Coronavirus in NRW: Inzidenz überschreitet in mehreren Städten die 1000er-Marke

Köln – Die Corona-Pandemie grassiert in Nordrhein-Westfalen. Wir geben einen aktuellen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. (Symbolbild)
Die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen hat in Nordrhein-Westfalen in gleich drei Städten die Marke von 1000 überschritten.

Nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag lag der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Bonn nach sprunghaftem Wachstum mit 1096,9 am höchsten - am Vortag waren es dort noch 948,6. Krefeld kam am Donnerstag auf 1035,1 und Solingen auf 1001,9.

Landesweit stieg die Inzidenz deutlich von 573,2 am Mittwoch auf 627,4 am Donnerstag.

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27.935 Menschen infizierten sich nach den Meldungen der Gesundheitsämter binnen 24 Stunden neu. 36 neue Todesfälle mit oder wegen Corona registrierte das RKI.

In Recklinghausen lag die Inzidenz am Donnerstag weiterhin NRW-weit am niedrigsten. Das RKI registrierte hier einen Wert von 229,3 (Vortag 213,2).

Von den Corona-Infizierten kamen in NRW binnen einer Woche pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner 3,04 ins Krankenhaus, wie das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) meldete (Stand Mittwoch).

395 Covid-19-Patienten lagen nach Angaben vom Donnerstag auf der Intensivstation, etwas weniger als am Vortag. Davon mussten 243 beatmet werden. 430 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten waren noch frei.

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Update, 20. Januar, 13.07 Uhr: FDP will in NRW Corona-Fesseln in Gastronomie und Handel lockern

Die in Nordrhein-Westfalen mitregierende FDP will coronabedingte Einschränkungen in Handel und Gastronomie lockern.

"Geimpfte und Genesene sollten in der Gastronomie keinen Test mehr vorlegen müssen", sagte FDP-Landtagsfraktionschef Christof Rasche der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. "Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme aus Angst vor Omikron", meinte der Liberale.

Im Handel müssen wir wieder weg von 2G - das gibt es schließlich auch in Bayern und Niedersachsen nicht", sagte Rasche zur Zutrittserlaubnis nur für Geimpfte und Genesene. "Kurzfristig müssen wir wieder mehr Normalität ermöglichen."

An der Tür an einem Ladengeschäft sind Hinweise zu den Coronaregeln ausgeschildert.
An der Tür an einem Ladengeschäft sind Hinweise zu den Coronaregeln ausgeschildert.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 20. Januar, 6.42 Uhr: Corona-Lage in Kitas beschäftigt Familienausschuss im Landtag

Die gestiegenen Corona-Infektionszahlen sind am Donnerstag (9.30 Uhr) Thema im Familienausschuss des nordrhein-westfälischen Landtages. Die Landesregierung will dort über die aktuelle Lage der Pandemie in den Kitas berichten.

Die Zahlen der positiven Tests von Kita-Kindern und Mitarbeitenden sind zum Jahreswechsel gestiegen. Durchschnittlich seien an einem Wochentag im Januar rund 46 Kitas teilweise und rund 12 komplett wegen Infektionsschutzmaßnahmen geschlossen gewesen, teilte das Familienministerium mit. Das seien insgesamt 0,6 Prozent der Kitas.

Nach Angaben des Ministeriums wurden dieses Jahr bisher etwa 1930 positive Corona-Tests bei Kindern und rund 1440 positive Tests bei Mitarbeitenden gemeldet (Stand: 17. Januar).

Im gesamten Dezember habe es bei rund 3010 Kindern und 1800 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen einen positiven Corona-Test gegeben. Das Ministerium wies daraufhin, dass Tests teilweise auch noch rückwirkend gemeldet werden.

Update, 20. Januar, 6.30 Uhr: Apothekerverband fordert Ende der PCR-Testpflicht

Der Apothekerverband Nordrhein hat ein Ende der PCR-Testpflicht gefordert.

"Wir müssen bei der Teststrategie jetzt andere Wege gehen, um eine Überlastung der Labore zu vermeiden", sagte Verbandschef Thomas Preis der Düsseldorfer Rheinischen Post.

Positive Testergebnisse jener Bürgertest-Stellen, die von Apothekern oder Ärzten geleitet werden, sollten auch genutzt werden, um eine Infektion beim Arbeitgeber anzuzeigen und nach überstandener Infektion als genesen zu gelten.

Update, 19. Januar, 20 Uhr: Laumann: PCR-Testkapazitäten in NRW ausgebaut

Die Kapazitäten für die als besonders sicher geltenden PCR-Corona-Tests sind Nordrhein-Westfalen nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ausgebaut worden.

In der Vergangenheit seien etwa 500.000 PCR-Tests pro Woche möglich gewesen, damit die Ergebnisse zeitnah vorliegen, sagte Laumann am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtages. Inzwischen sind nach Ministeriumsangaben bis zu 930.000 PCR-Tests pro Woche in NRW möglich.

In der vergangenen Woche sind demnach 626.000 solcher Labor-Tests durchgeführt worden. Wenn zwei Drittel der Kapazitäten ausgeschöpft seien, kann dies laut Ministerium in einzelnen Bereichen zu Engstellen führen.

Laumann verwies auf Bestrebungen auf Bundesebene, auch bei den PCR-Tests bei Bedarf bestimmte Personen zu priorisieren. Es gehe darum, vor allem im medizischen Bereich schnell Ergebnisse zu haben, damit Mitarbeiter nicht unnötig lange in Quarantäne müssten. Im medizinischen Bereich gehe das Freitesten nur mit einem PCR-Test.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) informiert über die aktuelle Corona-Lage.
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) informiert über die aktuelle Corona-Lage.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 19. Januar, 18.58 Uhr: Gesundheitsämter sollen einrichtungsbezogene Impfpflicht umsetzen

Die ab Mitte März bundesweit geltende einrichtungsbezogene Impfpflicht soll von den bereits stark belasteten kommunalen Gesundheitsämtern umgesetzt werden.

"Im Grunde hat man das jetzt alles wunderbar auf die örtlichen Behörden gedrückt", kritisierte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtages in Düsseldorf zu den Vorgaben der Bundesebene. Die Systematik des Gesetzes habe die Arbeitgeber weitgehend "rausgelassen", die in den Tagen nach dem 15. März nur die Ungeimpften in den betroffenen Bereichen melden müssten.

Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht sieht vor, dass Beschäftigte in Einrichtungen wie Arztpraxen, Kliniken und Pflegeheimen bis zum 15. März nachweisen müssen, dass sie geimpft oder genesen sind. Damit sollen Patientinnen, Patienten und Pflegebedürftige besser vor einer Corona-Infektion geschützt werden.

Update, 19. Januar, 18.55 Uhr: Laumann: "Totimpfstoff" zuerst im Gesundheitswesen

Corona-Impfungen mit dem Präparat des US-Herstellers Novavax sollten nach Ansicht von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bei einer großen Nachfrage zuerst im Gesundheitswesen angeboten werden.

Der im Volksmund auch "Totimpfstoff" genannte weitere Corona-Impfstoff könnte gerade im Gesundheitsbereich eine Brücke für den einen oder anderen sein, der sich bisher noch nicht hat impfen lassen, sagte Laumann am Mittwoch in Düsseldorf im Gesundheitsausschuss des Landtages.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Freitag angekündigt, dass Impfungen mit Novavax voraussichtlich Ende Februar in Deutschland starten können. Die erste Lieferung von 1,75 Millionen Dosen soll ab dem 21. Februar zur Verfügung stehen. Auf dieses Datum verwies dementsprechend auch das NRW-Gesundheitsministerium. Das Mittel von Novavax wurde kürzlich als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen.

Update, 19. Januar, 16.02 Uhr: Viele positive Tests in Kitas

Die Omikron-Welle der Corona-Pandemie hat auch die Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen erreicht: Nach Angaben des Familienministeriums wurden dieses Jahr bisher etwa 3370 positive Corona-Tests aus den Kitas gemeldet. Diese betrafen demnach 1930 Kinder und rund 1440 Mitarbeiter (Stand: 17. Januar).

Im gesamten Dezember habe es bei rund 3010 Kindern und 1800 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen einen positiven Corona-Test gegeben. Das Ministerium wies daraufhin, dass Tests teilweise auch noch rückwirkend gemeldet werden.

Durchschnittlich seien an einem Wochentag im Januar rund 46 Kitas teilweise und rund 12 komplett wegen Infektionsschutzmaßnahmen geschlossen gewesen. Das seien insgesamt 0,6 Prozent der Kitas.

In Kitas in NRW fallen viele Corona-Tests positiv aus.
In Kitas in NRW fallen viele Corona-Tests positiv aus.  © Uwe Anspach/dpa

Update, 19. Januar, 15 Uhr: Rheinischer Präses für Impfpflicht

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, hat sich für die geplante Corona-Impfpflicht ausgesprochen. Die evangelische Kirche trete "deutlich für den Schutz der Gesundheit von Menschen" ein, sagte Latzel am Mittwoch in einer Videopressekonferenz am Rande der digitalen Landessynode.

"Für mich ist es ein Ausdruck der Nächstenliebe, die Gesundheit des anderen bestmöglich zu schützen." Es werde viele gesundheitliche und soziale Folgen geben, wenn die Impfquote gesellschaftlich nicht erreicht werde. "Das belastet uns massiv".

Die Impfpflicht sei eine "selbstverständliche Voraussetzung, um nach augenblicklicher Kenntnis aus der Pandemie herauszukommen", so Latzel. Eine Impfpflicht sei etwas anderes als ein Impfzwang, stellte der Theologe klar.

Update, 19. Januar, 13.22 Uhr: Keine Pflicht zur Skifreizeit in der Pandemie

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (55, FDP) sieht keine Verpflichtung für Schulkinder, in der derzeitigen Corona-Lage an Skifreizeiten teilzunehmen.

"Ich bin nicht der Meinung, dass man Kinder und Eltern zwingen kann", sagte Gebauer am Mittwoch im Schulausschuss des Düsseldorfer Landtags. Die Ministerin äußerte sich grundsätzlich kritisch zu schulischen Skifreizeiten in Zeiten steigender Infektionszahlen.

Sie halte es für "nicht förderlich, über zehn Stunden gemeinsam im Bus zu sitzen", um möglicherweise "in ein Hochinzidenzgebiet zu fahren".

Update, 19. Januar, 11.18 Uhr: NRW bleibt trotz steigender Coronazahlen beim Präsenzunterricht

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen hält Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (55, FDP) am Unterricht im Klassenzimmer fest.

Alle Schutzmaßnahmen dienten dem Ziel, den für die Bildungsgerechtigkeit so wichtigen Präsenzunterricht zu erhalten, sagte sie am Mittwoch im Schulausschuss des Düsseldorfer Landtags.

Ebenso wie in der Woche vor Weihnachten sei - laut Erfassung bis zum 12. Januar - weiterhin keine Schule in NRW vollständig wegen Corona geschlossen. Nur an einer Schule sei bis dahin ausschließlich in Distanz unterrichtet worden (vor Weihnachten an 11 Schulen).

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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