Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Mehr als 17.600 Infektionen bestätigt

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Epidemie und deren Folgen in dem Bundesland.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen liegt inzwischen bei mehr als 17.600 (Symbolbild).
Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen liegt inzwischen bei mehr als 17.600 (Symbolbild).  © Yasin Akgul/dpa

Bis Montag (0 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 17.637 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen in Hessen im Vergleich zum Vortag um 51.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, blieb demnach im Vergleich zum Sonntag unverändert bei 544.

Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 15.900 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Erkrankung durch den Virus wieder genesen.

Die Landesregierung in Hessen versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen: 0800/5554666 (täglich von 8 bis 20 Uhr).

Das öffentliche Leben in Städten wie Frankfurt, Darmstadt, Gießen oder Kassel wurde infolge der Corona-Krise zunächst stark eingeschränkt und dann in mehreren Schritten wieder gelockert.

Weiterhin gilt in ganz Hessen eine Maskenpflicht: Beim Einkaufen, beim Fahren mit dem Öffentlichen Personennahverkehr sowie auf Bahnhöfen und Flughäfen müssen die Bürger Mund und Nase bedecken. In einigen hessischen Städten gilt zudem eine Maskenpflicht in Schulen.

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

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Update, 21. September, 5.35 Uhr: Parteien bereiten sich auf Kommunalwahlen in Hessen unter Corona-Bedingungen vor

Angesichts der Corona-Krise beweisen die hessischen Parteien bei den Vorbereitungen auf die Kommunalwahlen 2021 Kreativität: CDU und SPD in Frankfurt organisierten ihre Parteitage in einem Fußballstadion, andere Diskussionen und Treffen fanden in einer Turnhalle oder unter freiem Himmel statt.

Die Kandidatenlisten der Parteien können nach Einschätzung des Innenministeriums derzeit in Präsenzveranstaltungen aufgestellt werden – wenn die Corona-Regeln gelten.

"Die derzeitige Infektionslage rechtfertigt verfassungsrechtlich noch keine Abweichung von der gesetzlichen Form der Bewerberaufstellung", erklärte das Ministerium in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Rainer Rahn in Wiesbaden.

Die Kommunalwahlen in Hessen sind für den 14. März 2021 geplant.

Update, 18. September, 14.21 Uhr: Hessens Kinos leiden wegen Corona

Die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie treffen Hessens Kinos hart. Im ersten Halbjahr 2020 hat sich die Zahl der Besucher und der Umsatz der Lichtspielhäuser mehr als halbiert, wie aus am Freitag veröffentlichten Zahlen der Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin hervorgeht. Demnach besuchten von Januar bis Juni 2,02 Millionen Menschen die Kinos. Im Vorjahreszeitraum waren es 4,16 Millionen gewesen. Die Umsätze sanken von 35,57 Millionen Euro auf 16,97 Millionen.

Hessens Kinos waren wegen des sogenannten Lockdowns mehrere Monate geschlossen gewesen. Erst im Mai hatten die Lichtspielhäuser wieder öffnen dürfen, einige sind aber bis heute zu. Die Beschränkungen wegen der Pandemie erlauben nur, einen Teil der Sitzplätze zu belegen. Branchenvertreter hatten daher kürzlich eine Lockerung der Auflagen gefordert, um den Kinobetrieb rentabel zu machen.

Nach Einschätzung des Film- und Kinobüros Hessen gibt es bisher keine Pleitewelle bei Kinos. Das belegen auch die Daten der FFA: Demnach stieg die Zahl der Kinostandorte im ersten Halbjahr sogar von 71 auf 76 und die Zahl der Leinwände von 334 auf 347.

Die Filmförderungsanstalt hatte jedoch bereits bei der Veröffentlichung der Bundeszahlen am Dienstag gewarnt: Die Statistiken täuschten, viele Kinobetreiber kämpften derzeit um ihre Existenz. Die wirklichen Auswirkungen der Pandemie auf die Kinolandschaft würden erst in den kommenden Monaten sichtbar werden.

Update, 18. September, 14.17 Uhr: Hessen hebt Besuchsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheime auf

Hessen hebt die coronabedingten allgemeinen Besuchsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheime auf. Es werde keine verbindlichen Vorgaben des Landes zur Dauer und Anzahl der Besuche mehr geben, teilten Staatskanzlei und Sozialministerium am Freitag in Wiesbaden mit. Maßgeblich seien nun die jeweiligen Schutzkonzepte und Hygienepläne der Einrichtungen.

Update, 17. September, 14.14 Uhr: Lufthansa steht in Afrika jetzt in den Startlöchern

Die Lufthansa bereitet sich nach weitgehenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen wieder auf mehr Flüge in afrikanische Länder vor.

"Wir stehen in den Startlöchern", sagte der für den Kontinent zuständige Lufthansa-Manager André Schulz am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Seit August sei die Zahl der Flüge nach Kenia wieder auf vier pro Woche hochgefahren, nach Namibia wird die Flugverbindung zwischen Frankfurt und Windhuk an diesem Samstag aufgenommen werden.

Auch Mauritius könnte zum Jahresende wieder ins Programm genommen werden. "Das Reiseverhalten und die Nachfragestrukturen werden sich verändern - wir sind aber sehr zuversichtlich beim Blick auf den Markt", sagte Schulz.

Ein wichtiger Mosaikstein sei die am Vorabend in Südafrika verkündete Grenzöffnung nach sechsmonatiger Luftraumsperre.

Update, 17. September, 11.05 Uhr: Biontech will Werk in Marburg für Impfstoff-Produktion übernehmen

Für die Herstellung eines möglichen Corona-Impfstoffs will das Mainzer Unternehmen Biontech von dem Schweizer Pharmakonzern Novartis dessen Produktionsstätte in Marburg übernehmen.

Das Geschäft soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Biontech plant unter Vorbehalt der behördlichen Genehmigung, in dem Werk bereits im ersten Halbjahr bis zu 250 Millionen Dosen des möglichen Impfstoffs herstellen zu können.

In dem Werk in Marburg sind den Angaben zufolge rund 300 Mitarbeiter beschäftigt.

Über den Kaufpreis machten weder Biontech noch Novartis Angaben. Der Vertrag wurde am Mittwochabend unterzeichnet. Die Arbeits-Verhältnisse der Beschäftigten in Marburg bleiben laut Novartis von der Übernahme unberührt.

Das Mainzer Biopharma-Unternehmen und sein US-Partner Pfizer wollen im Falle eines Erfolgs der aktuell laufenden klinischen Studie zu ihrem möglichen Corona-Impfstoff im Oktober den Antrag auf Marktzulassung stellen.

Update, 17. September, 6.30 Uhr: Seit März Einbußen von 60 Prozent im Gastgewerbe

Ein halbes Jahr nach dem Lockdown und den massiven Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise ist die Lage für viele hessische Gaststätten und Hotels laut Dehoga immer noch prekär.

"Die Bilanz ist katastrophal. Das sind die größten Umsatz-Einbrüche, die wir seit dem Zweiten Weltkrieg im Gastgewerbe verzeichnet haben", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Hessen, Julius Wagner.

Seit Angang März hätten die Betriebe im Vorjahresvergleich Einbußen von 60 Prozent verkraften müssen.

Trotz des schönen Sommers und obwohl viele Menschen Urlaub in Deutschland gemacht haben, verzeichneten die Hotels den Angaben zufolge im Juli ein Minus von 50 Prozent. Hessen sei ein starker Messe- und Kongressstandort - und dieser Bereich sei total eingebrochen, sagte Wagner.

Erfreulich sei, dass sich die Kommunen flexibel zeigten und den Gaststätten Raum auf der Straße zur Verfügung stellten. Er gehe einigermaßen optimistisch in den Herbst. Denn auch in den kühleren Zeiten könnten viele Außenflächen mit Hilfe von Zelten, Planen und Heizmöglichkeiten weiter betrieben werden.

Update, 16. September, 7.42 Uhr: Bouffier begrüßt bundesweite Fan-Rückkehr

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat die flächendeckende Fan-Rückkehr in die Sportstadien begrüßt. "Es ist gut, dass die einzelnen Sportarten und Vereine nun Klarheit haben", erklärte er nach Mitteilung der Staatskanzlei in Wiesbaden vom Dienstag. 

"Dabei profitieren vor allem die Ligen, die von den Zuschauern leben. Aber natürlich profitieren auch die Fans, die nun
ihre Sportarten wieder live erleben können." Bouffier betonte, die neue Pilotphase müsse sich bewähren. "Das alles wird aufgrund der Erfolge bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie in Deutschland möglich, wir müssen aber weiterhin verantwortungsbewusst die Hygienekonzepte einhalten", mahnte der hessische Regierungschef.

Zuvor hatten sich die Länder in einer Videoschalte auf eine sechswöchige Testphase mit einer Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Stadion- oder Hallenkapazität geeinigt. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden. Die Regelung gilt neben dem Fußball auch für die anderen großen Teamsportarten Handball, Basketball, Volleyball und Eishockey, die in den kommenden Wochen ebenfalls wieder den Spielbetrieb aufnehmen.

Update, 15. September, 11.50 Uhr: Tourismusbranche leidet nach wie vor massiv unter Corona-Pandemie

Die hessische Tourismusbranche leidet nach wie vor erheblich unter der Corona-Pandemie. Die Beherbergungsbetriebe zählten im Juli 2020 nur halb so viele Gäste wie im gleichen Monat des Vorjahres, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Im Juli dieses Jahres zählten die Betriebe 741.000 Gäste und 1,97 Millionen Übernachtungen - 42 Prozent weniger Übernachtungen als im Juli 2019. Allein aus dem Ausland seien 74 Prozent weniger Besucher angereist, teilte das Landesamt mit.

Da die geöffneten Betriebe zahlreiche Auflagen hätten erfüllen müssen, habe sich das Bettenangebot im Vergleich zum Juli 2019 um ein Zehntel reduziert. Die durchschnittliche Auslastung sank um mehr als ein Drittel auf 27 Prozent.

Rund 85 Prozent der Übernachtungsgäste kamen laut Statistik aus Deutschland, nur 15 Prozent reisten aus dem Ausland an. Die am stärksten vertretenen Nationen waren die Niederlanden, die Schweiz und Dänemark.

Die stärksten Rückgänge der Übernachtungszahlen mussten im Juli den Angaben zufolge Betriebe in Frankfurt (minus 67 Prozent) und im Landkreis Groß-Gerau (minus 65 Prozent) hinnehmen. Am wenigsten waren die Landkreise Limburg-Weilburg (minus 2 Prozent) und Waldeck-Frankenberg (minus 8 Prozent) betroffen.

Die rund 200 hessischen Campingplätze, die geöffnet hatten, registrierten dagegen elf Prozent mehr Gäste als im Vorjahresmonat und genauso viele Übernachtungen.

Update, 15. September, 8.02 Uhr: Besucher unterstützen Theater in der Corona-Krise

Hessens Theater und Opern haben in der Corona-Krise erhebliche finanzielle Unterstützung von ihrem Publikum erhalten. Die Zuschauer hätten Geld gespendet oder auf Rückzahlungen von Tickets ausgefallener Vorstellungen verzichtet, berichten mehrere Kultureinrichtungen. An der Oper Frankfurt sind nach Angaben eines Sprechers durch den Verzicht der Rückerstattung mehr als 110.000 Euro zusammengekommen.

Die Theaterleitung des Staatstheaters Wiesbaden bedankt sich ebenfalls beim Publikum: "Einige Kartenkäufer haben seit März 2020 auf die Erstattung des Kartenpreises ihrer gekauften Karten verzichtet und den Betrag gespendet." So seien bislang 18 800 Euro zusammengekommen. "Dieser Beweis, dass unser Publikum ihr Hessisches Staatstheater Wiesbaden und alle Mitarbeiter so großzügig unterstützt, hilft einem über viele tägliche Hindernisse und Probleme hinweg", sagte Intendant Uwe Eric Laufenberg.

Das Staatstheater Kassel habe bisher auf eine offizielle Spendenaktion verzichtet, erklärte Intendant Thomas Bockelmann. Denn auch ohne habe das Publikum dem Theater die Treue gehalten. "Unsere Zuschauer haben zu zwei Dritteln auf Rückzahlungen verzichtet." Eine Summe nannte das Staatstheater nicht. Zudem sei die Zahl der sonst üblichen Abokündigungen zum Spielzeitende deutlich zurückgegangen.

Bockelmann schloss nicht aus, dass eine Spendensammlung noch nötig werden könnte: Angesichts einbrechender Einnahmen und sinkender Steuereinnahmen für Städte und das Land Hessen werde es in den kommenden Jahren schwierig werden. Bockelmann appellierte an die Behörden, die Corona-Regeln für die Theater zu lockern.

Statt maximal ein Viertel müsse man wieder die Hälfte der Plätze im "Schachbrettmuster" wie bei den Salzburger Festspielen besetzen können. Dann könne man den meisten Abonnenten wieder einen Platz in jeder Vorstellung garantieren, sagte Bockelmann.

Update, 14. September, 13.30 Uhr: Steuerausfälle in Hessen wegen Corona-Krise massiver als erwartet

Hessen muss wegen der Corona-Krise in den nächsten Jahren mit deutlich weniger Steuereinnahmen auskommen als noch im Frühjahr erwartet. Die Steuerausfälle werden bis 2024 bei mehr als 7,8 Milliarden Euro liegen, wie Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) am Montag in Wiesbaden mitteilte. Nach der Steuerschätzung vom Mai waren die Experten noch von einem Rückgang von 6,4 Milliarden Euro ausgegangen.

Titelfoto: Yasin Akgul/dpa

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