. April, 15.20 Uhr: Keine Soforthilfen für frisch gegründete Firmen und Selbstständige

Firmen mit Gründungsdatum nach dem 11. März 2020 erhalten vom Freistaat keine Corona-Soforthilfen. Das gelte auch für Menschen, die sich nach diesem Datum selbstständig gemacht haben, teilte das Wirtschaftsministerium mit. 

Bei frisch gegründeten Firmen gehe es nicht um die Sicherung der "gefährdeten wirtschaftlichen Existenz", sondern um deren Aufbau und der Etablierung am Markt. Somit könnten diese nicht glaubhaft machen, dass Einnahmen vor allem wegen der Corona-Krise fehlten. 

Betroffenen bleibt demnach nur die Möglichkeit, Hartz IV zu beantragen: "Damit können Lebensunterhalt und Unterkunft in der Krise trotz Verdienstausfall gesichert werden."

Die Stichtagsregel sei wegen der Gefahr von Schein-Gründungen nachvollziehbar, so der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), Manfred Gößl. Die Zahl der Betroffenen sei noch nicht absehbar, bisher habe sich aber niemand gemeldet. Viele Gewerbeämter nähmen Anmeldungen ohnehin nur in Notfällen an, die meisten Gründer würden ihre Pläne überdenken.

Es gebe aber auch erste Anzeichen, dass die Krise das Gründungsgeschehen belebe, so Gößl. 

"Wer wegen Corona seinen Arbeitsplatz verloren hat, für den kann eine Selbstständigkeit aktuell eine Alternative und Einkommensquelle sein."

Update 24. April, 15.10 Uhr: Wirtschaft möchte mehr Eigenverantwortung bei Corona-Lockerungen

Im Streit zwischen der CSU und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger über die richtige Schwerpunktsetzung während der Corona-Krise fordert die Wirtschaft mehr Freiheiten.

"Bei den nächsten Lockerungsschritten sollte die Politik stärker auf die Selbstverantwortung unserer Unternehmen setzen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), Manfred Gößl, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Aiwanger, der in der schwarz-orangen Koalition das Wirtschaftsressort leitet, hatte nach der coronabedingten Absage des Oktoberfests für einen Vorstoß für eine "Ersatz-Gedenk-Wiesn" Kritik der CSU geerntet. CSU-Generalsekretär Markus Blume hatte gesagt, alle sollten sich "auf die Kernaufgaben in ihrem Ressort" konzentrieren. 

Finanzminister Albert Füracker (CSU) sagte der "Passauer Neuen Presse" (Freitag): "Gerade im Falle der Soforthilfen werden die Klagen aus der Wirtschaft immer lauter, dass das Geld dort nicht schnell genug ankommt. Ich hoffe, dass der zuständige Wirtschaftsminister die Klagen ernst nimmt." Er habe den Eindruck, Kabinettsbeschlüsse gölten für den Koalitionspartner ein paar Tage später nicht mehr.

Zur aktuellen Arbeit der Staatsregierung sagte Gößl weiter, diese habe frühzeitig umfassende Hilfsprogramme in enger Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsorganisationen verabschiedet und sei damit bundesweit Vorreiter gewesen. "Die zuletzt vom Kabinett beschlossenen Lockerungen sind für die Unternehmen ein Hoffnungsschimmer, dennoch sind weiterhin Geduld und Umsicht gefragt", so der BIHK-Vertreter.

Aiwanger hatte sich gerechtfertigt und darauf verwiesen, dass das Gastgewerbe mit einer halben Million Arbeitsplätzen zur bayerischen Wirtschaftspolitik gehöre. Auch hoffe er auf Hilfe der CSU beim nächsten Kanzlergespräch für eine weitere Öffnung des Handels.

Update 24. April, 15 Uhr: Ausgangsbeschränkungen bleiben in Kraft

Der bayerische Verfassungsgerichtshof hat die im Freistaat geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise erneut bestätigt. 

"Wegen der überragenden Bedeutung von Leben und Gesundheit der möglicherweise Gefährdeten überwiegen die Gründe gegen das Außerkraftsetzen der angegriffenen Verordnung", teilte der Gerichtshof am Freitag in München mit (Az.: Vf. 29-VII-20).

Ein Antragsteller hatte demnach am Dienstag eine sogenannte Popularklage erhoben, um die Regelungen für verfassungswidrig und nichtig erklären zu lassen. 

Zugleich wollte er eine einstweilige Anordnung erreichen, dass die Vorschriften sofort außer Vollzug gesetzt werden. 

Er argumentiert den Angaben zufolge damit, dass die zwischenzeitlich bis 3. Mai verlängerten Ausgangsbeschränkungen zu unbestimmt seien und in unverhältnismäßiger Weise in Freiheitsrechte der Bürger eingriffen, die die bayerische Verfassung garantiere.

Update 24. April, 15 Uhr: Bayern vereinfacht Vergabe von Landarzt-Studienplätzen

Wegen der Corona-Krise werden in diesem Jahr die speziellen Medizin-Studienplätze für künftige Landärzte in einem vereinfachten Verfahren ohne Auswahlgespräche vergeben. 

"Die Zulassung unserer Bewerber zur Landarztquote wird - einmalig auf das Wintersemester 2020/2021 begrenzt - ausschließlich nach der in der ersten Stufe des Auswahlverfahrens ermittelten Rangliste erfolgen. Denn eine Gesundheitsgefährdung der beteiligten Prüfer und Bewerber bei Auswahlgesprächen müssen wir ausschließen", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Freitag im Landtag in München. Der Schutz vor Infektionen habe oberste Priorität.

Die Landarztquote sieht vor, dass das Einserabitur kein Auswahlkriterium ist. Die Plätze sollen dafür in einem zweistufigen Verfahren vergeben werden. Zunächst geht es unter anderem um einen fachspezifischen Eignungstest und eine Berufsausbildung im Gesundheitswesen - im zweiten Schritt besagte Auswahlgespräche.

Ausnahmsweise werde in diesem Jahr die Rangliste aus den Ergebnissen des Studieneignungstests ermittelt. Auch Vorerfahrungen beispielsweise durch eine Ausbildung, einen Freiwilligendienst oder ein Ehrenamt im medizinischen Bereich würden berücksichtigt.

Bis zu 5,8 Prozent aller Medizinstudienplätze in Bayern sollen für Studenten reserviert werden, die später mindestens zehn Jahre lang als Hausarzt in einer Region arbeiten, die medizinisch unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht ist. Das sind rund 110 Plätze pro Jahr. 

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums liegen 812 Bewerbungen vor. Die Bewerbungsfrist endete am 28. Februar.

Ein Mann räumt Spielwaren in ein Regal ein, während er eine Stoffmaske im Gesicht trägt.
Ein Mann räumt Spielwaren in ein Regal ein, während er eine Stoffmaske im Gesicht trägt.  © Hauke-Christian Dittrich/dp

Update 24. April, 14.50 Uhr: Bistümer begrüßen Ende von Gottesdienstverbot

In den katholischen Bistümern in Bayern herrscht Freude über die angekündigte Aufhebung des Gottesdienstverbotes. 

"Wir begrüßen, dass am 4. Mai wieder Gottesdienste möglich sind, wenn auch mit Einschränkungen", sagte der Sprecher von Kardinal Reinhard Marx, Bernhard Kellner, am Freitag in München. 

Der Generalvikar des Bistums Regensburg, Michael Fuchs, sagte: "Freuen wir uns, dass sich das sakramentale kirchliche Leben wieder ein Stück weit normalisiert." Derzeit werde das Schutz- und Hygienekonzept noch mit der Staatsregierung erarbeitet, sagte Kellner. Es befinde sich "in der letzten Abstimmung".

Wie das Bistum Regensburg mitteilte, soll wohl erst nach der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 30. April festgelegt werden, welche Schutzmaßnahmen künftig in Gottesdiensten gelten sollen. Generalvikar Fuchs sagte: "Den Pfarreien bleibt dann nur eine relativ kurze Vorbereitungszeit."

Für die Schutzmasken sollen die Gottesdienstteilnehmer selbst sorgen, teilte das Bistum mit. "Desinfektionsmittel wird aber vor Ort gestellt." Fuchs regte auch an, in den Pfarreien Teams zusammenzustellen, die für den Schutz in den Gottesdiensten verantwortlich sind.

Staatskanzleichef Florian Herrmann hatte am Freitag mitgeteilt, dass Gottesdienste in Bayern trotz der andauernden Corona-Krise vom 4. Mai an unter strengen Auflagen wieder erlaubt sein sollen.

Update 24. April, 14.20 uhr: 40.473 Coronavirus-Fälle in Bayern und 1548 Tote

In Bayern sind inzwischen 40.473 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind bisher 1548 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Freitag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 26.340 Menschen.

Update 24. April, 14 Uhr: FTI FTI, TUI und Alltours verlängert Reisestopp bis Mitte Mai

Die Reiseveranstalter TUI, FTI und Alltours verlängert den Stopp aller Reisen bis zum 15. Mai. 

Das teilten die Unternehmen am Freitag mit. Grund ist die Corona-Pandemie. Bislang hatten TUI und FTI nur Reisen bis zum 3. Mai abgesagt, Alltours bis Ende April. "Gäste, deren Urlaub damit leider nun nicht mehr stattfinden kann, erhalten in den kommenden Tagen schriftlich von uns alle Informationen zur Stornierung", sagte FTI-Chef Dietmar Gunz.

Bei TUI hieß es, man bereite sich auf den Neustart des Tourismussektors vor. "Zwar ist heute noch nicht klar, wann Reisen wieder beginnen können", sagte der Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing, Hubert Kluske. "Allerdings haben wir schon heute die Gewissheit, dass die Deutschen wieder reisen wollen, sobald dies möglich ist". Sobald einzelne Länder grünes Licht gäben, sei TUI in der Lage, Reisen dorthin anzubieten. 

"Wir gehen davon aus, dass wir im Hochsommer wieder Gäste in verschiedene Urlaubsziele fliegen werden."

Alltours erklärte, man hoffe, "dass nach dem 15. Mai zunächst der Tourismus mit Individualanreise in Deutschland wieder langsam beginnen kann". 

Stillgelegte Flugzeuge der Lufthansa (vorne) und der Lufthansa-Tochter Eurowings stehen auf dem Vorfeld am Flughafen München.
Stillgelegte Flugzeuge der Lufthansa (vorne) und der Lufthansa-Tochter Eurowings stehen auf dem Vorfeld am Flughafen München.  © Vasco Garcia/dpa

Update 24. April, 13.30 Uhr: BMW fährt Werke vom 4. Mai an wieder hoch

BMW will das Autowerk Spartanburg in den USA und das Motorradwerk in Berlin nach wochenlangem Stillstand vom 4. Mai an schrittweise wieder hochfahren. 

In Deutschland soll die Autoproduktion erst am 11. Mai im niederbayerischen Dingolfing wieder starten, ebenso in Mexiko, wie der Konzern am Freitag mitteilte. "Frühestens am 18. Mai" sollen dann die Autobauer im BMW-Stammwerk München, in Leipzig, Regensburg, im südafrikanischen Rosslyn und im Mini-Werk Oxford wieder an die Arbeit gehen - "je nach Marktentwicklung".

In München, Dingolfing, Regensburg und Leipzig sind annähernd 20 000 BMW-Mitarbeiter in Kurzarbeit. Mehrere Tausend Mitarbeiter hatten den Produktionsstopp für Umbauten in den Werken genutzt. Die BMW-Motorenwerke sollen zur Versorgung der Autowerke schon am kommenden Montag wieder starten.

Wegen der Schließung der Autohäuser in Europa und den USA und dem Einbruch der Nachfrage hatte BMW seine Autowerke in Europa, Südafrika und Mexiko Mitte März, in den USA Ende März heruntergefahren. 

Die Bänder am größten BMW-Standort Shenyang in China laufen seit Mitte Februar wieder.

Update 24. April, 13.20 Uhr: Augsburger Zoo setzt auf virtuelle Tickets für Tiervideos

Mit dem Verkauf virtueller Tickets will der Augsburger Zoo einen Teil der Verluste in der Corona-Krise auffangen. 

Pro 10.000 verkauften Tickets werde ein Tiervideo für die Teilnehmer der Aktion freigeschaltet, teilte der Zoo mit. Demnach können die Käufer in bis zu drei Runden aus zwei Tierarten wählen. Den Anfang machen Erdmännchen und Robben.

"Seit mittlerweile fast sechs Wochen ist der Zoo geschlossen und es fehlen die Einnahmen von 100 000 Besuchern", so Direktorin Barbara Jantschke. Beim Online-Ticketverkauf, Patenschaften und Spenden gebe es zwar große Steigerungen. 

Mit der Aktion wolle man während der Corona-Krise aber auch einen virtuellen Besuch der "Zoo-Lieblinge" ermöglichen. Die virtuellen Tickets gibt es ab 2 Euro.

Update 24. April, 13.10 Uhr: Gottesdienste in Bayern ab 4. Mai unter Auflagen wieder erlaubt

Unter strengen Auflagen sollen öffentliche Gottesdienste in Bayern ab dem 4. Mai trotz der andauernden Corona-Krise wieder erlaubt sein. 

Dies teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag am Rande einer Landtagssitzung in München mit.

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Update 24. April, 13.04 Uhr: Landtag beschließt Bayern-Fonds mit parlamentarischer Kontrolle

Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, telefoniert vor Beginn der Sitzung des bayerischen Landtags neben Albert Füracker (CSU), Staatsminister der Finanzen, Landentwicklung und Heimat.
Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, telefoniert vor Beginn der Sitzung des bayerischen Landtags neben Albert Füracker (CSU), Staatsminister der Finanzen, Landentwicklung und Heimat.  © Peter Kneffel/dpa

Der sogenannte Bayern-Fonds zum Schutz von Unternehmen in finanzieller Schieflage wegen der Corona-Krise ist beschlossene Sache. Der Landtag stimmte am Freitag mehrheitlich für den Antrag. 

Anders als in der ersten Fassung des Gesetzentwurfs soll der Fonds nun aber doch auch einer Kontrolle des Landtags unterliegen. Zur parlamentarischen Begleitung soll ein neues Gremium mit zwölf Landtagsabgeordneten bestellt werden. Über die Besetzung des Gremiums entscheidet der Landtag alleine in Eigenregie. Denkbar sind Mitglieder aus den Haushalts- und Wirtschaftsausschüssen. Auch für dem Obersten Rechnungshof erhält nun eine Kontrollmöglichkeit.

Der Fonds werde am erfolgreichsten arbeiten können, wenn möglichst wenige Unternehmen in Bayern ihn in Anspruch nehmen müssten, sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) im Landtag. Es sei wichtig, dass Bayern ein eigenes Hilfskonzept auflege, sonst bestehe die Gefahr, dass bayerische Unternehmen wegen fehlender bundesweiter Systemrelevanz nicht unter den Schutzschirm des Bundes schlüpfen könnten. «Unser Ziel ist es, dass bayerische Firmen bayerisch bleiben können.» Wegen finanziellen Schieflagen, so die Befürchtung, könnten Unternehmen im Land von ausländischen Investoren übernommen werden.

Der 20 Milliarden Euro schwere Bayern-Fonds soll die Wirtschaft bei Bedarf unterstützen. Er ist neben den finanziellen Soforthilfen und Kreditbürgschaften eine wichtige Säule im bislang 60 Milliarden Euro umfassenden Corona-Rettungsschirm des Freistaats.

Bayerns Rechnungsprüfer und auch die Landtagsopposition hatten kritisiert, dass die zur Finanzierung des Bayern-Fonds erforderliche Schuldenaufnahme in einem Extrahaushalt erfolgt und nicht direkt im Staatshaushalt. Durch einen solchen «Schattenhaushalt» werde dem Parlament seine Kontrollfunktion für den Staatshaushalt entzogen.

Update 24. April, 12.59 Uhr: Wirbel um Medikament für Corona-Patienten - erste Hoffnungszeichen

Frühe Studiendaten zur Therapie der Lungenkrankheit Covid-19 mit dem Medikament Remdesivir haben für Wirbel gesorgt. 

Die Wirkung des ursprünglich gegen Ebola entwickelten US-Präparats wird derzeit weltweit untersucht. Kurzzeitig führten Medienberichte zu Aufruhr, nach denen das Mittel keinen Erfolg brachte. Hersteller wie Mediziner warnen nun vor voreiligen Schlüssen. Das Medikament habe bei Patienten in der München Klinik Schwabing erste Erfolge gebracht, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der dortigen Klinik für Infektiologie.

Nach zurückhaltenden Schätzungen habe die Hälfte seiner Patienten profitiert, sagte Wendtner. Es sehe danach aus, dass schwer Erkrankte früher von den Beatmungsmaschinen genommen werden könnten.

Am Donnerstag kam es zu einer überraschenden Veröffentlichung, nach der eine chinesische Studie mit Remdesivir enttäuschende Ergebnisse gebracht haben soll. Medien beriefen sich auf ein auf der Seite der Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichtes Dokument - das aber rasch wieder entfernt wurde.

Die US-Herstellerfirma Gilead Sciences wies die Berichte zurück. Es habe keine Genehmigung zur Veröffentlichung gegeben. Die Studie sei aufgrund geringer Beteiligung vorzeitig abgebrochen worden, daher seien keine statistisch aussagekräftigen Schlussfolgerungen möglich. 

"Insofern sind die Studienergebnisse nicht schlüssig, obwohl Trends in den Daten einen potenziellen Nutzen für Remdesivir nahe legen, insbesondere bei Patienten, die früh in der Krankheit behandelt werden." Ergebnisse weltweiter Studien erwarte man Ende Mai.

Update 24. April, 12.57 Uhr: Song-Aufnahme als Herausforderung für "The Voice Kids"-Sieger

Einen Song in der Corona-Krise produzieren? Für die "The Voice Kids"-Gewinnerinnen Mimi (16) und Josy (14) war das eine Herausforderung. 

Statt mit Produzenten im Studio hätten sie bei sich zu Hause in Augsburg aufnehmen müssen, sagten die Schwestern der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag). Viele hin- und hergeschickte Aufnahmen später entstand ihre neue Single "What Are We Afraid Of". Mit der Angst vor dem Coronavirus hat das Lied nicht direkt etwas zu tun. Laut Mimi ist er aber eine Botschaft an die Gesellschaft: "Was man alles schaffen kann, wenn man zusammenhält".

Die Teenager gewannen den Sat.1-Gesangswettbewerb im Jahr 2019. Ein Album soll noch heuer erscheinen.

Update 24. April, 12.40 Uhr: Erlös für #WeKickCorona-Aktion: FC Bayern verkauft Gesichtsmasken

Der FC Bayern München unterstützt die von Joshua Kimmich und Leon Goretzka initiierte Hilfsaktion #WeKickCorona

Der deutsche Rekordmeister verkauft individuell gestaltete Gesichtsmasken und spendet den Gewinn der Initiative seiner beiden Fußballer. Diese unterstützt in der Corona-Krise soziale und karitative Einrichtungen.

Die >>>Masken werden von einem bayerischen Unternehmen aus Schals hergestellt, die eigentlich anlässlich des Champions-League-Spiels der Münchner gegen den FC Chelsea produziert worden waren. 

Ob das Achtelfinal-Rückspiel der europäischen Königsklasse überhaupt noch gespielt werden kann, ist unklar. Aber auch wenn das Match in München in der Saison nachgeholt wird, findet es ohne Zuschauer statt.

Kimmich und Goretzka haben mit ihrer Aktion, an der sich seither viele Sportler beteiligten, bislang nach eigenen Angaben mehr als 3,9 Millionen Euro für karitative Zwecke eingesammelt. Die beiden Nationalspieler freuen sich über die Unterstützung des Vereins. 

"Die Masken sind in der Tat optisch sehr cool. Und da hinter der ganzen Aktion mit den umgenähten Fan-Schals auch noch ein Umweltgedanke steht, ist die Geschichte nun noch runder", sagte Goretzka.

Update 24. April, 12.30 Uhr: Einigung auf Sozialplan für Reifenhersteller Michelin

Nach der angekündigten Werksschließung des Reifenherstellers Michelin in Hallstadt bei Bamberg haben sich die Tarifparteien auf einen Sozialplan geeinigt.

"Das ist das beste Ergebnis, das unter diesen äußerst schwierigen Umständen erreicht werden konnte", teilte das Landratsamt Bamberg am Freitag mit.

Der Sozialplan umfasse Angebote zur Weiterbildung, Regelungen für Abfindungen und Vorruhestand sowie eine Transfergesellschaft. "Ziel ist und bleibt es, dort mindestens so viele Arbeitsplätze zu schaffen, wie dort vor September 2019 vorhanden waren", erklärte Landrat Johann Kalb (CSU). Über die Details der Vereinbarung würden die Mitarbeiter Anfang Mai informiert.

"Wir unterbreiten gute, vielfältige Angebote", versicherte Werkleiter Jens Schlemmer. Die Mitarbeiter könnten sich eine neue Perspektive aufbauen. "Wir konnten - unter den gegebenen Umständen - die bestmögliche Lösung für unsere Kolleginnen und Kollegen erreichen", meinte Betriebsratsvorsitzender Josef Morgenroth.

Michelin hatte im September angekündigt, das Werk bei Bamberg schrittweise bis Ende Januar 2021 zu schließen. Grund sei die sinkende Nachfrage nach 16-Zoll-Reifen, die dort hauptsächlich produziert werden. 

Knapp 860 Mitarbeiter sind von der Werksschließung betroffen.

Update 24. April, 12.10 Uhr: Verstoß gegen Corona-Beschränkungen: Wiederholungstäter in Haft

Ein Mann hat in Landshut mehrfach gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen und ist deswegen bereits zum dritten Mal im Gefängnis. 

Der 27-Jährige wurde am Donnerstagnachmittag innerhalb von zwei Stunden zwei Mal von der Polizei in der Landshuter Innenstadt angetroffen, während er bewusst Kontakt zu anderen Menschen hatte, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Der Mann hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen und dafür bereits zwei Kurzaufenthalte in einer Justizvollzugsanstalt verbüßt. 

Die Polizisten nahmen den Wiederholungstäter daher in Gewahrsam. Ein Richter bestätigte die Haft: Der Mann muss erneut einsitzen, dieses Mal bis zum 4. Mai.

Update 24. April, 11.51 Uhr: Landtag beschließt zweiten Nachtragshaushalt

Trotz vieler Enthaltungen und Gegenstimmen hat der Landtag das zweite milliardenschwere Hilfspaket innerhalb kürzester Zeit beschlossen. 

Der zweite Nachtragshaushalt ermächtigt die Regierung, erneut zehn Milliarden Euro Kredite aufzunehmen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu kompensieren. Grüne, SPD, AfD und FDP stimmten der Neuverschuldung nicht zu. Die Opposition begründete diese Entscheidungen mit inhaltlichen Mängeln wie fehlender Hilfen für die Kommunen. 

CSU und Freie Wähler waren bei der Abstimmung nicht auf die Stimmen der Opposition angewiesen.

Update 24. April, 11.45 Uhr: Verstoß gegen Mundschutzpflicht kann bis zu 5000 Euro kosten

Verstöße gegen die Mundschutzpflicht zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus können in Bayern bis zu 5000 Euro kosten. Dies geht aus dem aktualisierten Bußgeldkatalog hervor, der der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt. 

Demnach werden bei fehlendem Mund-Nase-Schutz in Bussen, Bahnen und Geschäften 150 Euro fällig. Besonders teuer wird es aber für Ladenbesitzer, die nicht sicherstellen, dass ihr Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt: Hierfür sieht Bußgeldkatalog eine Zahlung von 5000 Euro vor.

Ab kommendem Montag gilt in ganz Bayern eine Pflicht, Mund und Nase im Öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften zu verhüllen. Die Staatsregierung hatte in dem Kontext auch angekündigt, dass die Einhaltung streng kontrolliert werden soll. Aus diesem Grund muss spätestens am Wochenende der Bußgeldkatalog aktualisiert werden. Die Maskenpflicht gilt ab einem Alter von sechs Jahren, um sie zu erfüllen muss aber keine Schutzmaske getragen werden. 

Es reicht auch das Tragen eines Schals oder eines eng anliegenden Tuchs.

24. April, 11.37 Uhr: Corona-Einsätze der Polizei München

Ein Polizeiauto fährt durch die Münchner Innenstadt. (Symbolbild)
Ein Polizeiauto fährt durch die Münchner Innenstadt. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Wie die Polizei mitteilte, führten die Beamten im Zeitraum von Donnerstag 6 Uhr bis Freitag 6 Uhr über 5500 Kontrollen in Stadt und Landkreis München durch. Dabei wurden 112 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen angezeigt.

Am Donnerstag gegen 21 Uhr wurde die Polizei nach Ottobrunn gerufen. Dort befanden sich fünf Personen im Alter von 18 bis 20 Jahren, die an einer Bushaltestelle Alkohol tranken. Sie wurden angezeigt.

Gleichzeitig ging eine weitere Meldung bei der Polizei ein: mehrere Jugendliche würden sich unberechtigterweise auf einem Firmengelände aufhalten. Vor Ort trafen die Beamten zwölf Personen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren an, die feierten. Sie wurde alle angezeigt.

Update 24. April, 11.34 Uhr: Panzerbataillon aus Bayern übt in Colbitz-Letzlinger Heide

820 Soldaten eines Panzerbataillons aus der Oberpfalz üben seit Freitag trotz der Corona-Pandemie im Gefechtsübungszentrum des Heeres in der Colbitz-Letzlinger Heide in Sachsen-Anhalt. 

Hinzu kommen bis zu 400 Soldaten des Gefechtsübungszentrums selbst, wie Presseoffizier Hauptmann Alexander Helle am Freitag mitteilte. An verschiedenen Stationen trainierten sie etwa taktisches Verhalten, die Versorgung im laufenden Gefecht und die Zusammenarbeit mit anderen Kräften.

Während der Übung würden Auflagen eingehalten. Wo immer möglich, werde Abstand gewahrt. In Zelten und festen Unterkünften werde nur jedes dritte Bett belegt. Ausbildungen erfolgten in Kleingruppen und je nach Situation mit Mund-Nasen-Schutz. Im Anschluss an die Übung, die bis zum 2. Mai angesetzt ist, würden die Soldatinnen und Soldaten vorsorglich in 14-tägige Isolation gehen.

Die Bundeswehr befinde sich trotz Corona-Pandemie weiterhin in Auslandseinsätzen. Die Soldaten im Ausland würden regelmäßig ausgetauscht und müssten im Vorfeld gut ausgebildet werden. 

Für das Panzerbataillon aus Bayern sei die Ausbildung am Gefechtsübungszentrum Heer der letzte Test, bevor die Männer und Frauen im Sommer für ein halbes Jahr nach Litauen gingen.

Update 24. April, 11.05 Uhr: Wunsiedel verschiebt Luisenburg-Festspiele auf 2021

Die künstlerische Leiterin der Wunsiedler Luisenburg-Festspiele, Birgit Simmler.
Die künstlerische Leiterin der Wunsiedler Luisenburg-Festspiele, Birgit Simmler.  © Nicolas Armer/dpa

Die Luisenburg-Festspiele in der Stadt Wunsiedel sind für diesen Sommer abgesagt. Die Festspiele auf der ältesten Freilichtbühne Deutschlands würden mit dem identischen Programm im nächsten Jahr ausgetragen, teilte die Stadt am Freitag mit. 

Zu den Luisenburg-Festspielen in Europas größtem Felsenlabyrinth, die alljährlich zwischen Ende Mai und Anfang September ausgetragen werden, kommen in der Regel mehr als 100.000 Besucher.

"Die durch die Covid-19-Krise verursachten gesundheitsbedingten und infektiologischen Maßnahmen, die zu erfüllen allen ausnahmslos aufgegeben ist, lassen einen Spielbetrieb in diesem Sommer definitiv nicht mehr zu", heißt es in der Mitteilung. Der Schutz der
Zuschauer und der Mitarbeiter und Künstler habe oberste Priorität und könne nicht relativiert oder riskiert werden.

"Wir haben lange alle Optionen geprüft und abgewogen, immer in der Hoffnung, Theater, wie wir es alle lieben, ist doch noch
möglich", sagte Wunsiedels Bürgermeister Karl-Willi Beck. Am Ende sei der Schutz von Leben mit Theater aber nicht zu vereinbaren gewesen.

Die Luisenburg-Festspiele bestehen jedes Jahr aus mehreren Eigenproduktionen sowie aus Gastspielauftritten. Für dieses Jahr waren unter anderem die musikalische Alpenland-Satire "Der Watzmann ruft" von Wolfgang Ambros und das Kinderstück "Pinocchio" geplant. Das Programm soll nun 2021 stattfinden.

Update 24. April, 9.01 Uhr: Kurzarbeit auf breiter Front im Gastgewerbe

Menschenleer zeigt sich der Biergarten mit gestapelten Bänken und Tischen im Westpark. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise ist der Biergarten geschlossen.
Menschenleer zeigt sich der Biergarten mit gestapelten Bänken und Tischen im Westpark. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise ist der Biergarten geschlossen.  © Sven Hoppe/dpa

Die meisten Betriebe im bayerischen Gastgewerbe haben Kurzarbeit beantragt. Einer Umfrage des Branchenverbands Dehoga unter seinen Mitgliedern zufolge liegt der Anteil der betroffenen Betriebe bei 80 Prozent. Gut 60 Prozent der mehr als 3000 Teilnehmer gaben an, ihren Betrieb wegen der Corona-Pandemie komplett geschlossen zu haben.

Zwar können sich fast drei Viertel (72,2 Prozent) der Befragten ihren Betrieb mit verschärften Schutzmaßnahmen vorstellen, dennoch üben sich die meisten in Geduld, was den Öffnungstermin angeht. Auf die Frage, ob sie einen früheren Termin mit dem Risiko einer erneuten Schließung oder einen späteren Termin mit höherer Sicherheit bevorzugen würden, sprachen sich fast zwei Drittel (63,5 Prozent) für den späteren Zeitpunkt aus.

Ein Großteil der Betriebe hat zudem finanzielle Hilfen vom Staat erhalten oder beantragt. Soforthilfe des Bundes haben 19 Prozent bereits erhalten, weitere 52 Prozent beantragt. Hilfen vom Freistaat haben den Angaben zufolge 50 Prozent bereits erhalten und 31 Prozent beantragt. Anträge geplant haben weitere 7 beziehungsweise 4 Prozent.

Allerdings sagen 87 Prozent, dass die Hilfen von Bund und Land nicht ausreichen werden. 79 Prozent fordern daher einen Rettungsfonds für das Gastgewerbe. 

Für eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf 7 Prozent, wie sie der Koalitionsausschuss jüngst beschlossen hat, sprachen sich 93 Prozent aus.

Update 24. April, 6.08 Uhr: Landtag will erneut milliardenschwere Corona-Hilfen beschließen

Nach der Plenarsitzung am Montag kommt der Landtag an diesem Freitag (10 Uhr) schon zum zweiten Mal in dieser Woche zusammen. Wie zum Wochenauftakt steht auch bei der anstehenden Sitzung die Bewältigung der Corona-Krise im Mittelpunkt.

Geplant ist unter anderem die abschließende Lesung und Abstimmung über den zweiten Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung von zehn Milliarden Euro. Dieser ist notwendig, weil die bereits vor knapp einem Monat freigegeben Kreditermächtigungen von zehn Milliarden Euro für den Corona-Hilfsschirm des Freistaates nicht ausreichen.

Bislang summieren sich die verplanten Ausgaben nach Angaben von Finanzminister Albert Füracker (CSU) auf rund 12,5 Milliarden Euro, darunter 5 Milliarden Euro Soforthilfen und 2,5 Milliarden Euro für das Gesundheitsressort. Aus der Opposition hatte es im Laufe der Woche massive Kritik an der Haushaltsführung gegeben, SPD und FDP bemängelten fehlende Transparenz. 

Füracker hatte die Kritik aber mit Verweis auf Berichte seines Hauses als unberechtigt zurückgewiesen. Gleichwohl drohten beide Fraktion damit, dem Nachtragshaushalt nicht zustimmen zu wollen. Dies ist aber auch nicht notwendig, da die schwarz-orange Koalition schon alleine genug Stimmen hat.

Auch der kürzlich vom Obersten Rechnungshof kritisierte Bayern-Fonds soll in der Sitzung beschlossen werden. Hier hatte die Staatsregierung aber bereits angekündigt, dass dem Landtag mehr Kontrollmöglichkeiten in Aussicht gestellt. Kern der Kritik ist es, dass die zur Finanzierung des Bayern-Fonds erforderliche Schuldenaufnahme in einem Extrahaushalt erfolgt und nicht direkt im Staatshaushalt. 

Der 20 Milliarden Euro schwere Bayern-Fonds soll die Wirtschaft bei Bedarf unterstützen. Er ist neben den finanziellen Soforthilfen und Kreditbürgschaften eine wichtige Säule im bislang 60 Milliarden Euro umfassenden Corona-Rettungsschirm des Freistaats.

Update 24. April, 6.05 Uhr: Experten bezweifeln Wirkung von befristeter Umsatzsteuersenkung

Ifo-Präsident Clemens Fuest hat die bis Juni 2021 befristete Senkung des Umsatzsteuersatzes in der Gastronomie kritisiert. 

"Diese Maßnahme wirkt nicht bei Betrieben, die keine Umsätze machen, weil sie geschlossen sind", sagte er am Donnerstag in München. "Große Gastronomieketten brauchen diese Steuersenkungen nicht, sondern eher Überbrückungskredite".

Burkhard von Freyberg, Tourismus-Professor an der Hochschule München, sagte, eine langfristige Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent würde den Gasthäusern helfen zu investieren. Aber nur für ein paar Monate sei das nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

"Viele Gastronomiebetriebe werden insolvent gehen", sagte Freyberg. Der Fachkräftemangel in der Branche dürfte nachlassen: Wer gut aus der Krise komme, werde leichter Mitarbeiter finden. Die Preise für die Gäste müssten tendenziell steigen, weil die Wirte wegen der Abstandsregeln weniger Gäste haben dürften. Auch deshalb sei eine langfristig niedrigere Umsatzsteuer dringend notwendig. 

Wirte sollten die Zeit jetzt nutzen, ihr Konzept zu überdenken, ihre Positionierung, ihr Online-Marketing. Mancher gehe bereits ganz neue Wege, etwa mit To-Go-Geschäft. 

Update 23. April, 16.06 Uhr: CSU: Aiwanger soll sich um Wirtschaft statt um Feste kümmern

Nach dem Vorstoß von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) für eine "Ersatz-Gedenk-Wiesn" knirscht es zwischen den Koalitionspartnern in Bayern. 

CSU-Generalsekretär Markus Blume ging Aiwanger am Donnerstag direkt an: Es sollten sich alle "auf die Kernaufgaben in ihrem Ressort" konzentrieren, sagte Blume. Mit Blick auf Aiwanger fügte der CSU-Generalsekretär hinzu, anstatt über den Bestand von Festen zu philosophieren, solle er sich lieber wirklich um die Belange der bayerischen Wirtschaft kümmern. Das sei für den Erhalt von Hunderttausenden Arbeitsplätzen zentral.

Aiwanger hatte nach der Absage des Oktoberfests in der "Bild"-Zeitung am Mittwoch für eine abgespeckte Mini-Wiesn plädiert. Die Wiesn-Absage hinterlasse "tiefe Kratzer auf der bayerischen Volksseele", zitiert die Zeitung Aiwanger. "Ich bin unbedingt dafür, sich jetzt den Kopf darüber zu zerbrechen, wie wir eine kleine Ersatz-Gedenk-Wiesn angehen können." 

Voraussetzung sei, dass sich die Lage weiter entspanne. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wie auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatten derartigen Überlegungen aber schon zuvor deutliche Absagen erteilt.

Update 23. April, 15.18 Uhr: 79 neue Corona-Fälle in München

In München wurden am Donnerstag 79 neue Corona-Fälle bestätigt, wie die Stadt mitteilte (Stand: 23. April, 13.30 Uhr). Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.411 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 3.858 Personen, die bereits genesen sind sowie 130 Todesfälle.

Update 23. April, 14.47 Uhr: Söder und Kretschmann offen für Fußball-Geisterspiele unter Auflagen

Nur unter strengen Auflagen und mit dem Segen des Robert Koch-Institutes können sich Bayern und Baden-Württemberg die Fortsetzung der Saison in der Fußball-Bundesliga vorstellen. 

Wenn es verantwortbar sei, könne es Geisterspiele ohne Zuschauer im Stadion geben, sagten die Ministerpräsidenten beider Länder, Winfried Kretschmann (Grüne) und Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einem Treffen in Ulm. Bis dies so weit sei, müssten aber noch "viele Randbedingungen" besprochen werden, betonte Kretschmann. Dazu zählten neben Tests der Spieler auch Regelungen für die Betreuerstäbe der Mannschaften in den Stadien und auch Konzepte, wie Menschenansammlungen vor den Stadien vermieden werden könnten.

An diesem Donnerstag wollte die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga das Konzept für den Neustart beraten. Söder betonte, dass er das von der Liga vorgelegte Konzept "sehr spannend" finde. Dies müsse aber nun zunächst vom Robert Koch-Institut bewertet werden. Wenn es dort und dann auch bei den zuständigen Gesundheitsämtern der Länder auf Zustimmung stoße, gebe es gute Chancen, dass Fußballspiele wieder stattfinden könnten.

Die Zulassung des Fußballs sei - wenn es medizinisch vertretbar sei - nicht nur aus psychologischer Sicht für die Menschen im Land wichtig, sagte Söder. Der Profisport sei auch ein Beruf, daher müsse man auch über Öffnungsmöglichkeiten unter strengen Bedingungen nachdenken. 

Wichtig sei bei der Öffnung, dass dies nicht nur die großen Vereine, sondern auch die kleineren schafften, sagte Söder. "Und es ist natürlich eine wöchentliche Bewährung."

Update 23. April, 14.09 Uhr: Corona-Fälle in Bayern

In Bayern sind mittlerweile 39.820 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Donnerstag mitteilte (Stand: 23. April, 10 Uhr).

In dieser Zahl enthalten sind 25.140 Fälle, die bereits wieder genesen sind sowie 1.502 Todesfälle. 

Update 23. April, 13.56 Uhr: Autoländer schalten sich wegen Corona zu Videokonferenz zusammen

Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen wollen sich kommende Woche in einer Schalte über die Zukunft des Automobilsektors in der Corona-Krise austauschen. 

"Wir wollen nächste Woche eine Videokonferenz der Autoländer machen", kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einem Treffen mit Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) in Ulm an. Der Sektor sei stark betroffen. Selbst wenn man alles wieder lockere, könne der Automobilsektor nicht so funktionieren wie vorher, da etwa Zulieferketten wie in Italien nicht funktionierten und Märkte wie die USA nicht geöffnet seien.

Man wolle sich zusammensetzen, um etwa über ökologische Prämienmodelle nachzudenken, um gerade der neuen Generation von Motoren und Autos nach der Phase des Durchhaltens eine Möglichkeit zu geben.

Update 23. April, 13.51 Uhr: Söder wäre für deutschlandweite Impfpflicht gegen das Coronavirus

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen, l), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, und Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, begrüßen sich vor dem Rathaus.
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen, l), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, und Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, begrüßen sich vor dem Rathaus.  © Stefan Puchner/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder würde in Deutschland eine generelle Impfpflicht gegen das Coronavirus befürworten.

"Für eine Impfpflicht wäre ich sehr offen", sagte der CSU-Chef am Donnerstag nach einem Treffen mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) in Ulm. Bis es einen Impfstoff gebe, könne es keine Entwarnung und damit auch keine Lockerungen ohne gleichzeitige Auflagen wie eine Maskenpflicht geben.

Wie Kretschmann betonte auch Söder, dass die Lockerungen, die andere Bundesländer zum jetzigen Zeitpunkt diskutierten oder gar bereits durchführten, für Bayern und Baden-Württemberg nicht infrage kämen. "Wir sind eine Gemeinschaft der Umsichtigen", sagte Söder und verwies damit auf den vorsichtigen Öffnungskurs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). 

Die "Besonnenen" seien überzeugt, dass die Gefahr durch das Coronavirus weiter bestehen bleibe. "Leichtsinn wäre ein schlechter Berater in dieser Situation."

Update, 23 April, 13.49 Uhr: Kretschmann kritisiert "anschwellenden Chor der Öffnung"

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat eindringlich vor Rufen nach mehr Lockerungen der Corona-Beschränkungen gewarnt. Er halte den anschwellenden Chor der Öffnung für wenig durchdacht, sagte Kretschmann am Donnerstag nach einem Treffen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) in Ulm.

"Wenn wir jetzt nachlassen, kann die Pandemie mit aller Macht zurückkommen." Zwar verstehe er den Wunsch nach mehr Öffnung etwa aus der Wirtschaft. Eine zweite Infektionswelle führe aber erst recht zu einem gigantischen Schaden für die Unternehmen. "Wenn wir jetzt zu sorglos handeln, wird sich das bitter rächen." 

Er und Söder teilten die Position der Kanzlerin. Man stehe nicht am Ende der Pandemie, sondern mittendrin.

Update 23. April, 13.04 Uhr: BFV-Vorstand stimmt für Fortsetzung der Fußballsaison ab September

Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) will die wegen der Corona-Krise unterbrochene Spielzeit 2019/20 ab dem 1. September fortsetzen. 

Dies hat das Gremium am Mittwochabend bei einer Sitzung einstimmig beschlossen. Voraussetzung ist, dass staatliche Vorgaben den geplanten Neustart erlauben. Die Saison ist aktuell bis zum 31. August ausgesetzt. Der BFV hatte sich zuvor in einer Umfrage unter Bayerns Amateurvereinen Unterstützung für seinen Vorschlag geholt.

"Wir wollen keine Geisterspiele, wir wollen keine juristischen Streitigkeiten, wir wollen den fairen Wettbewerb und Entscheidungen auf dem Platz – nicht am grünen Tisch! Da aktuell aber niemand mit Gewissheit sagen kann, ob tatsächlich ab dem 1. September 2020 wieder gespielt werden kann, brauchen wir eine Lösung mit größtmöglicher Flexibilität", erklärte Verbandschef Rainer Koch am Donnerstag. 

"Für den BFV gibt es genau aus diesem Grund auch keine Alternative zum Vorschlag, die aktuelle Saison in jedem Fall zu Ende zu spielen, sobald das wieder möglich ist."

Update 23. April, 13.03 Uhr: Söder: Bayern und Baden-Württemberg gehören zu den Vorsichtigen

Bayern und Baden-Württemberg fühlen sich nicht angesprochen von Angela Merkels Kritik an einer zu forschen Öffnung der Beschränkungen in der Corona-Krise. 

Sie seien die Vorsichtigen in Deutschland, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor einem Treffen mit seinem Amtskollegen Winfried Kretschmann (Grüne) am Donnerstag in Ulm. Auch Kretschmann zeigte sich nicht berührt von der Kritik.

Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hatte das Vorgehen einzelner Bundesländer scharf kritisiert. Die Umsetzung der Öffnungsbeschlüsse von Bund und Ländern der vergangenen Woche wirke auf sie "in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch", sagte sie am Donnerstag im Bundestag. 

Welche Länder sie meinte, sagte die Kanzlerin nicht.

Update 23. April, 13.02 Uhr: CSU fordert dauerhafte Steuererleichterungen für Gastronomie

Die CSU dringt auf dauerhafte Steuererleichterungen für die Gastronomie und nicht nur befristet wie von den Koalitionsspitzen in der vergangenen Nacht vereinbart. Die CSU werde sich dafür einsetzen, dass dies dauerhaft so bleibe, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Donnerstag in München.

Die Spitzen von CDU/CSU und SPD hatten sich in der Nacht auf weitere Hilfen in der Corona-Krise verständigt. Unter anderem einigten sie sich auf Steuererleichterungen für die besonders belasteten Gastronomiebetriebe. Die Mehrwertsteuer für Speisen wird ab dem 1. Juli befristet bis zum 30. Juni 2021 auf den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent gesenkt. Blume betonte, das habe die CSU mit Parteichef Markus Söder in der Nacht "im Alleingang" in Berlin durchgesetzt.

Bisher gilt für Speisen, die in einem Restaurant, einem Café oder einer Bar verzehrt werden, ein Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Für Gerichte, die der Gast mitnimmt oder nach Hause bestellt, fallen in der Regel nur 7 Prozent an. Nun sollen generell 7 Prozent gelten.

Update 23. April, 12.08 Uhr: Insolvenzverwalter erwartet viele Pleiten

Der Insolvenzverwalter Lucas Flöther, der unter anderem für Air Berlin zuständig ist, erwartet eine Welle von Firmenpleiten in Deutschland. 

"Die Bugwelle baut sich gerade auf", sagte er am Mittwochabend in einer Videokonferenz des Münchner Clubs Wirtschaftspresse. Den Fluggesellschaften zum Beispiel seien jetzt die Einnahmen weggebrochen, aber sie dürften es auch nach der Corona-Krise weiterhin sehr schwer haben: "Ich glaube nicht, dass man noch für 23 Euro nach Mallorca fliegt. Keiner fliegt mehr für ein zweistündiges Meeting von Berlin nach München", sagte der Sprecher des "Gravenbrucher Kreises" der führenden Insolvenzverwalter. Er ist auch Sachwalter des angeschlagenen Ferienfliegers Condor.

Viele Insolvenzen erwartet er auch bei Autozulieferern, Einzelhändlern, im Gastgewerbe oder auch bei Kinos. Gefährdete Unternehmen sollten möglichst früh ein Schutzschirmverfahren beantragen, sagte Flöther - also ein Insolvenzverfahren, bei dem der Vorstand unter Kontrolle eines Sachwalters weiterarbeitet. Die Löhne würden drei Monate lang von der Agentur für Arbeit bezahlt. Die Unternehmen könnten sich dann mit einem Schuldenschnitt, Stellenabbau und der Kündigung langfristiger Verträge sanieren.

Die Bundesregierung hat die Pflicht zum Insolvenzantrag bei drohender Zahlungsunfähigkeit bis Ende September ausgesetzt. Für viele Firmen sei das "aber nur eine Beruhigungspille", sagte Flöther. "Die Gefahr des Hinauszögerns besteht auf jeden Fall." Danach komme dann das böse Erwachen.

Update 23. April, 11.41 Uhr: Corona-Kontrollen der Polizei München

Wie die Polizei mitteilte, wurden im Zeitraum von Mittwoch 6 Uhr bis Donnerstag 6 Uhr 6.100 Kontrollen in Stadt und Landkreis München durchgeführt. Dabei wurden 92 Verstöße angezeigt, die die Ausgangsbeschränkung betrafen.

Am Donnerstag gegen 00:15 Uhr, wählte ein Anwohner der Heinrich-Lübke- Straße in Altperlach den Notruf und teilte mit, dass sich über zehn Personen auf der dortigen Straße befänden und dort laut feiern würden.

Vor Ort trafen die Beamten noch vier Personen im Alter von 17 und 19 Jahren an. Sie hatten laute Musik gehört und Alkohol getrunken. Da sie keinen triftigen Grund für den dortigen Aufenthalt hatten, wurden sie wegen eines Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Update 23. April, 11.29 Uhr: Trautner: Waldkindergärten und Tagespflege könnten früher öffnen

Eine Öffnung von Kindergärten und Kitas ist noch nicht in Sicht - als Erstes könnten aber Waldkindergärten und Kleingruppen der Tagespflege in Betrieb gehen. Diese Überlegung habe sie gemeinsam mit einem Expertengremium diskutiert, sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) Donnerstag im Sozialausschuss in München. 

In der Tagespflege seien die Gruppen ganz klein und die Waldkindergärten seien vor allem an der frischen Luft, so Trautner.

Wenn die Öffnung aller Einrichtungen dann tatsächlich ansteht, könnten die Vorschulkinder als erstes in den Blick genommen werden, sagte Trautner. So könne den Kindern die Gelegenheit gegeben werden, sich von ihrem Kindergarten zu verabschieden und sich so langsam auf die Rolle als Schulkind vorzubereiten.

Mit dem Expertengremium aus Ärzten, Pädagogen und Psychologen arbeitet die Sozialministerin an einem Konzept, wie die Kinderbetreuung schrittweise weiter geöffnet werden kann. Bisher durften Eltern nur eine Notbetreuung in Anspruch nehmen, wenn Vater und Mutter in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten. 

Ab Montag wird die Notfallbetreuung ausgeweitet: Zum Beispiel sollen mehr Kinder von Alleinerziehenden aufgenommen werden.

Update 23. April, 11.03 Uhr: Hamstern in Zahlen

Wie sehr die Menschen in Bayern zu Beginn der Corona-Krise gehamstert haben, machen jetzt Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik deutlich: Im Lebensmittel-Einzelhandel stieg der nominale Umsatz im März 2020 im Vergleich zum März 2019 um 13,8 Prozent, wie die Experten am Donnerstag in Fürth mitteilten. 

Preisbereinigt lag der Anstieg immerhin noch bei einem Plus von 10,9 Prozent - und ging damit deutlich in eine andere Richtung als der Einzelhandel insgesamt. Hier gab es Verluste von nominal 0,4 und real - also unter Berücksichtigung von Preisschwankungen - 1,4 Prozent.

"Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln verringerte sich der Umsatz nominal und real jeweils um 6,7 Prozent", teilte die Behörde weiter mit. Das führen die Statistiker auf die teilweise im März geltenden Beschränkungen für bestimmte Ladengeschäfte zurück.

Deutlich wird das auch bei der Zahl der Beschäftigten: Während der Lebensmittel-Einzelhandel im Jahresvergleich sein Personal um 3,3 Prozent aufstockte, ging die Zahl der Beschäftigten im Handel mit Nicht-Lebensmitteln wie Spielwaren, Heimwerkerbedarf und Kommunikationstechnik den Angaben zufolge um 0,8 Prozent zurück. 

Nicht berücksichtigt in der Statistik ist der Kraftfahrzeughandel.

Update 23. April, 10.50 Uhr: Kommunale Altenpflege Bayern fordert neue Besuchsregelungen

Neue Besuchsregeln für Altenheime hat der Verband Kommunale Altenpflege Bayern (KAB) gefordert. Ab Mai sollten wieder menschenwürdige und sichere Besuche möglich sein, teilte die KAB am Donnerstag in München mit. 

Das Besuchsverbot im Freistaat setze den Bewohnern zu: "Sie leiden zusehends darunter, dass vertraute Menschen fernbleiben müssen", hieß es aus dem Vorstand.

Die Initiative sieht unter anderem vor, dass angemeldete Besuche im Freien und unter Einhaltung der Abstandsregelung abgehalten werden dürfen. Ein entsprechendes Ideenpapier will der Verband beim Gesundheits- und Pflegeministerium einreichen. 

Die KAB ist ein Netzwerk aus 17 bayerischen Altenhilfeträgern und 50 Pflegeeinrichtungen mit mehr als 4000 Betten.

Menschenleer ist der Biergarten mit gestapelten Bänken und Tischen im Westpark. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise ist der Biergarten geschlossen.
Menschenleer ist der Biergarten mit gestapelten Bänken und Tischen im Westpark. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise ist der Biergarten geschlossen.  © Sven Hoppe/dpa

Update 23. April, 10.01 Uhr: Gute Nachrichten in der Corona-Krise

Tausende Todesfälle, die Wirtschaft im Stillstand und weitreichende Ausgangsbeschränkungen – in der Corona-Krise häufen sich seit Wochen die schlechten Nachrichten. Doch auch in der schweren Zeit gibt es den einen oder anderen Hoffnungsschimmer. Sechs tolle Geschichten lest Ihr >>> hier.

Update 23. April, 9.54 Uhr: Söder fordert schnelle Abschaffung des Soli

Markus Söder hat auf Twitter bekanntgegeben, dass er sich für die Abschaffung des Solidaritätszuschlags noch vor dem Sommer einsetzen werde. 

Update 23. April, 8.53 Uhr: Gehörlosen-Expertin kritisiert Barrieren in der Corona-Krise

Die Chefin des Münchner Gehörlosenverbands kritisiert Hürden während der Corona-Krise. "Gerade gehörlose Senioren können nicht mal eben im Internet nach barrierefreien Inhalten googeln. Sie machen den Fernseher an und sehen eine Pressekonferenz mit neuen Handlungsanweisungen in Lautsprache", äußerte sich Cornelia von Pappenheim in der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag). 

Bei Pressekonferenzen zum Coronavirus gebe es oft keine Live-Übersetzung in Gebärdensprache. Sie wies auf eine kürzlich im Fernsehen übertragene Pressekonferenz des Robert Koch-Instituts hin, bei der zwar ein Dolmetscher übersetzt hatte. "Bloß: Den hat man bei der Übertragung gar nicht gesehen, der Dolmetscher wurde nicht eingeblendet", monierte sie. "Also muss man hinterher wieder im Internet recherchieren", was sehr mühsam sei.

Außerdem: In Krankenhäusern seien gehörlose Patienten isoliert und könnten Angehörige nicht einfach anrufen. "Zudem finden gerade auch viele Seniorentreffen nicht statt, bei denen sich gehörlose Menschen in Gebärdensprache austauschen und informieren können", erklärte von Pappenheim.

Update 23. April, 8.19 Uhr: Hospizbegleiter statten kaum noch Hausbesuche ab

Obwohl Bayerns Gesundheitsministerium Hausbesuche durch ehrenamtliche Hospizbegleiter in Ausnahmefällen erlaubt, finden diese wegen der Corona-Pandemie kaum noch statt. 

Wie der Bayerische Hospiz- und Palliativverband auf Nachfrage mitteilte, wird dies von den Betroffenen nur selten gewünscht. "Aktuell haben die Menschen die Botschaft, dass ehrenamtliche Begleitung nicht stattfindet", sagte die stellvertretende Vorsitzende des Verbands, Margit Gratz. 

Hospizbegleitung sei aber wegen des Aufnahmestopps in Alten- und Pflegeeinrichtungen in der Corona-Krise besonders wichtig. 

Während einige Dienste mit hauptamtlichen Pflegekräften unter Sicherheitsvorkehrungen weiter Hausbesuche abstatten, verzichten viele der rund 140 Hospizvereine im Freistaat auf Besuche durch ehrenamtliche Helfer.

Update 23. April, 8.18 Uhr: Grünen-Landeschef Hallitzky fordert mehr Klimaschutz bei Corona-Exit

Bei den staatlichen Corona-Hilfspaketen muss aus der Sicht von Grünen-Landeschef Eike Hallitzky der Klimaschutz deutlich stärker als bisher berücksichtigt werden. 

"Die notwendige wirtschaftliche Konjunkturbelebung, die wir mit allen Kräften anschieben werden, ist die Chance, unsere Industrie widerstandsfähiger und zukunftsfester den je weiterzuentwickeln", heißt es in Hallitzkys zweiseitigem Strategiepapier, welches er am Samstag bei der Konferenz des Grünen-Landesvorstands vorstellen will.

Aus Hallitzkys Sicht kommt der Klimaschutz in der laufenden Debatte um Exit-Strategien viel zu kurz: "Die epochale gesellschaftliche Herausforderung des Klimaschutzes bleibt uns. Das zeigen beispielhaft drei Jahre Trockenheit in Franken."

Bayern könne mit den Staatshilfen nicht nur Existenzen sichern, sondern auch die bayerische Wirtschaft klimaneutral, widerstandsfähiger und fit für die Zukunft machen.» Die Debatte müsse aber geführt werden, bevor die Hilfsgelder fließen.

Update 23. April, 813. Uhr: Söder und Kretschmann bei Corona-Krisentreffen in Ulm

Markus Söder trifft sich mit Winfried Kretschmann.
Markus Söder trifft sich mit Winfried Kretschmann.  © Sven Hoppe/dpa

Die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg, Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne), beraten am Donnerstag (12 Uhr) in Ulm über die Corona-Krise. Bei dem Arbeitsessen im Rathaus solle es um die nächsten Schritte gehen, hieß es vom baden-württembergischen Staatsministerium. 

Im Anschluss (13 Uhr) wollen sich die Regierungschefs per Liveübertragung im Internet an die Öffentlichkeit wenden.

Söder hatte sich bei seiner Regierungserklärung Anfang der Woche für eine Zusammenarbeit der Länder ausgesprochen. "Weil wir in Bayern und Baden-Württemberg ganz eng Seite an Seite und eins zu eins gehen, weil wir eine ähnliche Entwicklung haben."

Kurz nacheinander haben beide Länder in dieser Woche die Einführung einer Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen ab dem kommenden Montag beschlossen. In anderen Bereichen wie Ladenöffnungen wird in Bayern und Baden-Württemberg unterschiedlich verfahren.

Update 22. April, 22.10 Uhr: ProSiebenSat.1 streicht Jahresprognose und Dividendenvorschlag

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 nimmt vor dem Hintergrund der Corona-Krise Jahresprognose und Dividendenvorschlag zurück. Aufgrund des derzeitigen Stillstands der Weltwirtschaft und der daraus resultierenden erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheit sei es aktuell nicht möglich, einen Ausblick auf das finanzielle Ergebnis im zweiten Quartal und für das Gesamtjahr zu geben, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit.

Zudem haben demnach Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2019 keine Dividende auszuschütten. Ursprünglich sollten die Aktionäre 85 Cent je Anteilschein erhalten. Man halte aber an der bisherigen Dividendenpolitik fest, 50 Prozent des bereinigten Konzernjahresüberschusses der Gruppe auszuschütten.

Anleger zeigten sich wohl auch angesichts der ähnlich lautenden Mitteilungen diverser börsennotierter Unternehmen aus der jüngeren Vergangenheit gelassen. Der Aktienkurs von ProSiebenSat.1 gab auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion nur um gut ein halbes Prozent nach.

Update 22. April, 18.05 Uhr: Markus Söder und Winfried Kretschmann bei Corona-Krisentreffen

Die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg, Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne), beraten am Donnerstag (12 Uhr) in Ulm über die Corona-Krise. Bei dem Arbeitsessen im Rathaus solle es um die nächsten Schritte gehen, hieß es vom baden-württembergischen Staatsministerium.

Im Anschluss (13 Uhr) wollen sich die Regierungschefs per Übertragung im Internet an die Öffentlichkeit wenden.

Söder hatte sich bei seiner Regierungserklärung Anfang der Woche für eine Zusammenarbeit der Länder ausgesprochen. "Weil wir in Bayern und Baden-Württemberg ganz eng Seite an Seite und eins zu eins gehen, weil wir eine ähnliche Entwicklung haben."

Kurz nacheinander haben beide Länder in dieser Woche die Einführung einer Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen ab dem kommenden Montag beschlossen. In anderen Bereichen wie Ladenöffnungen wird in Bayern und Baden-Württemberg unterschiedlich verfahren.

Update 22. April, 17.59 Uhr: Bayerische Profivereine gespannt! Task Force stellt Konzept vor

Auch die bayerischen Profivereine warten gespannt auf die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) an diesem Donnerstag (11 Uhr). DFL-Boss Christian Seifert wird die Vertreter der 36 Profivereine im Detail mit dem von der Task Force "Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" erarbeiteten Strategiepapier vertraut machen. 

Es ist ein Konzept für eine Fortsetzung der Bundesligasaison. Dieser Krisenplan soll die Entscheidungsträger aus der Politik überzeugen, Grünes Licht für einen Neustart der Spielzeit zu geben.

Dass die DFL bereits einen konkreten Wunschtermin für die ersten kompletten Spieltage mit Geisterspielen in der 1. und 2. Bundesliga verkünden wird, ist nicht zu erwarten. Diesen Schritt visiert die Liga erst nach der nächsten Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 30. April an.

DFL-Boss Christian Seifert wird die Vertreter der 36 Profivereine im Detail mit dem von der Task Force erarbeiteten Papier vertraut machen.
DFL-Boss Christian Seifert wird die Vertreter der 36 Profivereine im Detail mit dem von der Task Force erarbeiteten Papier vertraut machen.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update 22. April, 17.16 Uhr: Auch Münchner "Streetlife Festival" wegen Coronavirus abgesagt

Nach zahlreichen Veranstaltungen ist auch das Münchner "Streetlife Festival" in der Coronakrise abgesagt worden. 

Grund sei das bis Ende August geltende Verbot von Großveranstaltungen, teilte die ausrichtende Umweltorganisation Green City am Mittwoch mit. 

Das Straßen-Festival mit jährlich bis zu 300.000 Besuchern war für das Pfingstwochenende Ende Mai geplant gewesen.

Update 22. April, 17.13 Uhr: Dinkelsbühl meldet Kurzarbeit für städtisches Personal an

Die Stadt Dinkelsbühl (Kreis Ansbach) hat als nach eigenen Angaben erste Kommune in Bayern Kurzarbeit für ein Drittel ihrer rund 250 Beschäftigten angemeldet. Dinkelsbühl sei mit seiner historischen Altstadt eine Kommune, die stark auf Gäste setze und sei damit von der Corona-Krise besonders betroffen. 

"Uns fehlen schlicht die Touristen", sagte Bürgermeister Christoph Hammer am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Hinzu kämen deutliche Ausfälle bei der Gewerbesteuer und bei den Einnahmen etwa über das Landestheater. Die Kommune werde das Kurzarbeitergeld in Höhe von 60 Prozent - beziehungsweise 67 Prozent der Nettozüge für Betroffene mit Kindern - auf 95 Prozent aufstocken. Die rund zehn Beamten unter den städtischen Bediensteten können nicht in Kurzarbeit gehen.

Kurzarbeit im öffentlichen Dienst ist eine Rarität. Erst vor weniger als einer Woche hatten die Tarifparteien einen entsprechenden Tarifvertrag auf den Weg gebracht, der diesen Weg ermöglicht.

Update 22. April, 17.11 Uhr: Öffentlicher Nahverkehr wird wieder hochgefahren

Geschäfte öffnen, Abschlussklässler gehen wieder in die Schule und auch der öffentliche Personennahverkehr wird in Bayern wieder hochgefahren. Bis Mitte Mai soll im Fahrplan von Bussen und Bahnen wieder Regelbetrieb herrschen, sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Mittwoch in München. Wenn die Fahrzeuge trotzdem zu voll sein sollten, können sich Fahrgäste direkt an das Verkehrsministerium wenden.

Es gebe immer wieder Bilder von vollen Zügen und Bussen, so Schreyer. "Wir sind auch bereits bisher allen Hinweisen nachgegangen, nun wollen wir die Meldungen für die Fahrgäste aber vereinfachen." Die Meldung werde dann direkt an das jeweilige Verkehrsunternehmen beziehungsweise den Verkehrsverbund weitergeleitet. "So können wir sicherstellen, dass an den richtigen Stellen nachgebessert wird", sagte Schreyer.

Ende März wurde nach Angaben der Ministerin bei den Verkehrsbetrieben im Freistaat auf eine Grundversorgung umgestellt. Durch Homeoffice, geschlossene Schulen und geschlossenen Geschäften, waren trotzdem viele Züge leer. 

Damit auch bei einem höheren Fahrgastaufkommen in den kommenden Wochen genügend Abstand zwischen den Menschen gewährleistet werden kann, müsse der Betrieb wieder hochgefahren werden. "Gerade die Entzerrung von Berufs- und Schülerverkehr ist dabei jetzt wichtig", sagte Schreyer. Zur Entlastung der normalen Strecken werden in den Außenästen des Münchner S-Bahn-Netzes und auch in ländlichen Regionen Verstärkerbusse für den Schülerverkehr eingesetzt.

Ab Montag gilt außerdem in ganz Bayern eine Maskenpflicht. Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren sind dann dazu verpflichtet, beim Einkaufen und im gesamten öffentlichen Personennahverkehr - also auch in Taxis und in Fahrdiensten - Mund und Nase zu bedecken. Beim Warten an überdachten Haltestellen oder an Bahnhöfen müssen Alltagsmasken oder notfalls auch Schals und Halstücher ebenfalls über Mund und Nase getragen werden, so Schreyer. Wer sich nicht daran hält, dem droht ein Bußgeld.

Update 22. April, 17.05 Uhr: Söder lobt Corona-Maskenpflicht in allen Bundesländern

CSU-Chef Markus Söder hat die Ankündigungen für eine bundesweite Maskenpflicht wegen der Corona-Pandemie gelobt. "Gute Nachricht: jetzt kommt in allen 16 Bundesländern eine Maskenpflicht. Damit ist klar: die Erleichterungen werden von Schutzmaßnahmen begleitet", schrieb der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch bei Twitter.

Zuvor hatte Bremen als letztes Bundesland angekündigt, das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen zum Schutz vor Ansteckungen vorschreiben zu wollen. Die Pflicht gilt in den meisten Ländern - darunter auch Bayern - ab kommender Woche und bezieht sich meistens auf Busse und Bahnen sowie das Einkaufen in Geschäften.

Bund und Länder hatten sich noch vor einer Woche darauf verständigt, Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel "dringend" zu empfehlen.

Update 22. April, 15.58 Uhr: Jugendliche feiern trotz Corona auf Burgruine

Mutmaßlich rund 15 Leute haben eine Geburtstagsparty auf einer Burgruine bei Tettnang (Bodenseekreis) gefeiert und sich den Corona-Regeln damit widersetzt. 

Als die von Zeugen verständigte Polizei am Mittwochmorgen eintraf, war der Großteil der Gäste schon davongelaufen oder hatte sich versteckt. Die Beamten erwischten noch drei Jugendliche. Nach Angaben eines Polizeisprechers verrieten diese die Namen ihrer Mitfeiernden. 

Gegen sie alle werden Verfahren wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

Update 22. April, 15.50 Uhr: Neue Coronavirus-Fallzahlen für München

In der bayerischen Landeshauptstadt wurden am Mittwoch 69 neue Fälle gemeldet. 

In München gibt es bislang somit 5332 Infektionen.

Enthalten in dieser Zahl sind 3650 Menschen, die bereits als geheilt gelten, 766 Patienten, die stationär in Kliniken aufgenommen werden mussten und dort behandelt werden, sowie darüber hinaus leider auch 116 Todesfälle.

Update 22. April, 15.25 Uhr: Mainfranken Theater stellt wegen Corona Spielbetrieb bis Herbst ein

Wegen der Corona-Krise gibt das Würzburger Mainfranken Theater keine Vorstellungen mehr in der aktuellen Spielzeit. "Diese Entscheidung ist für alle hart, aber notwendig", teilte Intendant Markus Trabusch am Mittwoch mit. 

Alle bis Juli geplanten Vorstellungen, Veranstaltungen und Konzerte würden abgesagt. Abonnenten hätten die Möglichkeit, noch nicht eingelöste Karten in der nächsten Spielzeit zu nutzen.

Allerdings bleibe das Ensemble bis zu der im Herbst beginnenden Spielzeit 2020/21 virtuell mit dem Publikum in Kontakt: Auf der Internetadresse des Theaters erzählen Schauspieler "Homestories" aus ihrem Zuhause, rezitieren Stücke oder musizieren gemeinsam.

Update 22. April, 15.23 Uhr: Hubert Aiwanger will kleine "Ersatz-Gedenk-Wiesn"

Auch nach der Absage des Oktoberfests durch Staatsregierung und Stadt München will Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) die Hoffnung nicht ganz aufgeben. 

Er plädierte in der "Bild"-Zeitung am Mittwoch für eine abgespeckte Mini-Wiesn. Die Wiesn-Absage hinterlasse «tiefe Kratzer auf der bayerischen Volksseele", zitiert die Zeitung Aiwanger. «Ich bin unbedingt dafür, sich jetzt den Kopf darüber zu zerbrechen, wie wir eine kleine Ersatz-Gedenk-Wiesn angehen können." Voraussetzung sei, dass sich die Lage weiter entspanne.

Allerdings steht Aiwanger mit seinem Vorschlag allein auf weiter Flur. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wie auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatten derartigen Überlegungen am Dienstag schon eine Absage erteilt. Man sei sich einig, dass "irgendwelche Kleinfeste" oder "Halbalternativen" nichts brächten, sagte Söder. "Die Wiesn ist richtig oder gar nicht."

Ähnlich hatten sich auch Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU) und die Wiesnwirte geäußert. "Die Veranstaltung eines Notfestes würde die Marke Oktoberfest nachhaltig beschädigen. Das Gesamtkunstwerk Oktoberfest gibt es entweder ganz – oder gar nicht", sagte Baumgärtner. Wirtesprecher Christian Schottenhamel sagte: "Ein Oktoberfest light war für uns nie eine Option." Sein Kollege Peter Inselkammer betonte, er könne sich halb leere Bierzelte nicht vorstellen. Das schade der Stimmung und damit dem Image des Festes.

Unterdessen nimmt in der CSU das Murren über Aiwanger zu. 

"Die ganze Welt schaut in Sachen Oktoberfest auf uns, und bei uns beginnt man einen Diskussion darüber, wie wir aus der Wiesn eine Verlegenheitslösung kreieren", sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) dem Münchner Merkur (Donnerstag). "Ich kann nur an alle, die in politischer Verantwortung stehen, appellieren, jetzt durch Sacharbeit ihre jeweiligen Themen bestmöglich zu lösen und so zur Krisenbewältigung beizutragen."

Nach Absage des Oktoberfests 2020: Hubert Aiwanger will kleine "Ersatz-Gedenk-Wiesn".
Nach Absage des Oktoberfests 2020: Hubert Aiwanger will kleine "Ersatz-Gedenk-Wiesn".  © Sven Hoppe/dpa

Update 22. April, 15.23 Uhr: Schwabinger Arzt erklärt, dass die Maskenpflicht spät kommt

Die in Bayern von Montag an landesweit geltende Maskenpflicht in Läden und Nahverkehr hätte nach Einschätzung des Münchner Corona-Experten Clemens Wendtner bereits vor Wochen kommen sollen. 

"Ich bin froh, dass es jetzt passiert", sagte der Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing, der im Januar die bundesweit ersten Corona-Patienten behandelt hatte. Wendtner mahnte die Menschen, sich an die neue Vorschrift zu halten. "Das ist nicht ein Modeaccessoire. Das Stück Stoff hat den Zweck, Mitmenschen zu schützen."

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina habe bereits in ihrer Stellungnahme am 21. März Schutzmaßnahmen im öffentlichen Raum angemahnt, sagte Wendtner, der an den Empfehlungen mitgewirkt hatte. Am 3. April konkretisierte die Leopoldina ihre Empfehlung: "Da sich eine große Zahl unerkannt Erkrankter ohne Symptome im öffentlichen Raum bewegt, schützt ein Mund-Nasen-Schutz andere Menschen, verringert damit die Ausbreitung der Infektion und senkt somit mittelbar das Risiko, sich selbst anzustecken." 

Eine Lockerung der Einschränkungen solle daher mit dem flächendeckenden Tragen von Mund-Nasen-Schutz einhergehen.

"Diese Empfehlung der Leopoldina gilt im Übrigen auch für Bildungseinrichtungen, also auch für Schulen", ergänzte Wendtner. Laut Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) soll es an Bayerns Schulen keine generelle Maskenpflicht geben.

Am Montag hatte das bayerische Kabinett beschlossen, dass von nächster Woche an Erwachsene und Kinder vom siebten Lebensjahr an in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr Mund und Nase bedecken müssen, mit einer Maske oder auch mit einem Schal oder Halstuch. "Dass die Umsetzung jetzt erst erfolgt, ist schade", sagte Wendtner. Er habe allerdings den Eindruck gehabt, "dass man aus bayerischer Sicht das hätte früher machen wollen". Bundesweit ist das Tragen einer Maske in vielen Ländern immer noch lediglich eine Empfehlung.

Update 22. April, 15.22 Uhr: Keine Angst vor Fledermäusen wegen Coronavirus

Wird das Coronavirus von Fledermäusen übertragen? Angesichts von Mutmaßungen um die besonders geschützten Tiere im Zusammenhang mit der Ausbreitung von SARS-CoV-2 mahnt der Landesbund für Vogelschutz (LBV) zu Besonnenheit. "Unsere einheimischen Fledermäuse sind nicht mit SARS-CoV-2 infiziert und können somit Menschen nicht mit Covid-19 anstecken", teilte LBV-Landesbeauftragter Andreas von Lindeiner am Mittwoch mit. 

Die Tiere seien Nützlinge und unverzichtbarer Bestandteil des Ökosystems.

Zwar seien Fledermäuse - wie auch andere Säugetiere und der Mensch - Träger von Bakterien und Viren, darunter Coronaviren. Jedoch: "Eine direkte Übertragung von Fledermäusen auf den Menschen ohne Zwischenwirt ist sehr unwahrscheinlich und bisher nicht belegt", sagte von Lindeiner. Voraussetzung für eine Infizierung eines Menschen seien mehrere zeitlich gestaffelte Übergänge von einer Tierart zur nächsten, bei denen sich bestimmte Viruseigenschaften verändern.

Der Sprung auf einen neuen Wirt erfolge extrem selten und meist unter unnatürlichen Bedingungen wie auf Wildtiermärkten, wo Tierarten aus unterschiedlichen Lebensräumen dicht aufeinanderträfen. Der enge Kontakt von Zwischenwirt und Mensch finde in Bayern gar nicht statt, sagte der LBV-Landesfachbeauftragte.

Fledermäuse spielten eine wichtige Rolle in der Natur, etwa beim Verbreiten von Samen, dem Bestäuben von Pflanzen und dem Fressen von Insekten, die Schäden in Land- und Forstwirtschaft anrichten können. Von den 25 Fledermausarten in Bayern sind laut LBV alle gefährdet, viele davon stehen auf der Roten Liste.

Update 22. April, 15.18 Uhr: IHK fordert Chancengleichheit für Gastronomen im Grenzgebiet

Die Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK) fordert Chancengleichheit für Gaststätten und Hotels im Grenzgebiet von Bayern und Baden-Württemberg. 

Hintergrund ist, dass in Baden-Württemberg die Öffnung der Gastronomie ab 4. Mai diskutiert wird, während Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erst Pfingsten - knapp einen Monat später - als möglichen Termin genannt hat. Die IHK sieht in den unterschiedlichen Terminplänen "neues Konfliktpotential", wie die Kammer am Mittwoch in Augsburg mitteilte.

Bereits in den vergangenen Wochen hätten rund 10.000 grenznahe Einzelhändler in Bayerisch-Schwaben unter den unterschiedlichen Corona-Vorschriften in den zwei Bundesländern gelitten. So seien Bau- und Gartenmärkte in Baden-Würtemberg auch während des Shutdowns geöffnet gewesen, während sie in Bayern geschlossen worden seien. "Ärgerlich für die heimischen Händler, die ihre Kunden Richtung Baden-Württemberg ziehen lassen mussten", kommentierte die IHK.

Nun hätten nach der Lockerung der Maßnahmen auch die kleineren Geschäfte bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche in Baden-Württemberg eine Woche früher öffnen dürfen als die bayerischen Läden, die erst am Montag wieder aufsperren dürfen. 

Die IHK hofft darauf, dass die Ministerpräsidenten Söder und Winfried Kretschmann (Grüne), die an diesem Donnerstag in Ulm über die weiteren Corona-Maßnahmen beraten, nun einheitliche Regelungen finden.

Update 22. April, 15.10 Uhr: Freistaat zahlt Kita-Beträge im April, Mai und Juni - SPD fordert mehr

Die bayerische Staatsregierung und die Träger der Kindertagesbetreuung haben sich auf die Beitragsentlastung für Eltern in den kommenden drei Monaten in der Corona-Krise verständigt. "Die Träger werden pauschal entlastet, gestaffelt nach Krippe, Kindergarten, Hort und Tagespflege", sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Mittwoch in München.

Im Gegenzug würden dann die Beiträge für die Monate April, Mai und Juni bei den Eltern nicht erhoben. Dies gelte aber nur für die Eltern, die in den jeweiligen Monaten keine Notbetreuung nutzten.

Der SPD im Landtag reicht die dreimonatige Kostenübernahme, die laut Finanzministerium rund 170 Millionen Euro kostet, nicht aus. Angesichts der Corona-Krise seien konsequente Entlastungen nötig, beispielsweise durch eine rückwirkende Erstattung der Kita-Gebühren während der gesamten Schließzeit, sagte die Vorsitzende des Sozialausschusses im Landtag, Doris Rauscher (SPD). Am Donnerstag werde Trautner im Ausschuss über die Pandemie-Maßnahmen berichten.

Darüber hinaus werde im Ministerium derzeit an einem Konzept gearbeitet wie die Kinderbetreuung schrittweise weiter geöffnet werden könne. "Ich lasse mich dazu von einem Expertengremium aus Ärztinnen und Ärzten, Pädagogen, Psychologen beraten", sagte Trautner. Diskutiert würden dabei auch Fragen von Mundschutz, Gruppengrößen und dem Einsatz von Risikogruppen - also etwa älteren Betreuern.

Update 22. April, 15 Uhr: 39.190 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind inzwischen 39.190 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 1443 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit.

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 23.860 Menschen.

Die Coronavirus-Krise hat den Freistaat weiterhin fest im Griff. (Symbolbild)
Die Coronavirus-Krise hat den Freistaat weiterhin fest im Griff. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Update 22. April, 14.10 Uhr: Bundeswehr produziert Desinfektionsmittel in Neubiberg

Soldat des ABC-Abwehrkommandos stellt auf dem Gelände der Universität der Bundeswehr Desinfektionsmittel her.
Soldat des ABC-Abwehrkommandos stellt auf dem Gelände der Universität der Bundeswehr Desinfektionsmittel her.  © Sven Hoppe/dpa

Die Bundeswehr produziert auf dem Gelände ihrer Universität in Neubiberg bei München jetzt auch Desinfektionsmittel. 

Pro Stunde könnten davon bis zu 6000 Liter hergestellt werden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch bei einem Besuch der mobilen Produktionsstätte. Es habe eine höhere Leistungsdichte als herkömmliche Desinfektionsmittel. Grundlage ist ein Amtshilfeantrag des Freistaats Bayern. Vorerst sollen nach Auskunft der Bundeswehr bis zu 200 Tonnen hergestellt werden. Auch andere Bundesländer könnten einen Antrag stellen, sagte ein Sprecher der Bundeswehr.

In Neubiberg sind Soldaten des ABC-Abwehrkommandos aus Bruchsal in Baden-Württemberg beteiligt. Helfer des Technischen Hilfswerks verteilen das Mittel dann unter anderem an Gesundheitseinrichtungen, Behörden oder Schulen.

Das Desinfektionsmittel beruht auf einem Patent des Cuxhavener Unternehmers Sven Reichwagen, der es kostenlos zur Verfügung stellt. Anders als bei vielen anderen Mitteln sei die Basis Wasser und nicht Ethanol, erklärte Reichwagen, der die Flüssigkeit schon seit 15 Jahren auf diesem Wege herstellen lässt. 

In Neubiberg geschieht dies in Spezialfahrzeugen der Bundeswehr, die auf dem Universitätsgelände parken. Sie filtern Leitungswasser und bereiten es auf. In einem weiteren Schritt werden Chemikalien beigesetzt wie Essigsäure oder Ethanol. Anschließend wird die Flüssigkeit abgefüllt und in Kanistern und Flaschen in verschiedenen Größen bayernweit verteilt.

Die Bundeswehr leistet in der Corona-Krise vielfältige Hilfe, etwa beim Transport von Schutzkleidung, in Gesundheitsämtern oder in der Pflege. Bis Mittwochmorgen seien 450 Amtshilfe-Anträge gestellt worden, sagte Generalleutnant Martin Schelleis.

Update 22. April 14.05 Uhr: SPD fordert Computer und Internetzugang für alle Schüler in Bayern

Zur Sicherstellung gleicher Lernbedingungen in der Corona-Krise fordert die SPD im Landtag für alle bayerischen Schüler eine Ausstattung mit Computern und Internetanschlüssen. 

"Die Corona-Pandemie wird den Schulalltag noch bis weit in das nächste Schuljahr hinein beeinträchtigen. Viele Kinder besitzen aber kein digitales Endgerät, mit dem sie lernen können", sagte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Simone Strohmayr, am Mittwoch in München. 

Gerade beim Homeschooling hänge der Lernerfolg davon ab, ob man die technischen Voraussetzungen zur Teilnahme habe.

Sollten die Schulen nicht genügend Verleihgeräte haben, müsse der Freistaat für eine entsprechende Ausstattung sorgen, betonte Strohmayr. Dazu zähle auch ein dreimonatiger Internetanschluss. 

Der entsprechenden Dringlichkeitsantrag soll am Donnerstag im Bildungsausschuss des bayerischen Landtags diskutiert werden.

Update 22. April, 14 Uhr: "Schönheitspapst" Mang kritisiert Schönheits-OPs in Corona-Zeiten

Schönheits-Chirurg Professor Werner Mang sitzt in seinem Büro in der Bodensee Klinik.
Schönheits-Chirurg Professor Werner Mang sitzt in seinem Büro in der Bodensee Klinik.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der bekannte Schönheitschirurg Werner Mang (70) hält nichts von Schönheits-OPs während der Corona-Krise. 

"Die Gesellschaft kann in dieser Zeit auch mal auf Botox und aufgespritzte Lippen verzichten", sagte der Leiter der Bodenseeklinik in Lindau am Mittwoch. "Es ist auch mal schön, etwas anderes zu tun." 

Er rief seine Kollegen dazu auf, während der Corona-Krise Betten für andere Krankenhäuser frei zu halten. Seine Einrichtung stelle bis zum 15. Mai 24 Betten für "Nicht-Corona-Patienten" zur Verfügung und wolle dies mit einem großen Teil der Betten auch nach diesem Datum tun.

"Jeder wird in dieser Zeit Verluste hinnehmen müssen", sagte Mang mit Blick auf seine Branche. "Ich sehe in der Krise aber auch einen Reinigungsprozess." 

Wer sich auf nicht notwendige Eingriffe spezialisiert habe, werde Probleme bekommen, "weil die Menschen sich hoffentlich darauf besinnen, dass Gesundheit das höchste Gut ist". 50 Prozent der Operationen in der Bodenseeklinik seien dagegen medizinisch notwendige Rekonstruktionen nach Unfällen oder Missbildungskorrekturen. 

"Deshalb gehe ich davon aus, dass es uns auch in 30 Jahren noch geben wird", so Mang, der oft auch als "Schönheitspapst" bezeichnet wird.

Update 22. April, 13.50 Uhr: Keine Maskenpflicht an Bayerns Schulen

An Bayerns Schulen wird es keine generelle Maskenpflicht geben. 

"Wir haben in den Schulen nun bewusst Bedingungen geschaffen, unter denen der Abstand eingehalten werden kann und soll und muss", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Mittwoch in München. 

Dennoch halte er Masken in bestimmten Situationen für angemessen, etwa beim Ankommen im Schulgebäude oder dem Toilettengang. Das Ministerium werde daher versuchen, nicht nur den Lehrern, sondern auch allen Schülern Alltagsmasken zur Verfügung zu stellen, sofern diese keine haben. Ein Unterricht mit Masken sei aber kaum durchführbar, betonte Piazolo. 

Auf dem Schulweg mit Bus und Bahn seien die Behelfsmasken hingegen Pflicht.

Update 22. April, 13.40 Uhr: Landesgartenschau wird auf 2021 verschoben

Nach einer mehrwöchigen Verschiebung soll nun die bayerische Landesgartenschau für dieses Jahr ganz abgesagt werden. 

Derzeit werde an einer Verschiebung der Gartenschau auf das Jahr 2021 gearbeitet, erklärte die Sprecherin der in Ingolstadt geplanten Veranstaltung, Katrin Guth, am Mittwoch. Offiziell soll die Absage der Landesgartenschau am 7. Mai bei einer Aufsichtsratssitzung beschlossen werden. Eine Absage für dieses Jahr sei «der einzig gangbare Weg», sagte Gartenschau-Geschäftsführer Thomas Hehl dem "Donaukurier" (Mittwoch).

Ursprünglich sollte die Landesgartenschau, die einen Gesamtetat von mehr als 30 Millionen Euro hat, an diesem Wochenende ihre Türen öffnen. Schon Anfang April wurde dieser Termin wegen der Corona-Krise auf 29. Mai verschoben. Nachdem bis in den Sommer hinein nun keine Großveranstaltungen mehr in Deutschland stattfinden dürfen, sei aber auch dieser Eröffnungstermin «vom Tisch», erklärte die Pressesprecherin.

In Ingolstadt sollte auf einer 23 Hektar großen Fläche besonders das Thema Nachhaltigkeit dargestellt werden. Im Jahr 2021 wird es dann möglicherweise zwei Landesgartenschauen in Bayern geben. 

Eine kleinere Gartenschau ist dann nämlich in Lindau am Bodensee geplant.

Update 22. April, 13.30 Uhr: Ex-Tennis-Profi Kiefer kritisiert Politik für Umgang mit Sport

Der frühere Weltklasse-Tennisprofi Nicolas Kiefer hat angesichts der weltweiten Corona-Pandemie für ein Umdenken, für Verzicht und Entschleunigung plädiert.
Der frühere Weltklasse-Tennisprofi Nicolas Kiefer hat angesichts der weltweiten Corona-Pandemie für ein Umdenken, für Verzicht und Entschleunigung plädiert.  © picture alliance / dpa

Der ehemalige Tennisprofi Nicolas Kiefer hat die Politik für den Umgang mit dem Sport in der Corona-Krise kritisiert. 

"Da können nur Politiker am Werk sein, die noch nie Sport in ihrem Leben getrieben haben. Mit praktischer Handhabung hat das nichts zu tun", sagte Kiefer in einem Interview von "Münchner Merkur" und "TZ" (Donnerstags-Ausgaben) über die unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Bundesländern. 

In einigen Ländern darf zum Beispiel ab kommender Woche wieder Tennis gespielt werden, in anderen nicht. "Gerade Tennis wäre mit ein paar Maßnahmen fast risikolos zu spielen", sagte Kiefer.

Doch anstatt vielen Menschen diese Möglichkeit zu geben, ginge es nur darum, ob die Saison in der Fußball-Bundesliga zu Ende gespielt wird. "Die Politik kümmert sich lieber um König Fußball, weil er das finanziell bessere Geschäft verspricht", sagte der 42-Jährige.

Dass in diesem Jahr noch professionell auf ATP- und WTA-Ebene Tennis gespielt wird, glaubt Kiefer nicht. Das halte er für "sehr, sehr unwahrscheinlich", sagte der frühere Davis-Cup-Spieler. 

"Das ist ein Weltzirkus. Dafür müssten global die Reisebeschränkungen aufgehoben sein. Die Fans kommen auch aus der ganzen Welt. Das kann nicht funktionieren. Tragisch, aber für mich nicht denkbar."

Update 22.April, 13.10 Uhr: Platz für Radfahrer und Fußgänger in Corona-Krise schaffen

Naturschützer und Verkehrsverbände in Bayern fordern während der Corona-Pandemie mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger. 

"Bayerische Städte müssen Fuß- und Radverkehr mehr Platz geben, damit das Einhalten des derzeit erforderlichen Mindestabstandes überall möglich ist", sagte Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des Bundes Naturschutz (BN) am Mittwoch laut Mitteilung.

Als Maßnahmen fordere der BN zusammen mit dem Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) die schnelle Einrichtung temporärer Radwege und autofreier Zonen. Auch eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer innerorts müsse überdacht werden, hieß es. 

Mit ihren Forderungen hatten sich die bayerischen Landesverbände von BN und ADFC vergangene Woche an Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) gewandt.

Update 22. April, 13 Uhr: Polizei schreitet wegen Umarmung ein

Dass sich zwei junge Männer in Hof umarmt haben, könnte die beiden teuer zu stehen kommen. 

Nach dem bayernweiten Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Verhaltensregeln der Ausgangsbeschränkung muss derjenige, der keinen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen einhält, 150 Euro zahlen.

Das Duo hatte sich nach Polizeiangaben vom Mittwoch am Vortag mit zwei anderen Männern und mit ein paar Getränken in einem Park getroffen. Die Beamten schritten ein, wie es im Polizeibericht heißt. 

Drei der Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren seien uneinsichtig gewesen und hätten auch den Abstand zu den Beamten missachtet. Diese verpassten dem Quartett Platzverweise und leiteten Bußgeldverfahren ein.

Glimpflicher kam da eine Vierer-Gruppe im Alter von 9 bis 20 Jahren davon, die ebenfalls in einem Park in Hof picknickte, auf einer Decke sonnenbadete - dabei aber den geforderten Sicherheitsabstand nicht einhielt. 

"Die Beamten lösten das Sonnenbad auf und belehrten alle."

Update 22. April, 12.45 Uhr: Städtetag fordert Corona-Rettungsschirm für Bayerns Kommunen

Bayerns Kommunen brauchen zur Abfederung der finanziellen Folgen der Corona-Krise einen eigenen Rettungsschirm der Staatsregierung. 

"Nach Hilfspaketen für Unternehmen muss an einen Rettungsschirm für Kommunen gedacht werden. Die Menschen und die Wirtschaft sind auf handlungsfähige Kommunen mit einer leistungsfähigen kommunalen Daseinsvorsorge angewiesen", sagte Kurt Gribl, Vorsitzender des Bayerischen Städtetags, am Mittwoch in München. 

Zur Vermeidung einer massiven Neuverschuldung seien staatliche Finanzhilfen nötig.

Die finanziellen Folgen bei den Steuereinnahmen und Abgaben der Städte und Gemeinden würden gravierender sein als infolge der Finanzkrise nach 2008, sagte Gribl. "Bei der Gewerbesteuer sind 2020 massive Rückgänge zu erwarten." Die Bürgermeister und Kämmerer aus Mitgliedskommunen würden schon bayernweit Alarm schlagen. 

"Ohne Hilfe laufen Kommunen Gefahr, wegen der Haushaltslage ihre Handlungsfähigkeit zu verlieren."

Die von der Staatsregierung am Dienstag beschlossene vorzeitige Auszahlung bereits vereinbarter Leistungen aus dem Finanzausgleich 2020 sei wie die Lockerung der Regeln für Kassenkredite eine erste Hilfe. Aber letztlich brauchten die Kommunen auch frisches Geld, um die Haushalte zu sichern, hieß es. 

Staatsregierung und kommunale Spitzenverbände sollten sich daher bald an einen Tisch setzen, um über die Finanzierung der Krisenbewältigung zu beraten.

Update 22. April, 12.20 Uhr: Über 7500 Kontrollen in München

Von Dienstag auf Mittwoch führte die Polizei in München über 7500 Kontrollen im Stadt- und Landkreis durch. 

111 Verstöße gegen die Corona-Auflagen wurden angezeigt. 

So meldet ein Anwohner "sehr laute Gespräche"  in einer Nachbarwohnung, er vermutet, dass die betreffenden Personen gegen die Ausgangsbeschränkungen verstießen.

Eine Streife der Polizeiinspektion traf in der Wohnung vier Personen an. Das die Gäste des 27-jährigen Bewohners nicht im Haus wohnten, wurden Platzverweise ausgestellt. 

Die Münchner ein ein Mann aus Dachau werden außerdem  wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Ein Patient liegt während seines Aufenthalt im Krankenhaus Großhadern in einem Intensivzimmer an einem Beatmungsgerät und einem Dialysegerät (im Vordergrund).
Ein Patient liegt während seines Aufenthalt im Krankenhaus Großhadern in einem Intensivzimmer an einem Beatmungsgerät und einem Dialysegerät (im Vordergrund).  © Peter Kneffel/dpa

Update 22. April, 12.10 Uhr: Freistaat erstattet Kita-Beträge für Mai, Juni und Juli pauschal

Die bayerische Staatsregierung und die Träger der Kindertagesbetreuung haben sich auf die Beitragsentlastung für Eltern in den kommenden drei Monaten in der Corona-Krise verständigt. 

"Die Träger werden pauschal entlastet, gestaffelt nach Krippe, Kindergarten, Hort und Tagespflege", sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Mittwoch in München. 

Im Gegenzug würden dann die Beiträge für die Monate Mai, Juni und Juli bei den Eltern nicht erhoben. Dies gelte aber nur für die Eltern, die in den jeweiligen Monaten keine Notbetreuung nutzten.

Darüber hinaus werde derzeit an einem Konzept gearbeitet wie die Kinderbetreuung schrittweise weiter geöffnet werden könne. "Ich lasse mich dazu von einem Expertengremium aus Ärztinnen und Ärzten, Pädagogen, Psychologen beraten", sagte Trautner. 

Diskutiert würden dabei auch Fragen von Mundschutz, Gruppengrößen und dem Einsatz von Risikogruppen - also etwa älteren Betreuern.

Update 22. April, 12 Uhr: 21-Jährige stirbt nach Corona-Infektion in Hof

Eine 21-jährige Frau ist in Hof nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. 

Wie der BR berichtete, starb die Frau bereits am 28.03.20 in ihrer Wohnung. Nach ihrer Tod wurde ihr Leichnam obduziert, gab Landrat Oliver Bär (CSU) in einer Pressekonferenz bekannt.

Zwar soll die Frau an Vorerkrankungen gelitten haben, diese sollen aber nicht ihrer Lunge betroffen haben. Als Todesursache stellten die Ärzte eine sogenannte Schocklunge fest, erklärte Bär.

Die Frau ist das jüngste Todesopfer im Stadt- und Landkreis Hof.

Update 22. April, 11.50 Uhr: Kein Präsenzunterricht für kranke Schüler und Lehrer über 60

Schüler und Lehrer mit Vorerkrankungen sowie Lehrkräfte über 60 Jahren müssen trotz der schrittweisen Öffnung der Schulen dort zunächst nicht am Unterricht teilnehmen. 

"Es gibt Risikogruppen, besonders gefährdete Menschen, sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei den Lehrkräften", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Mittwoch in München. 

"Da ist selbstverständlich die Teilnahme am Präsenzunterricht bei einem entsprechend fachärztlichem Attest nicht notwendig."

Dies gelte auch für schwangere Lehrerinnen. Grundsätzlich seien alle Lehrkräfte wie bisher im Dienst, entweder in der Schule oder für das Lernen zu Hause, betonte Piazolo. Die Über-60-Jährigen könnten auf freiwilliger Basis vor den wegen des Abstandsgebots verkleinerten Klassen lehren. 

Wie lange die Regelung für die ältesten Lehrkräfte gelte, sei noch unklar, erläuterte Piazolo. Er gehe aber nicht davon aus, dass das nächste Schuljahr unter völlig normalen Umständen starten werde.

Update 22. April, 11.40 Uhr: Aiwanger will kleine "Ersatz-Gedenk-Wiesn"

"Oktoberfest light" ist für viele keine Option. (Symbolbild)
"Oktoberfest light" ist für viele keine Option. (Symbolbild)  © Andreas Gebert/dpa

Auch nach der Absage des Oktoberfests durch Staatsregierung und Stadt München will Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) die Hoffnung nicht ganz aufgeben. 

Er plädierte in der "Bild"-Zeitung am Mittwoch für eine abgespeckte Mini-Wiesn. Die Wiesn-Absage hinterlasse "tiefe Kratzer auf der bayerischen Volksseele", zitiert die Zeitung Aiwanger. "Ich bin unbedingt dafür, sich jetzt den Kopf darüber zu zerbrechen, wie wir eine kleine Ersatz-Gedenk-Wiesn angehen können." Voraussetzung sei, dass sich die Lage weiter entspanne.

Allerdings steht Aiwanger mit seinem Vorschlag allein auf weiter Flur. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wie auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatten derartigen Überlegungen am Dienstag schon eine Absage erteilt. Man sei sich einig, dass "irgendwelche Kleinfeste" oder "Halbalternativen" nichts brächten, sagte Söder. "Die Wiesn ist richtig oder gar nicht."

Ähnlich hatten sich auch Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU) und die Wiesnwirte geäußert. "Die Veranstaltung eines Notfestes würde die Marke Oktoberfest nachhaltig beschädigen. Das Gesamtkunstwerk Oktoberfest gibt es entweder ganz – oder gar nicht", sagte Baumgärtner. 

Wirtesprecher Christian Schottenhamel sagte: "Ein Oktoberfest light war für uns nie eine Option." 

Sein Kollege Peter Inselkammer betonte, er könne sich halb leere Bierzelte nicht vorstellen. Das schade der Stimmung und damit dem Image des Festes.

Update 22. April, 11.30 Uhr: Schausteller fordern Rettungsschirm und Alternativen

Nach der Absage des Oktoberfestes und anderer Volksfeste fordern die Schausteller einen Rettungsschirm für die Branche. 

Die finanzielle Situation der Schausteller sei dramatisch, sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbunds, Albert Ritter, dem Bayerischen Rundfunk am Mittwoch. "Wenn von staatlicher Seite ein Berufsausübungsverbot ausgesprochen wird, dann muss auch von staatlicher Seite geholfen werden." 

Ritter forderte außerdem zu prüfen, ob kleinere Volksfeste im späteren Jahresverlauf nicht doch möglich seien.

Auch der Süddeutsche Schaustellerverband sprach sich gegen ein generelles Aus für Volksfeste aus. Stattdessen könnte man sozusagen temporäre Freizeitparks errichten, die familienfreundlich seien, sagte der Verbandsvorsitzende Lorenz Kalb den "Nürnberger Nachrichten" (Mittwoch). 

"Natürlich ohne Eintritt. Mit deutlich verbreiterten Besucherstraßen und gesteuertem Zugang zu den einzelnen Betrieben."

Update 22. April, 11 Uhr: Würzburger Kickers trainieren in Kleingruppen wieder auf Rasen

Die Würzburger Kickers nehmen wieder das Training auf dem Rasen auf. 

Wie der Fußball-Drittligist am Mittwoch mitteilte, erfolgt dies nach Absprache mit den Behörden und unter Berücksichtigung aller angeforderten Hygienevorschriften. Die Einheiten auf dem Rasen finden in Kleingruppen mit bis zu vier Personen statt. Das Training findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

"Die Gesundheit steht nach wie vor an erster Stelle. Die Spieler wurden unter anderem mit Mundschutz ausgestattet, kommen bereits umgezogen zum Trainingsplatz und duschen nach der Einheit auch zu Hause", erklärte der Vorstandsvorsitzende Daniel Sauer. "Die hohen Auflagen und Bedingungen, die an das Kleingruppentraining geknüpft sind, werden von jedem Einzelnen strikt eingehalten, das hat für uns alle oberste Priorität."

Trainer und Mannschaft sind nach individuellem Training in den vergangenen Wochen erleichtert. 

"Wir freuen uns, dass der nächste Schritt nun möglich ist und sie sich nun langsam wieder an ihr Werkzeug – den Ball – gewöhnen können. Zweikämpfe sind jedoch tabu", sagte Trainer Michael Schiele.

Update 22. April, 10.40 Uhr: Ärzte sind wegen fehlende Patienten besorgt

Mediziner und Krankenhäuser beobachten in der Corona-Krise einen beunruhigenden Trend. 

Aus Angst vor einer Infektion kommen sehr viel weniger Patienten mit akutem Behandlungsbedarf in die Kliniken. 

"Wir stellen fest, dass Diagnosen wie Schlaganfallverdacht, Herzinfarkt oder Blinddarmentzündung deutlich nachgelassen haben", sagte Siegfried Hasenbein, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, am Mittwoch in München. 

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Update 22. April, 10 Uhr: Imam sieht trotz Coronakrise auch positive Aspekte

Trotz der Coronakrise und den damit verbundenen Beschränkungen für den Ramadan sieht der Penzberger Imam Benjamin Idriz auch positive Dinge an der aktuellen Situation. 

Auch wenn das Gewohnte wegfalle und Moscheen geschlossen blieben, bekämen "die Familien eine viel größere Bedeutung", sagte Idriz dem "Münchner Merkur" (Mittowch). 

"Ich könnte mir vorstellen, dass wir uns nächstes Jahr an diesen Ramadan erinnern und die schönen Seiten vermissen werden. Die intensive Zeit in den Familien zum Beispiel. Wie schön war es, gemeinsam zu kochen und zu beten."

Der Fastenmonat Ramadan beginnt am Donnerstagabend. Einen Monat lang verzichten viele Musliminnen und Muslime während dieser Zeit vom Anbruch des Tages bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Nicht alle Gläubigen, etwa Schwangere und Ältere, schließen sich dem Fasten an. Allabendlich versammeln sich die Menschen normalerweise zum gemeinsamen Gebet in der Moschee und brechen zusammen das Fasten.

Das Fasten ist für Muslime und Musliminnen ein wichtiges Gebot. Es steht in der heiligen Schrift, dem Koran, und gehört zu den "Fünf Säulen des Islam". 

Sie geben die wichtigsten Regeln im Islam vor. Neben dem Fasten an Ramadan gehört etwa auch die Wallfahrt in die heilige Stadt Mekka oder das Spenden dazu.

Update 22. April, 8.50 Uhr: Münchens Oberbürgermeister äußert sich zu möglicher Wiesn-Verlängerung

Der Idee einer Verlängerung des Oktoberfests im kommenden Jahr will sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter nicht verschließen. 

"Wir werden sehen, was es im nächsten Jahr für Möglichkeiten geben kann", sagte der SPD-Politiker der "tz" am Mittwoch. 

Allerdings: "Und ich weiß, dass beispielsweise die Bedienungen, die Sanitäter, Polizei und Sicherheitskräfte am Ende der 16 Tage Wiesnzeit schon ziemlich geschlaucht sind." Eine Verlängerung sei für die Beschäftigte und Anwohner nur schwer zu verkraften. 

Am Dienstag war bekanntgeworden, dass das Oktoberfest in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfällt. Üblicherweise dauerte es immer 16 Tage.

Update 22. April, 8.10 Uhr: Würzburg zeigt verschlossene Museumskunst auf Plakatwänden

Ein Plakat mit einem Gemälde aus der Sammlung der Würzburger Museen hängt im Rahmen der Aktion #KunstPause auf einem Plakatständer in der Innenstadt.
Ein Plakat mit einem Gemälde aus der Sammlung der Würzburger Museen hängt im Rahmen der Aktion #KunstPause auf einem Plakatständer in der Innenstadt.  © Daniel Karmann/dpa

In der Corona-Zeit bleiben viele Kunstwerke und Gemälde hinter Museumstüren verschlossen. Die Stadt Würzburg zeigt deswegen Abbildungen und Ausschnitte von 15 Werken auf Plakatwänden in der Stadt.

So sind etwa ein Ausschnitt des Gemäldes "Portrait des Fagottisten Joseph Roth vor Würzburger Stadtansicht" von Peter Geist aus dem Museum für Franken oder die von Giovanni Battista Tiepolo geschaffene Studie zu "Apoll und Hyazinth" aus der Gemäldegalerie des Martin-von-Wagner-Museums zu sehen.

"Wenn die Menschen nicht zur Kunst können, dann bringen wir eben die Kunst zu ihnen", sagte Stadtsprecher Georg Wagenbrenner. Je nach Dauer der Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie werde es eine weitere Auflage der Aktion unter anderem mit Werken der Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens geben, kündigte er an.

Hinter der Aktion "#KunstPause" stehen der Fachbereich Kultur der Stadt und das Lokalmagazin "Frizz".

Update 22. April, 8 Uhr: Wirtschaftsminister Aiwanger bedauert Produktionsverlegung von Osram

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) bedauert die Entscheidung von Osram, die Produktion von Eichstätt nach Berlin zu verlagern. 

"Das ist bitter für die 140 Mitarbeiter in Eichstätt, gerade in diesen Zeiten, in denen die Wirtschaft insgesamt stark unter Druck gerät. Wir werden auf eine soziale Ausgestaltung der Maßnahmen drängen", sagte Aiwanger am Mittwoch laut Mitteilung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.

Der Leuchtmittelhersteller hatte am Dienstag bekannt gegeben, seine Produktion in Eichstätt nach Berlin verlagern zu wollen. Grund ist laut Osram die schrumpfende Nachfrage nach Kinolampen. 

Durch die Zusammenführung der Eichstätter Produktion mit der in Berlin, wo rund 600 Mitarbeiter bereits Spezialhochdrucklampen herstellen, will das Unternehmen Kosten sparen.

Update 22. April, 6.50 Uhr: Stimmung in Metallindustrie bricht ein

Die Stimmung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ist in der Corona-Krise drastisch eingebrochen. 

Das vom Branchenverband vbm erhobene Geschäftsklima sackte binnen Monatsfrist um 24,1 Punkte auf -29,5 ab, wie der Arbeitgeberverband vbm mitteilte. Das war der stärkste Rückgang seit Beginn der Erhebung 1991.

Die Schnelligkeit des Einbruchs sei «beispiellos», sagte vbm-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. "Die Unternehmen wurden durch die Corona-Krise mit voller Wucht getroffen", betonte er. "Die Warenströme kamen praktisch über Nacht zum Erliegen."

Vor allem die Erwartungen zogen den Index nach unten. Sie gaben um 38,2 auf -41,1 Punkte nach. Die Bewertung der aktuellen Lage verschlechterte sich um 10 Punkte auf -17,9. Die absoluten Werte des Index stellen keine Rekorde dar, in der Finanzkrise 2009 waren sie auf noch tiefere Werte gesunken, das aber langsamer.

Am schlechtesten sind Lage und Erwartungen bei Automobilindustrie und Maschinenbau. In der Elektronikindustrie sind vor allem die Erwartungen äußerst pessimistisch. Noch am besten stellt sich die Lage bei den Herstellern von Metallerzeugnissen dar.

Die staatlichen Liquiditätshilfen seien derzeit "existenziell", sagte Brossardt. "Der Metall- und Elektroindustrie und Bayern insgesamt steht in der Corona-Krise noch eine harte Zeit bevor."

Update 22. April, 6 Uhr: Rosenheim führt Maskenpflicht am Mittwoch ein

Eine Kundin verpackt in einem Lebensmittelgeschäft ihre Einkäufe an der Kasse und trägt eine Maske als Mund- und Nasenschutz.
Eine Kundin verpackt in einem Lebensmittelgeschäft ihre Einkäufe an der Kasse und trägt eine Maske als Mund- und Nasenschutz.  © Tobias Hase/dpa

Im oberbayerischen Rosenheim gilt wegen der Corona-Pandemie ab Mittwoch eine Maskenpflicht. 

Wer ein Geschäft besucht oder den Nahverkehr nutzt, muss in Stadt und Landkreis eine Mund und Nase verhüllen tragen. Stadt und Landkreis machen damit von einer Ermächtigung Gebrauch, die der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in seiner Regierungserklärung im Landtag für sogenannte Corona-Hotspots, also Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen, angekündigt hatte.

Die Zahl der Infizierten in der Rosenheimer Gegend steigt immer noch an und liegt nach Angaben der Führungsgruppe Katastrophenschutz unter den Top 10 in Deutschland.

Ab Donnerstag soll es auch im niederbayerischen Straubing eine Maskenpflicht geben. Auch hier sind die Fallzahlen derzeit sehr hoch. 

In ganz Bayern wird die Maskenpflicht erst vom nächsten Montag an (27. April) in Kraft treten. 

In Geschäften und im öffentlichen Personennahverkehr müssen dann alle Menschen ab dem siebten Lebensjahr einen Schutz über Mund und Nase tragen.

Update 21. April, 21.39 Uhr: Österreichische Pendler dürfen wieder durchs Kleine Deutsche Eck

Österreichische Pendler dürfen seit Dienstagnachmittag wieder durch das Kleine Deutsche Eck fahren. Die Strecke verbindet Salzburg mit dem Bezirk Zell am See (Pinzgau) und führt über das oberbayerische Bad Reichenhall. 

Die Bundespolizeidirektion München und die österreichischen Behörden haben vereinbart, den durch das deutsche Staatsgebiet führenden Transitverkehr zu erleichtern, wie ein Sprecher mitteilte. Seit dem Beginn der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen durften österreichische Staatsbürger nur durchreisen, wenn sie Schlüsselberufen angehörten oder wenn sie einen triftigen Grund, etwa einen medizinischen Notfall, nachweisen konnten.

Freie Durchfahrt gibt es demnach ab Donnerstag (23. April) auch für die Buslinie 260 von Salzburg über Bad Reichenhall nach Zell am See, sofern kein Zu- oder Ausstieg auf deutschem Bundesgebiet erfolgt.

Update 21. April, 17.41 Uhr: Bayerische Regierung prüft Freigabe weiterer Freizeitsportarten

Die bayerische Staatsregierung prüft die Freigabe weiterer Sportarten im Freizeitbereich ab Mai. Erlaubt ist derzeit unter anderem Joggen, Fahrradfahren, Reiten oder auch Wassersport auf natürlichen Gewässern wie etwa Schwimmen, Segeln oder Rudern. 

"Derzeit arbeiten wir an einem Konzept für die Freigabe weiterer Sportarten ab circa Anfang Mai", erklärte der auch für Sport zuständige Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag. "Wir wollen den Menschen so viele Sportarten wie möglich erlauben. Dabei werden wir das aktuelle Infektionsgeschehen aber sehr genau im Blick behalten. Im Zweifel geht der Infektionsschutz vor."

Herrmann mahnte, in der Corona-Krise unzulässige Gruppenbildungen zu vermeiden und den Mindestabstand zu wahren. Die derzeitigen Ausgangsbeschränkungen erlauben Sport und Bewegung an der frischen Luft. 

Wegen der Infektionsgefahr ist das aktuell aber nicht in den Sportstätten der Vereine möglich.

Eine Apothekenangestellte zeigt einer Kundin eine Schutzmaske.
Eine Apothekenangestellte zeigt einer Kundin eine Schutzmaske.  © Armin Weigel/dpa

Update 21. April, 17.01 Uhr: Musik für Tiere gegen Stille der Corona-Krise

Ein Hirsch blickt im Wildpark Mehlmeisel hinter einem Baum hervor.
Ein Hirsch blickt im Wildpark Mehlmeisel hinter einem Baum hervor.  © picture alliance / dpa

Schlager, Rockmusik und Violinkonzert: Die Tiere im oberfränkischen Wildpark Waldhaus Mehlmeisel hören in der Corona-Krise den ganzen Tag Musik. 

"Ohne die täglichen Besucher ist es hier sonst totenstill", erklärte Betreiber Eckard Mickisch am Dienstag. "Rotwild, Auerwild oder Luchse würden sich schnell daran gewöhnen und scheu werden." Als er letztens nur kurz husten musste, seien schon alle Augen auf ihn gerichtet gewesen.

Seitdem stellen die Tierpfleger täglich eine Playlist zusammen. Die Musik dröhne dann von 8 bis 18 Uhr über Lautsprecher in die Tiergehege. Dabei sei es wichtig, dass alle Frequenzen abgedeckt werden, erzählte Mickisch. 

"Babys schreien ganz hoch, dafür eignet sich zum Beispiel ein Violinkonzert. Für Hundegebell brauchen wir Bums wie bei Highway to Hell von ACDC." Zwischen zwei, drei Liedern spielen sie den Tieren zur Abwechslung Aufnahmen von Besucherführungen vor. Der Bayerische Rundfunk hatte zuerst darüber berichtet.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, mussten bayerische Tier- und Wildparke Mitte März ihre Tore für Besucher schließen. Dies gilt vorläufig bis zum 3. Mai.

Auch andere Tierparks wie Hellabrunn in München oder der Zoo Augsburg stellen fest, dass die Stille für die Tiere ungewohnt ist. "Sie sind wesentlich aufmerksamer", sagte Barbara Jantschke, Direktorin des Zoos Augsburg. Wenn ein Tierpfleger an einem Gehege vorbeigehe, guckten die Tiere verdutzt. Musik werde in Augsburg aber nicht gespielt.

Update 21. April, 15.32 Uhr: Münchner Klinik startet großangelegte Corona-Studie beim Personal

Mit halbjährlichen Blutuntersuchungen von Klinikmitarbeitern startet die Technische Universität (TU) München eine der deutschlandweit größten Antikörper-Studien zum Coronavirus. 

Die Studie soll über zwei Jahre hinweg Daten über die Stabilität von Antikörpern liefern und so helfen, Schutzmaßnahmen für Krankenhausmitarbeiter sowie Patienten zu entwickeln. Wie die TU am Dienstag mitteilte, sollen alle sechs Monate freiwillige Blutproben des Personals am Klinikum rechts der Isar sowie angeschlossener wissenschaftlicher Institute getestet werden.

Mit der Studie soll der spezifische Antikörperstatus für Sars-CoV-2 und dessen Stabilität über zwei Jahre bestimmt werden. Parallel soll ein Fragebogen aufzeigen, welchen Infektionsrisiken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl auf Covid-19-Stationen als auch auf Normal-Stationen oder in Logistik und Verwaltung ausgesetzt waren. "Da wir weitere Wellen der Pandemie erwarten, werden die Untersuchungen mehrfach im Verlauf durchgeführt", erklärte Molekularimmunologe Percy Knolle, einer der beiden Leiter der Studie. 

Aus den Ergebnissen soll abgeleitet werden, wie lange Antikörper nach einer überstandenen Infektion gegen eine erneute Infektion schützen können. Derzeit sei die Datenlage hierzu weltweit noch spärlich.

Update 15.14 Uhr: 89 Flüchtlinge im Ankerzentrum Geldersheim an Covid-19 erkrankt

89 der etwa 600 Asylbewerber im Ankerzentrum im unterfränkischen Geldersheim sind positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. 

Ein etwa 60 Jahre alter Flüchtling aus Armenien, der an Covid-19 erkrankt war und zudem schwere Vorerkrankungen hatte, sei am Montag gestorben, teilte die Regierung von Unterfranken am Dienstag mit.

Darüber hinaus seien 2 Verwaltungsbeschäftigte der Einrichtung und 14 Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 46 Asylbewerber sind in einem Quarantänebereich untergebracht. 43 Flüchtlinge gelten als genesen. Bis auf den nun gestorbenen Mann hätten alle Infizierten keine oder nur leichte Symptome.

Das Ankerzentrum im Landkreis Schweinfurt, in dem die Identitäten von Flüchtlingen festgestellt werden, steht weiter unter Quarantäne. Für die Einrichtung gilt ein Aufnahme- und Verlegungsstopp.

Update 15.11 Uhr: 52 neue Fälle in München

In München wurden am Dienstag 52 neue Corona-Fälle bestätigt, wie die Stadt mitteilte. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.263 Infektionen gemeldet (Stand: 21. April, 13.30 Uhr).

In dieser Zahl enthalten sind 3.430 Personen, die bereits genesen sind sowie 108 Todesfälle.

Update 21. April, 14.49 Uhr: MAN fährt Lkw-Produktion wieder an

Nach sechs Wochen Produktionsstopp will der Lkw-Bauer MAN seine Werke ab kommendem Montag schrittweise wieder hochfahren. Herausforderungen dabei seien die Teileversorgung durch die Lieferanten, die Organisation der Arbeitsabläufe zum Schutz der Mitarbeiter und "Maßnahmen, um die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen zu stimulieren", sagte Vorstandschef Joachim Drees am Dienstag. 

Die Zulieferer seien in der ganzen EU: "Wir fordern die Politik deshalb auf, uns mit einem koordinierten Vorgehen auf EU-Ebene zum Wiedereinstieg zu unterstützen."

Aufgrund unterbrochener Lieferketten und gefallener Nachfrage hatte MAN die Fertigung in den Bus- und Lkw-Werken Mitte März gestoppt. Jetzt soll sie "mit verringerter Kapazität" wieder anlaufen, mit Schutzausrüstung und mehr Abstand zwischen den Mitarbeitern und geänderter Wegeführungen.

Ein Teil der Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung werde zunächst weiterhin in Kurzarbeit bleiben, teilte MAN mit. An den deutschen Standorte sind bisher knapp 13.000 Mitarbeiter betroffen. Der Konzern stockt das Kurzarbeitergeld auf 90 Prozent des Nettolohns auf.

Die MAN Truck und Bus SE gehört zusammen mit dem schwedischen Lkw-Bauer Scania zum Volkswagen-Konzern und beschäftigt weltweit rund 36 000 Mitarbeiter. Davon arbeiten 9200 im Stammwerk München, 3700 im Dieselmotorenwerk Nürnberg, 2400 im Achsen- und Komponentenwerk Salzgitter, 6000 bundesweit im Verkauf, 2300 im Lkw-Werk Steyr (Österreich) und 6000 in den Stadtbus- und Reisebus-Werken Ankara (Türkei) und Starachowice (Polen).

Drees hatte im März einen "signifikanten Stellenabbau" angekündigt. MAN müsse Kosten senken, um die Investitionen für den notwendigen Konzernumbau stemmen zu können. Wegen der verschärften CO2-Vorgaben der EU und drohender Strafen müssen alle Lkw-Hersteller Alternativen zum Dieselmotor finden. Daimler und Volvo etwa wollen künftig bei der Entwicklung von Brennstoffzellen-Antrieben zusammenarbeiten.

Update 21. April, 14.46 Uhr: Bayerns Krankenhäuser sollen wieder in Regelbetrieb übergehen

Wegen des sich inzwischen langsamer ausbreitenden Coronavirus sollen in Bayern die hochgefahrenen Kapazitäten der Krankenhäuser schrittweise wieder in den Normalbetrieb übergehen. 

"Die deutlich gebremste Verbreitung des Coronavirus ermöglicht es nun, in den Einrichtungen schrittweise in den Regelbetrieb zurückzukehren", teilte die Staatskanzlei am Dienstag nach der Sitzung des Kabinetts im München mit. Die Staatskanzlei betonte jedoch, dass bei wieder schnell steigenden Infektionszahlen die Strukturen in den Kliniken jederzeit angepasst werden könnten.

Um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, waren im Freistaat wie im übrigen Bundesgebiet die Behandlungskapazitäten in kürzester Zeit hochgefahren worden. Dazu zählte etwa die Ausweitung von Intensivbetten, die technische Ausrüstung und die Verschiebung nicht dringender Operationen.

Der Stufenplan sieht vor, Krankenhäusern, Kliniken und Reha-Einrichtungen nach genauem Abwägen wieder eine (teilweise) Tätigkeit in der ursprünglichen Versorgung zu gestatten. 

Somit sind auch wieder Behandlungsperspektiven für Menschen mit nicht lebensbedrohlichen gesundheitlichen Problemen möglich.

Update 21. April, 14.39 Uhr: 38.618 Corona-Fälle in Bayern

In Bayern ist die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen auf 38.618 gestiegen, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Dienstag mitteilte (Stand: 21. April, 10 Uhr). 

In dieser Zahl enthalten sind 18.850 Fälle, die bereits wieder als genesen gelten sowie 1354 Todesfälle. 

Am Vortag waren es noch 38.232 Infektionen und 1299 Tote.

Update 21. April, 14.22 Uhr: Bußgeld bei Verstoß gegen Maskenpflicht

Wer gegen die Maskenpflicht in Bayern verstößt, dem droht nach Aussage von Staatskanzleichef Florian Herrmann ein Bußgeld. 

"Die Höhe muss man sehen", sagte der CSU-Politiker am Dienstag in München. Sie werde vom Innenministerium in den kommenden Tagen in den Corona-Bußgeldkatalog eingearbeitet. Herrmann betonte, dass die Polizei aber auch das Personal in Bussen und Bahnen angehalten werde, die Einhaltung der Maskenpflicht zu kontrollieren. 

Dies werde ähnlich erfolgen, wie auch die Kontrollen der bisherigen Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie.

Update 21. April, 14 Uhr: Feuerwehr warnt davor, Masken in der Mikrowelle zu reinigen

Die Münchner Feuerwehr warnt davor, Behelfsmasken in die Mikrowelle zu legen. 

"Viele Masken haben Drahtbügel im Nasenbereich verarbeitet. Daher dürfen diese NICHT zur Reinigung in die Mikrowelle. Durch das Metall kann eine Funkenbildung hervorgerufen werden, welche die Maske und die Mikrowelle in Brand setzen", teilte die Feuerwehr München am Dienstag mit. 

Wer die Maske reinigen will, kann sie heiß waschen oder bügeln, so die Empfehlung. 

Offenbar gab es bereits Brandeinsätze im Zusammenhang mit Masken in Mikrowellen, die dann gelöscht werden mussten. 

Update 21. April, 13.55 Uhr: Rosenheim führt Maskenpflicht schon am Mittwoch ein

Im oberbayerischen Rosenheim wird es wegen der Corona-Pandemie schon ab Mittwoch eine Maskenpflicht geben. 

Sie gelte in Stadt und Landkreis "für alle Besuche von Geschäften sowie für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs", teilte die Kommunen am Dienstag mit. 

Die beiden Kommunalbehörden machen damit von einer Ermächtigung Gebrauch, die der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in seiner Regierungserklärung im Landtag für sogenannte Corona-Hotspots, also Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen, angekündigt hatte.

"Die Zahl der Infizierten steigt in Stadt und Landkreis Rosenheim immer noch an und liegt unter den Top 10 in Deutschland. Unter diesen Rahmenbedingungen ist es gerechtfertigt und geboten, die Maskenpflicht vorzeitig in Kraft zu setzen", sagte der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl.

Ab Donnerstag soll es auch im niederbayerischen Straubing eine Maskenpflicht geben. Auch hier sind die Fallzahlen derzeit sehr hoch. In ganz Bayern wird diese erst ab nächstem Montag (27. April) in Kraft treten. In Geschäften und im öffentlichen Personennahverkehr sind dann alle Menschen ab einem Alter von sieben Jahren verpflichtet, Mund und Nase zu verhüllen. 

Dabei ist es aber unerheblich, ob dies mit einer Schutzmaske oder nur mit einem Schal oder einem Tuch erfolgt. Zuwiderhandlungen sollen nach Angaben der Staatskanzlei mit einer Geldbuße geahndet werden.

Update 21. April, 13.40 Uhr: Auch Volksfest Gillamoos abgesagt

Nach der Absage des Münchner Oktoberfestes ist auch das Volksfest Gillamoos in Abensberg abgesagt worden. 

Wie die niederbayerische Stadt am Dienstag berichtete, müsse das Fest auf das kommende Jahr verschoben werden. Zuvor hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betont, dass neben der Wiesn auch andere Volksfeste im Spätsommer und Herbst nicht stattfinden könnten und den Gillamoos dabei ausdrücklich erwähnt.

Das immer Anfang September stattfindende Volksfest mit rund 700-jähriger Tradition im Landkreis Kelheim ist insbesondere dafür überregional bekannt, dass am letzten Festtag in den verschiedenen Bierzelten Spitzenpolitiker bei zeitgleichen Kundgebungen auftreten.

Update 21. April, 13.30 Uhr: 150.000 bayerische Unternehmen müssen wegen Corona Steuern stunden

Rund 150.000 Unternehmen in Bayern haben wegen der Corona-Krise bereits Anträge auf Steuerstundungen gestellt. 

Das teilte Finanzminister Albert Füracker (CSU) am Dienstag nach der Sitzung des Kabinetts in München mit. Für den Staatshaushalt werde sich dies "recht dramatisch" auswirken, es sei mit Mindereinnahmen von 3,4 Milliarden Euro zu rechnen.

Um die Corona-Hilfen gewähren zu können, sei es unumgänglich, für den Freistaat neue Schulden aufzunehmen, betonte Füracker. Bislang summierten sich die verplanten Ausgaben auf rund 12,5 Milliarden Euro, darunter 5 Milliarden Euro Soforthilfen, 2,5 Milliarden Euro für das Gesundheitsressort und 500 Millionen Euro für den sogenannten Pflegebonus für die Mitarbeiter in Medizin und Pflege, die derzeit wegen der Corona-Krise auf der Arbeit einer besonderen Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind.

"Wir brauchen das Geld, um den Menschen zu helfen", betonte Füracker. 

Aus diesem Grund sei es auch notwendig, dass der Landtag am Freitag einen zweiten Nachtragshaushalt von weiteren zehn Milliarden Euro an Kreditermächtigungen freigebe.

Update 21. April, 12.50 Uhr: Grüne fordern Lockerungen der Kontaktbeschränkungen für Kinder

Die Grünen halten die Situation für die Kinder während der Coronakrise im Freistaat für bedenklich und fordern daher, an einigen Stellschrauben zu drehen. 

"Wir müssen auch für unsere Kinder darauf achten, inwiefern die aktuellen Maßnahmen einen Eingriff in ihre Grundrechte darstellen und mit welchen Regelungen wir dem entgegenwirken können", sagte Johannes Becher, Sprecher für frühkindliche Bildung der Landtags-Grünen, am Dienstag.

Wichtig seien der Kontakt zu Gleichaltrigen und gleichzeitig eine Entlastung der Eltern. "Denkbar sind für mich eine Ausweitung der Notbetreuung nach dem Bedarf der Familien mit ganz kleinen Gruppen oder eine Art "Schichtbetrieb" in der Kita", sagte der Landtagsabgeordnete. 

Natürlich müssten die Gruppen in festen Konstellationen zusammenbleiben, damit Infektionen leicht rückverfolgbar seien. Außerdem müsse der Schutz des Personals in den Einrichtungen gewährleistet sein.

Becher bringt außerdem Betreuungsgemeinschaften von zwei oder drei Familien ins Spiel. "Damit zumindest die engsten Freundschaften der Kinder gepflegt werden können und sich die Familien wechselseitig entlasten können." 

Zwischen minimaler Notbetreuung und vollständiger Öffnung gebe es viele Möglichkeiten.

Update 21. April, 12.45 Uhr: Maskenpflicht in Bayern soll für Kinder ab 7 Jahren gelten

Die Maskenpflicht in Bayern soll für Kinder ab 7 Jahren gelten. Das hat das Kabinett am Dienstag in München entschieden. 

Von kommendem Montag an gibt es im Freistaat in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine Pflicht, Mund und Nase zu verhüllen. Dies kann per Maske oder auch nur mit einem Schal oder Halstuch erfolgen. 

Ziel ist es, die Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus weiter zu reduzieren.

"Fakt ist, das Virus folgt weiterhin seiner Biologie und vermehrt sich. Reproduktionszahl muss unter 1 bleiben", teilte Florian Herrmann, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei am Dienstag in einer Pressekonferenz mit. 

Update 21. April, 12.30 Uhr: Über 6100 Kontrollen in München

Von Montag auf Dienstag wurden in München über 6100 Kontrollen durchgeführt, dabei wurden 111 Verstöße angezeigt. 

Auch kam es zu einem Verstoß gegen den gerade verbotenen Bordellbetrieb am Freitag, wie die Polizei nun mitteilte. Bei der Kontrolle eines Bordells fiel den Beamten eine 22-jährige rumänische Prostituierte auf. Nach Ermittlungen ergab sich, dass die Frau bei einem Freier sexuelle Handlungen gegen Entgelt durchgeführt hatte. 

Der ermittelte 54-jährige Freier muss sich wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz verantworten, die Frau wird zusätzlich wegen der verbotenen Prostitution belangt.

"Wir haben vorrätig: Desinfektionsmittel, Mundschutz, Handschuhe" steht auf einem Schild vor einer Apotheke in Straubing.
"Wir haben vorrätig: Desinfektionsmittel, Mundschutz, Handschuhe" steht auf einem Schild vor einer Apotheke in Straubing.  © Armin Weigel/dpa

Update 21. April, 12 Uhr: Bayerisches Gastgewerbe ruft nach Rettungsfonds

Für das ohnehin schwer gebeutelte bayerische Gastgewerbe ist die Absage des Oktoberfests eine neue Hiobsbotschaft. 

Verbandsgeschäftsführer Thomas Geppert sagte am Dienstag, die Entscheidung "darf nicht zum Totalschaden des Gastgewerbes führen, die Branche braucht den reduzierten Umsatzsteuersatz mehr denn je sowie einen Rettungsfonds."

Die Absage sei "nicht nur für die Stadt, sondern weit darüber hinaus ein riesiger Verlust". Aufgrund der wirtschaftlichen Verflochtenheit würden "weite Teile der Wirtschaft diesen Verlust deutlich spüren".

Das Oktoberfest bedeutet für die Münchner Wirtschaft gut 1,2 Milliarden Euro an Einnahmen, davon eine halbe Milliarde für die Hotels und Pensionen.

Weil auch andere Feste in Bayern schon abgesagt wurden, brauche das Gastgewerbe jetzt "den reduzierten Umsatzsteuersatz mehr denn je sowie einen Rettungsfonds, sonst werden weite Teile des Gastgewerbes diese Krise nicht überstehen", sagte der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes und warnte: "Damit würde die Branche als Grundvoraussetzung für die Leitökonomie Tourismus, aber auch als der regionale Wirtschaftsmotor schlechthin, auf Dauer wegfallen."

Praktisch jedes bayerische Hotel und Gasthaus ist nach Angaben des Verbandes durch die Corona-Krise inzwischen in Existenznot. Die 40.000 Betriebe beschäftigen 447.000 Menschen.

Update 21. April, 11.30 Uhr: Münchner dichten gegen die Corona-Krise

Ausgangsbeschränkungen, Homeoffice, Behelfsmasken, dazu die täglichen Meldungen über Corona-Infizierte und Todesfälle: Die aktuelle Ausnahmesituation macht etwas mit jedem von uns. 

So mancher greift zu Stift und Papier, um die unsichtbare Bedrohung und ihre Folgen zu verarbeiten. Im Münchner Poesie-Briefkasten landen derzeit fast ausschließlich Corona-Gedichte. 

Im wesentlich weniger frequentierten Augsburger Pendant fällt das C-Wort an sich zwar kaum, aber Nachdenkliches, Ängstliches und Mahnendes zieht sich auch dort durch die Einsendungen.

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Update 21. April, 10.40 Uhr: Oktoberfest 2021 um eine Woche verlängern?

Der Vizepräsident des Bayerischen Landtags und Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller, hat nach der Absage der Wiesn 2020 wegen der Corona-Pandemie eine Verlängerung des Oktoberfests im Folgejahr ins Spiel gebracht.

"Sollte das #Oktoberfest abgesagt werden müssen, dann könnte man doch das Oktoberfest 2021 um eine Woche verlängern. Nur ein Vorschlag ...", schrieb er bereits vergangene Woche auf Twitter.

Eine Verlängerung wäre eine Hilfe auch für die Schausteller und Wirte, denen die Einnahmen aus diesem Jahr fehlen, sagte Freller am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Zudem könnte dies den Betrieb in den Zelten etwas entzerren.

"Auch wenn das Virus im nächsten Jahr hoffentlich kein Thema mehr ist, schade das nicht." Zudem hätten Gäste aus dem Ausland so länger die Chance, einen Besuch nachzuholen.

Update 21. April, 10.30 Uhr: Wirtesprecher: Oktoberfest ist Herzensangelegenheit

Peter Inselkammer Sprecher der Wiesnwirte auf dem Oktoberfest, ist von der Absage schwer getroffen. (Archivbild)
Peter Inselkammer Sprecher der Wiesnwirte auf dem Oktoberfest, ist von der Absage schwer getroffen. (Archivbild)  © Sven Hoppe/dpa

Für Wiesnwirte, Schausteller und Marktkaufleute ist die Absage des Oktoberfests ein harter Schlag. 

"Die Absage trifft uns alle schwer", sagte der Sprecher der Wiesnwirte, Peter Inselkammer, in einer ersten Reaktion am Dienstag. Es gehe keineswegs nur um die finanzielle Seite. 

Das Oktoberfest sei auch eine sehr emotionale Sache. "Es geht uns nahe. Die Wiesn ist eine Herzensangelegenheit. Wir freuen uns das ganze Jahr darauf und bereiten uns vor." Das Oktoberfest verkörpere wie kaum ein anderes Ereignis das Münchner Leben.

Es wird auch keine Wiesn light mit weniger Besuchern geben, wie sie in den Münchner Medien diskutiert worden war. Die Abstandsregeln wären in den Wiesn-Zelten kaum umsetzbar gewesen - und hätten auch die Stimmung gestört.

"Was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, ist ein halb leeres Bierzelt", sagte Inselkammer. Rund um den Erdball kennen die Menschen die Bilder mit feiernden Menschen in bis auf den letzten Platz gefüllten Zelten. 

Festzeltbesucher mit Mundschutz wären ebenfalls schwer vorstellbar gewesen - nicht zuletzt wäre er unpraktisch bei einer wesentlichen Tätigkeit auf der Wiesn: "Ich stelle mir das Trinken damit etwas schwierig vor."

Update 21. April, 10 Uhr: Auch andere Volksfeste müssen abgesagt werden

Neben dem Oktoberfest stehen nach Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch weitere Volksfeste im Freistaat im Spätsommer und Herbst vor der Absage. 

Wenn die Wiesn nicht stattfinden könne, dann gelte dies auch für "ähnlich Feste", die im selben Zeitraum in Bayern stattfinden sollten, sagte Söder am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zur Wiesn-Absage. "Da glauben wir auch, es wäre unverantwortlich, das dort zu machen. Man kann nicht auf der Wiesn ein Bierzelt nicht machen, aber woanders."

"Es geht nicht nur um das Oktoberfest, wir haben noch einige andere Feste, die auch kurz um die Zeit sind, sei es Gillamoos oder andere, über die wir hier ähnlich entscheiden müssen", betonte Söder.

Das Gillamoos-Volksfest in Abensberg sollte eigentlich Anfang September stattfinden. Aber auch das Herbstfest in Rosenheim war bislang für Ende August bis Mitte September geplant. Deren formale Absage scheint nach Söders Äußerungen nur noch eine Formsache. Andere, etwa das Gäubodenvolksfest in Straubing, sind schon abgesagt.

Auch Reiter betonte, es könne Volksfeste, vor allem natürlich das Oktoberfest, aber "auch andere in dieser Zeit einfach nicht geben". Auch das Zentrale Landwirtschaftsfest, das parallel zur Wiesn in München geplant war, findet nach Angaben Reiters heuer nicht statt.

Bund und Länder hatten zuletzt beschlossen, wegen der Corona-Pandemie, Großveranstaltungen bis Ende August zu verbieten. Damit war aber klar, dass das auch für viele Volksfeste das Aus bedeuten würde, die eigentlich erst später im Jahr geplant waren.

Update 21. April, 9.50 Uhr: Bayerische Brauereien vor harten Zeiten

Ohne Volksfeste fehlt den Bierbrauern ein riesiger Absatzmarkt.
Ohne Volksfeste fehlt den Bierbrauern ein riesiger Absatzmarkt.  © Felix Hörhager/dpa

Die Brauereien in Bayern haben ihren Spitzenplatz in Deutschland verteidigt. 2019 setzten sie 23,8 Millionen Hektoliter ab und lagen damit zum sechsten Mal in Folge bundesweit auf Platz eins, wie das bayerische Landesamt für Statistik am Dienstag mitteilte. 

Die abgesetzte Biermenge entspricht 4,8 Milliarden Halbliterflaschen.

Doch die Zeiten für die Brauereien sind alles andere als rosig: Schon vergangenes Jahr ging der Bierabsatz der bayerischen Brauereien um 3,5 Prozent zurück. Jetzt trifft sie die Corona-Pandemie gleich an mehreren Fronten. 

Denn in der Krise wird weniger Bier getrunken, wie ein Sprecher des bayerischen Brauerbundes sagte. Zum einen fehle der Absatz über die Gastronomie, doch auch im Einzelhandel sei - nach anfänglichen Bevorratungskäufen - die Nachfrage nun eher gesunken. 

"Beim Bier ist der Konsumanlass wichtig: Sport, Fußballspiele, Biergartenbesuch, gemeinsames Grillen, das fehlt alles." Zudem fehle "das komplette Exportgeschäft". Laut Landesamt sind das 23,4 Prozent des Gesamtabsatzes.

Auch das Wegfallen der Volksfeste trifft die Branche. Dabei geht es nicht nur um das Oktoberfest und anderen Schwergewichte, sondern auch um kleinere Veranstaltungen. Letztere seien gerade für die mittleren und kleinen Brauereien wichtig, sagte der Sprecher.

Zusätzlich belastet werden die Brauer dadurch, dass sie häufig Gaststätten verpachtet haben. Neben den Mietzahlungen, auf die die Brauer derzeit teilweise verzichteten, stünden hier oft auch Kredite an die Wirte im Feuer, sagte der Sprecher des Brauerbundes.

Bayern hat die größte Brauereivielfalt Deutschlands. Während die bayerischen Betriebe für gut ein Viertel des deutschen Bierabsatzes verantwortlich sind, ist ihre Dominanz in Sachen Braustätten noch größer. Mit 647 liegt ihr deutschlandweiter Anteil hier laut Landesamt bei 41,8 Prozent.

Update 21. April, 9.05 Uhr: Oktoberfest in München offiziell abgesagt

Besucher stehen vor einem Zelt auf dem Oktoberfest, an dessen Wand ein Schild mit der Aufschrift "vorübergehend geschlossen" hängt.
Besucher stehen vor einem Zelt auf dem Oktoberfest, an dessen Wand ein Schild mit der Aufschrift "vorübergehend geschlossen" hängt.  © picture alliance / dpa

Das Oktoberfest in München wird für dieses Jahr offiziell abgesagt. 

Das verkündete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Dienstagmorgen in einer Pressekonferenz. 

"Das Risiko ist schlicht zu groß", erklärte Söder. Auch ähnliche Feste, sollen in diesem Jahr nicht mehr stattfinden. Die Absage gilt auch für die zeitgleich stattfindende Landwirtschaftsmesse auf der Theresnwiese. 

"Es ist ein trauriger Tag für mich", gestand OB Reiter. Es sei nicht nur ein emotionaler, sondern auch ein ökonomischer Verlust: "Alle werden das Oktoberfest auch im Geldbeutel schmerzlich vermissen". 

Heute könne man keine andere Entscheidung treffen, erklärten die Politiker. 

Update 21. April, 7.50 Uhr: Mehr Unfälle durch Radler und Heimwerker

Zwar gibt es zur Zeit weniger Autounfälle, doch die Notaufnahmen bleiben nicht leer: Vor allem viele Fahrradfahrer landen gerade im Krankenhaus, weil sie bei Touren stürzen und sich verletzten. 

Im Augsburger Uniklinikum landen gerade viele Freizeitsportler, berichtet der Bayerische Rundfunk. Bei dem guten Wetter treibt es nun besonders viele nach draußen. 

Auch viele Heimwerkerunfälle werden festgestellt. Offenbar nutzen viele die Zeit zu Hause, um die Wohnung auf Vordermann zu bringen und verletzten sich dabei teils schwer. 

Update 21. April, 6.20 Uhr: Freizeitpark-Verband: 40 Prozent wegen Corona vor dem Aus

Wolken türmen sich kurz vor Sonnenuntergang über den Fahrgeschäften des Freizeitparks "Skylinepark" bei Kirchheim auf.
Wolken türmen sich kurz vor Sonnenuntergang über den Fahrgeschäften des Freizeitparks "Skylinepark" bei Kirchheim auf.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Corona-Krise bringt manche Freizeitparks nach Angaben ihres Verbands in existenzielle Not. 

Wenn auf den ausgefallenen Saisonstart in den Osterferien auch ein Besuchsverbot in den Sommerferien folgen sollte, könnte das für rund 40 Prozent der Parks das Aus bedeuten, sagte der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen, Jürgen Gevers.

Seine Mitglieder hätten akute Probleme mit der Finanzierung. Die Sofortmittel der Regierung reichten nicht aus. Die Betreiber - in der Regel mittelständische Familienunternehmen - hätten aber Probleme, Kredite zu bekommen, erklärte Gevers. Banken forderten eine hundertprozentige Sicherheit, die es nicht gebe. In Deutland seien 150.000 Arbeitsplätze inklusive Zulieferer mit der Branche verknüpft.

Gerade Parks mit Tieren könnten die laufenden Kosten nicht einfach runterschrauben. "Auch wir sind der Meinung, Gesundheit steht über der Wirtschaft", betonte Gevers. 

Doch wo ein Freizeitpark schließe, mache nicht so schnell ein anderer auf. Und diese Einrichtungen seien oft in strukturschwächeren Regionen - und dort durchaus ein Jobmotor.

Update 21. April, 6 Uhr: Kabinett beschließt Maskenpflicht und neue 500-Millionen-Corona-Hilfe

Zur Abfederung der Corona-Krise packt der Freistaat Bayern erneut ein Millionen-Paket auf den Tisch. 

Wie von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in seiner Regierungserklärung bereits angekündigt, will das Kabinett am Dienstag (10.00 Uhr) einen 500-Millionen-Euro-Fördertopf beschließen. Das Geld soll all jenen zu Gute kommen, die von den bereits zur Verfügung gestellten Soforthilfen nicht profitierten. 

Auch die bereits verkündete Maskenpflicht für Geschäfte und ÖPNV ab kommendem Montag muss formell vom Ministerrat abgesegnet werden.

Vorgesehen ist das Geld etwa für Rehakliniken, die zur Bewältigung der Krise einen Teil ihrer Bettenkapazitäten zur medizinischen Versorgung von Corona-Patienten zu Verfügung gestellt haben. Bayern will die Bundeshilfen um 50 Euro pro Bett und Tag aufstocken. Auch Mutter-Kind-Einrichtungen, Privatkliniken, Jugendherbergen, Schullandheime, Sozialeinrichtungen, Familienberatungen und Studentenwerke sowie Sportvereine und Sportstätten in Geldnot sollen Anspruch auf die Hilfen haben.

Aus dem Fördertopf soll laut Söder auch das Geld stammen, mit dem die Staatsregierung Kita-Gebühren und Hilfen für Künstler erstatten will. Für zunächst drei Monate sollen Eltern von den Zahlungen entlastet werden, solange diese durch die Corona-Krise geschlossen bleiben. 

Derzeit ist nicht absehbar, wann Kindergärten und Kindertagesstätten wieder öffnen können. Die rund 30.000 Künstler im Land, die bei der Künstlersozialkasse gemeldet sind, erhalten 1000 Euro im Monat.

Ein Schild mit der Aufschrift "Verweil- und Aufenthalts Verbot" hängt an einem Baum am Biergarten am Aumeister im Englischen Garten.
Ein Schild mit der Aufschrift "Verweil- und Aufenthalts Verbot" hängt an einem Baum am Biergarten am Aumeister im Englischen Garten.  © Felix Hörhager/dpa

Update 20 April, 20 Uhr: Deutscher Profi surft mit Ausnahmegenehmigung in Portugal

Der Nürnberger Profisurfer Sebastian Steudtner darf trotz wegen des Coronavirus gesperrter Strände in Portugal trainieren. 

"Ich habe, ähnlich wie Profifußballer, eine Ausnahmegenehmigung, die mir erlaubt, zu trainieren", sagte er dem "Spiegel". "Jetzt kann ich wenigstens in der Region Nazaré ins Wasser gehen". Steudtner gehört zu den besten deutschen Wellenreitern. Als Big-Wave-Sufer hat er es auf besonders hohe Wellen abgesehen.

Auf der Suche nach der perfekten Welle hält er sich derzeit von den populären Revieren fern, um andere Wellenreiter nicht zu animieren, gegen Corona-Beschränkungen zu verstoßen. 

"Es gibt hier in der Nähe von Nazaré abgelegene, schwer zugängliche Spots, die kaum jemand kennt. Dort gehe ich surfen. Da sieht mich kaum einer."

Update 20. April, 18.50 Uhr: Oktoberfest 2020 wegen Corona-Pandemie abgesagt

Das Oktoberfest 2020 wird wohl nicht stattfinden können. (Archiv)
Das Oktoberfest 2020 wird wohl nicht stattfinden können. (Archiv)  © Felix Hörhager/dpa

Das Oktoberfest findet nach Informationen der "Bild"-Zeitung wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht statt. Eine offizielle Bestätigung dafür war am Montagabend zunächst nicht zu erhalten.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wollen am Dienstagmorgen in einer Pressekonferenz über ihre Beratungen zur möglichen Absage des Oktoberfests informieren. Beide Politiker hatten in den vergangenen Tagen infrage gestellt, ob das Oktoberfest in Corona-Zeiten stattfinden kann. 

Am vergangenen Mittwoch hatten Bund und Länder beschlossen, Großveranstaltungen zunächst bis Ende August zu verbieten. Das Oktoberfest wäre vom 19. September bis 4. Oktober geplant gewesen.

Update 20. April, 18.36 Uhr: Rummenigge erfreut über "positives Signal" für Geisterspiele

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat sehr erfreut auf das Votum deutscher Spitzenpolitiker für Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga ab dem 9. Mai reagiert. 

"Die Aussagen des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und des Ministerpräsidenten von NRW, Armin Laschet, sind ein sehr positives Signal für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes der Bundesliga", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München am Montagabend auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.

"Es ist wichtig, dass wir mit den rechtlichen und medizinischen Vorgaben der Politiker vorbildlich und sehr seriös umgehen, um das Gesundheitsrisiko zu minimieren", ergänzte der 64 Jährige.

Söder und Laschet hatten sich zuvor im Live-Programm der "Bild" positiv zu Geisterspielen geäußert. Söder sprach von einer "Gratwanderung". Spiele mit Zuschauerbeteiligung seien völlig undenkbar. "Es ist denkbar, dass wir vielleicht ab dem 9. Mai frühestens eine solche Geisterrunde spielen können", sagte der CSU-Politiker. Laschet fordert dafür von der Deutschen Fußball Liga "ein durchdachtes Konzept". Bundesliga und 2. Liga pausieren bis mindestens zum 30. April. Am Donnerstag will die DFL über weitere Schritte beraten.

Rummenigge lobte die DFL-Führung für die geleistete Vorarbeit. "Ich darf mich bei der Geschäftsführung der DFL mit Christian Seifert an der Spitze für ein hervorragendes Konzept bedanken, das die organisatorischen und medizinischen Aspekte umfassend berücksichtigt. Dieses Konzept ist die Basis für die positive und vertrauensvolle Einschätzung der Politik", sagte der Bayern-Chef.

Update 20. April, 17.30 Uhr: Schutzmasken in Bayerns Bussen und Bahnen selten

Kurz vor der Einführung einer Schutzmaskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln sind vielen Verkehrsbetrieben zufolge nur wenige Fahrgäste in Bayern mit Mundschutz unterwegs. 

In München, Regensburg und Würzburg tragen nur vereinzelt Menschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln Schutzmasken, wie Sprecher am Montag sagten. Busse und Bahnen würden nicht desinfiziert, weil die Desinfektion im öffentlichen Raum nicht nachhaltig wirksam sei.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Montag eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Spätestens ab nächster Woche sind Mund-Nasen-Schutz oder auch Schals allerorts in Bayern Pflicht. 

In der niederbayerischen Stadt Straubing gilt die Maskenpflicht schon ab Donnerstag.

Update 20. April, 16.55 Uhr: Soldaten nach Einsatz in Alten- und Pflegeheimen in Quarantäne

Die Soldaten befinden sich nun selbst in Quarantäne. (Symbolbild)
Die Soldaten befinden sich nun selbst in Quarantäne. (Symbolbild)  © Angelika Warmuth/dpa

In der Corona-Krise sollten 35 Soldaten der Bundeswehr in Alten- und Pflegeheimen im Landkreis Bamberg aushelfen - jetzt sind sie selbst in Quarantäne. 

Eine Person aus dem Team habe sich angesteckt, teilte das Landratsamt am Montag mit. Ob die Infektion bei der Arbeit im Altenheim passiert sei, sei noch unklar. Vor ihrem Einsatz seien aber alle Soldaten negativ getestet worden.

"Die Bundeswehr wird Mitte dieser Woche ein neues Team senden", hieß es weiter. Auch die neu ankommenden Soldaten sollen erst untersucht werden. Die Bewohner und Mitarbeiter des Heimes, in dem die infizierte Person aushalf, würden ebenfalls getestet.

In Bayern helfen momentan knapp 200 Soldaten im Kampf gegen das Coronavirus, sagte Sprecher Carsten Spiering vom Landeskommando in Bayern. Mehrere Hundert wären abrufbar.

Im Landkreis Bamberg gab es nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Stand von Montag 366 bestätigte Corona-Infektionen und 27 Todesfälle.

Update 20. April, 15.34 Uhr: Ulm rechnet mit bayerischen Einkaufstouristen

Während in Baden-Württemberg viele Geschäft wieder öffnen, bleiben sie in Bayern noch geschlossen. (Symbolbild)
Während in Baden-Württemberg viele Geschäft wieder öffnen, bleiben sie in Bayern noch geschlossen. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

 In Ulm ja, in Neu-Ulm nein: Während im Südwesten seit Montag in vielen Geschäften wieder geshoppt werden darf, bleiben die meisten Läden in Bayern noch bis kommende Woche geschlossen. Die beiden Nachbarländer gehen getrennte Wege bei den Lockerungen während der Corona-Epidemie. 

Die Stadt Ulm rechnet deshalb mit bayerischen Einkaufstouristen, wie eine Sprecherin am Montag auf Anfrage sagte. Befürchtungen, dass der Ansturm aus dem bayerischen Neu-Ulm in den kommenden Tagen zu groß sein könnte, gebe es aber nicht.

Zahlreiche Bayern seien schon in die Ulmer Baumärkte geströmt, die im Freistaat bis zu dieser Woche geschlossen gewesen waren. "Die unterschiedlichen Corona-Regelungen von Baden-Württemberg und Bayern zeigen sich in Ulm aufgrund seiner Lage an der Landesgrenze besonders deutlich", sagte die Sprecherin. Die Polizei, das Ordnungsamt und die Gewerbeaufsicht würden die Lage genau im Blick behalten, die Woche über Kontrollen durchführen und den Läden beratend zur Seite stehen.

Der bayerische Einzelhandel bezeichnete die unterschiedlichen Lockerungen in den Nachbarländern als große Ungerechtigkeit. "Die Staatsregierung lässt uns am ausgestreckten Arm verhungern", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, der Deutschen Presse-Agentur. Im Einzelhandel zähle aktuell jeder Tag. "Um manche Geschäfte kreist schon der Pleitegeier." Ohlmann hofft, dass die Menschen in den Grenzgebieten aus Verbundenheit zum lokalen Handel mit dem Shoppen noch eine Woche warten. Der kommende Montag werde sehnsüchtig erwartet.

In Baden-Württemberg und vielen anderen Bundesländern dürfen seit Montag kleine und mittelgroße Läden von bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche öffnen. Unabhängig von der Fläche haben auch Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen wieder geöffnet. In Bayern dagegen müssen die Menschen noch eine Woche warten.

Die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg wollen sich zeitnah zu einem Corona-Krisengespräch treffen. "Ich werde diese Woche noch mich mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten (Winfried Kretschmann, Grüne), mit Distanz, aber in Ulm treffen, um die gemeinsamen Entwicklungen zu beraten", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag.

Update 20. April, 15.08 Uhr: Corona-Infektionen in München

In München wurden am Montag 52 neue Corona-Fälle bestätigt, wie die Stadt mitteilte.

Damit wurden in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.211 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 3.236 Personen, die bereits genesen sind sowie 105 Todesfälle.

Update 20. April, 14.42 Uhr: 38.232 Coronavirus-Fälle in Bayern

Die Zahl der mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Menschen ist in Bayern auf 38.232 gestiegen. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

Davon gelten 17.920 als genesen. Die Zahl der Toten, die mit dem Virus infiziert waren, stieg auf 1299.

Update 20. April, 14.22 Uhr: Corona in der Schwangerschaft: Vereinzelt Komplikationen möglich

Viele Schwangere haben Angst, sich mit dem Coronavirus zu infizieren - womöglich nicht ganz unbegründet, wie eine Literaturrecherche des Universitätsklinikums Erlangen ergab. 

"Der Verlauf einer Schwangerschaft kann durch Covid-19 negativ beeinflusst werden", sagte Matthias Beckmann, Direktor der Frauenklinik. Manche Frauen bekämen nach ersten Daten vorzeitig Wehen.

Schwangere sollten sich keine Sorgen machen, meint Frank Louwen, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Es gebe keinen Hinweis darauf, dass sich werdende Mütter häufiger infizieren. Und auch unter den schwangeren Sars-CoV-2-Infizierten zeige der Großteil kaum Symptome. 

Nur im Einzelfall könne es zu einer Lungenentzündung kommen, die zu einer Frühgeburt führen könne.

Die Ärzte aus Erlangen erklären, dass eine Übertragung des Virus bei der Schwangerschaft, der Geburt oder durch die Muttermilch auf das Kind eher unwahrscheinlich sei. Für die Publikation "SARS-CoV-2-Infektion in der Schwangerschaft" in der Fachzeitschrift "Geburtshilfe und Frauenheilkunde" verglichen sie Daten von 18 schwangeren Covid-19-Patientinnen aus China mit Infektionen mit den schon länger bekannten Coronaviren Sars-CoV und Mers-CoV.

Für Babys und jüngere Kinder ist eine Infektion mit Sars-CoV-2 nach derzeitigem Kenntnisstand ohnehin kaum eine Gefahr: Nur in Einzelfällen entwickeln sie schwere Symptome, meist sind Kinder mit Vorerkrankungen betroffen. Todesfälle sind extrem selten.

Update 20. April, 14.20 Uhr: Bayerns Fußball-Amateurvereine für Saisonfortsetzung ab September

Bei der Zielsetzung einer Fortsetzung der Saison ab dem 1. September hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) die Unterstützung der Amateurvereine. 

Etwas mehr als zwei Drittel aller Clubs, die an der Umfrage teilnahmen, unterstützen den Vorschlag des BFV-Vorstandes. Demnach sprachen sich 68,13 Prozent der Vereine dafür aus, die wegen der Coronavirus-Pandemie noch bis zum 31. August ausgesetzte Saison unmittelbar danach fortzusetzen, sofern die staatlichen Vorgaben das erlauben. 2178 Vereine folgten dem Vorschlag des Verbandes, 1019 oder 31,87 Prozent stimmten mit "Nein".

Die Umfrage lief bis Sonntag. Wohl am Mittwoch berät der BFV-Vorstand.

Update 20. April, 13.51 Uhr: Markus Söder und Winfried Kretschmann wollen über Krise beraten

Die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg wollen sich zeitnah zu einem Corona-Krisengespräch treffen. 

"Ich werde diese Woche noch mich mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten (Winfried Kretschmann, Grüne), mit Distanz, aber in Ulm treffen, um die gemeinsamen Entwicklungen zu beraten", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in seiner Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Landtag in München. 

Er glaube, gerade in diesen Zeiten sei die Zusammenarbeit notwendig. "Weil wir in Bayern und Baden-Württemberg ganz eng Seite an Seite und eins zu eins gehen, weil wir eine ähnliche Entwicklung haben."

Update 20. April, 13.33 Uhr: Belastungssituation der Eltern soll laut SPD für Betreuung Maßstab sein

Die SPD-Landtagsfraktion fordert die Betreuung für Kinder nach der Belastungssituation der Eltern auszurichten. 

"Alleinerziehende, sozial benachteiligte Familien sowie Familien, die mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, sind alle auf verlässliche Unterstützungsangebote angewiesen", sagte SPD-Fraktionschef Horst Arnold am Montag im Landtag.

Das Landesparlament müsse regelmäßig die Frage stellen, wer von den Hilfen noch nicht profitiere oder zu wenig Hilfe bekomme, sagte Arnold. Er begrüßte hingegen die Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU), dass Eltern in Bayern zumindest für die kommenden drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen müssen, solange diese wegen der Corona-Krise geschlossen sind. 

Der Oppositionspolitiker kündigte gleichzeitig an, die Umsetzung genau zu überwachen.

Arnold forderte das Parlament außerdem dazu auf, die einschneidenden Maßnahmen tagtäglich auf den Prüfstand der Verhältnismäßigkeit zu stellen. "Wir leben in einer Demokratie und in einem Rechtsstaat", so der Fraktionschef. Eingriffe und Beschränkungen seien deshalb fortwährend transparent und verständlich zu erläutern.

Die Belastungssituation der Eltern müsse laut SPD auch nach der Corona-Krise für die Betreuung der Kinder ein Maßstab sein. (Symbolbild)
Die Belastungssituation der Eltern müsse laut SPD auch nach der Corona-Krise für die Betreuung der Kinder ein Maßstab sein. (Symbolbild)  © Christian Beutler/KEYSTONE/dpa

Update 20. April, 13.31 Uhr: Markus Söders Kurs gefährdet laut FDP Akzeptanz der Maßnahmen

Die FDP im Landtag hat Ministerpräsident Markus Söder und seiner Regierung beim aktuellen Corona-Krisenmanagement einen zunehmend unverständlichen Schlingerkurs vorgeworfen. 

Was die Nachvollziehbarkeit angehe, "so ist es in den vergangenen Tagen bei der bayerischen Politik leider schlechter geworden", sagte Fraktionschef Martin Hagen am Montag im Landtag in München. Er warf Söder vor, im Handel nicht ausreichend differenziert die Beschränkungen zu lockern. Während etwa Gärtnereien schon ab sofort öffnen dürften, müssten Blumenläden weiter geschlossen bleiben.

Auch Söders Begründung, große Kaufhäuser und Shopping-Zentren weiter nicht öffnen zu wollen, weil sonst in den Innenstädten zu große Besucherströme entstünden, ließ Hagen nicht gelten. Statt eines pauschalen Verbots müsse es dann wie in anderen Bundesländern kleinteilige Konzepte geben, etwa Öffnungserlaubnisse für einzelne Tage nach Branchen oder Hausnummern. Alles andere sei nicht zielgenau, und schaffe Ungerechtigkeiten. Auch im Bereich Gastro und bei der Hotellerie brauche es endlich ein Konzept.

Hagen warnte davor, dass die Menschen aus Bayern daher schon bald zum Shoppen in die Nachbarländer fahren würden: "Da schaut der bayerische Einzelhandel leider in die Röhre, weil wir in Bayern eine Woche später als unsere Nachbarländer die Läden öffnen." Ohne eine schlüssige Begründung leide auch die Akzeptanz für die Einhaltung aller Schutzmaßnahmen. 

"Ein richtiger Exit-Fahrplan, der an epidemiologischen Kennzahlen und medizinischen Kapazitäten entlang erklärt, was wann zu passieren hat, den hat die Regierung nach wie vor nicht. Eine solche klare Perspektive hätten Bürger und Wirtschaft in Bayern aber verdient."

Update 20. April, 13.21 Uhr: Triathlon-Klassiker in Roth 2021 in "kürzester Zeit" ausgebucht

In diesem Jahr musste er wegen der Corona-Krise ausfallen: Der Triathlon-Klassiker in Roth 2021 ist ausgebucht. 

"Wir sind unglaublich dankbar für dieses Vertrauen und die Loyalität so vieler Athleten in dieser schwierigen Zeit", erklärte Veranstalter Felix Walchshöfer. 

Am Montag war die reguläre Online-Anmeldung für die Challenge Roth 2021 sowohl für Staffelplätze als auch für Einzelstarter geöffnet worden. "Innerhalb kürzester Zeit war das Rennen ausgebucht", hieß es von den Organisatoren. Der für den 5. Juli in diesem Jahr angesetzte Klassiker in Mittelfranken war wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. 2021 sollen die Athleten am 4. Juli an den Start gehen. 

Es werden erneut 3400 Einzelstarter und 650 Staffeln erwartet.

Update 20. April, 12.41 Uhr: Kadersportler im Bob, Rodeln und Skeleton trainieren wieder

Die Kadersportler des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) dürfen wieder trainieren. 

"Unter Berücksichtigung der Vorgaben und Empfehlungen der Bundes- und Landesbehörden und in enger Abstimmung mit dem medizinischen Betreuerstab des BSD hat der Vorstand seine Maßnahmen zur gemeinsamen Eindämmung des Corona-Virus angepasst", teilte der Vorstand des BSD am Montag mit. "Ziel ist es, den Kaderathleten trotz der schwierigen Bedingungen einen halbwegs geregelten Trainingsbetrieb zu ermöglichen, damit in den kommenden Wochen alle in eine gute, aber in erster Linie gesunde Saisonvorbereitung starten können."

So können die Bobfahrer, Rodler und Skeletoni bis in den Nachwuchs-Kaderbereich II des Olympiastützpunktes Berchtesgaden wieder die beiden Krafträume im Geschäftsstellen-Neubau sowie die angegliederte Turnhalle für ihr Training nutzen. 

"Pro Trainingsgruppe sind maximal fünf Personen inklusive Trainer zugelassen, das Training ist zeitlich begrenzt, vorher anzumelden und ein Wechsel der Trainingsräume nicht erlaubt", heißt es in den Vorgaben. Zudem muss vorher "ein Fragebogen zur Risikobewertung" ausgefüllt werden.

Diese Regelungen gelten zunächst bis zum 3. Mai. Im Bundesstützpunkt Berchtesgaden dürfen auch die Arbeiten in den Werkstätten unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder aufgenommen werden. Allerdings nur maximal drei Personen können zeitgleich die Werkstätten benutzen. Die Arbeiten der Trainer, Techniker und Athleten werden in Schichten eingeteilt.

Update 20. April, 12.38 Uhr: Freie Wähler betonen trotz Maskendisput Einheit der Staatsregierung

Trotz der Meinungsverschiedenheiten zur Maskenpflicht hat der Fraktionschef der Freien Wähler im Landtag, Florian Streibl, die Einheit der schwarz-orangen Staatsregierung betont. 

"Auch heute zeigt sich, wie vor vier Wochen die Bayern-Koalition steht. Sie steht hinter der Staatsregierung. Sie steht hinter den Akteuren der Staatsregierung, und sie steht so gut, dass, wie wir es heute auch gesehen haben, kein Blatt Papier zwischen den Koalitionspartner passt. Auch nicht ein Blatt einer Zeitung", sagte Streibl am Montag im Landtag.

Zuvor hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in seiner Regierungserklärung überraschend angekündigt, dass es von der kommenden Woche an in Bayern eine Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen geben soll. Noch am vergangenen Donnerstag hatte sich das Kabinett entsprechend der Bund-Länder-Linie darauf verständigt, dass es keine generelle Maskenpflicht, sondern ein "Mundschutzgebot" geben soll.

Daraufhin hatte am Wochenende der Landesvorstand der Freien Wähler unabgestimmt mit der CSU doch eine rasche Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr gefordert.

Die Freien Wähler betonen trotz Maskendisput die Einheit der Staatsregierung. (Symbolbild)
Die Freien Wähler betonen trotz Maskendisput die Einheit der Staatsregierung. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update 20. April, 12.32 Uhr: AfD wirft Bayerns Staatsregierung Versagen in Corona-Krise vor

Die AfD im Landtag hat der bayerischen Staatsregierung Versagen und falsche Schwerpunkte im Kampf gegen die Corona-Krise vorgeworfen. Der Freistaat habe mehr verdient, als ein Management, welches nur ein Laufsteg für eine Kanzlerkandidatur sei, sagte Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner am Montag im Landtag bei der Aussprache zur Regierungserklärung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU). 

Sie kritisierte insbesondere, dass im Zuge der Ausgangsbeschränkungen viele Grundrechte der Menschen in Deutschland außer Kraft gesetzt worden seien.

Auch die Einführung einer Telefon-App, die zur Nachvollziehung von Ansteckungswegen auf freiwilliger Basis geplant ist, sei mit den Werten des Grundgesetzes nicht vereinbar. Ebner-Steiner nannte die technische Lösung ein "stasiartiges Überwachungsprogramm".

Die AfD forderte zudem eine schnelle und maßvolle Öffnung von Wirtshäuser und Gaststätten - auch weil die wirtschaftlichen Folgen der Krise längst außer Kontrolle zu laufen drohten. "Wir brauchen hier keine Durchhalteparolen", sagte Ebner-Steiner.

Sie forderte zudem, den Schutz von Deutschen über Hilfen für Asylbewerber und Ausländer zu stellen. In der Krise gelte, erst auf die eigenen Leute zu schauen. Die von Söder zuvor angesprochene Corona-Regelung für den anstehenden Ramadan der Muslime lehnte Ebner-Steiner ebenso ab, wie die Einschränkung von Grundrechten für die deutsche Bevölkerung bei einer gleichzeitigen Beibehaltung des völkerrechtlich abgesicherten Asylrechts.

Update 20. April, 12.06 Uhr: Grüne fordern gewisse Kontaktmöglichkeiten auch für Kinder

Nach wochenlangen Schul-, Kindergarten- und Kita-Schließungen fordern die bayerischen Grünen eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten auch für die Kleinen und Kleinsten im Land. "Kinder brauchen nicht nur Mama und Papa, Kinder brauchen Kinder zum Spielen", sagte Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann am Montag im Landtag in München. "Kinder brauchen Kinder wie die Luft zum Atmen."

Die Einschnitte der vergangenen Wochen seien nötig gewesen, um die Corona-Infektionskurve beherrschbar zu machen und das Gesundheitssystem vor einer drohenden Überlastung zu bewahren, betonte Hartmann. Nun müsse man aber beides in Einklang bringen: die Beherrschbarkeit der Infektionskurve und die Interessen der Kinder und Eltern, insbesondere der Alleinerziehenden. Dafür brauche es pragmatische Lösungen.

Hartmann forderte unter anderem eine erweiterte Öffnung von Kitas, konkret von bis zu einem Drittel der Kapazität – das aber zeitlich versetzt und nur in kleinen Gruppen, mit immer denselben Kontaktpersonen. Es gehe nicht darum, gleich das volle Programm hochzufahren, betonte er.

Zudem schlug Hartmann vor, man müsse zwei oder drei Familien erlauben, sich zu "Betreuungsgemeinschaften" zusammen zu tun. Das wäre ein Weg, den man durchaus gehen könne, argumentierte er.

Tatsächlich sind Kinder mit die einzigen Personen, die in den vergangenen Wochen in der Regel keinerlei Kontakt außerhalb der eigenen Familie haben durften. Erwachsenen war dagegen durchgehend der Weg zur Arbeit und zum Einkaufen erlaubt. Seit Montag ist nun der Kontakt zu einer weiteren Person außerhalb des eigenen Hausstandes erlaubt – aber nur für Sport und Bewegung an der frischen Luft.

Für die Konjunkturprogramme gegen die Auswirkungen der Corona-Krise forderte Hartmann, es müsse dabei besonders Augenmerk auf den Klimaschutz gelegt werden. Die Programme müssten konjunkturstützend und klimaschützend sein - das müsse der Maßstab sein. "Die junge Generation erwartet mehr Klimaschutz von uns", sagte er. Nach der Corona-Krise müsse man sich auch verstärkt dem Kampf gegen die Klimakrise stellen.

Update 20. April, 12.02 Uhr: Paar aus Frankreich auf "Städtereise" - Kinder daheim gelassen

Eine europaweite Städtetour hatte sich mitten in der Corona-Krise und trotz Ausgangsbeschränkungen ein Paar aus Frankreich vorgenommen - und dabei auch noch drei Kinder zuhause in Frankreich zurückgelassen. Der 37-jährige Mann und seine 38-jährige Partnerin waren am vergangenen Freitag von einer Streife in Siegsdorf im Landkreis Traunstein gestoppt worden, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte. 

Sie waren im Auto unterwegs, hatten ein Kleinkind dabei - und gaben an, auf einer Städtereise zu sein.

Der Familie war zuvor an der Grenze bei Bad Reichenhall die Einreise nach Österreich verweigert worden - und wie sich herausstellte, wurden sie in ihrem Heimatland bereits gesucht. Denn das Paar hatte offensichtlich drei weitere minderjährige Kinder einfach in Frankreich zurückgelassen. Die Kinder hatten sich deshalb an die französische Polizei gewandt, die eine Aufenthaltsermittlung der Eltern veranlasste. Weil es sich bei der Urlaubsfahrt um keinen triftigen Grund handelt, die Wohnung zu verlassen, leiteten die bayerischen Beamten gegen das Paar ein Bußgeldverfahren ein.

"Glücklicherweise stellen Sachverhalte wie länderübergreifende Städtetouren mit dem Auto in dieser Zeit die absolute Ausnahme dar", sagte Polizeipräsident Robert Kopp. "Die Menschen im südlichen Oberbayern verhalten sich überwiegend sehr diszipliniert und beachten die Schutzregeln." 

Nach Angaben der Beamten starteten zwar am vergangenen Wochenende im Vergleich zu Ostern mehr Menschen zu Ausflügen. Wanderer und Radfahrer hielten sich aber meist an die Vorgaben. Die Polizei habe seit Ostermontag knapp 13.000 Mal kontrolliert, hieß es. Bis zum Sonntagmorgen registrierten die Beamten dabei rund 1150 Verstöße. In knapp 800 Fällen gab es Anzeigen, die meisten wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkung.

Die Polizei hat das Paar in Bayern gestoppt und kontrolliert. (Symbolbild)
Die Polizei hat das Paar in Bayern gestoppt und kontrolliert. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update 20. April, 12.01 Uhr: 500 Millionen Euro für Einrichtungen wie Rehakliniken

Die Staatsregierung will einen Topf über 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um Härten in bestimmten Einrichtungen abzufedern. Einen entsprechenden Vorschlag will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Kabinett in Absprache mit der Koalition machen. 

Dazu gehörten vor allem Einrichtungen, denen durch Soforthilfen nicht geholfen werden könne, sagte der CSU-Chef am Montag in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Landtag in München. Dazu gehörten neben der Übernahme von Kita-Gebühren auch eine Hilfe für Rehakliniken.

Aufgrund der Corona-Krise hatten viele Rehakliniken einen Teil ihrer Betten zur Verfügung gestellt. Von der Bundesregierung gebe es zwar einen Ausgleich, trotzdem wolle die Staatsregierung 50 Euro pro Bett und Tag drauflegen, sagte Söder. 

Sollten außerdem die Mutter-Kind-Einrichtungen vom Bund nicht ausgeglichen werden, werde der Freistaat in ähnlicher Weise einspringen, sagte Söder. Auch für Privatkliniken solle ein Hilfskonzept erstellt werden.

Update 20. April, 12 Uhr: Sommer 2020 ohne Münchner Tollwood-Festival

Normalerweise ist das Tollwood Sommerfestival ein Höhepunkt im Münchner Kulturkalender. Doch dieses Jahr müssen die Besucher darauf verzichten. 

"Schweren Herzens, aber mit größtem Verständnis müssen wir die Absage des Festivals mitteilen", sagte die Festivalleiterin Rita Rottenwallner am Montag in München. "Tollwood ist seit jeher ein Ort der Begegnung und des Miteinanders – aber gerade diese Form des Zusammenkommens ist in der Corona-Krise eine Gefahr für die Menschen." 

Die Gesundheit der Besucher, Künstler, Mitarbeiter und Aussteller habe Priorität.

Ursprünglich sollte das Sommer-Tollwood vom 24. Juni bis 19. Juli stattfinden. Nun müssen sich die Musik- und Kulturinteressierte bis zum kommenden Jahr gedulden. Aktuell arbeite das Team daran, das für 2020 geplante Programm auf das Festival 2021 zu verlegen, teilten die Veranstalter mit. Für viele Konzerte in der Musik-Arena sehe es bereits sehr gut aus. Im kommenden Jahr ist das Großereignis zwischen dem 23. Juni und dem 18. Juli 2021 geplant.

Im vergangenen Jahr hatte das Sommer-Tollwood in 26 Tagen rund 840.000 Besucher in den Münchner Olympiapark gelockt. Geboten waren unter anderem Aufführungen und Konzerte, etwa von Yung Hurn, Nena oder Tears for fears. 

Zudem gab es ein reichhaltiges Angebot an Ständen mit Essen, Kunsthandwerk, Schmuck, Naturprodukten, Kleidung und vielem mehr. Die Veranstalter riefen dazu auf, Kunsthandwerker auch in diesem Jahr zu unterstützen. Auf dem "Virtuellen Markt der Ideen" seien die Online-Shops der Aussteller verlinkt.

Update 20. April, 11.53 Uhr: Kontrollen der Münchner Polizei

Im Zeitraum von Sonntag 6 Uhr bis Montag 6 Uhr hat die Polizei München einmal mehr eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen sowohl in der Stadt als auch im Landkreis München durchgeführt, um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen.

Über 6.100 Kontrollen wurden im entsprechenden Zeitfenster durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 246 Verstöße angezeigt, von denen 203 die Ausgangsbeschränkung betrafen.

Update 20. April, 11.27 Uhr: Straubing will Maskenpflicht schon diese Woche einführen

Im niederbayerischen Straubing soll die teilweise Maskenpflicht schon im Laufe dieser Woche eingeführt werden, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in seiner Regierungserklärung in München sagte. 

Das sei ihm von der Kommune angekündigt worden.

Straubing will die Maskenpflicht in Bayern schon diese Woche einführen. (Symbolbild)
Straubing will die Maskenpflicht in Bayern schon diese Woche einführen. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa.

Update 20. April, 11.25 Uhr: Söder kündigt mehr parlamentarische Kontrolle für Bayern-Fonds an

Nach der Kritik von Bayerns Oberstem Rechnungshof (ORH) am Corona-Rettungsschirm der Staatsregierung hat Ministerpräsident Markus Söder Nachbesserungen angekündigt. 

Für den im Fokus der Kritik stehenden Bayern-Fonds soll es nach den Worten des CSU-Chefs nun eine engere Kontrollmöglichkeit durch den bayerischen Landtag geben. Es brauche ein parlamentarisches Begleitgremium, da der Bayern-Fonds die Unterstützung des Landtags brauche, wie er am Montag in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Landtag in München sagte.

Konkret hatten Bayerns oberste Finanzkontrolleure kritisiert, dass die zur Finanzierung des Bayern-Fonds erforderliche Schuldenaufnahme in einem Extrahaushalt erfolgt und nicht direkt im Staatshaushalt. "Wenn aber staatliche Aufgaben aus dem Kernhaushalt in Extrahaushalte ausgelagert werden, wird die Transparenz der Haushaltsführung und der Staatsverschuldung eingeschränkt, weswegen Extrahaushalte auch als Schattenhaushalte bezeichnet werden", heißt es im ORH-Bericht.

Die vorgesehene Auslagerung habe zur Folge, dass der Landtag hier nicht seiner haushalterischen Kontrollfunktion nachkommen könne. "Dies ist aus Sicht des ORH vor allem wegen des gebotenen Umfangs der parlamentarischen Kontrolle von entscheidender Bedeutung." Der Bayern-Fonds soll - ausgestattet mit einem Volumen von 20 Milliarden Euro - Bayerns Wirtschaft in der Krise bei Bedarf unterstützen. Er ist neben den finanziellen Soforthilfen und Kreditbürgschaften eine wichtige Säule im Corona-Rettungsschirm des Freistaats.

Update 20. April, 11.05 Uhr: Bayern zahlt in Corona-Krise Künstlern Hilfen von 1000 Euro pro Monat

Bayern will in der Corona-Krise den Künstlern im Land monatlich mit 1000 Euro finanziell unter die Arme greifen. 

Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder am Montag in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Landtag in München an. Während kulturelle Einrichtungen mit den bisherigen Maßnahmen bereits schon geholfen werde, gebe es zugegebenermaßen eine Gruppe, "die durch jedes Raster fällt". 

Die rund 30.000 Künstler, die auch in der Künstlersozialkasse organisiert seien, würden daher monatlich 1000 Euro bekommen.

Update 20. April, 10.51 Uhr: Söder sieht trotz Corona-Krise mehr Spielräume für Demonstrationen

Trotz der Corona-Krise soll es künftig auch in Bayern wieder mehr Möglichkeiten für Demonstrationen geben. 

Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder am Montag in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Landtag in München an. Er habe den Innenminister gebeten, in dieser Woche noch einen Vorschlag zu machen, der eine Struktur für die nächsten Wochen legen könne, sagte der CSU-Chef. Denkbar sei die Erlaubnis von Versammlungen von bis zu 20 Personen. Es sei wichtig, schnell zu belastbaren Ergebnissen zu kommen, da Grundrechte auch in der Corona-Krise gelten.

Auch bei Gottesdiensten deutete Söder eine Lockerung an. Ab 3. Mai seien Treffen von Glaubensgemeinschaften unter strengen Auflagen vorstellbar, sagte er. Das geltende Verbot dürfe kein Dauerzustand bleiben. Die Lockerungen sollen für alle Glaubensgemeinschaften gelten. "Wir brauchen auch für den gesamten Ramadan eine Lösung."

Wegen der strengen Ausgangsbeschränkungen und Abstandsgebote zum Infektionsschutz war das Demonstrationsrecht in den vergangenen Wochen ausgesetzt. Wegen jüngst rückläufiger Ansteckungszahlen in Bayern hatte die Staatsregierung mit Beginn dieser Woche begonnen, einige Maßnahmen zu lockern - unter anderem dürfen seit diesem Montag wieder Baumärkte in Bayern öffnen.

Update 20. April, 10.48 Uhr: Eltern müssen für drei Monate keine Kita-Gebühren bezahlen

Eltern in Bayern sollen zumindest für die kommenden drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen müssen, solange diese wegen der Corona-Krise geschlossen sind. 

Auch das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung im Landtag an.

Update 20. April, 10.35 Uhr: Markus Söder kündigt Maskenpflicht in Bayern an

Ab der kommenden Woche soll das Tragen eines entsprechenden Mund-Nasen-Schutzes in Geschäften sowie darüber hinaus auch in öffentlichen Verkehrsmitteln im Freistaat verpflichtend sein.

Markus Söder hat sich zur bald gültigen Maskenpflicht in Bayern geäußert.
Markus Söder hat sich zur bald gültigen Maskenpflicht in Bayern geäußert.  © Sven Hoppe/dpa

Update 20. April, 10.30 Uhr: Bayern nimmt erneut Corona-Patienten aus Italien und Frankreich auf

Der Freistaat Bayern will erneut schwer erkrankte Covid-19-Patienten aus Frankreich und Italien aufnehmen. 

Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder am Montag in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Landtag in München an. "Wir werden für weitere 20 Betten die Möglichkeit schaffen zu helfen", sagte der CSU-Chef. 

Der Freistaat hatte in den vergangenen Wochen bereits Franzosen und Italiener zur medizinischen Betreuung nach Bayern geholt. In Bayern stehen in den Kliniken derzeit noch viele Intensivkapazitäten für Patienten zur Verfügung.

Update 20. April, 10.25 Uhr: Corona-Infektionen in Bayern verdoppeln sich alle 34 Tage

Die Corona-Infektionen in Bayern verdoppeln sich zum Start der Woche rechnerisch nur noch alle 34 Tage. 

Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Landtag in München mit. Der Freistaat liege inzwischen bei den "wesentlichen Kennzahlen heute zum Teil unter dem Bundesdurchschnitt", obwohl Bayern wegen seiner Nähe zu Italien und Österreich besonders betroffen war.

"In anderen Ländern herrschen schlimme Zustände", betonte Söder. "Zum Glück sind wir bisher besser davongekommen.» Gleichwohl sei er immer noch besorgt, was die Entwicklung in der Corona-Pandemie angehe. «In vier Wochen haben wir als Land viel bewegt."

Update 20. April, 8.13 Uhr: Corona-Krise trifft Bierbranche hart

Es wird ein Sommer gänzlich ohne große Feste. Die Coronavirus-Pandemie verdirbt den Menschen weltweit die Feierlaune - und vertreibt damit auch den Durst nach Bier. Die Brauer trifft das hart. 

Auch die Hopfenbauern haben mit der Lage in Deutschland erheblich zu kämpfen - wenngleich an anderer Front.

Hier geht es zum ganzen Artikel.

Update 20. April, 7.45 Uhr: Sorge um "Corona-Katzen"? Das müssen Halter jetzt beachten

Viele Gerüchte machen gerade die Runde: Können Katzen das Coronavirus übertragen? 

Nun klärt ein tierärztliches Expertengremium auf - und hat Ratschläge für Halter parat.

Alle Infos findet Ihr >>> hier.

Von Katzen droht keine Gefahr, allerdings können sich die Tiere wohl beim Menschen anstecken. (Symbolbild)
Von Katzen droht keine Gefahr, allerdings können sich die Tiere wohl beim Menschen anstecken. (Symbolbild)  © Martin Gerten/dpa

Update 20. April, 6.50 Uhr: Fußballer in Corona-Krise? Diese Kicker schuften auf einer Baustelle

Anpacken! Es ist eine ungewöhnliche Aufhilfsbeschäftigung für einige Fußballer in der Corona-Krise.

Die ganze Geschichte gibt es >>> hier.

Update 20. April, 6.10 Uhr: Markus Söder hält zweite Regierungserklärung zu Corona

Einen Monat nach der ersten Regierungserklärung zum Coronavirus will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch am Montag (10 Uhr) im Landtag über die Folgen der Pandemie sprechen.

Im Fokus dürften dabei die in der vergangenen Woche vom Kabinett beschlossenen - und ab diesem Montag geltenden - Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen stehen. Unter anderem ist es ab dem 20. April in Bayern wieder erlaubt, sich auch mit einer Person zu treffen, mit der man nicht in einem Haushalt lebt. Auch dürfen Baumärkte und Gärtnereien wieder öffnen. Und für den 27. April ist unter anderem die schrittweise Öffnung der Schulen für Abschlussklassen geplant.

Der Freistaat geht damit bei der Abkehr der Corona-Beschränkungen langsamer vor, als die restlichen Bundesländer. Söder begründete dies mehrfach mit der besonderen Lage, in der Bayern in der aktuellen Krise stecke. In keinem anderen Bundesland sind mehr Infektionen und auch mehr Todesfälle aufgrund von Sars-CoV-2 bekannt.

Nach der Regierungserklärung stehen im Plenum auch noch Beratungen zum Nachtragshaushalt sowie zu anderen Gesetzesvorhaben der Staatsregierung während der Corona-Pandemie an. Der zweite Nachtragshaushalt in wenigen Wochen ist notwendig, da der Freistaat seine Finanzhilfen für die Wirtschaft deutlich erhöhen will. In Summe sieht der Rettungsschirm ein Volumen von 60 Milliarden Euro vor.

Dabei dürfte auch die jüngste Kritik des Obersten Rechnungshofes zur Sprache kommen. Die Behörde hatte unter anderem moniert, dass zur Finanzierung des im Rettungsschirm geplanten Bayern-Fonds Schulden in einem Extrahaushalt aufgenommen werden sollen und nicht direkt im Staatshaushalt. Ein solcher Schattenhaushalt entziehe sich der wichtigen parlamentarischen Kontrolle.

Einen Monat nach der ersten Regierungserklärung zum Coronavirus will Markus Söder (CSU) über die Folgen sprechen.
Einen Monat nach der ersten Regierungserklärung zum Coronavirus will Markus Söder (CSU) über die Folgen sprechen.  © Sven Hoppe/dpa

Update 20. April, 6 Uhr: Baumärkte und Gärtnereien öffnen - Sorge vor Ansturm

Nach vier Wochen Zwangspause dürfen die Gärtnereien sowie Bau- und Gartenmärkte ab Montag auch in Bayern wieder öffnen. Größte Sorge des Bayerischen Gärtnereiverbands (BGV): ein Ansturm von Kunden. "Bitte nicht alle an einem Tag!", sagte Verbandsgeschäftsführer Jörg Freimuth der dpa.

Rund 10 000 Schutzmasken verschickte der Verband am Freitag an seine Mitgliedsunternehmen, weitere 10.000 sollen am Dienstag folgen. Sie sind für die Kunden und das Personal bestimmt. Wie in Supermärkten gibt es Zugangsbeschränkungen und Schutzschilde an den Kassen. Um zu großen Andrang und Warteschlangen zu vermeiden, haben viele Betriebe auf jede Werbung verzichtet.

Dabei zählt für die Branche eigentlich jeder Tag: Von Mitte März bis Anfang Juni machen die bayerischen Gärtnereien 60 Prozent ihres Jahresumsatzes, so Freimuth. Im Gegensatz zu ihren Kollegen in den anderen Bundesländern mussten sie jedoch schließen.

Die Folge sei ein Einkaufstourismus nach Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen gewesen: "Wir haben das ganz deutlich gemerkt." Mit großem Aufwand aufgestellte Lieferdienste seien, je näher die Landesgrenzen, desto weniger gefragt gewesen.

Der Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels (BGI), der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), der Industrieverband Garten (IVG), der Verband Deutscher Garten-Center (VDG) und der Zentralverband Gartenbau (ZVG) hatten am Freitag dringend ein bundeseinheitliches Vorgehen bei den Krisenregeln gefordert. Nur Bayern und Sachsen hatten Mitte März ihre Bau- und Gartenmärkte geschlossen. Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen waren später gefolgt. Niedersachsen hob das Verbot nach zwei Wochen wieder auf, wegen zu vieler Einkaufsfahrten über die Grenze.

"Jetzt ist Hochsaison", sagte Patricia Steinborn vom Zentralverband Gartenbau (ZVG), der die Interessen von 50.000 Gartenbaubetrieben vertritt. Mit Pflanzen und Blumen erwirtschafte die Branche in einem normalen Jahr 9 Milliarden Euro Umsatz, davon 3,4 Milliarden von März bis Mai.

Update 19. April, 19.39 Uhr: Mehrwertsteuersenkung für Gastronomen? Verhaltene Reaktionen

 Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) nach einer Mehrwertsteuersenkung für die von der Corona-Krise geplagte Gastronomie stößt auf verhaltene Reaktionen. 

SPD-Bundestagsfraktionschef Rolf Mützenich sagte am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin": "Das wird erstmal nicht der entscheidende Schlüssel sein." Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) habe aber angekündigt, dass es möglicherweise zu weiteren Hilfen für diesen Bereich komme.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sagte in der Sendung: "Wir sollten nicht zu viel in diesen Zeiten versprechen." Es gehe um aktuelle Hilfen, nicht um Erleichterungen in ferner Zukunft.

Mützenich regte - wie zuvor schon sein SPD-Parteifreund, Sozialminister Hubertus Heil - an, beim Kurzarbeitergeld nachzusteuern. "Natürlich sind das Milliarden(kosten), aber in den anderen Bereichen sind das auch Milliarden." 

Er warf der Union vor, das zu behindern: "Die Union bremst." Es gehe darum, für die nächsten Monate Planungssicherheit zu haben auch für jene, die durch Einkommensausfälle in finanzielle Nöten kämen. Andere Länder finanzierten die Kurzarbeit viel stärker.

Ein Polizeiauto fährt in der Münchner Innenstadt durch die Fußgängerzone.
Ein Polizeiauto fährt in der Münchner Innenstadt durch die Fußgängerzone.  © Sven Hoppe/dpa

Update 19. April, 18 Uhr: DHL stellt Pakete erstmals an einem Sonntag zu

Da wegen der Corona-Pandemie überdurchschnittlich viele Pakete verschickt werden, hat der Paket-Dienstleister DHL in München erstmals auch an einem Sonntag Sendungen zugestellt. 

Rund 400 Mitarbeiter waren unterwegs, um mehr als 50 000 Pakete an private Haushalte auszuliefern, wie das Unternehmen mitteilte. Zwar wolle man nicht regelmäßig an Sonntagen zustellen, jedoch "war die jetzige Aktion erforderlich, um die Versorgung mit Paketdienstleistungen in Bayern sicherzustellen." Das Bayerische Arbeitsministerium habe eine entsprechende Genehmigung erteilt.

Mit der Aktion seien Transportkapazitäten von rund 50 Lastwagen-Ladungen freigeworden, teilte das Unternehmen mit. Die DHL und die Deutsche Post erleben derzeit ein ähnliches Aufkommen wie an den stärksten Tagen vor Weihnachten. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sei die Zahl der Sendungen um diese Zeit um mehr als 40 Prozent gestiegen, erklärte die DHL in ihrer Mitteilung. 

Da wegen der Corona-Krise zahlreiche Läden geschlossen sind, versorgen sich viele Haushalte über den Onlinehandel. 

Update 19. April, 15.49 Uhr: Allianz will Kfz-Versicherungskunden in Corona-Krise entlasten

Die Allianz will Autoversicherungskunden in der Corona-Krise entlasten: Wer weniger fährt, muss auch entsprechend weniger Beitrag zahlen, stellte Europas größter Versicherer am Sonntag klar. 

Kunden, die coronabedingt in diesem Jahr deutlich weniger fahren als geplant, sollen am Ende ihres Versicherungsjahres Geld zurück bekommen, wie Frank Sommerfeld, der Chef der Sachversicherung bei der Allianz Deutschland, sagte.

In den vergangenen Tagen hatte schon die HUK Coburg Entgegenkommen signalisiert. Die Versicherer reagieren damit auf entsprechende Anfragen ihrer Kunden. Wegen der Ausgehbeschränkungen in vielen Ländern ist der Autoverkehr zurückgegangen - mit der Folge, dass es auch weniger Unfälle gibt. 

Die jährliche Fahrleistung ist fester Bestandteil der Kfz-Versicherungstarife, allerdings ist nicht allen Autofahrern bewusst, dass sie entsprechend weniger oder mehr zahlen müssen, wenn sie mehr oder weniger fahren als angegeben.

Update 19. April, 15.33 Uhr: Corona-Entwicklung in München

In München wurden am Sonntag 58 neue Corona-Fälle bestätigt. Insgesamt steigt die Zahl somit auf 5.159 Infektionen, wie die Stadt mitteilte.

In dieser Zahl enthalten sind 3.044 Personen, die bereits genesen sind sowie 99 Todesfälle.

Update 19. April, 15 Uhr: Corona-infizierter Senior bei Spritztour erwischt

Auch die Infektion mit dem Coronavirus und die damit verbundenen Quarantäneauflagen haben in Oberfranken einen Senior nicht von einer Spritztour abgehalten. Der Mann wurde jedoch erwischt und muss sich nun vor der Justiz verantworten, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Das Gesundheitsamt hatte für den 68-Jährigen eigentlich häusliche Quarantäne angeordnet. Das hielt diesen jedoch nicht davon ab, sich auf einen Ausflug nach Kulmbach zu begeben, wenn auch mit einem selbstgefertigten Mundschutz. Dort verplapperte er sich im Gespräch mit einer Frau, die daraufhin die Polizei alarmierte. 

Die Beamten konnten den Mann stellen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update 19. April, 14.57 Uhr: 37.786 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind inzwischen 37.786 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das sind 532 Fälle mehr als am Vortag, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Sonntag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mitteilte. 

Die Zahl der Toten, die mit dem Virus infiziert waren, stieg im selben Zeitraum um 45 auf insgesamt 1271. Die geschätzte Zahl der Genesenen betrug 21.620 Menschen.

Update 19. April, 13.40 Uhr: Glücksspielrunde in Nürnberg aufgelöst

Die Polizei löste in der Nacht zum Sonntag  eine mutmaßliche Glücksspielrunde in der Nürnberger Innenstadt auf.

Nach einem anonymen Hinweis stieß die Polizei im Lokal am Josephsplatz auf mehrere Personen. Schon beim Eintreffen der Beamten versuchten einige das Lokal über den Hinterausgang zu verlassen. Insgesamt wurden 14 Personen festgestellt, die offenbar illegales Glücksspiel betrieben. 

Mehrer tausend Euro Bargeld und Spielutensilien erhärteten den Verdacht. Außerdem wurde bei der Personenkontrolle Rauschgift entdeckt. 

Alle Beteiligten wurden wegen des Verdachts der Veranstaltung bzw. Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel angezeigt. Die Kripo Nürnberg übernimmt die weiteren Ermittlungen.

Sonnenhungrige liegen auf einer Kiesbank nahe dem Müllerschen Volksbad unter einem Stauwehr inmitten der Isar, die durch die bayerische Landeshauptstadt fließt.
Sonnenhungrige liegen auf einer Kiesbank nahe dem Müllerschen Volksbad unter einem Stauwehr inmitten der Isar, die durch die bayerische Landeshauptstadt fließt.  © Peter Kneffel/dpa

Update 19. April, 13 Uhr: Keine Klausuren mehr vor den Abiturprüfungen laut Piazolo

Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister von Bayern, ist mit der neuen Lösung zufrieden.
Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister von Bayern, ist mit der neuen Lösung zufrieden.  © Sven Hoppe/dpa

Angehende Abiturienten in Bayern müssen vor dem Start der Abiturprüfungen keine Klausuren mehr schreiben. 

Das gilt für die Gymnasien und die Fach- und Berufsoberschulen. Die Schüler könnten sich damit voll auf ihr Abitur konzentrieren, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München. Ab dem 27. April wird damit nur noch gezielte Prüfungsvorbereitung in den Prüfungsfächern angeboten - und das wegen der coronabedingten Auflagen in kleineren Gruppen.

Die Abiturprüfungen an den Gymnasien in Bayern beginnen am 20. Mai. An den Fach- und Berufsoberschulen starten sie ab dem 18. Juni.

"Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit Schülern, Lehrern, Eltern und Direktoren eine gute Lösung für das Abitur entwickelt haben2, sagte Piazolo. "Für mich war es am wichtigsten, dass die Schüler sich jetzt ganz auf ihr Abitur konzentrieren können und in der verbleibenden Zeit vor den Prüfungen keine Klausuren mehr schreiben müssen." 

Er betonte: "Es werden in keinem Fach mehr verpflichtende Klausuren vor dem Abitur gefordert." Für noch fehlende Leistungsnachweise soll es sehr faire "Günstigerregelungen" geben - es soll dadurch am Ende also kein Schüler einen Nachteil erleiden.

Am wegen der Corona-Krise bereits verschobenen Start der Prüfungen hält Piazolo deshalb in Abstimmung mit Lehrern, Eltern und Schülern fest. 

"Eine nochmalige Verschiebung der Prüfungstermine kam für uns im Interesse der Lehrkräfte und der Schüler des aktuellen und des nachfolgenden Abiturjahrgangs nicht in Frage", sagte er und fügte hinzu: "Ich habe seit Beginn der Corona-Krise betont, wie wichtig mir faire Bedingungen für die Schüler dieses Abschlussjahrgangs sind."

Update 19. April, 12.30 Uhr: Polizei muss Partys in München auflösen

Von Samstag auf Sonntag führt die Polizei in München über 5300 Kontrollen durch. Dabei wurden 283 Anzeigen ausgestellt. 

So alarmierten Anwohner die Polizei am Samstagmittag in die Maxvorstadt, weil mehrere Personen in einem Auto zusammen Alkohol tranken. Vor Ort traf die Polizei vier betrunkene Männer an (30 bis 53 Jahre) an. Weil sie nicht aus demselben Haushalt stammten wurden Platzverweise und Anliegen ausgestellt. Dem betrunkenen Autofahrer wurde der Schlüssel abgenommen und auf der Dienststelle hinterlegt. Weil sich zwei der Gruppe wenig später erneut trafen und weiter tranken, wurden die Männer vorübergehen in Gewahrsam genommen.

Außerdem musste die Polizei eine Party im Stadtteil Am Hart auflösen. Anwohner hatten das Treffen der Polizei gemeldet. Als die Beamten das Haus betreten wollten, wurden sie von einem 21-jährigen Münchner behindert. Der junge Mann war aggressiv und wollte nicht aus dem Weg gehen. Die Polizisten mussten den Mann überwältigen und fesseln, dabei wurden drei Beamte leicht verletzt.

In der Wohnung traf die Streife dann auf acht Personen (zwischen 16 und 21 Jahren), die dort zusammen feierten. Allen bis auf den Ansässigen wurden Platzverweise ausgestellt. Außerdem wurde die Gruppe wegen des Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Update 19. April, 11.45 Uhr: Freie Wähler fordern Maskenpflicht und Öffnung größerer Geschäfte

Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Bayerns Wirtschaftsminister, trägt eine Mundschutzmaske.
Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Bayerns Wirtschaftsminister, trägt eine Mundschutzmaske.  © Armin Weigel/dpa

In Abweichung von der gemeinsamen Koalitionslinie mit der CSU fordern die Freien Wähler eine rasche Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. 

Das soll eine Öffnung auch von größeren Geschäften "zeitnah ab dem 4. Mai" ermöglichen. 

Zudem verlangen die Freien Wähler unter Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger als Vorsitzendem, dass auch Gaststätten schrittweise öffnen dürfen, "beginnend noch im Mai". Man fordere "eine sofortige Anpassung der Corona-Strategie in Bayern", teilten die Freien Wähler nach einem entsprechenden Beschluss des Landesvorstands am Wochenende mit.

"Die Freien Wähler Bayern sprechen sich nun weiter klar und deutlich für eine zügige und kontrollierte Rückkehr zur Normalität aus", sagte Freie-Wähler-Generalsekretärin Susann Enders am Sonntag und betonte: "Das ist ein wichtiger Schritt, den wir wagen müssen, um die massiven Auswirkungen des Lockdown für Menschen und Wirtschaft abzumildern."

Das schwarz-orange Kabinett hatte sich erst am Donnerstag entsprechend der Bund-Länder-Linie darauf verständigt, dass es keine generelle Maskenpflicht, sondern ein "Mundschutzgebot" geben soll. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte aber gesagt, sollte das nicht ausreichen, "erwägen wir dann auch eine Maskenpflicht".

Zudem entschied das Kabinett, dass ab dem 27. April zunächst nur Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmeter öffnen dürfen.

Weitere Infos dazu findet Ihr >>> hier

Update 19. April, 10.30 Uhr: Grundrechte laut Grünen auch in Corona-Zeiten schützen

Bayerns Grüne warnen vor einer anhaltenden Einschränkung der Grundrechte infolge der Corona-Krise und fordern daher von der Staatsregierung Lösungen. 

"Ein generelles Demonstrationsverbot in Zeiten einschneidender Grundrechtseingriffe ist nicht auf Dauer hinnehmbar", sagte am Sonntag die Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, Katharina Schulze, die auch innenpolitische Sprecherin ist. 

Demokratie brauche die Möglichkeit, die eigene Meinung öffentlich kundzutun. Nach Ansicht Schulzes zeigen andere Bundesländer, wie sich Infektionsschutz und Versammlungsfreiheit vereinbaren lassen. So würden beispielsweise in Berlin Versammlungen bis zu 20 Personen genehmigt, auch Bremen und Sachsen-Anhalt ermöglichten zumindest eine begrenzte Wahrnehmung der Versammlungsfreiheit. 

"Es gibt neben Corona weiter viele wichtige politische Anliegen, die in der Öffentlichkeit Gehör finden müssen." Die Staatsregierung unter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) müsse deshalb Klarheit schaffen, dass und unter welchen Voraussetzungen Versammlungen zum Zweck politischer Meinungsäußerung wieder möglich sind, sagte Schulze.

Die Landesregierung habe es versäumt, klare Regelungen zum Versammlungsrecht während der Corona-Pandemie zu treffen. Vorstellbar sind aus Sicht der Grünen feste Obergrenzen für Teilnehmerzahlen sowie Vorschriften, die den Infektionsschutz gewährleisten. 

"Die Corona-Maßnahmen in Bayern müssen Raum für die Versammlungsfreiheit lassen", sagte Schulze.

Update 19. April, 10 Uhr: Semesterstart in Bayern landesweit nur online

Zum Start des Sommersemesters und dem Beginn der Vorlesungszeit an diesem Montag hat Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler an Studenten und Uni-Beschäftigte appelliert, die Corona-Pandemie weiterhin ernst zu nehmen. 

Es gelte jetzt, sich auf die digitalen Angebote zu konzentrieren, sagte der CSU-Politiker am Sonntag.

Für die rund 350.000 Studentinnen und Studenten an den staatlichen Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Technischen Hochschulen sowie Kunsthochschulen startet der Vorlesungsbetrieb ausschließlich online. 

Nur die Abnahme von Prüfungen und einzelne Praxisveranstaltungen seien im Einzelfall vom 27. April an unter strengen Hygienemaßnahmen an der Hochschule selbst möglich, heißt es in der Mitteilung.

Sibler mahnte, auch weiterhin die Abstandsregelungen einzuhalten und die Hygieneregeln zu befolgen. Die Hochschulen entwickelten derzeit ein Konzept für passgenaue Hygiene-Maßnahmen, beispielsweise zur Steuerung des Zutritts von Gebäuden und Räumen sowie zur Vermeidung von Warteschlangen. Auf Grundlage des Konzepts soll dann entschieden werden, wie und in welchem Umfang die Bibliotheken vom 27. April an geöffnet werden können.

Der Minister kündigte an, nach dem Sommersemester Bilanz zu ziehen: "Schon heute bin ich mir sicher, dass unsere Lehre an den Hochschulen einen großen Schub in Richtung Digitalisierung erfahren wird. Viele Online-Angebote werden sich dauerhaft durchsetzen", prognostizierte Sibler.

Update 19. April, 9.45 Uhr: Pflegeheim nach Corona-Ausbruch geräumt

Das Pflegeheim Löwenzahn in Arzberg (Landkreis Wundsiedel) musste nach mehreren Coronafällen in der Samstagnacht geräumt werden.

Die Anweisung des Landratsamt Wunsiedel soll die Bewohner völlig unerwartet erreicht haben. 

Nach ersten Informationen sollen elf erkrankte Bewohner in der Nacht in umliegende Krankenhäuser gebracht worden sein. 

Ein Rettungswagen steht vor dem Pflegeheim Löwenzahn in Arzberg.
Ein Rettungswagen steht vor dem Pflegeheim Löwenzahn in Arzberg.  © NEWS5 / Fricke

Update 19. April, 9.30 Uhr: Kriminalität in Bayern gesunken

Im Zuge der Corona-Epidemie ist die Kriminalität in Bayern zurückgegangen. Das ergibt eine Auswertung des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA). 

Demnach wurden bei der Polizei nicht nur weniger Einbrüche, Ladendiebstähle und Körperverletzungen gemeldet, sondern auch die Zahl der Anzeigen wegen Betrugs und Sexualtaten ging zurück, wie das Innenministerium in München am Sonntag auf Anfrage mitteilte. "Der "Corona-Effekt" auf die Kriminalität ist hier zum Teil deutlich sichtbar", erklärte Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Das Ministerium meldete keine konkreten Fallzahlen, sondern eine Auswertung der internen "Vorgangsverwaltung" der Polizei. Verglichen wurde die Zahl der Strafanzeigen seit Jahresbeginn mit den Vorjahreswerten.

Bei manchen Delikten liegen die Ursachen für den Rückgang der Strafanzeigen nach Einschätzung des Landeskriminalamts auf der Hand - etwa bei Ladendiebstählen: Wenn nur wenige Geschäfte geöffnet sind, wird auch weniger gestohlen.

Anders als vielfach erwartet gab es bislang keinen Anstieg der Strafanzeigen wegen häuslicher Gewalt. Inwiefern Taten, die während der Ausgangsbeschränkung stattgefunden haben, erst später angezeigt werden, müsse abgewartet werden, sagte Herrmann dazu. 

"Bitte melden Sie sich umgehend bei der Polizei, falls Sie Opfer von Häuslicher Gewalt geworden sind oder davon mitbekommen haben", riet der Innenminister.

Update 19. April, 9 Uhr: Polizei löst drei Corona-Grillpartys auf

Bei sommerlichem Wetter hat die Polizei am Samstag in Niederbayern drei Corona-Grillpartys jäh beendet. 

Im Landkreis Straubing-Bogen wollten zwei Menschengruppen mit neun beziehungsweise 14 Personen im Garten Geburtstag feiern und haben so gegen die Ausgangsbeschränkungen während der Corona-Pandemie verstoßen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. 

Im Straubinger Naherholungsgebiet Pillmoos wurden Polizeibeamte am Samstag von Passanten darauf hingewiesen, dass in der Nachbarschaft eine Grillfeier mit fünf Personen stattfindet. Auch diese Party wurde von den Beamten mit Hinweis auf die Ausgangsbeschränkungen aufgelöst. 

Da die Betroffenen nicht in einem Haushalt zusammen wohnen, müssen sie nun mit einem Verfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetzes rechnen.

Update 19. April, 8 Uhr: Kartenzahlungen verdrängen Bares wegen Corona schneller

Die Corona-Krise könnte Kartenzahlungen im Handel zulasten von Bargeld kräftig vorantreiben.
Die Corona-Krise könnte Kartenzahlungen im Handel zulasten von Bargeld kräftig vorantreiben.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

An der Ladenkasse lieber mit Karte zahlen als mit Bargeld? Manchen Verbrauchern scheint das in Corona-Zeiten sicherer. 

Das ist zwar gar nicht belegt, doch Scheine und Münzen könnten nun im Handel schnellerschwinden, glauben Berater.Die Corona-Krise könnte Kartenzahlungen im Handel zulasten von Bargeld kräftig vorantreiben. 

Mit der Pandemie dürfte sich die Nutzung von kontaktlosen Bezahlverfahren, Giro- und Kreditkarten sowie mobilem Zahlen per Smartphone beschleunigen, glauben Zahlungsexperten der Beratungsfirma Oliver Wyman. 

Der Anteil von Barzahlungen nach Umsatz könnte bis 2025 auf 32 Prozent sinken, schreiben sie in einer am Sonntag veröffentlichten Studie. 

Zum Vergleich: Für das vergangene Jahr schätzen sie den Bargeld-Anteil auf 47 Prozent. Berücksichtigt wurden Käufe in Geschäften sowie im Online-Handel, die dort mit Karte oder etwa Paypal bezahlt wurden.

Update 19. April, 7.10 Uhr: Verbraucherzentrale Bayern mit doppelt so vielen Anfragen

Seit dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Krise hat es bei der Verbraucherzentrale Bayern einen starken Anstieg der Anfragen gegeben. 

"Wir gehen davon aus, dass sich die Anfragen geradezu verdoppelt haben", teilte eine Sprecherin mit.

Am häufigsten betreffen die Nachfragen den Angaben zufolge Stornierungen und Absagen von Reisen und Veranstaltungen. Aktuell sei die Rechtslage klar: Der Konsument hat einen Anspruch auf Erstattung der Kosten. Während einige Unternehmen begonnen hätten, Kosten zurückzuerstatten, böten einige Reiseveranstalter Gutscheine als Lösung an. 

Hier sei - wenn möglich - auch Kulanz des Verbrauchers von Nöten, sagte die Sprecherin: "Wenn es sich mit der persönlichen finanziellen Lage und dem Terminkalender vereinbaren lässt, sind Gutscheine in vielen Fällen eine sinnvolle Alternative."

Um mit der erhöhten Zahl von Anfragen umzugehen, werden innerhalb der Verbraucherzentrale Aufgaben anders verteilt. Viel Arbeit werde in die Internetseite der Verbraucherzentrale Bayern gesteckt, hieß es weiter. In den meisten Fällen finde man dort die wichtigsten Informationen zu vielen Fragen rund um die Corona-Krise. 

Die Homepage werde täglich aktualisiert, um immer als verlässliche Informationsquelle zu dienen, versicherte die Sprecherin.

Update 19. April, 7 Uhr: Freundschaft wird laut Eremit durch Corona-Krise an Wert gewinnen

Die Corona-Krise führt aus Sicht des Eremiten Bruder Damian aus Oberbayern dazu, dass sich Menschen stärker ihrer wahren Freunde bewusst werden.

"Freundschaft wird an Wert gewinnen", sagte der 59-Jährige, der in einer Einsiedelei bei Nußdorf am Inn (Landkreis Rosenheim) lebt, der Deutschen Presse-Agentur.

Zum einen merke man jetzt, wer wirklich für einen da sei und zu wem der Kontakt auch auf Distanz halte. Zum anderen dürften Begegnungen, wenn sie in Zukunft wieder erlaubt werden, inniger werden, prognostiziert der Katholik.

Die Corona-Krise sei eine Chance, "zu sehen, was wichtig ist". Der Wohlstand habe die Menschheit geblendet, sagte der Eremit. "Immer mehr, immer höher, immer weiter - das ist ein moderner Bau zu Babel."

Im Vergleich etwa mit Menschen in ärmeren Ländern oder der Kriegsgeneration könne man reflektieren, wie gut es einem gehe. Hilfreich ist dabei aus seiner Sicht auch, sich zu vergewissern, dass man selbst, aber auch Freunde und Verwandte gesund seien.

Update 18. April, 18.46 Uhr: Söder und Huml zu Frisuren in Zeiten von Corona

Viele erwarten sehnsüchtig, dass die Friseure wieder öffnen. (Symbolbild)
Viele erwarten sehnsüchtig, dass die Friseure wieder öffnen. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

In Zeiten von Corona und geschlossener Friseursalons haben auch Politiker zunehmend ein haariges Problem. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht es da nicht anders: "Ich gebe offen zu, ich hätte dringend einen Haarschnitt nötig", sagte er dem Bayerischen Rundfunk (Bayern3) am Samstag.

Dabei scheint der CSU-Mann wenig Vertrauen in die Haarschneidekünste in seinem Umfeld zu haben. Es sei ihm schon familiär angeboten worden, "man könne doch mal was machen". Er habe sich aber gedacht, das mache er jetzt mal nicht. "Ich vertraue auch eher dem Handwerk selbst, als irgendwelchen Hobbyfriseuren."

Seine Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte dem Sender, sie sei in den vergangenen Wochen auch nicht zum Friseur gegangen. 

"Und wenn ich manche meiner Kollegen anschaue, hab ich den Eindruck, dass es ähnlich war. Es gibt auch einige, bei denen zuhause Hand angelegt wurde."

Update 18. April, 16.09 Uhr: Augsburgs Finnbogason zu Geisterspielen

Alfred Finnbogason vom FC Augsburg glaubt, dass in der Bundesliga auch bei sogenannten Geisterspielen guter Fußball gezeigt wird und die Spieler nicht extrem beeinträchtigt werden. 

"Es wird komisch sein, aber wenn du im Spiel bist, denkst du nicht so viel darüber nach. Dann geht es um das Gewinnen und letztlich wird sich die Qualität durchsetzen", sagte der isländische Stürmer der "Augsburger Allgemeinen" am Samstag. Wegen der Corona-Krise dürfen bis mindestens Ende August keine Fans in die Stadien; die Bundesliga will die Saison daher ohne Zuschauer in den Stadien zu Ende bringen.

Wettbewerbsvor- oder nachteile sieht der 31-jährige Finnbogason nicht. "Es trifft jeden gleich. Daran hat vor ein paar Monaten kaum jemand gedacht, aber jetzt ist es die Realität", sagte er. Der Nationalspieler ist überzeugt, auch ohne Fan-Unterstützung die nötigen Punkte zu holen, um mit dem FC Augsburg nicht abzusteigen. "Wir müssen es jetzt alleine schaffen, die Klasse zu halten."

Finnbogason hat bereits Erfahrung mit Geisterspielen. In der Qualifikation für die WM 2018 musste er mit Island sowohl in der Ukraine als auch in Kroatien vor leeren Rängen spielen. Die beiden Länder waren wegen rassistischer Vorfälle der Fans bestraft worden.

Update 18. April, 14.49 Uhr: 87 neue Corona-Fälle in München

In München wurden am Samstag 87 neue Coronavirus-Fälle bestätigt, wie die Stadt mitteilte. 

Insgesamt steigt die Zahl der Infizierten auf 5.101. 2969 davon gelten als genesen. 94 Menschen sind bislang in der bayerischen Landeshauptstadt gestorben.

Update 18. April, 14.29 Uhr: Frankenfestspiele 2020 wegen des Coronavirus abgesagt

Die Frankenfestspiele 2020 sind in der Corona-Krise abgesagt worden. Wegen des Virus und den Verfügungen in Bayern werde das Programm wahrscheinlich auf das Jahr 2021 verschoben, teilte die Stadt Röttingen am Samstag mit. 

Ab Mitte Mai könne man sich informieren, was mit den bereits gekauften Karten für das Theaterfestival in Röttingen (Landkreis Würzburg) geschehen werde, hieß es weiter. Geld zurück, Gutscheine für das nächste Jahr oder Spenden - diese Möglichkeiten seien denkbar, sagte eine Sprecherin.

Der Ausfall der Festspiele sei für Stadt und Kulturschaffende eine Katastrophe: "Im Prinzip ist alles in Röttingen darauf ausgelegt", sagte die Sprecherin. "Da fehlen die Einnahmen dann eindeutig", hieß es weiter. 

Etwa 18.000 Menschen besuchen nach Angaben der Stadt jedes Jahr das im Mai beginnende Freilichttheater auf Burg Brattenstein.

Update 18. April, 14.16 Uhr: Landesamt meldet 37.254 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind inzwischen 37.254 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das sind 734 Fälle mehr als am Vortag, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mitteilte. 

Die Zahl der Toten, die mit dem Virus infiziert waren, stieg im selben Zeitraum um 62 auf insgesamt 1226. Die geschätzte Zahl der Genesenen betrug 20.880 Menschen.

Update 18. April, 14.10 Uhr: Krankschreibung per Telefon - Bayern für Verlängerung

Bayern setzt sich weiterhin für die Ausnahmeregelung bei Krankschreibungen für Arbeitnehmer ein. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kritisierte am Samstag, dass Arbeitnehmer für Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden vom kommenden Montag an wieder zum Arzt gehen müssen. 

"Dieser Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ist mit Blick auf die Gefahren durch die Corona-Pandemie verfrüht. Denn zum jetzigen Zeitpunkt ist es wichtig, Infektionsrisiken konsequent zu vermeiden", sagte Huml laut Mitteilung.

Sie fordert deshalb eine Verlängerung der Ausnahmeregelung, dass Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt möglich sind. Es sei zu befürchten, dass sonst auch Covid-19-Patienten wieder in den Arztpraxen erschienen und dadurch andere Menschen ansteckten. "Das muss verhindert werden", betonte Huml.

Auch Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und Deutsche Krankenhausgesellschaft hatten sich bereits für eine Verlängerung der Ausnahmeregelung ausgesprochen. 

Update 18.April, 13.45 Uhr: Biathlon-Weltcup beginnt Ende November, Sommer-WM auf der Kippe

Die für August geplante Sommer-Weltmeisterschaft der Biathleten in Ruhpolding steht weiter auf der Kippe. 

Nachdem in Deutschland vorläufig noch bis zum 31. August Großveranstaltungen verboten sind, werden von den Veranstaltern verschiedene Optionen durchgespielt. Auch eine Verlegung der ursprünglich für den 20. bis 23. August 2020 geplanten Titelkämpfe in der bayerischen Biathlon-Hochburg auf einen späteren Termin steht zur Diskussion. 

"Weitere Updates sind für Mai geplant, um genügend Zeit für eine überlegte Entscheidung in dieser dynamischen Situation zu haben", hieß es am Samstag in einer vom Biathlon-Weltverband IBU veröffentlichen Mitteilung.

"Wir sind uns natürlich der derzeitigen Herausforderungen aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus’ (COVID-19), denen sich die Biathlonfamilie gegenüber sieht, bewusst. Aber trotz dieser unsicheren Zeiten müssen wir nach vorn schauen und bestmöglich planen", erklärte IBU Generalsekretär Niklas Carlsson. 

Man bereite die kommende Saison deshalb ohne Unterbrechungen vor, wisse aber, dass man flexibel bleiben müsse. "Die Gesundheit unserer Athleten, Funktionäre und Fans war und ist unsere höchste Priorität."

Die Wintersaison soll nun am 28./29. November im finnischen Kontiolathi beginnen. Die Weltmeisterschaften im slowenischen Pokljuka sind vom 10. bis 21. Februar 2021 geplant. Gleich nach den Titelkämpfen geht es weiter nach Peking zum ersten Olympia-Test. 

Man habe mit den Trainer über das Wettkampf-Programm gesprochen, und danach "die Rennen der Saisoneröffnung und des Weltcups in China auf eine andere Woche verschoben", sagte IBU-Sportdirektor Felix Bitterling.

Er betonte: "So stellen wir sicher, dass die Athleten und Teams Bedingungen vorfinden, die mit der Situation bei den Olympischen Spielen im Februar 2022 vergleichbar sind."

Update 18. April, 13.40 Uhr: Eishockey-Aufsichtsratschef an Politik: Sportarten nicht "auslöschen"

Der Aufsichtsratschef der Deutschen Eishockey Liga (DEL), Jürgen Arnold, hat Politiker in der Corona-Krise zu Sensibilität und Rücksicht auf den Sport aufgefordert. 

Arnold erinnerte in einem Interview des "Donaukurier" (Samstag) daran, dass den meisten Eishockey-Vereinen existenziell wichtige Einnahmen fehlen, sollten Zuschauer länger als über den Sommer hinaus nicht in die Hallen dürfen. 

"Grundsätzlich wird das aber - mit Ausnahme des Fußballs - für alle Sportarten zum Grundproblem werden", sagte er. "Es wird sich die Frage an die Politik stellen, ob sie wirklich mit ihren Entscheidungen Sportarten auslöschen will, ob es das wert ist."

Bundesregierung und Länder hatten entschieden, Großveranstaltungen bis vorläufig Ende August zu verbieten. Im September will die DEL in ihre neue Spielzeit starten. "Heute gehe ich davon aus: Wir werden unsere Saison im September beginnen. Darauf planen wir momentan hin - und zwar mit aller Kraft", sagte Arnold. DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke hatte sich am Freitag dazu ähnlich geäußert.

"Ich sehe uns jetzt erst einmal bis Ende August vertröstet. Wenn dieses Veranstaltungsverbot nicht mehr verlängert wird, bin ich ganz optimistisch, dass wir unsere Saison im September starten", ergänzte Arnold, der daneben noch Beiratsvorsitzender des ERC Ingolstadt ist. 

Sollte der Termin nicht zu halten sein, würden andere Szenarien geprüft. Auch eine Saison ohne Playoffs sei dabei denkbar.

Update 18. April, 13.30 Uhr: 6900 Polizei-Kontrollen in München

Polizisten patrouillieren durch den Englischen Garten.
Polizisten patrouillieren durch den Englischen Garten.  © Matthias Balk/dpa

Von Freitag auf Samstag führte die Münchner Polizei über 6900 Kontrollen der Corona-Auflagen im Stadt- und Landkreis durch. 

152 Verstöße mussten bis zum Samstagmorgen angezeigt werden. 

So wurde die Polizei zum Beispiel in der Freitagnacht in die Lasallestraße in der Fasanerie alarmiert. Eine Streife traf vor Ort auf zwei 18-jährige Münchner, die dort zusammen saßen und tranken. 

Da sie werde den Mindestabstand einhielten, noch einen triftigen Grund für das Verlassen ihrer Wohnungen abgeben konnten, wurde ein Platzverweis ausgestellt. 

Außerdem wurden die Beiden wegen eines Verstoßes des Infektionsgesetztes angezeigt.

Update 18. April, 12.40 Uhr: Söder lehnt Verkürzung der Sommerferien erneut ab

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lehnt eine Verkürzung der Sommerferien wegen der Corona-Krise ab - das bekräftigte der CSU-Chef am Samstag im Bayerischen Rundfunk. 

Allerdings solle der Notenschluss in diesem Schuljahr später stattfinden.

Söder sagte im Interview mit Bayern 3, der Vorschlag von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, die Sommerferien zu verkürzen, um entstandene Stofflücken zu schließen, habe ihn gewundert. Wegen Corona solle auch kein Schüler sitzen bleiben, das Versetzen auf Probe werde deutlich großzügiger ausgelegt, kündigte Söder an.

Eine schnelle Rückkehr der Kindergarten- und Grundschulkinder in die Einrichtungen sei momentan nicht geplant, auch keine schnelle Öffnung von Spielplätzen. Allerdings soll bei der Notfallbetreuung nachjustiert werden, zum Beispiel sollten mehr Kinder von Alleinerziehenden aufgenommen werden. 

Bisher durften Eltern die Notbetreuung nur in Anspruch nehmen, wenn Vater und Mutter in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten.

Update 18. April, 12.30 Uhr: : Termin für Abitur-Prüfungen bleibt laut Piazolo - Lösung für Klausuren

Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister von Bayern, nimmt nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts an einer Pressekonferenz teil.
Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister von Bayern, nimmt nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts an einer Pressekonferenz teil.  © Sven Hoppe/dpa

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) will am coronabedingt verschobenen Start der Abiturprüfungen am 20. Mai nicht rütteln. 

Dafür gibt es nach seinen Worten aber bereits eine einvernehmliche Lösung, damit noch ausstehende Klausuren bis dahin nicht in der geplanten Form geschrieben werden müssen.

"Wir wollen am Termin für die Abiturprüfungen festhalten, das ist das Ziel", sagte Piazolo am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in München. "Deshalb sind wir intensiv mit dem Landesschülerrat in Kontakt und haben auch schon eine einvernehmliche, gute Lösung gefunden. Klar ist: Noch ausstehende Klausuren müssen nicht in der eigentlich vorgesehenen Form geschrieben werden." 

Die genauen Details will Piazolo erst Anfang der neuen Woche bekanntgeben. "Aber Fakt ist: Wir werden den Schülern sehr weit entgegenkommen", betonte er.

Piazolo reagierte mit seiner Klarstellung auf Kritik der Bezirksschülersprecher der Gymnasien aus Unterfranken, Niederbayern, Schwaben und der Oberpfalz. Diese hatten gefordert, die Prüfungen auf einen Termin nach den Pfingstferien zu verschieben. 

Viele Schüler befürchten offenbar, dass sie in verschiedenen Fächern noch Klausuren des laufenden Halbjahres nachschreiben müssen. In dieser Logik blieben am Ende nur vier freie Tage zur Vorbereitung der eigentlichen Prüfungen. Vor der Corona-Krise waren dafür mehr als drei Wochen vorgesehen.

Piazolo sagte zu der Kritik: "Auch der Landesschülerrat war eingebunden und ist einverstanden. Das konnte lediglich in der Eile offenbar noch nicht an alle Schülervertretungen kommuniziert werden."

Update 18. April, 12 Uhr: Söder dämpft Erwartungen und stellt weitere Hilfen in Aussicht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angesichts der Forderungen nach weiteren Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen vor überzogenen Erwartungen gewarnt. 

Trotz einer Stabilisierung der Infektionszahlen bewege man sich immer noch auf einem schmalen Grat. "Solange es keinen Corona-Impfstoff und kein Medikament gibt, müssen wir die Beschränkungen fortsetzen und für eine kontrollierte Entwicklung sorgen", sagte Söder der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). "Jetzt dürfen wir nicht übermütig werden und müssen die richtige Balance finden."

Söder äußerte Verständnis für Klagen aus der Wirtschaft, die bisherigen Lockerungen gingen nicht weit genug. Bund und Länder leisteten jedoch für die Wirtschaft mehr als jedes andere Land der Welt. 

Gleichzeitig warb Söder für "eine große Innovationsprämie für den Autokauf". Es müssten Anreize zum Kauf klimafreundlicher Automobile geschaffen werden. "Zudem muss es weitere Steuersenkungen geben, um in der zweiten Jahreshälfte wieder durchstarten zu können."

Zu den Aussichten für Gastronomie und Hotels sagte Söder, mit etwas Glück könnte es bereits zu Pfingsten eine bessere Perspektive für die Branche geben. 

"Zudem wollen wir beim Bund erreichen, dass die Mehrwertsteuer für den Bereich Hotels und Gastronomie auf sieben Prozent gesenkt werden soll."

Update 18. April, 11.25 Uhr: 98 Prozent der IG Metall-Mitglieder bei Voith für Streik

Mit überwältigender Mehrheit haben sich die IG Metall-Mitglieder beim Sonthofener Maschinenbauer Voith für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. 

Wie die IG Metall am Samstag mitteilte, stimmten bei der Urabstimmung 98 Prozent dafür. Die Wahlbeteiligung lag bei 100 Prozent. Wegen der Corona-Krise wurde per Briefwahl abgestimmt. Die Gewerkschaft und die Beschäftigten kämpfen für den Erhalt des Standortes mit 500 Arbeitsplätzen sowie einen Sozialtarifvertrag.

In dem Sonthofener Werk produzieren die Mitarbeiter Spezialgetriebe, der schwäbische Technologiekonzern ist in der Allgäuer Kommune der größte Arbeitgeber. Voith hatte vor einem halben Jahr die Schließungspläne bekanntgegeben, das Unternehmen will seine Produktion an größeren Standorten konzentrieren. 

Der IG Metall-Bundesvorstand wird am Montag in Frankfurt entscheiden, ob tatsächlich die Arbeit unbefristet niedergelegt wird.

Update 18. April, 10.40 Uhr: Schülervertreter fordern Verschiebung der Abiturprüfungen

Bayerische Schüler befürchten Nachteile, wenn die Abiturprüfungen jetzt doch noch stattfinden.
Bayerische Schüler befürchten Nachteile, wenn die Abiturprüfungen jetzt doch noch stattfinden.  © Felix Kästle/dpa

In der bayerischen Schülerschaft formiert sich Widerstand gegen die Abiturpläne der Staatsregierung.

 Die Bezirksschülersprecher der Gymnasien aus Unterfranken, Niederbayern, Schwaben und der Oberpfalz fordern, die Abiturprüfungen auf einen Termin nach den Pfingstferien - also um etwa dreieinhalb Wochen - zu verschieben. Nur so könnten faire Bedingungen und eine Vergleichbarkeit der Abiturjahrgänge gewährleistet werden.

Erst am Donnerstag betonte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler), dass für die Abiturienten der reguläre Unterricht Ende April wieder starten und die Prüfungen wie geplant am 20. Mai stattfinden sollen. 

Viele Schüler befürchten nun offenbar, dass sie zusätzlich bis zum Notenschluss am 15. Mai in verschiedenen Fächern noch Klausuren des laufenden Halbjahres nachschreiben müssen. In dieser Logik blieben am Ende nur vier freie Tage zur Vorbereitung der eigentlichen Abiturprüfungen. Vor Ausbruch des Coronavirus waren dafür mehr als drei Wochen vorgesehen.

Obwohl Fairness versprochen wurde, führe der enge Zeitplan nun zu erheblichen Nachteilen, heißt es in einem offenen Brief an den Kultusminister, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "An der Uni wird später niemand darauf Rücksicht nehmen, dass man im Corona-Jahrgang Abitur gemacht hat", sagt Pauline Behnke, Bezirksschülersprecherin der Gymnasien in Unterfranken. Gerade weil in den vergangenen Wochen nicht alle Schüler zu Hause die gleichen Lernbedingungen hatten, bräuchte es mehr Zeit, um den Prüfungsstoff zu wiederholen.

Das Ministerium äußerte sich auf Anfrage zurückhaltend. Eine endgültige Entscheidung hinsichtlich des Prüfungstermins sei noch nicht getroffen worden, teilte ein Sprecher mit. Kommende Woche soll zusammen mit Lehrern, Eltern und Schülern über die "Modalitäten der Abiturprüfungen" diskutiert werden. 

Da gehe es unter anderem auch um die Frage, wie das laufende Halbjahr gewertet wird und welche Klausuren nachgeschrieben werden müssen.

Update 18. April, 9 Uhr: Reservierung von Wiesn-Tische trotz Oktoberfest-Unsicherheit

Die Gäste reisen alljährlich von weit an - und lassen sich den Besuch des Oktoberfests etwas kosten. 

Bierzelt-Tische werden auch dieses Jahr im Internet für vierstellige Beträge gehandelt. Dabei ist sehr fraglich, ob die Gäste sich dort zuprosten können.

Das Oktoberfest steht wegen der Corona-Krise auf der Kippe. Trotzdem bieten Online-Portale Platzreservierungen in den Zelten an - oft für mehrere Tausend Euro pro Tisch. Noch haben die Verantwortlichen nicht endgültig entschieden, ob das größte Volksfest der Welt wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden muss.

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Update 18. April, 7.50 Uhr: Digitales Programm bei den Volkshochschulen in Bayern

Die Volkshochschulen in Bayern bieten ihr Programm jetzt zunehmend digital an. 

Da in der Corona-Krise der gesamte Präsenzunterricht weggefallen ist, versuchen sie, so viele Angebote wie möglich online durchzuführen, wie eine Sprecherin des Bayerischen Volkshochschulverbandes mitteilte. Neben kulturellen Programmen wie Konzerten und Vorträgen bieten die Volkshochschulen (VHS) in München beispielsweise auch Vorbereitungskurse auf Schulabschlüsse an.

"Es gibt in allen Bereichen digitale Angebote und diese werden jeden Tag mehr", so die Sprecherin. Jedoch ist man sich auch bewusst, dass durch das Onlineangebot Teile der Gesellschaft ausgeschlossen werden - etwa Menschen ohne Internetzugang. Die Volkshochschulen wollten in Zukunft den "Erwerb digitaler Kompetenzen unterstützen, um soziale Spaltung zu verhindern".

Genaue Zahlen zum tatsächlichen Anteil digitaler Kurse gibt es noch nicht. Jedoch rechnet auch der Bayerische Volkshochschulverband trotz einer schnellen Umstellung mit großen Gewinneinbrüchen.

Wie der Verband mitteilte, werden normalerweise etwa 70 Prozent der Einnahmen durch die etwa zwei Millionen Teilnehmer und durch die Präsenzveranstaltungen erzielt. Da die meisten Onlineangebote derzeit kostenlos sind, fallen diese Einnahmen vorerst weg. 

Die VHS in Bayern hofften daher laut Verband auf zusätzliche Unterstützung durch die Kommunen und den Freistaat. 

Update 18. April, 7.30 Uhr: Lieferung von Schutzkleidung bis zum Anschlag erhöht

Die Schutzkleidungs-Firmen in Deutschland kommen wegen der Corona-Krise an den Rand ihrer Kapazitäten. 

Die Unternehmen hätten ihre Lieferfähigkeiten wegen der drastisch erhöhten Nachfrage "seit vielen Wochen bis zum Anschlag erhöht", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Medizintechnologie in Berlin, Marc-Pierre Möll, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Aufbau einer Produktion in Deutschland müsse jetzt von der Bundesregierung unbürokratisch gefördert werden. 

"Wenn der Aufbau politisch gewollt wird und es garantierte Abgabemengen zu fairen Preisen gibt, gibt es keine Schwierigkeiten", so Möll. 

Eine neue Produktionslinie könne in drei bis vier Monaten aufgebaut werden, einzelne Firmen hätten schon damit begonnen, hieß es.

Absperrbänder sind vor der Uniklinik in Regensburg angebracht.
Absperrbänder sind vor der Uniklinik in Regensburg angebracht.  © Armin Weigel/dpa

Update 18. April, 7.20 Uhr: Vorsicht vor Zecken bei Spaziergängen in der Corona-Krise

Mit der Zahl der Spaziergänger in der Corona-Krise steigt auch die Gefahr von Zeckenstichen in Bayern. 

"Wenn so viele Menschen in die Natur rausgehen wie noch nie, weil ihnen daheim die Decke auf den Kopf fällt, dann kann das ein für Zecken gutes Jahr werden", sagte Volker Fingerle vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Oberschleißheim.

"Ein Zeckenstich allein schwächt unser Immunsystem nicht so weit, dass wir deshalb anfälliger für das Coronavirus sind." Auch eine Übertragung des Coronavirus durch einen Zeckenstich hält der Experte für unwahrscheinlich. 

Grippeähnliche Symptome seien dann eher auf eine Infektion mit Borreliose oder der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zurückzuführen.

Update 18. April, 7 Uhr: Frankens Winzer trotzen der Corona-Krise

Die Virus-Pandemie hat auch den Weinbauern das Geschäft verhagelt. In der Krise entdecken viele neue Vermarktungswege. 

Die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bereiten Frankens Winzern erhebliche Absatzprobleme. Doch in der Misere werden viele Weinbauern kreativ und bieten unter anderem digitale Weinproben und Rabattaktionen im Internet an.

Während der Weinabsatz über die Gastronomie und der Direkteinkauf beim Winzer fast vollständig zum Erliegen gekommen sind, stieg der Absatz im Einzelhandel von Ende Februar bis Ende März im Vergleich zum Vorjahr um ein gutes Drittel, wie der Nürnberger Marktforscher GfK mitteilte.

Die Winzergemeinschaft Franken (GWF) gewährt bis zu 25 Prozent Corona-Rabatt auf Probierpakete und verzeichnet eine stärkere Nachfrage im Online-Handel. Am Sitz der Genossenschaft im unterfränkischen Kitzingen wirbt die GWF auf einem großen Schild für die neuen Vermarktungswege mit den Hashtags #daheimbleiben #weintrinken #lebenretten.

Zahlreiche Winzer bieten jetzt ihren Kunden an, ihren Lieblingswein zu Hause zu probieren und sich übers Internet beraten zu lassen. 

Wie das geht, erklärt Michael Bock von der Gebietsweinwerbung Frankenland: Die Kunden bestellen auf der Homepage des Weinguts Propierpakete und treffen sich zu einer verabredeten Uhrzeit mit ihrem Winzer im Netz.

Update 18. April, 6.30 Uhr: Bayerischem Fußball-Verband bricht Millionensumme weg

Rainer Koch, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Präsident des Bayrischen Fußball-Verbandes (BFV), spricht auf der Pressekonferenz.
Rainer Koch, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Präsident des Bayrischen Fußball-Verbandes (BFV), spricht auf der Pressekonferenz.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Die Coronavirus-Krise reißt in die Kasse des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) ein Millionenloch. 

"Wir haben mit immensen finanziellen Problemstellungen auch im Haushalt des Bayerischen Fußball-Verbandes zu kämpfen", räumte BFV-Präsident Rainer Koch in einer Video-Konferenz ein. Der Verband rechne vorerst damit, dass die Einnahmen um mehr als fünf Millionen Euro im Budget zurückgehen würden. 

"Wir dürfen den Bayerischen Fußball-Verband nicht mit zusätzlichen Haftungsproblemstellungen versehen."

Koch meinte damit ein Szenario, wenn im Amateur-Fußball die Saison abgebrochen werden sollte. Die Verbandsführung schlägt den Vereinen daher konkret vor, die Saison bis Ende August auszusetzen und dann vielleicht ab dem 1. September wieder spielen zu können - sofern staatliche Vorgaben das gestatten. 

"Wir wollen keine Geisterspiele, wir wollen keine juristischen Streitigkeiten", sagte Koch, der einen "fairen Wettbewerb und Entscheidungen auf dem Platz" möchte.

Koch befürchtet im Fall eines Saisonabbruchs nicht nur Klagen von Vereinen gegen die sportliche Wertung. Der 61-Jährige erwähnte auch das Beispiel eines Vereinsheimpächters, dem bei einer Einstellung der Spielzeit Einnahmeeinbußen drohen könnten. "Da ist klar, wen er in Regress nehmen wird: Uns als Verband, der den Abbruch verfügt hat. Das ist keine Option", sagte Koch.

Der BFV ist der größte der insgesamt 21 Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund. Der Verband hat rund 4600 Vereine mit insgesamt mehr als 1,6 Millionen Mitgliedern. Im Amateurspielbetrieb sind laut Verband gut 25 000 Mannschaften in allen Altersklassen organisiert. Pro Wochenende finden normalerweise rund 13.000 Spiele statt.

Update 18. April, 6 Uhr: FCA-Manager Reuter erwartet sinkende Gehälter und Ablösesummen

Manager Stefan Reuter vom Fußball-Bundesligisten FC Augsburg rechnet mit deutlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Transfermarkt. 

"Ablösesummen und Gehälter werden sicherlich sinken", sagte der 53-Jährige der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagausgabe). Sein Club werde sich dennoch zurückhalten. 

"Wir haben aber vor dieser Saison viele Transfers getätigt. Daher wird es nach dieser Saison keinen großen Umbruch geben, sondern höchstens punktuelle Anpassungen."

Die Krise, wegen der die Bundesliga noch bis mindestens 30. April pausiert, belaste alle. "Die Ungewissheit betrifft nicht nur uns beim FCA, sondern unsere gesamte Gesellschaft", sagte Reuter. 

Er betonte: "Das Wichtigste ist weiterhin, dass wir die Ausbreitung des Virus eindämmen und verlangsamen."

Update 17. April, 20.42 Uhr: Söder mit negativem Coronatest - und Kompliment für Merkel

Ist dankbar, Angela Merkel als Ansprechpartnerin zu haben: Ministerpräsident Markus Söder. (Archiv)
Ist dankbar, Angela Merkel als Ansprechpartnerin zu haben: Ministerpräsident Markus Söder. (Archiv)  © Bernd von Jutrczenka/dpa Pool/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat einen Coronavirus-Test machen lassen. Er sei negativ gewesen, sagte der CSU-Chef der Illustrierten "Bunte". 

Der 53-jährige Franke meinte: "Das habe ich gemacht, um sicherzugehen. Ich halte mich auch an die Abstandsregeln und an alle Vorgaben, die wir den Bürgern zumuten."

Das aktuell geforderte Krisenmanagement ist für den groß gewachsenen, gewichtigen Politiker mit breitem Kreuz keine Frage der Körperstatur. "Psychische Stabilität spiegelt sich nicht in der Körpergröße. Die Bundeskanzlerin zum Beispiel hat stahlharte Nerven", sagte Söder in dem Interview über Angela Merkel (CDU). 

"Ich bin dankbar, sie jetzt als Ansprechpartnerin zu haben."

Update 17. April, 19.55 Uhr: Bayerns Katholiken wollen ab 4. Mai Gottesdienste mit Gläubigen

Die katholische Kirche in Bayern will von der Woche ab dem 4. Mai an wieder Gottesdienste mit Gläubigen in den Kirchen feiern. Zur Lockerung der Beschränkungen in der Corona-Krise werde in Absprache mit der Staatsregierung ein Schutzkonzept für Gottesdienste erarbeitet. Darauf einigten sich die sieben bayerischen Diözesen und Erzdiözesen am Freitag in einer Telefonkonferenz zur Corona-Krise.

Die katholischen Bischöfe vereinbarten, ihr Vorgehen entsprechend zu koordinieren. Das teilte die Freisinger Bischofskonferenz mit. Zu ihr gehören die bayerischen Erzbistümer Bamberg und München-Freising sowie die Bistümer Passau, Regensburg, Augsburg, Eichstätt und Würzburg.

Derzeit sind Gottesdienste mit Gläubigen wegen der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus untersagt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Donnerstag gesagt, bis mindestens Ende April seien keine Gottesdienste möglich. Danach könnte es eine Ausnahme für religiöse Versammlungen geben. "Die einzige Veranstaltung, die wir ab Mai für möglich halten, sind Gottesdienste", sagte er. Es sei wichtig, grundrechtlich geschützte Rechte der Religionsausübung wieder zu ermöglichen.

Die Bischöfe wollen für den Neustart der Gottesdienste Regeln etwa zu Hygiene, Mindestabstand und Teilnehmerzahl erarbeiten, wie es hieß. So soll gemäß der staatlichen Vorgaben eine weitere Verbreitung des Coronavirus verhindert werden.

Vorsitzender der Konferenz ist der Münchner Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx. "Wir hoffen, dass mit einem der schwierigen Situation angemessenen Schutzkonzept im Mai in unseren Kirchen schrittweise wieder Gottesdienste möglich sein werden", sagte er.

Update 17. April, 19.53 Uhr: Antenne Bayern: Öffentlich-rechtliche Werbung einheitlich begrenzen

Angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch die Corona-Krise mahnt die Privatsendergruppe Antenne Bayern bundesweit einheitliche Grenzen für Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk an. 

Die mehrfach erhobene Forderung müsse jetzt kurzfristig "wieder auf den Tisch, um die Einnahmesituation der privaten Radioindustrie auch mittelfristig abzusichern", sagte Geschäftsführer Felix Kovac am Freitag in Ismaning bei München. 

Der Manager ist auch Vorsitzender der Vereinigung Bayerischer Rundfunkanbieter. Den vollständigen Beitrag findest du >>> hier.

Update 17. April, 17.53 Uhr: BOB, Meridian und BRB weiten Zugangebot wieder aus - Maskengebot

In Bayerischen Regionalzügen wird ein Maskengebot verlangt. (Archiv)
In Bayerischen Regionalzügen wird ein Maskengebot verlangt. (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa.

Die Bayerische Regiobahn weitet ihr Zugangebot von diesem Montag an in sämtlichen Netzen wieder aus. Ab dem 4. Mai soll dann weitgehend wieder Regelbetrieb herrschen, wie das Unternehmen am Freitag in Holzkirchen mitteilte.

Derzeit werden wegen der Corona-Pandemie nur rund 80 Prozent der üblichen Verbindungen angeboten. Nächste Woche jedoch sollen der Meridian, die Bayerische Oberlandbahn (BOB) und die Bayerische Regionbahn (BRB) wieder öfter fahren. Auch die Fahrten über die Grenze nach Kufstein sollen dann wieder stattfinden.

"Wir kehren jetzt so schnell wie möglich zum Vollbetrieb zurück, um die gewohnt hohen Taktzahlen und maximal mögliche Kapazitäten anbieten zu können", erläuterte der Geschäftsführer der BOB und der BRB, Fabian Amini. Bei allen Fahrten sei das Tragen von Behelfsmasken geboten. 

"Sie vermindern so das Ansteckungsrisiko deutlich und schützen so andere Fahrgäste, unsere Mitarbeitenden und auch sich selbst."

Update 17. April, 17.51 Uhr: Imam Idriz: Söder darf Muslime nicht vergessen

Der muslimische Geistliche Benjamin Idriz hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) aufgefordert, in den Dialog mit Kirchenvertretern zur Corona-Krise auch den Islam einzubeziehen. 

"Bekanntlich stellt der Islam nach dem Christentum die mit Abstand größte Religionsgemeinschaft im Freistaat", schrieb der auch über seine Islamische Gemeinde im oberbayerischen Penzberg hinaus bekannte Imam Idriz am Freitag in einem Brief an Söder.

Konkret wünsche er sich, dass bei einer geplanten Unterredung zwischen dem Regierungschef und Kirchenvertretern auch Muslime beteiligt werden. Andernfalls sei dies ein negatives Signal für viele Muslime, "die Bayern als ihre Heimat und die ihrer Kinder sehen".

Am 23. April beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan mit dem üblicherweise dazugehörigen Fastenbrechen. 

Dieses Jahr stünden Muslime aber durch die wegen des Coronavirus erlassenen Ausgangsbeschränkungen beim Fasten vor besonderen Herausforderungen, so Idriz.

Update 17. April, 16.49 Uhr: FC Augsburg hilft Tafel in Corona-Krise auch weiterhin

Der FC Augsburg wird in der Corona-Krise die Tafel in seiner Stadt weiter unterstützen. Dies kündigte der Fußball-Bundesligist am Freitag an. 

"Nach der Verlängerung der Ausgangsbeschränkung setzt der FCA dieses Engagement nun weiterhin fort", schrieben die bayerischen Schwaben. 

Einige ältere Helfer der gemeinnützigen Organisation würden zur Risikogruppe für das Coronavirus gehören, zudem würden derzeit Lebensmittel fehlen. 

Der FCA stellt nach eigenen Angaben daher weiter Personal, Logistik und Lebensmittel zur Verfügung.

Update 17. April, 16.06 Uhr: Mehr als 5600 Anträge auf Bonus für Pflegekräfte im Corona-Einsatz

Nach eineinhalb Wochen wurden bereits 5600 Anträge auf Bonus für Pflegekräfte gestellt. (Symbolbild)
Nach eineinhalb Wochen wurden bereits 5600 Anträge auf Bonus für Pflegekräfte gestellt. (Symbolbild)  © Christoph Schmidt/dpa

Etwa eineinhalb Wochen nach dem Kabinettsbeschluss zum Pflegebonus in der Corona-Krise sind mehr als 5600 Anträge beim Landesamt für Pflege eingegangen. 

Noch bis Ende Mai hätten die insgesamt rund 265.000 Anspruchsberechtigten Zeit, das Geld zu beantragen, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag in München mit. 

Der Link zum Online-Antrag sei bis Freitagmittag mehr als 265.000 Mal aufgerufen worden.

Pflegekräfte in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten, Notfallsanitäter und Rettungsassistenten sollen einen zunächst einmaligen steuerfreien Bonus von 500 Euro erhalten. 

Wer 25 Stunden pro Woche oder weniger arbeitet, soll 300 Euro bekommen. Den Freistaat könnte dies nach früheren Angaben eines Regierungssprechers unterm Strich 126 Millionen Euro kosten.

Mit dem Geld soll die enorme Leistung der Kräfte in der Corona-Krise gewürdigt werden. Bayern gehört zu den am stärksten vom Coronavirus betroffenen Bundesländern.

Update 17. April, 16.02 Uhr: Acht Drittliga-Vereine fordern Saison-Abbruch

Acht Vereine haben am Freitag in einem gemeinsamen Positionspapier den Saison-Abbruch in der 3. Fußball-Liga gefordert. 

Der SV Waldhof Mannheim, der Hallesche FC, der 1. FC Magdeburg, der FC Carl Zeiss Jena, der Chemnitzer FC, Preußen Münster, der FSV Zwickau und die SG Sonnenhof Großaspach sehen keine Alternative zum Stopp der Saison. 

Die Clubs schlagen vor, dass bei einem Abbruch der aktuelle Tabellenstand im Hinblick auf den Aufstieg gewertet, der Abstieg dagegen ausgesetzt und die 3. Liga in der kommenden Saison mit den derzeitigen Tabellenersten der Regionalligen aufzustocken.

Zuvor hatten sich Bayerns fünf Fußball-Drittligisten klar für eine schnellstmögliche Fortführung der Saison ausgesprochen, auch wenn dies nur mit Geisterspielen möglich ist.

Update 17. April, 15.59 Uhr: Bildungsgewerkschaft GEW fordert Verzicht auf Abschlussprüfungen

Abschlussprüfungen sollen nach Willen der GEW 2020 nicht stattfinden. (Archiv)
Abschlussprüfungen sollen nach Willen der GEW 2020 nicht stattfinden. (Archiv)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern fordert in diesem Schuljahr den Verzicht auf sämtliche Abschlussprüfungen. "Abschlussprüfungen aller Schularten müssen entfallen und stattdessen aus den bisher erbrachten Leistungen eine Abschlussnote gebildet werden", teilte die GEW am Freitag in München mit. 

Freiwillige Prüfungen zur Notenverbesserung sollten gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Außerdem müsse sichergestellt werden, dass alle Bundesländer alle Abschlüsse gegenseitig anerkennen, betonte die GEW.

Es sei sehr fraglich, ob in der momentanen Situation mit Schulschließungen und Heimunterricht überhaupt Prüfungsergebnisse zu erzielen seien, die mit anderen Jahrgängen vergleichbar sind. "Zudem sind durch den digitalen Unterricht der letzten Wochen ungleiche Voraussetzungen geschaffen worden", hieß es. Zum einen hätten nicht alle Schüler eine ausreichende technische Ausstattung, zum anderen spiele auch die soziale Situation der Familie eine Rolle. 

Nach der Erfahrung der Lehrkräfte wichen die Prüfungsergebnisse in der Regel nur wenig von den Vorleistungen ab, weshalb diese als Notengrundlage dienen könnten.

Update 17. April, 15.51 Uhr: Grüne fordern für Kommunen eine Milliarde wegen Corona-Steuerverlust

Wegen Steuereinbrüchen in der Corona-Krise sollten Bayerns Kommunen nach Ansicht der Landtags-Grünen vom Freistaat eine Milliarde Euro zusätzlich erhalten. 

"Wir fordern einen kurzfristigen Zuschuss, der unsere Kommunen außerplanmäßig unterstützen soll", sagte der finanzpolitische Sprecher der Fraktion, Tim Pargent, am Freitag in München.

In einem Antrag schlagen die Grünen vor, eine Milliarde aus den 20 Milliarden Euro Hilfsmaßnahmen im Etatplan als Sonder-Schlüsselzuweisung den Kommunen zur Verfügung zu stellen. Der Antrag wurde für kommende Woche zur Beratung des Nachtragshaushalts eingereicht.

"Damit übertragen wir die Verschuldung auf den Freistaat, der sich deutlich günstiger refinanzieren kann. Die starken Schultern des Freistaats nehmen damit einen Teil der Last von den Kommunen", betonte Pargent.

Die Kommunen seien stark von Gewerbesteuereinnahmen und anderen Steuern abhängig, die aber momentan massiv einbrechen würden. Da sich die Kommunale Daseinsvorsorge nicht einfach runterfahren lasse, seien die laufenden Kosten aber weiter hoch. 

"Einige Kommunen erwägen schon Haushaltssperren. Mittelfristig werden sie zudem Schulden aufnehmen müssen", sagte Pargent.

Update 17. April, 15.02 Uhr: Söder hält bei Politikern und Beamten Gehaltsverzicht für denkbar

Angesichts der Corona-Krise hält CSU-Chef Markus Söder bei Politikern und Beamten einen Verzicht bei Gehältern und Diäten für denkbar. 

"Ich denke, da wird man insgesamt, was die Regierungen und Parlamente betrifft, ein Signal setzen", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild" am Freitag. Söder betonte, dass dies "in einer gemeinsamen Runde" entschieden werden müsse.

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Update 17. April, 14.32 Uhr: Kürzere Sommerferien wegen Corona-Krise sind in Bayern kein Thema

Eine Verkürzung der Sommerferien wegen der Corona-Pandemie ist für die bayerische Staatsregierung derzeit kein Thema. 

"Ich persönlich möchte an die Ferien nicht rangehen. Wichtig ist es, sich um die anliegenden Aufgaben zu kümmern und Eltern und Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu unterstützen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Er reagierte damit auf einen Vorschlag von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU). Dieser hatte in einem Interview kürzere Sommerferien ins Gespräch gebracht. 

Ein solcher Schritt böte Schülern die Gelegenheit, den durch die Corona-Pandemie versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen, sagte er der "Augsburger Allgemeinen"

Update 17. April, 14.29 Uhr: Aiwanger fordert Zeitplan für Gasthäuser

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) möchte einen Zeitplan für Hotel und Gastronomie. (Archiv)
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) möchte einen Zeitplan für Hotel und Gastronomie. (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert einen konkreten Zeitplan für die baldige Öffnung der Gaststätten und Hotels. In Österreich diskutiere man schon über vorsichtige Öffnungen ab Mitte Mai. Das könne für Bayern auch einen "Einstieg in den Ausstieg" ab der zweiten Maihälfte vorzeichnen, sagte Aiwanger am Freitag.

Das Gastgewerbe brauche eine konkrete Perspektive. Das Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten um den 30. April wäre der passende Zeitpunkt für Entscheidungen, sagte Aiwanger. Zwei Meter Abstand zwischen den Gästen, Masken für das Personal, Hygiene- und Zugangsregeln "müssen ein Weg in die Normalität und zur Verhinderung von zahlreichen Betriebsinsolvenzen sein".

Der Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband forderte einen Rettungsfonds mit direkten Finanzhilfen, der für alle Betriebe zugänglich sei. "Kein Unternehmen verkraftet es, wenn der Umsatz für mehrere Monate zu 100 Prozent wegfällt", sagte Verbandspräsidentin Angela Inselkammer. Die Gasthäuser "waren die ersten, die geschlossen wurden, und werden die letzten sein, die wieder öffnen dürfen. Erschwerend kommt hinzu, dass es im Gastgewerbe keine Nachholeffekte gibt."

Der Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur forderte, die Gastronomie spätestens am 1. Mai wieder zu öffnen. Abstandsregeln könnten in Biergärten mindestens so gut eingehalten werden wie im Supermarkt. "Wir sprechen hier nicht von einzelnen Gasthäusern, die um ihre Existenz bangen. Uns steht ein landesweites Wirtshaussterben bevor, wie wir es bisher noch nicht erlebt haben", sagte der Vereinsvorsitzende Franz Bergmüller und kritisierte Ministerpräsident Markus Söder (CSU): "Es ist ein Irrsinn, dass unsere verantwortlichen Politiker die gesamte Branche, ohne mit der Wimper zu zucken, an die Wand fahren lassen."

Aiwanger sagte, auch für die Hotels wünsche er sich einen Ausweg aus der Totalschließung in absehbarer Zeit. Dringend notwendig sei zudem, dass der Bund den Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie auf sieben Prozent senke. Das bayerische Tourismus- und Gastgewerbe ist mit bis zu 600.000 Beschäftigten und 34 Milliarden Euro Jahresumsatz eine bedeutende Wirtschaftsbranche im Freistaat.

Update 17. April, 14.26 Uhr: Landesamt: 36.520 Coronavirus-Fälle in Bayern und 1164 Tote

In Bayern sind inzwischen 36.520 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind bisher 1164 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Freitag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 19.610 Menschen.

Update 17. April, 14 Uhr: Gedenkstätten wollen trotz Corona-Krise an KZ-Opfer erinnern

Im Freistaat soll auch in der Corona-Krise an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden. 

Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager Dachau und Flossenbürg will die Stiftung Bayerische Gedenkstätten mit Beiträgen im Internet an das Leid der Opfer erinnern. Zum Holocaust-Gedenktag in Israel am 20. April veranstaltet auch das NS-Dokumentationszentrum in München nach Angaben vom Freitag ein virtuelles Gedenken.

Die Gedenkfeiern in Flossenbürg am 26. April und in Dachau am 3. Mai wurden wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Unter den Gästen wären Überlebende und Nachkommen von Überlebenden gewesen. 

Die Leiter der Gedenkstätten wollen nun Beiträge über das Schicksal von KZ-Häftlingen im Internet veröffentlichen. Zudem sollen Grußworte von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) online gestellt werden. Die Gedenkstätten bleiben vorerst geschlossen.

Das NS-Dokuzentrum lädt Interessierte gemeinsam mit dem Generalkonsulat des Staates Israel zu einem virtuellen Gedenken ein. Eine Teilnahme ist am 20. April (19 Uhr) über die Facebook-Seite der Einrichtung möglich.

Update 17. April, 13.58 Uhr: Corona-Test beim FC Bayern

Der FC Bayern München hat seine Stars offenbar bislang einmal auf das Corona-Virus getestet. 

Nach dpa-Informationen vom Freitag prüft der deutsche Fußball-Rekordmeister die Möglichkeit einer Ausdehnung der Tests, wie sie bei einer erhofften Saisonfortsetzung mit Geisterspielen der Fall sein dürfte. 

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte zuvor in einem Interview der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" berichtet, dass die medizinische Task Force der Liga fortwährend in Kontakt mit der Politik stehe und auf ein korrektes Verhalten achte.

Durch regelmäßige Tests würde in den Clubs eine Möglichkeit geschaffen, Erkrankungen schnell zu erkennen und den Kreis von infizierten Spielern gering zu halten. So müssten im Krankheitsfall nicht ganze Mannschaften in Quarantäne, was die Fortsetzung der Spielzeit beeinträchtigen würde.

Auf die Frage, ob bei den Clubs nun in Vorbereitung auf mögliche Geisterspiele flächendeckend getestet wird, verwies ein Sprecher der Deutschen Fußball Liga auf die Ankündigung eines medizinischen Konzepts. 

Dies entwickelt derzeit die "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb", wie bei der letzten DFL-Mitgliederversammlung beschlossen.

Update 17. April, 13.55 Uhr: Corona-Krise wird von Extremisten ausgenutzt

Extremisten nutzen die Corona-Krise aus. Im anarchistischen Bereich würden die staatlichen Maßnahmen zum Teil massiv kritisiert, sagte der Präsident des Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz, Burkhard Körner, am Freitag in München. 

In Szene-Zeitschriften werde dazu aufgefordert, Plünderungen vorzunehmen und gegen den nach ihrer Ansicht repressiven Staat vorzugehen.

Der sogenannte Islamische Staat habe vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie seine Anhänger aufgefordert, "diese als Chance zu nutzen, um die westlichen Gesellschaften mit Anschlägen zu destabilisieren", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Auch durch Verschwörungstheorien machen Extremisten Stimmung. Vor allem sogenannte Tag-X-Szenarien, wonach System und Gesellschaft bald schon zusammenbrechen sollen, hätten aktuell Hochkonjunktur, sagte Herrmann. Aber auch Theorien, wonach Asylbewerber und Migranten, teils auch Juden für die Verbreitung des Virus mitverantwortlich gemacht werden.

Vor allem Mitglieder der rechtsextremen Partei Der Dritte Weg würden sich als Helfer inszenieren, indem sie versuchten obdachlosen Deutschen Unterstützungsleistungen zukommen zu lassen, sagte Körner. 

Sie würden außerdem die Situation ausnutzen und vermeintliche Nachbarschaftshilfe, wie Einkäufe oder Hilfe im Alltag, anbieten.

Update 17. April, 13.50 Uhr: Bayerischer Amateur-Fußball soll Saison ab 1. September fortsetzen

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) macht sich in der Coronavirus-Krise für eine Fortführung der Saison bei den Amateuren ab dem 1. September stark. 

Dies soll den Vereinen vorgeschlagen werden, sofern staatliche Vorgaben dies erlauben würden, erklärte BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher am Freitag bei einer Video-Konferenz. Im Fall eines Abbruchs oder einer Annullierung der Saison bestehe zum Beispiel ein Haftungsrisiko des Verbandes. 

"Wir wollen möglichst keine Entscheidungen am Grünen Tisch", sagte BFV-Chef Rainer Koch. Für den Landesverband gebe es "keine Alternative" zu diesem Vorschlag.

Update 17. April, 13.45 Uhr: Bayerische Staatsoper beendet Spielzeit, Opernfestspiele entfallen

Eine Radfahrerin fährt über den fast menschenleeren Max-Joseph-Platz; links der Königsbau und rechts die Bayerische Staatsoper.
Eine Radfahrerin fährt über den fast menschenleeren Max-Joseph-Platz; links der Königsbau und rechts die Bayerische Staatsoper.  © Peter Kneffel/dpa

Die Münchner Opernfestspiele finden heuer aus Gründen des Infektionsschutzes nicht statt. 

Auch entfallen auf Anordnung des Kunstministeriums sämtliche geplanten Vorstellungen der Bayerischen Staatsoper bis Ende Juni, wie das Haus am Freitag in München mitteilte. "Damit ist die Spielzeit 2019/20 der Bayerischen Staatsoper beendet."

"Die Absage der verbleibenden Saison und der Münchner Opernfestspiele schmerzt das gesamte Haus und mich persönlich natürlich sehr", kommentierte Intendant Nikolaus Bachler. "Ein Theater ohne Publikum, ohne Künstlerinnen und Künstler, die Bühne und Orchestergraben beleben, ist nichts weiter als eine tote Hülle." 

Derzeit werde geprüft, welche Premieren zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden könnten und was im digitalen Umfeld möglich sei.

Bachler wünscht sich nach eigenen Worten, dass die Kultur auch während der Corona-Pandemie als unverzichtbar anerkannt wird, und nicht "auf dem Abstellgleis parkt". Kunst sei ein systemrelevantes Gut.

Update 17. April, 13.35 Uhr: Demo findet nach Streit mit Stadt in München statt

Teilnehmer der Kundgebung "Lesen für die Demokratie" sitzen auf dem Marienplatz und haben dabei ein Schild mit der Aufschrift "Mein gutes (Grund)Recht" aufgestellt.
Teilnehmer der Kundgebung "Lesen für die Demokratie" sitzen auf dem Marienplatz und haben dabei ein Schild mit der Aufschrift "Mein gutes (Grund)Recht" aufgestellt.  © Sven Hoppe/dpa

Auf dem Münchner Marienplatz hat eine im Vorfeld wegen des Infektionsschutzes umstrittene Versammlung unter dem Motto "Lesen für die Demokratie" stattgefunden. 

Erst unmittelbar vor der Lesung am Freitag um 12.00 Uhr mit zwölf Beteiligten habe der Bayerische Verwaltungsgerichtshof eine Beschwerde der Stadt München zurückgewiesen, sagte ein Stadtsprecher. 

Das Kreisverwaltungsreferat hatte zuvor keine Sondergenehmigung für die Lesung erteilt – "nach Abwägung des Gesundheitsschutzes mit dem hohen Schutzgut der Versammlungsfreiheit", hieß es in einer Mitteilung.

Initiatoren der Lesung waren die Ökologisch-Demokratische Partei München und der Landesverband der Initiative "Mehr Demokratie". Unter Einhaltung des Mindestabstands kamen dann am Freitag schließlich die zwölf zuvor angemeldeten Teilnehmer auf dem Marienplatz zusammen, rund eine Viertelstunde lang wurden Artikel aus dem Grundgesetz vorgelesen. 

Die Polizei war vor Ort, die Lesung verlief aber friedlich und wurde nach etwa 15 Minuten wieder aufgelöst.

Update 17. April, 13.15 Uhr: Antenne Bayern will öffentlich-rechtliche Werbung einheitlich begrenzen

Angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch die Corona-Krise mahnt die Privatsendergruppe Antenne Bayern bundesweit einheitliche Grenzen für Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk an. 

Die mehrfach erhobene Forderung müsse jetzt kurzfristig "wieder auf den Tisch, um die Einnahmesituation der privaten Radioindustrie auch mittelfristig abzusichern", sagte Geschäftsführer Felix Kovac am Freitag. Der Manager ist auch Vorsitzender der Vereinigung Bayerischer Rundfunkanbieter.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) habe bei einem Studiobesuch am Freitag im Sendezentrum in Ismaning bei München eine kurzfristige Prüfung des Anliegens zugesagt, hieß es in einer Mitteilung der Radiogruppe. Kovac wies darauf hin, dass sich der private Rundfunk im Gegensatz zum Öffentlich-Rechtlichen ausschließlich durch Werbung refinanzieren müsse.

"60 Minuten Radiowerbung pro Werktag bei den ARD-Anstalten reichen vollkommen aus", meint Kovac. So könnten Unternehmen weiter wirksam auf den öffentlich-rechtlichen Wellen werben. Freiwerdende Budgets würden zusätzlich bei privaten Medien gebucht, die nachweislich einen wesentlichen Beitrag zur Information der Bevölkerung in der Corona-Krise leisteten, hieß es in der Mitteilung.

Kovac forderte zudem: "Werbung sollte nur in jeweils einem Programm pro ARD-Landesrundfunkanstalt buchbar sein und sich auf nationale Werbung beschränken." Einzelne ARD-Anstalten würden schon so verfahren. "Wir fordern eine vergleichbare bundesweite Regelung, aber insbesondere für Bayern."

Dem Rundfunkstaatsvertrag zufolge können die Bundesländer den Landesrundfunkanstalten im Radio im Jahresschnitt werktags bis zu 90 Minuten Werbung erlauben. Zudem gibt es einen Bestandsschutz für ältere Regelungen.

Update 17. April, 13 Uhr: Augsburger Friedensfest wird allenfalls Picknick

Wegen der Corona-Krise fällt beim "Hohen Friedensfest" in Augsburg heuer das gemeinsame Essen der Bürger in der Innenstadt aus. 

"Es wird keine Friedenstafel auf dem Rathausplatz geben, aber vielleicht viele kleine Friedenspicknicks in den Stadtteilen", sagte die neue Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) laut der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag). 

Der Stadtfeiertag am 8. August ist bundesweit einmalig. Somit haben die Augsburger wegen des "Friedensfestes" mit 14 Feiertagen die meisten in der Bundesrepublik.

Update 17 April, 12.50 Uhr: Aiwanger fordert Recht auf Pieseln für Lkw-Fahrer

Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Wirtschaftsminister von Bayern, nimmt nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts an einer Pressekonferenz teil.
Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Wirtschaftsminister von Bayern, nimmt nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts an einer Pressekonferenz teil.  © Sven Hoppe/dpa

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger setzt sich für die Bedürfnisse von Lkw-Fahrern ein. 

Das Ministerium haben Berichte erreicht, dass wegen Corona-Ängsten die Toilettennutzung verboten wurde oder diese wegen fehlender Schutzkleidung gleich ganz abgewiesen wurden. 

Der Freie-Wähler-Chef forderte daher am Freitag Unterstützung für die Fahrer, einschließlich eines Rechts auf Pieseln: "Die zweifellos notwendige soziale Distanz in der Coronakrise darf nicht dazu führen, dass wir nicht anständig miteinander umgehen und die menschlichen Grundbedürfnisse außer Acht lassen."

Sanitäre Anlagen sollten für die Lkw-Fahrer weiterhin zugänglich gehalten werden, soweit deren Benutzung auch bislang möglich war. 

Aiwanger verwies auf die große Bedeutung der Fahrer und ihrer Fracht: "Gerade jetzt, wo es um die Versorgung unserer Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern geht, brauchen wir unsere Lkw-Fahrer dringender denn je."

Update 17. April, 12.40 Uhr: Redaktion von "Süddeutscher Zeitung" geht in Kurzarbeit

Die Redaktion der "Süddeutschen Zeitung" wird wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit geschickt. 

Diese werde bei allen Redakteuren gleichermaßen angewendet, um den Umfang an Kurzarbeit für einzelne zu reduzieren. Maximal soll die Kürzung 15 Prozent der Arbeitszeit betragen. Das teilte die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH), zu der die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) gehört, am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Geschäftsführung und Betriebsräte der SZ-Redaktionen einigten sich demnach am Donnerstag über die Einführung von Kurzarbeit. Die Arbeit in den Redaktionen werde nun so umverteilt, dass sie in gleicher Wochenarbeitszeit unabhängig vom Ressort für alle Mitarbeiter möglich ist.

Der SWMH-Konzern betonte, dass es derzeit wegen der Corona-Krise weniger Ereignisse gibt, über die die Ressorts Sport, Kultur und Regionales berichten können. 

Der Seitenumfang der überregionalen Tageszeitung mit Hauptsitz in München sei um bis zu 23 Prozent reduziert. Mehr dazu >>>hier

Update 17. April, 12.10 Uhr: Erste Corona-Patienten in Regensburg mit Blutplasma behandelt

Bayerns Unikliniken arbeiten an der Behandlung von Corona-Patienten mit Antikörpern aus Blutplasmaspenden. 

In Regensburg wurden in den vergangenen zehn Tagen 15 Schwerstkranke mit dieser Therapieform behandelt, wie Professor Thomas Müller, Leiter der Internistischen Intensivmedizin, am Donnerstagabend sagte. Für eine Prognose, wie die Therapie anschlägt, sei es noch zu früh.

Aus dem Blutplasma von Menschen, die eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus überstanden haben, werden bei dieser Therapie Antikörper gewonnen, um sie Kranken zu verabreichen. Es sei eine unterstützende Maßnahme, sagte Müller.

Tragfähige Aussagen zur Wirksamkeit der Therapie bei den Regensburger Patienten, ließen sich noch nicht machen. Bei Einzelnen zeige sich aber bereits ein Rückgang der Virusaktivität, so Müller. Dieser könnte jedoch auch Folge eines natürlichen Heilungsprozesses sein.

Auch an den Unikliniken München, Augsburg, Erlangen und Würzburg werden geeignete Blutplasmaspender gesucht. 

In München hätten sich mehr als 1200 Menschen gemeldet, die spenden wollen, sagte ein Kliniksprecher. Diese würden nun geprüft.

Update 17. April, 12 Uhr: Trotz Lockerungen möglichst wenige Kontakte

Trotz der Lockerungen beim Kontaktverbot in Bayern als Maßnahme gegen die Coronavirus-Pandemie appelliert das Gesundheitsministerium an die Vernunft der Bürger. 

Ab kommenden Montag ist im Freien auch der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt. "Die Kontaktperson kann auch gewechselt werden", erklärte ein Ministeriumssprecher am Freitag in München. 

"Es sollte aber immer an das oberste Ziel gedacht werden: Ansteckungen möglichst zu vermeiden. Insofern gebieten es die Vernunft und die Rücksichtnahme auf andere Menschen, möglichst wenige unterschiedliche Kontaktpersonen außerhalb des eigenen Haushalts zu treffen."

Die Staatsregierung hatte am Donnerstag die bisher geltenden Ausgangsbeschränkungen bis zunächst einschließlich 3. Mai verlängert, aber die genannte Ausnahme zugelassen. Demnach dürfen sich Bürger "in der Öffentlichkeit nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes aufhalten". 

Unter dem Aspekt des Allgemeinwohls sollten Sport und Bewegung an der frischen Luft auf die unmittelbare nähere Umgebung beschränkt bleiben, erläuterte der Sprecher. 

"Der Besuch von alten und kranken Menschen, die Unterstützung brauchen, ist allerdings bereits jetzt ein triftiger Grund, die eigene Wohnung zu verlassen."

Update 17. April, 11.50 Uhr: Über 6100 Corona-Kontrollen in München

Von Donnerstag auf Freitag gab er erneut eine Vielzahl an Polizeieinsätzen zu den Corona-Auflagen in München. 

Bei über 6100 Kontrollen wurden 152 Verstöße in der Landeshauptstadt angezeigt. 

So wurde die Polizei zum Beispiel in der späten Donnerstagnacht nach Altperlach alarmiert, weil sich dort mehrere Personen in einem Hinterhof trafen. Vor Ort traf die Polizei auf zwei Münchner (17 und 22 Jahre), die nicht im Haus wohnten. 

Die Beamten lösten die Party auf, der 22-Jährige erhielt einen Platzverweis, der 17-Jährige wurde seinenSorgeberechtigten übergeben.

Beide werden nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Die Frauenkirche spiegelt sich in einer Schaufensterscheibe in der Münchner Innenstadt, in dem ein Schild mit den Öffnungszeiten eines Landes hängt.
Die Frauenkirche spiegelt sich in einer Schaufensterscheibe in der Münchner Innenstadt, in dem ein Schild mit den Öffnungszeiten eines Landes hängt.  © Peter Kneffel/dpa

Update 17. April, 11.10 Uhr: Awo fordert sofortige Übernahme der Kita-Beiträge vom Freistaat

Die Arbeiterwohlfahrt fordert vom Freistaat die sofortige Übernahme der Elternbeiträge für Kindertagesstätten. 

Seit Donnerstag "ist klar, dass die Staatsregierung auf unabsehbare Zeit den Regelbetrieb in Kitas unterbinden will. Dann muss sie auch sofort die Eltern voll von den Beiträgen entlasten", sagte der Landesvorsitzende Thomas Beyer am Freitag in München.

Einige Kommunen hätten bereits die Beiträge für ihre eigenen Kitas und Krippen gestrichen. 

"Wir würden das auch gerne tun. Aber wir haben keine Steuermittel, um das quer zu finanzieren. Deshalb muss die Staatsregierung jetzt handeln", sagte Beyer mit Blick auf freie Träger, die ebenfalls weiter ihre Fixkosten und Gehälter bezahlen müssten.

Update 17. April, 11 Uhr: Gehaltsverzicht bei Bayern-Basketballern

Die Basketballer des FC Bayern verzichten in der Coronavirus-Pandemie auf 30 Prozent ihres Gehalts. 

Die Mitarbeiter des Bundesligisten befinden sich in Kurzarbeit. Dies teilten die Münchner am Freitag mit. Die Kurzarbeit gelte rückwirkend zum 1. April. Die Spieler haben demnach ihre Unterstützung ebenfalls mit dem Monat April zugesagt. 

Sie verzichten bis Ende Juni auf knapp ein Drittel des Salärs. 

"Unser Job ist es, neben der wirtschaftlichen und sportlichen Basis auch die Arbeitsplätze zu sichern", erklärte Geschäftsführer Marko Pesic.

Update 17. April, 10.45 Uhr: Corona-Zeit in Aschaffenburg soll dokumentiert werden

Das von vielen Bürgern als surreal empfundene Leben in der Corona-Krise soll in Aschaffenburg auch für spätere Generationen festgehalten werden. 

Dazu möchte das Stadt- und Stiftsarchiv Texte, Audio- und Videodateien, Fotos, Objekte und Geschichten sammeln. "Die Corona-Pandemie stellt alle vor ganz neue Herausforderungen und verändert sowohl den privaten als auch den beruflichen Alltag in einem bislang unbekannten Ausmaß", teilte die Stadt mit. "Doch was wird davon in Erinnerung bleiben? Was ist uns wichtig?"

Daher soll diese besondere Zeit in der 70.000-Einwohner-Stadt dokumentiert werden. Bürger könnten beispielsweise ihre Eindrücke von außergewöhnlichen Szenen und Situationen schildern, Zettel oder Schilder fotografieren, Warteschlangen vor Geschäften festhalten und vieles mehr. 

"Wie verändert sich der häusliche Alltag? Wie hat sich der Blick aus dem Fenster verändert? Wie meistern die Menschen ihren neuen Alltag? Was bewegt sie, was schockiert sie, was verändert sie?"

Update 17. April, 10.25 Uhr: Ausbruch ist laut Spahn beherrschbar geworden

Die bisherigen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in Deutschland sind nach Darstellung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erfolgreich gewesen. 

"Der Ausbruch ist - Stand heute - wieder beherrschbar und beherrschbarer geworden»" sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin.

Update 17. April, 10.20 Uhr: Schauspielerin Speidel wünscht sich mehr Miteinander statt Egoismus

Jutta Speidel (66), Schauspielerin, hofft auf mehr Solidarität.
Jutta Speidel (66), Schauspielerin, hofft auf mehr Solidarität.  © Tobias Hase/dpa

Schauspielerin Jutta Speidel (66) wünscht sich, dass die Corona-Krise zu mehr Miteinander und Solidarität in Deutschland führt. 

"Wenn ich die voll beladenen SUVs mit Tonnen an Nudeln und Klopapier sehe, werde ich sauer. (...) Diese Raffgier ist abartig", kritisierte Seidel in der Münchner "Abendzeitung" (Freitag). 

"In Deutschland haben wir uns leider zu einer sehr egoistischen Wohlstandsgesellschaft entwickelt, die sich mehr Gedanken machen sollte und ruhig auch dankbarer sein könnte, wie gut es ihr geht."

Rücksicht und Respekt seien vor der Pandemie bei viel zu vielen Menschen hierzulande verloren gegangen, sagte der TV-Star. 

Speidel vermisst oftmals auch Empathie: "Mitgefühl ist so wichtig. Mehr Miteinander als Gegeneinander – ich hoffe sehr, dass wir durch Corona wieder mehr zu einer Gemeinschaft werden, uns auf einer seelischen Herzensebene annähern."

Update 17. April, 9.50 Uhr: Wahl der Fränkischen Weinkönigin fällt aus

Die Wahl der 65. Fränkischen Weinkönigin wird wegen der Corona-Pandemie auf das nächste Frühjahr verschoben. 

Die Entscheidung soll dann voraussichtlich bei einer Veranstaltung in Würzburg fallen, wie das Präsidium des Fränkischen Weinbauverbands beschloss. Die vier Bewerberinnen, die eigentlich in diesem Jahr die Krone wollten, dürften auch 2021 antreten, sagte ein Sprecher der Gebietsweinwerbung Frankenwein-Frankenland GmbH am Freitag. Womöglich kämen weitere Interessentinnen hinzu, so dass der Konkurrenzkampf größer werde.

Weinbau-Präsident Artur Steinmann sagte: "Die vier Kandidatinnen haben sich hervorragend vorbereitet und ein immenses Wissen rund um die Silvaner-Heimat und ihre Weine und Winzer angeeignet. Ich hoffe sehr, dass es ihre berufliche und private Situation zulässt, dass sie an der Wahl 2021 teilnehmen können."

Die derzeitige Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer aus Castell (Landkreis Kitzingen) soll bis zur Wahl einer Nachfolgerin im Amt bleiben. Zwar war sie bei der Kommunalwahl im März für die Freien Wähler in den Kreistag des Landkreises Kitzingen gewählt worden. Sie könne aber weiter Weinkönigin bleiben, weil sie wegen der Pandemie derzeit weniger Termine habe als ihre Vorgängerinnen, sagte der Sprecher.

Die Wahl erfolgt traditionell durch eine Jury mit Vertretern aus Weinbau, Politik, Wirtschaft, Medien und Tourismus. Die Gewinnerin repräsentiert die Winzer und ihren Weinbau - üblicherweise für zwölf Monate.

Update 17. April, 7 Uhr: Söder bei Wählern populär wie nie

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erreicht einer Umfrage zufolge in der Corona-Krise auch bundesweit einen neuen Zustimmungsrekord. 

Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf eine repräsentative Insa-Umfrage berichtet, erreicht Söder in dieser Woche einen Zustimmungswert von 163 Punkten in der Bevölkerung - das sind drei Punkte mehr als in der Vorwoche auf einer Skala bis 300 Punkte.

Dies sei der höchste Wert, der seit Beginn der Erhebungen im Januar 2019 jemals für einen deutschen Politiker gemessen worden sei, heißt es in dem Bericht. 

Söder belege damit unverändert zur Vorwoche den ersten Platz einer Rangliste von 22 deutschen Spitzenpolitikern, gefolgt von Kanzlerin Angela Merkel mit 153 Punkten (minus zwei Punkte) und Gesundheitsminister Jens Spahn mit 135 Punkten (minus zwei Punkte).

Vor kurzem hatte bereits eine Umfrage in Bayern ergeben, dass die Zufriedenheit der Bürger mit der Arbeit des Ministerpräsidenten auf ein Allzeithoch gestiegen ist. 

94 Prozent der Wahlberechtigten im Freistaat zeigten sich dem "Bayerntrend extra" zufolge mit der Arbeit des CSU-Chefs zufrieden oder gar sehr zufrieden.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, nimmt an einer Sitzung des bayerischen Kabinetts teil und hält dabei einen Mundschutz mit der bayerische Rautenflagge in den Händen
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, nimmt an einer Sitzung des bayerischen Kabinetts teil und hält dabei einen Mundschutz mit der bayerische Rautenflagge in den Händen  © Sven Hoppe/dpa

Update 17. April, 6.20 Uhr: Ifo-Chef Fuest gegen breite Konjunkturprogramme

Ifo-Präsident Clemens Fuest hat für gezielte Hilfen für Firmen in Not plädiert. 

Steuersenkungen für alle und breit angelegte Konjunkturprogramme dagegen seien wenig sinnvoll, sagte der Münchner Wirtschaftsprofessor am Freitag im Bayerischen Rundfunk.

Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich noch ein Jahr lang auf Einschränkungen einstellen. Deshalb sollten geschlossene Betriebe weiterhin Überbrückungshilfen bekommen. Unternehmen, die arbeiten dürfen, aber unter schwacher Nachfrage leiden, sollten von der öffentlichen Hand unterstützt werden, sagte Fuest und nannte staatliche Bauprojekte als Beispiel.

Doch nicht alle Firmen sollten staatlicherseits erhalten werden. "Man muss schon überlegen, welche Bereiche eine Zukunft haben", sagte der Ifo-Chef. 

Der jetzige Stillstand sei für manche Betriebe auch die Zeit, Innovationen zu planen.

Update 17 April, 6 Uhr: Internationale Medizinstudenten-Initiative zur Coronavirus-Bekämpfung

Medizinstudenten aus mehr als 30 Ländern haben eine internationale Kampagne zur Bekämpfung des Coronavirus unter jungen Leuten aus dem Boden gestampft. 

"Die Ursprungsidee war, dass besonders am Anfang - in Deutschland, aber auch international etwa in Asien oder Lateinamerika - die Jugend die Gefahr nicht ganz ernst genommen hat und teilweise nicht so auf die Quarantänemaßnahmen reagiert hat, wie man sollte", erläuterte Martin Ryll. 

Drei Medizinstudenten aus Singapur und Malaysia hätten daher "moreviralthanthevirus" initiierten, um Corona-Partys & Co. ein Ende zu machen.

Mit einem in aktuell 29 Sprachen übersetzten Brief und einem Video richten sich die Medizinstudenten per Webseite und soziale Medien an Jugendliche und junge Erwachsene. "Die jüngeren Leute können zwar statistisch gesehen auch eine schwere Infektion haben, was aber seltener ist, sie können aber eine entscheidende Rolle als Überträger der Erkrankung spielen", erklärte Ryll, der den Brief ins Deutsche übertragen und das Video mitproduziert hat. 

"Bleib zu Hause und minimiere soziale Kontakte, so weit es geht", heißt es darin.Zustande kam die Initiative durch private Kontakte. 

"Jeder kannte eigentlich ein paar Leute aus anderen Ländern, und so hat sich das dann verselbstständigt und ist entsprechend groß geworden, was auch alle überrascht hat", schildert der 21-Jährige, der an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität Medizin studiert.

Altere Meldungen aus dem Freistaat findest du in unserem Ticker-Archiv >>> hier.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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