Coronavirus in Chemnitz: Corona-Fall in Chemnitzer Kita

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 206 Corona-Fälle (Stand: 5. Juni). Die meisten der Erkrankten sind jedoch bereits wieder geheilt.

Auch die Gastronomie in Chemnitz darf wieder öffnen: Unter anderem ins Turmbrauhaus am Neumarkt zog es viele Menschen.
Auch die Gastronomie in Chemnitz darf wieder öffnen: Unter anderem ins Turmbrauhaus am Neumarkt zog es viele Menschen.  © Maik Börner

So langsam kehrt das Leben in Sachsen zur Normalität zurück. Geschäfte, Restaurants und Hotels sind wieder offen - alles unter Einhaltung der strengen Hygiene-Maßnahmen.

Maskenpflicht und Abstandsregeln müssen nach wie vor eingehalten werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Seit dem 18. Mai haben auch Kitas und Grundschulen wieder unter Einschränkungen geöffnet.

Verboten sind bis 31. August nach wie vor Großveranstaltungen über 1000 Leute, auch Clubs bleiben geschlossen.

Treffen dürfen sich die Personen zweier Hausstände. 

>>>Hier findet Ihr die neue Corona-Schutzverordnung, die ab 6. Juni bis 29. Juni gilt.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden. 

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 6. Juni, 8 Uhr: Neue Lockerungen für Pflegeheime, Familienfeiern und Busreisen

Besuche in Pflegeheimen, Schwimmhallen, Sauna, Familienfeiern oder Busreisen - in Sachsen kehrt in der Corona-Krise immer mehr Normalität zurück. 

Am Samstag tritt die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft, mit zahlreichen weiteren Lockerungen. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hatte betont, dass es keine Verbotsverordnung mehr sein soll. Vielmehr sollen immer mehr Dinge ermöglicht werden, die entsprechenden Hygiene-Auflagen vorausgesetzt. 

Verboten bleiben allerdings Jahrmärkte, Sportveranstaltungen mit Publikum, Disco-Besuch und Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern.

>>>Hier lest Ihr alle Infos dazu.

Update, 6. Juni, 7 Uhr: Verband: Blinde bei Corona-Verordnungen kaum berücksichtigt

Blinde und sehbehinderte Menschen sind bei den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus kaum berücksichtigt worden, kritisiert der Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen. 

"Wir sind zwar nicht die Masse der Gesellschaft, aber wir wurden schlicht vergessen", sagt der stellvertretende Vorsitzende Andreas Schneider in Meißen. So seien die Markierungen auf Böden und Absperrungen vor Geschäften und anderen Einrichtungen nicht zu erfassen.

Dem Verband gehören in Sachsen nach Angaben von Schneider derzeit etwa 1000 Mitglieder an. Doch noch weit mehr Menschen seien von Seheinschränkungen betroffen.

Update, 5. Juni, 14.30 Uhr: Zwei neue Corona-Fälle in Chemnitz

Wie die Stadt mitteilt, gibt es in Chemnitz heute 206 bestätigte Fälle, zwei mehr als am Vortag.

Ein Kindergartenkind und eine Person mit Kontakten in ein Pflegeheim sind betroffen, entsprechende Quarantänemaßnahmen wurden vom Gesundheitsamt veranlasst.

Ein Kindergartenkind aus Chemnitz wurde positiv auf Corona getestet. (Symbolbild)
Ein Kindergartenkind aus Chemnitz wurde positiv auf Corona getestet. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Update, 5. Juni, 8.33 Uhr: Tschechien öffnet Grenze ab Freitagmittag

Tschechien öffnet nach fast drei Monaten wieder seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn. Die Entscheidung tritt bereits ab Freitagmittag um 12.00 Uhr in Kraft, wie das Kabinett am Freitagmorgen auf einer Sondersitzung in Prag beschloss. Ein negativer Corona-Test muss nicht mehr vorgelegt werden. 

"Wir müssen zur Normalität zurückkehren", sagte Regierungschef Andrej Babis im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Es sei gut, wenn Touristen aus diesen Ländern wieder Geld in Tschechien ausgäben.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte Tschechien Mitte März einen weitgehenden Einreisestopp für Ausländer verhängt. Die Grenze zur Slowakei war bereits am Donnerstag geöffnet worden. Ab dem 15. Juni führt die Regierung in Prag für weitere Länder ein abgestuftes Ampel-Modell ein, das diese in Risikogruppen einteilt. Während Bürger aus "grünen" Ländern wie der Schweiz freie Fahrt bekommen, müssen Reisende aus Frankreich, Italien und Spanien bei der Einreise einen negativen Labortest auf das Coronavirus vorlegen.

In Tschechien gab es bis Freitag 9494 bestätigte Coronavirus-Infektionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. 326 Todesfälle wurden mit der Erkrankung in Verbindung gebracht.

Ab Freitagmittag sind die Grenzen nach Tschechien wieder offen.
Ab Freitagmittag sind die Grenzen nach Tschechien wieder offen.  © Václav Pancer/CTK/dpa

Update, 4. Juni, 16.50 Uhr: Tschechien öffnet Grenze für Deutsche schon früher

Tschechien öffnet seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn früher als geplant - voraussichtlich bereits ab Samstag. Das sagte Ministerpräsident Andrej Babis am Donnerstag der Agentur CTK am Rande eines Besuchs in der Nähe des Kurorts Marienbad (Marianske Lazne).

Wie es zu der überraschenden Grenzöffnung kam, lest Ihr >>> hier.

Ministerpräsident Andrej Babis will die tschechischen Grenzen noch eher öffnen.
Ministerpräsident Andrej Babis will die tschechischen Grenzen noch eher öffnen.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild, dpa/Ondøej Deml/CTK

Update, 4. Juni, 14.15 Uhr: Handwerk begrüßt milliardenschweres Konjunkturpaket

Sachsens Handwerk hat das milliardenschwere Konjunkturpaket der Bundesregierung begrüßt. Viele Maßnahmen sorgten dafür, dass bislang gesunde Unternehmen aus Handwerk und Mittelstand in der Corona-Krise nicht unverschuldet in eine Schieflage gerieten, sagte der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer am Donnerstag. Dabei nannte er vor allem die zeitweise Absenkung der Mehrwertsteuer sowie die steuerrechtlich vorgezogene Verlustrechnung als wichtige Schritte. Ermer kritisierte allerdings, dass die Regierung es versäumt habe, die Liquidität der Unternehmen zu schonen - etwa durch Abschaffung der Vorfälligkeit der Sozialversicherung.

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, sprach von einem «starken Signal». Die Größe des Paketes in Höhe von rund 130 Milliarden Euro sei der Situation, in die die ‎Wirtschaft angesichts der Corona-Pandemie geschlittert sei, angemessen. Den Kommunen komme vor allem zugute, dass der Bund einen Teil der weggebrochenen ‎Gewerbesteuereinnahmen kompensieren will. "Denn die Kommunen sind es auch, die vor Ort investieren‎."

Update, 4. Juni, 13.45 Uhr: Behindertenwerkstätten erhalten vier Millionen Euro Fördermittel

Die Behindertenwerkstätten in Sachsen bekommen Fördermittel in Höhe von vier Millionen Euro. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) übergab dazu am Donnerstag in Leipzig einen entsprechenden Bescheid an den Kommunalen Sozialverband Sachsen. Er ist für die Umsetzung des Programms und die Bewilligung der Gelder an die Werkstätten und andere Leistungsanbieter zuständig. Mit den Fördermitteln soll es zumindest einen Ausgleich für das entgangene Arbeitsentgelt der 16 000 Beschäftigten geben.

Mit Beginn des Coronavirus-Ausbruchs wurde ein Betreuungsverbot für die betreffenden Werkstätten und Angebote anderer Leistungsanbieter erlassen. Mit der Schließung der Werkstätten konnten sie nicht mehr die zur Bezahlung erforderlichen Erträge erwirtschaften. Ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld oder andere Leistungen für den Einkommensausfall können nach Angaben des Gesundheitsministeriums nicht geltend gemacht werden.

Über das neue Förderprogramm können die Werkstätten nun für alle Beschäftigten eine Zuwendung in Höhe von je 89 Euro erhalten - für jeden Monat, an dem das Betreuungsverbot gilt.

Update, 4. Juni, 12.40 Uhr: Rückkehr zum Normalbetrieb in der Stadtbibliothek

Am Montag kehren die Einrichtungen der Stadtbibliothek nach den coronabedingten Einschränkungen zum Normalbetrieb zurück.

Es stehen auch wieder Einzelarbeits- und Internetplätze zur Verfügung. 

Ab dem 13. Juni ist auch wieder samstags geöffnet.

Öffnungszeiten ab 8. Juni: 

Zentralbibliothek im TIETZ:

  • Montag: 9 bis 19 Uhr
  • Dienstag, Donnerstag, Freitag: 10 bis 19 Uhr
  • Mittwoch: 14 bis 18 Uhr
  • Samstag (ab 13. Juni): 10 bis 18 Uhr

Stadtteilbibliothek Vita-Center:

  • Montag: 10 bis 18 Uhr
  • Mittwoch: 14 bis 18 Uhr
  • Donnerstag: 10 bis 19 Uhr
  • Samstag (ab 13. Juni): 10 bis 14 Uhr

Stadtteilbibliothek Yorck-Gebiet:

  • Dienstag: 10 bis 18 Uhr
  • Donnerstag: 10 bis 16 Uhr
  • Freitag: 10 bis 18 Uhr

Stadtteilbibliothek Einsiedel: 

  • Dienstag: 10 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr 

Stadtteilblbliothek Wittgensdorf: 

  • Freitag: 10 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr 

Ausleihstelle in Röhrsdorf (Rathaus) Donnerstag: 

  • 12 bis 16.45 Uhr 

Ausleihstelle Klaffenbach (Gemeindeamt) Montag (1. und 3. im Monat): 

  • 17 bis 19 Uhr

Update, 4. Juni, 11.35 Uhr: Zulieferer zufrieden mit Konjunkturpaket

Sachsens Automobilzulieferer hoffen nach dem angekündigten Konjunkturpaket der Bundesregierung auf neuen Schwung für die Branche. "Wir sind positiv überrascht", sagte Dirk Vogel vom Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) am Donnerstag. Zwar sei die Kaufprämie für einen Neuwagen ausgeblieben, aber es gebe "deutliche Anreize" über die Senkung der Mehrwertsteuer. Das könnte die Nachfrage nach höherpreisigen Gütern wie Autos steigen lassen. "Gewissermaßen eine Förderung über die Hintertür", so Vogel.

Vor allem die Prämie für E-Fahrzeuge sei so hoch, dass nun auch eine gewerbliche Nutzung für viele interessant sei. Davon könnten die Autobauer und die Zulieferer in Sachsen beim Wandel zur E-Mobilität profitieren. Das Problem seien im Moment eher die langen Wartezeiten von bis zu einem Jahr - etwa beim in Zwickau hergestellten ID.3 von Volkswagen. Nun steige der Druck auf die Hersteller, dass die E-Fahrzeuge auf den Markt kommen, so Vogel.

Zuvor hatte sich Vogel bei "MDR Aktuell" überzeugt gezeigt, dass ein Großteil der Auto-Zulieferer die Krise überstehen werde: "Wir ‎bekommen hier einen Schub in die Transformation."

Das Konjunkturpaket der großen Koalition soll für die Jahre 2020 und 2021 einen Umfang von 130 Milliarden Euro haben. Unter anderem wird die Mehrwertsteuer vorübergehend von 19 auf 16, beziehungsweise von sieben auf fünf Prozent gesenkt, zudem wird die Kaufprämie für Elektroautos auf 6000 Euro verdoppelt.

Update, 4. Juni, 11 Uhr: Klepsch informiert sich über Lage der freien Szene - Hilfspaket

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) hat auch der freien Theaterszene Unterstützung in der Corona-Krise zugesagt. "Ich bin zuversichtlich, dass wir in Kürze ein umfassendes Hilfspaket für die Bereiche Kultur und Tourismus auf den Weg bringen können", erklärte sie am Donnerstag bei einem Besuch im Privattheater des Schauspielers Tom Pauls in Pirna. Das Hilfspaket sei dringend notwendig, um bestehende Förderlücken zu schließen und Kultur und Tourismus flächendeckend zu erhalten. Das vorhandene Netz dürfe auf keinen Fall zerstört werden.

Seit 15. Mai dürfen Theater und Konzertsäle in Sachsen wieder Publikum empfangen. Sie müssen allerdings ein Hygienekonzept vorlegen. Tom Pauls will seine Bühne an diesem Freitag wieder öffnen. "Nach so langer Zeit, fragt man sich, ob man noch spielen kann und den Ansprüchen der Zuschauer genügen wird. Drei Monate - so lange habe ich in meiner gesamten Berufslaufbahn noch nie pausiert", sagte er.

Pauls hat wegen der Auflagen etwa die Hälfte der Stühle aus dem Saal entfernt. Vorerst wird jede Aufführung zweimal am Abend gespielt, um alle Kartenbesitzer berücksichtigen zu können. Mund-Nasen-Schutz ist im ganzen Haus Pflicht - bis der Platz eingenommen ist. Die Vorstellungen finden ohne Pause statt, einen Ausschank gibt es nicht. Die Gäste bekommen am Einlass einen Flyer zu den Hygieneregeln.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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