Coronavirus in Hamburg: Stadt nimmt Millionen durch Verstöße ein

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, der Lockdown wurde vorerst bis Ende April verlängert.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 73.836 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 60.328 Fälle bekannt, in Bremen 26.017 in Mecklenburg-Vorpommern 41.963 und in Niedersachsen 246.084 Covid-19-Fälle (Stand 8. Mai, 17 Uhr).

Seit dem 16. Dezember 2020, gilt ein erneuter bundesweiter Lockdown, der mit zwischenzeitlichen Lockerungen auf unbestimmte Zeit verlängert wurde.

Weiterhin gilt aber eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 8. Mai, 17.48 Uhr: Inzidenz in MV den dritten Tag in Folge unter 100

Rostock - Die Corona-Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern ist am Sonnabend weiter gesunken und lag am dritten Tag in Folge unter dem kritischen Wert von 100.

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock meldete eine Sieben-Tage-Inzidenz von 88. Am Freitag hatte dieser Wert 91 betragen, am Donnerstag war er nach mehreren Wochen erstmals wieder unter 100 gerutscht. Er beschreibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Das Lagus meldete am Sonnabend 148 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das waren 112 weniger als am Freitag und 82 weniger als vor einer Woche (Stand: 15.34 Uhr). Zwei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle im Land stieg damit auf 1043.

Die Gesamtzahl der bislang in MV nachgewiesenen Corona-Infektionen beträgt dem Amt zufolge 41.963. Als genesen gelten 37.372 Menschen.

In Kliniken wurden am Sonnabend 268 Menschen behandelt, 13 weniger als am Freitag. Auf Intensivstationen lagen unverändert 74 Corona-Patienten.

Update, 8. Mai, 15.15 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg sinkt auf 86,7

Hamburg - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Sonnabend auf 86,7 gesunken. Damit lag sie den vierten Tag in Folge unter der wichtigen Marke von 100. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen am Sonnabend mit 206 an, nach 292 am Vortag und 312 vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche bei 106,7.

Auf anderer Berechnungsgrundlage ermittelt das Robert Koch-Institut (RKI) für Hamburg bereits seit elf Tagen einen Wert von unter 100. Am Samstag nannte das RKI eine Inzidenz von 78 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das ist weiterhin der bundesweit zweitniedrigste Wert nach Schleswig-Holstein (52).

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit Corona in Hamburg gestorbenen Menschen stieg nach Angaben der Gesundheitsbehörde um zwei auf 1517. In den Hamburger Kliniken wurden demnach (Stand Freitag) 206 Covid-19-Patienten behandelt - 22 weniger als am Donnerstag. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sank um sechs auf 82.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde nachweislich 73.836 Hamburger mit Sars-CoV-2 infiziert. 65.900 von ihnen gelten den Angaben zufolge als genesen.

Update, 8. Mai, 14.47 Uhr: Inzidenz über 100: Wechselunterricht in Neumünster

Kiel/Neumünster - Die anhaltend hohen Corona-Inzidenzzahlen in Neumünster über dem kritischen Wert von 100 haben Folgen für die Schulkinder in Schleswig-Holsteins viertgrößter Stadt.

Von Montag an gibt es Wechselunterricht, wie das Bildungsministerium in Kiel am Sonnabend mitteilte. Nur in den Abschlussklassen und in den Klassen, die im kommenden Jahr das Abitur ablegen (Q1), wird demnach Präsenzunterricht angeboten.

Zur Begründung hieß es, dass die Sieben-Tage-Inzidenz nach Zählung des Robert Koch-Instituts am Samstag den dritten Tag in Folge über 100 lag. Nach Angaben des Landes betrug die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Freitagabend 109,7. Landesweit lag die Inzidenz nur bei 52,1.

Update, 8. Mai, 13.52 Uhr: Noch kein Bußgeld wegen Verstoßes gegen Ausgangssperre kassiert

An die Ausgangssperre ab 21 Uhr halten sich die Hamburger.
An die Ausgangssperre ab 21 Uhr halten sich die Hamburger.  © Georg Wendt/dpa

Hamburg - Die nächtliche Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist von den Hamburgern offenbar weitgehend respektiert worden.

Gut einen Monat nach Verhängung der Ausgangssperre hat das Einwohner-Zentralamt noch kein Bußgeld wegen eines Verstoßes kassiert. Bis zum 3. Mai habe die Bußgeldstelle allerdings fünf Verfahren in Bearbeitung genommen, teilte der Sprecher des Amtes, Matthias Krumm, mit. "Einnahmen sind noch nicht zu verzeichnen", fügte er hinzu. Wegen der Bearbeitungszeiten könnten sich aber weitere Fälle ergeben.

Seit dem 2. April droht Menschen, die sich nachts zwischen 21 und 5 Uhr außerhalb ihrer Wohnung ohne triftigen Grund in Hamburg aufhalten, ein Bußgeld von 150 Euro.

Seit Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr sind nach Angaben von Krumm 23.924 Bußgeldbescheide wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln erlassen worden. Die Stadt nahm bislang 2.759.356,70 Euro ein. Am häufigsten wurde die Missachtung des Abstandsgebots geahndet. In 12.013 eröffneten Verfahren wurden bislang 1.197.187,85 Euro kassiert.

Wegen Verletzung der Maskenpflicht trieb die Bußgeldstelle in 6896 Verfahren 350.184,95 Euro ein.

Update, 8. Mai, 10 Uhr: Corona-Lage in Niedersachsen entspannt sich weiter

Hannover - Die Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen steigen langsamer. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden am Samstag landesweit 1104 Neuinfektionen gemeldet - vor einer Woche waren es 1244 neue Fälle. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank von 89,3 auf 85,7.

Außerdem wurden 18 weitere Todesfälle registriert. Damit starben bislang 5404 Menschen in Niedersachsen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Die höchsten Inzidenzwerte wurden für die Stadt Delmenhorst (177,9), den Landkreis Vechta (168,1) und die Stadt Salzgitter (164,9) ermittelt. Am niedrigsten war die Inzidenz in der Stadt Wilhelmshaven (32,9), gefolgt vom Landkreis Goslar (41,8) und dem Landkreis Friesland (44,6).

Update, 8. Mai, 7.35 Uhr: Impfbus fährt Gemeinschaftsunterkünfte im Kreis Vechta an

Vechta - Ein Impfbus wird von diesem Samstag an Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis Vechta anfahren. Die Bewohnerinnen und Bewohner etwa von Flüchtlingswohnheimen und Obdachlosenunterkünften können in dem Fahrzeug eine Corona-Schutzimpfung bekommen.

Wie der Landkreis mitteilte, impft das Team mit dem Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson, der nur einmal gespritzt werden muss. Da Menschen in Gemeinschaftsunterkünften auf engem Raum zusammen sind, haben sie ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Der Impfbus soll auch Gemeinschaftsunterkünfte von Arbeitseinwanderern anfahren.

Update, 7. Mai, 20.35 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 52,1

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Freitag auf 52,1 gesunken. Am Tag zuvor war eine Inzidenz von 53,8 gemeldet worden, am Freitag vergangener Woche lag der Wert bei 61,5.

Innerhalb eines Tages kamen 219 neu gemeldete Corona-Infektionen hinzu, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel zu den Corona-Neuinfektionen hervorgeht. Am Freitag vergangener Woche waren es 257 Neuinfektionen.

In Kliniken lagen wegen Covid-19 am Freitag den Angaben nach 161 Menschen - 5 weniger als am Vortag. 52 von ihnen werden demnach auf der Intensivstation behandelt, das sind 4 mehr als am Tag zuvor.

31 Corona-Patienten und -Patientinnen wurden beatmet; am Vortag waren es 27. 2 weitere Menschen starben an oder mit Corona. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie liegt nun bei 1524.

Die Stadt Neumünster liegt bei der Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche) den dritten Tag in Folge über der kritischen Schwelle von 100 - mit einem Wert von 109,7. Den zweithöchsten Wert hatte weiterhin die Stadt Kiel (85,5).

Update, 7. Mai, 18.16 Uhr: 260 Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet - Inzidenz sinkt auf 91

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag 260 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 80 weniger als am Freitag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte.

Neun weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle im Land stieg damit auf 1041.

Die Inzidenz sank auf nun 91 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 121.

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei 41.815. Als genesen gelten rund 37.000 Menschen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten beträgt derzeit 281 - das sind 15 weniger als am Vortag. 74 Corona-Patienten befanden sich auf Intensivstationen, 9 weniger als am Donnerstag.

Nach Lagus-Angaben wurden bislang 675.210 Corona-Schutzimpfungen verabreicht. 544.496 Menschen erhielten eine erste Impfung, 130.714 von ihnen auch die notwendige zweite.

Update, 7. Mai, 17.27 Uhr: Hamburg plant Lockerung der Corona-Maßnahmen

Hamburg - Die seit fünf Wochen in Hamburg wegen der Corona-Pandemie geltende nächtliche Ausgangsbeschränkung soll fallen.

Das sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Freitag im Anschluss an eine Sondersitzung des Senats.

Auch weitere Lockerungen sind geplant. Mehr dazu erfahrt ihr im Artikel "Hamburg will Ausgangssperre aufheben!".

Update, 7. Mai, 16.08 Uhr: In zwei weiteren Kreisen wieder Präsenzunterricht für alle Schüler

Kiel - In den Kreisen Dithmarschen und Rendsburg-Eckernförde dürfen von Montag an wieder die Schüler aller Klassen zum Unterricht in die Schule gehen. Das teilte das Bildungsministerium am Freitag mit.

Grund sind die gesunkenen Corona-Zahlen. In Dithmarschen lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100,000 Einwohner binnen sieben Tagen mit Stand Donnerstagabend bei 47,3 und in Rendsburg-Eckernförde bei 30,6.

Auch in Flensburg, Nordfriesland, Plön und Schleswig-Flensburg haben nach Ministeriumsangaben alle Jahrgänge Präsenzunterricht.

In den restlichen Kreisen und kreisfreien Städten trifft dies mit Ausnahme von Herzogtum Lauenburg auf die Klassen 1 bis 6 zu. Abschlussklassen haben jeweils Präsenzangebote.

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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