Coronavirus in Chemnitz: Tschechien öffnet heute die Genzen!

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 204 Corona-Fälle (Stand: 4. Juni). Die meisten der Erkrankten sind jedoch bereits wieder geheilt.

Auch die Gastronomie in Chemnitz darf wieder öffnen: Unter anderem ins Turmbrauhaus am Neumarkt zog es viele Menschen.
Auch die Gastronomie in Chemnitz darf wieder öffnen: Unter anderem ins Turmbrauhaus am Neumarkt zog es viele Menschen.  © Maik Börner

So langsam kehrt das Leben in Sachsen zur Normalität zurück. Geschäfte, Restaurants und Hotels sind wieder offen - alles unter Einhaltung der strengen Hygiene-Maßnahmen.

Maskenpflicht und Abstandsregeln müssen nach wie vor eingehalten werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Seit dem 18. Mai haben auch Kitas und Grundschulen wieder unter Einschränkungen geöffnet.

Verboten sind bis 31. August nach wie vor Großveranstaltungen über 1000 Leute, auch Clubs bleiben geschlossen.

Treffen dürfen sich die Personen zweier Hausstände. 

>>>Hier findet Ihr die neue Corona-Schutzverordnung, die ab 6. Juni bis 29. Juni gilt.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden. 

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 5. Juni, 8.33 Uhr: Tschechien öffnet Grenze ab Freitagmittag

Tschechien öffnet nach fast drei Monaten wieder seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn. Die Entscheidung tritt bereits ab Freitagmittag um 12.00 Uhr in Kraft, wie das Kabinett am Freitagmorgen auf einer Sondersitzung in Prag beschloss. Ein negativer Corona-Test muss nicht mehr vorgelegt werden. 

"Wir müssen zur Normalität zurückkehren", sagte Regierungschef Andrej Babis im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Es sei gut, wenn Touristen aus diesen Ländern wieder Geld in Tschechien ausgäben.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte Tschechien Mitte März einen weitgehenden Einreisestopp für Ausländer verhängt. Die Grenze zur Slowakei war bereits am Donnerstag geöffnet worden. Ab dem 15. Juni führt die Regierung in Prag für weitere Länder ein abgestuftes Ampel-Modell ein, das diese in Risikogruppen einteilt. Während Bürger aus "grünen" Ländern wie der Schweiz freie Fahrt bekommen, müssen Reisende aus Frankreich, Italien und Spanien bei der Einreise einen negativen Labortest auf das Coronavirus vorlegen.

In Tschechien gab es bis Freitag 9494 bestätigte Coronavirus-Infektionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. 326 Todesfälle wurden mit der Erkrankung in Verbindung gebracht.

Ab Freitagmittag sind die Grenzen nach Tschechien wieder offen.
Ab Freitagmittag sind die Grenzen nach Tschechien wieder offen.  © Václav Pancer/CTK/dpa

Update, 4. Juni, 16.50 Uhr: Tschechien öffnet Grenze für Deutsche schon früher

Tschechien öffnet seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn früher als geplant - voraussichtlich bereits ab Samstag. Das sagte Ministerpräsident Andrej Babis am Donnerstag der Agentur CTK am Rande eines Besuchs in der Nähe des Kurorts Marienbad (Marianske Lazne).

Wie es zu der überraschenden Grenzöffnung kam, lest Ihr >>> hier.

Ministerpräsident Andrej Babis will die tschechischen Grenzen noch eher öffnen.
Ministerpräsident Andrej Babis will die tschechischen Grenzen noch eher öffnen.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild, dpa/Ondøej Deml/CTK

Update, 4. Juni, 14.15 Uhr: Handwerk begrüßt milliardenschweres Konjunkturpaket

Sachsens Handwerk hat das milliardenschwere Konjunkturpaket der Bundesregierung begrüßt. Viele Maßnahmen sorgten dafür, dass bislang gesunde Unternehmen aus Handwerk und Mittelstand in der Corona-Krise nicht unverschuldet in eine Schieflage gerieten, sagte der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer am Donnerstag. Dabei nannte er vor allem die zeitweise Absenkung der Mehrwertsteuer sowie die steuerrechtlich vorgezogene Verlustrechnung als wichtige Schritte. Ermer kritisierte allerdings, dass die Regierung es versäumt habe, die Liquidität der Unternehmen zu schonen - etwa durch Abschaffung der Vorfälligkeit der Sozialversicherung.

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, sprach von einem «starken Signal». Die Größe des Paketes in Höhe von rund 130 Milliarden Euro sei der Situation, in die die ‎Wirtschaft angesichts der Corona-Pandemie geschlittert sei, angemessen. Den Kommunen komme vor allem zugute, dass der Bund einen Teil der weggebrochenen ‎Gewerbesteuereinnahmen kompensieren will. "Denn die Kommunen sind es auch, die vor Ort investieren‎."

Update, 4. Juni, 13.45 Uhr: Behindertenwerkstätten erhalten vier Millionen Euro Fördermittel

Die Behindertenwerkstätten in Sachsen bekommen Fördermittel in Höhe von vier Millionen Euro. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) übergab dazu am Donnerstag in Leipzig einen entsprechenden Bescheid an den Kommunalen Sozialverband Sachsen. Er ist für die Umsetzung des Programms und die Bewilligung der Gelder an die Werkstätten und andere Leistungsanbieter zuständig. Mit den Fördermitteln soll es zumindest einen Ausgleich für das entgangene Arbeitsentgelt der 16 000 Beschäftigten geben.

Mit Beginn des Coronavirus-Ausbruchs wurde ein Betreuungsverbot für die betreffenden Werkstätten und Angebote anderer Leistungsanbieter erlassen. Mit der Schließung der Werkstätten konnten sie nicht mehr die zur Bezahlung erforderlichen Erträge erwirtschaften. Ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld oder andere Leistungen für den Einkommensausfall können nach Angaben des Gesundheitsministeriums nicht geltend gemacht werden.

Über das neue Förderprogramm können die Werkstätten nun für alle Beschäftigten eine Zuwendung in Höhe von je 89 Euro erhalten - für jeden Monat, an dem das Betreuungsverbot gilt.

Update, 4. Juni, 12.40 Uhr: Rückkehr zum Normalbetrieb in der Stadtbibliothek

Am Montag kehren die Einrichtungen der Stadtbibliothek nach den coronabedingten Einschränkungen zum Normalbetrieb zurück.

Es stehen auch wieder Einzelarbeits- und Internetplätze zur Verfügung. 

Ab dem 13. Juni ist auch wieder samstags geöffnet.

Öffnungszeiten ab 8. Juni: 

Zentralbibliothek im TIETZ:

  • Montag: 9 bis 19 Uhr
  • Dienstag, Donnerstag, Freitag: 10 bis 19 Uhr
  • Mittwoch: 14 bis 18 Uhr
  • Samstag (ab 13. Juni): 10 bis 18 Uhr

Stadtteilbibliothek Vita-Center:

  • Montag: 10 bis 18 Uhr
  • Mittwoch: 14 bis 18 Uhr
  • Donnerstag: 10 bis 19 Uhr
  • Samstag (ab 13. Juni): 10 bis 14 Uhr

Stadtteilbibliothek Yorck-Gebiet:

  • Dienstag: 10 bis 18 Uhr
  • Donnerstag: 10 bis 16 Uhr
  • Freitag: 10 bis 18 Uhr

Stadtteilbibliothek Einsiedel: 

  • Dienstag: 10 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr 

Stadtteilblbliothek Wittgensdorf: 

  • Freitag: 10 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr 

Ausleihstelle in Röhrsdorf (Rathaus) Donnerstag: 

  • 12 bis 16.45 Uhr 

Ausleihstelle Klaffenbach (Gemeindeamt) Montag (1. und 3. im Monat): 

  • 17 bis 19 Uhr

Update, 4. Juni, 11.35 Uhr: Zulieferer zufrieden mit Konjunkturpaket

Sachsens Automobilzulieferer hoffen nach dem angekündigten Konjunkturpaket der Bundesregierung auf neuen Schwung für die Branche. "Wir sind positiv überrascht", sagte Dirk Vogel vom Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) am Donnerstag. Zwar sei die Kaufprämie für einen Neuwagen ausgeblieben, aber es gebe "deutliche Anreize" über die Senkung der Mehrwertsteuer. Das könnte die Nachfrage nach höherpreisigen Gütern wie Autos steigen lassen. "Gewissermaßen eine Förderung über die Hintertür", so Vogel.

Vor allem die Prämie für E-Fahrzeuge sei so hoch, dass nun auch eine gewerbliche Nutzung für viele interessant sei. Davon könnten die Autobauer und die Zulieferer in Sachsen beim Wandel zur E-Mobilität profitieren. Das Problem seien im Moment eher die langen Wartezeiten von bis zu einem Jahr - etwa beim in Zwickau hergestellten ID.3 von Volkswagen. Nun steige der Druck auf die Hersteller, dass die E-Fahrzeuge auf den Markt kommen, so Vogel.

Zuvor hatte sich Vogel bei "MDR Aktuell" überzeugt gezeigt, dass ein Großteil der Auto-Zulieferer die Krise überstehen werde: "Wir ‎bekommen hier einen Schub in die Transformation."

Das Konjunkturpaket der großen Koalition soll für die Jahre 2020 und 2021 einen Umfang von 130 Milliarden Euro haben. Unter anderem wird die Mehrwertsteuer vorübergehend von 19 auf 16, beziehungsweise von sieben auf fünf Prozent gesenkt, zudem wird die Kaufprämie für Elektroautos auf 6000 Euro verdoppelt.

Update, 4. Juni, 11 Uhr: Klepsch informiert sich über Lage der freien Szene - Hilfspaket

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) hat auch der freien Theaterszene Unterstützung in der Corona-Krise zugesagt. "Ich bin zuversichtlich, dass wir in Kürze ein umfassendes Hilfspaket für die Bereiche Kultur und Tourismus auf den Weg bringen können", erklärte sie am Donnerstag bei einem Besuch im Privattheater des Schauspielers Tom Pauls in Pirna. Das Hilfspaket sei dringend notwendig, um bestehende Förderlücken zu schließen und Kultur und Tourismus flächendeckend zu erhalten. Das vorhandene Netz dürfe auf keinen Fall zerstört werden.

Seit 15. Mai dürfen Theater und Konzertsäle in Sachsen wieder Publikum empfangen. Sie müssen allerdings ein Hygienekonzept vorlegen. Tom Pauls will seine Bühne an diesem Freitag wieder öffnen. "Nach so langer Zeit, fragt man sich, ob man noch spielen kann und den Ansprüchen der Zuschauer genügen wird. Drei Monate - so lange habe ich in meiner gesamten Berufslaufbahn noch nie pausiert", sagte er.

Pauls hat wegen der Auflagen etwa die Hälfte der Stühle aus dem Saal entfernt. Vorerst wird jede Aufführung zweimal am Abend gespielt, um alle Kartenbesitzer berücksichtigen zu können. Mund-Nasen-Schutz ist im ganzen Haus Pflicht - bis der Platz eingenommen ist. Die Vorstellungen finden ohne Pause statt, einen Ausschank gibt es nicht. Die Gäste bekommen am Einlass einen Flyer zu den Hygieneregeln.

Update, 3. Juni, 15.32 Uhr: Sächsische Regierung beschließt weitere Lockerungen

Besuche in sächsischen Pflegeheimen sollen von diesem Samstag (6. Juni) an unter Auflagen wieder möglich sein. Das hat das Kabinett am Mittwoch beschlossen. Zudem sind dann Feiern bis zu 50 Personen wieder erlaubt, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) ankündigte. 

Auch die Kontaktbeschränkungen sollen gelockert werden, so dass sich künftig zehn Personen im öffentlichen Raum treffen können - unter Einhaltung der Abstandsregeln. Zudem dürfen Fachmessen und Regionalmessen wieder stattfinden - mit bis zu 1000 Personen. Große Publikumsmessen werden laut Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) vorerst aber nicht möglich sein.

Nach umfangreichen Lockerungen der Corona-Beschränkungen in den vergangenen Wochen setzt Sachsen damit seinen Öffnungskurs weiter fort. Die neue Corona-Schutzverordnung soll am Samstag (6. Juni) in Kraft treten.

Mehr zu den Lockerungen lest Ihr >>>hier.

Update, 3. Juni, 14.46 Uhr: Sachsen macht Busreisen wieder möglich

Sachsens Regierung ermöglicht ab diesem Samstag wieder Busreisen. Dabei soll eine Mund-Nasenbedeckung Pflicht sein, ähnlich wie im öffentlichen Nahverkehr, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Mittwoch nach einem Kabinettsbeschluss. Auf Abstandsregeln soll allerdings verzichtet werden. Derzeit sei man auch mit anderen Bundesländern über eine einheitliche Regelungen im Gespräch. Die Regelung für Busreisen gehört zu einer Reihe von Lockerungen in der neuen Corona-Schutzverordnung für Sachsen, die am 6. Juni in Kraft tritt.

Am Vormittag hatten Reiseveranstalter und Busunternehmen in Dresden erneut mit einer Demonstration auf ihre Lage in der Corona-Krise aufmerksam gemacht und einen Rettungsschirm für ihre Branche gefordert.

In anderen Bundesländern sind Busreisen unter Einhaltung der Hygieneregeln bereits wieder erlaubt - etwa im Saarland oder in Nordrhein-Westfalen. In Hamburg dürfen bei Busreisen allerdings höchstens 50 Prozent der Plätze besetzt werden, zudem müssen Reisende eine Maske tragen. In Bayern startete der touristische Busverkehr bereits Ende Mai - allerdings sind Gruppenreisen bisher ausgenommen. In Rheinland-Pfalz sollen Busreisen ab 10. Juni wieder möglich sein.

Die Sächsische Regierung erlaubt ab Samstag wieder Busreisen.
Die Sächsische Regierung erlaubt ab Samstag wieder Busreisen.  © imago images/Ralph Peters

Update, 3. Juni, 11 Uhr: Deutsche Steher-Meisterschaften in Chemnitz abgesagt

Der Radsportverein Chemnitz wird die Deutschen Steher-Meisterschaften in diesem Jahr nicht ausrichten. Das berichtet die Freie Presse. Eigentlich war geplant, die nationalen Titelkämpfe am ersten September-Wochenende auf dem Zementoval im Chemnitzer Sportforum zu veranstalten. "Wir haben lange überlegt und uns die Entscheidung nicht einfach gemacht. Doch die derzeitige Situation zwingt uns zu diesem Schritt", sagte RSV-Präsident Thomas Lippold.

In Sachsen sind wegen der Coronavirus-Pandemie bis Ende August alle Großveranstaltungen verboten. "Was danach kommt, wissen wir nicht. Deshalb haben wir uns so festgelegt", erklärte Lippold. Mit der Entscheidung bestehe Planungssicherheit für Veranstalter und Athleten. Dem Verein würde durch die Absage kein finanzieller Verlust entstehen. Außerdem habe der RSV dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) mitgeteilt, die Deutschen Meisterschaften stattdessen im September 2021 ausrichten zu wollen.

Der Radsportverein Chemnitz wird die Deutschen Steher-Meisterschaften in diesem Jahr nicht ausrichten.
Der Radsportverein Chemnitz wird die Deutschen Steher-Meisterschaften in diesem Jahr nicht ausrichten.  © Kristin Schmidt

Update, 3. Juni, 10 Uhr: Corona-Krise lässt Zahl der Arbeitslosen in Sachsen weiter steigen

Die Corona-Krise treibt die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen weiter nach oben. Im Mai waren ‎135.300 ‎Menschen im Freistaat ohne Job, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Chemnitz mitteilte. Das waren ‎6100 Männer und Frauen mehr als im Vormonat, die Arbeitslosenquote stieg damit auf 6,4 Prozent. 

"Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben den sächsischen Arbeitsmarkt auf das Jahr 2017 ‎zurückversetzt", so Agenturchef Klaus-Peter Hansen. Im Mai haben mehr als 2500 weitere Unternehmen Kurzarbeit angezeigt. Bereits in den vergangenen Monaten zeigten etwa vier von ‎zehn Betrieben in Sachsen Kurzarbeit an. ‎

Titelfoto: Václav Pancer/CTK/dpa

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