Coronavirus in Frankfurt und ganz Hessen: Vier neue Todesfälle, Inzidenz steigt leicht

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Pandemie und deren Folgen für das Bundesland.

Stilisierte Corona-Viren hängen in einem Schaufenster in Frankfurt am Main – die vierte Welle der Pandemie dauert in Hessen weiter an.
Stilisierte Corona-Viren hängen in einem Schaufenster in Frankfurt am Main – die vierte Welle der Pandemie dauert in Hessen weiter an.  © Sebastian Gollnow/dpa

Bis Sonntag (3.10 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 342.420 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen im Vergleich zum Vortag um 568.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Zusammenhang gebracht werden, stieg im Vergleich zum Vortag um 4 und liegt nun bei 7801.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Bürger im Durchschnitt der letzten sieben Tage, liegt bei 55,7. (Am Vortag lag die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen bei 54,5.)

Coronavirus im Norden: Gastronomen melden weniger Gäste nach Ende von Gratis-Tests
Coronavirus Coronavirus im Norden: Gastronomen melden weniger Gäste nach Ende von Gratis-Tests

Die Landesregierung versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen rund um die Corona-Krise und den Lockdown: 0800/5554666 (Montag bis Donnerstag, 8 bis 17 Uhr, Freitags von 8 bis 15 Uhr).

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

Alle Infos für ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++!

Ältere Infos für Frankfurt und Hessen findest du im Archiv.

Update, 16. Oktober, 7 Uhr: Mehr Geld für zusätzliche Schulbusse und Maskenkontrollen

Die hessische Landesregierung hat insgesamt 22 Millionen Euro bereitgestellt, um den öffentlichen Nahverkehr in der Corona-Pandemie zu den Stoßzeiten mit vielen Schülern zu entlasten.

Die Mittel können für zusätzliche Busse und zur Kontrolle der Maskenpflicht eingesetzt werden, teilte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (50, Grüne) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion in Wiesbaden mit.

Für die Jahre 2020 und 2021 seien zunächst jeweils 5,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden. Die Verwendung der Mittel müsse bis Ende des laufenden Jahres erfolgen und nachgewiesen werden, erklärte der Grünen-Politiker.

In diesem Herbst habe das Land dann jeweils weitere elf Millionen Euro für die Jahre 2021 und 2022 bereitgestellt.

Update, 15. Oktober, 13.40 Uhr: Hospitalisierungsindex in Hessen leicht gestiegen

Ein Pfleger versorgt einen Covid-19-Patienten in einem Krankenhaus – der Hospitalisierungsindex in dem Bundesland ist auf 2,29 gestiegen.
Ein Pfleger versorgt einen Covid-19-Patienten in einem Krankenhaus – der Hospitalisierungsindex in dem Bundesland ist auf 2,29 gestiegen.  © Anas Alkharboutli/dpa

Der Hospitalisierungsindex, der als wichtiger Wert für die Beurteilung der Corona-Pandemie gilt, ist am Freitag in Hessen leicht gestiegen und lag nach Angaben des Sozialministeriums bei 2,29 pro 100.000 Einwohner.

In der vergangenen Woche hatte der Wert für die wegen einer Corona-Infektion in Krankenhäuser aufgenommenen Patientinnen und Patienten noch 1,86 pro 100.000 Einwohner betragen, teilte das Ministerium am Freitag mit.

Wie aus den Daten des Divi-Intensivregisters hervorgeht, wurden am Freitag (Stand 12.15 Uhr) 128 Covid-19-Patienten in den Intensivstationen hessischer Krankenhäuser behandelt, 72 von ihnen mussten künstlich beatmet werden.

Coronavirus in NRW: Inzidenz weiter deutlich unter bundesweitem Schnitt
Coronavirus Coronavirus in NRW: Inzidenz weiter deutlich unter bundesweitem Schnitt

Die Hospitalisierungsinzidenz und die Intensivbettenbelegung sind nach der hessischen Corona-Verordnung an ein zweistufiges Konzept gekoppelt. Stufe eins wird relevant, wenn der Hospitalisierungswert über 8 steigt oder die Zahl der Intensivpatienten über 200 liegt.

Stufe zwei kommt zum Tragen, wenn der Hospitalisierungswert über 15 steigt oder die Zahl der Intensivpatienten über 400 liegt.

Update, 15. Oktober, 11.29 Uhr: Verband: Mehrheit hessischer Läden will 2G-Optionsmodell nicht nutzen

Für vier von fünf Handelsbetrieben in Hessen ist das sogenannte 2G-Modell einer Umfrage zufolge keine Option. Lediglich Unternehmen mit beratungsintensiven Sortimenten - wie Brautmoden- und Fotofachgeschäfte oder Optiker - können sich mehrheitlich vorstellen, nur noch Corona-Geimpfte und Genesene in ihren Läden zu empfangen. Das geht aus einer am Freitag abgeschlossenen Blitz-Umfrage des Handelsverbands Hessen hervor.

Dieser hatte nach der Stimmung unter seinen Mitgliedern gefragt, nachdem Hessen am Dienstag das 2G-Optionsmodell auf den gesamten Einzelhandel ausgeweitet hat. Bis dahin war dieses Zugangsmodell im Handel ausschließlich bei Veranstaltungen erlaubt. Wie viele Händler an der Stichprobe teilnahmen, war zunächst nicht bekannt.

Die Umfrage des Handelsverbands deckt sich weitgehend mit der Einschätzung der Landesregierung. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte bereits zum Start der neuen Verordnung gesagt, er gehe davon aus, dass Geschäfte des alltäglichen Bedarfs eher keinen Gebrauch von dem Optionsmodell machen.

Update, 14. Oktober, 11.40 Uhr: Hessen verlängert Finanzierungshilfe für Corona-Tests in Kitas

Das Land Hessen unterstützt seine Kommunen weiterhin bei der Corona-Testungen von Kita-Kindern. Damit wolle man das Infektionsrisiko in den Betreuungseinrichtungen verringern, so Staatssekretär Martin Worms am Donnerstag.

"Wir unterstützen gerne die Kommunen, die solche Tests durchführen. Deshalb finanziert das Land Hessen diese Tests mit 16 Millionen Euro in Absprache mit den Kommunalen Spitzenverbänden zur Hälfte mit."

Das seit den Osterferien bestehende Angebot wurde demnach bis zum Ende des Schulhalbjahres Anfang Februar verlängert. Weiterhin seien zwei Tests pro Woche für Kinder und Personal vorgesehen.

Update, 14. Oktober, 10.40 Uhr: Corona-Hospitalisierungsinzidenz in Hessen bei 2,16

Eine Intensivkrankenschwester steht im Zimmer eines Covid-19-Patienten: Die Hospitalisierungsinzidenz für Hessen lag am Donnerstag bei 2,16.
Eine Intensivkrankenschwester steht im Zimmer eines Covid-19-Patienten: Die Hospitalisierungsinzidenz für Hessen lag am Donnerstag bei 2,16.  © Sebastian Gollnow/dpa

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz betrug am Donnerstag 2,16, wie aus der täglichen Übersicht des hessischen Sozialministeriums hervorgeht. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 1,95.

Der Wert beschreibt, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus aufgenommen wurden.

Zuletzt waren 118 Betten auf hessischen Intensivstationen mit Patienten mit einer bestätigten COVID-19-Erkrankung belegt (Stand 13.10., 11 Uhr). 217 bestätigte Covid-Patienten wurden laut Ministerium auf Normalstationen behandelt. Bei 69 weiteren Menschen auf Normalstationen besteht der Verdacht einer Corona-Infektion.

Die Hospitalisierungsinzidenz und die Intensivbettenbelegung sind nach der hessischen Corona-Verordnung an ein zweistufiges Konzept gekoppelt. Stufe eins wird relevant, wenn der Hospitalisierungswert über 8 steigt oder die Zahl der Intensivpatienten über 200 liegt.

Stufe zwei kommt zum Tragen, wenn der Hospitalisierungswert über 15 steigt oder die Zahl der Intensivpatienten über 400 liegt.

Update, 14. Oktober, 8.10 Uhr: Vorlesungsbeginn mit Kursen vor Ort und 3G-Regel

Der Schriftzug "Johann Wolfgang Goethe-Universität" ist auf dem Campus Westend in Frankfurt über dem Eingang zum Hauptgebäude zu lesen.
Der Schriftzug "Johann Wolfgang Goethe-Universität" ist auf dem Campus Westend in Frankfurt über dem Eingang zum Hauptgebäude zu lesen.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Die hessischen Unis bieten nach drei überwiegend digital organisierten Corona-Semestern wieder viele Vorlesungen, Seminare und andere Veranstaltungen vor Ort an.

Die Rückkehr zur Präsenzlehre ist allerdings an Vorgaben wie die 3G-Regel geknüpft, mit der nur Geimpfte, Getestete oder Genesene Zugang zu Bibliotheken oder Kursen bekommen.

"Die flächendeckende 3G-Regelung erlaubt es uns, die Auslastung der Lehrräume – trotz der beginnenden kalten Jahreszeit und des nicht absehbaren weiteren Verlaufs der vierten Corona-Welle – auf 50 Prozent der normalen Kapazität zu steigern und deutlich mehr Vor-Ort-Veranstaltungen anzubieten", heißt es etwa von der Uni Gießen zum hessenweiten Vorlesungsbeginn des Wintersemesters am 18. Oktober.

An Hessens größter Hochschule, der Goethe-Universität in Frankfurt, sollen wieder 75 bis 85 Prozent aller Veranstaltungen auf dem Campus stattfinden, wie kürzlich Uni-Präsident Enrico Schleiff der Deutschen Presse-Agentur sagte. "In einigen Fachbereichen sind es auch 100 Prozent."

Wissenschaft lebe von Kommunikation und Begegnung. Die vergangenen eineinhalb Jahre hätten gezeigt: "Wissensvermittlung funktioniert digital – auf Dauer leidet aber der Wissenschaftsdiskurs."

Update, 14. Oktober, 6.05 Uhr: 51 Hauptsache-Verfahren gegen Corona-Schutzmaßnahmen beim VGH anhängig

Zahlreiche Hauptsacheverfahren gegen Regelungen der Hessischen Corona-Verordnungen sind beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel noch anhängig. (Symbolbild)
Zahlreiche Hauptsacheverfahren gegen Regelungen der Hessischen Corona-Verordnungen sind beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel noch anhängig. (Symbolbild)  © Kai Pfaffenbach/Reuters-Pool/dpa

Beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel sind derzeit noch 51 Hauptsacheverfahren gegen Regelungen der Hessischen Corona-Verordnungen anhängig. Termine für die Verhandlungen dieser sogenannten Normenkontrollklagen seien derzeit nicht geplant, teilte ein Sprecher mit.

Der Senat sei zur Zeit mit älteren Klageverfahren aus anderen Rechtsgebieten befasst, deren Entscheidung durch die zahlreichen Corona-Eilverfahren einstweilen hätten zurückgestellt werden müssen.

48 Normenkontrollklagen sind den Angaben zufolge von Antragstellern bereits zurückgenommen oder für erledigt erklärt worden. "Dafür dürfte in erster Linie der Umstand maßgeblich sein, dass die betreffenden Kläger nach zuvor erfolglos geführtem Eilverfahren kein Interesse mehr an einer Entscheidung in der Hauptsache hatten, weil die Erfolgsaussichten anhand der Eilentscheidung oft als gering eingestuft worden sein dürften", teilte der Sprecher mit.

Der VGH ist bei Verfahren zur Überprüfung von Rechtsnormen wie einer Verordnung des Landes direkt zuständig. Im Eilverfahren wird der Sachverhalt nur summarisch geprüft. Dabei gibt es keine umfangreiche Beweisaufnahme, wohl aber eine rechtlich umfassende Beurteilung.

Im Hauptsacheverfahren erfolgt eine umfassende Prüfung des Sachverhalts mit entsprechender Beweisaufnahme.

Update, 12. Oktober, 16.03 Uhr: 2G-Modell darf auch im Einzelhandel angewendet werden

Auch Einzelhändler in Hessen können nun wählen, ob sie nur noch Corona-Geimpfte und Genesene in ihren Läden empfangen.

Auch Einzelhändler können nun das 2G-Modell anwenden und nur noch geimpfte und Genesene einlassen.

Dieses 2G-Optionsmodell wird auf den gesamten Einzelhandel ausgeweitet, wie die Landesregierung am Dienstag zu den neuen Beschlüssen des Corona-Kabinetts mitteilte.

Mehr Infos >> hier

Update, 11. Oktober, 13.53 Uhr: Anzahl neuer Corona-Patienten in Kliniken geht weiter zurück

Bei den wichtigen Indikatoren für die Beurteilung der Corona-Pandemie ist die Lage in Hessen nach wie vor entspannt. Der Hospitalisierungsinzidenz-Tageswert lag am Montag bei 1,65 pro 100.000 Einwohnern, nach 1,72 am Sonntag, wie aus Daten des hessischen Sozialministeriums hervorging. Der Wert beschreibt, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus aufgenommen wurden. Vor einer Woche stand er noch bei 2,26.

Auf Intensivstationen in Hessen wurden zuletzt 123 Patienten mit einer Covid-19-Infektion behandelt, darunter 13 Verdachtsfälle (Stand: 10. Oktober, 11 Uhr). Die Hospitalisierungsinzidenz und die Intensivbettenbelegung sind nach der hessischen Corona-Verordnung an ein zweistufiges Konzept gekoppelt: Stufe eins wird wichtig, wenn der Hospitalisierungswert über 8 steigt oder die Zahl der Intensivpatienten über 200 liegt. Stufe zwei gilt, wenn der Hospitalisierungswert über 15 steigt oder die Zahl der Intensivpatienten über 400 liegt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche, betrug nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Montag in Hessen 62,4 (Stand: 3.10 Uhr). Es wurden gegenüber dem Vortag 143 neue Infektionen registriert. Die Zahl der Menschen in Hessen, die mit oder an dem Virus starben, lag unverändert bei 7781.

Update, 11. Oktober, 6.06 Uhr: Versorgung freier Hebammen mit Corona-Schutzausrüstung verbessert

Die Versorgung der freiberuflich tätigen Hebammen mit Corona-Schutzausrüstung hat sich nach Einschätzung von Sozialminister Kai Klose (Grüne) verbessert. Zu Beginn der Pandemie habe ein großer Mangel an persönlicher Schutzausrüstung bestanden, erklärte Klose auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion in Wiesbaden.

Nachdem auch die Hebammen bei der Verteilung der Einmalhandschuhe, Schutzmasken und -brillen sowie Schutzkittel und weiterer Ausrüstung durch das Land an die Kommunen ausdrücklich miteinbezogen wurden, sei die Versorgungssituation inzwischen "entspannt".

Angesichts dieser Erfahrungen sollen die freiberuflich tätigen Hebammen als benannte Teilnehmerinnen in den Aufbau einer dezentralen Reserve von persönlicher Schutzausrüstung einbezogen werden, teilte der Minister mit. Der Landesregierung seien trotz der anfänglichen Engpässe keine Fälle einer Corona-Infektion bei Hebammen in Hessen während ihrer Tätigkeit durch die Patientin oder Angehörige bekannt.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: