Coronavirus im Norden: Abiturprüfungen in Niedersachsen starten

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, der Lockdown wurde vorerst bis Ende April verlängert.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 68.521 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 54.914 Fälle bekannt, in Bremen 22.386 in Mecklenburg-Vorpommern 36.451 und in Niedersachsen 214.619 Covid-19-Fälle (Stand 19. April, 21.58 Uhr).

Seit dem 16. Dezember 2020, gilt ein erneuter bundesweiter Lockdown, der mit zwischenzeitlichen Lockerungen auf unbestimmte Zeit verlängert wurde.

Weiterhin gilt aber eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 19. April, 22.10 Uhr: 114 Corona-Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter 150

Rostock - Am Montag sind in Mecklenburg-Vorpommern 114 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 62 weniger als am Montag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte (Stand: 16.51 Uhr). Sieben weitere Menschen starben demnach im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion, womit die Zahl der Todesfälle im Land auf insgesamt 934 stieg.

Landesweit haben sich zuletzt 142,1 Menschen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche nachweislich mit Corona infiziert. Damit sank die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um 7,9 und damit wieder unter 150. Am höchsten war der Wert im Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 194, gefolgt vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (179,4) und Ludwigslust-Parchim (176,6). Die niedrigsten Werte verzeichneten die Hansestadt Rostock mit 91,3 und der Landkreis Nordwestmecklenburg mit 97,9.

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei 36.451. Als genesen gelten rund 31.300 Menschen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten beträgt derzeit 270 - das sind 2 weniger als am Vortag. 72 Corona-Patienten befanden sich auf Intensivstationen, so viele wie am Vortag.

Im Nordosten haben nach Angaben des Lagus vom Montag bislang rund
312.900 Menschen eine erste und gut 100.000 davon bereits eine zweite Corona-Schutzimpfung erhalten. Die Impfquote lag demnach bei 19,40 beziehungsweise 6,22 Prozent.

Update, 19. April, 22.07 Uhr: Hamburgs Schulsenator Rabe von "Notbremse"-Plänen enttäuscht

Hamburg - Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (60, SPD) hat die von der großen Koalition in Berlin geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes kritisiert. "Ich bin sehr enttäuscht: Schulschließungen werden noch weiter verschärft, aber die Ausgangssperren für Erwachsene gemildert", sagte er am Montag zu den Plänen der Bundestagsfraktionen von CDU und SPD.

"Kinder werden aus der Schule ausgesperrt, damit Erwachsenen abends länger unterwegs sein können. Das passiert, wenn der Bundestag Schulpolitik macht."

Zuvor hatten sich die Koalitionsfraktionen nach heftiger Kritik seitens der Opposition aber auch aus den eigenen Reihen auf verschiedene Ent- und Verschärfungen verständigt. So soll unter anderem der Sieben-Tage-Inzidenzwert für Schulschließungen herabgesetzt werden - von ursprünglich 200 auf 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen.

Zugleich sollen Ausgangsbeschränkungen nicht ab 21 Uhr wie in Hamburg, sondern erst ab 22 Uhr gelten.

Update, 19. April, 21.55 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein liegt bei 72,1

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein nahezu gleich geblieben: Am Montag lag sie bei 72,1 - nach 72,0 am Vortag, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorgeht (Stand: 19. April, 18.34 Uhr). Damit ist Schleswig-Holstein das einzige Bundesland mit einer Inzidenz unter 100. Am Montag vor einer Woche hatte der Wert im Land bei 70,8 gelegen.

Bei der Inzidenz überschritt weiterhin nur das Herzogtum Lauenburg mit 127,8 die kritische Marke von 100. Die niedrigsten Zahlen gab es in den Kreisen Schleswig-Flensburg (38,3) und Nordfriesland (36,8).

Für das Land wurden 202 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet (Samstag: 352, Sonntag: 138). Am Wochenbeginn sind die gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem, weil am Wochenende weniger getestet wird.

In Schleswig-Holstein gibt es den Angaben zufolge bisher 1480 Corona-Tote, fünf mehr als am Sonntag. 192 Menschen werden in Kliniken wegen Covid-19 behandelt - 55 von ihnen intensivmedizinisch. 35 wurden beatmet.

Update, 19. April, 16.40 Uhr: 22 Corona-Fälle in Bad Oldesloer Flüchtlingsunterkunft

Bad Oldesloe - In einer Flüchtlingsunterkunft in Bad Oldesloe sind 22 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Kreis Stormarn am Montag mit. Betroffen seien 20 Bewohner, ein Mitarbeiter des Wachdienstes sowie ein Betreuer der Johanniter.

In der vergangenen Woche seien in der Unterkunft zunächst zwei Infektionen bei Bewohnern festgestellt worden, sagte ein Kreissprecher, am Freitag wurden dann alle Bewohner getestet. Die gesamte Unterkunft steht den Angaben zufolge bereits seit den ersten Verdachtsfällen unter Quarantäne.

In der Unterkunft leben den Angaben zufolge 33 Menschen verschiedener Nationalitäten in separaten Wohneinheiten. Betreiberin ist die Stadt Bad Oldesloe, die nun auch die Grundversorgung der in Quarantäne befindlichen Bewohner sicherstellt.

Insgesamt wurden dem Gesundheitsamt des Kreises Stormarn seit Samstag insgesamt 68 Neuinfektionen gemeldet.

Update, 19. April, 14.23 Uhr: Corona-Lage in Niedersachsen weiter kritisch

Hannover – Die Zahl der Corona-Hotspots in Niedersachsen ist auf inzwischen 32 von 45 Landkreisen und großen Städten gestiegen.

Dort liegt die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen über 100, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover am Montag mit. 599 Neuinfektionen und vier weitere Todesfälle wurden registriert. Im landesweiten Durchschnitt beträgt die Sieben-Tages-Inzidenz 127,3.

In niedersächsischen Kliniken werden unterdessen 1100 Corona-Patienten behandelt, 316 davon auf der Intensivstation. 216 Erwachsene und ein Kind müssen künstlich beatmet werden.

Update, 19. April, 14.19 Uhr: 270 neue Corona-Fälle in Hamburg - Inzidenz sinkt auf 136,6

Hamburg – Die Zahl der in Hamburg nachgewiesenen Corona-Infektionen hat sich am Montag um 270 erhöht. Das sind 27 weniger als am Sonntag und 39 weniger als am Montag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte (Stand: 12.00 Uhr). Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank von 138,7 auf 136,6. Vor einer Woche hatte der Wert 142,7 betragen.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) lag die Zahl der in Hamburg an oder im Zusammenhang mit Corona gestorbenen Menschen unverändert bei 1431. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde nachgewiesenermaßen 68.521 Hamburger mit Sars-CoV-2 infiziert; 58.900 von ihnen gelten laut RKI inzwischen als genesen.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden am Montagvormittag laut Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 109 Corona-Patienten behandelt, davon 66, die invasiv beatmet werden mussten. Die Gesamtzahl der Corona-Patienten in den Kliniken gab die Gesundheitsbehörde mit 281 an - allerdings mit Stand Freitag. Aktuellere Zahlen liegen nach Wochenenden immer erst am Dienstag vor.

Nach Angaben der Behörde haben in Hamburg bis Sonntag 327.299 Menschen eine Impfung erhalten, 107.258 auch schon eine Zweitimfung.

Update, 19. April, 9.54 Uhr: Drei Astrazeneca-Impftage für alle Hamburger ab 60 Jahren

Hamburg - In Hamburg werden am Mittwoch, Donnerstag und Freitag für alle impfwilligen Hamburger ab 60 Jahren Termine mit dem Impfstoff Astrazeneca angeboten. Insgesamt gibt es an den drei Tagen 24.000 Termine für diese Personen – unabhängig von der derzeitigen Priorisierung, wie die Sozialbehörde am Montag mitteilte.

Ein Termin muss vorher telefonisch unter 116117 oder online unter www.impfterminservice.de vereinbart werden. Impfungen ohne Terminvereinbarung sind demnach ausgeschlossen. Die Überprüfung der Impfberechtigung erfolgt vor Ort im Impfzentrum. Der Impfstoff ist auf 8000 Termine pro Tag begrenzt.

Die Möglichkeit, sich unabhängig von der Priorisierung mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen zu lassen, besteht den Angaben zufolge ausschließlich an den genannten Tagen. Ab Samstag sind wieder nur Personen aus den Prioritätsgruppen eins und zwei zur Impfung berechtigt.

Update, 19. April, 9.10 Uhr: Testpflicht für Wangerooge läuft gut

Wangerooge - Der Landkreis Friesland hat eine positive Zwischenbilanz der Testpflicht für Reisende, die auf die Ostfriesische Insel Wangerooge wollen, gezogen.

Seit Karfreitag seien bislang in den Schnelltestzentren am Fähranleger oder am Flugplatz von Harlesiel bei vier Personen positive Testergebnisse registriert worden. "Das ist eine gute Nachricht, denn das heißt, die weitaus größere Zahl, die auf die Insel gekommen ist, war im Schnelltest negativ", sagte Frieslands Landrat Sven Ambrosy (50, SPD).

Bei den Abläufen habe es kleinere Startschwierigkeiten gegeben, mittlerweile laufe das Verfahren rund. 30 bis 40 Menschen würden im Schnitt täglich an den eigens eingerichteten Schnelltestzentren getestet.

Update, 19. April, 8 Uhr: Abiturprüfungen in Niedersachsen starten

Schüler nehmen in der Aula vom Gymnasium Mellendorf in der Region Hannover an der Abiturzulassung teil.
Schüler nehmen in der Aula vom Gymnasium Mellendorf in der Region Hannover an der Abiturzulassung teil.  © Moritz Frankenberg/dpa

Hannover - Mit der schriftlichen Klausur im Fach Geschichte beginnt an diesem Montag das Abitur in Niedersachsen.

Rund 32.000 Schülerinnen und Schüler an etwa 450 Schulen nehmen in diesem Jahr an den Abi-Prüfungen teil. Mit den möglichen mündlichen Nachprüfungen zieht sich die Abi-Phase bis Ende Juni.

Bereits zum zweiten Mal sind die Prüfungen von der Corona-Krise geprägt, und es gelten strenge Hygieneregeln.

Eine Testpflicht soll es zwar nicht geben, das zuständige Ministerium appellierte aber dringend an die Schüler, das Testangebot an Klausurtagen zu nutzen.

In vergangenen Jahr waren die Abschlussprüfungen an Niedersachsens Schulen wegen der Pandemie um rund drei Wochen verschoben worden.

Update, 19. April, 7.15 Uhr: Schulunterricht startet nach den Osterferien wieder im Norden

Kiel - Für Schüler der Klassen eins bis sechs beginnt in den meisten Regionen Schleswig-Holsteins am Montag nach Ende der Osterferien wieder der Präsenzunterricht. In den übrigen Stufen ist dort laut Bildungsministerium Wechselunterricht geplant. Für die Abschlussklassen gibt es weiter überall Präsenzangebote.

Wo Präsenzunterricht stattfindet, sind aber künftig Corona-Selbsttests für Schüler und Lehrer zweimal pro Woche verpflichtend. Das Land stellt zwei Selbsttests pro Woche zur Verfügung, die in der Regel in der Schule gemacht werden sollen.

Es ist aber möglich, ärztliche Testbescheinigungen oder eine Bescheinigung aus einem Bürgertestzentrum oder einer Apotheke vorzulegen. Erlaubt sind nun auch Selbsttests zu Hause - dafür sind qualifizierte Selbstauskünfte nötig. Befreit von der Testpflicht sind neben Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf Prüfungskandidaten.

Titelfoto: Moritz Frankenberg/dpa

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