Coronavirus in Chemnitz: Sächsischer Einzelhandel mit geteilter Bilanz in Corona-Zeit

Chemnitz - Die Corona-Krise hat Chemnitz weiterhin im Griff. In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 203 Corona-Fälle (Stand: 25. Mai). Die meisten der Erkrankten sind jedoch bereits wieder geheilt.

Auch die Gastronomie in Chemnitz darf wieder öffnen: Unter anderem ins Turmbrauhaus am Neumarkt zog es viele Menschen.
Auch die Gastronomie in Chemnitz darf wieder öffnen: Unter anderem ins Turmbrauhaus am Neumarkt zog es viele Menschen.  © Maik Börner

Mittlerweile gibt es in Sachsen zahlreiche Lockerungen. Geschäfte über 800 qm dürfen wieder öffnen. Auch Friseursalons, Kosmetikstudios und Fußpflegen. Zoos, Bibliotheken, Museen und Spielplätze öffnen wieder, aber mit strengen Einlassregeln. Schon seit dem 20. April braucht man keinen triftigen Grund mehr, um das Haus zu verlassen.

In allen Geschäften müssen Mindestabstände ebenso gewahrt sein wie Hygieneregeln.

Mit der neuen Schutzverordnung, die ab 15. Mai in Kraft trat, durften dann auch Restaurants (innen und außen), Hotels und Pensionen, Freibäder, Kinos, Theater, Konzerthäuser und Bühnen wieder öffnen. In Ausnahmefällen dürfen auch Angehörige in Alten- und Pflegeheime besucht werden. Voraussetzung sind Hygiene-Konzepte.

Seit dem 18. Mai haben auch Kitas und Grundschulen wieder unter Einschränkungen geöffnet.

>>>Hier findet Ihr die neue Corona-Schutzverordnung, die ab 15. Mai bis 5. Juni gilt.

>>>Hier findet Ihr den Bußgeldkatalog dazu.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden. 

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 25. Mai, 18.02 Uhr: Renitenter Restaurantgast ruft Bundespolizei auf den Plan

Ohne Mundschutz ins Restaurant: Im Leipziger Hauptbahnhof hat ein renitenter Gast einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Bundespolizei am Montag mitteilte, weigerte sich der 44-Jährige trotz mehrfacher Aufforderung, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Der Geschäftsführer des Restaurants informierte deshalb die Beamten.

Aber auch von deren Erscheinen habe sich der Mann am Wochenende unbeeindruckt gezeigt. Als sie ihn zur Wache mitnahmen, schlug er um sich und spuckte die Bundespolizisten an.

Gegen ihn wird nun wegen eines tätlichen Angriffs auf die Beamten ermittelt.

Update, 25. Mai, 15.35 Uhr: Kaum noch neue Coronavirus-Infektionen in Sachsen

Die Zahl der bekannten Coronavirus-Infektionen steigt in Sachsen nur noch minimal an. Am Montag wurden nach einer Übersicht des Sozialministeriums lediglich drei neue Fälle gemeldet.

Seit Beginn der Pandemie haben sich demnach 5229 Menschen angesteckt, rund 4720 von ihnen gelten inzwischen wieder als genesen. Von den zehn Kreisen und drei kreisfreien Städten meldeten nur noch der Erzgebirgskreis (plus zwei), der Kreis Bautzen (plus eins)  und die Stadt Chemnitz (plus eins) neue Nachweise.

Zudem starb in der Landeshauptstadt Dresden ein weiterer Corona-Patient, so dass die Zahl der Todesfälle in Sachsen auf insgesamt 205 stieg. Die Sterberate liegt demnach bei 3,9 Prozent.

Update, 25. Mai, 14.27 Uhr: Ein neuer Corona-Fall in Chemnitz

In Chemnitz gibt es aktuell 203 bestätigte Corona-Fälle, einen mehr als am Freitag.

Zwei Personen werden weiterhin stationär behandelt.

Update, 25. Mai, 11.18 Uhr: Sächsischer Einzelhandel mit geteilter Bilanz in Corona-Zeit

Der Einzelhandel in Sachsen hat eine gegensätzliche Bilanz der ersten Wochen der Corona-Krise gezogen. 

Supermärkte (plus 10,3 Prozent), der Internet- und Versandhandel (plus 35,7 Prozent) sowie Apotheken (plus 15,4 Prozent) verbuchten im März - verglichen mit dem Vorjahresmonat - eine enorme Umsatzsteigerung, wie das Statistische Landesamt am Montag in Kamenz mitteilte. Dagegen hatten Geschäfte, die Mitte März coronabedingt schließen mussten, empfindliche Einbußen hinzunehmen.

Dem Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren ging demnach fast ein Drittel des Umsatzes gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat verloren. 

Beim Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, der gerade in das Frühjahrs- und Sommergeschäft starten wollte, brach der Umsatz sogar um mehr als die Hälfte ein.

Sächsische Supermärkte sind die großen Gewinner der Corona-Krise (Symbolbild).
Sächsische Supermärkte sind die großen Gewinner der Corona-Krise (Symbolbild).  © 123RF / Kaspars Grinvalds

Update, 25. Mai, 10.52 Uhr: Sachsen: Bald gar keine Einschränkungen mehr?

Nach Thüringen hat auch Sachsen eine grundlegende Änderung beim Umgang mit Einschränkungen in der Corona-Krise angekündigt.

"Wenn die Zahl der Neuinfektionen weiterhin stabil auf einem niedrigen Niveau bleibt, planen wir für die Zeit ab dem 6. Juni in der nächsten Corona-Schutzverordnung einen Paradigmenwechsel", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Montag in Dresden.

>>>Hier geht es zum ausführlichen Artikel.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping.
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping.  © Holm Helis

Update, 25. Mai, 7.43 Uhr: Kretschmer: "Wir brauchen Licht am Ende des Tunnels"

Die vom Coronavirus gelähmte Weltwirtschaft kann es nach Ansicht von Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer nur gemeinsam aus der Krise schaffen. Nun gehe es international darum, sich nicht mit Protektionismus Vorteile zu verschaffen. Die Staaten müssten gemeinsam aus der Krise heraus, damit es keine Weltwirtschaftskrise wie vor etwa 90 Jahren gibt, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Auch vor 10 Jahren sei in der Finanzkrise eine Stabilisierung gelungen.

"Die Exportnation Deutschland ist in Sorge, weil in anderen Ländern die Märkte zusammengebrochen sind", sagte Kretschmer. Das betreffe in erheblichem Maße auch Sachsen, das einen Großteil der im Freistaat produzierten Fahrzeuge exportiere.

Nach Ansicht von Kretschmer ist nun ein Mix an Maßnahmen für die Wirtschaft erforderlich. Es gehe darum, jenen Unternehmen zu helfen, die nicht sofort wieder am Markt erfolgreich sein könnten. Ihnen sollten beispielsweise vorerst weiter die Sozialversicherungsbeiträge gestundet werden. Es gehe auch um Investitionen in die Digitalisierung. Dabei dürfe man nicht wieder zurück in das Jahr 2019, betonte Kretschmer. "Sondern wir müssen den Schwung nutzen für Digitalisierung und Industrie 4.0."

Die Gastronomen sollten länger als geplant von der geringeren Mehrwertsteuer profitieren: "Wir brauchen Licht am Ende des Tunnels."

Um die Krise zu bewältigen, gehe es nicht nur darum, zusätzliches Geld auszugeben, sondern insgesamt um weniger Bürokratie und mehr Flexibilität, so Kretschmer.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. Mai, 7.38 Uhr: Virtuelle Nachhilfe in der Corona-Krise

Um Eltern zu entlasten und Schüler beim Lernen zu unterstützen, geben derzeit Studenten bundesweit kostenlos Nachhilfe per Videochat. Auch Laura Maj Scheffzek (25) von der TU Chemnitz beteiligt sich an der "Corona School".

>>>Hier geht es zum ausführlichen Artikel.

Laura Maj Scheffzek (25) koordiniert die Aktivitäten der "Corona School" an der TU Chemnitz.
Laura Maj Scheffzek (25) koordiniert die Aktivitäten der "Corona School" an der TU Chemnitz.  © privat

Update, 24. Mai, 19.31 Uhr: Corona-Zahlen für Sachsen

Aktuelle Corona-Zahlen für den Freistaat in grafischer Form.

Die Grafik zeigt die Zahl der Fälle, Todesfälle und Geheilten im Freistaat Sachsen.
Die Grafik zeigt die Zahl der Fälle, Todesfälle und Geheilten im Freistaat Sachsen.  © TAG24

Update, 24. Mai, 16 Uhr: Sachsen wartet Pfingsten für Entscheidung über Corona-Regeln ab

Das Corona-Infektionsgeschehen hat sich in Sachsen zuletzt deutlich abgeschwächt. Über Lockerungen wie in Thüringen wird im Freistaat aber noch nicht nachgedacht.

Das neue Coronavirus wird in Sachsen derzeit nur noch vereinzelt nachgewiesen. Am Sonntag wurden nach einer Übersicht des Sozialministeriums zehn neue Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie haben sich demnach 5228 Menschen angesteckt, rund 4710 von ihnen gelten inzwischen wieder als genesen. Über einen Wegfall der landesweit gültigen Corona-Schutzvorschriften wird in Sachsen aber noch nicht nachgedacht. Entsprechende Pläne hegt das Nachbarbundesland Thüringen. Sachsen wolle zunächst noch Pfingsten abwarten, sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber am Sonntag.

Von den zehn Kreisen und drei kreisfreien Städten in Sachsen meldeten nur noch der Vogtlandkreis (plus sieben) und der Kreis Zwickau (plus drei) neue Nachweise. Zudem starb im Kreis Zwickau ein weiterer Corona-Patient, so dass die Zahl der Todesfälle in Sachsen auf insgesamt 204 stieg. Die Sterberate liegt bei 3,9 Prozent.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kündigte am Wochenende weitreichende Lockerungen an. Vom 6. Juni an will er auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften verzichten. Stattdessen sollten regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsverlauf getroffen werden.

"Wir haben immer gesagt, dass wir zunächst das Geschehen an Himmelfahrt und zu Pfingsten beobachten wollen", sagte der sächsische Regierungssprecher Schreiber. Erst danach solle entschieden werden, wie es mit den Corona-Regeln weitergehe. Die derzeitige Verordnung des Freistaates gilt bis zum 5. Juni.

In anderen Bundesländern wurden am Wochenende auffällige Häufungen von Coronafällen gemeldet - in Hessen nach einem Gottesdienst und in Niedersachsen nach einem Restaurant-Besuch. Aus dem Fall in einem Lokal in Ostfriesland lassen sich nach Einschätzung des sächsischen Branchenverbands aber keine Rückschlüsse für die gesamte Branche ziehen. "Das ist ein Beispiel, das nicht repräsentativ ist für alle Regionen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Sachsen, Axel Klein, am Sonntag. Zudem müsse in dem Fall erst noch überprüft werden, ob sich die Gäste an die Corona-Regeln gehalten haben.

In Sachsen habe er bisher den Eindruck gewonnen, dass die Wiederöffnung der Gastronomie gut laufe, sagte Klein. "Wir haben Hygienekonzepte, die funktionieren." Selbst am Himmelfahrtstag, der auch dem Branchenverband im Vorfeld Sorgen gemacht habe, habe das Abstandhalten "im Großen und Ganzen" gut geklappt.

Update, 24. Mai, 14.52 Uhr: Leichter Anstieg der Coronavirus-Infektionen in Sachsen

Die Zahl der bekannten Coronavirus-Infektionen steigt in Sachsen weiterhin nur noch leicht an. Am Sonntag wurden nach einer Übersicht des Sozialministeriums zehn neue Fälle gemeldet

Seit Beginn der Pandemie haben sich demnach 5228 Menschen angesteckt, rund 4710 von ihnen gelten inzwischen wieder als genesen. Von den zehn Kreisen und drei kreisfreien Städten meldeten nur noch der Vogtlandkreis (plus sieben) und der Kreis Zwickau (plus drei) neue Nachweise. 

Zudem starb im Kreis Zwickau ein weiterer Corona-Patient, so dass die Zahl der Todesfälle in Sachsen auf insgesamt 204 stieg. Die Sterberate liegt bei 3,9 Prozent.

Titelfoto: 123RF / Kaspars Grinvalds

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