Coronavirus in Dresden: Lauterbach warnt vor Fans im Stadion, Neuer Fall in der Stadt

Update, 9. Juli, 17.32 Uhr: Sächsischer Musikrat sammelt 45.300 Euro für Corona-Hilfe

Der Sächsische Musikrat hat für seinen Corona-Hilfsfonds 45.300 Euro für Musiker der freien Szene gesammelt. Bisher habe man 151 Betroffenen einmalig 300 Euro auszahlen können, teilte der Musikrat am Donnerstag in Dresden mit.

Der Hilfsfonds war im April aufgelegt worden. Knapp 200 Spender gaben Geld. Durch den Lockdown hatten viele freischaffende Musiker von heute auf morgen Auftrittsmöglichkeiten verloren. Gerade zu Ostern sind sonst viele von ihnen in die zahlreichen musikalischen Aufführungen eingebunden.

Update, 9. Juli, 12 Uhr: Neuer Corona-Fall in Dresden

Die Infizierten-Zahlen wurden am heutigen Donnerstag um 1 erhöht. Nunmehr sind laut Stadtverwaltung insgesamt 628 Personen an der neuartigen Lungenkrankheit erkrankt. Momentan dürften jedoch nur drei Personen an einer Infektion leiden. 

Denn 615 Dresdner gelten bereits als genesen. 10 Personen starben an oder in Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung. Insgesamt 77 Patienten mussten in Krankenhaus behandelt werden, davon auch zwei der drei aktuellen Fälle.

Der historische Schaufelraddampfer "Dresden" und die Salonschiffe der Sächsischen Dampfschifffahrt haben am Abend am Terrassenufer angelegt.
Der historische Schaufelraddampfer "Dresden" und die Salonschiffe der Sächsischen Dampfschifffahrt haben am Abend am Terrassenufer angelegt.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 9. Juli, 11.45 Uhr: Ifo-Institut: Corona-Rezession trifft ostdeutsche Wirtschaft

Die Corona-Krise hat nach Einschätzung des Dresdner Ifo-Instituts im ersten Halbjahr zu einem massiven Konjunktureinbruch in Ostdeutschland geführt. Demnach sinkt das Bruttoinlandsprodukt im Osten laut Prognose in diesem Jahr um 5,9 Prozent, sagte der Ökonom und stellvertretende Institutsleiter Joachim Ragnitz am Donnerstag.

In Sachsen könnte die Wirtschaftsleistung wegen des größeren Industrieanteils sogar um 6,4 Prozent zurückgehen. Die Industrie leide unter deutlichen Produktionsausfällen, vor allem wegen der zeitweisen Störung von Lieferketten, hieß es.

Neben dem verarbeitenden Gewerbe sind vor allem Dienstleister wie Handel und Gastgewerbe von der Krise betroffen. Bundesweit rechnet das Ifo-Institut beim Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr mit einem Minus von 6,7 Prozent. "Das Coronavirus trifft alle Regionen Deutschlands", so Ragnitz.

Die Ökonomen gehen allerdings davon aus, dass sich mit den Lockerungen im zweiten Halbjahr auch die Wirtschaft in Ostdeutschland langsam wieder erholt. Das Vorkrisenniveau wird laut Ifo-Institut voraussichtlich aber erst Ende 2021 wieder erreicht.

An einem Bauzaun einer Baustelle hängt ein Banner mit der Aufschrift "Wir stellen ein!".
An einem Bauzaun einer Baustelle hängt ein Banner mit der Aufschrift "Wir stellen ein!".  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 8. Juli, 12.30 Uhr: Corona-Fallzahlen bleiben auf Vortagesniveau

Die Fallzahlen in Dresden bleiben weiterhin dieselben: Es gibt insgesamt 627 Infizierte, 615 Genesene und 10 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Update, 8. Juli, 7 Uhr: Weil Sachsen vorprescht: Lauterbach warnt vor Fans im Stadion

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat wegen der Corona-Pandemie davor gewarnt, zu früh wieder Fans in den Stadien zuzulassen. "Fußball-Bundesliga-Spiele mit Zuschauern halte ich für nicht verantwortbar", sagte Lauterbach dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch-Ausgaben).

Er betonte: "Auch andere Großveranstaltungen ohne Grenze nach oben sind durch Hygienekonzepte nicht wirklich sicher zu machen. Denn die Kontaktverfolgung wird bei diesen Menschenmengen natürlich nicht gelingen." Es werde "einfach auf Risiko gespielt in der Hoffnung, es werde noch gut gehen", sagte der 57-Jährige. Solche Maßnahmen könnten "die perfekte Vorbereitung einer zweiten Welle im Herbst sein".

Zuvor waren in Sachsen Überlegungen publik geworden, wonach vom 1. September an wieder Zuschauer in den Fußballstadien und Hallen zugelassen werden könnten.

Demnach würden dann Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern möglich sein, allerdings unter Einhaltung von Hygieneregeln und der Kontaktverfolgung, wie es Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden ausführte. "Was noch nicht gelten wird, ist, dass das Stadion voll ist", sagte die Ministerin.

Die sächsische Regierung hatte sich über die neue Corona-Schutzverordnung ausgetauscht. Sie soll nun zunächst zur Anhörung freigegeben werden. Für den Fall des Beschlusses würden neben dem Bundesligisten und Champions-League-Viertelfinalisten RB Leipzig auch die anderen sächsischen Vereine profitieren, die zum großen Teil von Zuschauereinnahmen abhängig sind. Das betrifft in erster Linie die Drittliga-Clubs Dynamo Dresden und FSV Zwickau.

Karl Lauterbach (SPD).
Karl Lauterbach (SPD).  © dpa/Kay Nietfeld

Update, 8. Juli, 6.47 Uhr: Corona-Krise für Künstler: Sachsen zieht erstes Resümee

Die Corona-Krise hat auch viele Kunstschaffende in eine bedrohliche Lage gebracht. Weil ihnen wegen geschlossener Theater oder Opernhäuser Auftrittsmöglichkeiten fehlten, blicken insbesondere Vertreter der Freien Szene in eine ungewisse Zukunft. Sachsen will am Mittwoch (10.00 Uhr) nun ein erstes Resümee zu seinen Hilfen ziehen, unter anderem zum Stipendienprogramm "Denkzeit".

Der Freistaat hatte zusätzlich zu den Bundeshilfen drei Hilfspakete für die Kultur geschnürt. 

Update, 7. Juli, 16.20 Uhr: Sachsen erwägt Zulassung von Zuschauern in Stadien ab September

In Sachsen könnten vom 1. September an wieder Zuschauer in den Fußballstadien und Hallen zugelassen werden. Das sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden. Mehr dazu >> hier.

Update, 7. Juli, 13.53 Uhr: Volksfeste und Breitensport werden möglich

Weitere Lockerungen werden in Sachsen möglich. Volksfeste und Breitensport werden unter bestimmten Bedingungen wieder möglich sein. Mehr zu dem Thema erfahrt Ihr >>> hier

Update, 7. Juli, 13.30 Uhr: Sachsen will bei Maskenpflicht im Handel bleiben

Sachsen will weiter bei der Maskenpflicht im Handel bleiben. Das kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden an. 

Endgültig sei die neue Schutzverordnung allerdings noch nicht beschlossen. Zunächst soll der Entwurf zur Anhörung freigeben werden. 

Bei der Nutzung im Nahverkehr habe der Mund-Nasen-Schutz ohnehin nicht zur Debatte gestanden. Mit der vom 18. Juli bis Ende August geltenden Verordnung plant Sachsen einige Lockerungen. So dürfen Jahrmärkte und Volksfeste wieder stattfinden, wenn ein Hygiene-Konzept vorliegt. Bei Breiten- und Freizeitsport darf Publikum wieder zuschauen. 

Ein Frau mit einer Mund-Nasen-Bedeckung schaut sich die Auslagen eines Bekleidungsgeschäftes an.
Ein Frau mit einer Mund-Nasen-Bedeckung schaut sich die Auslagen eines Bekleidungsgeschäftes an.  © dpa/Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild

Update, 7. Juli, 12.20 Uhr: Keine neuen Infizierten

Die Fallzahlen in Dresden bleiben weiter konstant: Es gibt insgesamt 627 Infizierte, 615 Genesene und 10 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Update, 7. Juli, 7 Uhr: Corona beschäftigt Polizei und Justiz

In Sachsen sind bis Anfang Juli fast 6700 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz von der Polizei erfasst und knapp 200 Klagen gegen die Schutzregelungen bei Gericht eingegangen. Nach Angaben des Innenministeriums stehen für den Zeitraum vom 16. März bis 2. Juli insgesamt 6684 Verstöße zu Buche. Dabei handele es sich um 2362 Straftaten und 4322 Ordnungswidrigkeiten.

In vielen Fällen lösten Beamte im April bis Mitte Mai Corona- oder private Grillpartys sowie Treffen größere Gruppen an Seen, Flüssen oder in Parks auf. Auch sogenannte Spaziergänge als Protest gegen die Corona-Schutzmaßnahmen oder andere Demonstrationen schlugen zu Buche. Anfang April hatte ein Lokalbetreiber in Dresden verbotswidrig geöffnet. Gegen den Wirt erging Strafanzeige, die Gäste wurden wegen Verstoßes gegen die Ausgangsbeschränkung - eine Ordnungswidrigkeit - belangt, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Die weit überwiegende Mehrheit der Sachsen hat sich an die von der Regierung verfügten Auflagen gehalten und so die eigene, aber auch die Gesundheit anderer geschützt. "Die Maßnahmen waren teilweise sehr einschränkend und haben den Bürgern viel abverlangt", sagte Innenminister Roland Wöller (CDU). Dank ihres verantwortungsbewussten und rücksichtsvollen Verhaltens sei es möglich gewesen, das Infektionsgeschehen einzudämmen. "Das ist eine große gesellschaftliche Leistung", lobte er.

Bei den Verwaltungsgerichten und am Oberverwaltungsgericht sind bis Ende Juni nach Angaben des Justizministeriums 106 Eilverfahren und 93 Klagen gegen die Allgemeinverfügungen und die Corona-Schutzverordnungen des Landes eingegangen. 

Dabei ging es unter anderem um den Mindestabstand in Grundschulen, die Mund-Nasen-Abdeckung bei einem Gehörlosen, Ausnahmen für Versammlungen - oder auch Prostitution mit Hygieneschutz.

Mehr als jedes zweite Verfahren wurde erledigt. Justizministerin Katja Meier (Grüne) sprach von einem "besonderen Kraftakt" der Gerichte angesichts der Belastungen und Einschränkungen infolge der Pandemie. "Die zügige Bearbeitung der Fälle zeigt, dass die Gerichte auch in Krisenzeiten handlungsfähig sind."

Polizeiautos stehen am Vatertag am Königsufer, gegenüber der historischen Altstadtkulisse.
Polizeiautos stehen am Vatertag am Königsufer, gegenüber der historischen Altstadtkulisse.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 6. Juli, 12.15 Uhr: Keine neuen Infektionen

Nach wie vor liegen die Zahlen bei den insgesamt registrierten Corona-Fällen bei 627. 615 Patienten seien genesen, 10 starben.

Update, 5. Juli, 12.26 Uhr: Keine neuen Infektionen

Seit dem 23. Juni bleibt die Zahl der insgesamt Infizierten bei 627.

Update, 4. Juli, 12.55 Uhr: Keine Neuinfektionen

Genau wie in den Tagen zuvor gibt es in Dresden keine weiteren Neuinfektionen. 

Update, 3. Juli, 12.14 Uhr: Weiterhin keine neuen Infektionen in Dresden

Seit dem 23. Juni bleibt die Zahl der insgesamt Infizierten nun schon bei 627. 

Update, 3. Juli, 10.17 Uhr: Gesundheitsministerium denkt über Lockerung der Maskenpflicht nach

Sachsens Gesundheitsministerium bereitet derzeit die neue Corona-Schutzverordnung für die Sommerferien vor, die ab dem 17. Juli gelten soll. Dabei werde auch über Änderungen nachgedacht, hieß es am Freitag auf Nachfrage. "Wir schauen uns gerade an, ob wir beim Einkaufen auf die ‎Maskenpflicht verzichten können. Aber ich wünsche mir da ein bundesweit einheitliches Vorgehen", erklärte Ministerin Petra Köpping (SPD) erneut.

In Bussen und Bahnen soll das Tragen von Mund- und Nasenschutz vorerst jedoch Pflicht bleiben. "Ich denke, dass die ‎meisten Menschen dies akzeptieren." Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" berichtet.

Bereits mit der neuen Corona-Schutzverordnung, die seit Ende gilt, gab es weitere Lockerungen für Sachsen - unter anderem bei Familienfeiern und für Musikclubs. Zuletzt wurden im Freistaat 5449 Corona-Infektionen registriert sowie 223 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Seit Wochen bewegt sich die Zahl der Neuinfektionen auf einem niedrigen Niveau.

11. Mai, Dresden: Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, trägt bei einem Besuch im Städtischen Klinikum Dresden einen Mundschutz.
11. Mai, Dresden: Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, trägt bei einem Besuch im Städtischen Klinikum Dresden einen Mundschutz.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Juli, 10 Uhr: Erster Ferienflieger

Am Dresdner Flughafen hob am Freitag um 9.27 Uhr nach langer Corona-Pause der erste Ferienflieger in Richtung Mallorca ab. Die Airline Laudamotion brachte die Urlauber auf die spanische Baleareninsel.

Urlauber können von nun an wieder nach Mallorca fliegen.
Urlauber können von nun an wieder nach Mallorca fliegen.  © Tino Plunert

Update, 2. Juli, 12.10 Uhr: Keine Neuinfektionen in Dresden

Seit dem 23. Juni bleibt die Zahl der insgesamt Infizierten nun schon bei 627. 

Update, 1. Juli, 13.47 Uhr: Sächsische Aufbaubank wickelt Corona-Hilfen in Milliardenhöhe ab

Die Sächsische Aufbaubank (SAB) hat in den vergangenen Monaten tausende Anträge an Corona-Hilfen abgewickelt. "Corona war ein großer Kraftakt für uns", sagte die neue Vorstandsvorsitzende Katrin Leonhardt am Mittwoch in Dresden.

Bis Ende Juni wurden insgesamt knapp 104.000 Anträge mit einem Volumen von rund 1,42 Milliarden Euro bewilligt - dazu zählen die Soforthilfen des Bundes sowie die Ausreichung der landeseigenen Darlehen. Rund 600 Mitarbeiter seien über Wochen hinweg im Zweischichtsystem auch am Wochenende und an Feiertagen im Einsatz gewesen, um die Anträge zu bearbeiten, so Leonhardt. Rund 46.000 Überstunden haben sich bei den insgesamt knapp 1200 Mitarbeiter angesammelt.

Die 53 Jahre alte Katrin Leonhardt hat zum 1. Juli den Vorsitz der SAB von Stefan Weber übernommen, der sich nach mehr als 25 Jahren bei der Förderbank in den Ruhestand verabschiedet hat.

Eine Frau füllt am Computer auf der Internetseite der Sächsischen Aufbaubank einen Antrag auf Corona-Soforthilfe Zuschuss aus. Zur finanziellen Entlastung von Selbstständigen und Freiberuflern in der Corona-Krise startete am 30. März das Programm "Sachsen hilft sofort". Der Antragstopp war der 30. Juni.
Eine Frau füllt am Computer auf der Internetseite der Sächsischen Aufbaubank einen Antrag auf Corona-Soforthilfe Zuschuss aus. Zur finanziellen Entlastung von Selbstständigen und Freiberuflern in der Corona-Krise startete am 30. März das Programm "Sachsen hilft sofort". Der Antragstopp war der 30. Juni.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 1. Juli, 13.30 Uhr: Weiterhin keine Neuinfektionen in Dresden

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten bleibt mit 627 Menschen in Dresden gleich. 615 Personen davon gelten bereits als genesen, 10 starben an oder mit der Infektion.

Update, 1. Juli, 10.43 Uhr: Herbstmarkt soll dieses Jahr stattfinden

Wie die Stadt auf ihrer Webseite bekannt gab, soll der Herbstmarkt in Dresden auf dem Altmarkt von Freitag, den 11. September bis Sonntag, den 4. Oktober stattfinden.

Die offizielle Eröffnung mit Fassbieranstrich erfolgt am 12. September um 12 Uhr. Bei dem Markt sollen über 92 Händler/-innen, 33 Anbietergruppen, eine Bühne, Riesenrad sowie weitere Attraktionen dabei sein.

Update, 1. Juli, 10.26 Uhr: Ende des Förderprogramms: Knapp 1400 Anträge für Ausbildungszuschuss eingegangen

Zum Ende eines Förderprogramms haben Hunderte von der Corona-Krise betroffene Betriebe in Sachsen einen Ausbildungszuschuss beantragt. Bis zum 29. Juni gingen knapp 1400 Anträge für rund 4380 Azubis ein, wie das Wirtschaftsministerium auf Anfrage mitteilte.

Bis zum 30. Juni konnten Unternehmen, die von Kurzarbeit betroffen waren und nicht mehr als ‎‎250 Mitarbeiter beschäftigen, einen entsprechenden Antrag stellen. Sachsen zahlt von der Corona-Krise betroffenen Ausbildungsbetrieben einen einmaligen Zuschuss ‎in Höhe des jeweiligen Ausbildungsentgeltes für sechs ‎Wochen.

Bewilligt wurden den Angaben zufolge bis Ende Juni 454 Anträge für rund 1400 Lehrlinge mit einem Volumen von mehr als 1,4 Millionen Euro. Knapp 817.000 Euro wurden bereits ausgezahlt. ‎"Die duale Ausbildung ist eine Säule unseres wirtschaftlichen Erfolgs. Deshalb müssen wir sie besonders in schwierigen Zeiten in Gang halten‎", so Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). 

Das Ministerium geht davon aus, dass es noch bis Ende November dauert, bis alle Bewilligungen und Auszahlungen abgeschlossen sind.

Ein Auszubildender misst ein Werkstück mit einer Schieblehre aus. Über 817.000 Euro wurden an bereits bewilligte Anträge ausgezahlt.
Ein Auszubildender misst ein Werkstück mit einer Schieblehre aus. Über 817.000 Euro wurden an bereits bewilligte Anträge ausgezahlt.  © Felix Kästle/dpa

Update, 30. Juni, 19.11 Uhr: Sachsen mit Vier-Stufen-Plan bei Coronavirus-Ausbruch

Sachsen hat die Maßnahmenpläne für einen Coronavirus-Ausbruch mit einem Vier-Stufen-Plan konkretisiert. Künftig soll bereits ab einer Zahl von 20 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner ein Vorwarnsystem ausgelöst werden.

Wie das genau aussieht und welche Maßnahmen dann ergriffen werden, lest Ihr >>> hier.

Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, schaut in ihre Unterlagen mit den aktuellen Fallzahlen.
Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, schaut in ihre Unterlagen mit den aktuellen Fallzahlen.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 30. Juni, 18.50 Uhr: DVB entschädigen Kunden

Wer dachte in den vergangenen Monaten bei Homeoffice, Kurzarbeit, geschlossenen Schulen und Kitas nicht auch zumindest einmal daran, seine Abo-Karte bei den DVB zu kündigen? Alle, die dies nicht getan haben, erhalten jetzt eine ordentliche Wiedergutmachung dafür, dass sie ihre Tickets nicht nutzen konnten!

Welche Aktionen die Verkehrsbetriebe umsetzen, erfahrt Ihr >>> hier.
Wer die Monats-Karte im Abo nutzt, kann jetzt weiter und mit mehr Personen fahren.
Wer die Monats-Karte im Abo nutzt, kann jetzt weiter und mit mehr Personen fahren.  © dpa/Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild

Update, 30. Juni, 17.17 Uhr: Anträge auf Corona-Hilfen bei Härtefällen in Kunst und Kultur möglich

Freie Träger in Kunst und Kultur können ab sofort und bis Jahresende bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) Anträge auf Corona-Hilfen im Härtefall stellen. Der einmalige Zuschuss soll finanzielle Engpässe infolge der Pandemie überbrücken, die zwischen 15. März und 31. Dezember entstanden sind oder noch entstehen, wie die SAB in Dresden am Dienstag mitteilte. Die Höhe betrage je nach Liquiditätsbedarf bis zu 10 000 Euro, im nachgewiesenen Einzelfall bis zu 50 000 Euro. Insgesamt stehen nach Angaben einer Sprecherin 28,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Anträge können von freien Trägern mit und ohne anerkannter Gemeinnützigkeit aus den Bereichen Darstellende Künste, Musik, Soziokultur, Film, Bibliotheken/Literatur, Bildende Kunst, Museen und Ausstellungen gestellt werden - ebenso wie aus den Bereichen Kulturelle Bildung, Heimat- und sonstige Kulturpflege inklusive Festivals oder Zoos, Botanische Gärten und Landschaftsparks im Freistaat. Das Geld soll helfen, Liquiditätslücken aufgrund unabweisbarer Einnahmeausfälle oder zusätzlicher Betriebsausgaben wegen Corona etwa für Hygienemaßnahmen oder digitale Angebote zu schließen.

Die SAB wies explizit darauf hin, dass überwiegend wirtschaftlich tätige Antragsteller, die sich schon Ende 2019 in Schwierigkeiten befanden, von der Förderung ausgeschlossen sind.

Update, 30. Juni, 16.19 Uhr: Neues Corona-Hilfspaket für den Freistaat

Geld im Gesamtumfang von mehr als einer Milliarde Euro soll dem Freistaat Sachsen finanziell wieder auf die Beine helfen. Die Maßnahmen stehen unter dem Titel: "Sachsen startet durch". Mehr Infos dazu lest >>> Ihr hier.

Update, 30. Juni, 14 Uhr: Weiter keine Änderungen in den Fallzahlen

In Dresden haben sich weiterhin 627 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 615 Personen davon gelten bereits als genesen, 10 starben an oder mit der Infektion.

Update, 30. Juni, 13.15 Uhr: Semperoper stellt Corona-Spielplan vor - Oper als "Essenz"

Die Semperoper Dresden will trotz der Corona- Einschränkungen seinem Publikum so viel Theatererlebnis wie möglich bieten. 

Am Dienstag stellte Intendant Peter Theiler den Spielplan für die Monate September und Oktober vor. Er enthält sogenannte Essenz- Produktionen, bei denen Werke auf eineinhalb Stunden reduziert werden. Zudem sollen Licht oder Videoproduktionen eine gewisse Stimmung erzielen. 

Die Aufführungsdauer darf aufgrund der Vorgaben 90 Minuten nicht überschreiten, die Sänger müssen einen Mindestabstand von sechs Metern einhalten. Die Puccini-Opern "Mandame Butterfly" und "Tosca" sowie "Eugen Onegin" von Tschaikowski werden konzertant aufgeführt.

Peter Theiler, Intendant der Semperoper Dresden, spricht während der Vorstellung des Spielplans für die Monate August bis Oktober 2020.
Peter Theiler, Intendant der Semperoper Dresden, spricht während der Vorstellung des Spielplans für die Monate August bis Oktober 2020.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 30. Juni, 12 Uhr: Neustart auf Festung Königstein - Ansturm verhalten

Auch der Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz fehlen aufgrund der Corona-Pandemie wichtige Besuchergruppen. 

Über 55 000 Gäste seit der Wiederöffnung zu Pfingsten seien "mehr als erwartet und weniger als üblich", zog die gGmbH in einer Mitteilung vom Dienstag Bilanz. "Wir können mit dem Neustart sehr zufrieden sein", sagte Geschäftsführerin Angelika Taube.

Nach Angaben der Festungs-gGmbH fällt vor allem das Ausbleiben von Reisegruppen und ausländischen Gästen wegen Corona ins Gewicht. So kamen im Vergleich zum Rekordjahr 2019 im Mai und Juni diesen Jahres 45 Prozent weniger Touristen. 

"Damit ist aktuell noch kein kostendeckender Betrieb möglich" sagte Taube. Sie hofft nun auf einen stärkeren Inlandstourismus in den Sommerferien, der das Defizit zumindest teilweise ausgleicht. Dabei sollen unter anderem eine neue Dauerausstellung und eine Konzertreihe des Dresdner Residenz Orchesters ab August helfen.

Auch der Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz fehlen aufgrund der Corona-Pandemie wichtige Besuchergruppen.
Auch der Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz fehlen aufgrund der Corona-Pandemie wichtige Besuchergruppen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Der 1241 erstmals urkundlich erwähnte "lapide regis" zählt zu Sachsens beliebtesten Ausflugszielen. Die mittelalterliche böhmische Königsburg war später Kloster, Landesfestung, höfischer Festort, Kunstdepot und Gefängnis. 

Von 1949 an beherbergten die Gebäude einen Jugendwerkhof für straffällig gewordene Jugendliche, nach dessen Schließung 1955 wurde die 9,5 Hektar große Festungsanlage militärhistorisches Freilichtmuseum. Seit der Wende ist sie in Landesbesitz.

Update, 30. Juni, 11.15 Uhr: Ifo Institut sieht Anzeichen für Erholung der ostdeutschen Wirtschaft

Nach dem drastischen Einbruch im Frühjahr sehen die Ökonomen vom Ifo-Institut im Juni Anzeichen für eine Erholung der ostdeutschen Wirtschaft. 

Sowohl die Lageeinschätzung als auch die Geschäftserwartungen für die nächsten Monate seien wieder nach oben gegangen, teilte das Institut am Dienstag in seinem monatlichen Lagebericht mit. Der Geschäftsklimaindex sprang den Angaben zufolge binnen Monatsfrist von 79,9 auf 90,6 Punkte‎.

In der Industrie habe sich die Stimmung "kräftig erwärmt", so die Wissenschaftler

Auch im Dienstleistungssektor legten die aktuelle Einschätzung und noch mehr die Erwartungen für die nächsten Monate zu. Die Mehrzahl der befragten Händler beurteilten im Juni ihre laufenden ‎Geschäfte wieder optimistisch. Im Bauhauptgewerbe legte der Ifo Geschäftsklimaindex ebenfalls zu. Die Befragten gaben sich vor allem mit Blick auf die nächsten Monate zuversichtlich. ‎

Nach dem drastischen Einbruch im Frühjahr sehen die Ökonomen vom Ifo-Institut im Juni Anzeichen für eine Erholung der ostdeutschen Wirtschaft.
Nach dem drastischen Einbruch im Frühjahr sehen die Ökonomen vom Ifo-Institut im Juni Anzeichen für eine Erholung der ostdeutschen Wirtschaft.  © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Das Ifo-Geschäftsklima für Ostdeutschland basiert auf etwa 1700 monatlichen Meldungen von Firmen verschiedener Branchen. Sie werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Der Ifo-Index gilt als sehr treffsicherer Frühindikator für den weiteren konjunkturellen Verlauf.

Update, 29. Juni, 14.30 Uhr: Nichts Neues in den Corona-Zahlen

Positive Nachrichten aus Dresden: Es gibt keine neuen Infizierten zu vermelden. Nach wie vor gibt es 627 registrierte Infektionen. 

Weiterhin gelten 615 Patienten als genesen, 10 starben an und mit der Erkrankung. 

Blick auf die Dresdner Altstadt.
Blick auf die Dresdner Altstadt.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 28. Juni, 14.27 Uhr: Deutsches Rotes Kreuz in Corona-Turbulenzen

Selbst die Wohlfahrtsverbände sind von der Corona-Krise getroffen. So muss das Rote Kreuz finanzielle Einbußen verkraften. Die Lage der sozial schwachen Menschen hat sich aus Sicht des Diakonischen Werks weiter verschärft.

Die ganze Meldung findet Ihr >> hier

Update, 28. Juni, 13.15 Uhr: Corona-Lage in Dresden konstant

Die Corona-Zahlen in Dresden bleiben am Sonntag auf Vortagesniveau: Weiterhin infizierten sich insgesamt 627 Menschen in der sächsischen Landeshauptstadt mit dem Coronavirus. 615 Patienten gelten als genesen, 10 starben an und mit der Erkrankung. Zuletzt wurden am vergangenen Dienstag neue Fälle gemeldet.

Update, 28. Juni, 8.30 Uhr: Neue Gesundheitsbestätigung: Kitas ab Montag im Regelbetrieb

Sachsens Kitas kehren nach coronabedingten Einschränkungen von Montag an wieder zum regulären Betrieb zurück. Mit der Neuregelung fällt das bisher geltende Gebot der strikten Trennung der Gruppen innerhalb eines Gebäudes und auf dem Außengelände weg. Zudem gibt es auch keine Einschränkung mehr bei den Öffnungszeiten. 

"Eine große Erleichterung sowohl in der Kita-Branche als auch bei vielen Eltern", sagte Dirk Reelfs, Sprecher des Kultusministeriums auf Anfrage. Gerade von den Eltern habe es etwa über soziale Medien viele positive Rückmeldungen gegeben.

Das Ministerium verwies zudem darauf, dass es eine neue Gesundheitsbestätigung zur Vorlage in Krippen und Kindergärten gibt. Demnach müssen die Eltern mit ihrer Unterschrift nur noch bestätigen, dass das Kind symptomfrei ist - nicht mehr wie bisher der gesamte Hausstand. 

Zudem wurden nach Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Symptome präzisiert - künftig zählen Husten, Fieber oder Erbrechen dazu - nicht mehr aber etwa Schnupfen. Viele Eltern seien in den vergangenen Wochen verunsichert gewesen, ob sie ihr Kind etwa mit laufender Nase in die Kita bringen könnten, so Reelfs.

Corona-Schutzmaßnahmen gelten aber weiter. So müssen Eltern, die ihr Kind zur Kita bringen oder abholen, einen Mundschutz tragen und ausreichenden Abstand zu anderen Personen halten.

In Sachsen gilt zudem ab Dienstag (30. Juni) eine neue Rechtsverordnung - bis zum 17. Juli. Diese sieht etwa Lockerung für größere Familienfeiern und Musikclubs vor, Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen bleiben aber vorerst bestehen.

Kinderrucksäcke hängen im Eingangsbereich eines Kindergartens. (Symbolbild)
Kinderrucksäcke hängen im Eingangsbereich eines Kindergartens. (Symbolbild)  © dpa/dpa-Zentralbild/Monika Skolimowska

Update, 28. Juni, 8 Uhr: Sachsens Campingplätze rechnen im Sommer mit großem Zulauf

Die Campingplätze in Sachsen sind wenige Wochen vor Beginn der Sommerferien gefragt wie kaum zuvor. "Wir gehen davon aus, dass eine ganze Menge los sein wird", sagte Christoph Hasse vom Sächsischen Campingverband. Vor allem Plätze in der Sächsischen Schweiz oder am See sind gefragt. 

In Zeiten der Corona-Krise ziehe es viele Menschen in die Natur, auch das Abstandhalten sei mit dem Wohnmobil oder im Zelt einfacher machbar als im Hotel, so Hasse. "Wir haben fast keine Gäste aus dem Ausland, dafür wesentlich mehr Urlauber aus Deutschland." Nicht nur aus Sachsen, aus dem gesamten Bundesgebiet gibt es zahlreiche Anfragen.

Bereits im vergangenen Jahr verbuchten die rund 100 Campingplätze im Freistaat mehr Zulauf: Das Statistische Landesamt zählte für 2019 knapp 770.000 Übernachtungen - ein Plus von rund 13 Prozent. Die Zahl der Gäste stieg sogar um 20 Prozent auf 255.000. 

Update, 27. Juni, 13.15 Uhr: Weiter kein Anstieg in Dresden

Die Zahlen blieben am heutigen Samstag unverändert. Weiterhin sind in Dresden insgesamt 627 Fälle registriert worden, 615 Patienten sind bereits genesen und 10 starben an der Erkrankung.

Zahlreiche Gäste der "Filmnächte am Elbufer" sitzen vor der Kulisse der Dresdner Altstadt und schauen auf eine Kinoleinwand. Das Freiluftkino startete am Donnerstag auch in Zeiten des Coronavirus mit dem Film "Bohemian Rhapsody".
Zahlreiche Gäste der "Filmnächte am Elbufer" sitzen vor der Kulisse der Dresdner Altstadt und schauen auf eine Kinoleinwand. Das Freiluftkino startete am Donnerstag auch in Zeiten des Coronavirus mit dem Film "Bohemian Rhapsody".  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 26. Juni, 14.11 Uhr: Keine Neuinfektionen

Auch am Freitag meldete die Stadt Dresden keine Neuinfektionen. Die Zahl bleibt damit bei insgesamt 627 Fällen. Rund 615 Patienten sind mittlerweile wieder genesen (+1).

Update, 26. Juni, 14.10 Uhr: Boulevardtheater Dresden nimmt im August regulären Spielbetrieb auf

Das Boulevardtheater Dresden nimmt ab Mitte August das normale Geschäft wieder auf. "Ein bestätigtes Hygienekonzept ermöglicht den Spielbetrieb bei voller Auslastung", teilte die Bühne am Freitag mit. Seit dem 14. März war der Vorhang in dem Privattheater geschlossen. Auf den Tag genau fünf Monate später soll es nun weitergehen.

Nach Angaben der Bühne sind die Auswirkungen der Pandemie auf den Betrieb gravierend. 213 Veranstaltungen habe man verlegen müssen, bis zu 100.000 Zuschauer fehlten, die finanziellen Einbußen seien enorm:
"Über 80 freiberufliche Servicekräfte, Schauspieler und Techniker verloren von heute auf morgen ihre Arbeit." Ab dem 14. August dürfe nun der Große Saal mit knapp 500 Plätzen wieder voll genutzt werden.

"Alles andere wäre für uns wirtschaftlich nicht machbar gewesen", erklärten die beiden Theaterleiter Marten Ernst und Olaf Becker. "Der Betrieb des Theaters mit weniger als rund 400 Personen, wäre nicht tragbar. Die laufenden Kosten für den Spielbetrieb und die abendlichen Kosten für Gagen, Verwertungsrechte und Verbrauch würden die Einnahmen übersteigen."

Bis zum Restart im eigenen Haus gastiert das Boulevardtheater gemeinsam mit anderen Bühnen, Künstlern und Veranstaltern in der Freilichtbühne "Junge Garde" im Großen Garten von Dresden. Dafür wurde kurzfristig ein Theatersommer mit einem Programm-Mix aus Schauspiel, Comedy, Konzert und Musical auf die Beine gestellt. 

Update, 25. Juni, 20.07 Uhr: Beherbungsverbot? Gesundheitsministerin Köpping plädiert für Einheitlichkeit

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat in der Diskussion um ein Beherbergungsverbot für Touristen aus Risiko-Regionen für ein einheitliches Vorgehen geworben. "Zwischen den Bundesländern werden gerade mehrere Varianten besprochen‎", sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag auf Anfrage. Es müsse aber eine möglichst einheitliche Regelung bundesweit geben, wie mit Reisenden ‎aus Regionen "mit einem sehr hohen Infektionsgeschehen" umgegangen werden soll. "Für uns ist wichtig: Jeder soll nach Sachsen kommen können, wenn er einen negativen Test vorweist", so Köpping. Dieser sollte allerdings nicht älter als 48 Stunden sein und von den Beherbergungsbetrieben kontrolliert werden.

Liegt kein solcher Test vor, soll es nach dem Willen des Ministeriums ein Beherbergungsverbot für Reisende geben, die aus Regionen mit mehr als 50 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen nach Sachsen kommen wollen. Ein endgültiges Ergebnis liege aber noch nicht vor, die Abstimmung in den Ländern laufe noch, so Köpping.

Aus Furcht vor einer Ausbreitung des Virus wurden an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern bereits Urlauber aus der Region um Gütersloh abgewiesen oder aufgefordert, vorzeitig abzureisen.

Petra Köpping (62, SPD).
Petra Köpping (62, SPD).  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. Juni, 14.20 Uhr: Keine Neuinfektionen

Die Zahl der ingesamt Infizierten in Dresden bleibt bei 627. Wieder genesen sind davon rund 614 Patienten.

Update, 25. Juni, 11.30 Uhr: Sachsens Exporte sinken drastisch

Die sächsische Wirtschaft verzeichnet drastische Exporteinbußen. Im April diesen Jahres hätten die Unternehmen Waren im Wert von 2,04 Milliarden Euro exportiert, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. 

Das bedeute einen Rückgang des Exportwerts um 42 Prozent im Vergleich zu dem des Vorjahreszeitraums. Selbst in der Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 seien die Exporte nicht in diesem Maß zurückgegangen. 

So seien im April 2020 kaum Autos oder Wohnmobile aus Sachsen an sonst bedeutende Abnehmer wie die USA oder das Vereinigte Königreich exportiert worden. 

Auch bei Autoteilen und Erzeugnissen des Maschinenbaus lagen die Ausfuhren den Angaben zufolge weit unter den Zahlen im Vorjahr.

Die sächsische Wirtschaft verzeichnet drastische Exporteinbußen. Im April diesen Jahres hätten die Unternehmen Waren im Wert von 2,04 Milliarden Euro exportiert, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte.
Die sächsische Wirtschaft verzeichnet drastische Exporteinbußen. Im April diesen Jahres hätten die Unternehmen Waren im Wert von 2,04 Milliarden Euro exportiert, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte.  © Jan Woitas/dpa

Insgesamt gingen die Exporte sächsischer Unternehmen laut Statistikern in den ersten vier Monaten dieses Jahres auf 11,51 Milliarden Euro zurück und damit um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Corona-Krise trifft allerdings nicht alle Branchen im gleichen Maß: Die Exportumsätze elektronischer Bauelemente etwa wuchsen im April sogar um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Update, 24. Juni, 16.24 Uhr: Keine Neuinfektionen am Mittwoch

Am Dienstag wurden in Dresden noch zwei Coronavirus-Neuinfektionen gemeldet. Am Mittwoch verharrt der Stand der Infektionen auf Vortagsniveau. 627 Personen hatten sich seit Mitte März in der Landeshauptstadt mit Corona infiziert. Davon sind mittlerweile gut 614 wieder genesen.

Update, 24. Juni, 10.10 Uhr: "Tag der Sachsen" in Aue-Bad Schlema wird 2023 nachgeholt

Der wegen der Corona-Pandemie ausgefallene "Tag der Sachsen" in Aue-Bad Schlema wird nachgeholt. Das Volks- und Heimatfest wird dort 2023 stattfinden, zum 850-jährigen Stadtjubiläum von Aue-Bad Schlema, wie die Sächsische Staatskanzlei mitteilte. 

"Die Stadt Aue-Bad Schlema hat bereits sehr viel Arbeit und Engagement in die Vorbereitung auf das größte Vereins- und Heimatfest des Freistaates Sachsen investiert. Diese vielen Stunden sollen nicht umsonst gewesen sein", betonte der Präsident des Kuratoriums "Tag der Sachsen", Matthias Rößler.

Der "Tag der Sachsen" findet seit 1992 immer am ersten September-Wochenende statt. Wegen der Flutkatastrophe im August 2002 war das Fest in Döbeln abgesagt worden. Dort wurde der "Tag der Sachsen" 2004 nachgeholt. In diesem Jahr war das Volksfest für den 4. bis 6. September geplant, musste aber wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden. 

Der nächste "Tag der Sachsen" findet vom 10. bis 12. September 2021 in Freital statt.

Update, 23. Juni 18.44 Uhr: Corona-Lockerungen in Sachsen, Mundschutz bleibt

Ab dem 29. Juni wird es in Sachsen wieder Regelbetrieb in den Kitas geben. Die Mundschutzpflicht bleibt jedoch erhalten. Was sich sonst noch ändern wird, lest Ihr >>> hier nach. 

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU).
Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU).  © Ove Landgraf

Update, 23. Juni, 12.12 Uhr: Dresden mit neuen Fällen

Erstmals seit dem 12. Juni gibt es in Dresden wieder neue Infektionsfälle. Die Zahl stieg auf insgesamt 627 (plus 2). Beide Patienten wurden offenbar direkt ins Krankenhaus eingeliefert, denn wie die Stadt mitteilte, gibt es zwei weitere Klinikeinweisungen. Insgesamt 77 seit Beginn der Corona-Krise.

Geheilt sind mittlerweile rund 614 Patienten. 

Update, 23. Juni, 8.40 Uhr: Dresden leuchtete rot

Vergangene Nacht beteiligten sich deutschlandweit hunderte Firmen an der Aktion "Night of Light". Die Veranstaltungsbranche machte so auf ihre derzeitige Corona-Lage aufmerksam. 

Auch in Dresden leuchtete die Stadt rot. Weitere Bilder gibt es in diesem Artikel >> hier

Dresden erstrahlte in rot.
Dresden erstrahlte in rot.  © Andreas Weihs

Update, 22. Juni, 18.15 Uhr: Kabinett will über weitere Corona-Lockerungen befinden

Die sächsische Regierung will am Dienstag weitere Lockerungen in der Corona-Krise verkünden. Sie sind Teil einer neuen Schutzverordnung, die vom 30. Juni bis zum 17. Juli gelten soll. 

Ein paar Details waren bereits in der Vorwoche bekannt geworden. So sollen etwa größere Familienfeiern mit bis zu 100 Gästen unter Hygieneauflagen wieder möglich sein. Gleiches wurde für Jahrmärkte und Dorffeste erwogen. Dass es zu einer Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel kommt, ist eher unwahrscheinlich. 

Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hatte wiederholt für ein bundesweit einheitliches Vorgehen plädiert. Auch am Mindestabstand und Kontaktbeschränkungen will Sachsen zunächst festhalten.

Weitere Maßnahmen in Zusammenhang mit Schulen und Kitas werden momentan heftig diskutiert. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Petra Köpping, Sozialministerin (SPD, 62).
Petra Köpping, Sozialministerin (SPD, 62).  © dpa/Peter Endig/zb

Update, 22. Juni, 16.10 Uhr: Nur leichter Anstieg bei Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Die Zahl der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 in Sachsen hat auch über das Wochenende nur leicht zugenommen. Laut der vom Gesundheitsministerium geführten Statistik vom Montag sind insgesamt 5423 Corona-Fälle registriert - 25 mehr als am vergangenen Freitag. 

15 davon wurden aus dem Landkreis Mittelsachsen gemeldet, wo es Infektionsfälle an zwei Schulen gab. Die Zahl der Todesopfer liegt unverändert bei 220. 

Nach Schätzungen gelten inzwischen etwa 5090 positiv auf das Virus getestete Menschen als wieder genesen.

Update, 22. Juni, 12.35 Uhr: Keine Neuinfektionen

Auch am Montag bleibt die Zahl der ingesamt Infizierten in der Landeshauptstadt bei 625. Seit dem 12. Juni gibt es somit keine Neuinfektionen. 

Ebenso blieben die Anzahl der Todesopfer (10) und Genesenen (614) seit mehreren Tagen unverändert.

Update, 22. Juni, 12.30 Uhr: Moritzburger Hengstparaden wegen Corona abgesagt

Die berühmten Moritzburger Hengstparaden fallen in diesem Jahr wegen Corona aus. Die Sächsische Gestütsverwaltung sagte die traditionellen Präsentationen am Montag ab, weil die aktuellen Corona-Hygieneauflagen bei mehreren Tausend Zuschauern in den historischen Anlagen nicht umsetzbar seien.

Betroffen ist auch die Konzertveranstaltung Musik und Hengste unter dem Thema "Tango Passion". Der Kartenverkauf ist gestoppt, bereits erworbene Tickets können für die Veranstaltungen 2021 eingelöst oder zurückgegeben werden. "Wir bedauern die Absage sehr", sagte Landesstallmeisterin Kati Schöpke mit Blick auf die Fans und Besucher sowie Gestütsmitarbeiter.

Update, 22. Juni, 7.54 Uhr: Premierenstau an Semperoper Dresden wegen Corona-Lockdown

Die Dresdner Semperoper rechnet aufgrund der coronabedingten Schließung mit deutlichen Einnahmeverlusten. "Das sind schon mehrere Millionen Euro", sagte Intendant Peter Theiler der Deutschen Presse-Agentur. 

Allein 70.000 bereits verkaufte Karten gelte es zu stornieren. Zudem haben sich mittlerweile vier ausgefallene Neuproduktionen aufgestaut, darunter eine Uraufführung. "Wie eine Bugwelle schieben wir diese in den kommenden Spielzeiten vor uns her und prüfen, wo wir sie vernünftig unterbringen können." Der Spielplan für die neue Saison wurde modifiziert, das weltberühmte Opernhaus plant vorsichtig und erstmal bis Ende Oktober.

"Es weiß ja niemand, wie sich die Lage weiterentwickelt und wir müssen auf Änderungen flexibel reagieren können", sagte Theiler.

Die Semperoper in Dresden rechnet mit Einnahmeverlusten von mehreren Millionen Euro.
Die Semperoper in Dresden rechnet mit Einnahmeverlusten von mehreren Millionen Euro.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. Juni, 17.36 Uhr: Corona-Infektion an Grundschule in Penig, Schüler in Quarantäne

Nach der bestätigten Corona-Infektion eines Schülers an einer Grundschule in Penig (Landkreis Mittelsachsen) fällt der Unterricht vorerst aus. Alle Kinder und Lehrer der betreffenden Klasse befänden sich in häuslicher Quarantäne und sollen auf das Coronavirus untersucht werden, teilte die Stadtverwaltung am Sonntag auf ihrer Internetseite mit. 

Zuvor hatte die "Freie Presse" berichtet. Auch alle anderen Schüler sollen in der nächsten Woche vorsorglich zu Hause lernen, hieß es. An der Schule werde lediglich eine Notbetreuung angeboten.

Auch an einem Gymnasium in Augustusburg - ebenfalls im Landkreis Mittelsachsen - hatte es vor kurzem Infektionen gegeben. Zuletzt war die Zahl der Infizierten in Sachsen wieder leicht angestiegen (plus 24), vor allem in Mittelsachsen und im Vogtlandkreis. 

Am Freitag meldete das Gesundheitsministerium insgesamt 5398 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen im Freistaat. Am Wochenende werden vorerst keine Zahlen mehr veröffentlicht.

In Penig fällt der Unterricht vorerst aus (Symbolbild).
In Penig fällt der Unterricht vorerst aus (Symbolbild).  © Arne Dedert/dpa

Update, 21. Juni, 12.19 Uhr: Keine Neuinfektionen in Dresden

Unverändert bleiben die Corona-Zahlen für die Stadt Dresden. Seit Beginn der Krise haben sich 625 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Davon sind 614 mittlerweile wieder genesen.

Update, 21. Juni, 8.27 Uhr: Große Nachfrage bei Ferienlagen und Jugendherbergen für Sommerferien

Ferienlager und Jugendherbergen in Sachsen laden nach den coronabedingten Schließungen wieder ein. "Es besteht schon eine rege Nachfrage für unsere Lager in den Sommerferien", sagte der Geschäftsführer des Verbandes Kinder- und Jugenderholungszentren in Sachsen (KiEZ) Hardy Spitzner. Die fünf Camps des Verbandes seien gerüstet, alle Hygienevorschriften würden strengstens eingehalten. Die Betreuer seien speziell geschult worden. Die Sommerferien beginnen in Sachsen am 20. Juli und enden am 28. August.

Auch ein Teil der Jugendherbergen im Land hat wieder geöffnet. Ab dem 1. Juli lade eine neue Herberge in Torgau ein, sagte Susan Graf, Marketingchefin des sächsischen Jugendherbergsverbandes.

Das Foto zeigt den Gemeinschaftsraum einer Jugendherberge (Symbolbild).
Das Foto zeigt den Gemeinschaftsraum einer Jugendherberge (Symbolbild).  © Jens Wolf/ZB/dpa

Update, 20. Juni, 14.45 Uhr: Keine Neuinfektionen gemeldet

Weiterhin lautet die Zahl der Neuinfektionen seit Beginn der Corona-Krise in Dresden 625. 614 Personen davon gelten mittlerweile als genesen. 75 Personen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Eine sommerliche Stadtansicht von Dresden.
Eine sommerliche Stadtansicht von Dresden.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 19. Juni, 14.15 Uhr: Keine Neuinfektionen in Dresden

Erfreuliche Neuigkeiten: Am Freitag sind in Dresden keine Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Die Zahl der bestätigten Fälle bleibt bei 625.

Update, 19. Juni, 11.26 Uhr: Gastronomie in Sachsen trotz Wiedereröffnung unter Druck

Die aktuellen Einschränkungen in der Corona-Krise setzen die Hotels und Restaurants in Sachsen zunehmend unter Druck. Das geht aus einer am Freitag in Dresden vorgestellten Umfrage des Branchenverbandes Dehoga unter 600 Beherbungs- und Gastronomiebetrieben hervor. Demnach gaben rund 80 Prozent der Gastronomen an, unter den derzeitigen Bedingungen nicht wirtschaftlich arbeiten zu können. Für dieses Jahr rechnen die Betriebe nur mit etwa der Hälfte des sonst üblichen Umsatzes.

"Die Umfrage zeigt, dass die Krise für die Branche mit der Wiedereröffnung nicht vorbei ist", sagte Sachsens Dehoga-Hauptgeschäftsführer Axel Klein. Die meisten könnten unter den aktuellen Bedingungen aber nicht kostendeckend arbeiten. Seit dem 15. Mai dürfen Ferienwohnung, Gaststätten und Hotels unter Hygiene-Auflagen wieder öffnen. Hoffnung setzt die Branche in die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer sowie in das Konjunkturpaket der Bundesregierung.

Update, 18. Juni, 16.35 Uhr: Wieder zweistellige Neuinfektions-Zahlen in Sachsen

Erstmals seit Tagen liegt die Zahl der neuen Infektionen mit Sars-CoV-2 in Sachsen wieder im zweistelligen Bereich. Am Donnerstag wurden laut der vom Gesundheitsministerium geführten Statistik insgesamt 5374 Corona-Fälle registriert - 26 mehr als am Tag zuvor. 

Im Landkreis Mittelsachsen gab es demnach 13 Neuinfektionen, in der Stadt Leipzig waren es fünf. Die Zahl der Todesopfer blieb mit 220 unverändert. Etwa 5075 positiv auf das Virus getestete Menschen gelten als wieder genesen.

Update, 18. Juni, 15.15 Uhr: Sachsens Architekten spüren Auswirkungen der Corona-Krise

Die Corona-Krise bringt zunehmend auch Architekten in Sachsen in Schwierigkeiten. Haushaltssperren und Einschränkungen im Zuge der Schutzmaßnahmen treffen die Büros aber unterschiedlich, wie Danyel Pfingsten von der Architektenkammer Sachsen in Dresden am Donnerstag sagte. 

Dabei seien Innenarchitekten, die sehr viel mit Öffentlichkeit zu tun haben, stärker betroffen als andere Fachrichtungen. Ein aktuelles Lagebild über die Architektenschaft im Land wird nach Kammerangaben gerade erstellt. Sie hat darum gebeten, die Antragsfrist für Soforthilfen der Bundesregierung, die im Mai endete, zu verlängern.

"Wir sind eine Branche, bei der die Auswirkungen zeitversetzt ankommen", hieß es von der Kammer. Im Unterschied zu anderen Ländern liefen viele Baustellen in Deutschland weiter, aber es gebe auch Projekte, die gestoppt wurden. "Die öffentliche Hand ist jetzt vorsichtiger, der private und Firmensektor will laufende Projekte so schnell wie möglich vollenden." Das sei aber nach Kammerangaben branchenabhängig.

Der "Tag der Architektur" (27./28. Juni) macht auf die Bedeutung der Baukultur aufmerksam. Unter dem Motto "Ressource Architektur" geht es um Nachhaltigkeit, CO2-Bilanz sowie Energieeffizienz, zu welcher Architekten beitragen können. Im Fokus dabei stehe die Sanierung im Bestand, wobei nach Angaben der Kammer die Wertschätzung dafür bei Behörden gestiegen ist. 

Die Öffentlichkeit kann sich am letzten Juniwochenende von der Baukultur im Freistaat überzeugen - mit Einschränkungen durch Mindestabstand, Maskenpflicht, reduziertem Zugang oder nur virtuell. Rund 60 Objekte und Büros sind zugänglich - vom Hauptbahnhof Chemnitz über den Dresdner Schwimmsportkomplex oder das Freiberger Schloßplatzquartier bis zu Kitas, Schulen, Polizeirevier oder Wohnscheune. Im vergangenen Jahr sahen sich rund 5000 Besucher in etwa 50 Objekten um.

Viele Baustellen liefen erst weiter, doch nun stehen Architekten zunehmend ohne Arbeit da.
Viele Baustellen liefen erst weiter, doch nun stehen Architekten zunehmend ohne Arbeit da.  © dpa/Sebastian Kahnert/ZB

Update, 18. Juni 12.41 Uhr: Keine Neuinfektionen gemeldet

Kaum Neues gibt es in Sachen Infektionen zu vermelden: Auch den sechsten Tag in Folge liegt der Zahl der Infizierten seit Beginn der Corona-Krise bei 625. 

613 Personen davon gelten mittlerweile wieder als genesen. Die Todesfälle werden weiter mit 10 beziffert. 

Derzeit infiziert sollen demnach nur noch zwei Dresdner sein.

Update, 17. Juni, 10.48 Uhr: Drastischer Einbruch bei den Übernachtungen im Monat April

Bei den Übernachtungen in Sachsen kam es zu einem drastischen Einbruch durch die Corona-Krise. Die Folgen für den Tourismus am Beispiel des Monats April lest Ihr >>> hier nach.

Die Elb-Silhouette der sächsischen Landeshauptstadt Dresden..
Die Elb-Silhouette der sächsischen Landeshauptstadt Dresden..  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 17. Juni 13.52 Uhr: Keine weiteren Infizierten

Seit Beginn der Corona-Krise bleibt es bei 625 Infizierten. Davon gelten mittlerweile rund 613 (+1) wieder als genesen.

Update, 16. Juni, 14.28 Uhr: Sachsen plant weitere Lockerungen

Der Freistaat Sachsen plant in der Corona-Krise weitere Lockerungen. Diese sollen mit der neuen Corona-Schutzverordnung von Ende Juni bis zum 17. Juli gelten, kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts an.

Welche das sind und ab wann sie gelten, lest Ihr >>> hier.

Petra Köpping (62), Gesundheitsministerin im Freistaat. (Archivbild)
Petra Köpping (62), Gesundheitsministerin im Freistaat. (Archivbild)  © dpa/Martin Schutt/dpa-Zentralbild

Update, 16. Juni, 12.40 Uhr: Dresden meldet keine neuen Infizierten

Auch am Dienstag wurden keine neuen Infizierten gemeldet. Seit dem 12. Juni bleibt die Zahl damit bei 625. 

Update, 15. Juni, 21.32 Uhr: Zahl nachgewiesener Corona-Neuinfektionen in Sachsen nahezu stabil

In Sachsen bleiben die Zahlen der nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus und der geschätzten Genesenen nahezu stabil. Von Sonntag auf Montag hat es im Freistaat eine neue registrierte Ansteckung mit dem Virus Sars-CoV-2 gegeben, teilte das sächsische Sozial- und Gesundheitsministerium in Dresden auf seiner Internetseite mit.

Damit haben sich seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im März nachgewiesenermaßen 5343 Menschen im Freistaat mit dem Virus angesteckt. Davon gelten wie am Vortag geschätzt etwa 5065 als wieder genesen. Die Zahl der im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorbenen Menschen in Sachsen hat sich um einen auf 219 erhöht.

Update, 15. Juni, 12.31 Uhr: Keine Neuinfektionen

Keine Neuinfektionen in Dresden am Montag. Die Zahl der insgesamt Infizierten bleibt demnach bei 625. Genesen sind geschätzt 612 Patienten. 

Update, 15. Juni, 6.52 Uhr: Bäckereien in Sachsen mit Umsatzeinbußen in Corona-Krise

Die Corona-Pandemie hat auch die Bäcker in Sachsen getroffen. Vor allem Betriebe mit Cafés oder Fokus auf Catering für Feiern und Veranstaltungen hätten erhebliche Verluste verbucht, sagte Landesinnungsmeister Roland Ermer. 

Von den 560 Bäckerei-Innungsbetrieben im Freistaat mussten 80 Prozent laut einer Umfrage deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen, etwa die Hälfte der Betriebe hat Kurzarbeit angemeldet. Insgesamt gibt es knapp 1000 Bäckereien in Sachsen.

Viele der Betriebe müssten in der Corona-Krise Eigenkapital oder Erspartes «verbrennen», so Ermer, zugleich Präsident des Sächsischen Handwerkstages. Einen Kredit aufzunehmen, den der Freistaat als Hilfe anbietet, lohne sich oft nicht - gerade wenn die Inhaber älter seien. 

"Wenn ein Kredit läuft, wird der Betrieb auch uninteressanter für Firmenübernahmen." Die Folge könnten mehr Firmenschließungen sein.

Roland Ermer, Bäckermeister und Präsident des Sächsischen Handwerkstages, steht im Laden seiner Bäckerei in Bernsdorf.
Roland Ermer, Bäckermeister und Präsident des Sächsischen Handwerkstages, steht im Laden seiner Bäckerei in Bernsdorf.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. Juni, 16.42 Uhr: Quarantäne-Pflicht in Sachsen für Einreisende aus Risikogebieten

In Sachsen müssen künftig nur noch Menschen in eine zweiwöchige Quarantäne, wenn sie aus einem Corona-Risikogebiet einreisen. Das geht aus der am Sonntag veröffentlichten neuen Corona-Quarantäne-Verordnung des Freistaates hervor.

Danach sind nur Personen von der Quarantänepflicht befreit, die ein negatives Coronavirus-Testergebnis vorlegen können. Bislang mussten Einreisende aus allen Ländern außerhalb der EU, der Schweiz sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und Großbritannien in häusliche Isolation.

Die Einstufung eines Staates oder einer Region als Risikogebiet erfolge durch die Bundesregierung und werde durch das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht, heißt es in der Verordnung. Das RKI weist jedoch seit dem 10. April keine internationalen Risikogebiete oder besonders betroffenen Gebiete in Deutschland mehr aus. Die Krankheit Covid-19 sei inzwischen global verbreitet, ein Übertragungsrisiko bestehe daher sowohl in Deutschland als auch in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit.

Gestrichen wurde der Passus, nach dem bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte, Pflegekräfte, Polizisten oder Richter von der Selbstisolation befreit sind. Weiterhin nicht in Quarantäne müssen zum Beispiel Erntehelfer, wenn sie mindestens 14 Tage lang "gruppenbezogen betriebliche Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung außerhalb der Arbeitsgruppe" einhalten.

Die Verordnung war am Freitag von dem für Gesundheit zuständigen Ministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Dresden beschlossen worden. Sie gilt zunächst unbefristet.

Update, 14. Juni, 12.06 Uhr: Keine Neuinfektionen

Die Stadt Dresden meldete am Sonntag keine Neuinfektionen. Die Zahl der Fälle insgesamt bleibt bei 625.

Update, 13. Juni, 17.20 Uhr: Corona-Pause vorbei: Superstar Anna Netrebko an der Dresdner Semperoper

Mit prominenten Gästen nimmt die Sächsische Staatsoper Dresden nach gut dreimonatiger Corona-Zwangspause am 19. Juni den Spielbetrieb wieder auf.

Die russische Sopranistin Anna Netrebko (48) und ihr Mann, Tenor Yusif Eyvazov (43), sind an insgesamt vier aufeinanderfolgenden Abenden in einer konzertanten Präsentation von Verdis Oper "Don Carlo" zu erleben, wie die Semperoper mitteilte. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Anna Netrebko (48), Sopranistin aus Russland, und ihr Ehemann Yusif Eyvazov (43), Opernsänger aus Aserbaidschan, eröffnen die Spielzeit an der Dresdner Semperoper.
Anna Netrebko (48), Sopranistin aus Russland, und ihr Ehemann Yusif Eyvazov (43), Opernsänger aus Aserbaidschan, eröffnen die Spielzeit an der Dresdner Semperoper.  © Herbert Neubauer/APA/dpa

Update, 13. Juni, 12.22 Uhr: Keine Neuinfektionen in Dresden

Die Zahl der Neuinfektionen bleibt insgesamt bei 625 Fällen. Genesen sind davon schätzungsweise 612 Personen.

Update, 13. Juni, 10.51 Uhr: Kaum Hochzeiten und Taufen in Sachsen

Hochzeiten oder Konfirmationen - nach wochenlangen Corona-Einschränkungen kommen in Sachsen Familienfeiern nur langsam wieder in Gang. Vor allem Taufen und Hochzeiten wurden abgesagt. Mehr dazu >> hier

Update, 13. Juni, 10.25 Uhr: Grenze zu Polen wieder geöffnet

Mit Bolzenschneidern haben die Bürgermeister von Görlitz und der polnischen Nachbarstadt Zgorzelec in der Nacht zu Samstag den im Zuge der Corona-Pandemie aufgestellten Grenzzaun wieder geöffnet. Um Mitternacht schnitten Octavian Ursu (CDU) und sein polnischer Kollege Rafal Gronicz die Ketten des Zauns auf der Altstadtbrücke durch. 

Dieser hatte die Städte über mehrere Monate voneinander getrennt. Rund 400 bis 500 Menschen sollen insgesamt vor Ort auf der deutschen und polnischen Seite gewesen sein. Im Anschluss feierten noch zahlreiche Menschen um die Brücke herum die Öffnung.

Der CDU-Abgeordnete Marko Schiemann begrüßte die Wiedereröffnung der Grenze zu Polen als Rückkehr zur Normalität. "Viele Menschen in der Grenzregion haben schon lange auf diesen Moment gewartet", sagte der europapolitische Sprecher seiner Fraktion am Freitag auf Anfrage.

Nach knapp drei Monaten öffnete Polen in der Nacht zum Samstag seine Grenzen wieder zu allen EU-Nachbarländern. Mitte März hatte die nationalkonservative Regierung in Warschau als Schutzmaßnahme gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus die EU-Binnengrenzen für Ausländer geschlossen. 

Ausnahmen galten für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und Diplomaten. Die sächsisch-tschechische Grenze bereits am 5. Juni geöffnet worden.

Octavian Ursu (Mitte r), Oberbürgermeister von Görlitz, und Rafal Gronicz (Mitte l), Bürgermeister von Zgorzelec (Polen), öffnen gemeinsam den Grenzzaun auf der Görlitzer Altstadtbrücke.
Octavian Ursu (Mitte r), Oberbürgermeister von Görlitz, und Rafal Gronicz (Mitte l), Bürgermeister von Zgorzelec (Polen), öffnen gemeinsam den Grenzzaun auf der Görlitzer Altstadtbrücke.  © Daniel Schäfer/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. Juni, 18.15 Uhr: Hilbert plant Kredite für Investitionen aufzunehmen

Sachsens Landeshauptstadt wird im Zuge der Corona-Krise erstmals seit Jahren wieder Kredite aufnehmen. Es gehe um städtische Investitionen als Stabilitätsanker im Arbeitsmarkt, ohne einer umfassenden Neuverschuldung Tür und Tor zu öffnen, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Freitag nach einer Haushaltsklausur in Dresden. 

Das sei auch mit Blick auf künftige Generationen ein "vertretbarer Weg". Die seit 2006 gewahrte Schuldenfreiheit soll dabei nicht gefährdet, die Liste der Investitionsmaßnahmen kritisch hinterfragt werden. Ziel der Finanzplanung sind zudem der Erhalt des sozialen Friedens und der kulturellen Vielfalt sowie einer lebenswerten Stadt in Zeiten des Klimawandels. "Angesichts der bestehenden Unsicherheiten und steigender Sozialausgaben wird dies eine große Herausforderung."

2021 rechnet die Stadt mit Ausgaben auf Vorjahresniveau. Durch steigende Kosten bei Pflichtaufgaben muss in anderen Bereichen gekürzt werden wie bei Sachkosten, Zuschüssen für städtische Kultureinrichtungen oder dem Budget der Stadtbezirke. Laut Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) wird das aber nicht reichen. "Die Rechnung wird nur aufgehen, wenn die Tarifpartner sich für die kommenden Jahre zurückhalten."

OB Dirk Hilbert (FDP) will neue Kredite aufnehmen, um Investitionen tätigen zu können.
OB Dirk Hilbert (FDP) will neue Kredite aufnehmen, um Investitionen tätigen zu können.  © Norbert Neumann

Update, 12. Juni, 16.55 Uhr: Corona-Infektionen weiter auf niedrigem Niveau - Korrekturen

In Sachsen werden weiter nur wenige neue Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet. Seit Donnerstag kamen laut der vom Gesundheitsministerium geführten Statistik vier neue Fälle dazu.

Da im Gegenzug aufgrund von Korrekturen fünf registrierte Fälle wieder gestrichen wurden, lag die Gesamtzahl am Freitag mit 5340 um 1 unter dem Vortag. 

Neue Infektionen wurden in Dresden, Vogtlandkreis sowie den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge verzeichnet. Die Zahl der Todesopfer ist mit 216 stabil. Etwa 5050 positiv auf das Virus getestete Menschen gelten als wieder genesen. Die Sterberate - also der Anteil Gestorbener an der Gesamtzahl vom Labor bestätigter Infektionsfälle - beträgt weiterhin 4,0 Prozent.

Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen.
Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 12. Juni, 14.50 Uhr: Dresdner Semperoper startet mit Promis in neue Saison

Mit prominenten Gästen nimmt die Sächsische Staatsoper Dresden nach gut dreimonatiger Corona-Zwangspause am 19. Juni den Spielbetrieb wieder auf. Die russische Sopranistin Anna Netrebko und ihr Mann, Tenor Yusif Eyvazov, sind an insgesamt vier aufeinanderfolgenden Abenden in einer konzertanten Präsentation von Verdis Oper "Don Carlo" zu erleben, wie die Semperoper am Freitag mitteilte. 

Die kammermusikalische Fassung der im Mai ausgefallenen Premiere von "Don Carlo" mit Netrebko als Elisabetta beschränkt sich wegen Corona auf ausgewählte Arien und Ensembles. Tickets werden nur online und ab kommenden Dienstag verkauft.

Die anderthalbstündigen Vorstellungen sind der Auftakt für eine Programmreihe mit je eineinhalbstündigen Veranstaltungen ohne Pause unter dem Motto "Aufklang!". Damit wird der öffentliche Spielbetrieb unter Einhaltung der aktuellen Hygienebestimmungen und mit eingeschränkter Platzkapazität wieder aufgenommen. Vorgesehen ist unter anderen ein Beethoven-Sonderkonzert der Sächsischen Staatskapelle unter Leitung von Chefdirigent Christian Thielemann am 11. Juli.

Die Staatskapelle Dresden spielt während des Konzertes zu ihrem 460. Geburtstag in der Dresdner Semperoper. (Archivbild)
Die Staatskapelle Dresden spielt während des Konzertes zu ihrem 460. Geburtstag in der Dresdner Semperoper. (Archivbild)  © dpa/Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild

Update, 12. Juni 12.36 Uhr: Eine Neuinfektion

Neue Zahlen der Stadt Dresden. Seit Beginn der Corona-Krise wurden 625 Infektionen gemeldet. Die Zahl der Genesenen liegt bei 611. 

Update, 12. Juni, 08.48 Uhr: IG Metall warnt vor Abwälzen der Corona-Krise auf Beschäftigte

Die IG Metall Ostsachsen hat davor gewarnt, die Corona-Krise zum Nachteil der Arbeitnehmer auszunutzen. "Wir akzeptieren keine Tarifflucht und schon gar kein Abladen der Lasten der Krise auf Beschäftigte", sagt Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen. Die vergangenen drei Monate habe man für die Vorbereitung neuer Betriebsratswahlen und Tarifabschlüsse genutzt.

Beim Hygieneartikelhersteller Ontex in Großpostwitz etwa stünde die Gewerkschaft kurz vor dem Abschluss eines ersten Zukunfts-Tarifvertrages für die Region. Die Daimler-Batterietochter Accumotive soll einen Tarifabschluss bekommen. Die «Krise als Chance» ist das Motto der "Aktivenkonferenz" am Sonnabend (13. Juni) in Bautzen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit 50 Betriebsräten und Vertrauensleuten stehen der Strukturwandel und die Energiewende der Braunkohleregion.  

Update, 11. Juni, 16.15 Uhr: SandsteinSpiele-Macher bereiten sich aufwendig auf diesjährige Saison vor

Gute Nachrichten kommen für Theaterfans aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: Die beliebten SandsteinSpiele können in diesem Jahr stattfinden, wie die Theater-Macher jetzt bekannt gaben.

Regisseur Arnd Heuwinkel steckt momentan mit seinem Ensemble in den Proben und freut sich auf die neue Saison in Reinhardtsdorf-Schöna. "Bis zur Premiere am 11. Juli wird es eine spannende Zeit für die SandsteinSpieler werden", sagt Heuwinkel. "Bis zur letzten Vorstellung können nämlich immer wieder Änderungen oder sogar Vorstellungsverbote kommen."

Dennoch versuchen die Darsteller das Beste aus der Situation zu machen. "Wir müssen unsere Vorstellungen und die Proben dafür an die geltenden Hygienevorschriften anpassen. Und das, obwohl noch völlig unklar ist, was dieses Jahr noch alles auf uns zukommt", so der Regisseur weiter. 

Das geplante Programm wird derzeit nochmals spontan an die aktuellen Umstände angepasst. Details dazu verraten die Macher allerdings noch nicht. 

Den Schauspielern sei es ein großes Anliegen, das geprobte Stück "Robin Hut" vor Publikum zu spielen. Aber bei dem Ensemble handelt es sich um Mitwirkende eines Vereins, bei dem auch gemeinsame, kreative Proben an der Tagesordnung stehen. Sollten die Kontaktbeschränkungen verschärft werden, seien Proben unter Umständen nicht mehr möglich.

Die etwa 1,5-stündigen Open-Air-Vorführungen finden an vielen Wochenenden zwischen dem 11. Juli und dem 13. September (samstags 15.30 Uhr, sonntags 11 Uhr) statt. Tickets gibt's ab kommenden Samstag, 13 Uhr für 16 Euro (ermäßigt 10 Euro) auf der Website des Vereins. Gäste sitzen im Abstand von 1,5 Metern zueinander, deshalb gibt es nur 100 Tickets für jede Vorstellung.

Das Ensemble der SandsteinSpiele probt bereits für die diesjährigen Aufführungen. (Archivbild)
Das Ensemble der SandsteinSpiele probt bereits für die diesjährigen Aufführungen. (Archivbild)  © meeco Communication Services

Update, 11. Juni, 15.15 Uhr: Corona-Infektionen weiter auf niedrigem Niveau

In Sachsen werden weiter nur wenige neue Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet. Bis zum Donnerstag stieg die Gesamtzahl der Infektionen auf 5341, drei mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium mitteilte.

Lediglich aus dem Vogtlandkreis und dem Landkreis Zwickau wurden neue Fälle gemeldet. In den anderen elf Landkreisen und kreisfreien Städten hat es keine Neuinfektionen gegeben. 

Die Zahl der Todesopfer blieb mit 216 stabil. Etwa 5040 positiv auf das Virus getestete Menschen gelten als wieder genesen. Die Sterberate - also der Anteil Gestorbener an der Gesamtzahl vom Labor bestätigter Infektionsfälle - beträgt 4,0 Prozent.

Update, 11. Juni, 14.15 Uhr: In Schulen und Kindergärten kann vom Mindestabstand abgewichen werden

In den Schulen und Kindergärten in Sachsen kann von einem Mindestabstandsgebot von eineinhalb Metern abgewichen werden. Das hat das Sächsische Oberverwaltungsgericht am Donnerstag in Bautzen entschieden (Aktenzeichen: 3 B 194/20) und damit die Klage einer Lehrerin zurückgewiesen.

Diese hatte verlangt, dass Paragraf 2 der aktuellen Corona-Schutzverordnung außer Vollzug gesetzt wird. Dort ist geregelt, dass der ansonsten geltende Mindestabstand von 1,5 Metern in Kindertageseinrichtungen, in Schulen und bei schulischen Veranstaltungen nicht gilt.

Wo die Lehrerin ihre Rechte verletzt sah und wie die Richter ihre Entscheidung begründeten, lest Ihr >>> hier.

Im Klassenzimmer darf auf die Maske verzichtet werden.
Im Klassenzimmer darf auf die Maske verzichtet werden.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 11. Juni, 14 Uhr: Erneut keine Neuinfektion in Dresden

Immer noch wurden in Dresden 624 Corona-Fälle (+/-0) registriert. Es ist der fünfte Tag in Folge ohne Anstieg.

Genesen sollen bislang 609 (+2) sein. Fälle, die im Krankenhaus behandelt werden mussten, blieben konstant auf 75 (+/-0) und gestorben sind bis zum heutigen Mittag ebenfalls weiterhin 10 Personen (+/-0).

Die Damfper der Sächsischen Dampfschiffahrt liegen bei Sonnenuntergang vor der Kulisse der Altstadt am Terrassenufer.
Die Damfper der Sächsischen Dampfschiffahrt liegen bei Sonnenuntergang vor der Kulisse der Altstadt am Terrassenufer.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Update, 10. Juni, 21.20 Uhr: Corona-Krise bestimmt Debatte im Sächsischen Landtag

Der Sächsische Landtag will sich am Donnerstag (ab 10 Uhr) ein weiteres Mal mit Auswirkungen der Corona-Krise befassen. Sämtliche Punkte der Tagesordnung haben einen Bezug dazu. Zunächst gibt Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) eine Regierungserklärung zu Herausforderungen der Pandemie, aber auch der Klimakrise ab. 

In der Aktuellen Stunde geht es in drei Debatten um den wirtschaftlichen Neubeginn, die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten sowie den Umgang mit Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen. Anschließend wird Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) zu langfristigen Folgen der Pandemie auf ihren Bereich befragt.

Die Linken bringen einen Gesetzentwurf ein, der eine Beteiligung des Parlamentes an Entscheidungen der Regierung bei Pandemie-Maßnahmen zum Inhalt hat. Auch die Grünen als Koalitionspartner der CDU und SPD halten eine solche Beteiligung prinzipiell für erforderlich. 

Für die CDU ist ein Beteiligungsgesetz nach den Worten ihre Parlamentarischen Geschäftsführers Stephan Meyer derzeit kein "Diskussionsgegenstand".

Update, 10. Juni, 16.23 Uhr: Weiter nur wenig neue Corona-Infektionen in Sachsen

In Sachsen werden weiter nur wenige neue Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus gemeldet. Bis zum Mittwoch stieg die Gesamtzahl der Infektionen auf 5338, fünf mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium mitteilte. In zehn Landkreisen und kreisfreien Städten hat es keine Neuinfektionen gegeben. Die Zahl der Todesopfer lag bei 216, zwei mehr als am Dienstag. Etwa 5030 positiv auf das Virus getestete Menschen gelten als wieder genesen. Die Sterberate - also der Anteil Gestorbener an der Gesamtzahl vom Labor bestätigter Infektionsfälle - beträgt 4,0 Prozent.

Update, 10. Juni, 13 Uhr: Keine neuen Infektionen in Dresden

In Dresden ist zum vierten Tag in Folge keine neue Infektion gemeldet worden. Die Zahl der insgesamt bekannten Fälle bleibt somit bei 624.

Genesen sind 607 (+1), gestorben 10 (+/-0) Patienten. Insgesamt 76 Corona-Fälle mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Update, 10. Juni, 12.45 Uhr: Länderbahn fährt ab Montag wieder nach Tschechien

Nach der coronabedingten Einstellung des Bahnverkehrs nach Tschechien fährt die Länderbahn ab Montag wieder in das Nachbarland. So nehmen die Linien RB 1 und RB 5 der Vogtlandbahn zwischen Zwickau und Kraslice beziehungsweise Mehltheuer und Kraslice ihre planmäßigen Fahrten wieder auf, wie die Länderbahn am Mittwoch in Dresden mitteilte. 

Wegen einer Baustelle auf tschechischer Seite wird die Strecke zwischen Zwotental und Kraslice jedoch vorerst noch per Schienenersatzverkehr bedient. Ebenfalls bei der Vogtlandbahn fährt die Linie RB 2 ab Montag wieder zwischen Zwickau, Plauen, Adorf und Cheb. 

Beim Unternehmen Trilex fahren die Linien RB 61 und RE 2 wieder gemäß Fahrplan von Dresden über Zittau nach Liberec. 

Auf der L7 von Seifhennersdorf/Rybniste über Zittau und Hradek nach Liberec gilt zunächst noch ein eingeschränkter Fahrplan. Ab dem 4. Juli wird den Angaben zufolge zudem die Wochenendverbindung ins tschechische Doksy wieder angeboten.

Ein Trilex-Zug der Länderbahn fährt am Morgen auf der Marienbrücke in Dresden über die Elbe.
Ein Trilex-Zug der Länderbahn fährt am Morgen auf der Marienbrücke in Dresden über die Elbe.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 10. Juni, 10.49 Uhr: Sachsens Zoos freuen sich nach Corona-Lockerungen über Besucherstrom

Mit den Lockerungen nach den coronabedingten Einschränkungen kehrt auch in den großen Zoos in Sachsen etwas mehr Normalität ein. Seit es keine Obergrenze mehr für die Anzahl der Besucher gibt und die Tierhäuser sowie Streichelgehege geöffnet haben, gehen die Ticketverkäufe und die Einnahmen wieder nach oben, wie die Zoos in Dresden und Leipzig mitteilten.

In Dresden wurden am ersten Wochenende seit den neuesten Lockerungen am 6. Juni bis zu 5000 Tickets täglich verkauft. Zuvor durften höchstens 1000 Besucher gleichzeitig in den Zoo. Ob man jedoch die Verluste nur ansatzweise wieder reinholen könne, sei fraglich, sagte eine Sprecherin. 

Genaue Zahlen über die Verluste wollte der Zoo Dresden nicht nennen. In Leipzig werden die finanziellen Einbußen im Zuge der Corona-Krise bis Anfang Juni auf etwa sechs Millionen Euro beziffert. 

Alleine im Mai wurde nur etwa die Hälfte der eingeplanten Einnahmen erzielt. Das vergangenen Wochenende mit weitreichenden Lockerungen und gutem Wetter war aber wieder gut besucht, genaue Zahlen wollte der Zoo jedoch nicht nennen. Die Zahl der verkauften Jahrestickets hinkt nach wie vor um etwa ein Drittel hinter den Planungen zurück.

Die Orang-Utan-Dame Djaka frisst in ihrem Gehege im Zoo einen Gemüse- und Obstkuchen. In Dresden wurden am ersten Wochenende seit den neuesten Lockerungen am 6. Juni bis zu 5000 Tickets täglich verkauft.
Die Orang-Utan-Dame Djaka frisst in ihrem Gehege im Zoo einen Gemüse- und Obstkuchen. In Dresden wurden am ersten Wochenende seit den neuesten Lockerungen am 6. Juni bis zu 5000 Tickets täglich verkauft.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 9. Juni, 19.40 Uhr: Landtag stimmt über Personalien und Gesetzesentwürfe ab

Der Sächsische Landtag will sich am Mittwoch (ab 10.00 Uhr) in einigen Punkten der Tagesordnung mit Auswirkungen der Corona-Krise beschäftigen. So wird es in der Aktuellen Stunde auf Antrag der Grünen um die Wiederöffnung der Grenzen in Europa gehen. 

Die SPD möchte über einen Schutzschirm für soziale Einrichtungen und Initiativen in Zeiten von Corona diskutieren. Die AfD vermutet die Einführung einer Corona-Impfpflicht und will das in einer Debatte thematisieren. Sie kündigte zudem einen Dringlichkeitsantrag zur Abschaffung der Maskenpflicht in bestimmten Bereichen an.

Zu Beginn der Sitzung geht es um Personalien. Auf Vorschlag von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) soll der langjährige CDU- Finanzpolitiker Jens Michel zum neuen Präsidenten des Sächsischen Rechnungshofes gewählt werden. Amtsvorgänger Karl-Heinz Binus ist allerdings noch 15 Monate im Amt. 

Michel hatte bei der Landtagswahl 2019 den Wiedereinzug ins Parlament verpasst. Da auch die meisten Linken zustimmen wollen, gilt die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit für ihn als sicher. Zudem will der Landtag den Präsidenten sowie Mitglieder und stellvertretende Mitglieder des Verfassungsgerichtshofes im Freistaat wählen.

Update, 9. Juni, 15.57 Uhr: AfD will per Dringlichkeitsantrag Mundschutzpflicht abschaffen

Sachsens AfD will die Mundschutzpflicht in der Corona-Krise abschaffen. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag kündigte Partei- und Fraktionschef Jörg Urban am Dienstag für die Landtagssitzung am Mittwoch an. Mehr dazu >> hier.

Update, 9. Juni, 12.20 Uhr: Keine Neuinfektion in Dresden

Auch am Dienstag wurden keine Neuinfektionen gemeldet, es bleibt damit seit Samstag bei insgesamt 624 Fällen. Genesen sind dagegen rund 606 (+2) Infizierte.

Update, 8. Juni, 20.56 Uhr: Nur zwei neue Corona-Fälle in Sachsen

In Sachsen nehmen die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen weiterhin nur leicht zu. Am Montag wies die vom Gesundheitsministerium täglich veröffentlichte Statistik 5329 Fälle auf. Das waren zwei mehr als am Sonntag. Die Anzahl der Todesopfer stieg um eine Person auf 214. Geschätzt etwa 4990 Menschen im Freistaat, die positiv auf das Virus getestet wurden, sind inzwischen genesen. Die Sterberate - der Anteil Gestorbener im Verhältnis zu allen festgestellten Infizierten - liegt weiter bei vier Prozent.

Eine Pferdekutsche in Dresden. In der Landeshauptstadt kehrt mittlerweile immer mehr Normalität ein.
Eine Pferdekutsche in Dresden. In der Landeshauptstadt kehrt mittlerweile immer mehr Normalität ein.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 8. Juni, 12.02 Uhr: Keine Neuinfektion

Am Montag vermeldete die Stadt Dresden keine neuen Infektionen. Ingesamt bleibt es seit Samstag bei 624 Fällen.

Update, 8. Juni, 7.34 Uhr: Sächsische Unternehmen trotzen Corona-Krise

Kurzarbeit und laut einer KfW-Umfrage rund 75 Milliarden Euro Umsatzeinbußen allein im März - den Mittelstand trifft der Corona-Ausbruch hart. Doch so manches Unternehmen nutzt die Krise auch für neue Ideen in Sachen Hygiene: So hat ein Museumsausstatter aus dem erzgebirgischen Scharfenstein eine selbst desinfizierende Besuchsbox entwickelt, die für Pflegeeinrichtungen oder auch komplett digitale Behördengänge geeignet ist. Andere Firmen setzen auf Hygieneschutzwände oder Desinfektionsmittelsäulen.

In Sachsen spielt der Mittelstand eine große Rolle: Knapp drei Viertel der Arbeitsplätze im Freistaat stellen Firmen mit bis zu 250 Mitarbeitern, erklärt die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW). 

Die Corona-Krise habe bis dato kerngesunde Unternehmen in ihrer Existenz getroffen, sagte Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner der Deutschen Presse-Agentur. Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft befürchtet im zweiten Halbjahr eine Insolvenzwelle.

Jan Wabst, Geschäftsführer der Seiwo Technik GmbH, sitzt in seinem Betrieb bei einer Präsentation in einem flexiblen Corona-Schutzraum, dem "Protect Cube". Das Gerät desinfiziert sich automatisch mit UVC-Licht.
Jan Wabst, Geschäftsführer der Seiwo Technik GmbH, sitzt in seinem Betrieb bei einer Präsentation in einem flexiblen Corona-Schutzraum, dem "Protect Cube". Das Gerät desinfiziert sich automatisch mit UVC-Licht.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 7. Juni, 19.53 Uhr: Sachsens Regierung berät auf Klausur über weitere Corona-Hilfen

Sachsens Regierung will ab Montag (14 Uhr) auf einer zweitägigen Klausur in Meerane über Hilfen in der Corona-Krise beraten.

Es gehe jetzt darum, Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln und die Eigenverantwortung der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) unlängst in Dresden bei einem Runden Tisch zu Auswirkungen der Pandemie gesagt.

Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) hatte am Freitag auf einer Demonstration der Veranstaltungsbranche in Dresden schon durchblicken lassen, dass es für Kultur und Tourismus ein 50 Euro Millionen Euro schweres Hilfspaket geben soll.

Eigene Landesprogramme wollte Sachsen erst beschließen, wenn sich die Koalition in Berlin auf ein Konjunkturpaket verständigt hat, was am Mittwoch geschehen ist.

Update, 7. Juni, 14.22 Uhr: Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Sachsen weiter gering

In Sachsen nehmen die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen weiterhin nur leicht zu. Am Sonntag wies die vom Gesundheitsministerium täglich veröffentlichte Statistik 5327 Fälle auf. Das waren sieben mehr als am Samstag. 

Die Anzahl der Todesopfer blieb stabil bei 213. Geschätzt etwa 4990 Menschen im Freistaat, die positiv auf das Virus getestet wurden, sind inzwischen genesen. Die Sterberate - der Anteil Gestorbener im Verhältnis zu allen festgestellten Infizierten - liegt weiter bei vier Prozent.

Update 7. Juni, 12.59 Uhr: 624 Infektionen seit Beginn der Corona-Krise in der Landeshauptstadt

Der Stand der Infektionen seit Beginn der Corona-Krise bleibt bei 624 und damit seit Samstag unverändert. 

Wie sich das Demo-Geschehen vom gestrigen Samstag auf die Infektionen auswirkt, wird sich noch zeigen. Insgesamt 4000 Personen sollen an der Veranstaltung teilgenommen haben.
Wie sich das Demo-Geschehen vom gestrigen Samstag auf die Infektionen auswirkt, wird sich noch zeigen. Insgesamt 4000 Personen sollen an der Veranstaltung teilgenommen haben.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Update, 7. Juni, 9.19 Uhr: Erste Dresdner Freibäder öffneten

Am Sonnabend haben in Dresden die ersten Freibäder aufgemacht. Neben dem Georg-Arnhold-Bad öffneten am Samstag das Freibad Cotta, das Strandbad Wostra und das Waldbad Langebrück. Wie das erste Planschen im Jahr 2020 ablief, lest Ihr >>> hier nach. 

Update, 6. Juni, 22.40 Uhr: Die neuen Corona-Regeln auf einen Blick

Mit der neuen sächsischen Corona-Schutz-Verordnung, die vom 6. Juni bis einschließlich 29. Juni gilt, ändert sich Folgendes im Freistaat:

  • Private Zusammenkünfte im eigenen Wohnumfeld sind erlaubt, öffentliche Ansammlungen mit bis zu zehn weiteren Personen.
  • Familienfeiern in Gaststätten oder angemieteten Räumlichkeiten sind mit bis zu 50 Personen aus dem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis zulässig.
  • Besuche in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und Rehakliniken, Wohngemeinschaften von Menschen mit Behinderungen, Werkstätten für behinderte Menschen sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sind ab sofort erlaubt.
  • Die Mundschutzpflicht sowie der Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Menschen bleiben bestehen.

Untersagt bleiben weiterhin Volksfeste, Jahrmärkte, Diskotheken, Clubs, Musikclubs, Tanzveranstaltungen, Dampfbäder und Dampfsaunen, Prostitutionsstätten und Sportveranstaltungen mit Publikum.

Dasselbe gilt weiterhin für Großveranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern - diese sind bis zum 31. August 2020 untersagt.

Update, 6. Juni, 17.16 Uhr: Sachsens Konjunkturprogramm soll Lücken bei Corona-Hilfe schließen

Sachsen will mit einem eigenen Konjunkturprogramm Lücken in den Corona-Hilfen des Bundes schließen. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Samstag bei einer Diskussion mit Vertretern des Gastgewerbes in Plauen an.

Noch wisse man nicht genau, welche Einnahmeausfälle die vom Bund geplanten Maßnahmen für Sachsen bedeuten und welche Kofinanzierung sie erfordern. Kretschmer hatte sich wiederholt kritisch zur Absenkung der Mehrwertsteuer geäußert. Er könne damit wenig anfangen, bekräftigte er seine Haltung am Samstag. Sachsens Regierung will Anfang kommender Woche auf einer Klausur in Meerane über das Konjunkturprogramm für den Freistaat sprechen.

"Wir haben in den vergangenen Monaten viel Solidarität, viel Zusammenhalt erlebt", sagte Kretschmer. Viele hätten in einen Abgrund geschaut und nicht gewusst, wie es weitergeht. Gastronomen und Hoteliers gehörten dazu. Im Konjunkturpaket des Bundes gebe es Komponenten, die genau richtig seien und jetzt gebraucht würden.

Man wisse nicht, was in den nächsten Jahren passiere. Deutschland müsse handlungsfähig bleiben, wenn es in besondere Situationen gerate. Man müsse auch dann immer noch so viel "trockenes Pulver" haben, um reagieren zu können: "Deswegen, Maß halten."

Die Bundesregierung habe richtig erkannt, dass die Krise bis in das nächste Jahr reichen werde und dass es eine ganze Reihe von Unternehmen gebe, die das ohne Gegenmaßnahmen nicht überleben werden, sagte Kretschmer.

Plauen: Michael Kretschmer sitzt im Gastraum der Sternquell-Brauerei. Er traf sich dort mit Gastronomen aus dem Vogtland, um über die Folgen der Corona-Krise zu sprechen.
Plauen: Michael Kretschmer sitzt im Gastraum der Sternquell-Brauerei. Er traf sich dort mit Gastronomen aus dem Vogtland, um über die Folgen der Corona-Krise zu sprechen.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 6. Juni, 15.15 Uhr: Weiter minimaler Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen nehmen die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen weiterhin leicht zu. Am Samstag wies die vom Gesundheitsministerium täglich veröffentlichte Statistik mit 5320 Fällen nur einen Fall mehr auf als am Freitag. 

Die Anzahl der Todesopfer erhöhte sich um zwei auf 213. Geschätzt etwa 4970 Menschen im Freistaat, die positiv auf das Virus getestet wurden, sind inzwischen genesen. Die Sterberate - der Anteil Gestorbener im Verhältnis zu allen festgestellten Infizierten - liegt weiter bei vier Prozent.

Update, 6. Juni, 12.02 Uhr: Eine neue Infektion in Dresden

In Dresden wurden bis zum heutigen Samstag 624 (+1) Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. 

Die Anzahl der genesenen Patienten blieb hingegen den dritten Tag in Folge bei 603 (+/-0). Erfreulich: In Dresden starb bereits seit zwölf Tagen kein Betroffener an einer Corona-Erkrankung. Die Anzahl der Toten blieb konstant auf 10 (+/-0).

Das tägliche Leben hält weiter Einzug in Dresden. Auch mit der Pferdekutsche können Einheimische und Touristen wieder fahren.
Das tägliche Leben hält weiter Einzug in Dresden. Auch mit der Pferdekutsche können Einheimische und Touristen wieder fahren.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 6. Juni, 9.35 Uhr: Weitere Lockerungen in Sachsen

Nachdem die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen seit Tagen verschwindend gering ist, hat die Landesregierung umfangreiche Lockerungen beschlossen, die ab Samstag gelten. 

Schwimmhallen, Thermen und Sauna öffnen wieder, Familienfeiern, Feriencamps, kleinere Messen, Elternabende dürfen wieder stattfinden und auch die Kontaktvorschriften wurden gelockert. Damit kehrt in der Corona-Krise in Sachsen immer mehr Normalität zurück. 

Mehr Infos dazu lest Ihr >>> hier

Ein Heimbewohner mit Maske.
Ein Heimbewohner mit Maske.  © Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 6. Juni, 7.18 Uhr: Blinde bei Corona-Verordnungen kaum berücksichtigt

Blinde und sehbehinderte Menschen sind bei den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus kaum berücksichtigt worden, kritisiert der Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen. "Wir sind zwar nicht die Masse der Gesellschaft, aber wir wurden schlicht vergessen", sagt der stellvertretende Vorsitzende Andreas Schneider in Meißen. So seien die Markierungen auf Böden und Absperrungen vor Geschäften und anderen Einrichtungen einfach nicht zu erfassen. Wie sollen die Behinderten beispielsweise auch Hinweisschilder erkennen?

Mit diesen ungewohnten Situationen kämen die Menschen nicht zurecht, diese Herausforderungen könnten sie nicht alleine stemmen, sagte Schneider der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des Tages der Sehbehinderten am 6. Juni. Er appellierte an andere, mitzuhelfen. "Viele Blinde und Sehbehinderte trauen sich in Corona-Zeiten nicht allein in die Öffentlichkeit", so Schneider. Bei den Betroffenen sei eine große Vereinsamung zu registrieren, beklagte er.

Hinzu käme, dass auch viele Veranstaltungen des Verbandes wie Ausflüge und gesellige Treffen abgesagt werden mussten. Ein Ausweichen auf andere Veranstaltungsorte sei so gut wie unmöglich. "Die Lokalitäten, mit denen wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten, sind auf die Bedürfnisse von Blinden und Sehschwachen eingestellt, das kann man nicht einfach verlagern", sagte Schneider.

Auch bei dem derzeitigen Boom digitaler Angebote seien Blinde ausgebremst, so Schneider. Er nannte in diesem Zusammenhang Videokonferenzen, Online-Einkaufen oder das Streamen von Filmen. Sein Verband fordere deshalb endlich eine überfällige gesetzliche Regelung zur Barrierefreiheit digitaler Angebote.

Dem sächsischen Verband gehören nach Angaben von Schneider derzeit etwa 1000 Mitglieder an. Doch es gebe noch weit mehr Menschen mit Seheinschränkungen. 

Eine Frau mit einem Blindenstock läuft über den Dresdner Neumarkt.
Eine Frau mit einem Blindenstock läuft über den Dresdner Neumarkt.  © DPA/Monika Skolimowska/zb

Update, 5. Juni, 16.20 Uhr: Weiter minimaler Anstieg der Corona-Neuinfektionen in gesamt Sachsen

In Sachsen nehmen die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen weiterhin kaum zu. Am Freitag wies die vom Gesundheitsministerium täglich veröffentlichte Statistik mit 5319 nur zwölf Fälle mehr auf als am Donnerstag. Die Anzahl der Todesopfer erhöhte sich nicht und liegt weiter bei 211. Geschätzt etwa 4960 Menschen im Freistaat, die positiv auf das Virus getestet wurden, sind inzwischen genesen. Die Sterberate - der Anteil Gestorbener im Verhältnis zu allen festgestellten Infizierten - liegt weiter bei vier Prozent.

Update, 5. Juni, 15.57 Uhr: Weitere Lockerungen an Sachsen Schulen und Kitas ab Montag

An Sachsens Schulen gibt es ab Montag weitere Lockerungen. Nach einer in dieser Woche vom Kabinett beschlossenen Allgemeinverfügung soll es trotz Corona-Krise Zeugnisübergaben und Abschlussfeiern geben können. Auch Elternabende, Elterngespräche oder Gremiensitzung können wieder erfolgen. Voraussetzung sind die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln. Die Allgemeinverfügung gilt bis zum 29. Juni.

Auch Kitas können ihren Betrieb von Montag an etwas flexibler gestalten: Feste Gruppen sollen zwar bestehen bleiben, können aber künftig größer sein und durch mehr Erzieher betreut werden. Als Beispiel nannte das Kultusministerium etwa die Betreuung auf einer Etage oder in zwei benachbarten Räumen mit einem gemeinsamen Sanitärtrakt.

Die Schulbesuchspflicht an Grundschulen bleibt weiterhin ausgesetzt. Eltern können damit entscheiden, ob ihre Kinder in der Schule oder zu Hause lernen. Ein Wechselmodell sei aber nicht möglich, hieß es.

Passanten laufen durch die Münzgasse in der Altstadt an Freisitzen vor Restaurants, die mit Plexiglasscheiben getrennt sind, entlang. Unter strengen Hygieneauflagen darf die Gastronomie im Freistaat seit dem 15. Mai wieder öffnen.
Passanten laufen durch die Münzgasse in der Altstadt an Freisitzen vor Restaurants, die mit Plexiglasscheiben getrennt sind, entlang. Unter strengen Hygieneauflagen darf die Gastronomie im Freistaat seit dem 15. Mai wieder öffnen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 5. Juni, 12.46 Uhr: Schlössernacht verschoben

Die beliebte Schlössernacht wird dieses Jahr aufgrund der Corona-Lage verschoben. Nachgeholt wird das Event dann am 21. Juli 2021. 

Großes Feuerwerk bei der Schlössernacht. Das wird es dieses Jahr nicht geben.
Großes Feuerwerk bei der Schlössernacht. Das wird es dieses Jahr nicht geben.  © Thomas Türpe

Update, 5. Juni, 12.11 Uhr: Keine neuen Corona-Fälle

Die Stadt Dresden korrigierte ihre Corona-Angaben am Freitag nach unten. Waren es am Vortag noch 626 Fälle, sind es nun doch nur 623. Damit gibt es seit dem 30. Mai keine Neuinfektionen. 

Update, 5. Juni, 11.39 Uhr: Demo auf dem Theaterplatz

Mit einer Aktion vor der Semperoper in Dresden hat Sachsens Veranstaltungsbranche am Freitag auf ihre schwierige Lage in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. Unter dem Motto "Ohne uns ist Stille" wurden 1000 leere Stühle auf dem Theaterplatz aufgestellt. Hunderte Vertreter der Branche, viele von ihnen in schwarzer Kleidung, komplettierten das Bild. Etwa 30 Lastwagen bildeten einen Korso und fuhren durch Dresden.

An der Demonstration nahmen unter anderen Veranstalter, Künstler, Techniker und Caterer teil - Berufsgruppen, die durch die Krise unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten sind. 

"Die Situation hat sich extrem verschärft. Alle in unserer Branche verbindet, dass wir als Erstes geschlossen wurden und wohl auch die Letzten sein werden, die wieder Gehör finden", erklärte Konzertveranstalter Rodney Aust. Hier geht es zum ausführlichen Bericht.

"Ohne uns ist Stille" - Das Motto der Branche.
"Ohne uns ist Stille" - Das Motto der Branche.  © Max Patzig
Vor der Semperoper versammelten sich dutzende Menschen.
Vor der Semperoper versammelten sich dutzende Menschen.  © Max Patzig

Update, 5. Juni, 8.37 Uhr: Tschechische Grenze ab Freitagmittag geöffnet

Tschechien öffnet nach fast drei Monaten wieder seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn. Die Entscheidung tritt bereits ab Freitagmittag um 12.00 Uhr in Kraft, wie das Kabinett am Freitagmorgen auf einer Sondersitzung in Prag beschloss. Ein negativer Corona-Test muss nicht mehr vorgelegt werden. "Wir müssen zur Normalität zurückkehren", sagte Regierungschef Andrej Babis im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Es sei gut, wenn Touristen aus diesen Ländern wieder Geld in Tschechien ausgäben.

Auch der Grenzübergang Cinovec öffnet ab Freitag wieder.
Auch der Grenzübergang Cinovec öffnet ab Freitag wieder.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. Juni, 15.50 Uhr: Tschechien öffnet Grenze für Deutsche schon früher

Tschechien öffnet seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn früher als geplant - voraussichtlich bereits ab Samstag. Das sagte Ministerpräsident Andrej Babis am Donnerstag der Agentur CTK am Rande eines Besuchs in der Nähe des Kurorts Marienbad (Marianske Lazne). 

Wie es zu der überraschenden Grenzöffnung kam, lest Ihr >>> hier.

Ministerpräsident Andrej Babis will die tschechischen Grenzen noch eher öffnen.
Ministerpräsident Andrej Babis will die tschechischen Grenzen noch eher öffnen.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild, dpa/Ondøej Deml/CTK

Update, 4. Juni, 15.30 Uhr: Wieder nur minimaler Anstieg an Neuinfektionen in Sachsen

Die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen in Sachsen nehmen weiterhin kaum zu. Am Donnerstag wies die vom Gesundheitsministerium täglich veröffentlichte Statistik mit 5307 nur einen Fall mehr auf als am Mittwoch. 

Die Anzahl der Todesopfer erhöhte sich nicht und liegt weiter bei 211. Nach zwei Tagen ohne Plus waren 24 Stunden zuvor zwei Infektionen und ein Todesopfer dazugekommen. Geschätzt etwa 4950 Menschen im Freistaat, die positiv auf das Virus getestet wurden, sind inzwischen genesen. Die Sterberate - der Anteil Gestorbener im Verhältnis zu allen festgestellten Infizierten - liegt weiter bei vier Prozent.

Update, 4. Juni, 14.33 Uhr: Dulig zu Konjunkturpaket: "starkes Signal des Aufbruchs"

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat das 130 Milliarden schwere Konjunkturpaket der Bundesregierung als "starkes Signal der Solidarität und des Aufbruchs‎" bezeichnet. 

Länder, Kommunen, Wirtschaft und Familien würden weiter entlastet, so der SPD-Politiker am Donnerstag. Das Programm stärke die Kaufkraft der Menschen, Kommunen würden bei den Kosten der Unterkunft und den erwarteten Mindereinnahmen bei der ‎Gewerbesteuer‎ entlastet, Familien profitierten von dem einmaligen Kinderbonus in Höhe von 300 Euro pro Kind. Die Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr sollen helfen, Mobilität umweltfreundlicher zu gestalten. 

Über die konkrete Verteilung der Mittel müsse noch verhandelt werden. "Wir werden das Paket jetzt auswerten und unsere Vorschläge für den Freistaat schärfen", kündigte Dulig an. 

Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, spricht während dem Corona-Pressebriefing zu den Entwicklungen in der Corona-Krise.
Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, spricht während dem Corona-Pressebriefing zu den Entwicklungen in der Corona-Krise.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 4. Juni, 14.22 Uhr: Klepsch informiert sich über Lage der freien Szene

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) hat auch der freien Theaterszene Unterstützung in der Corona-Krise zugesagt. "Ich bin zuversichtlich, dass wir in Kürze ein umfassendes Hilfspaket für die Bereiche Kultur und Tourismus auf den Weg bringen können", erklärte sie am Donnerstag bei einem Besuch im Privattheater des Schauspielers Tom Pauls in Pirna. 

Das Hilfspaket sei dringend notwendig, um bestehende Förderlücken zu schließen und Kultur und Tourismus flächendeckend zu erhalten. Das vorhandene Netz dürfe auf keinen Fall zerstört werden.

Seit 15. Mai dürfen Theater und Konzertsäle in Sachsen wieder Publikum empfangen. Sie müssen allerdings ein Hygienekonzept vorlegen. Tom Pauls will seine Bühne an diesem Freitag wieder öffnen. "Nach so langer Zeit, fragt man sich, ob man noch spielen kann und den Ansprüchen der Zuschauer genügen wird. Drei Monate - so lange habe ich in meiner gesamten Berufslaufbahn noch nie pausiert", sagte er.

Pauls hat wegen der Auflagen etwa die Hälfte der Stühle aus dem Saal entfernt. Vorerst wird jede Aufführung zweimal am Abend gespielt, um alle Kartenbesitzer berücksichtigen zu können. Mund-Nasen-Schutz ist im ganzen Haus Pflicht - bis der Platz eingenommen ist. Die Vorstellungen finden ohne Pause statt, einen Ausschank gibt es nicht. Die Gäste bekommen am Einlass einen Flyer zu den Hygieneregeln. 

Barbara Klepsch (CDU), Ministerin für Kultur und Tourismus in Sachsen.
Barbara Klepsch (CDU), Ministerin für Kultur und Tourismus in Sachsen.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Update, 4. juni, 14.14 Uhr: Dresdner Forscher untersuchen soziale Folgen des Corona-Lockdowns

Psychologen der Technischen Universität Dresden möchten in zwei Studien Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen und den Umgang mit Alkohol in der Corona-Krise untersuchen. 

Wie die Lehranstalt am Donnerstag mitteilte, sollen dabei Folgen der stark eingeschränkten Kontakte auf die psychische Gesundheit untersucht werden. "Wo lagen und liegen besondere Schwierigkeiten? Wie haben sich die Belastungen über die Zeit entwickelt", formulierte die Uni einige Fragestellungen. 

Damit nicht nur Probleme analysiert, sondern auch passende Unterstützungsangebote geschaffen werden können, soll die Befragung im wöchentlichen Abstand wiederholt werden. 

Passanten laufen an einem Gebäudeplan der Technischen Universität in Dresden vorbei.
Passanten laufen an einem Gebäudeplan der Technischen Universität in Dresden vorbei.  © dpa/Arno Burgi

Update, 4. Juni, 12.30 Uhr: Drei Neuinfektionen

Anders als in den Tagen zuvor meldete die Stadt Dresden gleich 3 Neuinfektionen - ingesamt 626. Genesen sind dagegen rund 607 Patienten wieder (+7).

Update, 3. Juni, 20.30 Uhr: Sachsen bekommt neue Corona-Schutzverordnung

Feiern mit bis zu 50 Personen sind ab Sonnabend in Sachsen wieder möglich. Auch die Kontaktbeschränkungen werden gelockert. Mehr Infos dazu lest Ihr >>> hier

Update, 3. Juni, 16.13 Uhr: Sachsen macht Busreisen wieder möglich

Sachsens Regierung ermöglicht ab diesem Samstag wieder Busreisen. Dabei soll eine Mund-Nasenbedeckung Pflicht sein, ähnlich wie im öffentlichen Nahverkehr, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Mittwoch nach einem Kabinettsbeschluss. Auf Abstandsregeln soll allerdings verzichtet werden. Derzeit sei man auch mit anderen Bundesländern über eine einheitliche Regelungen im Gespräch. Die Regelung für Busreisen gehört zu einer Reihe von Lockerungen in der neuen Corona-Schutzverordnung für Sachsen, die am 6. Juni in Kraft tritt.

Petra Köpping (61, SPD).
Petra Köpping (61, SPD).  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Juni, 14.10 Uhr: Reisebranche demonstriert erneut in Dresden

Mit gelben Warnwesten und Trillerpfeifen haben Branchenvertreter von Reisebüros, Bus- und Reiseunternehmen in Dresden unter dem Motto "Touristik kurz vor der Ohnmacht" staatliche Hilfe in der Corona-Krise gefordert. Begleitet von hupenden Bussen zogen die Demonstranten durch die Innenstadt. Die Teilnehmer kamen unter anderem auch aus Zwickau, Chemnitz und Leipzig. Um auf ihre schwierige Lage aufmerksam zu machen, legten sich die Demonstranten zwischen Theater- und Postplatz für einen kurzen Moment auf die Straße. "Uns geht die Luft aus", hieß es.

Reise- und Touristik-Unternehmen gehören neben Gastronomie und Luftverkehr zu den Branchen, die am schwersten von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen sind. Schon seit mehreren Wochen gehen daher Vertreter der Reisebranche auf die Straße, um nicht rückzahlbare staatliche Hilfen zu fordern. "Wir brauchen umgehend Finanzhilfen, unsere Existenzen müssen gesichert werden. In der gesamten Touristik spitzt sich die Lage nun höchst dramatisch zu", so Anett Herrmann von einem Reisebüro.

Sachsen hatte in der vergangenen Woche bereits angekündigt, zumindest Busreisen unter Auflagen mit der neuen Schutzverordnung wieder zu ermöglichen. Diese soll am 6. Juni in Kraft treten.

Teilnehmer einer Demonstration unter dem Motto "Touristik kurz vor der Ohnmacht" gehen auf dem Theaterplatz zwischen Reisebussen entlang.
Teilnehmer einer Demonstration unter dem Motto "Touristik kurz vor der Ohnmacht" gehen auf dem Theaterplatz zwischen Reisebussen entlang.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Juni, 13 Uhr: Keine Neuinfektion

Erneut gab es in Dresden keine Neuinfektionen. Die Zahl der Fälle bleibt damit bei 623. Allerdings blieb auch die Zahl der Genesenen gleich - 596. 

Update, 3. Juni, 11.16 Uhr: Lime-Scooter kehren zurück

Nach einer mehrwöchigen Corona-Pause hat der E-Scooter-Anbieter Lime seine Roller wieder in Dresden verteilt - insgesamt 500 Stück. Die Geräte werden vor dem Verteilen am Tag gründlich desinfiziert, die Mitarbeiter müssen sich an bestimmte Hygiene-Maßnahmen halten. Zum Re-Start gibt es auch ein Angebot. So kostet jede Fahrt (maximal 20 Minuten) bis zum 19. Juni genauso viel wie eine Einzelfahrt mit der Straßenbahn - 2,40 Euro (Code LIMEINDRESDEN).

Lime kehrt auf die Straßen Dresdens zurück. (Archivbild)
Lime kehrt auf die Straßen Dresdens zurück. (Archivbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Juni, 10 Uhr: Zahl der Arbeitslosen in Sachsen steigt weiter

Die Corona-Krise treibt die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen weiter nach oben. Im Mai waren ‎135.300 ‎Menschen im Freistaat ohne Job, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Chemnitz mitteilte. 

Das waren ‎6100 Männer und Frauen mehr als im Vormonat, die Arbeitslosenquote stieg damit auf 6,4 Prozent. "Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben den sächsischen Arbeitsmarkt auf das Jahr 2017 ‎zurückversetzt", so Agenturchef Klaus-Peter Hansen. 

Im Mai haben mehr als 2500 weitere Unternehmen Kurzarbeit angezeigt. Bereits in den vergangenen Monaten zeigten etwa vier von ‎zehn Betrieben in Sachsen Kurzarbeit an. ‎

Noch mehr Kurzarbeit, noch mehr Arbeitslose: Die Bundesagentur für Arbeit hat dieser Tage allerhand zu tun.
Noch mehr Kurzarbeit, noch mehr Arbeitslose: Die Bundesagentur für Arbeit hat dieser Tage allerhand zu tun.  © dpa/Jan Woitas/dpa-Zentralbild

Update, 3. Juni, 6.45 Uhr: Regierung will weitere Lockerungen beschließen

Sachsens Regierung will am Mittwoch weitere Lockerungen in der Corona-Krise verkünden. Zuvor beschließt das Kabinett eine neue Schutz-Verordnung. Details dazu waren bereits in der Vorwoche genannt worden. So sollen Besuche in Pflegeheimen generell erlaubt sein, wenn auch mit Auflagen. Veranstaltungen und Feiern mit bis zu 50 Personen sind gleichfalls wieder möglich. Das gilt auch für Busreisen. Hier dürfte eine Maskenpflicht gelten, aber keine gesonderte Abstandsregel. In Hotels sollen die Wellnessbereiche wieder öffnen können.

In Sachsen hatte es in den vergangenen Tagen kaum noch eine Zunahme von Corona-Infektionen gegeben. Es gehe jetzt darum, Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln und die Eigenverantwortung der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am vergangenen Donnerstag bei einem Runden Tisch mit Vertretern verschiedener Branchen gesagt. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) schloss eine zweite Welle von Corona-Infektionen für den Spätherbst nicht aus, sah Sachsen aber gut vorbereitet. Alles, was man bislang gemacht habe, lasse sich im Herbst gut anwenden.

Vor allem die geplanten Lockerungen für Pflegeheime dürften viele Menschen mit Erleichterung aufnehmen. Bilder von Besuchern, die ihre Angehörigen nur durch Plexiglasscheiben sehen oder ihnen nur aus der Ferne zuwinken konnten, wirkten in den vergangenen Wochen bedrückend. Der Landesverband der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen, deren Mitglieder zahlreiche Alten- und Pflegeheime betreuen, begrüßt die Aufhebung von Einschränkungen. Auf den Heimleitungen habe in den vergangenen Monaten ein enormer Druck gelastet, sagte Patrick Kaiser, Fachberater für Altenpflege im AWO-Landesverband auf Anfrage.

"Die Lage war auch für die Bewohner sehr belastend. Sie haben seelisch und körperlich darunter gelitten", sagte Kaiser. Betagte Menschen würden in solchen Situationen rasch abbauen. Sie hätten ja auch untereinander nicht wie gewohnt Kontakte pflegen können: "Die Heime mussten einen Spagat bewältigen. Auf der einen Seite ging und geht es um den Schutz der Bewohner, auf der anderen Seite um ihren Wunsch nach Begegnungen mit den Familien." Die Einrichtungen müssten nun individuell Hygienekonzepte erarbeiten, damit das Virus seinen Weg nicht in die Heime findet.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, steht mit Mundschutz vor der sächsischen Staatskanzlei.
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, steht mit Mundschutz vor der sächsischen Staatskanzlei.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 2. Juni, 12.20 Uhr: Erneut keine Neuinfektion

Erneut wurden in Dresden keine Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit bleibt die Zahl seit dem 30. Mai bei 623. Geschätzt 596 Genesene gibt es mittlerweile, das sind vier mehr als noch am Vortag. 

Update, 2. Juni, 8.50 Uhr: Erster Flug in Dresden nach Corona

Wochenlang war es ruhig am Dresdner Flughafen. Bis heute. Die Eurowings-Maschine aus Düsseldorf landete 7.50 Uhr und hob 8.39 Uhr wieder in Richtung nordrhein-westfälische Hauptstadt ab. 

Die Maschine der Eurowings kam aus Düsseldorf.
Die Maschine der Eurowings kam aus Düsseldorf.  © Tino Plunert

Update, 1. Juni, 20.10 Uhr: Tschechien macht die Grenze auf

Tschechien öffnet seine Grenze ab Mitte Juni wieder für Touristen aus Deutschland. Das beschloss das Kabinett am Montag in Prag, wie Gesundheitsminister Adam Vojtech bekanntgab. 

Ab welchem Tag man wieder ohne Probleme über die Grenze kommt und welches besondere Bonus-System sich Prag für Reisende einfallen ließ, lest Ihr >>> hier.

Ein tsc.hechischer Soldat mit Mundschutz geht an der tschechischen Grenze an einem Wohnwagen entlang.
Ein tsc.hechischer Soldat mit Mundschutz geht an der tschechischen Grenze an einem Wohnwagen entlang.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Update, 1. Juni, 20 Uhr: Kretschmer will mit Corona-Demonstranten im Gespräch bleiben

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wirbt für eine Auseinandersetzung mit Menschen, die gegen die aus ihrer Sicht zu strengen Corona-Auflagen demonstrieren. "Wenn der Eindruck entsteht, dass die Politik nicht zuhört und irgendwas entscheidet, hat man verloren", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag-Ausgabe). 

Das gelte etwa beim Thema Impfpflicht. "Ich habe früh deutlich gemacht, dass es keinen Impfzwang geben wird", sagte er. Ihm hätten Menschen beim Thema vermeintlicher Impfzwang gesagt, dass Politik "gegen die Menschen" gemacht werde.

Seinen Kurs weiterer Lockerungen für Sachsen verteidigte er. Man müsse weg von dem generellen Verbot und «hin zu einem Ermöglichen unter Auflagen». Sachsen will die Einschränkungen in der Corona-Krise ab dem 6. Juni weiter lockern. Maßnahmen wie Abstandsgebot und Maskenpflicht sollen aber bleiben.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen.
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 1. Juni, 16.29 Uhr: Hannovers Verteidiger Franke warnt 96 vor Ex-Club Dynamo Dresden

Hannovers Innenverteidiger Marcel Franke hat seine Mannschaft vor dem Nachholspiel gegen seinen Ex-Club Dynamo Dresden gewarnt. "Man darf Dresden jetzt nicht unterschätzen, nur weil sie zwei Wochen in Quarantäne waren", wird der 27-Jährige, der bei der 1:3-Niederlage der 96er am Samstag beim SV Sandhausen nach langer Verletzung erstmals seit dem 10. November 2019 wieder spielte, auf der Hannoveraner Vereinswebsite zitiert. "Wir wissen, dass sie Qualität haben."

Die Partie der Niedersachsen gegen die Sachsen sollte eigentlich das erste Spiel der Hannoveraner nach der Corona-Zwangspause sein. Wegen Coronavirus-Fällen bei Dynamo musste die Begegnung aber verschoben werden und soll nun am Mittwoch um 18.30 Uhr stattfinden. 

Für Franke, der in Dresden aufgewachsen ist, ist das Spiel etwas Besonderes. "Es ist immer irgendwo etwas Spezielles, wenn man gegen seinen Heimatverein spielt, bei dem man viele Jahre gespielt hat und mit dem man noch verbunden ist", sagte er. Franke spielte bereits in der Jugend für Dynamo und kam zu zwei Zweitligaeinsätzen für Dresden.

Hannovers Marcel Franke (r) fürchtet nicht nur Sandhausens Robin Scheu, sondern auch die Partie gegen Dynamo am Mittwoch.
Hannovers Marcel Franke (r) fürchtet nicht nur Sandhausens Robin Scheu, sondern auch die Partie gegen Dynamo am Mittwoch.  © dpa/Ronald Wittek/epa/Pool

Update, 1. Juni, 15.50 Uhr: Erstmals keine Neuinfektionen in Sachsen gemeldet

Erstmals seit knapp drei Monaten sind den Behörden in Sachsen keine neuen Corona-Infektionen mehr gemeldet worden. Am Pfingstmontag lag die Zahl der nachgewiesenen Infektionen wie schon am Sonntag bei 5304, teilte das Gesundheitsministerium mit. Auch die Zahl der Todesopfer blieb bei 210. 

Mehr dazu gibt's >>> hier.

Update, 1. Juni, 14.14 Uhr: Stand der Infektionen in Dresden

Zum Wochenstart wurden keine neuen Coronavirus-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in der sächsischen Landeshauptstadt damit 623 Leute mit dem Virus infiziert. 592 sind mittlerweile wieder genesen. 76 Personen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Eine Angestellte säubert die Tische reines Restaurants in der Münzgasse.
Eine Angestellte säubert die Tische reines Restaurants in der Münzgasse.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 1. Juni, 7.30 Uhr: Soziale Arbeit: Einzelne Leistungen coronabedingt nicht finanziert

Zu Beginn der Corona-Krise befürchteten soziale Träger harte Einschnitte für die Schwächsten der Gesellschaft. Bislang sind jedoch nur vereinzelte Sozialleistungen betroffen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei verschiedenen Trägern in Sachsen ergab. 

So ist zum Beispiel ein Tagestreff für wohnungslose Menschen in Zwickau in Schieflage geraten, weil die Stadt Zwickau eine Haushaltssperre verhängt hat. Coronabedingt ist der viertgrößten Stadt Sachsens rund ein Drittel der Gewerbesteuereinnahmen weggebrochen.

Von einer flächendeckenden Unterfinanzierung der sozialen Arbeit durch Corona kann derzeit aber nicht die Rede sein. 

"Uns sind bisher nur Einzelfälle bekannt", sagte etwa Thomas Neumann, Sprecher des Landesverbands der Parität, gegenüber dpa. Doch mit Blick auf die vielerorts ohnehin schon klammen Haushalte befürchten die befragten Träger zukünftig einen Sparkurs. 

Laut aktueller Steuerschätzung könnten Sachsens Kommunen coronabedingt bis 2024 mehr als eine Milliarde Euro fehlen. 

Zu Beginn der Corona-Krise befürchteten soziale Träger harte Einschnitte für die Schwächsten der Gesellschaft. Bislang sind jedoch "nur" vereinzelte Sozialleistungen betroffen. (Bildmontage).
Zu Beginn der Corona-Krise befürchteten soziale Träger harte Einschnitte für die Schwächsten der Gesellschaft. Bislang sind jedoch "nur" vereinzelte Sozialleistungen betroffen. (Bildmontage).  © Friso Gentsch/dpa ; Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 31. Mai, 16.25 Uhr: Verhaltener Pfingstreiseverkehr in Sachsen

Der Pfingstreiseverkehr in Sachsen hat sich bis Sonntagmittag in Grenzen gehalten. 

"Es ist ganz ruhig", sagte ein Sprecher des Verkehrswarndienstes in Dresden am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "Auf den Straßen ist nicht viel los." 

Auch an der Grenze zu Polen blieb der befürchtete Ansturm aus. "Keine Probleme, es gab nur kurzzeitig am Samstag mal einen kleinen Stau", sagte ein Sprecher. 

Ob die zeitbegrenzte Öffnung eines zusätzlichen Grenzübergangs südlich von Görlitz zur Entlastung beigetragen hat, konnte er allerdings nicht sagen.

Auf den Autobahnen in Sachsen ist über Pfingsten bisher wenig los. (Symbolbild)
Auf den Autobahnen in Sachsen ist über Pfingsten bisher wenig los. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Update, 31. Mai, 14.48 Uhr: Weiter nur geringer Anstieg bei Corona-Infektionen in Sachsen

Die Zahl der laborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Sachsen hat seit Samstag kaum zugenommen. Die vom Gesundheitsministerium in Dresden am Sonntag veröffentlichte Übersicht verzeichnete fünf neue Fälle binnen 24 Stunden. 

Seit Beginn der Pandemie haben sich danach insgesamt 5304 Menschen im Freistaat nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert, die Zahl der Todesopfer liegt unverändert bei 210. Der Anteil der Gestorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt weiter vier Prozent. Geschätzt wird, dass nun 4860 Betroffene wieder genesen sind, zehn mehr als am Vortag.

Update, 31. Mai, 12.37 Uhr: Neuer Stand der Infektionen

Wie die Stadt Dresden am Sonntag bekannt gab, gibt es derzeit 623 Corona-Fälle - ebenso wie am Samstag.

589 Infizierte sind schätzungsweise wieder genesen.

Update, 31. Mai, 10.07 Uhr: Wenige Beanstandungen bei Corona-Hygienekontrollen in Dresden

Bei Corona-Hygienekontrollen durch das Gesundheits- oder Ordnungsamt in mehr als 80 Dresdner Betrieben, Einrichtungen und Geschäften hat es nur in nur zehn Prozent der Fälle Beanstandungen gegeben. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sprach am Sonntag von einem positiven Bild. Es zeige, wie sich Betreiber und Inhaber ihrer Verantwortung stellen. "Aber die Freude, endlich wieder an den Start gehen zu können, war eine große Motivation."

Seit dem 20. Mai waren in Restaurants, Lokalen, Fitnessstudios, Fachgeschäften oder Friseursalons sowie Lebensmittelgeschäften vor allem die Einhaltung von Mindestabständen sowie dieReinigung und Desinfektion von Gegenständen geprüft worden. 

Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden alle Beanstandungen umgehend abgestellt. Wegen des positiven Gesamteindrucks soll ab Juni vorrangig bei Beschwerden und stichprobenartig kontrolliert werden.

Restaurants in der Innenstadt, wie hier auf der Münzgasse, waren die letzten Tage wieder gut besucht.
Restaurants in der Innenstadt, wie hier auf der Münzgasse, waren die letzten Tage wieder gut besucht.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 31. Mai, 8.01 Uhr: Hunderte demonstrieren friedlich in Leipzig und Dresden

Mehrere Hundert Menschen haben am Samstag in Sachsen wieder gegen Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Pandemie demonstriert. Kritiker der Maßnahmen sowie von Grundrechtseinschränkungen und befürchteter Zwangsimpfungen hatten nach Angaben der Polizei auf dem Leipziger Markt Zulauf von rund 300 Teilnehmern. Auch in Dresden waren es laut den Behörden bis zu 300 Personen bei einem "Spaziergang" im Großen Garten. Beide Versammlungen verliefen den Angaben nach weitestgehend störungsfrei.

In der Innenstadt von Leipzig protestierten am Nachmittag zudem Hunderte auf der Straße gegen Verschwörungstheorien sowie für Solidarität statt rechter Hetze. An dem Aufzug nahmen laut Polizei insgesamt rund 350 Menschen teil. Auf Transparenten forderten sie, Neonazis und Hetzern keinen Raum zu geben, Antisemitismus nicht zu beklatschen, Grundrechte zu schützen oder einfach "Abstand zu Antisemitismus, Rechten und Verschwörungstheorien".

Zum Protest gegen eine Kundgebung der "Bewegung Leipzig" hatten das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" und die "Jugend gegen Rechts" aufgerufen. Nach ihren Angaben sind unter "Corona-Leugnern" auch Reichsbürger, Rechtspopulisten und Neonazis, "häufig in Gruppen aktiv, gewaltbereit und menschenverachtend". Nach Polizeiangaben blieben die Aufzüge durch die Innenstadt ohne Störungen. Es habe lediglich einige Ermahnungen und Verstöße gegen Corona-Schutzauflagen sowie das Vermummungsverbot gegeben.

Eine Teilnehmerin einer Kundgebung von Anhängern von Verschwörungstheorien zur Corona-Krise trägt am 16. Mai im Großen Garten in Dresden ein Schild mit der Aufschrift "Ich habe es satt gegängelt und bevormundet zu werden".
Eine Teilnehmerin einer Kundgebung von Anhängern von Verschwörungstheorien zur Corona-Krise trägt am 16. Mai im Großen Garten in Dresden ein Schild mit der Aufschrift "Ich habe es satt gegängelt und bevormundet zu werden".  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 30. Mai, 14.50 Uhr: Anstieg bei Corona-Infektionen in Sachsen weiter gering

Die Zahl der laborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Sachsen nimmt trotz Lockerungen weiter nur leicht zu. Die vom Gesundheitsministerium in Dresden am Samstag veröffentlichte Übersicht verzeichnete zehn neue Fälle binnen 24 Stunden. 

Seit Beginn der Pandemie haben sich danach insgesamt 5299 Menschen im Freistaat nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert, die Zahl der Todesopfer liegt unverändert bei 210. 

Der Anteil der Gestorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt weiter vier Prozent. Geschätzt wird, dass nun 4850 Betroffene wieder genesen sind, 30 mehr als am Vortag.

In Sachsen haben Restaurants wieder geöffnet.
In Sachsen haben Restaurants wieder geöffnet.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 30. Mai, 10.57 Uhr: Kein Strafverfahren gegen Kretschmer wegen fehlender Maske

Das Strafverfahren gegen Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wegen Verstoßes gegen die Schutzregeln bei einer Corona-Demonstration in Dresden ist abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft sieht darin eher eine Ordnungswidrigkeit und hat die Sache an die Landeshauptstadt abgegeben. "Eine Straftat war nicht erkennbar", sagte ein Sprecher am Samstag auf Anfrage. Nach einem Bericht der "Dresdner Neuesten Nachrichten" (Samstag) muss die kommunale Behörde nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren prüfen und ob 150 Euro Bußgeld für den Regierungschef verhängt werden.

Kretschmer hatte am 17. Mai im Großen Garten mit Demonstranten bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen diskutiert und dabei keinen Mundschutz getragen. Schon vor Ort hatte er erklärt, dass er eine Mund-Nase-Bedeckung normalerweise nutze, bei dieser Gelegenheit aber darauf verzichte, weil die Demonstranten einen solchen Mundschutz ablehnten. Zudem hatten Anwesende ihn in einem Pulk umringt, obwohl er mehrfach auf den Mindestabstand hinwies. Ein Anwesender hatte dann Strafanzeige gegen Kretschmer wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz gestellt.

Der Ministerpräsident von Sachsen spricht im Großen Garten mit Anhängern von Verschwörungstheorien zur Corona-Krise. Kretschmer wollte auf der Kundgebung mit den Teilnehmern ins Gespräch kommen und verzichtete auf eine Maske.
Der Ministerpräsident von Sachsen spricht im Großen Garten mit Anhängern von Verschwörungstheorien zur Corona-Krise. Kretschmer wollte auf der Kundgebung mit den Teilnehmern ins Gespräch kommen und verzichtete auf eine Maske.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. Mai, 17.06 Uhr: Lob von Kultur- und Tourismusministerin Klepsch

Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) hat die Freizeit- und Vergnügungsparks im Freistaat für ihr Engagement und ihr Verantwortungsbewusstsein bei der Umsetzung der Hygienevorgaben gelobt. Bei der Saisoneröffnung des Freizeitparks Belantis bei Leipzig sagte Klepsch, sie habe großen Respekt davor, "wie unsere sächsischen Freizeitparks die Herausforderung angenommen haben, unter den neuen Hygienevorgaben wieder zu öffnen. Ich freue mich sehr, dass dies bisher gut gelingt und die Parks damit bestens auf Gäste aus nah und fern vorbereitet sind."

Seit dem 15. Mai dürfen in Sachsen auch die Freizeitparks wieder öffnen. Dabei steht die Branche vor der Herausforderung, die besonderen Corona-Hygieneauflagen zu erfüllen und den Schutz von Gästen und Mitarbeitern sicherzustellen.

"Unter den besonderen Umständen der derzeitigen Situation bauen wir auf das Verständnis und die Unterstützung unserer Gäste, um die notwendigen Anpassungen im Hinblick auf den Betrieb des Freizeitparks sicherzustellen", sagte Belantis-Geschäftsführer Bazil El Atassi.

Belantis-Geschäftsführer Bazil El Atassi (links) führt Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (54, CDU) durch den Freizeitpark Belantis.
Belantis-Geschäftsführer Bazil El Atassi (links) führt Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (54, CDU) durch den Freizeitpark Belantis.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. Mai, 14.25 Uhr: Eine Neuinfektionen in Dresden

Seit dem gestrigen Donnerstag infizierte sich eine weitere Person (insgesamt 622 seit Beginn der Corona-Krise) mit dem Coronavirus.

Mittlerweile sind rund 589 Menschen genesen (+3). Es gab keine Veränderung der zehn bisherigen Todesfälle. Zudem wurden keine weiteren Menschen aufgrund Corona in das Krankenhaus eingewiesen.

Update, 29. Mai, 13.50 Uhr: Regierung geht in Klausur - Köpping sieht Sachsen gut gerüstet

Sachsens Regierung will auf einer Klausur am 8. und 9. Juni über weiteren Hilfen in der Corona-Krise beraten. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zum Abschluss eines Runden Tisches mit Vertretern aus verschiedenen Bereichen an. Es gehe jetzt darum, Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln und die Eigenverantwortung der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Der Bund werde am 2. und 3. Juni über weitere Maßnahmen entscheiden.

Neben Kretschmer wurde die Regierung am Runden Tisch von Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) und Justizministerin Katja Meier (Grüne) vertreten. Köpping zufolge kann es im Spätherbst zu einer zweiten Welle von Corona-Infektionen kommen. Sie sehe Sachsen darauf aber gut vorbereitet. Alles, was man bislang gemacht habe, lasse sich im Herbst gut anwenden.

Köpping gab auch einen Ausblick auf die neue Schutz-Verordnung, die ab 6. Juni gelten soll. Vieles davon war schon zuvor im Gespräch. So sollen Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen möglich sein. Gleiches gilt für Busreisen. Ein am Runden Tisch sitzender Busunternehmer regte eine bundesweit einheitliche Regelung an, weil die Unternehmen sonst manche Bundesländer womöglich nicht durchfahren könnten.

In Hotels sollen die Wellnessbereiche nach der neuen Verordnung öffnen dürfen. Besuche in Pflegeheimen sollen generell erlaubt werden, aber mit Auflagen versehen. Mit dem Kultusressort will man eine Lösung finden, ob und wie Abschlussveranstaltungen für Klassen oder das Zuckertütenfest stattfinden können.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, sitzt vor Beginn des "Runden Tisches" im sogenannten Bienenkorb in der sächsischen Staatskanzlei.
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, sitzt vor Beginn des "Runden Tisches" im sogenannten Bienenkorb in der sächsischen Staatskanzlei.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 19. Mai, 12.06 Uhr: Grünes Gewölbe öffnet wieder

Ein halbes Jahr nach dem spektakulären Juwelendiebstahl öffnet das Historische Grüne Gewölbe wieder für Besucher. Das barocke Schatzkammermuseum im Residenzschloss ist ab diesem Samstag zugänglich, wie die Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) am Freitag mitteilten.

Mehr Informationen dazu erfahrt ihr >>>>hier.<<<

Das Residenzschloss mit dem Historischen Grünen Gewölbe der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Die seit dem Juwelendiebstahl im November 2019 geschlossene kurfürstlich-königliche Schatzkammer soll bald wieder für Besucher zugänglich sein.
Das Residenzschloss mit dem Historischen Grünen Gewölbe der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Die seit dem Juwelendiebstahl im November 2019 geschlossene kurfürstlich-königliche Schatzkammer soll bald wieder für Besucher zugänglich sein.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. Mai, 10.35 Uhr: Freie Wähler für komplette Entschuldung der Kommunen

Die Freien Wähler (FW) in Sachsen haben die komplette Entschuldung der Kommunen durch den Bund angeregt. Es sei Zeit für gleiche, neue Startbedingungen, sagte FW-Chef Steffen Große am Freitag in Dresden. Die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen bescherten den Kommunen durch Einnahmeverluste zusätzliche Probleme. "Kommunen, denen es schon vor der Pandemie schlecht ging, kommen aus eigener Kraft aus der Verschuldung kaum noch raus." Alle Städte und Gemeinde müssten leben und wieder Luft zum Atmen bekommen - durch Entschuldung.

Kommunen ohne Schulden sollten dies nach Auffassung von Große solidarisch mittragen. "Wir sind auf der Basis des Grundgesetzes eine Solidargemeinschaft und wollen gleiche Lebensverhältnisse überall", betonte Große. Der Bund leihe sich derzeit Kredite für de facto null Euro Zinsen

 "Er ist momentan in der Lage, diesen Schnitt für die Kommunen zu machen und deren Handlungsfähigkeit mit gleichen Startbedingungen für alle zu realisieren. Der Standort Deutschland wird damit kurz und langfristig gestärkt."

Das Symbol der freien Wähler ist auf einem Fähnchen gedruckt.
Das Symbol der freien Wähler ist auf einem Fähnchen gedruckt.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. Mai, 5 Uhr: Gastgewerbe nach Öffnung in Krise ernüchtert

Im sächsischen Gastgewerbe macht sich trotz gelockerter Corona-Einschränkungen Ernüchterung breit. Laut einer Umfrage des Hotel- und Gaststättenverbandes ist die große Mehrheit der Betriebe von der Geschäftsentwicklung seit der Wiedereröffnung enttäuscht. Gaststätten und Hotels im Freistaat haben seit 15. Mai wieder geöffnet. Doch ein Ansturm der Gäste blieb bisher aus. In der Umfrage gaben gut 78 Prozent der Unternehmen an, dass sich die Erwartungen nicht erfüllt haben.

Knapp 40 Prozent der Betriebe teilten mit, ihr Umsatz sei verglichen mit einer Mai-Woche des Jahre 2019 um 50 bis 75 Prozent geschrumpft. Etwa 26 Prozent bezifferten ihn auf nur 10 bis 25 Prozent des Wochenumsatzes vor einem Jahr.

80,2 Prozent der Teilnehmer sahen unter den vorgegebenen Hygienevorschriften keine Wirtschaftlichkeit gegeben. Die Gastronomie-Betriebe haben im Schnitt ihr Platzangebot um 45 Prozent reduzieren müssen. Nur 7,3 Prozent der Unternehmen gaben an, dass Gäste wenig Verständnis für die Auflagen hätten.

Katja Riedel, Juniorchefin im Romantik Hotel in der Altstadt von Pirna, steht vor dem Eingang des Hauses.
Katja Riedel, Juniorchefin im Romantik Hotel in der Altstadt von Pirna, steht vor dem Eingang des Hauses.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 28. Mai, 20.54 Uhr: Sachsens Regierungschef Kretschmer wirbt um Zusammenhalt in der Corona-Krise

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) hat in der Corona-Krise an den Zusammenhalt der Bürger appelliert. "Für mich ist wichtig in dieser besonderen Zeit, dass die Gesellschaft zusammenbleibt, dass wir uns nicht auseinandertreiben lassen, dass wir uns gegenseitig respektieren und zuhören", sagte er am Donnerstagabend bei einem Runden Tisch zur Corona-Krise in Dresden. Dazu hatte er Bürger aus verschiedenen Berufsgruppen in die Staatskanzlei eingeladen.

Update, 28. Mai, 14.30 Uhr: Eine Neuinfektion in Dresden

Seit dem gestrigen Mittwoch infizierte sich eine weitere Person (insgesamt 621) mit dem Coronavirus.

586 (+5) sollen bereits genesen sein. In Krankenhäusern werden weiterhin 76 (+/-0) behandelt. Es gab ebenso keine Veränderung der zehn Todesfälle.

Update, 28. Mai, 14.10 Uhr: Hallenbäder und Sportstätten öffnen bald wieder

Alle Sportstätten und Hallenbäder in Sachsen dürfen ab 6. Juni mit Inkrafttreten der neuen Corona-Schutz-Verordnung wieder öffnen.

Allerdings müssen Hygienekonzepte erstellt und befolgt werden. Publikum ist weiterhin nicht zugelassen. Mindestabstände sind hingegen nicht mehr erforderlich. Das teilte Sportminister Roland Wöller (49, CDU) am Donnerstag mit. Hallenbäder brauchen ein von den Kommunen genehmigtes Hygienekonzept.

Die Fachverbände müssten sportartspezfische Hygienekonzepte erstellen. Damit gebe es mehr Eigenverantwortung für Sportler und Vereine, so Wöller.

Update, 28. Mai, 10.56 Uhr: Exporte der sächsischen Wirtschaft wegen Corona eingebrochen

Die Exporte der sächsischen Wirtschaft sind in der Corona-Krise erwartungsgemäß eingebrochen.

Wie das Statistische Landesamt in Kamenz am Donnerstag mitteilte, wurden im März Waren im Wert von 3,1 Milliarden Euro exportiert. Das sind 16 Prozent weniger als vor einem Jahr und vier Prozent weniger als im Februar 2020. Auch der Exportwert für das 1. Quartal lag um fünf Prozent unter dem des Vorjahreszeitraumes. Der Export von Autos und Wohnmobilen dominiere den Außenhandel Sachsens weiter, hieß es.

Die Lieferungen in EU-Länder gingen im März sogar um eine Viertel bezogen auf den gleichen Monat des Vorjahres zurück. Besonders betroffen waren Exporte nach Frankreich (-33 Prozent), Spanien (-41) und Italien (-42). Die Exporte nach China lagen im März dagegen auf Vorjahresniveau, im 1. Quartal gab es sogar einen leichten Anstieg um vier Prozent. Die Ausfuhr in die USA stieg gegenüber März 2019 um 14 Prozent.

Größere Quartalszuwächse wurden für Japan (40 Prozent) und Russland (12 Prozent) verzeichnet. Eine große Rolle spielen dabei elektrotechnische Erzeugnisse und elektronische Bauelemente.

Update, 28. Mai, 6.30 Uhr: Runder Tisch zu Corona-Beschränkungen

In Sachsen werden die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie deutlicher zurückgeschraubt als in vielen anderen Bundesländern. Da diese Maßnahmen kontrovers diskutiert werden, lädt Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Donnerstag (17.45 Uhr) zu einem Runden Tisch in die Staatskanzlei nach Dresden.

Gemeinsam mit Experten aus den Bereichen Medizin, Pflege und Verwaltung sowie Vertretern aus Wirtschaft und Kultur und Bürgern soll ein konstruktiver Austausch stattfinden. Mehr dazu >> hier.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, steht während einer Übergabe von 10.000 FFP2-Schutzmasken mit einer Mund-Nasen-Bedeckung vor der Staatskanzlei.
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, steht während einer Übergabe von 10.000 FFP2-Schutzmasken mit einer Mund-Nasen-Bedeckung vor der Staatskanzlei.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. Mai, 20.39 Uhr: Corona-Zahlen für Sachsen

In Sachsen hat es bislang mehr als 5000 Corona-Fälle gegeben. Über 4.700 Personen gelten inzwischen als geheilt.

Grafischer Verlauf der Coronavirus-Infektionen in Sachsen.
Grafischer Verlauf der Coronavirus-Infektionen in Sachsen.  © TAG24

Update, 27. Mai, 14.02 Uhr: Corona-Soforthilfe für Soziale Organisationen

Soziale Organisationen in Sachsen bekommen eine Corona-Soforthilfe. In Not geratene Einrichtungen sozialer Träger können ab sofort Geld bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) beantragen, teilte das Kreditinstitut am Mittwoch mit. Je nach Anzahl der Beschäftigten und Bedarf können die Organisationen gestaffelt eine Einmalzahlung von bis zu 30 000 Euro erhalten.

Update, 27. Mai, 12.10 Uhr: Reisebranche-Proteste

Am Mittwoch protestierten wieder mehrere Unternehmen der Reisebranche. In einem Fahrzeugkorso von etwa 50 Bussen fuhren diese am Terrassenufer entlang. Der Protest steht unter dem Motto "Klimafreundliche Mobilität sichern: Rettung der Reisebusunternehmen". Michael Kretschmer, Ministerpräsident von Sachsen, sprach mit Mund-Nasen-Schutz vor der Staatskanzlei mit Reiseunternehmern und Busfahrern.

Vor der Staatskanzlei sprach Ministerpräsident Kretschmer mit Betroffenen.
Vor der Staatskanzlei sprach Ministerpräsident Kretschmer mit Betroffenen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Bus an Bus auf dem Terrassenufer am Mittwoch.
Bus an Bus auf dem Terrassenufer am Mittwoch.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. Mai, 12.06 Uhr: Neuer Stand

Am Mittwoch meldete die Stadt Dresden die insgesamt 620. Coronainfektion (+1). Rund 581 Menschen sind mittlerweile wieder genesen. 

Update, 27. Mai, 11.30 Uhr: Grünes Licht für Filmnächte

Auch die Dresdner Filmnächte am Elbufer finden statt. Das Gesundheitsamt gab Grünes Licht. Vom 15. Juni bis 23. August gibt es dann wieder Filme zu sehen. Mehr dazu >> hier

Update, 27. Mai, 7.10 Uhr: Palais-Sommer findet statt

Obwohl deutschlandweit massenweise Veranstaltungen und Festivals abgesagt wurden, wird der Dresdner Palais-Sommer wie geplant zwischen 17. Juli und 23. August stattfinden. Über 100 Veranstaltungen, darunter Yoga-Kurse und Musik-Konzerte, wird es also geben.

Das Hygienekonzept wurde am Montag genehmigt. Insgesamt werden 1000 Besucher gleichzeitig zugelassen. Glück für die Organisatoren: die große Fläche auf 30.000 Quadratmetern. Somit kann jeder genügend Abstand halten.

So nah wie hier vor einigen Jahren beim Lach-Yoga werden sich die Teilnehmer 2020 wohl nicht kommen.
So nah wie hier vor einigen Jahren beim Lach-Yoga werden sich die Teilnehmer 2020 wohl nicht kommen.  © Steffen Füssel

Update, 27. Mai, 7.07 Uhr: Nach Pfingsten wieder Flugbetrieb in Dresden

Am 2. Juni soll in Dresden wieder der erste Passagierflug nach der Corona-Krise abheben - in Richtung Düsseldorf. Ab Mitte Juni soll es dann auch wieder nach Frankfurt gehen. Mehr Infos in diesem Artikel >> hier.

Update, 26. Mai, 17.20 Uhr: Was in Sachsen bald wieder erlaubt sein soll

Busreisen, Familienfeiern mit mehr Angehörigen oder Besuche im Altenheim. Was in Sachsen ab dem 6. Juni wieder erlaubt werden soll, lest Ihr >>> hier nach.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU).
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU).  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 26. Mai, 14.46 Uhr: Weitere Lockerungen für Sachsen angekündigt

Nach einer Kabinettssitzung hat die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (61, SPD) angekündigt, dass weitere Lockerungen ab 6. Juni in Sachsen folgen sollen. Gebote wie Abstandsregelungen, Kontaktbeschränkungen und Mundschutzpflicht sollen allerdings bestehen bleiben. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (61, SPD).
Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (61, SPD).  © Robert Michael/dpa

Update, 26. Mai, 12.22 Uhr: Neuer Stand der Zahlen

Am Dienstag meldete die Stadt Dresden eine Neuinfektion. Insgesamt  sind nun 619 Corona-Fälle bekannt. Zuvor gab es einige Tage keine Neuinfektion.

Genesen sind mittlerweile rund 579 Menschen. 

In Dresden gibt es eine Neuinfektion.
In Dresden gibt es eine Neuinfektion.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 26. Mai, 8.13 Uhr: Handel leidet weiter unter Corona-Krise

In Sachsen haben Einkaufszentren und große Läden seit Mitte Mai wieder geöffnet - doch das gewohnte Leben kehrt nur langsam wieder in die Innenstädte zurück. Der Einzelhandel sei weiterhin erheblich von der Corona-Krise betroffen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes, René Glaser, der Deutschen Presse-Agentur. 

Neben den vollständig ausgefallenen Umsätzen in den Wochen des Lockdowns zeigten sich nun die Kunden zurückhaltend. "Die Verbraucher- und Konsumstimmung ist deutlich eingebrochen."

Gestützt wird diese Einschätzung von Zahlen des auf die Messung von Kundenfrequenzen in Innenstädten spezialisierten Unternehmens Hystreet. Demnach liegen die Besucherzahlen in wichtigen Einkaufsstraßen in Dresden und Leipzig nur etwa bei der Hälfte des vor Corona normalen Niveaus. 

Eigene Stichproben und Umfragen des Handelsverbandes bestätigten das Bild, so Glaser. "Und schaut man in kleinere Städte, ergibt sich ein noch dramatischeres Bild."

Die Altmarkt Galerie in Dresden ist leerer als üblicherweise.
Die Altmarkt Galerie in Dresden ist leerer als üblicherweise.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. Mai, 18.05 Uhr: Tschechien kontrolliert nur noch stichprobenartig an Grenze

Die tschechische Polizei beendet ab Dienstag ihre flächendeckenden und systematischen Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland und Österreich. Stattdessen werde "gezielt und stichprobenartig" kontrolliert, teilte das Innenministerium in Prag nach der Kabinettssitzung am Montag mit. 

Doch am derzeit geltenden Einreiseverbot für Touristen nach Tschechien ändere sich dadurch nichts, betonte eine Sprecherin. Auch bestehe weiterhin die Pflicht für Tschechen, bei der Rückkehr aus dem Ausland einen negativen Coronavirus-Test vorzulegen oder in Quarantäne zu gehen.

Bei Zuwiderhandlungen gegen das Infektionsschutzgesetz wie dem unerlaubten Betreten des Landes drohen Geldstrafen von bis einer Million Kronen, umgerechnet knapp 37.000 Euro. Wer versucht, einer Polizeikontrolle auszuweichen, muss mit einem Bußgeld von umgerechnet bis zu 1800 Euro rechnen.

Tschechien hatte die vorübergehenden Grenzkontrollen zuletzt bis zum 13. Juni verlängert. Als Grund gab die Regierung von Ministerpräsident Andrej Babis an, damit solle die Einschleppung von Coronavirus-Infektionen verhindert werden. Über die Wiedereröffnung der Grenzen für Touristen laufen derzeit noch intensive Verhandlungen.

Update, 25. Mai, 17.37 Uhr: Sachsens SPD feiert Parteigeburtstag per Livestream

Die SPD in Sachsen will am Dienstag ihr 30-jähriges Bestehen per Livestream feiern. Im Internet erzählen unter anderem SPD-Chef Norbert Walter-Borjans, der Landesvorsitzende Martin Dulig und der erste Landesvorsitzende nach der Wende, Michael Lersow, Anekdoten und Wissenswertes, wie die Partei am Montag mitteilte. 

Der Landesverband wurde am 26. Mai 1990 in Chemnitz gegründet. "30 Jahre SPD Sachsen. Das sind 30 Jahre Engagement für die soziale Demokratie in Sachsen", sagte Dulig.

Anders als etwa CDU oder FDP hätte sich die Sozialdemokratie in Wendezeiten in Sachsen neu gegründet. Die Partei habe sich auf keinerlei Strukturen stützen können und bei der Mitgliederzahl "bei Null" anfangen müssen, betonte Dulig, der auch Wirtschaftsminister ist. "Die SPD hatte seit 1990 nicht immer einen leichten Stand in Sachsen. Wir mussten immer wieder hart um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler im Freistaat kämpfen." Derzeit zählt die sächsische SPD rund 4900 Mitglieder.

Martin Dulig, Landesvorsitzender der SPD-Sachsen.
Martin Dulig, Landesvorsitzender der SPD-Sachsen.  © Robert Michael/dpa

Update, 25. Mai, 16.52 Uhr: Kaum noch neue Coronavirus-Infektionen in Sachsen

Die Zahl der bekannten Coronavirus-Infektionen steigt in Sachsen nur noch minimal an. Am Montag wurden nach einer Übersicht des Sozialministeriums lediglich drei neue Fälle gemeldet. 

Seit Beginn der Pandemie haben sich demnach 5229 Menschen angesteckt, rund 4720 von ihnen gelten inzwischen wieder als genesen. Von den zehn Kreisen und drei kreisfreien Städten meldeten nur noch der Erzgebirgskreis (plus zwei) und der Kreis Bautzen (plus eins) neue Nachweise. 

Zudem starb in der Landeshauptstadt Dresden ein weiterer Corona-Patient, so dass die Zahl der Todesfälle in Sachsen auf insgesamt 205 stieg. Die Sterberate liegt demnach bei 3,9 Prozent.

Update, 25. Mai, 16.43 Uhr: Leinen los bei der Sächsischen Dampfschifffahrt

Die Sächsische Dampfschifffahrt nimmt wieder Fahrt auf - aber mit Einschränkungen. Vom 29. Mai bis 5. Juni wird mehrmals täglich die Stadtfahrt zu Wasser vom Dresden Terrassenufer angeboten, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Zudem können Interessierte am Samstag und Sonntag die Schlösserfahrt buchen. 

Es gelten jedoch coronabedingte Vorsichtsmaßnahmen. So muss derzeit das Ticket online gebucht werden. Zudem müssen die Gäste an Bord und beim Zustieg einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Weitere Infos unter: saechsische-dampfschiffahrt.de

Bei der Sächsischen Dampfschifffahrt heißt es wieder: Leinen los!
Bei der Sächsischen Dampfschifffahrt heißt es wieder: Leinen los!  © Eric Münch

Update, 25. Mai, 12.47 Uhr: Spende für die Tafel

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping übergab heute 6000 Schutzmasken an den sächsischen Landesverband der Tafel. An 200 Ausgabestellen versorgen rund 1400 Ehrenamtliche und Mitarbeiter täglich Menschen mit gespendeten Lebensmitteln.

Neben Schutzmasken wurden auch Lebensmittel und Haushaltsdinge gespendet.
Neben Schutzmasken wurden auch Lebensmittel und Haushaltsdinge gespendet.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. Mai, 12.39 Uhr: Stand der Infektionen

Seit dem 22. Mai ist die Zahl der Fälle in Dresden bei 618 geblieben. Eine traurige Nachricht gibt es aber dennoch: Ein neuer Todesfall ist hinzugekommen, insgesamt sind in der Landeshauptstadt nun 10 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben.

Zudem muss eine weitere Person im Krankenhaus behandelt werden. Seit Beginn ist des der 76. Fall. Genesen sind mittlerweile rund 578 Patienten. 

In Dresden gibt es insgesamt 618 Corona-Fälle.
In Dresden gibt es insgesamt 618 Corona-Fälle.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. Mai, 10.48 Uhr: Einzelhandel mit geteilter Bilanz in Corona-Zeit

Der Einzelhandel in Sachsen hat eine gegensätzliche Bilanz der ersten Wochen der Corona-Krise gezogen. Supermärkte (plus 10,3 Prozent), der Internet- und Versandhandel (plus 35,7 Prozent) sowie Apotheken (plus 15,4 Prozent) verbuchten im März - verglichen mit dem Vorjahresmonat - eine enorme Umsatzsteigerung, wie das Statistische Landesamt am Montag in Kamenz mitteilte. 

Dagegen hatten Geschäfte, die Mitte März coronabedingt schließen mussten, empfindliche Einbußen hinzunehmen.

Dem Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren ging demnach fast ein Drittel des Umsatzes gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat verloren. Beim Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, der gerade in das Frühjahrs- und Sommergeschäft starten wollte, brach der Umsatz sogar um mehr als die Hälfte ein.

Update, 25. Mai, 10.46 Uhr: Sachsen kündigt Corona-Lockerungen an

Nach Thüringen hat auch Sachsen eine grundlegende Änderung beim Umgang mit Einschränkungen in der Corona-Krise angekündigt.

"Wenn die Zahl der Neuinfektionen weiterhin stabil auf einem niedrigen Niveau bleibt, planen wir für die Zeit ab dem 6. Juni in der nächsten Corona-Schutzverordnung einen Paradigmenwechsel", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Montag in Dresden.

Update, 25. Mai, 7.11 Uhr: Kretschmer: "Wir brauchen Licht am Ende des Tunnels"

Die vom Coronavirus gelähmte Weltwirtschaft kann es nach Ansicht von Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer nur gemeinsam aus der Krise schaffen. Nun gehe es international darum, sich nicht mit Protektionismus Vorteile zu verschaffen. Die Staaten müssten gemeinsam aus der Krise heraus, damit es keine Weltwirtschaftskrise wie vor etwa 90 Jahren gibt, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Auch vor 10 Jahren sei in der Finanzkrise eine Stabilisierung gelungen.

"Die Exportnation Deutschland ist in Sorge, weil in anderen Ländern die Märkte zusammengebrochen sind", sagte Kretschmer. Das betreffe in erheblichem Maße auch Sachsen, das einen Großteil der im Freistaat produzierten Fahrzeuge exportiere. 

Nach Ansicht von Kretschmer ist nun ein Mix an Maßnahmen für die Wirtschaft erforderlich. Es gehe darum, jenen Unternehmen zu helfen, die nicht sofort wieder am Markt erfolgreich sein könnten. Ihnen sollten beispielsweise vorerst weiter die Sozialversicherungsbeiträge gestundet werden. Es gehe auch um Investitionen in die Digitalisierung. Dabei dürfe man nicht wieder zurück in das Jahr 2019, betonte Kretschmer. "Sondern wir müssen den Schwung nutzen für Digitalisierung und Industrie 4.0." 

Die Gastronomen sollten länger als geplant von der geringeren Mehrwertsteuer profitieren: "Wir brauchen Licht am Ende des Tunnels."

Um die Krise zu bewältigen, gehe es nicht nur darum, zusätzliches Geld auszugeben, sondern insgesamt um weniger Bürokratie und mehr Flexibilität, so Kretschmer.

Sachsens MP Michael Kretschmer.
Sachsens MP Michael Kretschmer.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 24. Mai, 19.34 Uhr: Corona-Zahlen für Sachsen

Aktuelle Corona-Zahlen für den Freistaat in grafischer Form.

Die Grafik zeigt die Zahl der Fälle, Todesfälle und Geheilten im Freistaat Sachsen. © TAG24
Die Grafik zeigt die Zahl der Fälle, Todesfälle und Geheilten im Freistaat Sachsen. © TAG24  © TAG24

Update, 24. Mai, 17.15 Uhr: Wie geht es nach Pfingsten in Sachsen weiter?

Über einen Wegfall der landesweit gültigen Corona-Schutzvorschriften wird in Sachsen aber noch nicht nachgedacht. Entsprechende Pläne hegt das Nachbarbundesland Thüringen. Sachsen wolle zunächst noch Pfingsten abwarten, sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber am Sonntag.

"Wir haben immer gesagt, dass wir zunächst das Geschehen an Himmelfahrt und zu Pfingsten beobachten wollen", sagte der sächsische Regierungssprecher Schreiber. Erst danach solle entschieden werden, wie es mit den Corona-Regeln weitergehe. Die derzeitige Verordnung des Freistaates gilt bis zum 5. Juni.

Michael Kretschmer (44, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, Ralph Schreiber (39, CDU), Pressesprecher, und Thomas Popp (58, CDU), Staatssekretär für Digitalisierung,
Michael Kretschmer (44, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, Ralph Schreiber (39, CDU), Pressesprecher, und Thomas Popp (58, CDU), Staatssekretär für Digitalisierung,  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 24. Mai, 15.28 Uhr: Leichter Anstieg der Coronavirus-Infektionen in Sachsen

Die Zahl der bekannten Coronavirus-Infektionen steigt in Sachsen weiterhin nur noch leicht an. Am Sonntag wurden nach einer Übersicht des Sozialministeriums zehn neue Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie haben sich demnach 5228 Menschen angesteckt, rund 4710 von ihnen gelten inzwischen wieder als genesen. 

Von den zehn Kreisen und drei kreisfreien Städten meldeten nur noch der Vogtlandkreis (plus sieben) und der Kreis Zwickau (plus drei) neue Nachweise. Zudem starb im Kreis Zwickau ein weiterer Corona-Patient, so dass die Zahl der Todesfälle in Sachsen auf insgesamt 204 stieg. Die Sterberate liegt bei 3,9 Prozent.

Update, 24. Mai, 14.09 Uhr: Städtetagspräsident Jung besorgt wegen Corona-Krise

Der Präsident des Deutschen Städtetages, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, sorgt sich wegen der Corona-Folgen um das Überleben der Innenstädte. "Diese anhaltende Krise betrifft die Innenstädte noch einmal besonders schwer - Handel, Gastronomie, Kultur, einfach alles", sagte der SPD-Politiker in einem Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel". Er könne keine Prognose abgeben, wie lange Kaufhäuser und kleinere Händler durchhalten werden.

Allerdings sei er zuversichtlich, dass die Menschen in die Innenstädte zurückkehren werden. Sie bräuchten Begegnungen und wollten die Plätze und Gelegenheiten dafür nicht missen, sagte Jung. Er sei auch überzeugt, dass die Städte wieder mehr Arbeiten und Wohnen in ihren Zentren ermöglichen müssten. Auch der Einzelhandel müsse wieder individueller werden. "Aber das ist ein längerer Prozess", sagte Jung.

Burkhard Jung (62, SPD).
Burkhard Jung (62, SPD).  © Caroline Seidel/dpa

Update, 24. Mai, 14.03 Uhr: Erneut keine Neuinfektionen

Laut Webseite der Stadt Dresden haben sich seit Beginn der Corona-Krise 618 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Der Stand ist damit so hoch wie am Vortag. Rund 577 Personen sind mittlerweile wieder genesen.

Update, 24. Mai, 12.47 Uhr: Sachsen und Sachsen-Anhalt fordern vom DFB Abbruch der 3. Liga

Die Fußball-Landesverbände Sachsen (SFV) und Sachsen-Anhalt (FSA) fordern vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) den Abbruch der 3. Liga wegen der Corona-Pandemie. Ein entsprechender Antrag für den DFB-Bundestag an diesem Montag wurde nach dpa-Informationen am Freitag dem DFB zugestellt. Zuvor hatten der MDR und die "Bild am Sonntag" darüber berichtet.

In dem Antrag wird gefordert, dass es in dieser Saison keine Absteiger in die Regionalligen geben soll. Gleichzeitig sollen die per 27. Spieltag auf den Aufstiegsrängen zur 2. Bundesliga stehenden Vereine genauso aufsteigen wie der Tabellen-Dritte, der eigentlich eine Relegation spielen müsste.

Die beiden Verbände beziehen sich bei ihrem Antrag nach dpa-Informationen auf die nach wie vor geltenden unterschiedlichen Verfügungslagen in Deutschland in der Corona-Pandemie, was einen fairen Wettbewerb nicht zulasse. Außerdem verweisen sie auf den Umstand, dass die Saison über den 30. Juni hinaus gehen werde und damit erhebliche arbeits- und vertragsrechtliche Probleme entstehen könnten.

Update, 23. Mai, 20.06 Uhr: Wird Beherbungssteuer dennoch fällig?

Im Monat April konnten in Dresden in den Hotels keine Gäste übernachten. Dennoch wird die Beherbungssteuer eingefordert. Bei Nicht-Zahlung drohen bis zu 10.000 Euro Strafe. Weitere Infos im Dokument (siehe unten).

Update, 23. Mai, 14.07 Uhr: 618 Infektionen seit Beginn der Corona-Krise

Wie schon am Vortag liegt der Zahl der Personen, die sich seit Beginn der Corona-Krise in Dresden mit dem Virus infiziert haben weiter bei 618. Mittlerweile gibt es rund 577 Genesene. 75 Personen kamen ins Krankenhaus.

Seit 15. Mai ist die Gastronomie in Dresden wieder geöffnet. Vor der Frauenkirche sitzen Leute in einem Restaurant.
Seit 15. Mai ist die Gastronomie in Dresden wieder geöffnet. Vor der Frauenkirche sitzen Leute in einem Restaurant.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 23. Mai, 9.16 Uhr: Kretschmer zu Corona-App: "keine ausreichende Sicherheit"

Michael Kretschmer (45, CDU) zweifelt am Nutzen der geplanten Corona-Warn-App. "So wie die Corona-App jetzt auf den Weg gebracht worden ist, bringt sie keine ausreichende Sicherheit", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wichtig seien für die Leute heute 1,50 Meter Abstand und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes.

Die Grünen-Netzpolitikerin Tabea Rößner (53) sagte den Funke-Zeitungen, die App sei kein Allheilmittel. "Die App ist wichtig, aber wir bekämpfen nicht mit ihr allein die Pandemie." Wichtig seien beispielsweise auch ausreichend Testkapazitäten.

Michael Kretschmer (45, CDU). (Archivbild)
Michael Kretschmer (45, CDU). (Archivbild)  © dpa/dpa-Zentralbild/Sebastian Kahnert

Update, 22. Mai, 18.20 Uhr: Sieben von zehn Landkreisen ohne neue Corona-Infektionen

In sieben der zehn sächsischen Landkreise sind am Freitag keine neuen Corona-Infektionen gemeldet worden. Auch die beiden Städte Leipzig und Chemnitz registrierten nach Angaben des Sozialministeriums keine weiteren Fälle. In der Landeshauptstadt Dresden wurden dagegen fünf neue Infektionen nachgewiesen. 

Insgesamt stieg die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Sachsen leicht um 18 auf 5212 an. Es wird geschätzt, dass 4670 Menschen inzwischen wieder genesen sind. Den Angaben zufolge wurden keine neuen Todesopfer bekannt. Ihre Zahl liegt laut Übersicht des Ministeriums weiterhin bei 202.

Update, 22. Mai, 18.18 Uhr: Schaubudensommer fällt aus

Kommen wohl das kulturelle und das gesellschaftliche Leben so langsam wieder in Gang, sieht es doch an vielen Stellen nach wie vor trübe aus. Überall dort, wo sich Leben in der Zusammenballung vieler Menschen ausdrückt, greifen bis auf Weiteres starke Einschränkungen.

So wirft auch der Schaubudensommer 2020 das Handtuch, obwohl bis zum Termin (23. Juli bis 2. August) noch zwei Monate ins Land gegangen wären. "Da Abstand beim Schaubudensommer ein Konzept ist, was es unbedingt zu vermeiden gilt, und da enge Zelte und gedrängte Schlangen unabdingbar sind für das einzigartige Flair des Festival-Getümmels, bleibt uns nichts übrig, als eine nötige Konsequenz zu ziehen", teilten die Veranstalter mit. 

Zwar habe man über Alternativen nachgedacht, doch hätten alle Überlegungen ergeben, "dass wir keine Light-Variante des Schaubudensommers machen werden".

Der Blick richtet sich nun auf einen "grandiosen Schaubudensommer" im nächsten Jahr.

Der Schaubudensommer fällt dieses Jahr aus.
Der Schaubudensommer fällt dieses Jahr aus.  © André Wirsig

Update, 22. Mai, 14.59 Uhr: Kretschmer spricht sich für Aufnahme russischer Corona-Patienten aus

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich für eine Aufnahme russischer Covid-19-Patienten in Deutschland ausgesprochen. "Es wäre ein starkes Zeichen der Europäischen Union, wenn wir auch Patienten aus Russland bei uns behandeln würden", sagte der CDU-Politiker dem "Spiegel". "Wir versuchen insgesamt in Europa zu helfen. Und ich finde, wir sollten auch solidarisch sein mit Russland."

Sachsen hatte 14 Corona-Patienten aus Italien und Frankreich aufgenommen. Einige von ihnen starben, andere konnten nach wochenlanger Behandlung aus den Krankenhäusern entlassen werden. In Russland sind inzwischen mehr als 300.000 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden.

Update, 22. Mai, 12.34 Uhr: 618 Infizierte seit Beginn der Corona-Krise

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in der Landeshauptstadt Dresden 618 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Davon sind momentan rund 574 Personen wieder genesen. 75 Personen mussten ins Krankenhaus eingewiesen werden.

Polizeiautos am Herrentag am Dresdner Elbufer.
Polizeiautos am Herrentag am Dresdner Elbufer.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. Mai, 7.47 Uhr: Badesaison wird zur Herausforderung für Rettungsschwimmer

Die beginnende Badesaison und das Coronavirus stellen Rettungsschwimmer in Sachsen vor Herausforderungen. Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Sachsen fehlen der Gesellschaft aktuell etwa 250 Ehrenamtliche. "Wir haben 710 einsatzfähige Rettungsschwimmer", erklärte Landesgeschäftsführer Sebastian Knabe. 

Hauptgrund für das Defizit ist laut Knabe, dass Jugendliche nach der Schule in Großstädte - auch außerhalb Sachsens - abwandern. "Hier in Sachsen sehe ich bei der Infrastruktur das größte Problem", sagte Knabe mit Blick auf öffentlichen Nahverkehr und Arbeitsplätze.

Der Landesverband Sachsen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zählt nach eigenen Angaben etwa 3500 aktive Rettungsschwimmer. In Sachsen sichert die DRK-Wasserwacht in diesem Jahr laut DRK 30 offene Badestellen ab. Anders als bei der DLRG fehlen beim DRK nicht in erster Linie Rettungsschwimmer. "Der Nachwuchs hat Interesse", sagte Sprecher Kai Kranich. Vielmehr fehlten Einsatz- und Trainingsmöglichkeiten für Rettungsschwimmer.

Denn: Einige Kommunen verzichteten aus finanziellen Gründen auf die Bewachung von Gewässern, sagte DRK-Wasserwachtsreferent Joachim Weiß. Zwischen 7000 und 12 000 Euro seien demnach pro Saison nötig, um Verbandsmaterial bereit zu halten, ein Boot zur Verfügung zu stellen, den freiwilligen Rettungsschwimmern die Fahrtkosten zu zahlen oder eine Aufwandsentschädigung. Einerseits werde Sachsen immer mehr zur Bade- und Tourismusregion, andererseits sei die Absicherung vieler Gewässer nicht gegeben, kritisierte Kranich. Aus Mangel an Einsatzorten leisteten ausgebildete Rettungskräfte aus Sachsen häufig Dienste an Nord- und Ostsee.

Das Coronavirus stellt die Retter in diesem Jahr vor zusätzliche Aufgaben: "Eine Abstandsregelung von 1,5 Metern an Land und drei Metern im Wasser beispielsweise kann bei einer aktiven Rettung eines Ertrinkenden nicht garantiert werden", erklärte Weiß. Völlig kontaktfrei und mit dem vorgeschriebenen Abstand könne etwa eine Herz-Lungen-Wiederbelebung nicht durchgeführt werden.

Ein Rettungsschwimmer trainiert mit einer Puppe für die Deutschen Meisterschaften im Rettungssport.
Ein Rettungsschwimmer trainiert mit einer Puppe für die Deutschen Meisterschaften im Rettungssport.  © Jan Woitas/ZB/dpa

Update, 22. Mai, 1.01 Uhr: Kretschmer gegen Gutscheine für Urlaub in Corona-Krise

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich gegen den Vorschlag aus Bayern ausgesprochen, in der Corona-Krise Gutscheine für Urlaub in Deutschland auszugeben. "Die Situation ist so ernsthaft und sensibel, dass wir uns auf die absolut notwendigen Dinge konzentrieren sollten", sagte Kretschmer den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). "Urlaubsgutscheine gehören nicht dazu."

Angesichts der Corona-Epidemie hatte die CSU kürzlich eine finanzielle Förderung von Urlaub in Deutschland in diesem Jahr vorgeschlagen. Mit finanziellen Anreizen in den Sommermonaten könnte man "ein Stück Entlastung für die Branche, aber auch Freude für die Menschen bringen", hatte CSU-Chef Markus Söder gesagt. Denkbar seien entweder Urlaubsgutscheine oder eine steuerliche Absetzbarkeit.

Kretschmer sagte den Funke-Zeitungen: "Ich bin dafür, die Gastronomie zu stärken: Reduzierte Mehrwertsteuer nicht nur ein Jahr - und auch für Getränke." Er fügte hinzu: "Aber wir sind nicht bei den Verschenkern. Wir arbeiten mit dem Geld der Steuerzahler und müssen die Schulden wieder zurückzahlen." Das Bundeskabinett hatte zur Stärkung der Gastronomie beschlossen, die Mehrwertsteuer auf Speisen für ein Jahr von 19 auf 7 Prozent zu reduzieren.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) trägt einen Mundschutz.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) trägt einen Mundschutz.  © Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. Mai, 16.06 Uhr: Sachsen unterstützt Werkstätten für Behinderte

Weil Werkstätten für behinderte Menschen wegen der Corona-Pandemie im Freistaat geschlossen sind, will Sachsen nun die fast 16.000 Betroffenen unterstützen. Mit einer Förderung soll es einen teilweisen Ausgleich für das entgangene Arbeitsentgelt geben, erklärte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) am Donnerstag.

Mit Beginn des Coronavirus-Ausbruchs wurde ein Betreuungsverbot für die betreffenden Werkstätten und Angebote anderer Leistungsanbieter erlassen. Damit konnten sie auch nicht mehr die zur Bezahlung erforderlichen Erträge erwirtschaften. Ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld oder andere Leistungen für den Einkommensausfall könne nicht geltend gemacht werden, hieß es.

Über das neue Förderprogramm können die Werkstätten nun für alle Beschäftigten eine Zuwendung in Höhe von 89 Euro erhalten - für jeden Monat, an dem das Betreuungsverbot gilt. 

Update, 21. Mai, 14.47 Uhr: Weiterer Corona-Fall bei Dynamo Dresden

Bei Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden ist ein weiterer Spieler positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das teilte der Club am Donnerstag mit. Zudem ist bei einer sogenannten "Kontaktperson der Kategorie I", also einem engen Kontakt, eines Mitglieds aus dem Trainer- und Betreuerstab das Virus nachgewiesen worden. Der Dynamo-Angestellte, die Kontaktperson sowie der Spieler müssen nun weitere 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben.

Das gesamte Dresdner Trainerteam sowie der Kader befinden sich bereits seit dem 9. Mai in häuslicher Quarantäne und werden weiterhin regelmäßig auf das Coronavirus getestet. Am Samstag darf das Training wieder aufgenommen werden. Mehr dazu >> hier

Das Logo des Fußball-Zweitligisten SG Dynamo Dresden ist hinter Regentropfen an einer Autoscheibe zu sehen. Allen Spielern aus Dresden wurde eine 14-tägige häusliche Quarantäne verordnet, da zwei von ihnen positiv auf das Coronavirus getestet wurden.
Das Logo des Fußball-Zweitligisten SG Dynamo Dresden ist hinter Regentropfen an einer Autoscheibe zu sehen. Allen Spielern aus Dresden wurde eine 14-tägige häusliche Quarantäne verordnet, da zwei von ihnen positiv auf das Coronavirus getestet wurden.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. Mai, 14.40 Uhr: Sachsenweit erhöhter Anstieg an Neuinfektionen

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen in Sachsen hat am Mittwoch und Donnerstag etwas deutlicher zugenommen als in den Tagen zuvor. Wie das Gesundheitsministerium in Dresden mitteilte, stieg die Anzahl der Infizierten am Donnerstag um 21 auf nunmehr 5194 Fälle. Am Mittwoch lag das Plus bei 31.

Zudem gab es zwei weitere Todesfälle. Damit sind seit Auftreten der ersten Infektion im Freistaat am 2. März insgesamt 202 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Im Vergleich zum Vortag kamen zwei neue Todesfälle in den Landkreisen Bautzen und Sächsische Schweiz/Osterzgebirge hinzu.

Etwa 4620 der positiv getesteten Personen sind wieder genesen, wie es hieß. Die Zahl sei aber ein Schätzwert. Der Anteil der Verstorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle liegt weiter bei 3,9 Prozent. Am stärksten in nach wie vor der Landkreis Zwickau betroffen, hier gab es bisher 852 Infektionen und 47 Tote.

Keine Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden meldeten am Donnerstag die drei Großstädte Chemnitz, Dresden und Leipzig sowie die Landkreise Erzgebirge, Görlitz, Leipzig, Meißen, Mittelsachsen und Nordsachsen. Der größte Anstieg bei neuen Infektionen wurde im Landkreis Bautzen mit sieben Fällen registriert.

Zahlreiche Besucher sitzen am Vatertag, auch Herrentag genannt, an der Elbe in und an einem Biergarten. Auch an Christi Himmelfahrt gelten die wegen der Corona-Pandemie verfügten Kontaktbeschränkungen.
Zahlreiche Besucher sitzen am Vatertag, auch Herrentag genannt, an der Elbe in und an einem Biergarten. Auch an Christi Himmelfahrt gelten die wegen der Corona-Pandemie verfügten Kontaktbeschränkungen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. Mai, 10.23 Uhr: Neue Bestimmungen in Sachen Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer

Ab dem heutigen Donnerstag gelten erst einmal bis zum 14. Juni neue Regeln, was die Qurantänepflicht für Auslandsreisende betrifft. Welche das sind, lest Ihr >>> hier.

Eine Mitarbeiterin der Dresdner Verkehrsbetriebe reinigt einen DVB-Bus.
Eine Mitarbeiterin der Dresdner Verkehrsbetriebe reinigt einen DVB-Bus.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. Mai, 8.34 Uhr: Polizei will mit Fingerspitzengefühl auf Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen achten

Sachsens Polizei rechnet nach den Erfahrungen der letzten Jahren mit einem weitgehend friedlichen "Vatertag". Traditionell wird Christi Himmelfahrt von vielen Männern im Freien mit Alkohol begossen. Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar hatte am Mittwoch in einem Interview des MDR versichert, dass die Polizei mit ausreichend Personal präsent sein werde. Alle Voraussetzungen für einen guten Tag seien gegeben. In den beiden vergangenen Jahren habe es keine nennenswerten Störungen gegeben. 

Man werde am Donnerstag mit Fingerspitzengefühl vorgehen und sich auf die Unvernünftigen konzentrieren. Zugleich erinnerte Kretzschmar daran, dass wegen der Corona-Einschränkungen die Abstandsregeln und die Kontaktbeschränkungen gelten

Ein Polizeiauto an den Elbwiesen.
Ein Polizeiauto an den Elbwiesen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 20. Mai, 21.46 Uhr: Demonstration in Pirna gegen Konfrontation in Corona-Krise

Rund 300 Menschen haben am Mittwochabend in Pirna für ein friedliches Miteinander in der Corona-Krise demonstriert. Die Stadt in der Sächsischen Schweiz war in den vergangenen Wochen immer wieder Schauplatz von Protesten gegen Einschränkungen in der Pandemie. 

Am Mittwoch vergangener Woche kam es auch zu Gewalt gegen Polizisten. Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) hatte die Bürger deshalb aufgerufen, unter dem Motto "Gemeinsam aus der Krise - für Pirnas Zukunft" ein Zeichen zu setzen. Auch Sachsen Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) war nach Pirna gekommen.

Anders als am vergangenen Samstag, wo Kretschmer in Dresden das Gespräch mit Kritikern der Corona-Beschränkungen gesucht hatte, trug er dieses Mal konsequent einen Mundschutz. Auf einem Spaziergang durch die Pirnaer Altstadt sprach er mit zahlreichen Bürgern über ihre Sorgen und Nöte, unter anderen mit Hoteliers und Gastronomen aus der Stadt. Nach Angaben der Polizei blieb alles friedlich. Die Polizei war mit 250 Beamten im Einsatz.

Diesmal mit Mundschutz. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.
Diesmal mit Mundschutz. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.  © Marko Förster

Update, 20. Mai, 17.20 Uhr: Mehr Corona-Neuinfektionen als zuletzt

Die Zahl der registrierten neuen Corona-Infektionen in Sachsen hat am Mittwoch deutlicher zugenommen als in den vergangen Tagen. Wie das Gesundheitsministerium in Dresden mitteilte, stieg die Zahl der Infizierten um 31 auf nunmehr 5173. 

Zudem sind drei weitere Todesfälle in den Landkreisen Bautzen und Zwickau sowie in der Stadt Leipzig zu beklagen. Damit sind in Sachsen bisher insgesamt 200 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Die Zahl der Genesenen wird auf 4590 geschätzt. Die Mortalitätsrate - also der Anteil Gestorbener an der Gesamtzahl der im Labor bestätigten Fälle - beträgt 3,9 Prozent. Die meisten Infektionen gab es mit 847 im Landkreis Zwickau.

In Dresden gab es am Mittwoch insgesamt 613 Fälle.
In Dresden gab es am Mittwoch insgesamt 613 Fälle.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 20. Mai, 14.20 Uhr: Landkreis Görlitz verhängt Haushaltssperre

Der Landkreis Görlitz hat unabhängig von der Corona-Krise eine Haushaltssperre verhängt. Man rechne mit einem zusätzlichen Defizit von rund 10,5 Millionen Euro in diesem Jahr, teilte das Landratsamt in Görlitz am Mittwoch mit. Der Schwerpunkt der Abweichungen liege im sozialen Bereich.

Für die Hilfe zur Pflege würden Mehraufwendungen in Höhe von etwa drei Millionen Euro prognostiziert, für Hartz IV stünden dem Landkreis etwa vier Millionen Euro weniger zur Verfügung. Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer reduziere sich um rund drei Millionen Euro, hieß es. Mit der Haushaltssperre will der Kreis das Defizit verringern. Sie stehe nicht im Zusammenhang mit Mehrausgaben für die Corona-Pandemie. 

Update, 20. Mai, 13.30 Uhr: Sächsische Wirtschaft fordert umfassendes Konjunkturprogramm

Die sächsische Wirtschaft fordert angesichts der Corona-Krise ein millionenschweres Konjunkturprogramm vom Freistaat. Das am Mittwoch in Dresden von Industrie-, Handels- und Handwerkskammern vorgeschlagene Hilfspaket umfasst Maßnahmen von insgesamt mehr als einer Milliarde Euro. Unter anderem regen die Kammern an, die Investitionsausgaben des Landes für Modernisierung und Infrastruktur um mindestens 600 Millionen jährlich auszuweiten - vor allem für Digitalisierung, Elektromobilität, Straße und Schiene.

Zudem verlangen die Kammern einen sächsischen Beteiligungsfonds in Höhe von 250 Millionen Euro, um das Eigenkapital der von der Corona-Krise bedrohten sächsischen Firmen zu stärken. Um den Privatkonsum anzukurbeln, stellen sich Industrie und Handwerk "Anerkennungsprämien" in Höhe von 50 Euro vor, die einmalig an die Bürger in Sachsen verteilt werden. Diese könnten regional in besonders von der Krise betroffenen Branchen eingelöst werden - etwa bei Kosmetikern, Friseuren, Freizeitparks oder Museen.

Die Situation sei katastrophal, sagte der Dresdner IHK-Präsident, Andreas Sperl. Unternehmen hätten Liquiditätsproblemen, ganze Märkte seien weggebrochen und Kundenbeziehungen könnten wegen der Reisebeschränkungen nicht mehr aufrechterhalten werden.

Die Industrie-, Handels- und Handwerkskammern fordern Millionen, um die Wirtschaft anzukurbeln.
Die Industrie-, Handels- und Handwerkskammern fordern Millionen, um die Wirtschaft anzukurbeln.  © dpa/Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild

Update, 20. Mai, 12.10 Uhr: Vier neue Corona-Fälle in Dresden

In Dresden gibt es insgesamt nachweislich 613 (+4) mit dem Coronavirus infizierte Personen. Von ihnen sind jedoch 567 (+4) bereits genesen. Neun (+/-0) Patienten starben in der sächsischen Landeshauptstadt an der Lungenkrankheit.

Update, 20. Mai, 12.05 Uhr: Reisebranche demonstriert in Dresdner Innenstadt

Am Mittwochvormittag gab es in Dresden erneut eine Demonstration der Reisebranche. 

Eine unsichere Zukunft infolge der Corona-Maßnahmen trieben Reiseveranstalter, Busunternehmer und Inhaber von Reisebüros auf die Straße.

Während es nach und nach Lockerungen gibt, insbesondere in den Tourismusbereichen der Gastronomie und Hotellerie, wartet man auf der Seite der Reisebranche noch immer auf entsprechend grünes Licht.

Wohl erst Mitte Juni wird es hier etwas mehr Bewegung geben.

Somit startete gegen 11 Uhr ein Demonstrationszug vom Wiener Platz in Richtung des Theaterplatzes. Ein Korso bestehend aus etwa 30 Bussen rollt zudem durch die Dresdner Innenstadt. 

Am Theaterplatz soll dann eine Kundgebung stattfinden. Gefordert wird unter anderem ein staatlicher Rettungsschirm. 

Der Buskorso auf dem Weg in die Innenstadt.
Der Buskorso auf dem Weg in die Innenstadt.  © Christian Essler/xcitePress
Der Demonstrationszug auf der St. Petersburger Straße.
Der Demonstrationszug auf der St. Petersburger Straße.  © Tino Plunert

Update, 20. Mai, 10.40 Uhr: Parkeisenbahn fährt wieder

Mit etwas Verspätung geht der Eisenbahn-Betrieb im Großen Garten wieder los. Ab dem kommenden Samstag (23. Mai) fahren die Züge der Parkeisenbahn wieder ihre Runden durch das Grün in Dresdens Osten. 

Um die Hygienemaßnahmen umsetzen zu können, die momentan gelten, können nur ganze Runden mit der Schmalspurbahn gefahren werden. Robert Böpple, Leiter der Parkeisenbahn, erklärt dazu: "Wir werden zunächst nur mit einem eingeschränkten Fahrbetrieb von wöchentlich Mittwoch bis Sonntag starten. Wir bieten zunächst nur Rundfahrten ab dem Hauptbahnhof 'An der Gläsernen Manufaktur' an. Der Aus- und Einstieg an anderen Bahnhöfen der Parkeisenbahn ist zurzeit leider nicht möglich."

Weil auch hier der Mindestabstand eingehalten werden muss, wurde der Boden im Bereich der Kasse markiert. Wie es mit den Plätzen in den Zügen aussieht, ließ das Schlösserland Sachsen als Betreiber offen. Im Bahnhofsinnenbereich müssen Besucher zudem eine Mund- und Nasenabdeckung tragen. Die Züge fahren mittwochs bis freitags alle 35 Minuten zwischen 13 und 18 Uhr am Hauptbahnhof ab. Am Wochenende verkehren zwei Züge im Abstand von 18 Minuten zwischen 13 und 18 Uhr.

Ursprünglich war die Aufnahme des Fahrbetriebs schon für das Wochenende vor Ostern anvisiert, doch die Corona-Pandemie machte der Parkverwaltung einen Strich durch die Rechnung.

Die Lokomotive EA02 der Dresdner Parkeisenbahn zieht einen Personenzug durch den Großen Garten.
Die Lokomotive EA02 der Dresdner Parkeisenbahn zieht einen Personenzug durch den Großen Garten.  © dpa/Jens Büttner/dpa-Zentralbild

Update, 20. Mai, 10.25 Uhr: Quarantäne-Bestimmungen für Einreisende nach Sachsen erleichtert

Wer aus dem Ausland zurück nach Sachsen kommt, hat unter Umständen nicht mehr mit einer zweiwöchigen Quarantäne zu rechnen. Dies teilte das sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt am heutigen Mittwochvormittag mit.

Ab dem morgigen Donnerstag müssen sich demnach nur noch Personen, die von außerhalb Europas nach Sachsen einreisen, unverzüglich in ihre Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und dort für 14 Tage bleiben. Neu ist auch, dass sie sich von der Quarantänepflicht vorzeitig vom Gesundheitsamt befreien lassen können, wenn sie nach ihrer Rückkehr einen negativen Corona-Test vorweisen.

Diese Regelung gilt für sämtliche Länder, die außerhalb Europas liegen sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz, Großbritannien und Nordirland. Außerdem greift die Regelung ebenso für Reisende aus allen Staaten die laut offiziellen Veröffentlichungen mehr als 50 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner in den jeweilig vergangenen sieben Tagen aufweisen. Die Verordnung gilt bis zum 14. Juni.

Beamte der Bundespolizei kontrollieren ein Fahrzeug, das nach Deutschland fahren will.
Beamte der Bundespolizei kontrollieren ein Fahrzeug, das nach Deutschland fahren will.  © dpa/Oliver Dietze

Update, 20. Mai, 9.50 Uhr: Linke fordert bessere Krisen-Hilfe für kleine Tourismusunternehmen

Die sächsische Linke hat eine bessere Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen der Tourismusbranche angemahnt. "In Sachsen müssen nicht Lufthansa und TUI gerettet werden, sondern kleine und mittelgroße Reiseveranstalter und Hotels", erklärte die Landtagsabgeordnete Antje Feiks am Mittwoch in Dresden. Inhaber von Reisebüros, Bus- und Reiseunternehmen sowie Reiseleiter und Stadtführer wollten am Mittwochvormittag in der Dresdner Innenstadt für eine Rettung ihrer Branche demonstrieren.

Feiks warf Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) vor, zu wenig für die Unternehmen zu tun. In Sachsen gebe es "noch immer keine echten Zuschüsse, sondern lediglich Darlehen, die Probleme nur aufschieben": "Das Versprechen, dass die 'Sachsen hilft sofort'-Kredite in Zuschüsse umgewandelt werden können, ist immer noch nicht abgesichert. Es mehren sich Aussagen, dass nur maximal ein Fünftel erlassen werden soll."

Feiks erinnerte daran, welchen Stellenwert die Branche in Sachsen hat. "Keine Imagekampagne nach dem Motto 'So geht sächsisch' wird uns retten, wenn im großen Stil Angebote wegbrechen", sagte die Politikerin. Es könne nicht sein, dass milliardenschwere Konzerne Steuergeld bekämen, während das Reisebüro um die Ecke pleite gehe.

Klepsch hatte unlängst vorgerechnet, dass die Branche in Sachsen infolge der Corona-Beschränkungen jede Woche 140 Millionen Euro Verlust macht. 

Barbara Klepsch (CDU), Ministerin für Kultur und Tourismus in Sachsen.
Barbara Klepsch (CDU), Ministerin für Kultur und Tourismus in Sachsen.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Update, 20. Mai, 7 Uhr: Kupferstich-Kabinett richtet Jubiläumsschau ein

Mit Verspätung wegen Corona holt das Dresdner Kupferstich-Kabinett etwa 250 seiner Preziosen aus dem Depot. Die Jubiläumsausstellung "300 Jahre Sammeln in der Gegenwart" mit Meisterwerken aus allen Epochen vom Mittelalter bis zur Gegenwart ist nun ab dem 12. Juni im Residenzschloss zu sehen. Direktorin Stephanie Buck spricht von einer Rückschau auf den Ort, "wo seit 1720 Wissen und Kreativität, kritisches Denken und ästhetischer Genuss erfahrbar sind".

Bis Mitte September werden Arbeiten aus allen Epochen seit dem Mittelalter gezeigt - von Jan van Eyck, Albrecht Dürer, Lucas Cranach, Rembrandt, Caspar David Friedrich, Käthe Kollwitz, Henri de Toulouse-Lautrec, Pablo Picasso, Gerhard Altenbourg, aber auch Zeitgenössisches und Fotografie. Rund 60 der Werke sollen dann 2021 nach New York reisen. Die eigentlich ab Mitte Oktober geplante Ausstellung "Van Eyck to Mondrian" in der Morgan Library wurde laut Buck wegen der Corona-Pandemie um genau ein Jahr verschoben.

Der Dresdner Auftakt am 25. April fiel dem Lockdown zum Opfer, samt Jubiläumsfest. Die Exposition ist einer der Höhepunkte des Jubeljahres und zeugt von der Geschichte des Sammelns in dem Museum, beginnend 1720 mit der Gründung als "Kabinett der Fürsten" über die Hofkunst, die Entwicklung zum Museum ab 1820 und den Aufbruch in die Moderne sowie die Zeit ab 1920 und die DDR bis ins wiedervereinigte Deutschland.

Das Kupferstich-Kabinett Dresden ist nach dem Pariser Louvre die älteste grafische Sammlung ihrer Art in der Welt und die älteste im deutschsprachigen Raum. Der Bestand eines der wichtigsten Kunstmuseen für Zeichnungen, druckgrafische Werke und Fotografien umfasst rund 515.000 teils unikate Arbeiten von über 22.000 Künstlern aus acht Jahrhunderten.

Drei Kunstwerke stehen im Studiensaal des Kupferstich-Kabinett auf einem Tisch. Das Kupferstich-Kabinett feiert in diesem Jahr sein 300-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumsausstellung.
Drei Kunstwerke stehen im Studiensaal des Kupferstich-Kabinett auf einem Tisch. Das Kupferstich-Kabinett feiert in diesem Jahr sein 300-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumsausstellung.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Update, 19. Mai, 15.44 Uhr: Vatertag als Herausforderung für Gastwirte und Sicherheitspersonal

Angesichts der Auflagen im Gaststättenbereich setzt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Sachsen zu Christi Himmelfahrt auf die Vernunft der Gäste. "Wir hoffen, dass viele Gäste kommen und die Regeln akzeptieren – vor allem auch zum Herrentag", sagte Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des Dehoga in Sachsen. Er erinnerte daran, dass die Infektionsgefahr immer noch bestehe.

Christi Himmelfahrt wird an diesem Donnerstag für die Gastronomie eine besondere Herausforderung. Wo sich normalerweise bei gutem Wetter die Menschen auf den Bierbänken zusammendrängen, ist Disziplin gefragt. 

Unterstützung holen sich zahlreiche Gastwirte für den Vatertag von privaten Sicherheitskräften. Generell werde es nicht anders laufen als bei den Kontrollen im Einzelhandel, sagte der stellvertretende Geschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft, Martin Hildebrandt. "Hauptaufgabe wird sein, darauf zu achten, dass sich nicht mehr Gäste in einer Gaststätte oder im Biergarten aufhalten, als zugelassen." Die Einhaltung der Hygienemaßnahmen und der Abstandsregeln obliege allerdings dem Gastwirt und dem Servicepersonal.

Der Unterschied zu den Einsätzen vor Supermärkten oder Möbelhäusern sei aber, dass es sich um ein anderes Klientel in einer anderen Stimmung handele. Einer angetrunkenen Männergruppe den Zutritt zu dem gewünschten Biergarten zu verwehren, sei schon eine Herausforderung. "Das Sicherheitspersonal ist jedoch mit solchen Situationen vertraut", erläuterte Hildebrandt.

Die Torwirtschaft im Großen Garten.
Die Torwirtschaft im Großen Garten.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 19. Mai, 14.54 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Sachsen weiter gering

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Sachsen ist am Dienstag weiter auf einem niedrigen Niveau gestiegen. Im Vergleich zum Vortag wurden zwölf neue Fälle registriert. Insgesamt liegt die Gesamtzahl der nachweislich Infizierten in Sachsen damit bei 5142. 

Innerhalb von 24 Stunden wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet - insgesamt starben bisher 197 positiv getestete Menschen im Freistaat. Das Gesundheitsministerium geht nach Berechnungen davon aus, dass mehr als 4560 infizierte Menschen inzwischen wieder genesen sind.

Update, 19. Mai, 14.51 Uhr: Mediziner: Corona nicht unterschätzen

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und renommierte Hochschulmediziner haben davor gewarnt, die Gefährlichkeit der Covid-19-Erkrankung zu unterschätzen.Es handele sich bei Covid-19 nicht um eine klassische Lungenentzündung wie bei einer Grippe, sagte Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden. Mehr dazu >> hier.

Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, äußert sich zusammen dem per Video zugeschalteten Mediziner Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums Dresden, zum aktuellen Stand in der Covid-19-Behandlung.
Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, äußert sich zusammen dem per Video zugeschalteten Mediziner Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums Dresden, zum aktuellen Stand in der Covid-19-Behandlung.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 19. Mai, 12.18 Uhr: Drei neue Corona-Fälle in Dresden

Seit Beginn der Corona-Krise wurden in Dresden 609 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Das sind drei neue Fälle gegenüber dem Vortag. Rund 563 Personen sind mittlerweile wieder genesen.

Gäste sitzen auf dem Neumarkt in einem Cafe.
Gäste sitzen auf dem Neumarkt in einem Cafe.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 19. Mai, 9.31 Uhr: Zahl der Übernachtungsgäste massiv eingebrochen

Die Zahl der Übernachtungsgäste in Sachsen ist im März coronabedingt massiv eingebrochen. Insgesamt gab es rund 245 000 Besucher in den Unterkünften im Freistaat, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte. Das waren rund 58 Prozent weniger Gäste als im März 2019. Auch die Zahl der Übernachtungen ging um rund 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf knapp 718.000 Übernachtungen zurück. 

Besonders stark sanken die Zahlen in Dresden und Leipzig. Allein die Jugendherbergen, Ferienheime und Ferienzentren mussten einen Rückgang von Besuchern um zwei Drittel verkraften. Bei den Ferienhäusern und -wohnungen logierten etwa 40 Prozent weniger Gäste als im Vorjahresmonat.

Ein Polizeiauto im fast menschenleeren Kurort Rathen, der normalerweise zahlreiche Besucher anlockt.
Ein Polizeiauto im fast menschenleeren Kurort Rathen, der normalerweise zahlreiche Besucher anlockt.  © Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 19. Mai, 8.05 Uhr: Pegida demonstriert gegen Corona-Politik

Die islam- und ausländerfeindliche Bewegung Pegida hat am Montagabend in Dresden gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie demonstriert. An der Kundgebung auf dem Altmarkt beteiligten sich etwa 300 Personen, wie die Polizei am Montagabend mitteilte. Störungen habe es nicht gegeben. An einer Gegenkundgebung hätten sich zehn Menschen beteiligt, hieß es.

Einem Aufruf zu einem "Spaziergang" durch die Dresdner Innenstadt folgten anschließend etwa 200 Menschen, wie es hieß. Diese Versammlung war den Angaben zufolge nicht angemeldet. 

Die Polizei stellte die Identitäten von vier Personen fest, die den "Spaziergang" angeführt haben sollen. Vergleichbaren Aufrufen folgten rund 300 Menschen in Meißen, 220 in Großenhain, jeweils etwa 100 in Coswig und in Wilsdruff sowie kleinere Menschengruppen in weiteren Städten des Landes. "Bei allen festgestellten Spaziergängen reagierten die Versammlungsteilnehmer nicht auf das Ansprechen der Einsatzkräfte."

Die "Spaziergänge" richteten sich nach Angaben eines Polizeisprechers in Dresden gegen die Corona-Politik.

Polizisten vor der Frauenkirche auf dem Neumarkt.
Polizisten vor der Frauenkirche auf dem Neumarkt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa (Archivbild)

Update, 18. Mai, 16.09 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen einstellig

Sachsen hat am Montag im Vergleich zum Vortag acht neue Coronavirus-Infektionen registriert - und damit so wenig neue Fälle wie seit Wochen nicht. Allerdings könnte es sein, dass die Gesundheitsämter noch Infektionen vom Wochenende nachmeldeten, erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage. 

Die Zahlen seien daher mit Vorsicht zu behandeln. Insgesamt liegt die Gesamtzahl der nachweislich Infizierten in Sachsen damit bei 5130. Innerhalb von 24 Stunden wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet - insgesamt starben bisher 196 positiv getestete Menschen im Freistaat. 

Das Gesundheitsministerium geht nach Berechnungen davon aus, dass mehr als 4500 infizierte Menschen inzwischen wieder genesen sind.

In Sachsen haben Geschäfte mittlerweile wieder geöffnet.
In Sachsen haben Geschäfte mittlerweile wieder geöffnet.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. Mai, 16.06 Uhr: Anzeige gegen MP Kretschmer

Anzeige gegen Michael Kretschmer (45, CDU)! Sachsens Ministerpräsident stellte sich am Samstag den Fragen von Protestlern, die im Großen Garten gegen die Corona-Auflagen demonstrierten. Eine Maske trug er dabei nicht. Ein Bürger reagierte deshalb. Mehr dazu >> hier

Update, 18. Mai, 13.29 Uhr: Sächsische Gefangene sollen Zugang zu Videotelefonie und Internet bekommen

Gefangene in deutschen Gefängnissen sollen nach dem Willen des sächsischen Justizministeriums Zugang zu Videotelefonie und Internet bekommen. Man setze sich für eine weitere Digitalisierung des Justizvollzugs ein, teilte das Ministerium in Dresden am Montag vor einer Videokonferenz der Justizminister der Länder mit.

Update, 18. Mai, 13.13 Uhr: Elternräte begrüßen Aussetzen der Schulbesuchspflicht

Elternvertreter in Sachsen haben die vorübergehende Aussetzung der Schulbesuchspflicht begrüßt. Landeselternrat und Kreiselternräte hätten das bereits mehrfach angesprochen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Montag. Nach Einschätzung der Elternvertreter ist die derzeitige Situation nicht mehr tragbar, sie warfen dem Kultusministerium in Sachsen mangelnde Kommunikation, nicht stimmige Maßnahmen und Vorgaben sowie fehlende längerfristige Konzepte vor.

Hinzu komme, dass viele Akteure in der Planung außen vor gelassen würden - etwa Schulträger, der öffentliche Nahverkehr oder externe Essensversorger. Unter anderem kritisierten die Eltern, dass die Kinder in Bus oder Bahn auf dem Weg zur Schule Abstand halten müssten - in den Klassen selbst jedoch nicht.

Das Kultusministerium hatte am Wochenende die Schulbesuchspflicht für Grundschüler nach einer Gerichtsentscheidung ausgesetzt. Eltern können bis zum 5. Juni vorerst selbst entscheiden, ob ihre Kinder in der Schule oder zu Hause lernen. Das Verwaltungsgericht Leipzig hatte in einem Eilverfahren zugunsten der Eltern eines Siebenjährigen entschieden, die sich gegen die Öffnung der Grundschulen ohne Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern gewandt hatten.

Constanze Hänsel, Leiterin einer Grundschule, bindet einem Schüler am Eingangstor der Schule einen Mundschutz an. Vom 18.05.2020 an sind in Sachsen Grundschulen nach wochenlanger Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie wieder im eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder geöffnet.
Constanze Hänsel, Leiterin einer Grundschule, bindet einem Schüler am Eingangstor der Schule einen Mundschutz an. Vom 18.05.2020 an sind in Sachsen Grundschulen nach wochenlanger Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie wieder im eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder geöffnet.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. Mai, 12.24 Uhr: Nur eine Neuinfektion zum Wochenstart

Nur eine Neuinfektion zum Wochenstart. Laut Webseite der Stadt Dresden haben sich seit dem Beginn der Corona-Krise in der Landeshauptstadt 606 Personen mit dem Virus infiziert. 75 davon mussten ins Krankenhaus eingewiesen werden. Mittlerweile gibt es rund 555 Genesene.

Zwei junge Frauen werden im Außenbereich eines Cafés von einer Kellnerin bedient.
Zwei junge Frauen werden im Außenbereich eines Cafés von einer Kellnerin bedient.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. Mai, 11.43 Uhr: Schauburg öffnet heute wieder

Als eines der ersten Kinos in Dresden öffnet die Schauburg heute wieder ihre Türen. Ab 18 Uhr stehen Kinobesuchern sechs Filme zur Auswahl. Die Öffnung konnte nur unter strengen Hygiene-Auflagen erfolgen, verriet der Geschäftsführer Stefan Ostertag gegenüber dem Dresdner-Magazin "Neustadt-Geflüster". Es gibt mehr Personal, dieses wird Mundschutz tragen. Auch die Besucher werden auf dem Weg durchs Kino gebeten, einen Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. In den Sälen bleiben immer mindestens zwei Plätze frei.

Update, 18. Mai, 11.11 Uhr: Schulen und Kitas nach Corona-Zwangspause wieder offen

Das Lernen zu Hause hat für die meisten sächsischen Schüler ein Ende: Von diesem Montag an öffnen Grundschulen und weiterführende Schulen nach wochenlanger Corona-Zwangspause wieder ihre Türen. Allerdings bleibt der Grundschulbesuch vorerst freiwillig. Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtes Leipzig hatte das Kultusministerium am Wochenende die Schulbesuchspflicht für die Klassen eins bis vier kurzfristig ausgesetzt. Mehr Infos lest Ihr >>> hier. Eltern können bis zum 5. Juni selbst entscheiden, ob ihre Kinder in der Schule oder zu Hause lernen.

Das Gericht gab den Eltern eines Siebenjährigen recht, die sich gegen die Öffnung der Grundschulen ohne Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern gewandt hatten. Denn das Kultusministerium setzt bei der Öffnung von Kitas und Grundschulen eher auf eine strikte Trennung der Gruppen und Klassen.

Schüler einer Grundschulklasse sitzen auf ihren Plätzen.
Schüler einer Grundschulklasse sitzen auf ihren Plätzen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. Mai, 6.34 Uhr: Jugendweihe und Konfirmation werden in Sachsen später stattfinden

Trotz zwischenzeitlicher Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen in Sachsen finden Konfirmationen und die Jugendweihe in diesem Jahr später als sonst statt. Die evangelische Landeskirche hat den üblichen Zeitraum bis zum Reformationsfest Ende Oktober verlängert, der Sächsische Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe die vom 1. Juni bis 18. Juli geplanten Feiern in die Monate September bis Dezember verlegt.

Das Landeskirchenamt rechnet mit insgesamt gut 4750 Teilnehmern und damit 250 weniger als 2019. Die Zahl der Jugendweihe-Teilnehmer liegt nach Verbandsangaben diesmal bei etwa 12 300 und damit auf dem Niveau der Vorjahre.

Eine Torte zur Jugendweihe.
Eine Torte zur Jugendweihe.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 17. Mai, 15.22 Uhr: Wenig Neuinfektionen in Sachsen, keine neuen Fälle in Dresden

In Sachsen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus erneut zurückgegangen. Wie das sächsische Gesundheitsministerium am Sonntag bekanntgab, stieg die Gesamtzahl der mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gegenüber dem Vortag um 12 Fälle auf 5122. Schon von Freitag auf Samstag hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit 28 auf niedrigem Niveau gelegen.

Die geschätzte Zahl der Genesenen wurde mit 4450 angegeben, nachdem am Vortag noch 4480 genannt wurden.

Die Zahl der im Zusammenhang mit der Atemwegserkrankung Covid-19 gestorbenen Menschen im Freistaat liegt weiterhin bei 195. Am Samstag hatte das Ministerium die Zahl im Vergleich zum Freitag auf 195 nach unten korrigiert. Vom Landkreis Bautzen sei ein Fall zurückgenommen worden, hieß es zu Begründung.

Den größten Zuwachs an Neuinfektionen im Verlauf des Wochenende gab es den Angaben zufolge einmal mehr im Landkreis Zwickau. Dort wurden nach Ministeriumsangaben 20 neue Fälle seit Freitag registriert. Insgesamt wurden in dem Landkreis bislang 845 Menschen positiv auf das neue Coronavirus getestet. An zweiter und dritter Stelle der Fallzahlen folgen Dresden (605) und Leipzig (598).

Das Gesundheitsministerium wies daraufhin, dass die veröffentlichten Fallzahlen von denen abweichen können, die die Landkreise und kreisfreien Städte selbst bekanntgeben. Dies liege an den Meldewegen.

Eine Kellnerin mit Mundschutz desinfiziert vor dem Wirtshaus Marieneck in Pirna einen Tisch sowie die Stühle ringsherum, nachdem Gäste bereits gegessen haben. Sachsenweit haben nun wieder die gastronomischen Einrichtungen geöffnet.
Eine Kellnerin mit Mundschutz desinfiziert vor dem Wirtshaus Marieneck in Pirna einen Tisch sowie die Stühle ringsherum, nachdem Gäste bereits gegessen haben. Sachsenweit haben nun wieder die gastronomischen Einrichtungen geöffnet.  © Daniel Förster

Update, 17. Mai, 13.02 Uhr: Pirnas Gastronomen und Händler wehren sich gegen Corona-Demonstranten

Wegen Anti-Corona-Demos sorgt Pirna derzeit für bundesweite Schlagzeilen. Über 70 Gastronomen und Einzelhändler haben jetzt die Schnauze voll. In einem Brief an jene "Corona-Spaziergänger" fordern sie diese eindringlich auf, sich "zum Wohle unserer Stadt" von den Gewaltbereiten zu distanzieren.

Mehr Informationen dazu erhaltet ihr >>>>hier.<<<<

Update, 17. Mai, 12.49 Uhr: Kurz vor der Öffnung von Kitas und Schulen kritisieren Jusos Kultusminister Piwarz

Anlässlich der Öffnung von Kitas und Schulen am kommenden Montag äußert sich Sophie Koch, Vorsitzende der Jusos Sachsen:

"Kultusminister Piwarz lässt die Schul- und Kitaleitungen im Regen stehen, indem sie die Regeln komplett eigenverantwortlich umsetzen müssen. Viele Lehrkräfte und Erzieher*innen beklagen die kurze Vorbereitungszeit und eine mangelnde Kommunikation sowie Unterstützung seitens der Behörden. Die Perspektive der Praxis darf ein Kultusminister nicht außer Acht lassen! Deshalb fordern wir, dass Herr Piwarz und das Landesamt für Schule und Bildung ihren Job machen und den Leitungen beratend zur Seite stehen sowie deren Erfahrungen in Zukunft ernst nehmen. Wir müssen verhindern, dass Erzieher*innen und Lehrer*innen vor lauter Regeln ihren Bildungs- und Betreuungsauftrag nicht mehr erfüllen können."

Christian Piwarz (CDU), Kultusminister von Sachsen, spricht während dem Corona-Pressebriefing im Innenminiserium zu weiteren Lockerungen in der Corona-Krise.
Christian Piwarz (CDU), Kultusminister von Sachsen, spricht während dem Corona-Pressebriefing im Innenminiserium zu weiteren Lockerungen in der Corona-Krise.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 17. Mai, 12.16 Uhr: Umweltminister verlangt schnelleren Kohleausstieg

Die Corona-Krise schärft nach Ansicht von Sachsens Energieminister Wolfram Günther (Grüne) den Blick für Probleme und Chancen der Energiewende. "Wir müssen uns schneller auf die mit dem Kohleausstieg verbundenen Fragen konzentrieren als ursprünglich gedacht. Durch die Krise öffnet sich ein Fenster und wir können sehen, welche Versorgungs- und Entsorgungsprobleme zu lösen sind", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Durch die Entwicklung der vergangenen Wochen und Monate finde der bis 2030 geplante Kohleausstieg in Teilen praktisch schon jetzt statt.

Günther zufolge gab es in diesem Jahr bisher witterungsbedingt eine hohe Einspeisung erneuerbarer Energien in das Netz. Wegen der sehr niedrigen Gaspreise hätten Gaskraftwerke Strom zum Teil billiger herstellen können als Kohlekraftwerke: "Das führte dazu, dass die sächsischen Kohlekraftwerke in den ersten vier Monaten dieses Jahren gut ein Drittel weniger Strom produzierten als sonst." Dies habe man erst im fortgeschrittenen Stadium des Kohleausstieges erwartet. 

Wolfram Günther (Bündnis90/Die Grünen), Umweltminister von Sachsen, steht im Rahmen eines Pressetermins zum Start der Borkenkäfersaison in einem Waldstück.
Wolfram Günther (Bündnis90/Die Grünen), Umweltminister von Sachsen, steht im Rahmen eines Pressetermins zum Start der Borkenkäfersaison in einem Waldstück.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 17. Mai, 9.39 Uhr: Kretschmer fordert: Schluss mit Diskussionen, Grundrente muss kommen

Sachsens CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer dringt entgegen des Widerstands in seiner Partei auf einen Beschluss der Grundrente.

"Der Staat hat sie zugesagt und deshalb sollten wir aufhören, die Grundrente immer wieder neu zu diskutieren", sagte Kretschmer der "Bild am Sonntag". "Sie muss jetzt beschlossen werden und in Kraft treten. Das ist gerade für die Menschen im Osten wichtig."

Mehr Informationen dazu erhaltet ihr >>>>hier.<<<<

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, sitzt in der Plenarsitzung vom Bundesrat.
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, sitzt in der Plenarsitzung vom Bundesrat.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 17. Mai, 05.30 Uhr: Linke kritisieren Spardruck im Gesundheitswesen

Die Linken haben den Spardruck im sächsischen Gesundheitswesen kritisiert. Als Beleg nannte die Zwickauer Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann eine sinkende Zahl von Krankenhäusern und -betten in den vergangenen drei Jahrzehnten. "Auch in Sachsen sind Krankenhausbetten abgebaut worden und werden im Zeichen der Ökonomisierung des Gesundheitssystems weiter abgebaut, statt eine flächendeckend gute Krankenhausversorgung demokratisch zu planen", erklärte die Politikerin.

Zudem würden immer wieder Bereiche ausgegliedert. Dabei gebe es mehr als genug Erfahrungswerte dafür, dass Ausgliederungen eine reibungslosen Klinikbetrieb behinderten und die ohnehin angespannte Situation bei Löhnen und Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals weiter verschlechterten.

Update, 16. Mai, 17.39 Uhr: MP Kretschmer stellt sich Demonstranten gegen Corona-Auflagen

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) hat am Samstag im Großen Garten von Dresden das Gespräch mit Demonstranten gegen die Corona-Auflagen gesucht. 

Der Besuch sei spontan erfolgt und deshalb vorher nicht angekündigt worden, hieß es. Kretschmer wurde teilweise dicht umlagert und musste sich zahlreichen kritischen Fragen stellen. Immer wieder wurde die sofortige Aufhebung aller Beschränkungen in der Corona-Krise gefordert. 

Manche Gesprächspartner leugneten die Existenz des Virus. Kretschmer versuchte zu erklären, warum die Regierung Maßnahmen traf und weshalb jetzt eine Lockerung möglich sei. Zahlreiche Teilnehmer zollten ihm für seinen Auftritt Respekt.

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU).
Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU).  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
Mindestabstand hielt wohl kaum jemand, Kretschmer verzichtete dennoch auf einen Mundschutz.
Mindestabstand hielt wohl kaum jemand, Kretschmer verzichtete dennoch auf einen Mundschutz.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Mai, 16.36 Uhr: Schulbesuchspflicht an Grundschulen und Primarbereich der Förderschulen wird bis 5. Juni eingeschränkt

Das Kultusministerium von Sachsen gibt aufgrund eines Urteils des Verwaltungsgerichts Leipzig bekannt, dass die Schulbesuchspflicht an Grundschulen und dem Primarbereich der Förderschulen bis 5. Juni eingeschränkt wird. 

Die Schulpflicht besteht zwar weiter, doch ab Montag dürfen Eltern selbst entscheiden, ob ihre Kinder in der Schule oder zu Hause lernen. 

Eltern werden daher gebeten der Grundschule per Post oder E-Mail formlos mitzuteilen, falls ihr Kind die Schulpflicht zu Hause erfüllt.

Eltern eines 7-Jährigen Schülers einer Leipziger Grundschule hatten sich im Eilverfahren gegen die Öffnung der Grundschulen ohne Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern gewandt. 

Kultusminister Christian Piwarz (CDU) kündigte an, den Gerichtsbeschluss beim Oberverwaltungsgericht anzufechten.

Update, 16. Mai, 14.52 Uhr: Neuinfektionen bleiben in Sachsen auf niedrigem Niveau

In Sachsen bleibt die Zahl der Neuinfektionen mit dem neuen Coronavirus auf einem niedrigen Niveau. Wie das sächsische Gesundheitsministerium am Samstag bekanntgab, stieg die Gesamtzahl der mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gegenüber dem Vortag um 28 Fälle auf 5110. Als genesen gelten davon 4880 Menschen.

Die Zahl der im Zusammenhang mit der Atemwegserkrankung Covid-19 gestorbenen Menschen hat das Ministerium im Vergleich zum Freitag auf 195 nach unten korrigiert. Vom Landkreis Bautzen sei ein Fall zurückgenommen worden, hieß es zu Begründung.

Den größten Zuwachs an Neuinfektionen gab es den Angaben zufolge einmal mehr im Landkreis Zwickau. Dort wurden 15 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet - mehr als Hälfte der Gesamtzahl in Sachsen. Insgesamt wurden in dem Landkreis bislang 840 Menschen positiv auf das neue Coronavirus getestet. An zweiter und dritter Stelle der Fallzahlen folgen Dresden (605) und Leipzig (598).

Das Gesundheitsministerium wies daraufhin, dass die veröffentlichten Fallzahlen von denen abweichen können, die die Landkreise und kreisfreien Städte selbst bekanntgeben. Dies liege an den Meldewegen.

Eine Kellnerin bedient in einem Dresdner Cafe zwei Frauen.
Eine Kellnerin bedient in einem Dresdner Cafe zwei Frauen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Mai, 13.32 Uhr: Tschechien verlängert Einreisestopp für Ausländer

In Tschechien läuft der wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Ausnahmezustand in der Nacht von Sonntag zu Montag aus. Doch der Einreisestopp für Touristen aus Deutschland und anderen Ländern bleibe auf anderer Grundlage bestehen, stellte ein Sprecher des Innenministeriums in Prag auf dpa-Anfrage klar. Das tschechische Gesundheitsministerium veröffentlichte am Samstag eine diesbezügliche Verordnung zum "Schutz vor einer Einschleppung von Covid-19". Sie gilt ab dem 18. Mai vorerst unbefristet.

Ausnahmen gibt es wie bisher für Ausländer, die über einen dauerhaften Wohnsitz in Tschechien verfügen. Sie müssen bei der Wiedereinreise indes einen negativen Coronavirus-Test vorweisen oder sich einer 14-tägigen Heimquarantäne unterziehen. Sonderregelungen bestehen auch für grenzüberschreitende Berufspendler, Lkw-Fahrer, Diplomaten, Geschäftsreisende und Studierende. In den meisten Fällen muss das für den Aufenthaltsort zuständige Gesundheitsamt vorab informiert werden.

Die Kontrollen an den tschechischen Grenzen zu Deutschland und Österreich waren bereits zuvor bis zum 13. Juni verlängert worden. Nach den letzten Lockerungen für das öffentliche Leben war die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Tschechien wieder leicht angestiegen, blieb aber unter der Marke von hundert. Bis Samstag waren 8406 bestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. 295 Todesfälle wurden mit der neuartigen Erkrankung in Verbindung gebracht.

Menschen mit Schutzmasken besuchen einen Markt in Tschechien für Gartenzubehör, der vor dem Flora-Austellungszentrum aufgebaut wurde. Im Rahmen der landesweiten Lockerungen der Corona-Maßnahmen konnte der Markt wieder eröffnen.
Menschen mit Schutzmasken besuchen einen Markt in Tschechien für Gartenzubehör, der vor dem Flora-Austellungszentrum aufgebaut wurde. Im Rahmen der landesweiten Lockerungen der Corona-Maßnahmen konnte der Markt wieder eröffnen.  © Ludìk Peøina/CTK/dpa

Update, 16. Mai, 09.16 Uhr: Thomanerchor tritt wieder auf - Kruzianer dürfen nur einzeln singen

Nach einer zweimonatigen coronabedingten Zwangspause tritt der Thomanerchor an diesem Wochenende erstmals wieder vor Publikum auf. Mit kleiner Besetzung werden am Samstag die Motette und am Sonntag der Gottesdienst in der Leipziger Thomaskirche musikalisch gestaltet. Für die Auftritte gelten Zugangsbeschränkungen und Auflagen.

So müssen sich die Besucher am Einlass namentlich und mit Kontaktdaten registrieren sowie während der Motette und dem Gottesdienst einen Mund-Nase-Schutz tragen. Die Besucherzahl ist auf 120 Menschen begrenzt. Beim Dresdner Kreuzchor dürfen Sänger vorerst nur einzeln auftreten. Fünf Kruzianer singen beim Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt separat.

Abendrot leuchtet hinter der Thomaskirche in Leipzig.
Abendrot leuchtet hinter der Thomaskirche in Leipzig.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Mai, 05.30 Uhr: Kitas und Grundschulen bereiten sich auf Wiedereröffnung vor

Vor der Wiedereröffnung von Grundschulen und Kitas in Sachsen am Montag laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. "Seit Tagen tun wir alles, was geht", sagte etwa die Leiterin der Dresdner Kita Pirolino, Romy Müller. Mit Klebeband wurden Abstände auf dem Boden markiert, Dienstpläne geschrieben, Kollegen und Kinder den Räumen zugeordnet. Denn durften sich die Kinder bisher aussuchen, ob sie ins Atelier, den Sport- oder Rollenspielraum gehen, müssen sie nun in einem Raum zusammen bleiben - strikt getrennt in festen Räumen, möglichst mit immer denselben Erzieherinnen.

Allein in Dresden bereiten sich derzeit knapp 400 Kitas und Horte in kommunaler und freier Trägerschaft auf die Wiedereröffnung vor. Nach Angaben der Stadt können die Vorgaben nur eingehalten werden, wenn die Öffnungszeiten eingeschränkt werden.

Das Konzept von Kultusminister Christian Piwarz (CDU) für die Wiedereröffnung von Kitas und Grundschulen am 18. Mai sieht statt kleiner Gruppen und Abstandsregeln eine strikte Trennung von Schulklassen und Kita-Gruppen vor. Damit sollen sich Infektionsketten besser nachverfolgen lassen. Zudem gelten strenge Hygiene-Regeln. Gewerkschaft und Erzieher kritisieren die Wiedereröffnung als zu schnell und warnen vor einer Überlastung der Erzieher und Betreuer durch Mehrarbeit und Überstunden.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet ihr >>>>hier.<<<<

Die Kinder einer Kindergrippe sitzen im Rahmen der Notbetreuung während des Mittagessens an einem Tisch.
Die Kinder einer Kindergrippe sitzen im Rahmen der Notbetreuung während des Mittagessens an einem Tisch.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Mai, 4.58 Uhr: Rund 170.000 Nutzer bei Kretschmers Bürgergesprächen im Netz

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat bei bisher fünf Online-Bürgersprechstunden über seinen Facebook-Kanal laut Staatskanzlei rund 170.000 Internet-Nutzer erreicht. Er wolle dieses Format zunächst fortsetzen, um mit den Bürgern im Gespräch zu bleiben, sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber.

Auch einige Landtagsabgeordnete halten so Kontakt zu ihren Wählern. "Das Interesse ist deutlich höher als bisher", sagte der Leipziger SPD-Abgeordnete Holger Mann. Im Plenarsaal tagen dagegen weniger Mandatsträger als sonst. Und manche Stadträte sind zeitweise auf andere Räume ausgewichen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben hat - in Chemnitz zum Beispiel auf die Kongressebene des Fußballstadions.

Update, 15. Mai, 20.30 Uhr: Die Zahlen aus Sachsen

So ist der Stand in Sachsen.
So ist der Stand in Sachsen.  © TAG24

Update, 15. Mai, 18.17 Uhr: Gute Noten für Sachsen

Sachsen hat nach Ansicht von Ärzten die medizinische Seite der Corona-Krise bislang gut bewältigt. Vertreter der Universitätskliniken in Dresden und Leipzig und des Klinikums Chemnitz stellten dem Krisenmanagement in Sachsen am Freitag gute Noten aus. Mehr dazu >> hier.

Update, 15. Mai, 18.11 Uhr: Krankenschwester am Dresdner Uniklinikum erfolgreich mit Remdesivir behandelt

Die Krankenschwester Jenny Fischer aus Niesky (Sachsen) ist die erste COVID-19-Patientin, die am Universitätsklinikum "Carl Gustav Carus" Dresden mit dem antiviralen Wirkstoff Remdesivir behandelt wurde. Und das mit Erfolg! Die 53-Jährige wurde am Donnerstag entlassen. Die ganze Geschichte >> Hier.

Nach ihrer überstandenen SARS CoV2-Infektion hat Jenny Fischer noch auf der Intensivstation damit begonnen, ihre durch die Erkrankung geschwächte Lunge zu trainieren.
Nach ihrer überstandenen SARS CoV2-Infektion hat Jenny Fischer noch auf der Intensivstation damit begonnen, ihre durch die Erkrankung geschwächte Lunge zu trainieren.  © Uniklinikum Dresden Marc Eisele

Update, 15. Mai, 16.51 Uhr: Nach Corona-Pause wieder mehr Besucher in Zoos

Die Zoos in Sachsen registrieren knapp zwei Wochen nach der coronabedingten Zwangspause zunehmend viele Besucher. Die Nachfrage steige kontinuierlich, sagte Kerstin Eckart, Sprecherin des Zoos in Dresden auf Nachfrage am Freitag. Erstmals hätten am selben Tag Gäste auf den Einlass warten müssen, so Eckart. Denn in den Dresdner Zoo dürfen höchstens 1000 Besucher gleichzeitig.

Die Tier-Interessierten hätten in der Landeshauptstadt zum einen die Möglichkeit, sich für eine bestimmte Einlasszeit ein Online-Ticket zu reservieren. Zum anderen könnten sie an der Zookasse eine Eintrittskarte kaufen - wenn nicht bereits die Höchstgrenze an Besuchern erreicht ist. 

"Die Leute waren total froh, dass sie mit ihren Kindern wieder was machen können", beobachtete Eckart. Weil Tierhäuser und begehbare Anlagen noch geschlossen sind, wurde der Eintrittspreis deutlich gesenkt.

Update, 15. Mai, 14.25 Uhr: Sachsens Hotels und Restaurants empfangen wieder Gäste

Sachsen bittet zu Tisch oder Bett: Seit Freitag können Restaurants und Hotels im Freistaat wieder Gäste empfangen. Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) machte sich im Parkhotel von Bad Schandau ein Bild davon, wie die mit der Corona- Pandemie verbundenen Hygieneauflagen umgesetzt werden: 

"Ich habe großen Respekt und ganz viel Bewunderung für alle Betreiber und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sie sich dieser Herausforderung stellen und unter den neuen Bedingungen ihre Hotels und Restaurants wiedereröffnen. Hier steckt viel Aufwand und Mehrarbeit dahinter, damit sie ihre Gäste wieder bewirten und beherbergen können."

Klepsch erinnerte daran, dass der Tourismus eine der Branchen ist, die am stärksten von der Corona-Krise betroffen ist. Im März und April habe allein der Tourismus in Sachsen einen Verlust von rund 1,2 Milliarden Euro erlitten. Wöchentlich seien es in der Schließzeit rund 140 Millionen Euro Verlust gewesen. 

"Aus diesem Grund unterstütze ich die Forderung nach einem bundesweiten Tourismusgipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, so wie es ihn ja auch für die Autoindustrie gegeben hat", sagte Klepsch. Man brauche dringend weitere Hilfen für den Tourismus.

Manuel Enders, Küchenchef, und Mareen Funke, Restaurantleiterin, portionieren im Restaurant des Parkhotel Bad Schandau die Speisen.
Manuel Enders, Küchenchef, und Mareen Funke, Restaurantleiterin, portionieren im Restaurant des Parkhotel Bad Schandau die Speisen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. Mai, 13.58 Uhr: Acht Neuinfektionen

Anders als in den Tagen zuvor meldete die Stadt Dresden am Freitag gleich mehrere Neuinfektionen. So stieg die Zahl von 595 auf 603. Zuletzt stieg die Zahl immer langsamer. 8 Neuinfektionen an einem Tag gab es zuletzt Mitte April. 

Ab Freitag gelten in Dresden Lockerungen.
Ab Freitag gelten in Dresden Lockerungen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. Mai, 13.15 Uhr: Johanniter halten Vorgaben für Kitas für nicht sensibel genug

Die Vorgaben der Landesregierung an die Kitas zur Wiedereröffnung am Montag sind nach Ansicht der Johanniter nicht sensibel genug. Unter anderem müssten Gruppengrößen, die Regeln für die Übergabe der Kinder und die Betreuungszeiten auf den Prüfstand, teilte der sächsische Landesverband der Johanniter-Unfall-Hilfe am Freitag in Leipzig mit. Manche Vorgaben ließen sich nicht einhalten.

"Die Krux besteht darin, dass die räumlichen und personellen Voraussetzungen einfach zu unterschiedlich sind", sagte Andrea Weiß, verantwortlich für die Kinder und Jugendarbeit der Johanniter im Kreisverband Erzgebirge. Nicht in allen Einrichtungen könne die ursprünglich vereinbarte Zeit angeboten werden. "Das geben weder die Räumlichkeiten noch die Personaldecke her."

Zudem sollten Eltern die Einrichtungen betreten können, um ihre Kinder zu bringen oder abzuholen, unter Einhaltung der Hygieneregeln mit Mundschutz und Abstand zu allen anderen. So ließen sich unnötigen psychischen Belastung bei Kind, Erzieher und Eltern minimieren, betonten die Johanniter.

Kinder spielen in einem Bällebad in einer Kindertagesstätte (Symbolbild).
Kinder spielen in einem Bällebad in einer Kindertagesstätte (Symbolbild).  © Friso Gentsch/dpa

Update, 15. Mai, 11.54 Uhr: Tourismusverband und Städtetag dringen auf Öffnung von Bädern

Der sächsische Landestourismusverband und der Städte- und Gemeindetag dringen auf eine Wiederöffnung von Freizeitbädern und Thermen. Die Öffnung von Gaststätten und Hotels sei ein erster Schritt, erklärten die Verbände am Freitag.

Aber es schränke den Gästezustrom ein, dass die Bäder, Thermen sowie Sauna- und Wellnessanlagen coronabedingt weiter geschlossen bleiben. Es müsse eine zeitnahe Öffnung der Anlagen geben. Anderenfalls seien einige Einrichtungen in ihrer Existenz bedroht.

Update, 15. Mai, 11.40 Uhr: Mitarbeiter tanzen durchs Taschenbergpalais

Bevor das 5-Sterne Hotel Taschenbergpalais Kempinski am Freitag seine ersten Gäste begrüßen darf, veröffentlichten sie auf ihrer Facebook-Seite ein amüsantes Video. In diesem tanzen Mitarbeiter sowie Azubis in ihrer Arbeitskleidung in dem menschenleeren Hotel. Ob im Fitnesstudio, den Zimmern oder im Restaurant, mit guter Laune und viel sportlicher Aktivität zaubern die Tanz-Einlagen jedem ein Lächeln auf die Lippen.

Update, 15. Mai, 11.21 Uhr: Corona-Krise reißt tiefes Loch in Sachsens Finanzplanung

Die Corona-Krise reißt ein tiefes Loch in Sachsens Finanzplanung. Anhand der neuesten Steuerschätzung rechnet das Land dieses Jahr mit Steuereinnahmen von 14,4 Milliarden Euro. Das seien zwei Milliarden Euro weniger als bisher erwartet, teilte das Finanzministerium in Dresden am Freitag mit.

Auch in den nächsten Jahren werden die Corona-Folgen demnach deutlich zu spüren sein. Bis 2024 rechnet Sachsen mit fast fünf Milliarden Euro weniger als noch nach der Steuerschätzung im vorigen Oktober. Dieser "historische Einbruch der Steuereinnahmeerwartungen" enge die Spielräume bei den Ausgaben ein, erklärte Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU).

Update, 15. Mai, 10.45 Uhr: Kretschmer wirbt für kritische Sicht auf Infos aus dem Netz

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat angesichts zahlreicher ‎Verschwörungstheorien zur Corona- Krise um eine kritische Sicht auf Informationen aus dem Internet ‎geworben. "Es ist ein Medium, das die eigene Sicht und Meinung immer weiter verstärkt und Skandale ‎oder Verschwörungstheorien viel stärker wirken lässt als Informationen und Fakten", sagte der 45-‎Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.

Eine Information aus dem Netz sei aber mitunter ‎kein Fakt und müsse noch lange keine Wahrheit sein. Deutschland sei ein sehr pluralistisches Land. Wer ‎das möchte, finde in klassischen Medien ein ausgewogenes Meinungsspektrum.‎

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, gibt in seinem Büro in der Staatskanzlei der dpa ein Interview.
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, gibt in seinem Büro in der Staatskanzlei der dpa ein Interview.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. Mai, 10.41 Uhr: Braunschweigs Sportchef Vollmann fürchtet Imageschaden für 3. Liga

Eintracht Braunschweigs Sportdirektor Peter Vollmann befürchtet durch den Streit um die Fortsetzung der Saison einen Imageschaden für die gesamte 3. Liga. "Das Format 3. Liga ist gut, hat sich in den vergangenen Jahren bewährt und besitzt inzwischen eine bundesweite Präsenz. Durch den Streit wird das alles aufs Spiel gesetzt", sagte der 62-Jährige der "Braunschweiger Zeitung" (Freitag). "Ich habe die Befürchtung, dass das, was in den vergangenen zwölf Jahren an Image aufgebaut wurde, gerade ziemlich leidet."

Update, 15. Mai, 8.01 Uhr: Laut Kretschmer bleiben Kontaktbeschränkungen auf absehbare Zeit

Trotz weniger Neuinfektionen werden die Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie nach Einschätzung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer auf absehbare Zeit bestehen bleiben. Die Dauer werde "vom weiteren Infektionsgeschehen abhängig sein und von der Umsicht aller Bürgerinnen und Bürger", sagte der CDU-Politiker der "Sächsischen Zeitung" (Freitag).

Der Ministerpräsident begründete die jüngsten Lockerungen mit geringeren Infektionszahlen. "Wenn das Risiko abnimmt, müssen staatliche Maßnahmen zurückgenommen werden, und es ist mehr Eigenverantwortung gefragt."

Kretschmer sprach sich für eine Kaufprämie für Autos aus. Dabei sollten nicht nur Elektrofahrzeuge gefördert werden. "Neue Autos sollten einen niedrigeren CO2-Ausstoß haben, aber das muss dann auch reichen."

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, zieht nach seiner Rede in der Sondersitzung des Sächsischen Landtages im ICC (Internationales Congress Center) seinen Mundschutz an.
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, zieht nach seiner Rede in der Sondersitzung des Sächsischen Landtages im ICC (Internationales Congress Center) seinen Mundschutz an.  © Robert Michael/dpa

Update, 15. Mai, 7.46 Uhr: Ab sofort gelten sachsenweite Lockerungen für Gastronomie, Theater und Co.

Ab dem heutigen Freitag dürfen sachsenweit wieder gastronomische Einrichtungen sowie Theater, Kinos und Fitnessstudios öffnen. Zumindest in der Theorie. Viele Einrichtungen benötigen jedoch noch einige Tage oder Wochen Zeit, meist, um die Auflagen erfüllen zu können.

Alles Weitere dazu gibt es >>> hier <<<.

Update, 15. Mai, 4.30 Uhr: Schüler üben starke Kritik am Mathe-Abitur

Der Landesschülerrat hat das sächsische Kultusministerium aufgefordert, die Aufgaben des Mathe-Abiturs zu überprüfen. Es müsse zwingend geprüft werden, ob die Zeitaufteilung im Leistungskurs gerecht und ob der B-Teil zu schwierig beziehungsweise zu textlastig war, sagte die Landesschülersprecherin Joanna Kesicka.

Viele Schülerinnen und Schüler hätten diese Kritik geäußert. Zudem hatten mehr als 1300 Menschen eine Schüler-Petitionen im Internet unterzeichnet. Darin wird gefordert, dass der gesamte Bewertungsmaßstab für das Matheabitur den Umständen entsprechend angepasst wird.

Das Kultusministerium warb für Gelassenheit. "Die Emotionen sind gerade nach der Mathe-Prüfung immer sehr hoch. Die Schülerinnen und Schüler sollten zunächst mal die Ergebnisse abwarten", sagte Ministeriumssprecherin Susanne Meerheim. Einen generellen "Corona-Bonus" auf die Benotung werde es aber nicht geben.

Ein Schüler des Gymnasium Dresden-Klotzsche sitzt während der schriftlichen Abiturprüfung im Fach Physik in einem Klassenzimmer.
Ein Schüler des Gymnasium Dresden-Klotzsche sitzt während der schriftlichen Abiturprüfung im Fach Physik in einem Klassenzimmer.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. Mai, 20.15 Uhr: Der aktuelle Stand in Sachsen

Insgesamt wurden an diesem heutigen Donnerstag 17 neue Fälle (insgesamt 5046) in Sachsen bekannt. Lediglich ein Sachse verstarb seit gestern an den Folgen einer Corona-Infektion (insgesamt 194).

4420 sächsische Patienten gelten bisher als geheilt.

Der aktuelle Stand in Sachsen.
Der aktuelle Stand in Sachsen.  © TAG24

Update, 14. Mai, 15.01 Uhr: So ist der Stand in Sachsen

Sachsen hat am Donnerstag im Vergleich zum Vortag 17 neue Infektionen und einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Damit stieg die Gesamtzahl an nachgewiesenen Infizierten auf 5046 seit Beginn der Pandemie, wie das Gesundheitsministeriums mitteilte. 

194 positiv getestete Menschen starben bislang. 4 von 13 Stadt- und Landkreisen meldeten keine neuen Nachweise des Erregers Sars-CoV-2 seit Mittwoch. 

Das Gesundheitsministerium geht nach Berechnungen davon aus, dass 4420 der 5046 infizierten Menschen inzwischen genesen sind.

Update, 14. Mai, 14.06 Uhr: Gastronomie in Dresden öffnet wieder

Am morgen darf in Sachsen die Gastronomie wieder öffnen. Allerdings nur unter bestimmten Hygieneauflagen. Was sich ab Freitag alles ändert, lest Ihr >> hier

Ein Mitarbeiter eines Restaurants auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche wischt einen Tisch ab. Ab morgen darf hier wieder geöffnet werden.
Ein Mitarbeiter eines Restaurants auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche wischt einen Tisch ab. Ab morgen darf hier wieder geöffnet werden.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. Mai, 14 Uhr: Neue Zahlen aus Dresden

Eine Neuinfektion meldete die Stadt Dresden am Donnerstag. Insgesamt nun 596 Corona-Fälle. Davon sind rund 550 wieder gesund. Die Zahl der Patienten, die ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, erhöhte sich ebenfalls um 1 auf 72. 

Update, 14. Mai, 13.53 Uhr: Dresden-Profi Hartmann fühlt sich von DFL mit "Ängsten und Fragen allein gelassen"

Marco Hartmann von Dynamo Dresden hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) für ihre Entscheidungsfindung bei der Fortsetzung der Saison scharf kritisiert. "Meines Wissens nach wurden wir gar nicht einbezogen. Womöglich hätte es sonst viele Fragen gegeben. Das Hygiene-Konzept an sich versprüht einen Hauch von Sicherheit. Und trotzdem sind wir Spieler mit unseren Ängsten und Fragen allein gelassen worden", sagte der Ex-Kapitän des Zweitligisten am Donnerstag dem "Spiegel".

"Man hätte eine Möglichkeit finden müssen für die Spieler, die sagen: Ich habe Angst. Das hätten nicht die Vereine allein machen sollen, es hätte von der DFL kommen müssen. Aber um das zu erreichen, sind wir Spieler in Deutschland leider nicht gut genug organisiert."

Laut Hartmann hätten den Profis Bedenken genommen werden können, wenn man mit ihnen geredet hätte. "Und damit meine ich nicht die Vereine", betonte der Mittelfeldspieler. 

Marco Hartmann (2. von rechts) kritisiert offen den DFL.
Marco Hartmann (2. von rechts) kritisiert offen den DFL.  © Matthias Balk/dpa

Update, 14. Mai, 13.05 Uhr: Sächsische Erzieher warnen vor Überlastung bei Kita-Öffnung

Der Sächsische Erzieherverband warnt angesichts der Wiederöffnung der Kitas ab Montag vor Überlastung der Erzieher durch Mehrarbeit und Überstunden. Wenn die Gruppen strikt voneinander getrennt spielen, lernen und essen sollten, würden viele in den Einrichtungen in den nächsten Wochen an ihre personellen Grenzen geraten, teilte der Verband am Donnerstag in Radebeul mit.

Alles Weitere dazu gibt es >>> hier <<<.

Kinder spielen in einer Kindertagesstätte (Symbolbild).
Kinder spielen in einer Kindertagesstätte (Symbolbild).  © Jens Wolf/ZB/dpa

Update, 14. Mai, 12.50 Uhr: Diakonie Sachsen sammelt Online-Spenden

Die Diakonie Sachsen hat am Donnerstag mit einer Spendensammlung zu Gunsten ihrer Beratungsstellen begonnen. Da in diesem Frühjahr nicht wie sonst auf Straßen und in Häusern Spenden gesammelt werden können, ruft die Diakonie dazu auf, online zu spenden. Sie unterhält in Sachsen 16 Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen. Alle Informationen zu den Möglichkeiten der Unterstützung gibt es den Angaben nach unter www.diakonie-sachsen.de/onlinespende.

Die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einschränkungen würden auch in Beziehungen und Familien Spuren hinterlassen. "Und manches Problematische aus dieser Zeit wird sich manchmal erst in den nächsten Wochen und Monaten zeigen", sagte Ute Lämmel, zuständige Referentin bei der Diakonie Sachsen. Für eine zeitnahe Unterstützung bedürfe es deshalb des Angebots der Ehe-, Familien- und Lebensberatung umso mehr.

Im vergangenen Jahr hat die Diakonie eigenen Angaben zufolge fast 3000 Menschen mit 8500 Beratungsgesprächen erreicht. Der häufigste Grund, die Beratungsstelle aufzusuchen, seien mit fast 40 Prozent Schwierigkeiten in der Partnerschaft beziehungsweise Ehe gewesen, sagte Lämmel. Wesentlich zugenommen habe die Zahl der Ratsuchenden über 55 Jahren.

Update, 14. Mai, 10.59 Uhr: Sachsens Fußball-Chef Winkler kritisiert Erklärung der DFB

Sachsens Fußball-Präsident Hermann Winkler hat den scharfen Ton der Presseerklärung des Deutsche Fußball-Bundes (DFB) nach der Konferenz der Präsidenten der Regional- und Landesverbände zu Abbruchszenarien der 3. Liga kritisiert.

"Der DFB hat die Aufgabe zu einen, nicht zu spalten", sagte Winkler am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Er habe der Erklärung nicht zugestimmt. "Wir dürfen uns die Zukunft nicht kaputt machen. Es gibt auch eine Zeit nach Corona, in der wir miteinander reden und Fußball spielen wollen", sagte der Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV).

Winkler kritisierte zudem, dass die Diskussion jetzt über die Presse geführt werde, statt konstruktive Wege im direkten Kontakt zu suchen.

Schiedsrichter Marco Fritz gibt Anweisungen. Der Schiedsrichter erklärte kürzlich, er würde Verstöße der Hygiene-Regeln auf dem Platz nicht mit einer Gelben Karte bestrafen.
Schiedsrichter Marco Fritz gibt Anweisungen. Der Schiedsrichter erklärte kürzlich, er würde Verstöße der Hygiene-Regeln auf dem Platz nicht mit einer Gelben Karte bestrafen.  © Patrick Seeger/dpa

Update, 14. Mai, 07.37 Uhr: Kretschmer warnt vor pauschaler Kritik der Corona-Demonstranten

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat davor gewarnt, alle Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen über einen Kamm zu scheren. "Ich respektiere, dass Menschen demonstrieren und warne davor alle Proteste in einen Topf zu werfen", sagte der CDU-Politiker der "Sächsischen Zeitung" (Freitag).

Zugleich mahnte er eine mögliche "Unterwanderungen von Leuten" an, "die alles nutzen, um Stimmung zu machen und auch falsche Informationen streuen". Im sächsischen Pirna hatten erst am Mittwoch etwa 200 Menschen gegen Corona-Beschränkungen demonstriert. 30 von ihnen griffen die Polizei an, ein Beamter wurde verletzt.

Kretschmer wandte sich gegen den Vorwurf vieler Demonstranten, die Bevölkerung solle bewusst in Angst und Schrecken versetzt werden. Es gebe viele juristische Mittel, um sich gegen staatliche Maßnahmen zur Wehr zu setzen, und vielerlei Möglichkeiten, seine Meinung zu artikulieren. "Deshalb halte ich es schlichtweg für unbegründet, was da gesagt wird." Hinsichtlich der für Freitag geplanten Lockerungen verwies er auf die Eigenverantwortung der Sachsen.

Zugleich räumte Kretschmer Fehler bei der Lockerung der Schutz-Maßnahmen ein. "Keine Frage, das hat oft zu lang gedauert", sagte er etwa im Hinblick auf das späte Zustandekommen konkreter Lösungen für Gaststätten- und Hotel-Betreiber.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, trägt einen grünen Mundschutz mit dem Slogan "So geht sächsisch".
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, trägt einen grünen Mundschutz mit dem Slogan "So geht sächsisch".  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. Mai, 5 Uhr: Mehr Giftnotrufe wegen Desinfektionsmitteln

In der Coronazeit wenden sich mehr besorgte Eltern an das Giftinformationszentrum in Erfurt, deren Kinder Desinfektionsmittel getrunken haben. Das für die Bundesländer Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zuständige Zentrum verzeichnet einen Anstieg solcher Fälle, wie die kommissarische Leiterin Dagmar Prasa der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Im März und April gingen 51 Anrufe wegen versehentlich getrunkener Desinfektionsmittel ein und damit rund 20 mehr als in den beiden Vorjahresmonaten. Ein Grund dafür sei, dass während der Corona-Pandemie mehr Menschen Desinfektionsmittel nutzten und sie daher auch häufiger im Haushalt vorhanden seien.

Update, 14. Mai, 4 Uhr: Kinos bleiben länger geschlossen, trotz Öffnungs-Erlaubnis

Obwohl eine Wiedereröffnung ab diesem Freitag (15. Mai) möglich ist, bleiben viele Kinos in Sachsen noch länger geschlossen. Darunter sind die Kinos der Cinestar-Kette in Chemnitz, Leipzig und Crimmitschau. "Insgesamt rechnen wir derzeit mit einem realistischen Eröffnungstermin in drei Wochen", teilte Cinestar-Geschäftsführer Oliver Fock mit.

"Es ist eine unschöne Situation, die vermeidbar gewesen wäre, wenn man auf unsere Branche besser eingegangen wäre", sagte der Geschäftsführer vom Programmkino Ost in Dresden, Sven Weser. Er plant mit einem Neustart etwa Anfang Juli. Viele Häuser konnten sich laut Weser nicht auf die kurzfristige Öffnung vorbereiten. Filmverleiher böten kaum Streifen an.

Denn für Verleiher lohnt ein Kinostart oft nur, wenn bundesweit Häuser offen sind. Geschäftsführer Michael Kölmel vom Leipziger Filmverleih Weltkino sagte: "Wir hätten uns selbstverständlich einen einheitlichen Termin für die Wiedereröffnung gewünscht, da Kinofilme deutschlandweit an den Start gehen."

Auch Restaurants, Kneipen, Biergärten, Hotels, Freibäder und Theater dürfen am Freitag in Sachsen wieder aufmachen. Hallenbäder, Saunen, Clubs und Volksfeste bleiben weiterhin tabu.

Sven Weser, Geschäftsführer Programmkino Ost, sitzt in einem leeren Kinosaal. Ab dem 15. Mai 2020 dürfen die Lichtspielhäuser im Freistaat nach der Corona-Pause wieder öffnen.
Sven Weser, Geschäftsführer Programmkino Ost, sitzt in einem leeren Kinosaal. Ab dem 15. Mai 2020 dürfen die Lichtspielhäuser im Freistaat nach der Corona-Pause wieder öffnen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 13. Mai, 23.40 Uhr: Erneute Corona-Demo in Pirna - 30 Personen greifen Polizei an

Erneut haben sich Dutzende Menschen zu einer unerlaubten Demonstration gegen Corona-Restriktionen in Pirna (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) getroffen und diesmal auch Polizisten angegriffen. Im Vorfeld der Ansammlung sei im Internet zu einem "Spaziergang" aufgerufen worden, teilte die Polizei mit. Rund 200 Menschen kamen am Mittwochabend auf dem Markt in Pirna zusammen.

Mit etwa 190 Beamten versuchte die Polizei, die Versammlung zu stoppen. Dabei griffen den Angaben zufolge 30 "Gewaltbereite" die Einsatzkräfte an, wobei ein Beamter verletzt wurde.

Acht Strafverfahren unter anderem wegen Landfriedensbruch und tätlichen Angriffs auf Vollzugsbeamte wurden eingeleitet. Etwa eine Stunde nach Beginn löste sich die Versammlung wieder auf.

Bereits vor einer Woche trafen sich etwa 250 Menschen an derselben Stelle, um gegen die Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu demonstrieren. Die damals 15 Minuten dauernde Versammlung verlief friedlich. Seit dem 22. April kam es immer wieder zu solchen nicht angemeldeten Kundgebungen. Dabei hatten Demonstranten auch Polizeibeamte beleidigt und bedrängt.

Polizisten stehen in Pirna am Rand einer Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen auf dem Marktplatz in einer Seitenstraße.
Polizisten stehen in Pirna am Rand einer Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen auf dem Marktplatz in einer Seitenstraße.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 13. Mai, 21.29 Uhr: Dresden will Abstandsregeln kindgerecht erklären

Welches Kind weiß eigentlich, wie viel 1,50 Meter Abstand sind? Mit dieser Frage beschäftigt sich auch Dresden derzeit. Auf Facebook erklärt die Landeshauptstadt die derzeit gängigen Abstandsregeln in öffentlichen Einrichtungen mittels Bildern und kindgerechter Sprache.

Gleichzeitig werden die Nutzer dazu aufgefordert, den eigenen kreativen Ideen freien Lauf zu lassen und sich an der Mitmach-Aktion zu beteiligen.

Update, 13. Mai, 19.04 Uhr: Aktuelle Zahlen für Sachsen

Im Freistaat steigt die Zahl der offiziell bestätigten Corona-Fälle weiter - die der Heilungen jedoch ebenso. 193 Todesfälle gab es bislang in Verbindung mit dem Coronavirus.

Die Zahl bestätigter Corona-Fälle in Sachsen ist um 37 angestiegen.
Die Zahl bestätigter Corona-Fälle in Sachsen ist um 37 angestiegen.  © TAG24

Update, 13. Mai, 17.48 Uhr: DEHOGA bewertet Corona-Auflagen für Gastronomie als "umsetzbar"

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in Sachsen hat die Auflagen für die Wiedereröffnung von Gastgewerbebetrieben im Freistaat als "umsetzbar" bewertet.

Es gebe viel kompliziertere Lösungen in anderen Bundesländern, sagte Hauptgeschäftsführer Axel Klein am Mittwoch. "Man muss in der Gastronomie ohnehin schon Hygienestandards einhalten", betonte er.

Die Landesregierung hatte am Dienstag die Auflagen für die Wiedereröffnung nach einer zweimonatigen Corona-Zwangspause am Freitag bekanntgegeben. Danach müssen unter anderem ein Hygienekonzept erstellt werden, Tische 1,5 Meter voneinander entfernt stehen, Mitarbeiter einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Desinfektionsständer aufgestellt werden. "Der Arbeits- und Hygieneschutz muss gewährleistet werden", sagte Klein.

Nach seiner Auskunft dürfen bis auf wenige Ausnahmen wie Shisha-Bars, Badeoasen oder Clubs und Diskotheken alle rund 9000 gastronomischen Betriebe in Sachsen öffnen. Laut Klein gibt es aber schon Rückmeldungen, dass nicht alle davon Gebrauch machen wollen. "Der 15. ist kein Mussdatum", betonte Klein. Die einzelnen Unternehmen müssten abwägen, ob sich eine Öffnung für sie lohnt. "Wir müssen alles langsam wieder hochfahren", sagte er.

Update, 13. Mai, 16.56 Uhr: Dynamo Dresden fordert Verlegung des Bielefeld-Spiels

Nach den bereits verschobenen Spielen bei Hannover 96 und gegen Fürth steht auch die dritte Partie von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden vor der Verlegung. Da der Kader wegen positiver Corona-Tests bis zum 23. Mai unter Quarantäne steht, käme das spätestens vier Tage später angesetzte Spiel bei Arminia Bielefeld zu früh.

"Dort sind wir in der Diskussion und haben Unterstützung von anderen Vereinen. Es wird die nächsten Tage Thema sein, einen verträglichen Konsens zu finden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir dort an den Start gehen können", sagte Sportchef Ralf Minge auf einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Am vergangenen Samstag waren zwei Profis von Dynamo positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Kader und Betreuer wurden vom Gesundheitsamt für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Derzeit können sich die Spieler nur zu Hause fit halten. "Unter einem fairen Wettbewerb verstehe ich nicht, wenn man drei Tage nach der Quarantäne wieder in ein Meisterschaftsspiel gehen muss. Man muss schon einige Tage Mannschaftstraining haben", sagte Finanzchef Michael Born.

Minge stellte zudem klar, dass man einen Abbruch der Saison auf jeden Fall vermeiden will. "Man darf bei der Betrachtung unserer Situation nicht nur auf die Tabelle schauen. Seit der Winterpause haben nur vier Mannschaften mehr Punkte geholt", sagte der 59-Jährige. "Wir wollen das Thema sportlich regeln."

Update, 13. Mai, 16.32 Uhr: Schmalspurbahnen nehmen Verkehr wieder auf

Am Samstag nehmen die beiden Schmalspurbahnen des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO) ihren täglichen Fahrbetrieb wieder auf. Die Lößnitzgrundbahn zwischen Radebeul, Moritzburg und Radeburg fährt erstmals seit dem 28. März um 8.26 Uhr ab Radebeul, wie der VVO am Mittwoch mitteilte. Der erste Zug der Weißeritztalbahn zwischen Freital-Hainsberg und Kurort Kipsdorf verlässt den Angaben zufolge um 9.25 Uhr Freital.

Ebenfalls am Wochenende wollen die beiden Bus-Ausflugslinien der Verkehrsgesellschaft Meißen in die diesjährige Saison starten. Die Stadtrundfahrt Meißen verbindet täglich ab 10.00 Uhr im 30-Minuten-Takt die Albrechtsburg, die Altstadt und die Porzellan-Manufaktur miteinander.

Auf der Fahrt erklären die Busfahrer das historische Stadtbild. Die Linie M verbindet während der Sommersaison fünfmal täglich im Zwei-Stunden-Takt die Meißener Altstadt und das Jagdschloss von August dem Starken in Moritzburg.

Update, 13. Mai, 15.58 Uhr: Dynamo-Spieler äußern sich zu Streik-Vorwürfen

Wegen der verordneten Quarantäne für die Mannschaft von Dynamo Dresden sollen einzelne Spieler mit Streik gedroht haben.

Alles Weitere dazu lest Ihr >>> hier <<<.

Update, 13. Mai, 13.10 Uhr: Häftlinge dürfen ab nächster Woche wieder Besuch bekommen

Die Häftlinge in den sächsischen Gefängnissen können ab der kommenden Woche wieder Besuch bekommen. Dabei sind diese auf eine nahe stehende Person des Gefangenen beschränkt, die ein Kind mitbringen darf, wie das Justizministerium am Mittwoch mitteilte. 

Im Chemnitzer Frauengefängnis können der Mitteilung zufolge auch Besuche nahe stehender Personen in Begleitung von mehreren Kindern zugelassen werden.

Wegen des Infektionsschutzes werden die Besuche mit Trennscheibe und einem Mindestabstand von 1,5 Metern durchgeführt. Außerdem müsse währenddessen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, die die Besucher mitbringen müssen. 

Um eine Verbreitung des Coronavirus in den sächsischen Gefängnissen einzudämmen, waren Besuche seit dem 23. März nicht mehr möglich. Ausgenommen waren notwendige Treffen mit Anwälten.

Update, 13. Mai, 12.45 Uhr: Innensportanlagen in Sachsen dürfen ab Freitag wieder öffnen

In Sachsen dürfen ab Freitag wieder Innensportanlagen sowie Fitness- und Sportstudios öffnen. 

Das teilte der Landessportbund am Mittwoch mit. "Die Nutzung von Sportstätten im Innen- und Außenbereich ohne Publikum ist allerdings nur zulässig, wenn die durch Allgemeinverfügung des Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vorgegebenen Hygienevorschriften beachtet werden", heißt es in einer Mitteilung. Dies gelte auch für die Vorbereitung und Durchführung von Wettkämpfen.

"Wir freuen uns über diese weitere Lockerung der Restriktionen für den organisierten Sport. Damit auch die noch bestehenden Einschränkungen zeitnah aufgehoben werden können, appelliere ich an alle sächsischen Vereine: Halten Sie sich an die aktuellen Hygiene-Regeln", sagte LSB-Präsident Ulrich Franzen.

Fitnessstudios dürfen ab Freitag wieder öffnen. (Symbolbild)
Fitnessstudios dürfen ab Freitag wieder öffnen. (Symbolbild)  © Elia Bianchi/KEYSTONE/Ti-Press/dpa

Update, 13. Mai, 12.15 Uhr: "Stumme Künstler" demonstrieren am Elbufer

Auf dem Gelände der Filmnächte am Elbufer haben etwa 50 Menschen für die Sicherung von freien Künstlern und Veranstaltern demonstriert. Mit 40 überlebensgroßen Jazztage-Konzertfotos wurde Stellung bezogen.

Der Intendant der "Jazztage Dresden", Kilian Forster, wollte damit die Sensibilität für die großen Probleme der freien Kulturwirtschaft mit allen Beteiligten erhöhen.

Auch Sachsens Kulturmnisterin Barbara Klepsch (54, CDU) beteiligte sich spontan an der Demo bei herrlichem Sonnenschein. 

Die von den Jazztagen organisierte Demonstration unter dem Titel "Stumme Künstler" soll nun wöchentlich stattfinden.

Mehr Infos zur Aktion >>>hier.

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (54, CDU) beteiligte sich spontan an der Demonstration.
Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (54, CDU) beteiligte sich spontan an der Demonstration.  © Max Patzig
Ein Dresdner Künstler verstummt ab jetzt jede Woche mittwochs.
Ein Dresdner Künstler verstummt ab jetzt jede Woche mittwochs.  © Max Patzig
Manfred Breschke vom Dresdner Kabarett "Breschke & Schuch" moderierte die Versammlung.
Manfred Breschke vom Dresdner Kabarett "Breschke & Schuch" moderierte die Versammlung.  © Max Patzig

Update, 13. Mai, 11.30 Uhr: Corona-Protest: Beauftragter fordert klare Kante gegen Antisemitismus

Sachsens Beauftragter für jüdisches Leben, Thomas Feist, hat antisemitische Denkmuster bei Protesten in der Corona-Krise verurteilt. Der CDU-Politiker rief am Mittwoch dazu auf, "Antisemitismus in jeder Form zu widersprechen und konkret auf Teilnehmer von Versammlungen zuzugehen". 

Feist kritisierte, dass es bei den derzeitigen Versammlungen in Sachsen "kaum Trennlinien zu antisemitischen Verschwörungsmythen" gebe.

Auf Versammlungen gegen die Corona-Restriktionen sowie im Internet wurden zuletzt mehrfach antisemitische Verschwörungsmythen mit der Corona-Pandemie in Verbindung gebracht. Auch der sächsische Innenminister Roland Wöller (CDU) warnte vor einer Vereinnahmung der Proteste durch verfassungsfeindliche Gruppierungen.

Nach Ansicht von Feist darf man aber nicht allen Teilnehmern der Proteste Antisemitismus unterstellen: "Ich traue Demokraten durchaus zu, dass sie die Sorge um Grundrechte und Antisemitismus auseinanderhalten können", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.

Anders sieht das die sächsische Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz (Linke): "Die Grundrechte kann man niemals mit Antisemiten verteidigen, sondern immer nur gegen sie. Diesen einfachen Test bestehen die aktuellen Proteste nicht." 

Die Linke-Politikerin forderte hinsichtlich der nicht angemeldeten Versammlungen in zahlreichen sächsischen Städten und Gemeinden eine öffentliche Intervention des Beauftragten für jüdisches Leben.

Thomas Feist (55), Sachsens Beauftragter für jüdisches Leben.
Thomas Feist (55), Sachsens Beauftragter für jüdisches Leben.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 13. Mai, 8.45 Uhr: Sachsens Lehrer sehen Wiedereröffnung mit gemischten Gefühlen

Vor der Wiedereröffnung von Kitas und Grundschulen in Sachsen am nächsten Montag gibt es zunehmend auch kritische Stimmen. 

So warnte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) angesichts der schnellen Öffnung vor einem Verlust von Standards und mahnte die Einhaltung des Gesundheitsschutzes an. Dieser müsse oberste Priorität haben, hieß es. Am Mittwoch (11 Uhr) wollen die Gewerkschafter in Dresden Stellung zum Thema nehmen.

Auch die Lehrer in Sachsen sehen der Wiedereröffnung der Grundschulen mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Reaktionen reichten von "absoluter Fassungslosigkeit bis hin zur Freude über die Rückkehr", sagte der Vorsitzende des Sächsischen Lehrerverbandes (SLV), Jens Weichelt, der Deutschen Presse-Agentur. "Insgesamt herrscht aber eine große Verunsicherung." 

Gerade an Grundschulen dürfte es schwer werden, das Konzept der strikten Trennung zwischen den Klassen umzusetzen. Laut Kultusministerium will Sachsen anstatt auf Abstandsregeln und kleine Gruppen an Kitas, Horten und Grundschulen auf ein Konzept voneinander getrennter Gruppen setzen.

Am Montag sollen Sachsens Schulen wieder öffnen. Jetzt häufen sich kritische Stimmen der Lehrer. (Symbolbild)
Am Montag sollen Sachsens Schulen wieder öffnen. Jetzt häufen sich kritische Stimmen der Lehrer. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update, 12. Mai, 20.30 Uhr: Der aktuelle Stand im Freistaat

Gemessen an den letzten sieben Tagen traten im Landkreis Bautzen die meisten Corona-Fälle auf. 4350 Menschen gelten laut Sozialministerium als geheilt. 190 Menschen sind in Sachsen bislang an Covid-19 ums Leben gekommen.

Knapp 5000 bestätigte Corona-Fälle sind in Sachsen bislang aufgetreten.
Knapp 5000 bestätigte Corona-Fälle sind in Sachsen bislang aufgetreten.  © TAG24

Update, 12. Mai, 19.49 Uhr: Alle sächsischen Anträge auf Corona-Soforthilfe bearbeitet

In Sachsen-Anhalt und Thüringen warten nach einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks derzeit noch rund 15.000 Soloselbstständige und Kleinunternehmer auf einen Bescheid für den beantragten Zuschuss aus dem Corona-Soforthilfeprogramm.

Nur in Sachsen seien bislang alle Anträge beschieden worden, berichtete der Sender am Dienstag. Dies habe eine Umfrage bei den Aufbaubanken der drei Länder ergeben.

In Sachsen haben laut dem Bericht rund 74.000 Soloselbstständige und Kleinunternehmer bereits Bewilligungsbescheide und auch Geld erhalten - insgesamt 598 Millionen Euro.

Update, 12. Mai, 19.38 Uhr: Aktionen von Pflegekräften zum Tag der Pflege

Mit verschiedenen Aktionen haben Pflegekräfte in Sachsen am Dienstag anlässlich des Internationales Tag der Pflege auf ihre Situation aufmerksam gemacht.

In Dresden versammelten sich Angehörige des Bündnisses für Pflege und mehr Personal im Krankenhaus vor dem Sozialministerium. Sie überreichten Sozialministerin Petra Köpping (SPD) einen Brief, in dem sie ihre Forderungen unter anderem nach angemessener Bezahlung und einem ausreichenden Betreuungsschlüssel darlegten. Nach Darstellung der Sprecherin des Bündnisses, Dorit Hollasky, hörte sich Köpping auch die Redebeiträge von Pflegern an, die über ihre tägliche Praxis berichteten.

"Wir wollen eine bedarfsgerechte, gesetzliche Personalbemessung - Schluss mit der Ökonomisierung des Gesundheitswesens! Wir brauchen eine öffentliche Gesundheitsversorgung und Pflege für alle und eine Gesellschaft, in der der Mensch zählt und nicht der Profit", fasste Hollasky die Forderungen der Pflegekräfte zusammen.

Solange die Pflegeeinrichtungen erlösorientiert arbeiten müssten und zum großen Teil noch Gewinne für die Eigentümer abwerfen sollten, werde an den Personalkosten gespart, beklagten Redner. Dann könne keine ausreichende, menschenwürdige Versorgung der Menschen stattfinden.

Der internationale Tag der Pflege geht auf den Geburtstag der britischen Krankenschwester Florence Nightingale (1820-1910) zurück. Sie gilt als Begründerin der modernen, professionellen Krankenpflege.

Update, 12. Mai, 19.20 Uhr: Sachsens Lehrer sehen Wiedereröffnung mit gemischten Gefühlen

Vor der Wiedereröffnung von Kitas und Grundschulen in Sachsen am nächsten Montag gibt es zunehmend auch kritische Stimmen. So warnte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) angesichts der schnellen Öffnung vor einem Verlust von Standards und mahnte die Einhaltung des Gesundheitsschutzes an.

Dieser müsse oberste Priorität haben, hieß es. Am Mittwoch (11.00 Uhr) wollen die Gewerkschafter in Dresden Stellung zum Thema nehmen.

Auch die Lehrer in Sachsen sehen der Wiedereröffnung der Grundschulen mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Reaktionen reichten von "absoluter Fassungslosigkeit bis hin zur Freude über die Rückkehr", sagte der Vorsitzende des Sächsischen Lehrerverbandes (SLV), Jens Weichelt, der Deutschen Presse-Agentur. "Insgesamt herrscht aber eine große Verunsicherung."

Gerade an Grundschulen dürfte es schwer werden, das Konzept der strikten Trennung zwischen den Klassen umzusetzen. Laut Kultusministerium will Sachsen anstatt auf Abstandsregeln und kleine Gruppen an Kitas, Horten und Grundschulen auf ein Konzept voneinander getrennter Gruppen setzen.

Update, 12. Mai, 18.37 Uhr: Hygiene-Checklisten für Gastronomie und Hotellerie

Worauf müssen Gastronomen und Hotels bei der Erstellung eines Hygienekonzeptes achten?

Sachsens Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband e. V. (DEHOGA) haben dazu nun eine Checkliste erstellt.

Eine Genehmigung der Konzepte für Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe ist laut Staatsregierung nicht notwendig. Die kommunalen Behörden können jedoch Kontrollen durchführen.

Update, 12. Mai, 16.59 Uhr: Keine weiteren Corona-Fälle bei Dynamo Dresden

Nach der vierten Covid-19-Testreihe kann die Mannschaft erst einmal aufatmen, dennoch muss sie in Quarantäne bleiben.

Alles Weitere dazu gibt es >>> hier <<<.

Update, 12. Mai, 16.28 Uhr: Kretschmer übergibt Masken für Kassierer & Co.

Der Slogan "So geht sächsisch" steht jetzt manchem Supermarkt-Angestellten buchstäblich ins Gesicht geschrieben:

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) übergab am Dienstag die ersten 1000 Mund-Nasenschutz-Masken mit dem Aufdruck an die Mitarbeiter eines Supermarkts in der Dresdner Innenstadt. In den kommenden Tagen und Wochen sollen weitere Supermärkte die grünen, wiederverwendbaren Masken mit "So geht sächsisch"-Logo bekommen.

"Die Aktion ist ein symbolisches Zeichen der Dankbarkeit für das, was Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Supermärkten und an vielen weiteren Stellen im Land gerade in diesen besonderen Zeiten geleistet haben und jeden Tag leisten", sagte Kretschmer bei der Übergabe.

Sie verdienten Respekt und Anerkennung für eine verantwortungsvolle und wichtige Arbeit, ohne die das Gemeinwesen nicht funktionieren würde.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (r.) übergibt 1000 Mund-Nase-Masken an Toni Kunze, Geschäftsbereichsleiter Expansion der EDEKA Grundstücksgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (r.) übergibt 1000 Mund-Nase-Masken an Toni Kunze, Geschäftsbereichsleiter Expansion der EDEKA Grundstücksgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH.  © meeco Communication Services

Update, 12. Mai, 16.10 Uhr: Aue-Boss Leonhardt fordert "Abstieg aussetzen"

Sorgt sich Fußball-Erzrivale Aue plötzlich um die Schwarz-Gelben von Dynamo? Chef Helge Leonhardt brachte kürzlich ins Gespräch, den Abstieg aus der 2. Liga auszusetzen.

Mehr dazu findet Ihr >>> hier <<<.

Update, 12. Mai, 15.55 Uhr: Sachsen hebt nahezu alle Sperren auf

Lockerungen wie in keinem anderen Bundesland. Sachsen hebt nahezu alle Sperren zum Freitag, dem 15. Mai auf. Alle Infos, was noch in dieser Woche wieder möglich sein soll, lest Ihr >>> hier

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU).
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU).  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. Mai, 14.48 Uhr: Sachsen plant Lockerungen vorzuziehen

Sachsen will die meisten der bereits angekündigten Corona-Lockerungen schon auf diesen Freitag vorziehen. Das kündigte die Regierung am Dienstag nach einer Kabinettssitzung an. Nach der neuen Schutzverordnung sollen dann etwa Theater, Kinos und Freibäder wieder öffnen. Ursprünglich war das für kommenden Montag vorgesehen. In Ausnahmefällen dürfen auch Angehörige in Alten- und Pflegeheime besucht werden. Voraussetzung sind Hygiene-Konzepte.

Kitas und Schulen öffnen aber erst ab Montag. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach von einem "historischen Tag". Es gehe um die bundesweit größten Lockerungen. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) nannte die Lockerungen einen "mutigen Schritt": "Aus Mut darf kein Leichtsinn werden", appellierte er an die Vernunft.

Petra Köpping, (61, SPD).
Petra Köpping, (61, SPD).  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. Mai, 14.40 Uhr: 800-Quadratmeter-Regel gekippt

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat die im Zuge der Coronakrise verhängte 800-Quadratmeter-Regel für den Einzelhandel gekippt. Mehr Infos lest Ihr >>> hier.

Das sächsische Oberverwaltungsgericht hat entschieden.
Das sächsische Oberverwaltungsgericht hat entschieden.  © Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. Mai, 13.17 Uhr: Frauenkirche öffnet schrittweise wieder

Die Dresdner Frauenkirche wird ab dem Wochenende wieder schrittweise Gäste empfangen. Neben geistlichen Formaten sind auch Besichtigungen und ein Kuppelaufstieg möglich. 

"Wir sind froh und erleichtert, dass wieder Leben in die Frauenkirche einzieht. Die Stille der vergangenen Wochen war für alle, die hier ihren Dienst tun, eine Herausforderung", erklärte Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt. "Zwar haben wir neue Erfahrungen gemacht, zum Beispiel mit Videogottesdiensten und Social Media-Grüßen, dennoch kann das die persönliche Begegnung nicht ersetzen. Umso mehr freuen wir uns auf die ersten gemeinsamen Gottesdienste, die wir wieder unter der weiten Kuppel feiern können."

Für die sechs bis Pfingsten geplante Gottesdienste sei eine Anmeldung erforderlich. Diese ist ausschließlich telefonisch zu festen Zeiten im Pfarrbüro möglich. 

Ein Besuch der Frauenkirche ist nur mit Mund-Nasen-Bedeckung möglich. 

Weiterführende Infos >>>hier

Die Dresdner Frauenkirche öffnet ab dem Wochenende schrittweise für die Besucher.
Die Dresdner Frauenkirche öffnet ab dem Wochenende schrittweise für die Besucher.  © Holm Helis

Update, 12. Mai, 13.05 Uhr: Diakonie Sachsen: Eingespartes Essensgeld an Familien weitergeben

Das während der coronabedingten Schließung von Schulen und Kindertagesstätten für das kostenlose Mittagessen eingesparte Geld soll nach Vorstellung der Diakonie Sachsen an die betroffenen Familien weitergegeben werden. 

"Kinder aus einkommensarmen Familien sind in den vergangenen Wochen am stärksten in den Nachteil geraten, weil ihr Anspruch auf die zusätzlichen Leistungen zur Bildung und Teilhabe in puncto Mittagessen einfach ersatzlos weggefallen ist", sagte Diakonie-Chef Dietrich Bauer laut einer Mitteilung vom Dienstag.

Die Eltern dieser Kinder könnten "die Mehrkosten für eine ausgewogene Ernährung ihrer Kinder aus dem ohnehin schon viel zu niedrigen Regelsatz nicht aufbringen und Erspartes hätten sie nicht." Pro Kind sollten deshalb 80 Euro aufgeschlagen werden. 

Zudem bestehe ein Problem bei der Ermöglichung von Lernzeit bei Schülern. Die Ausstattung mit EDV und Internetzugang werde inzwischen einfach vorausgesetzt, sei aber mit einem jährlichen Zuschuss von 150 Euro im Bildungspaket nicht annähernd zu leisten, hieß es. Deshalb sollten die Kosten für eine von der Schule gewünschten EDV-Ausstattung bis zu einer Höhe von 400 Euro übernommen werden.

Update, 12. Mai, 10.20 Uhr: Erste Bilanz nach Museumsöffnung in Sachsen eher negativ

Eine Woche nach Wiederöffnung vieler Häuser landesweit ist die Bilanz nach Einschätzung des Sächsischen Museumsbundes eher negativ. 

Die Besucherzahlen lägen in der Regel bei etwa zehn Prozent des normalerweise zu erwartenden Zuspruchs, sagte Vorsitzender Joachim Breuninger am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. "Es ist also noch viel Luft nach oben." Die Museen seien für deutlich mehr Besucher vorbereitet, die Hygienekonzepte funktionierten. Der ruhige Anlauf sei insofern gut gewesen, dass sich alle an die neue Situation gewöhnen konnten. "Aber jetzt wären doch ein paar mehr Besucher wünschenswert."

Update, 12. Mai, 10.10 Uhr: Dynamo-Quarantäne: "Anscheinend 20 Millionen Virologen"

Dresdens Stadtsprecher Kai Schulz findet die Diskussion im Zusammenhang der Quarantänemaßnahmen um Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden nach den zwei positiven Coronavirus-Fällen unangemessen.

"Anstatt 20 Millionen Bundestrainern haben wir jetzt anscheinend 20 Millionen Virologen...", postete Schulz bei Facebook und lässt aus seiner Sicht Fakten für das Vorgehen rund um den Fußball-Club sprechen. 

Was er noch gesagt hat, lest Ihr >>>hier

Dresdens Stadtsprecher Kai Schulz.
Dresdens Stadtsprecher Kai Schulz.  © Thomas Türpe

Update, 11. Mai, 21.49 Uhr: Protestaktionen gegen Corona-Regeln

In Dresden und Umgebung kam es am Montag zu Protestaktionen gegen Corona-Regelungen. So fanden sich in der Landeshauptstadt Dresden gegen 19 Uhr laut Polizeidirektion Dresden etwa 150 Personen ein. Diese liefen gemeinsam um die Frauenkirche und weiter in Richtung Elbe. Ein Versammlungsleiter gab sich weder hier, noch bei ähnlichen Veranstaltungen in Weinböhla, Coswig, Riesa, Nossen, Sebnitz, Bad Schandau oder Neustadt in Sachsen zu erkennen. Durch die Polizei wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Nach etwa einer Stunde hatten die Personen einzeln oder in Kleingruppen die jeweiligen Plätze wieder verlassen. 

Update, 11. Mai, 20.45 Uhr: Corona-Zahlen für Sachsen

Die meisten Corona-Fälle hat es bisher im Landkreis Zwickau gegeben. In Sachsen sind bisher mehr als 190 Personen an den Folgen des Coronavirus gestorben.

Corona-Infektionen, Todesfälle und Geheilte für den Freistaat.
Corona-Infektionen, Todesfälle und Geheilte für den Freistaat.  © TAG24

Update, 11. Mai, 19.40 Uhr: Internationaler Tag der Pflege - Beschäftigte melden sich zu Wort

Mit verschiedenen Aktionen wollen sich Beschäftigte in Sachsen anlässlich des Internationalen Tags der Pflege zu Wort melden.

So plant die Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, am Dienstag in Chemnitz (11.55 Uhr) mit Bannern an Pflegeheimen die Forderungen der dortigen Mitarbeiter zu unterstreichen. Das betrifft beispielsweise eine angemessene Vergütung und einen besseren Personalschlüssel.

In Dresden will das Bündnis für Pflege und mehr Personal im Krankenhaus seine Forderungen bei einer Kundgebung vor dem Sozialministerium (16.30 Uhr) vortragen. An ihr können bis zu 50 Beschäftigte aus Krankenhäusern und Pflegeheimen, Angehörige oder auch Patienten teilnehmen.

Dort ist außerdem die Übergabe eines Briefs an Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) vorgesehen, in dem die Betroffenen ihre Anliegen der Politik darlegen.

Update, 11. Mai, 18.15 Uhr: Die Situation im Freistaat

Derzeit gibt es knapp 5000 Corona-Fälle in Sachsen. 4320 Menschen haben sich von ihrer Infektion wieder erholt. 192 Todesfälle gab es bislang in Verbindung mit Covid-19.

4977 registrierte Corona-Fälle sind in Sachsen bislang zu verzeichnen.
4977 registrierte Corona-Fälle sind in Sachsen bislang zu verzeichnen.  © TAG24
4320 Menschen im Freistaat sind wieder genesen.
4320 Menschen im Freistaat sind wieder genesen.  © TAG24

Update, 11. Mai, 18.10 Uhr: Regierung beschließt am Dienstag neue Verordnung

Nach den in der vergangenen Woche angekündigten umfangreichen Corona-Lockerungen will Sachsens Regierung an diesem Dienstag eine neue Rechtsverordnung beschließen. Dafür kommt das Kabinett in Dresden zusammen. Die neue Corona-Schutzverordnung soll genau regeln, unter welchen Umständen Gaststätten. Hotels, Schulen und Kitas wieder öffnen dürfen.

Bisher sind lediglich die Rahmenbedingungen bekannt. So dürfen etwa Kitas und Grundschulen am 18. Mai wieder öffnen; Schüler an weiterführenden Klassen sollen in einem Wechsel aus Präsenz in der Schule und Lernzeit zu Hause unterrichtet werden. Bereits vom 15. Mai an dürfen Hotels, Restaurants und Cafés in Sachen unter Auflagen aufmachen.

Update, 11. Mai, 17.36 Uhr: Aktuelle Zahlen für Dresden

Kann Dresden bald aufatmen? Noch immer sind am heutigen Montag keine Neu-Infektionen zu vermelden. Derzeit gibt es in der Landeshauptstadt 46 infizierte Menschen. Von den insgesamt 594 bekannten Fällen gelten 539 als geheilt. Neun Einwohner aus Dresden kamen in Verbindung mit Covid-19 ums Leben.

539 Dresdner gelten als geheilt.
539 Dresdner gelten als geheilt.  © TAG24
Aktuell gibt es in Dresden 46 Corona-Infizierte.
Aktuell gibt es in Dresden 46 Corona-Infizierte.  © TAG24
Bislang sind für den heutigen Montag noch keine Neu-Infektionen zu vermelden.
Bislang sind für den heutigen Montag noch keine Neu-Infektionen zu vermelden.  © TAG24

Update, 11. Mai, 17.00 Uhr: Kita-Träger fordern klare Regeln für Wiederaufnahme von Regelbetrieb

Für die geplante Öffnung der Kindertagesbetreuung mit der Rückführung in den Regelbetrieb in Sachsen ab dem 18. Mai fordern Träger von Einrichtungen landesweit verbindliche Regelungen. Dazu zählten unter anderem die Regelung der Gruppenstruktur sowie die Klärung des Rechtsrahmens für die Hortbetreuung, teilte die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Sachsen am Montag mit. Die Organisation berief sich dabei auf eine Umfrage unter ihren Trägern von Kindertageseinrichtungen.

Auch die zugesagte Finanzierung der Kita-Notbetreuung sowie die Übergangsphase bis zum Regelbetrieb bedürften landesweiter, klarer Regelungen, hieß es weiter. Auf die Finanzierungspflicht der kommunalen Ebene hinzuweisen, sei aus Sicht der AWO-Träger unzureichend. Für die zusätzlichen Personal- und Raumaufwendungen, die sich aus dem Trennungsgebot ergeben, müsse die Finanzierung verbindlich geklärt werden.

"Die Erfahrungen der Träger, welche die Bestimmungen letztendlich umsetzen müssen, sollten dabei in die Diskussion mit einbezogen werden", erklärte David Eckardt, Landesgeschäftsführer der AWO Sachsen.

Update, 11. Mai, 16.37 Uhr: Tschechien öffnet zusätzliche Grenzübergänge für Pendler

Tschechien hat weitere Grenzübergänge für Berufspendler geöffnet, die in Sachsen arbeiten. Seit Montag gibt es zusätzliche Passier- und Kontrollstellen zwischen Kraslice und Klingenthal, Hrensko und Schmilka sowie Dolni Poustevna und Sebnitz, wie aus Informationen des Innenministeriums in Prag hervorgeht.

Vielen Pendlern bleiben damit lange Umwege erspart. Staus oder Engpässe wurden nicht gemeldet. Weiter gilt, dass tägliche Grenzgänger den tschechischen Behörden einmal im Monat einen negativen Labortest auf das neuartige Coronavirus vorlegen müssen. Für ausländische Touristen und Tagesbesucher bleibt die Grenze nach Tschechien vorerst dicht.

Tschechien hatte die Grenzkontrollen Mitte März wegen der Pandemie wiedereingeführt. Sie wurden zuletzt bis zum 13. Juni verlängert. Die tschechische Polizei wird bei ihrem Einsatz von Armee und Zoll unterstützt. Kontrollen im reisefreien Schengen-Raum sind unter außergewöhnlichen Umständen für bis zu 30 Tage möglich. Sie können aber immer wieder verlängert werden.

Update, 11. Mai, 14.54 Uhr: Dynamo bleibt auch bei negativen Tests in Quarantäne

Selbst wenn die kommenden Covid-19-Tests von Dynamo negativ ausfallen, wird der Kader die kommenden 14 Tage in häuslicher Isolation bleiben und nicht trainieren können. Mehr Infos lest Ihr >>> hier.

Das Dresdner Logo inmitten hochgeklappter Zuschauerränge im Stadion.
Das Dresdner Logo inmitten hochgeklappter Zuschauerränge im Stadion.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 11. Mai, 13.27 Uhr: Dynamo Dresden lässt auch Training im Nachwuchs weiter ruhen

Nach den zwei positiven Coronavirus-Fällen und der damit verbunden häuslichen Quarantäne der Profi-Mannschaft setzt Fußball-Zweitligist SG Dynamo Dresden auch mit dem Training im Nachwuchsbereich aus. Wie der Club aus Sachsen am Montag mitteilte, ruht auch im Nachwuchs weiter der Ball.

Ursprünglich war die Trainingsaufnahme der Nachwuchsteams im Sportpark Ostra für diesen Montag geplant. Die im Zuge dessen ausgearbeiteten, strengen Sicherheitsrichtlinien kommen somit vorerst nicht zur Anwendung. Wann der Trainingsbetrieb in Dynamos Nachwuchs-Akademie wieder aufgenommen wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

Update, 11. Mai, 12.10 Uhr: Keine neuen Corona-Fälle in Dresden

Gute Nachrichten aus Dresden: Erstmals seit mehreren Wochen gibt es keine neuen Corona-Fälle in der Stadt. Die Zahl der Fälle bleibt bei 594. Allerdings bliebt die Zahl der Genesenen ebenfalls bei rund 539. 

Update, 11. Mai, 9.23 Uhr: Gesundheitsexpertin verteidigt Umgang mit Corona-Fällen in Köln und Dresden

Eine Gesundheitsexpertin hat die unterschiedlichen Konsequenzen der Corona-Fälle beim 1. FC Köln und Dynamo Dresden verteidigt.

"Vertraut doch den Leuten, die das machen. Die haben die Ausbildung, die können auch entscheiden und die können genauso gut auch differenzieren, in einem Fall ist es so und im anderen so", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will". "Die Fälle in Köln und in Dresden sind unterschiedlich", sagte Teichert.

Beim Bundesligisten 1. FC Köln waren nur die positiv auf das Coronavirus getesteten Personen in Quarantäne geschickt worden. Zweitliga-Schlusslicht Dynamo Dresden muss dagegen komplett für zwei Wochen in die Selbstisolation und darf nicht mehr trainieren.

Der geplante Re-Start gegen Hannover 96 am kommenden Wochenende kann deswegen nicht stattfinden.

Hochgeklappte Sitze und ein Dynamo Logo sind im Rudolf-Harbig-Stadion zu sehen. (Aufnahme mit Zoomeffekt).
Hochgeklappte Sitze und ein Dynamo Logo sind im Rudolf-Harbig-Stadion zu sehen. (Aufnahme mit Zoomeffekt).  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. Mai, 18.38 Uhr: Dynamo-Stürmer Simon Makienok positiv auf Corona getestet

Dynamo-Profi Simon Makienok hat via Instagram verraten, dass er positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Mehr Infos zum Thema erfahrt Ihr >>> hier

Passend zur Situation Simon Makienok (29) die Hände über dem Kopf zusammen.
Passend zur Situation Simon Makienok (29) die Hände über dem Kopf zusammen.  © Lutz Hentschel

Update, 10. Mai, 16.51 Uhr: BVB-Boss äußert sich zu positiven Corona-Tets bei Dynamo

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bleibt trotz der positiven Corona-Tests beim Zweitligisten Dynamo Dresden gelassen. "Wir mussten damit rechnen, dass die Rest-Saison nicht störungsfrei bleibt", sagte Watzke am Sonntag der Funke Mediengruppe. "Die Tests und die Ergebnisse sind auch ein Zeichen für unsere Transparenz." Mehr Infos lest Ihr >>> hier.

BVB-Boss Hans Joachim Watzke (60) bleibt trotz Corona-News aus Dresden gelassen.
BVB-Boss Hans Joachim Watzke (60) bleibt trotz Corona-News aus Dresden gelassen.  © Bernd Thissen/dpa

Update, 10. Mai, 15.30 Uhr: Dynamo-Kontrahent Fürth verschickt Genesungswünsche nach Dresden

Die SpVgg Greuther Fürth hat Dynamo Dresden als Gegner des 27. Spieltages die besten Genesungswünsche gesandt. "Wir wünschen den Erkrankten gute Besserung und dass der Krankheitsverlauf nicht schwer verläuft", erklärte der fränkische Fußball-Zweitligist am Sonntag auf Anfrage. Nach dem Spiel am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) zu Hause gegen den Hamburger SV wären die Fürther eine Woche später in Dresden zu Gast gewesen. Diese Partie kann jetzt nicht wie geplant stattfinden, weil das gesamte Dynamo-Team nach drei Corona-Befunden für zwei Wochen in Isolation geschickt wurde.

"Alles weitere wird sich in Gesprächen mit der DFL ergeben", teilte die Spielvereinigung mit Blick auf die Deutschen Fußball Liga mit. Nach zwei weiteren und damit insgesamt drei positiven Corona-Tests hatte das Gesundheitsamt in der sächsischen Landeshauptstadt eine häusliche Quarantäne für die Mannschaft, die Trainer und die Betreuer des Tabellenletzten Dynamo Dresden verordnet.

Nach dem Abpfiff des Hinspiels schleichen die Dynamos wie begossene Pudel vom Spielfeld. Fürth gewann das Spiel mit 2:0.
Nach dem Abpfiff des Hinspiels schleichen die Dynamos wie begossene Pudel vom Spielfeld. Fürth gewann das Spiel mit 2:0.  © Timm Schamberger/dpa

Update, 10. Mai, 15.23 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten in Sachsen nur leicht gestiegen

Die Zahl der Corona-Infizierten in Sachsen ist nur leicht gestiegen. Am Sonntag gab es im Freistaat 4947 Fälle und damit 29 mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Dresden mitteilte. 

Allein 23 der Neuinfektionen wurden im Landkreis Bautzen registriert. In neun der 13 kreisfreien Städte und Landkreise Sachsens wurden keine neuen Fälle gemeldet. Die Zahl der Toten blieb im Vergleich zum Vortag mit 187 konstant. 

Die Sterblichkeitsrate - also der Anteil der Todesfälle an den Infizierten - liegt bei 3,8 Prozent. Die Zahl der Genesenen wird auf 4310 geschätzt, sie sind nicht meldepflichtig.

Update, 10. Mai, 12.20 Uhr: Neue Zahlen aus Dresden

Drei neue Corona-Fälle meldet die Landeshauptstadt am Sonntag. Insgesamt sind es nun 594. Die Zahl der Genesenen stieg auf rund 539.

Die Anzahl der Krankenhauseinweisungen (70) und der Todesfälle (9) veränderte sich dagegen nicht. 

Update, 10. Mai, 8.22 Uhr: Wieder mehr Verhandlungen an Sachsens Gerichten

An den sächsischen Amts- und Landgerichten wird im Zuge der Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen wieder vermehrt verhandelt. Unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes wird die Rückkehr zum Normalbetrieb angestrebt, mit Einschränkungen, wie eine Sprecherin des Oberlandesgerichts Dresden der Deutschen Presse-Agentur sagte. 

Entsprechende Vorkehrungen, um bei Verhandlungen 1,50 Meter Abstand zu gewähren, sind in den Sälen getroffen, sagte die OLG-Sprecherin. Sitzplätze für Publikum würden reduziert und auch Richter, Anwälte, ihre Mandanten, Sachverständige sowie Staatsanwälte und Nebenkläger mit Abstand platziert. Wo das nicht möglich ist, sollen Abtrennungen aus Plexiglas helfen, die in den Tischlereien des Justizvollzugs hergestellt werden.

Die Vorsitzenden Richter können zudem Mundschutz anordnen. Für die Wachtmeister gilt das bereits. Zumindest bei Vorführungen werde auch von den Angeklagten erwartet, dass sie eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, wenn 1,50 Meter Abstand nicht möglich ist. Zudem können Säle getauscht werden, um mehr Platz zu haben.

Am Landgericht Dresden wurden geschätzt 475 Einzeltermine in Berufungs- und anderen Verfahren vertagt. Darunter waren rund 70 in Hauptverhandlungen, wie ein Sprecher sagte. "Nächste Woche ist der Sitzungsplan aber schon wieder voll." Es gebe Rückstände, der abzuarbeitende Berg sei nicht enorm, sagte die OLG-Sprecherin. "Es muss Einiges nachgeholt werden."

Das Landgericht in Dresden.
Das Landgericht in Dresden.  © Monika Skolimowska/ZB/dpa

Update, 9. Mai, 20.13 Uhr: Dynamo Dresden muss 14 Tage in Quarantäne

Zwei Corona-Fälle bei der SG Dynamo Dresden. Bei der dritten Covid-19-Testung stellte sich heraus, dass sich zwei Profis mit dem Coronavirus infiziert haben. Nun muss das komplette Team in Quarantäne. Damit fallen nicht nur das Auswärtsspiel gegen Hannover 96, sondern mindestens auch das Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth und das Auswärtsspiel gegen Arminia Bielefeld flach. Weitere Infos zum Thema >>> hier. 

Leere Ränge im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion.
Leere Ränge im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 9. Mai, 18.04 Uhr: Positive Testung im Katharinenhof am Schloss in Wilsdruff

Im Rahmen einer prophylaktischen Testung von Alten- und Pflegeheimen durch den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wurden alle 55 Mitarbeiter und sieben Bewohner bereits am Donnerstag, dem 7. Mai auf das Coronavirus getestet. Alle Bewohner und 50 Mitarbeiter erhielten ein negatives Testergebnis. Fünf Mitarbeiter wurden positiv getestet, obwohl sie noch keinerlei Symptome aufweisen und bis 21. Mai 2020 in Quarantäne geschickt. Das Besuchsverbot gilt somit weiterhin.

Am Besuchsverbot im Katharinenhof wird festgehalten.
Am Besuchsverbot im Katharinenhof wird festgehalten.  © Roland Halkasch

Update, 9. Mai, 16.55 Uhr: Sachsen nutzen neue Einkaufsmöglichkeiten nur verhalten

Die Sachsen nutzen die neuen Einkaufsfreiheiten nur verhalten. Am Samstag seien zwar mehr Besucher in die Leipziger Innenstadt gekommen als in den Tagen zuvor, aber von einem Ansturm könne nicht die Rede sein, sagte Heike Melzer, Geschäftsführerin des City Leipzig Marketing. 

Auch im Elbepark in Dresden, einem der größten Einkaufszentren der Stadt, war die Lage überschaubar. Mehr Infos lest Ihr >>> hier nach. 

Besucher gehen im Elbepark Dresden an Geschäften vorbei.
Besucher gehen im Elbepark Dresden an Geschäften vorbei.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 9. Mai, 14.50 Uhr: Corona-Infektionen Landkreis Bautzen

Wieder fast zehn Fälle im LK Bautzen: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Bautzen ist auf 416 (+9 zum Vortag) gestiegen, so das Landratsamt am Samstag. Davon sind 106 Personen erkrankt. Ein weiterer Patient ist wieder gesund. Insgesamt gelten bislang 297 Corona-Infizierte im Landkreis als genesen. 

Die Zahl der aktuell angeordneten Quarantänen steigt erneut auf 303. Derzeit werden elf positiv getestete Personen in einer Klinik behandelt, in zwei Fällen ist ein schwerer Verlauf zu verzeichnen.

Update, 9. Mai, 12.05 Uhr: Neue Zahlen aus Dresden

Im Vergleich zum Vortag gibt es 5 neue Corona-Fälle in Dresden (Insgesamt 591). Rund 534 davon gelten wieder als genesen. Dresden hat derzeit also knapp über 50 Infizierte.

Über Dresden flog am Freitag ein Heißluftballon.
Über Dresden flog am Freitag ein Heißluftballon.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 9. Mai, 10.43 Uhr: Sachsen spielen gerne

Spiele sind in der Corona-Zeit gefragter der perfekte Zeitvertreib gegen Langeweile. "Sachsen ist ein Spiele-Land", sagte Udo Schmitz von Forum-Spiel Institut für Spielpädagogik in Dohna bei Dresden. Brettspiele seien aktueller denn je. Rund 50 Millionen Spiele seien im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft worden. "Das ist eine wahnsinnige Zahl." Vor allem Puzzle-Spiele lägen im Trend. "Die werden gekauft wie verrückt."

In Sachsen liegen Puzzle im Trend.
In Sachsen liegen Puzzle im Trend.  © Harald Tittel/dpa

Update, 8. Mai, 21.14 Uhr: Aktuelle Zahlen für Sachsen

Bis Freitagabend gab es im Freistaat 4918 bestätigte Corona-Fälle. Aktuell sind 449 Menschen in Sachsen mit dem COVID-19-Virus infiziert, als geheilt gelten 4280 Personen. Die Zahl der Toten liegt bei 189.

Die aktuellen Corona-Zahlen für Sachsen.
Die aktuellen Corona-Zahlen für Sachsen.  © TAG24

Update, 8. Mai, 18.45 Uhr: Magische Corona-Grenze: 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

Gibt es mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einem Landkreis oder kreisfreien Stadt innerhalb der vergangenen sieben Tage, muss die Notbremse gezogen werden. Dann müssen regional beschränkt Lockerungen zurückgenommen werden. Darauf einigten sich Bund und Länder. Betrachtet man nur diesen Wert, gibt es eine neue Rangliste im Freistaat. Die Werte ändern sich aber ständig.

Alle Regionen Sachsens liegen derzeit weit unter dieser Obergrenze. An der Spitze mit 17,6 Neuinfektionen steht aktuell das Vogtland mit dem Rodewischer Klinikum Obergöltzsch als Hotspot, gefolgt vom Kreis Zwickau mit 10,4 und dem Kreis Bautzen mit 8,6. Einen "Top-Wert" hat derzeit der Landkreis Mittelsachsen: 0,0! Seit 30. April gibt es hier keinen einzigen neuen Fall. Nur wenig mehr Fälle verzeichnen Chemnitz (0,4), Leipzig (0,7) und der Landkreis Leipzig (0,8). Dresden liegt bei 2,9.

Corona-Hotspot im Vogtland: das Klinikum Obergöltzsch Rodewisch.
Corona-Hotspot im Vogtland: das Klinikum Obergöltzsch Rodewisch.  © David Rötzschke

Update, 8. Mai, 17.43 Uhr: Neustart der Bundesliga: Bei Fanansammlungen vor dem Stadion droht Spielabbruch

Sollte es in Sachsen beim Neustart der Bundesliga zu Fanansammlungen vor den Stadien kommen, droht ein Spielabbruch. Sachsens Innen- und Sportminister Roland Wöller sagte dem MDR-Magazin "Umschau": "Die Fans sollten die Geisterspiele nicht zum Anlass nehmen, sich vor den Arenen oder an anderen Orten zusammenzufinden und damit zu einer Erhöhung des Infektionsrisikos beizutragen. Um es klar zu sagen: Dies kann in der Konsequenz zum Spielabbruch führen." 

Solche Ansammlungen hatte es beim ersten Geisterspiel vor Abbruch der Saison in Mönchengladbach gegeben, als hunderte Gladbach-Fans vor dem Stadion den Sieg feierten. Am 16. Mai wird es in Leipzig und Aue jeweils das erste Spiel geben, am 24. Mai in Dresden.

Sachsens Innen- und Sportminister Roland Wöller.
Sachsens Innen- und Sportminister Roland Wöller.  © Mitteldeutscher Rundfunk

Update, 8. Mai, 17.28 Uhr: GEW warnt vor zu schneller Öffnung von Schulen und Kitas

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen hat bei der schnellen Öffnung von Schulen und Kitas vor dem Verlust von Standards gewarnt. "Die zur Verfügung stehenden Räume in Kitas und Schulen, die Altersstruktur der Beschäftigten, der Respekt vor den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen erfordern Augenmaß und nur vorsichtige Schritte", sagte Landeschefin Uschi Kruse am Freitag. 

Und weiter: "Gesundheitsschutz für alle Beteiligten ist nicht verhandelbar und darf nicht dem Wettlauf um Öffnungen geopfert werden."

Laut Kruse können viele Einrichtungen nicht auf Beschäftigte verzichten, die zur Risikogruppe gehören. "Schon jetzt richtet sich die Gruppengröße in Kindertageseinrichtungen kaum noch nach den vorgegebenen Sicherheitsempfehlungen." Daher müsse die Machbarkeit in ausreichender Zeit vor Ort geprüft und sichergestellt werden. "Niemand kann ein Interesse daran haben, dass der Praxistest an den Gegebenheiten vor Ort scheitert."

Update, 8. Mai, 17.01 Uhr: Dresdner Infektiologe warnt vor Euphorie

Der Dresdner Infektiologe Reinhard Berner hat angesichts niedriger Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Tagen vor verfrühter Euphorie gewarnt. Es möge keiner glauben, dass die Pandemie vorbei sei oder kein Problem mehr für die Gesellschaft wäre, erklärte der Experte vom Dresdner Uniklinikum am Freitag in Dresden. "Wir stehen am Anfang." 

Dennoch sei nach acht Wochen der Schließung von Kitas und Schulen eine Grenze der Belastbarkeit erreicht - von Kindern und Familien. Das Modell der strikt voneinander getrennten Gruppen, an dem der Mediziner mitarbeitete, sei eine Möglichkeit, Kitas und Grundschulen zu öffnen. "Und zu sehen, ob das Konzept erfolgreich umsetzbar ist."

Die Maßnahmen mit den größeren, aber voneinander getrennten Gruppen seien längerfristig angelegt, betonte Berner. "Die Pandemie wird uns Wochen, Monate, vielleicht Jahre begleiten." Da brauche es Konzepte, die es erlaubten, Gesellschaft - und die Kinder dieser Gesellschaft - im Blick zu behalten.

Reinhard Berner, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Dresden, spricht während dem Corona-Pressebriefing im Innenminiserium zu weiteren Lockerungen in der Corona-Krise. Berner berät die Landesregierung in Fragen der Öffnungen von Kindergärten und Schulen.
Reinhard Berner, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Dresden, spricht während dem Corona-Pressebriefing im Innenminiserium zu weiteren Lockerungen in der Corona-Krise. Berner berät die Landesregierung in Fragen der Öffnungen von Kindergärten und Schulen.  © Robert Michael/dpa

Update, 8. Mai, 16.45 Uhr: Schlossmuseum im Neuen Palais von Schloss Pillnitz wieder geöffnet

Seit Montag (4. Mai) haben das Pillnitzer Schlossmuseum im Neuen Palais sowie die Ausstellung zur Geschichte des Lustgartens wieder geöffnet und erwarten interessierte Besucher. Auch die Sonderausstellung "Prinz Max von Sachsen – Priester und Visionär" ist zu besichtigen. In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag des Prinzen zum 150. Mal.

Die Öffnung und die geltenden Hygienerichtlinien entsprechen der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung. So ist in Ausstellungsräumen eine Mund- und Nasenbedeckung verpflichtend, auf den Mindestabstand von 1,50 Metern ist zu achten und es soll möglichst kontaktlos bezahlt werden.

Der Schlosspark lockt derzeit mit zahlreichen blühenden Rhododendren sowie Azaleen und ab Mitte Mai wieder mit exotischen und teils raren Kübelpflanzen.

Das Palmenhaus muss bis auf Weiteres noch geschlossen bleiben. Aufgrund der Hygieneregeln können noch keine Veranstaltungen und Führungen stattfinden. Weitere Infos unter: www.schlosspillnitz.de

Der Park von Schloss Pillnitz.
Der Park von Schloss Pillnitz.  © Norbert Neumann

Update, 8. Mai, 16.38 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen für Sachsen

Die Zahl der bekannten Corona-Infektionen in Sachsen liegt inzwischen bei 4884. Der Zuwachs bei den laborbestätigten Fällen binnen 24 Stunden war mit 27 geringer als in den beiden Tagen zuvor mit jeweils noch über 40. Mit fünf neuen Todesfällen sind bisher 186 Corona-Infizierte gestorben, die Zahl der Genesenen wurde auf 4280 geschätzt. 

"Wir sind insgesamt mit der Entwicklung zufrieden", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (61, SPD). Die stabile Infektionsrate halte sich in Grenzen und sei manchmal sogar geringer. Besonderes Augenmerk liegt laut Köpping nun auf dem Vogtlandkreis, der an den Thüringer Hotspot Greiz grenzt. "Dort haben wir bisher sieben positiv Getestete und noch keine Sorge."

Update, 8. Mai, 16.33 Uhr: Aufbau der größten Pop-up-Autokino-Leinwand Deutschlands in vollem Gange

Nicht nur der Ticketvorverkauf von Dresdens großem Autokino "CARS ans STARS" ist angelaufen. Seit Anfang der Woche sind die fleißigen Helfer auch dabei, das Gelände am Ostragehege freiluftkinotauglich zu machen. Das Herzstück des Ganzen ist dabei natürlich die zirka 500 Quadratmeter große Leinwand im Stil original amerikanischer Autokinos der 50er und 60er Jahre mit einer beeindruckenden und haushohen Metallgerüstkonstruktion.

Unter dem Namen "CARS and STARS – Dein Autokino im Ostragehege Dresden" bekommt Dresden in diesem Jahr vom 12. Mai bis 30. Juni ein großes Drive-In Cinema. Die Besucher erwartet ein zentral in der Stadt gelegenes, bis zu 80.000 Quadratmeter großes Veranstaltungsgelände, auf dem über 500 Autos und somit rund 1000 Besucher pro Vorstellung Platz finden. Die Filme werden auf einer knapp 500 Quadratmeter großen Leinwand gezeigt, die damit den Titel als größte Pop-up-Leinwand Deutschlands für sich beansprucht.

Update, 8. Mai, 16.01 Uhr: Anhaltende Kontaktverbote und -beschränkungen

Trotz aller umgesetzten und angekündigten Lockerungen gilt nach der sächsischen Corona-Schutzverordnung weiterhin ein striktes Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen. Absolute Ausnahme bildet derzeit lediglich die Sterbebegleitung durch maximal fünf Angehörige. 

Mit einer Novellierung der Verordnung wird sich das Landeskabinett frühestens am Dienstag, 12. Mai 2020 befassen. So steht auch der diesjährige Muttertag am Sonntag (10. Mai) für viele Familien unter den besonderen Corona-Vorzeichen und verlangt noch einmal kreative Alternativen per Post und Telefon.

Mit Blick auf das Wochenende weist die Landeshauptstadt Dresden noch einmal allgemein darauf hin, dass die Lockerungen explizit nicht auf die Kontaktbeschränkungen zutreffen. Nach wie vor ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur mit Angehörigen des eigenen Hausstandes sowie mit einer weiteren nicht im Hausstand lebenden Person und deren Partnerin bzw. Partner erlaubt.

Am Sonntag ist Muttertag.
Am Sonntag ist Muttertag.  © Patrick Pleul/dpa

Update, 8. Mai, 15.56 Uhr: Städtische Bibliotheken lockern Zugangsregelungen

Ab Montag (11. Mai) 2020 lockern die Städtischen Bibliotheken weiter ihre Zugangsregelungen. Es gelten dann wieder die üblichen, personalbesetzten Öffnungszeiten, einschließlich Samstag. Die telefonische Anmeldung entfällt. Es besteht eine Korbpflicht. Über eine festgelegte Anzahl von Körben wird die Besucherzahl begrenzt. Um möglichst vielen den Bibliotheksbesuch zu gewähren, beträgt der Aufenthalt maximal 15 Minuten. 

Es gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln sowie die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Eine Rückgabe am Automaten in der Zentralbibliothek und in der Bibliothek Neustadt ist möglich. Veranstaltungen bis Ende August bleiben hingegen abgesagt oder werden verschoben. Ersatz schafft das digitale Veranstaltungsformat #weiterlesen auf dem YouTube-Kanal der Städtischen Bibliotheken: www.youtube.com/BiboDresden

Update, 8. Mai, 15.37 Uhr: Auswirkungen auf Handwerksausbildung

Die Zahl neuer Auszubildender im Handwerk für das kommende Lehrjahr verzeichnet in Dresden krisenbedingt einen Rückgang von rund 27 Prozent. Laut Handwerkskammer haben 151 Auszubildende einen Lehrvertrag unterschrieben, 55 weniger als im Vorjahr. 

Der Rückgang der fest vereinbarten Ausbildungsstellen sei jedoch eine pandemiebedingte Momentaufnahme, da Schul- und Betriebsschließungen sowie der Ausfall von Veranstaltungen zur Berufsorientierung aktuell die Stellensuche erschwerten. Mit verschiedenen Online-Angeboten steuert die Kammer dagegen. Mit 34 neuen Lehrverträgen ist der beliebteste Ausbildungsberuf in der Landeshauptstadt Dresden der des Kraftfahrzeugmechatronikers. 

Einen Überblick über freie Lehrstellen und Praktikaplätze in Ostsachsen bieten die Online-Börsen der Handwerkskammer Dresden. Derzeit sind dort mehr als 200 Lehrstellen-Gesuche von Handwerksfirmen für das kommende Lehrjahr verzeichnet: www.hwk-dresden.de/einfachmachen

In der Lehrwerkstatt mit angehenden KFZ-Mechatronikern.
In der Lehrwerkstatt mit angehenden KFZ-Mechatronikern.  © dpa - Bildfunk

Update, 8. Mai, 15.32 Uhr: Stadtarchiv sucht weiterhin Dokumente zur Corona-Krise

Das Stadtarchiv sucht weiter Dokumente aus der aktuellen Corona-Zeit, um ein möglichst detailliertes Bild dieser Tage zusammenzustellen und damit die Brisanz für folgende Generationen zu bewahren. Fotos, Briefe oder Tagebucheintragungen können an das Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1, 01099 Dresden oder per E-Mail an stadtarchiv@dresden.de geschickt werden. 

Update, 8. Mai, 15.28 Uhr: Gedenken zum Tag der Befreiung mit weniger Teilnehmern

Das Gedenken am heutigen 75. Jahrestag der Befreiung auf dem Sowjetischen Garnisonsfriedhof gehört unweigerlich zu den bedeutsamen offiziellen Veranstaltungen, die auch in Pandemiezeiten weder verschoben noch abgesagt werden. 

Aufgrund der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen wurde jedoch der Teilnehmerkreis um Ministerpräsident Michael Kretschmer, Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler und den Generalkonsul der Russischen Föderation Andrej Yurevich Dronov auf weniger als 50 Personen verkleinert und die angezeigten Hygieneschutzmaßnahmen umgesetzt. 

Den Menschen in Dresden steht der denkmalgeschützte Friedhof an der Marienallee am Südwestrand der Dresdner Heide jederzeit zum persönlichen Gedenken an das Kriegsende offen. 

Am Mahnmal auf dem Sowjetischen Garnisonsfriedhof in Dresden steht "Mit allen Frieden".
Am Mahnmal auf dem Sowjetischen Garnisonsfriedhof in Dresden steht "Mit allen Frieden".  © Arno Burgi/dpa

Update, 8. Mai, 15.20 Uhr: Breslauer Zwerg trägt jetzt Maske

Der Breslauer Zwerg, ein Geschenk aus der Dresdner Partnerstadt Breslau, der direkt am Rathaus "wohnt", trägt jetzt auch Maske. "Wer unserem Breslauer Zwerg die perfekt sitzende kleine Maske verpasst hat, wissen wir leider nicht. So ist er jedenfalls gut gerüstet für einen Besuch im Rathaus", heißt es in einem Facebook-Post der Stadt Dresden.

Update, 8. Mai, 15.10 Uhr: Dresden wehrt sich gegen Falschmeldung wegen Geisterspiel

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden und seine Anhänger haben sich gegen eine in den sozialen Netzwerken kursierende Falschmeldung zur Wehr gesetzt. Demnach ist eine laut Verein "gefälschte Grafik" zu sehen, die Dynamo-Anhänger dazu aufruft, am 17. Mai zum Geisterspiel der 2. Fußball-Bundesliga nach Hannover zu reisen. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Michael Born, kaufmännischer Geschäftsführer bei Dynamo Dresden, hat angesichts der Falschmeldung klare Worte gefunden. (Archivbild)
Michael Born, kaufmännischer Geschäftsführer bei Dynamo Dresden, hat angesichts der Falschmeldung klare Worte gefunden. (Archivbild)  © Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 8. Mai, 13.41 Uhr: Kitas und Grundschulen in Sachsen sollen ab 18. Mai öffnen

Sachsens Kitas sollen vom 18. Mai an im eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder öffnen. Das kündigte die Landesregierung am Freitag an. Auch alle Grundschüler sollen dann wieder an ihre Schulen zurückkehren können. Alle Eltern haben demnach einen Anspruch auf die Betreuung ihrer Kinder in Kindergärten, Kinderkrippen und Horten, wie es hieß. Mädchen und Jungen an weiterführenden Schulen soll vom 18. Mai an zumindest zeitweise wieder an den Schulen unterrichtet werden.

Alle weiteren Infos dazu >> hier

Update, 8. Mai, 12.16 Uhr: Erneute Aktion vor der Frauenkirche

Unter dem Motto "Wir geben den Löffel ab" fand zum wiederholten Mal die Aktion "Leere Stühle" auf dem Dresdner Neumarkt statt. Unternehmen aus der Gastro- und Eventbranche wollen damit auf ihre Situation aufmerksam machen. Durch die Schließungen seit März fürchten diese um ihre Existenzen.

Vor der Frauenkirche wurden erneut Stühle aufgestellt. Diesmal auch ein Herz.
Vor der Frauenkirche wurden erneut Stühle aufgestellt. Diesmal auch ein Herz.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Löffel mit der Aufschrift: "We need help" und "Hilfe".
Löffel mit der Aufschrift: "We need help" und "Hilfe".  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 8. Mai, 12.07 Uhr: Italiener kann zurück in die Heimat

Ein Corona-Patient aus Italien konnte jetzt wieder zurück in seine Heimat fliegen. Der Mann war der erste Patient, der am 26. März im Krankenhaus Coswig stationär aufgenommen wurde. Der Italiener war beatmungspflichtig und sein Zustand ernst aber stabil.

Heute wurde der Mann mit einem Learjet 40 zunächst nach Mailand geflogen, anschließend nach Bergamo. 

Der Patient wirkte gut gelaunt.
Der Patient wirkte gut gelaunt.  © Tino Plunert

Update, 8. Mai, 12.02 Uhr: Neue Zahlen aus Dresden

Am Freitag meldete die Stadt zwei neue Corona-Fälle (insgesamt 586). Zudem gibt es mittlerweile rund 531 Genesene. 

Update, 8. Mai, 10.55 Uhr: Mehr Kinder in Notbetreuung

Die Zahl der notbetreuten Kinder in den Tageseinrichtungen Sachsens ist erneut gestiegen. Nach Angaben des Städte- und Gemeindetages (SSG) in Dresden vom Freitag wuchs der Anteil der in den Krippen und Kindergärten notbetreuten Kinder von knapp 19 Prozent in der Vorwoche auf 27,5 Prozent in dieser Woche.

"Der schrittweise Ausbau der Notbetreuung zeigt, dass wir uns dem eingeschränkten Regelbetrieb in den Kitas nähern. Die Infektionslage erlaubt es uns, die Betreuungsansprüche der Eltern zu erfüllen und die nächsten Schritte in Angriff zu nehmen", teilte Mischa Woitscheck, Geschäftsführer des SSG, mit.

Anspruch auf Notbetreuung haben Erziehende, die in sogenannten systemrelevanten Berufen tätig sind. Dazu der zählt der Gesundheits- und Pflegebereich, der Rettungsdienst und die Polizei.

Update, 8. Mai, 10.17 Uhr: Lehrer in Sachsen können sich testen lassen

Sächsische Lehrer, die wieder an einer Schule unterrichten, können sich vom 1. Juni an freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Die Kosten übernimmt der Freistaat, falls die Krankenkassen nicht dafür aufkommen, wie das Kultusministerium am Freitag mitteilte. Die Tests können beim Hausarzt durchgeführt werden. Perspektivisch werde auch daran gedacht, das Angebot für freiwillige Tests auf den Kita-Bereich zu erweitern, hieß es.

Laut Ministerium können mit den Tests auch Infizierte erfasst werden, die noch keine Krankheitssymptome aufweisen, aber dennoch das Virus übertragen könnten. Das sei für die Durchbrechung von Infektionsketten an den Schulen von Bedeutung.

Die Universität Leipzig, die TU Dresden und das Uniklinikum planen zudem zwei Studien an ausgewählten Schulen, um nähere Informationen über die Weiterverbreitung von Infektionen zu bekommen.

Lehrer in Sachsen können sich ab 1. Juni testen lassen. (Symbolbild)
Lehrer in Sachsen können sich ab 1. Juni testen lassen. (Symbolbild)  © Felix Kästle/dpa

Update, 8. Mai, 7 Uhr: Corona: Wenige Hochzeits-Absagen in Sachsens Standesämtern

Trotz strenger Corona-Auflagen wird in Sachsens Standesämtern geheiratet. Das ergab eine dpa-Umfrage bei den Städten. Obwohl in Leipzig derzeit eine Mund-Nase-Maske bei der Eheschließung getragen werden muss, würden die Termine nachgefragt, heißt es von der Stadtverwaltung. Sagt dort ein Paar ab, werde der Termin innerhalb kurzer Zeit neu vergeben. In Chemnitz habe es keine Absagen von Trauungen gegeben, so die Stadt.

Anders in Görlitz: Im April seien nur fünf von geplanten 25 Eheschließungen durchgeführt wurden, so die Stadt. Im Mai sollen aber wieder mehr Trauungen stattfinden. Und auch in Dresden, wo im März und April deutlich weniger Eheschließungen stattfanden als in den Monaten des Vorjahres, sollen von Mai bis September voraussichtlich alle angemeldeten Trauungen auch durchgeführt werden, hieß es von der Stadtverwaltung.

Heiraten in Zeiten von Corona: Nicht immer einfach.
Heiraten in Zeiten von Corona: Nicht immer einfach.  © Andreas Lander/zb/dpa

Update, 7. Mai, 18.47 Uhr: Aktuelle Zahlen für Sachsen

Bis Donnerstagabend gab es im Freistaat 4871 bestätigte Corona-Fälle. Die Zahl der Toten lag bei 186, als geheilt galten 4270 Menschen.

Die Zahl der Genesenen ist ein Schätzwert, wie das Ministerium weiter mitteilte. Der Anteil der Toten an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt den Angaben zufolge 3,7 Prozent.

Die aktuellen Zahlen der bestätigten Corona-Fälle in Sachsen.
Die aktuellen Zahlen der bestätigten Corona-Fälle in Sachsen.  © TAG24
In Sachsen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Augenblick leicht an.
In Sachsen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Augenblick leicht an.  © TAG24
Aktuell sind in Sachsen 415 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
Aktuell sind in Sachsen 415 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.  © TAG24
In Sachsen haben sich zuletzt 30 Menschen mit dem COVID-19-Virus infiziert.
In Sachsen haben sich zuletzt 30 Menschen mit dem COVID-19-Virus infiziert.  © TAG24

Update, 7. Mai, 18.22 Uhr: Gastro-Branche fordert mit leeren Stühlen weitere Krisen-Hilfe

Trotz der angekündigten Wiederöffnung der Hotel- und Gaststättenbetriebe in Sachsen setzt die Branche ihre Corona-Proteste fort. Die Initiative "Leere Stühle" will am Freitag unter anderem in Leipzig und Dresden auf ihre Lage aufmerksam machen. Unter dem Motto "Wir geben den Löffel ab" fordern Gastronomen unter anderem einen Rettungsschirm mit Zuschüssen des Bundes.

In Sachsen dürfen die Betriebe unter strengen Hygienevorgaben ab 15. Mai wieder öffnen. Die Vorgaben führten aber dazu, dass weniger Gäste bedient werden könnten. Der Umsatz werde viel niedriger sein als normal, die Kosten etwa für die Pacht blieben aber unverändert. Außerdem fordern die Gastrobetriebe, dass die von der Bundesregierung geplante Absenkung der Mehrwertsteuer für Speisen auch auf Getränke ausgedehnt werden müsse und länger als ein Jahr gelten solle.

Eine leere gedeckte Tafel steht auf dem Altmarkt vor der Kreuzkirche. Mit verwaisten Stühlen vor historischer Kulisse als Symbol aktueller Not haben Gastronomen bei der bundesweiten Aktion "Leere Stühle" mitgemacht und so auf die Not der Branche in der Corona-Krise hingewiesen.
Eine leere gedeckte Tafel steht auf dem Altmarkt vor der Kreuzkirche. Mit verwaisten Stühlen vor historischer Kulisse als Symbol aktueller Not haben Gastronomen bei der bundesweiten Aktion "Leere Stühle" mitgemacht und so auf die Not der Branche in der Corona-Krise hingewiesen.  © Sebastian Kahnert/dpa

Update, 7. Mai, 18.08 Uhr: Kultusminister will Pläne für weitere Kita-Öffnung vorstellen

Kultusminister Christian Piwarz (CDU) will an diesem Freitag seine Pläne vorstellen, wie es in der Corona-Krise mit der Öffnung von Schulen und Kitas in Sachsen weitergeht. Fest steht bisher nur, dass vom 18. Mai an mehr Jungen und Mädchen in den Kindertageseinrichtungen betreut werden sollen. 

Bisher greift in Sachsen lediglich eine Notbetreuung in den Kitas. An den Schulen werden bisher unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln die Abschlussklassen sowie diejenigen Schüler unterrichtet, die im nächsten Jahr ihren Abschluss machen - und die 4. Klassen.

Vom 18. Mai an soll im Freistaat eine neue Corona-Schutzverordung greifen, die weitreichende Lockerungen vorsieht - unter anderem eine Lockerung der Kontaktbeschränkung und des Versammlungsrechts, Gaststätten und Hotels dürfen bereits ab 15. Mai wieder öffnen.

Christian Piwarz (CDU), Kultusminister von Sachsen.
Christian Piwarz (CDU), Kultusminister von Sachsen.  © Sebastian Kahnert/ZB/dpa

Update, 7. Mai, 17.48 Uhr: COVID-19 im ASB-Pflegezentrum Kamenz

Beim Personal des ASB-Pflegezentrums Kamenz wurden COVID-19-Infektionen festgestellt, darüber informierte die ASB Dresden & Kamenz gGmbH am Donnerstag. Um eine Ausbreitung zu verhindern, wurden in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Bautzen alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet. Das Gesundheitsamt testet alle Mitarbeitenden sowie die Menschen, welche sie in häuslicher Pflege betreut haben. 

Aktuell sind acht von 16 Mitarbeiter*Innen positiv getestet worden. Sie haben sich nach Bekanntwerden der Infektion unmittelbar in Quarantäne begeben. Die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen wurden informiert und die Pflegetouren umgeplant. In einzelnen Fällen übernehmen Angehörige zwischenzeitlich die Pflege. 

Außerdem stehen Plätze in einer Einrichtung der Kurzzeitpflege in Pulsnitz sowie im ASBSeniorenheim in Dresden bereit für den Fall, dass die ambulante Pflege nicht abgesichert werden kann. Parallel wird zusätzliche Schutzausrüstung organisiert. 

"Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen leisten seit Wochen unter erschwerten Bedingungen eine großartige Arbeit, doch besonders in der ambulanten Pflege ist die Gefahr einer Infektion trotz strikter Vorsichtsmaßnahmen nicht zu unterschätzen", erklärt Peter Großpietsch, Geschäftsführer der ASB Dresden & Kamenz gGmbH. 

Update, 7. Mai, 17.31 Uhr: Dynamo Dresden nimmt Mannschaftstraining wieder auf

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat am Donnerstag wieder das Mannschaftstraining aufgenommen. Die erste Einheit in kompletter Mannschaftsstärke seit dem 13. März fand im Rudolf-Harbig-Stadion statt und dauerte knapp 90 Minuten. 

"Wir haben heute erst einmal ein Programm gewählt, dass es den Jungs möglich gemacht hat, wieder das Gefühl füreinander zu entwickeln. Große Zweikampfformen waren noch nicht dabei", erklärte Dynamos Cheftrainer Markus Kauczinski in einer Vereinsmitteilung.

Dresden tritt am 17. Mai bei Hannover 96 an. Derzeit befinden sich die Verantwortlichen des Zweitliga-Schlusslichts in den finalen Planungen der letzten Trainingswoche. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sieht für alle 36 Erst- und Zweitligisten ein so genanntes Quarantäne-Trainingslager vor. 

"Ich hätte mir als Cheftrainer natürlich ein paar Tage mehr Vorbereitungszeit für meine Spieler gewünscht. Aber wir sollten ab sofort lieber unsere Energie für Dinge einsetzen, die wir selbst auf dem Platz in der Hand haben", erklärte Kauczinski.

Update, 7. Mai, 17.07 Uhr: Grenzpendler erhalten jetzt Kurzarbeitergeld

Pendler aus Polen und Tschechien erhalten wegen der Corona-Krise jetzt Kurzarbeitergeld. Damit sei eine Gerechtigkeitslücke geschlossen, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Dresden mit. 

Das Bundesarbeitsministerium habe eine Regelungslücke beim Kurzarbeitergeld geschlossen, die vielen Betrieben und den Beschäftigten aus den Nachbarländern erhebliche Sorgen bereitete. In Sachsen arbeiten den Angaben zufolge 10.466 Grenzgänger aus Polen und 9134 aus Tschechien – sie wohnen in ihrem Heimatland und pendeln zur Arbeit.

Das Sächsische Wirtschaftsministerium hatte bereits im April Unterbringungszuschüsse von 40 Euro pro Nacht für Einpendler aus Polen und Tschechien auf den Weg gebracht. Enge Familienangehörige, wie Ehepartner und Kinder, werden mit 20 Euro pro Übernachtung unterstützt.

Update, 7. Mai, 16.11 Uhr: Vorbereitung auf den Neustart: Regeln für Hotels und Gaststätten

Ein Wochenende im Hotel, Essen im Restaurant, ein Bier in der Kneipe: Nach wochenlangem Corona-Lockdown kehren die Sachsen langsam wieder zur Normalität zurück - wenn auch unter strengen Auflagen. Ab 15. Mai sollen Biergärten, Restaurants, Hotels und Ferienwohnungen wieder öffnen. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Über Details stimmt sich die Regierung derzeit ab, nächsten Dienstag (12. Mai) will das Kabinett die entsprechende Verordnung beschließen. Wie erfolgt die Umsetzung in der Gastronomie? Ein Überblick:

Welche Regeln gelten für die Wiedereröffnung? Wenn Hoteliers und Gastronomen am 15. Mai öffnen wollen, müssen sie sich an Auflagen und Hygieneregeln halten. Details soll die neue Rechtsverordnung regeln. Fest steht, dass die Tische mindestens 1,5 Meter auseinander stehen müssen und die Bedienung mit Mundschutz servieren muss. 

Die Speisekarten müssen abwischbar sein, auf dem Tisch darf nichts stehen, was mehrfach benutzt werden kann. Das heißt etwa Salz und Pfeffer in Tütchen statt in Streuern auf dem Tisch. 

Gibt es eine Trennung von Innen- und Außenbereich? Nein. 

Darf in Sachsen wieder überall übernachtet werden? Ja. Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels dürfen wieder öffnen - auch für Gäste aus anderen Bundesländern. Eine vorgeschriebene Begrenzung der Auslastung gibt es nicht. "Die ergibt sich von ganz allein, wenn man die Hygiene- und Abstandsregeln einhält", erklärte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Axel Klein. 

Knackpunkt ist demnach weniger die Übernachtung in den Zimmern, sondern die Nutzung von Frühstücksräumen und Hotelrestaurants. Denkbar sind etwa verschiedene Zeitfenster für eine gestaffelte Nutzung. Auch Campingplätze öffnen - allerdings bleiben gemeinschaftlich genutzte Sanitäranlagen zu.

Jens Weißflog, Skisprungweltmeister, Olympiasieger und Hotelier, steht vor dem derzeit unbesetzten Tresen seines Hotels in Oberwiesenthal.
Jens Weißflog, Skisprungweltmeister, Olympiasieger und Hotelier, steht vor dem derzeit unbesetzten Tresen seines Hotels in Oberwiesenthal.  © Hendrik Schmidt/dpa

Wie bereiten sich Hotels und Gastronomen vor? Die Betreiber arbeiten derzeit an einem Hygienekonzept, so Klein. Dies orientiere sich immer auch an Größe und örtlichen Gegebenheiten. 

Die Branche hat auf die Wiedereröffnung gedrängt - ist sie nun erleichtert? Teils, teils. Einerseits können die Wirte und Hotelbetreiber - rund 9000 Betriebe gibt es in Sachsen - nun wieder Geld verdienen. Auf der anderen Seite sind die Existenzängste groß, sagt Kathleen Parma von der Initiative "Leere Stühle". Diese macht seit Wochen bundesweit mit Aktionen auf die Situation von Hotels, Gastronomen und Veranstaltern aufmerksam. 

Was sagen die Betriebe über die Herausforderungen? Jens Weißflog, dreifacher Olympiasieger im Skispringen und Hotelier im gleichnamigen Hotel in Oberwiesenthal, ist froh, dass es nun wieder losgeht. "Wir stehen aber vor großen Herausforderungen bis zum Re-Start. Die genauen Rahmenbedingungen erfahren wir erst am nächsten Dienstag." 

Nach zwei Monaten Komplettausfall hofft Weißflog nun wieder auf Umsatz. "Ich gehe davon aus, dass wir vielleicht 60 Prozent des normalen Umsatzes machen können." Noch am 6. Mai hat das Hotel alle Gäste, die bis zum 20. Mai gebucht hatten, angeschrieben und die Zimmer storniert. "Jetzt machen wir wieder eine Rolle rückwärts und schreiben sie an, dass sie doch kommen können. Aber es ist gut, dass Christi Himmelfahrt und Pfingsten wieder offen ist."

Titelfoto: dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0