Coronavirus: Ex-Real-Präsident Sanz gestorben

Deutschland - Seit mehreren Wochen grassiert das Coronavirus, hat sich - von China ausgehend - mittlerweile fast auf alle Teile der Welt ausgebreitet.

Ein Mundschutz ist in diesen Tagen heiß begehrt, wird sogar von Gefängnis-Insassen hergestellt.
Ein Mundschutz ist in diesen Tagen heiß begehrt, wird sogar von Gefängnis-Insassen hergestellt.  © Jair Cabrera Torres/dpa

Weltweit gibt es mittlerweile (Stand, 22. März) mehr als 300.000 Coronavirus-Erkrankungen. In Deutschland wurden mehr als 22.000 Fälle bestätigt.

Während in einigen europäischen Staaten wie Österreich, Italien, oder Spanien bereits eine Ausgangssperre gilt, gibt es in der Bundesrepublik unterschiedliche Ausgangsbeschränkungen und Versammlungsverbote von Region zu Region.

Alle Entwicklungen lest Ihr in unserem Coronavirus-Liveticker nach. 

Update, 21. März, 22.35 Uhr: Mehr als 22.300 Fälle in Deutschland, 85 Menschen sind tot

Die Zahl der Fälle ist in Deutschland auf 22.324 gestiegen. Am Freitag waren es noch 19.848 Menschen, bei denen eine Coronavirus-Erkrankung festgestellt worden war. 

Insgesamt 85 Infizierte haben den Kampf um ihr Leben bundesweit nun bereits verloren.

Die Todesopfer in Deutschland haben zugenommen.
Die Todesopfer in Deutschland haben zugenommen.  © TAG24
Die USA haben Deutschland im Hinblick auf die derzeit Infizierten überholt.
Die USA haben Deutschland im Hinblick auf die derzeit Infizierten überholt.  © TAG24
Weltweit sind mehr als 300.000 Menschen betroffen.
Weltweit sind mehr als 300.000 Menschen betroffen.  © TAG24

Update, 21. März, 22.22 Uhr: Früherer Real-Präsident Lorenzo Sanz gestorben

Lorenzo Sanz, der frühere Präsident des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid, ist im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte sein Sohn Lorenzo Sanz Jr. am Samstagabend in einem Kommuniqué mit. Sanz habe neben der Infektion mit dem neuen Virus auch eine Nierenerkrankung gehabt, gaben die behandelnden Ärzte auf Anfrage bekannt. Zur Todesursache wurde zunächst aber nichts mitgeteilt.

Sanz war vor einigen Tagen positiv auf das neue Virus Sars-CoV-2 getestet worden und lag seit Dienstag auf der Intensivstation des Madrider Krankenhauses Hospital Jiménez Díaz. Die spanische Profiliga sprach den Hinterbliebenen ihr Beileid aus.

"Mein Vater ist jetzt vor Kurzem gestorben. Er hat ein solches Ende nicht verdient", schrieb der älteste Sohn von Sanz in seiner Mitteilung an die Medien. "Eine der besten, mutigsten und fleißigsten Personen, die ich in meinem Leben gesehen habe, geht von uns. Seine Familie und Real Madrid waren sein Leben", fügte er an.

Sanz war Chef der Königlichen zwischen 1995 und 2000. In dieser Zeit errang Real neben anderen Erfolgen zwei Mal die Champions League (1998 und 2000) und auch einen Ligatitel (1997).

Der ehemalige Präsident von Real Madrid, Lorenzo Sanz, ist tot.
Der ehemalige Präsident von Real Madrid, Lorenzo Sanz, ist tot.  © Gustavo Cuevas/EFE/dpa

Update, 21. März, 22.10 Uhr: Fußball-Legende Paolo Maldini ebenfalls infiziert

Die lebende Milan-Legende Paolo Maldini ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der AC Mailand mitteilte, wurden bei dem 51 Jahre alten Technischen Direktor des Clubs und dessen 18 Jahre alten Sohn, Daniel Maldini, der kürzlich sein Debüt in der Serie A gegeben hatte, Infektionen festgestellt. 

Beide seien bereits seit zwei Wochen in Quarantäne und würden nun bis zu einer Heilung weiter isoliert. Maldini hatte mit Milan fünfmal den Landesmeister-Pokal und die Champions League gewonnen.

Update, 21. März, 21.58 Uhr: Nada-Chefin Andrea Gotzmann in Olympia-Sorge

Nada-Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann sorgt sich angesichts der Coronavirus-Pandemie um das Kontrollsystem im internationalen Sport und fordert einen "Plan B" für die Olympischen Spiele.

"Derzeit können wir kein normales Doping-Kontrollsystem durchführen. Das ist schon seit zehn Tagen so, dass wir mit dem Aufkommen der Corona-Problematik unser System des Dopingkontroll-Aufwandes zurückgefahren haben", sagte die 62-Jährige von der Nationalen Anti-Doping Agentur im ZDF-"Sportstudio".

Gotzmann forderte, wie bei der Verschiebung der Fußball-EM, für Olympia über Alternativen nachzudenken. "Wir haben gesehen, dass die EM im Fußball um ein Jahr verschoben wurde und der zeitliche Versatz ist nicht so groß. Ich glaube, man muss über einen Plan B nachdenken", sagte sie.

Der Vorsitzende der US-Anti-Doping-Agentur, Travis Tygart, sprach sich noch deutlicher für eine Verschiebung der diesjährigen Sommerspiele in Tokio aus: "Die Spiele müssen verlegt werden, so dass wir Olympia nicht nur Olympia wegen durchführen, sondern um sicher zu gehen, dass wir nicht die schmutzigsten Spiele überhaupt erleben werden."

Wada-Präsident Witold Banka erneuerte seine Sorgen angesichts eines derzeit eingeschränkten Kontrollsystems. Viele Testprogramme weltweit seien aufgeschoben. "Das ist ein riesiges Problem für uns alle, für die gesamte Anti-Doping-Gemeinschaft und den Sport", sagte der Pole.

Update, 21. März, 21.55 Uhr: Rumänien schließt Grenzen für Ausländer

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hat Rumänien seine Grenzen für Ausländer weitgehend geschlossen. 

Zugleich wurde die Bewegungsfreiheit der Bürger beschränkt. Wie Innenminister Marcel Vela am Samstagabend mitteilte, dürfen Ausländer nur noch einreisen, wenn sie nachweisen können, dass dafür eine berufliche Notwendigkeit besteht. Die Durchreise ist Ausländern auf kontrollierten Routen jedoch weiter gestattet. Die Maßnehmen sollten am Sonntagabend gelten.

Zudem wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt - ausgenommen sind Notfälle. Tagsüber dürfen die Menschen das Haus verlassen, aber dabei keine Gruppen von mehr als drei Personen bilden, die nicht im selben Haushalt wohnen. 

In den großen Einkaufszentren dürfen nur noch Geschäfte geöffnet haben, die Lebensmittel oder Hygieneartikel anbieten. Gottesdienste in Kirchen dürfen nur noch ohne Gläubige stattfinden. Bei Hochzeiten, Taufen und Trauerfeiern sind in den Kirchen maximal acht Gäste zugelassen.

In Rumänien stieg die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten von Beginn des Ausbruchs der Pandemie bis Samstag auf 367 - 59 mehr als am Tag davor. Damit hat sich die Geschwindigkeit der Ausbreitung des Virus beschleunigt.

Update, 21. März, 21.40 Uhr: Ankunft erster elsässischer Patienten in Freiburg

Es handelt sich um dringend benötigte Hilfe! 

Nachdem sich Baden-Württemberg zur Aufnahme mehrerer französischer Patienten, die am Coronavirus schwer erkrankt sind, bereit erklärt hat, sind die ersten Menschen aus dem Elsass in der Uni-Klinik Freiburg angekommen. 

Ein Video auf Twitter zeigt die Landung eines Hubschraubers am Samstag.

Update, 21. März, 21.36 Uhr: Lettlands Regierungschef geht in Selbstisolation

Lettlands Regierungschef Krisjanis Karins hat sich wegen der Verbreitung des Coronavirus vorsorglich in Selbstisolation begeben. "Ich und meine Büromitarbeiter, die als Kontaktpersonen identifiziert wurden, sind jetzt in Selbstisolation und werden in naher Zukunft unsere Proben abgeben", schrieb Karins am Samstag auf Twitter. "Wir werden aus der Ferne weiterarbeiten." 

Zuvor hatte die Staatskanzlei in Riga bereits mitgeteilt, dass die Regierungsarbeit aus Gründen der öffentlichen Gesundheit bis auf weiteres ohne persönliche Treffen erfolgen wird.

Hintergrund ist die Infizierung eines Abgeordneten des lettischen Parlaments. Dieser hatte am Samstag mitgeteilt, dass bei ihm der Virus nachgewiesen wurde. Der Parlamentarier hatte Kontakt mit Regierungsvertretern - darunter auch Karins - und nahm auch an einer der jüngsten Sitzungen der Volksvertretung Saeima teil.

Nach Angaben des lettischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten sollen sich nun alle Parlamentsabgeordneten und Kabinettsmitglieder einem Test unterziehen. Parlamentspräsidentin Inara Murniece rief alle Personen zur Selbstisolation auf, die Kontakt mit dem infizierten Abgeordneten hatten.

In Lettland gab es bislang 124 nachgewiesene Infektionsfälle. Die Regierung hat bis Ostern den landesweiten Notstand ausgerufen.

Update, 21. März, 21.14 Uhr: Erster mit dem Coronavirus infizierter Toter im Saarland

Erstmals ist im Saarland ein mit dem neuen Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Das teilte das saarländische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Es handele sich um einen älteren Mann, der bereits eine Vorerkrankung aufwies.

Zuletzt war die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 im Land deutlich gestiegen, am Samstagabend lag sie bei über 300. Ein Großteil der Infektionen verläuft bislang eher milde, immer wieder müssen aber auch Patienten mit schwereren Verläufen in den Krankenhäusern behandelt werden.

Update, 21. März, 21.07 Uhr: Handydaten? Bewegungsprofile? Geht Jens Spahn zu weit?

Geht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit seinen Maßnahmen gegen das Coronavirus entschieden zu weit? 

Bei seinen aktuellen Regeln, die er im Eilverfahren auf den Weg bringen will, könnte man meinen, dass die Deutschen danach endgültig zu gläsernen Bürgern mutieren. Es geht unter anderem um Handydaten und Bewegungsprofile. Mehr dazu erfahrt Ihr >>> hier.

Überschreitet Gesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU) mit seinen neuen Gesetzesentwürfen Grenzen? 
Überschreitet Gesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU) mit seinen neuen Gesetzesentwürfen Grenzen?  © Michael Kappeler/dpa

Update, 21. März, 20.54 Uhr: Anstieg bei Neuinfektionen verlangsamt sich

Die Zahl der Infizierten ist in Deutschland auf nunmehr 22.324 gestiegen. Am Vortag waren es noch 19.848 Menschen, die bundesweit gemeldet waren. Es handelt sich somit um einen Anstieg von knapp mehr als 12 Prozent - und damit etwas weniger als in den Tagen zuvor, als die Steigerungen bei um die 30 Prozent lagen.

Ob die vor geraumer Zeit getroffenen Maßnahmen greifen und sich vielleicht sogar eine Tendenz abzeichnet, müssen jedoch zunächst die kommenden Tage zeigen.

Der Anstieg der Neuinfektionen hat sich am 21. März zumindest vorerst etwas verlangsamt.
Der Anstieg der Neuinfektionen hat sich am 21. März zumindest vorerst etwas verlangsamt.  © TAG24

Update, 21. März, 20.29 Uhr: Disney verschiebt Start seines Online-Videodienstes

Disney verschiebt wegen der Corona-Krise den Start seines neuen Online-Videodienstes in Frankreich. 

Das neue Streaming-Angebot soll statt kommenden Dienstag (24. März) am 7. April auf den Markt kommen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Samstag unter Bezug auf den Disney-Sitz in Frankreich mitteilte. 

Auf Bitten der französischen Regierung hin habe man das Datum verschoben, um die Netze nicht zu überlasten, zitierte AFP den Anbieter. Seit der in Frankreich am Dienstag verhängten Ausgangssperre ist ein großer Teil der französischen Arbeitnehmer ins Home-Office gegangen, und viele Menschen schauen Serien und Filme bei Streamingdiensten wie Netflix oder Amazon Prime. Ihnen will der Hollywood-Gigant Walt Disney mit seinem neuen Dienst Konkurrenz machen. 

In den USA hatte der Streaming-Service Disney+ am 12. November Premiere gefeiert. In Deutschland soll der Streamingdienst am 24. März an den Start gehen.

Update, 21. März, 20.23 Uhr: Berliner Klatschkonzert für Helfer in Corona-Krise

In vielen Berliner Stadtteilen haben Menschen den Helfern in der Corona-Krise am Samstagabend mit lautem Beifall gedankt. Zu hören waren die Klatschkonzerte unter anderem im Pankower Zentrum, in Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Friedenau. Dazu kamen Johlen und freundliches Pfeifen von vielen Balkons.

Seit Tagen bekunden Bürger an vielen Orten Europas ihre Solidarität mit den Helfern, die unter erschwerten Bedingungen gegen eine weitere Ausbreitung des Virus kämpfen, Kranke betreuen und die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs aufrechterhalten.

Update, 21. März, 20.21 Uhr: Experten warnen vor Kollaps des spanischen Gesundheitssystems

In dem vom Coronavirus besonders schwer getroffenen Spanien haben Experten vor einem kurz bevorstehenden Kollaps des Gesundheitssystems gewarnt. Eine "totale" Isolierung der Menschen sei nun "unerlässlich", fordern 69 Epidemiologen, Molekularbiologen und Wissenschaftler anderer Fachbereiche in einem am Samstag veröffentlichten offenen Brief.

Es müsse eine noch stärkere Einschränkung der Bewegungsfreiheit angeordnet werden, hieß es. Die Experten fordern konkret unter anderem, dass die Fahrt zur Arbeitsstelle nur noch bei Arbeitnehmern der Grundversorgungssektoren gestattet wird. Unter den gegebenen Bedingungen werde es sonst "um den 25. März herum" zu einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems kommen. Rund 18 Prozent der spanischen Bevölkerung seien älter als 65.

Die derzeit geltende Ausgangssperre war in Spanien am vergangenen Sonntag in Kraft getreten. Sie soll mindestens 15 Tage andauern. Eine Verlängerung müsste vom Parlament gebilligt werden. Bei Zuwiderhandeln drohen Geldbußen oder sogar Haftstrafen. Die Behörden hoffen, dass die Ansteckungswelle bald ihren Höhepunkt erreicht und sich die Entwicklung dann verlangsamt.

Nach Italien ist Spanien das von der Krise am schwersten betroffene Land Europas. Bis Samstag meldete das Gesundheitsministerium fast 25.000 Infizierte - 5000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf mehr als 1300 nach etwa 1000 am Freitag. Besonders heftig betroffen ist weiter die Region Madrid, wo fast 9000 Fälle und 800 Todesopfer verzeichnet wurden.

Update, 21. März, 20.08 Uhr: Türkei ordnet Einschränkungen für ältere Menschen und Kranke an

Die Türkei hat wegen der Coronavirus-Krise Einschränkungen der Bewegungsfreiheit für Menschen über 65 Jahren und für chronisch Kranke angeordnet. Die Maßnahme, die es den betroffenen Personen untersagt, das Haus zu verlassen, trete Samstag um Mitternacht in Kraft, teilte das Innenministerium auf Twitter mit. 

Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht mitgeteilt. Ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen gelten als wesentlich gefährdeter durch die Lungenkrankheit Covid-19.

Das Land mit 83 Millionen Einwohnern hat bereits die meisten öffentlichen Plätze gesperrt, viele Geschäfte schließen lassen und Sportveranstaltungen sowie Gebete in großen Gruppen in Moscheen untersagt. Auch viele internationale Flugverbindungen wurden unterbrochen. Bis Freitagabend wurden nach offiziellen Angaben 670 mit dem Coronavirus Infizierte und neun Tote durch Covid-19 gezählt.

Update, 21. März, 20.06 Uhr: Anstieg bei Coronavirus-Opfern in Frankreich - 562 Tote

In Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Toten um 112 auf 562 angestiegen. 

Dies teilte das Gesundheitsministerium in Paris mit. Nach Zahlen vom Samstagabend sind nunmehr 14.459 Menschen infiziert, 1847 mehr als am Vortag. Frankreich hatte am Dienstag eine Ausgangssperre verhängt.

Update, 21. März, 20.04 Uhr: Juventus-Profi Dybala gibt positiven Coronavirus-Test bekannt

Paulo Dybala ist ebenso wie seine Lebensgefährtin eigenen Angaben zufolge positiv auf das Coronavirus gestestet worden. 

Dies teilten der 26 Jahre alte Argentinier und sein Club am Samstagabend mit. Er ist damit schon der dritte Spieler von Juventus Turin, bei dem das Virus festgestellt wurde.

"Sowohl Oriana als auch ich wurden positiv gestestet. Zum Glück geht es uns perfekt. Danke für Eure Nachrichten", schrieb der Angreifer des italienischen Rekordmeisters bei Twitter und Instagram.

Zuvor waren bei Juventus schon die Fälle des französischen Weltmeisters Blaise Matuidi und von Daniele Rugani bekanntgeworden. Italien ist weltweit das derzeit am stärksten von der Pandemie betroffene Land.

Update, 21. März, 19.54 Uhr: Spahn kündigt nach Kritik Änderung an Gesetzentwurf an

Nach massiver Kritik von Kliniken an dem Entwurf eines Krankenhaus-Gesetzes hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mehrere Änderungen angekündigt. "Die Krankenhäuser verdienen in dieser Zeit bestmögliche Unterstützung. An dem Entwurf zum Krankenhaus-Gesetz gab es Kritik. Diese nehmen wir ernst und haben soeben in einer Schalte mit den Gesundheitsministern der Länder einmütig mehrere Änderungen vereinbart", twitterte der CDU-Politiker am Samstagabend. 

Den aktualisierten Entwurf wolle man am Sonntag vorstellen.

Am Samstag waren erste Details des Gesetzentwurfs bekannt geworden. Das Hilfspaket für Kliniken, Ärzte und Pfleger des Bundes sollte in diesem Jahr voraussichtlich rund 3,3 Milliarden Euro umfassen. Ausgeglichen werden sollten Einnahmeeinbußen für Krankenhäuser, weil sie Intensivbetten für Coronavirus-Patienten frei machen. 

Die Ausfälle durch Verschiebung oder Aussetzung planbarer Aufnahmen, Eingriffe oder Operationen sollten durch Pauschalbeträge ausgeglichen werden.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisierte, Spahn breche das Versprechen der Kanzlerin zu einem umfassenden Schutzschirm für die Krankenhäuser. Diese würden im Stich gelassen. Kein Euro solle für die hohen Mehrkosten für Schutzausrüstung fließen, so DKG-Präsident Gerald Gaß. "Die finanziellen Hilfen zur Schaffung der (...) zusätzlichen Intensivplätze sind viel zu niedrig angesetzt."

Update, 21. März, 19.31 Uhr: Weitere Todesopfer in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Menschen erneut gestiegen.

Wie das Gesundheitsministerium am Samstagabend mitteilte, seien sechs weitere Todesfälle gemeldet worden. Damit steigt die Zahl der Opfer auf nunmehr 23.

Die Zahl der Todesopfer in Deutschland steigt weiter an. (Symbolbild)
Die Zahl der Todesopfer in Deutschland steigt weiter an. (Symbolbild)  © Guido Kirchner/dpa
Die Zahl der Toten in Deutschland steigt an.
Die Zahl der Toten in Deutschland steigt an.  © TAG24

Update, 21. März, 19.13 Uhr: Zweiter Eintracht-Spieler positiv auf Coronavirus getestet

In den Reihen des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt ist ein weiterer Spieler positiv auf den Coronavirus getestet worden. Das teilte der Verein am Samstag via Twitter mit. 

Wie bereits im ersten Fall wurde der Name des Betroffenen nicht genannt. Bei 23 Personen aus dem Umfeld der Profi-Mannschaft fiel der Test hingegen negativ aus. Weitere Testergebnisse sollen folgen.

Update, 21. März, 19.13 Uhr: US-Vizepräsident Pence lässt sich auf Coronavirus testen

Nach der Erkrankung eines Mitarbeiters an der Lungenkrankheit Covid-19 wird sich US-Vizepräsident Mike Pence auf eine mögliche Infektion mit dem neuartigen Coronavirus testen lassen. Er habe keinerlei Symptome, der Test sei daher eine reine Vorsichtsmaßnahme angesichts seiner herausgehobenen Stellung, sagte Pence am Samstag vor Journalisten. Auch seine Frau Karen werde sich testen lassen, sagte Pence. Der erkrankte Mitarbeiter sei seit Montag nicht mehr im Weißen Haus gewesen und er habe keinen direkten Kontakt zu ihm gehabt, sagte er.

Pence wiederholte gleichzeitig seinen Appell an die US-Bürger, sich nicht um einen Test zu bemühen, falls sie keine ernsthaften Symptome hätten. Der Vizepräsident ist für die US-Regierung federführend für die Organisation des Kampfes gegen die Coronavirus-Pandemie zuständig.

Unter wachsendem Druck hatte sich Trump vergangene Woche testen lassen, nachdem er offenbar unwissentlich mit infizierten Personen zusammengetroffen war. Sein Test fiel negativ aus.

Das Coronavirus breitet sich auch in den USA rasant aus. Bis Samstagmittag wurden rund 22.000 Fälle nachgewiesen, mehr als 200 Menschen starben an Covid-19. Trump hatte zunächst versucht, die von dem Virus ausgehende Gefahr kleinzureden. Inzwischen sagt er, die USA befänden sich im "Krieg" mit einem "unsichtbaren Feind".

Die USA sind an Deutschland bei den betroffenen Menschen vorbeigezogen.
Die USA sind an Deutschland bei den betroffenen Menschen vorbeigezogen.  © TAG24

Update, 21. März, 19.11 Uhr: Vietnam schließt seine Grenzen fast vollständig

Vietnam hat zur Bekämpfung des Coronavirus seine Grenzen fast vollständig geschlossen. 

Die Maßnahme betreffe Ausländer sowie Vietnamesen und deren Angehörige, die im Ausland lebten, teilte die Regierung in Hanoi am Samstag mit. Ausländer, die als Experten ihres Fachs gelten, Geschäftsreisende oder benötigte Fachkräfte könnten ein Einreisevisum erhalten, wenn die Behörden ihren Aufenthalt in Vietnam für dringend erforderlich erachteten. 

Schon am Freitag waren alle internationalen Flugverbindungen unterbrochen worden. Bis Samstag wurden in dem südostasiatischen Land 94 Coronavirus-Fälle gezählt. Tote durch die Lungenkrankheit Covid-19 seien bisher nicht registriert worden.

Update, 21. März, 19.07 Uhr: Russland schickt Italien Hilfe im Kampf gegen Coronavirus

Russland schickt wegen der dramatischen Lage in Italien medizinische und personelle Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus. 

Auf Bitten Italiens sollen unter anderem Schutzausrüstungen, mobile Versorgungsstationen und Mittel für eine großflächige Desinfektion von Verkehrsmitteln und Gebieten bereitgestellt werden. Das teilte der Kreml am Samstagabend mit, nachdem Putin den italienischen Regierungschef Giuseppe Conte angerufen hatte. Russland selbst hat bisher nach offiziellen Angaben vergleichsweise wenige Coronavirus-Fälle - mit Stand Samstagabend waren es landesweit rund 300.

Neben medizinischer und anderer Ausrüstung komme auch eine Brigade mit russischen Spezialisten in die besonders vom Coronavirus betroffenen italienischen Gebiete, hieß es weiter in der Mitteilung des russischen Präsidentenamtes. "Diese Lieferungen erfolgen über das Verteidigungsministerium mithilfe von Flugzeugen der Weltraumeinheiten der Russischen Föderation." Conte zeigte sich nach Kremlangaben dankbar dafür, dass Russland in einer für Italien schweren Zeit helfe.

Russland selbst hatte sich auch wegen seiner langen Grenze zu China nach dem dortigen Ausbruch der Virus-Epidemie vergleichsweise rasch abgeschottet. In der russischen Hauptstadt Moskau entsteht gerade im Eiltempo ein neues Krankenhaus am Stadtrand für die Behandlung von Patienten mit dem Coronavirus. In dem künftigen Zentrum für Infektionskrankheiten sollen demnach bis zu 500 Menschen behandelt werden können.

Russland schickt Italien Hilfe im Kampf gegen Coronavirus, die Zahlen sind schockierend. 
Russland schickt Italien Hilfe im Kampf gegen Coronavirus, die Zahlen sind schockierend.  © TAG24

Update, 21. März, 18.55 Uhr: Robert Lewandowski mit Mega-Spende

Wie die "Bild"-Zeitung am Samstag berichtet, will auch Bayern-Stürmer Robert Lewandowski mit seiner Frau Anna unabhängig von der Aktion zweier Mannschaftskollegen eine große Summe spenden

"Wir sind uns alle der schwierigen Situation um uns herum bewusst. Heute spielen wir alle in einer Mannschaft. Lasst uns in diesem Kampf stark sein. Wenn wir jemanden helfen können, lasst es uns tun", wird Lewandowski zitiert.

Spenden eine Million Euro im Kampf gegen das neue Coronavirus: Anna und Robert Lewandowski. (Archivbild)
Spenden eine Million Euro im Kampf gegen das neue Coronavirus: Anna und Robert Lewandowski. (Archivbild)  © Matthias Balk/dpa

Update, 21. März, 18.29 Uhr: OECD-Chef fordert koordiniertes Vorgehen der Regierungen

OECD-Generalsekretär Angel Gurría fordert Regierungen im Kampf gegen den Coronavirus dringlich zu gemeinsamem und umfassenden Handeln auf. "Dies ist der dritte und bislang größte wirtschaftliche, finanzielle und soziale Schock des 21. Jahrhunderts und erfordere moderne, globale Anstrengungen, die dem Marshallplan und dem New Deal des letzten Jahrhunderts entsprächen", warnte am Samstag der Chef der in Paris ansässigen Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Nur eine international koordinierte Antwort könne den unmittelbaren Gesundheitsnotstand bewältigen und den wirtschaftlichen Schock abfedern, erklärte Gurría in der Pressemitteilung weiter. Der Wirtschaftswissenschaftler rief zu sofortigem Handeln auf, um eine langanhaltende Rezession zu verhindern. Dabei müssten sich die Regierungen besonders auf jene konzentrieren, die sich bereits in physischer, wirtschaftlicher und sozialer Notlage befinden, erklärte er.

Der Wirtschaftswissenschaftler verlangte unter anderem im Gesundheitsbereich Maßnahmen, um so schnell wie möglich Behandlungen und Impfstoffe zu entwickeln und zu produzieren und forderte umfassende Tests und Behandlungen aller Patienten, unabhängig davon, ob sie versichert sind oder nicht.

Zur Unterstützung der Wirtschaft und Unternehmen schlug er die Stundung von Abgaben- und Steuerzahlungen vor, vorübergehende Senkung oder Stundung der Mehrwertsteuer, verbesserte Finanzierungszugänge durch Kredite oder staatliche Garantien und spezielle Unterstützungspakete.

Update, 21. März, 18.19 Uhr: Fast 800 Tote an einem Tag in Italien

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat Italien an nur einem Tag fast 800 Tote vermeldet. Bis Samstag starben 4825 Menschen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Das sind 793 mehr als am Vortag und so viele wie bisher an keinem anderen Tag seit dem Ausbruch in dem Land Ende Februar. Besonders stark betroffen ist die nördliche Region Lombardei.

Italien ist das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten wegen des Coronavirus auf der Welt. Die Regierung hatte daher erst am Freitag die Ausgangssperren verschärft, die seit dem 10. März landesweit gelten. Allerdings fordern Regionalpolitiker im Norden weitere Maßnahmen. In der Lombardei war der Ausbruch vor einem Monat bemerkt worden.

Insgesamt stieg die Zahl der Infizierten auf 53.578 Menschen - das sind mehr als 4800 mehr als am Vortag.

Giuseppe Conte (55) ist der amtierende Premierminister Italiens. 
Giuseppe Conte (55) ist der amtierende Premierminister Italiens.  © Cosimo Martemucci/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Update, 21. März, 17.56 Uhr: Vierter Todesfall in Niedersachsen

In Niedersachsen sind die ersten vier Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Zwei Männer im Alter von 70 und 84 Jahren seien am Freitag in Krankenhäusern der Region Hannover gestorben, teilte die Region Hannover mit. Ob bei den Männern auch andere Krankheitssymptome vorlagen und wie lange sie im Krankenhaus behandelt worden waren, blieb offen. 

Im Landkreis Harburg starb in der Nacht zum Samstag ein 87-Jähriger, der nach Angaben des Landkreises eine Vorerkrankung hatte und seit einigen Tagen in einem Krankenhaus behandelt wurde. Ein 66-jähriger Mann aus dem Kreisgebiet Leer starb am Samstag im Krankenhaus, wie ein Kreissprecher mitteilte. 

Der Mann habe eine schwere Vorerkrankung gehabt. Laut Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Samstag wurden bisher in Niedersachsen 1452 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt, im Vergleich zum Vortag ein Zuwachs um 190.

Stephan Weil (61, SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen.
Stephan Weil (61, SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 21. März, 17.51 Uhr: Fortschritte bei Gesprächen für Billionen-Konjunkturpaket in USA

Bei den Verhandlungen für ein massives Coronavirus-Konjunkturpaket in den USA gibt es führenden Senatoren beider Parteien zufolge gute Fortschritte. Parlament und Regierung wollen voraussichtlich mehr als eine Billion Dollar (900 Milliarden Euro) in die Wirtschaft pumpen. 

"Wir machen sehr gute Fortschritte", sagte der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, am Samstag. Es gebe weiter laufende Gespräche mit Republikanern und dem Finanzministerium, um eine schnelle Verabschiedung zu garantieren.

Der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell erklärte, es gebe noch keine Einigung, aber bereits "wichtige Fortschritte". Alle Seiten seien sich der Dringlichkeit bewusst, den amerikanischen Bürgern und Firmen nun schnell Hilfe zukommen zu lassen. 

Er strebe eine Abstimmung im Senat über das Konjunkturpaket am Montag an, sagte McConnell. Das Konjunkturpaket werde ein Produkt der Verhandlungen der beiden großen Parteien und der Regierung sein, sagte er.

Chuck Schumer (69) äußerte sich. 
Chuck Schumer (69) äußerte sich.  © J. Scott Applewhite/AP/dpa

Nach Vorstellung der Republikaner sollen die meisten Steuerzahler unter anderem einen Scheck über 1200 US-Dollar bekommen, pro Kind soll es zusätzlich noch 500 US-Dollar geben. 

Allein für solche Direkthilfen sollen nach einer Vorlage des US-Finanzministeriums rund 500 Milliarden Dollar aufgewendet werden. Mit dem Konjunkturpaket soll auch kleinen und mittleren Unternehmen gezielt geholfen werden. Zudem soll es mehr Geld für den Gesundheitssektor und die Arbeitslosenversicherung geben.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag erklärt, wenn die ersten direkten Hilfszahlungen nicht ausreichen sollten, könnten in einem weiteren Schritt zusätzliche Auszahlungen an die Bürger beschlossen werden. Das genaue Ausmaß der wirtschaftlichen Verwerfungen der Coronavirus-Pandemie ist noch nicht absehbar. Viele Analysten befürchten inzwischen aber eine Rezession.

Update, 21. März, 17.14 Uhr: Niedersachsen meldet dritten Todesfall

In Niedersachsen sind die ersten drei Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Zwei Männer im Alter von 70 und 84 Jahren seien am Freitag in Krankenhäusern der Region Hannover gestorben, teilte die Region Hannover mit. Ob bei den Männern auch andere Krankheitssymptome vorlagen und wie lange sie im Krankenhaus behandelt worden waren, blieb offen. 

Im Landkreis Harburg starb in der Nacht zum Samstag ein 87-Jähriger, der nach Angaben des Landkreises eine Vorerkrankung hatte und seit einigen Tagen in einem Krankenhaus behandelt wurde. Laut Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Samstag wurden bisher in Niedersachsen 1452 Infektion mit dem Coronavirus bestätigt, im Vergleich zum Vortag ein Zuwachs um 190.

Update, 21. März, 16.50 Uhr: Bundesbank-Präsident rechnet mit Rezession in Deutschland

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann (51) geht wegen der Coronavirus-Krise von einer Schrumpfung der Wirtschaftskraft aus. "Eine Rezession in Deutschland ist jetzt wohl unvermeidlich", sagte Weidmann der "Welt" (Samstag). Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus seien aber nötig, um die Ausbreitung zu stoppen.

Weidmann befürwortet die bisherigen Schritte der Bundesregierung bei der Bekämpfung der Epidemie. "Die Bundesregierung hat schnell und richtig gehandelt. Zentral erscheint mir, das Vertrauen der Bürger in das staatliche Handeln zu bewahren." Dazu müsse der Staat auch die ökonomischen Folgen für die Menschen und die Unternehmen eindämmen und nach der Epidemie entschlossen bei der Wiederbelebung der Wirtschaft helfen. "Die Geldpolitik unterstützt, sie kann aber diesmal bei der Verteidigung nicht an vorderster Front stehen."

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wegen der Coronavirus-Krise bereits ein neues Anleihenkaufprogramm im Volumen von 750 Milliarden Euro beschlossen - und weitere Schritte sind möglich. 

 Jens Weidmann (51), Präsident der Bundesbank. 
Jens Weidmann (51), Präsident der Bundesbank.  © Kay Nietfeld/dpa

"Die EZB ist in der komfortablen Situation, dass sie über eine ganze Reihe von Instrumenten verfügt, die alle noch nicht ausgeschöpft sind", sagte EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". 

Auch sie betonte aber, dass zur Lösung der Krise vor allem die Politik gefordert sei. So sprach sie sich für gemeinsame Krisen-Anleihen der Euro-Mitgliedsstaaten aus. Auch die Ausgabe einmaliger "Corona-Anleihen" sei denkbar.

Weidmann betonte, dass Deutschland dank solider Staatsfinanzen gut dastehe, um die Krise zu stemmen. "Es war genau richtig, dass Deutschland den Staatshaushalt in Zeiten guter Konjunktur konsolidiert hat. Dadurch sind jetzt Spielräume da, um mit dieser schweren Krise umzugehen."

Update, 21. März, 16.38 Uhr: Deutsche Kliniken wollen Patienten aus Frankreich aufnehmen

Die Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Mannheim und Ulm wollen französische Coronavirus-Patienten aus dem benachbarten Elsass aufnehmen, die dringend auf Beatmung angewiesen sind. Darauf hätten sich die Häuser gemeinsam verständigt, teilte das baden-württembergische Wissenschaftsministerium am Samstag in Stuttgart mit. 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (71, Grüne) habe den grenznahen französischen Krankenhäusern, die im Kampf gegen Corona an der Grenze ihrer Kapazitäten angelangt seien, Hilfe zugesagt. Die vier Unikliniken hätten sich dazu bereiterklärt, schnell und unbürokratisch zu handeln und sofort neun Patienten aufzunehmen.

Die Freiburger Klinik hatte zuvor mitgeteilt, zwei französische Patienten aufnehmen zu wollen und Beatmungsplätze für sie bereitzustellen. Sie sollten im Lauf des Samstags nach Freiburg verlegt werden.

Deutsche Kliniken wollen Frankreich helfen (Symbolbild). 
Deutsche Kliniken wollen Frankreich helfen (Symbolbild).  © Patrick Seeger/dpa

Update, 21. März, 16.24 Uhr: Infektionsschutzgesetz soll verschärft werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU) will schärfere Regel beim Infektionsschutz im Eilverfahren auf den Weg bringen. Der entsprechende Entwurf liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtete zuvor darüber. Der Bund soll demnach künftig mehr Eingriffsmöglichkeiten im ganzen Land erhalten. Das Gesetz soll gemeinsam mit weiteren Hilfs- und Schutzgesetzen der Regierung in einem großen Paket bereits kommende Woche beschlossen werden.

Diejenigen, die noch nach Deutschland einreisen dürfen oder aus Risikogebieten eingereist sind, sollen gesetzlich verpflichtet werden, über ihre Reiseroute und ihren Gesundheitszustand Auskunft zu geben oder bestimmte «Maßnahmen zu dulden».

Den zuständigen Gesundheitsbehörden soll bei einer "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" wie im aktuellen Fall die Befugnis eingeräumt werden, Kontaktpersonen von Erkrankten anhand von Handy-Standortdaten zu ermitteln, dadurch ihre Bewegung zu verfolgen und sie im Verdachtsfall zu kontaktieren. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU).
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU).  © Michael Kappeler/dpa

Zugleich sollen die zuständigen Behörden Verkehrsdaten zur Bestimmung des Aufenthaltsortes nutzen dürfen - etwa um den Betroffenen über sein persönliches Risiko zu informieren. Die Mobilfunkanbieter sollen den Gesundheitsbehörden die Standortdaten zur Verfügung stellen müssen.

Anordnen können soll das Bundesgesundheitsministerium auch Maßnahmen zur Sicherstellung der Grundversorgung mit Arzneimitteln - etwa wenn bestimmte Medikamente bevorratet werden müssen. Zudem sollen medizinische Fachleute für die Gesundheitsversorgung abgestellt werden können, etwa wenn es in Krankenhäusern zu Personalengpässen kommt.

Spahn sagte der "FAZ", Bund und Länder arbeiteten bei der Bewältigung dieser Epidemie Hand in Hand. Nun sollten Kompetenzen gebündelt werden. "Und noch wichtiger: Wir können künftig in einer Lage wie dieser binnen Stunden für Ärzte, Pflegekräfte, Apotheker und alle anderen, die weit über das normale Maß anpacken, Bürokratie wegnehmen, Regeln anpassen, Vergütungen erhöhen."

Update, 21. März, 16.20 Uhr: 76 Todesfälle, über 21.000 Infizierte in Deutschland

  Die Zahlen in Deutschland steigen weiter an.
Die Zahlen in Deutschland steigen weiter an.  © TAG24

Update, 21. März, 16.15 Uhr: Prüfungen bei Hartz IV sollen ausgesetzt werden

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will in der Coronavirus-Krise bei einem Hartz-IV-Antrag die Vermögensprüfung

für ein halbes Jahr aussetzen. "Wir sorgen jetzt dafür, dass die aufwendige Vermögensprüfung für sechs Monate ab dem 1. April entfällt", sagte Heil der "Bild am Sonntag". "Außerdem kann jeder weiter in seiner Wohnung bleiben." Die Leistungen der Grundsicherung würden schnell und unbürokratisch gewährt. "Das hilft erst einmal, um nicht ins Bodenlose zu stürzen."

Das Bundesarbeitsministerium rechnet in der Krise mit bis zu 1,2 Millionen zusätzlichen Beziehern der Grundsicherung. In einem Gesetzentwurf, der gemeinsam mit einer Vielzahl weiterer Gesetze in der kommenden Woche beschlossen werden soll, heißt es nach Angaben der Zeitung, allein bis zu 700.000 Solo-Selbstständige und bis zu 300.000 Selbstständige mit Angestellten kämen für eine Antragstellung in Frage. Für den Bundeshaushalt und die Kommunen bedeute das knapp 10 Milliarden Euro Mehrkosten.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (47, SPD).
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (47, SPD).  © Kay Nietfeld/dpa Pool/dpa

Update, 21. März, 15.59 Uhr: Niedersachsen meldet die ersten zwei Todesfälle

In Niedersachsen sind die ersten beiden Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die beiden Männer im Alter von 70 und 84 Jahren seien am Freitag in Krankenhäusern der Region gestorben, sagte eine Sprecherin der Region Hannover am Samstag.

Ob bei den Männern auch andere Krankheitssymptome vorlagen und wie lange sie im Krankenhaus behandelt worden waren, ließ die Sprecherin offen. Weitere Informationen solle es am Samstag nicht geben. "Unsere Anteilnahme gilt den Angehörigen und den Freunden der beiden Verstorbenen", sagte Regionspräsident Hauke Jagau laut einer Mitteilung.

Niedersachsens MP Weil (61, SPD). 
Niedersachsens MP Weil (61, SPD).  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 21. März, 15.51 Uhr: Getränkebranche warnt vor "Hamstern" von Leergut

Die Getränkebranche appelliert an ihre Kunden, Getränke trotz der Angst vor dem Coronavirus nicht massenweise in Kellern und Kammern zu lagern. Es müsse ausreichend Leergut in den Kreislauf des Mehrwegsystems zurückkommen, sagt Julian Schwarzat vom Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (GFGH). "Das Mehrwegsystem ist ein Kreislaufsystem. Es ist darauf angewiesen, dass Leergut wieder zurückgebracht wird."

Angespannt sei die Lage vor allem beim Mineralwasser, wenngleich das System nicht vor dem Kollaps stehe, wie Schwarzat betont. Es gebe keinen Grund, kistenweise Flaschen zu horten. Mehrere große Verbände hatten zuvor in einer gemeinsamen Erklärung dazu aufgefordert, leere Flaschen und Kästen zurückzubringen.

Mehrwegflaschen eignen sich nicht zum Sammeln. 
Mehrwegflaschen eignen sich nicht zum Sammeln.  © Ina Fassbender/dpa

Update, 21. März, 15.25 Uhr: 74 Todesfälle, über 21.000 Infizierte in Deutschland

         
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Update, 21. März, 15.19 Uhr: Eishockey-WM in der Schweiz abgesagt

Die Eishockey-Weltmeisterschaft vom 8. bis 24. Mai in der Schweiz fällt aufgrund der Coronavirus-Pandemie aus. Das teilte der Weltverband am Samstag mit.
   
© Jaroslav Ožana/CTK/dpa

Update, 21. März, 15.06 Uhr: Deutschland in Zeiten von Corona

Auch in der sächsischen Landeshauptstadt ist die Innenstadt gespenstisch leer. In der zentral gelegenen Altmarkt Galerie ist kaum noch ein Mensch zu sehen.

Mehr Infos zu Dresden >> hier.

Sachsen, Dresden: Normalerweise würde es in der Altmarkt Galerie am Samstag nur so vor Menschen wimmeln.
Sachsen, Dresden: Normalerweise würde es in der Altmarkt Galerie am Samstag nur so vor Menschen wimmeln.  © Norbert Neumann

Update, 21. März, 14.55 Uhr: Deutschland in Zeiten von Corona

Bayern, Nürnberg: Die sonst am Wochenende gut besuchte Innenstadt, hier die Einkaufstraße Karolinenstraße mit der Lorenzkirche im Hintergrund, bleibt gegen 12:00 Uhr so gut wie leer. 
Bayern, Nürnberg: Die sonst am Wochenende gut besuchte Innenstadt, hier die Einkaufstraße Karolinenstraße mit der Lorenzkirche im Hintergrund, bleibt gegen 12:00 Uhr so gut wie leer.  © Daniel Karmann/dpa
Hamburg: Die Einkaufsstraße "Spitalerstraße" ist zur Mittagszeit fast menschenleer.
Hamburg: Die Einkaufsstraße "Spitalerstraße" ist zur Mittagszeit fast menschenleer.  © Daniel Bockwoldt/dpa
Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Trotz Sonnenschein sind nur wenige Spaziergänger am Ostseestrand unterwegs. 
Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Trotz Sonnenschein sind nur wenige Spaziergänger am Ostseestrand unterwegs.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. März, 14.47 Uhr: Norwegische Regierung bekommt mehr Vollmachten

Die Parteien im norwegischen Parlament haben sich am Samstag auf ein Krisengesetz geeinigt, das der Regierung in gewissen Bereichen mehr Vollmachten gibt. 

Für die Dauer von einem Monat soll die Minderheitsregierung aus Konservativen, Liberalen und Christen Maßnahmen beschließen können, ohne das Parlament konsultieren zu müssen. 

Damit soll der Weg für schnelle Entscheidungen freigemacht werden, die zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie notwendig sein könnten. Das Parlament soll am Dienstag darüber abstimmen.

Ministerpräsidentin Erna Solberg hatte ursprünglich ein halbes Jahr freie Hand haben wollen. Die Opposition war aber nur bereit, dem Krisengesetz zuzustimmen, wenn es auf die Dauer von einem Monat begrenzt wird. Außerdem kann eine Vorschrift mit den Stimmen von einem Drittel der Abgeordneten im Parlament gestoppt werden.

Update, 21. März, 14.41 Uhr: Musiker*innen für Deutschland

Die Tagesschau teilt aktuell auf Instagram eine Aktion, nach der sich alle Musiker/innen am Sonntag um Punkt 18 Uhr an ihre Fenster stellen sollen, um gemeinsam zu musizieren.

Update, 21. März, 14.37 Uhr: Bund will bis zu 15.000 Euro an Kleinunternehmen zahlen

Kleine Unternehmen und Selbstständige sollen infolge der Coronavirus-Krise Soforthilfen in Höhe von bis zu 15.000 Euro erhalten. Dies geht aus einem Gesetzesentwurf des Finanz- und Wirtschaftsministeriums hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über den das Handelsblatt zuvor berichtete. An diesem Montag soll der Entwurf vom Bundeskabinett und dann in derselben Woche von Bundesrat und Bundestag beschlossen werden.

Update, 21. März, 14.28 Uhr: 21. Todesfall in Bayern

In Bayern sind inzwischen 3695 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen am Samstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Demnach sind bislang 21 Patienten mit einer Infektion gestorben.

Update, 21. März, 14.19 Uhr: Vorerst keine großen Straßensperren in München

Große Straßensperren plant die Münchner Polizei zur Durchsetzung der Ausgangsbeschränkungen zunächst nicht.

"Es wird auch nicht so sein, dass jemand, der unterwegs ist, alle fünf Meter von einem Kollegen von mir angesprochen wird", sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins am Samstag in einem Interview mit dem Sender Bayern 2.

An einzelnen Stellen stoppten Polizisten am Samstag aber Autofahrer, um sie nach dem Grund der Fahrt zu befragen. Diese Kontrollen hingen vom Ermessen der Beamten ab, ergänzte ein anderer Polizeisprecher auf dpa-Nachfrage. Die Regel seien diese Befragungen nicht.

Gebe es Hinweise auf "größere Fußgängerströme", dann würden die Beamten da sein, sagte da Gloria Martins im BR weiter. Diese Kontrollen würden mit Fingerspitzengefühl durchgeführt. "Wir wollen die Menschen nicht weiter dadurch belasten, dass sie die Polizei ständig im Nacken haben."

In der Landeshauptstadt habe es in der Nacht auf Samstag nur wenige Verstöße gegeben. "Die meisten Menschen verhalten sich sehr kooperativ", erklärte da Gloria Martins.

Ein Polizist stoppt an einer Kontrollstelle ein Fahrzeug mit seiner Kelle. Im Zuge der neu auferlegten Ausgangsbeschränkungen befragt die Polizei die Insassen von Fahrzeugen nach dem Grund und der Notwendigkeit ihrer Fahrt.
Ein Polizist stoppt an einer Kontrollstelle ein Fahrzeug mit seiner Kelle. Im Zuge der neu auferlegten Ausgangsbeschränkungen befragt die Polizei die Insassen von Fahrzeugen nach dem Grund und der Notwendigkeit ihrer Fahrt.  © Matthias Balk/dpa

Update, 21. März, 14.11 Uhr: Zwei Mal heiraten wegen Coronavirus: Spanische Stadt macht es möglich

Wer in den nächsten Tagen und Wochen im nordspanischen Santander seine Hochzeit geplant hat, braucht nicht auf eine große Feier zu verzichten:

Die Stadtverwaltung kündigte an, dass sich Paare, die ihre Trauung aus verschiedenen Gründen nicht verschieben können, zwei Mal das Jawort geben können - während der Krise samt Ausgangssperre mit den nötigen Schutzvorkehrungen und später noch einmal im Beisein von Familie und Freunden.

So könnten Hochzeitspaare ihren großen Tag "so feiern, wie Sie es sich vorgestellt haben, wenn sich alles wieder normalisiert", so die Behörden der kantabrischen Hauptstadt.

Update, 21. März, 14 Uhr: Aktueller Stand der Dinge - Marke von 20.000 ^

 
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Update, 21. März, 13.57 Uhr: Olympia-Absage wäre "am wenigsten faire Lösung"

IOC-Präsident Thomas Bach (66) hält das Festhalten an der planmäßigen Austragung der Olympischen Spiele trotz der Coronavirus-Pandemie vor allem im Interesse der Sportler für gerechtfertigt.

"Die Absage würde den olympischen Traum von 11.000 Athleten aus 206 Nationalen Olympischen Komitees und dem IOC-Flüchtlingsteam zerstören", sagte der 66-jährige Tauberbischofsheimer im Interview des Südwestdeutschen Rundfunks am Samstag. "Eine solche Absage wäre die am wenigsten faire Lösung."

Außerdem betonte er, dass man die Spiele nicht so einfach wie Spieltage im Fußball auf einen anderen Termin verlegen könne."Olympische Spiele können Sie nicht verschieben wie ein Fußballspiel am nächsten Samstag", erklärte Bach, der wegen der Schließung des "Olympic House" in Lausanne im Home-Office arbeitet.

"Das ist ein sehr komplexes Unternehmen, bei dem Sie nur verantwortlich handeln können, wenn sie verlässliche und klare Entscheidungsgrundlagen haben und die beobachten wir tagtäglich, 24 Stunden."

IOC-Präsident Thomas Bach (66).
IOC-Präsident Thomas Bach (66).  © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Update, 21. März, 13.50 Uhr: Präsident von Olympique Lyon für Abbruch der Champions League

Der Präsident des französischen Spitzenclubs Olympique Lyon hat zur Rettung der nationalen Fußball-Ligen einen Abbruch der Saison im Europapokal ins Gespräch gebracht.

"Man muss Entscheidungen treffen, mutig sein. Die Champions League, die Pokalfinals und die Länderspiele fallen lassen. Sich nur auf die Liga konzentrieren", sagte Jean-Michel Aulas französischen Medienberichten zufolge dem Sender RTL. "Wenn wir die Ligue 1 retten wollen, muss sie unbedingt vor dem 30. Juni beendet sein", ergänzte der Funktionär.

Lyon hatte im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zu Hause 1:0 gegen Juventus Turin gewonnen. Das Rückspiel wurde nicht mehr gespielt, nachdem die UEFA den Wettbewerb wegen der Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie ausgesetzt hatte.

Update, 21. März, 13.42 Uhr: Verkehrslage an Grenzen nach Polen und Tschechien entspannt sich

An der deutsch-polnischen Grenze ist der Verkehr am Samstag an den meisten Grenzübergängen wieder ohne Wartezeiten geflossen. Das teilte der polnische Grenzschutz auf seiner Webseite mit. Die einzige Ausnahme bildete demnach Jedrzychowice an der A4 bei Görlitz. Dort mussten Lastwagen rund eineinhalb Stunden warten, der Autoverkehr lief auch hier fließend.

Auch die tschechische Polizei meldete nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK keine nennenswerten Behinderungen an der tschechisch-deutschen Grenze, obwohl in Tschechien verschärfte Grenzübertrittsregeln für Pendler in Kraft getreten waren.

Berufspendler, die die deutsch-tschechische Grenze regelmäßig überqueren, sind zwar vom tschechischen Ein- und Ausreiseverbot weiterhin ausgenommen. Sie müssen aber seit Samstag ein "Ausweisbuch für grenzüberschreitende Arbeitskräfte" vorlegen.

Dennoch meldete Tschechien keine Staus an der deutschen Grenze, sehr wohl aber an der Autobahngrenze zur Slowakei.

Dies hing damit zusammen, dass Ungarn schon zuvor seine Grenzen weitgehend dicht gemacht hatte. Lastautos, die nach Ungarn wollten, oder durch Ungarn in andere Länder wie etwa Rumänien, stauten sich deshalb durch die ganze Slowakei bis nach Tschechien.

Noch vor wenigen Tagen sah es so an der deutsch-polnischen Grenze aus.
Noch vor wenigen Tagen sah es so an der deutsch-polnischen Grenze aus.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. März, 13.35 Uhr: Handball-Nationalspieler Groetzki positiv auf Coronavirus getestet

Handball-Bundesligist Rhein-Neckar Löwen verzeichnet einen weiteren positiven Test auf das Coronavirus. Auch Nationalspieler Patrick Groetzki hat sich mit dem Sars-CoV-2 infiziert, wie der Rechtsaußen auf seinem Instagram-Account mitteilte.

"Der Verlauf war bei mir sehr mild. Eine Nacht leichtes Fieber mit Schnupfen und Husten, woraufhin mein Test stattgefunden hat. Nach einem Tag im Bett ging es mir schon viel besser und nun bin ich wieder ganz fit", schrieb Groetzki.

Den Club aus Baden-Württemberg hat es besonders schwer getroffen. Vor Groetzki waren bereits die Mitspieler Mads Mensah Larsen, Jannik Kohlbacher und Gedeon Guardiola sowie Trainer Martin Schwalb positiv getestet worden.

"Die Anzahl der positiven Tests allein bei uns in der Mannschaft zeigt, wie aggressiv dieses Virus ist und soll alle noch einmal umso mehr daran erinnern, wie wichtig es in diesen Zeiten ist, zu Hause zu bleiben und allen Empfehlungen zu folgen", betonte Groetzki. Die komplette Mannschaft der Löwen befindet sich aktuell in Quarantäne.

Auch der Trainer des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin, Michael Roth ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der frühere Nationalspieler hatte sich in Hamburg einem Test unterzogen, nachdem er Erkältungssymptome aufgewiesen hatte, wie die Füchse am Samstag mitteilten.

"Ich bin jetzt in Quarantäne, aber mir geht es gut. Wichtig ist, dass sich alle an die Vorgaben der Bundesregierung halten, um das Virus bestmöglich einzudämmen", schrieb Roth, der die 14 Tage Quarantäne in Hamburg verbringen wird.

Update, 21. März, 13.20 Uhr: Zahlen in Spanien klettern: 25.000 Infizierte, 1300 Tote

In Spanien steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle weiter drastisch an. Bis zum Samstagmittag meldete das Gesundheitsministerium fast 25.000 Infizierte - 5000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf mehr als 1300 nach 1000 am Freitag.

Besonders heftig betroffen ist weiter die Region Madrid, wo fast 9000 Fälle und 800 Todesopfer verzeichnet wurden. Das örtliche Verkehrsministerium kündigte an, ab sofort auch Linienbusse zum Transport der Kranken einzusetzen.

Die Intensivstationen einiger Krankenhäuser seien bereits am Limit, zitierte das spanische Fernsehen die Behörden. In Spanien herrscht seit einer Woche eine landesweite Ausgangssperre. Sie soll zunächst für 15 Tage gelten, könnte aber vom Parlament verlängert werden.

Die Behörden hoffen, dass die Ansteckungswelle bald ihren Höhepunkt erreicht und sich die Entwicklung dann verlangsamt.

Update, 21. März, 13.12 Uhr: Bund ändert laut Medienbericht das Infektionsschutzgesetz

Nach Informationen der FAZ ändert der Bund das sogenannte Infektionsschutzgesetz. Dadurch erhält er zukünftig mehr Eingriffsmöglichkeiten, während die Länder zum Teil entmachtet werden:

"Künftig kann die Bundesregierung zum Beispiel grenzüberschreitende Personentransporte untersagen, per Handyortung die Kontaktpersonen von Infizierten suchen, die Versorgung mit Arzneien und Schutzausrüstung zentral steuern und medizinisches Personal zwangsrekrutieren. Sie kann aber keine Ausgangssperren anordnen, wie sie derzeit im Gespräch und in einigen Ländern schon in Kraft sind."

Der Entwurf soll am Montag im Bundeskabinett verabschiedet werden und danach gleich an Bundestag und -rat gehen, um möglichst schnell in Kraft treten zu können.

Zukünftig soll der Bund mehr Verfügungsgewalten über seine Bürger haben.
Zukünftig soll der Bund mehr Verfügungsgewalten über seine Bürger haben.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 21. März, 12.56 Uhr: Hermes führt kontaktlose Paketannahme ein

Der Versandlogistiker Hermes hat wegen der Gefahren durch das Coronavirus ein neues Verfahren bei der Annahme von Paketen entwickelt, das ohne direkten Kontakt mit Zusteller und Scanner auskommt. Das teilte Hermes am Samstag in Hamburg mit.

Der Empfänger muss nun das Paket nicht mehr auf einem Scanner quittieren, sondern auf dem Paket selbst. Der Zusteller fotografiert die Unterschrift mit dem Zustellcode auf dem Paket, so dass die Zustellung rechtssicher dokumentiert ist.

Damit könnten Zusteller und Kunde auf Abstand bleiben und seien besser geschützt. Zudem könnten die Kunden schon bisher die Zustellung an Ablageorten wie auf der Terrasse oder vor der Wohnungstür wählen.

 
© Daniel Bockwoldt/dpa (Symbolbild)

Update, 21. März, 12.53 Uhr: Über 6700 Corona-Infektionen in NRW - Sechs neue Todesopfer

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Samstag (Stand 11.30 Uhr) gab es in NRW 6740 nachgewiesene Fälle. Das ist im bevölkerungsreichsten Bundesland ein Zuwachs von mehr als 1000 im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der erfassten Todesfälle in NRW stieg um 6 auf 23.

Weiterhin meldet der Kreis Heinsberg die meisten Infektionen: Die Zahl erhöhte sich innerhalb von 24 Stunden leicht von 874 auf jetzt 916. In Köln gab es 629 Fälle, am Vortag waren es 521.

Update, 21. März, 12.50 Uhr: Leipzigs OB Jung fordert einheitliche Regeln für Sachsen

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) dringt zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf sachsenweit einheitliche Regeln. Es mache keinen Sinn, dass Kommunen unterschiedliche Vorschriften erlassen, sagte sein Sprecher Matthias Hasberg am Samstag.

Die Stadt Dresden hatte mit Wirkung ab Mitternacht eine Allgemeinverfügung verlassen, die über die Vorschriften des Landes Sachsen zur weitgehenden Beschränkung des öffentlichen Lebens hinausgeht. Uneinheitliche Lösungen seien den Menschen nicht nur schwer zu erklären. Sie machten auch medizinisch keinen Sinn, sagte Hasberg.

Die Einhaltung der bisherigen Vorschriften funktioniere derweil immer noch nicht so gut, wie die Behörden hoffen. "Was nach wie vor ein Problem ist, sind die Parks und die Feiern dort", sagte Hasberg. Auch an die Spielplatzsperrungen hielten sich nicht alle Menschen.

"Da gibt es nach wie vor heftige Diskussionen mit den Eltern." Vor Bäckereien und Drogerien waren am Samstag allerdings weit auseinandergezogene Schlangen zu beobachten, in denen die Menschen auf Abstand gingen.

Mehr Infos zur Lag in Dresden >> hier, Leipzig >> hier und Chemnitz >> hier.

Update, 21. März, 12.42 Uhr: Maßnahmen in Europa

Hier eine Übersicht (Stand: 21. März) über die momentan in Europa verhängten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

 
© TAG24

Update, 21. März, 12.34 Uhr: Supermärkte machen von längeren Öffnungszeiten keinen Gebrauch

Um den Andrang in Supermärkten zu entzerren, hat Bayern die möglichen Ladenöffnungszeiten ausgeweitet - doch die großen Ketten machen davon keinen Gebrauch. Der Grund ist, dass die Mitarbeiter geschont werden sollen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur am Samstag ergab.

"Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen Ruhephasen, um Kräfte zu sammeln, sich zu erholen, Zeit mit ihren Partnern und Familien zu verbringen", erläuterte etwa eine Sprecherin von Aldi Süd.

Ähnlich argumentierte auch der Sprecher für Rewe und Penny: "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten seit Wochen Großartiges. Sie brauchen dringend einen freien Tag."

Ein Edeka-Sprecher teilte mit: "Schon jetzt sind viele Kolleginnen und Kollegen an den Grenzen ihrer Belastbarkeit. Jetzt noch einen Tag länger zu öffnen, würde diese Situation weiter verschärfen." Die Versorgung der Kunden mit Lebensmitteln sei auch mit den bestehenden Öffnungszeiten gewährleistet. Eine Netto-Sprecherin äußerte sich ebenso.

Zugleich machte sie nochmal deutlich, dass die Versorgung mit Lebensmitteln weiterhin bundesweit sichergestellt sei. "Wir beobachten zwar, dass es in einigen Sortimentsbereichen, etwa haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln und Konserven oder auch Hygieneprodukten, zu einer erhöhten Nachfrage kommt.

Dennoch können wir die tägliche Belieferung der Märkte mit ausreichend Ware über unsere Logistikzentren weiterhin gewährleisten."

Update, 21. März, 12.23 Uhr: "Drive Inn" für Coronavirus-Test in Gera im Betrieb

Thüringen ist jetzt flächendeckend mit zentralen Anlaufstellen für Coronavirus-Tests versorgt. Am Samstag nahm in Gera eine Teststation den Betrieb auf. Sie ist auf einem Parkplatz aufgebaut und besteht aus Zelten. Genutzt werden darf sie nur nach vorheriger Terminvorgabe durch das Gesundheitsamt oder den Hausarzt bei begründeten Verdachtsfällen.

Zu den Tests im "Corona Drive Inn" können die Patienten mit dem Auto vorfahren, die Abstriche werden dann aus dem Auto heraus genommen - als Infektionsschutz für das Personal.

In Thüringen hat die Kassenärztliche Vereinigung in Zusammenarbeit mit den Kommunen rund 30 Teststellen in etwa 20 Städten aufgebaut. Teilweise wurden dafür auch Container aufgebaut. Das in den Stützpunkten eingesetzte medizinische Personal wird von der KV vermittelt.

Thüringen, Gera: Ein Mitarbeiter des Arbeiter Samariter Bundes steht bei einem Probelauf neben einem Testfahrzeug in einem Zelt.
Thüringen, Gera: Ein Mitarbeiter des Arbeiter Samariter Bundes steht bei einem Probelauf neben einem Testfahrzeug in einem Zelt.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. März, 12.10 Uhr: Zahl der Covid-19-Kranken und -Toten steigt in Belgien stark

Die Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus und der Covid-19-Todesfälle ist in Belgien stark gestiegen. Wie die Gesundheitsdienste am Samstag mitteilten, zählten die Ärzte am Vortag 559 neue Ansteckungen. Die Gesamtzahl stieg damit auf 2815 seit dem Ausbruch des Virus.

Allein am Freitag starben 30 infizierte Menschen, was die Gesamtzahl der Todesopfer im Land auf 67 erhöhte. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen stieg am dritten Tag der allgemeinen Ausgangssperre um 74 auf zuletzt 238, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Update, 21. März, 12.08 Uhr: In China und Taiwan wächst die Angst vor Coronavirus-Importen

In China sind offiziellen Angaben zufolge den dritten Tag in Folge keine neuen Coronavirus-Infektionen hinzugekommen, die im Inland übertragen wurden. Allerdings meldete Chinas nationale Gesundheitskommission am Samstag 41 neue Fälle, bei denen es sich ausschließlich um Reisende handele, die jüngst aus dem Ausland zurückgekehrt seien. Insgesamt zählt China damit bislang 269 solcher importierten Corona-Infektionen.

Peking setzte Maßnahmen in Gang, um eine sogenannte zweite Welle von Infektionen zu verhindern. Unter anderem verhängte die Regierung eine Quarantäne für alle, die aus dem Ausland in die Hauptstadt einreisen wollten. Auch wurden einige Flüge mit Ziel Peking umgeleitet.

Auch in Taiwan stieg die Furcht vor einer zweiten Ansteckungswelle. Nachdem der Inselstaat es zunächst geschafft hatte, durch schnelles Handeln die Ausbreitung des Virus zu unterbrechen, vermeldete das Land am Samstag einen weiteren Anstieg bei den sogenannten importierten Covid-19-Fällen.

Alltag in China. Menschen stehen in Wuhan nach Fleisch an. Im einstigen Epizentrum der Pandemie gibt es aktuell keine neuen Fälle.
Alltag in China. Menschen stehen in Wuhan nach Fleisch an. Im einstigen Epizentrum der Pandemie gibt es aktuell keine neuen Fälle.  © Uncredited/CHINATOPIX/dpa

Update, 21. März, 12.05 Uhr: Sextoys und Kondome stark gefragt

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, halten sich die Menschen vor allem zuhause auf - und decken sich mit Sextoys und Kondomen ein. Der Kondomhersteller Ritex etwa teilte mit, dass im Vergleich zum Vorjahresmonat doppelt so viele Kondome gekauft wurden.

"Besonders stark haben sich Großpackungen verkauft." Gleitgel werde ebenfalls mehr nachgefragt. Auch der Berliner Hersteller Einhorn teilte mit, dass deutlich mehr der fairen Kondome gekauft würden.

Auch Sexspielzeug wird seit dem Ausbruch der Pandemie beliebter. Die Bestellzahlen bei dem Online-Erotikshop Eis.de steigen eigenen Angaben zufolge parallel zum Auftauchen des Coronavirus. Besonders nachgefragt seien aktuell Druckwellen-Vibratoren.

Auch im Onlineshop von Orion ist mehr los seit der Corona-Krise, sagte eine Sprecherin.

Kondome sind momentan stark nachgefragt.
Kondome sind momentan stark nachgefragt.  © Oliver Berg/dpa

Update, 21. März, 11.54 Uhr: Erster Thüringer Corona-Patient aus Saale-Orla-Kreis genesen

Der offiziell erste Thüringer Coronavirus-Patient aus dem Saale-Orla-Kreis ist von seiner Erkrankung genesen. Der 57-Jährige aus dem Orlatal sei in dieser Woche gesund aus dem Krankenhaus entlassen worden, teilte das Landratsamt in Schleiz am Samstag mit.

Bei dem Mann war Anfang März eine Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus nachgewiesen worden. Es war der erste Nachweis des Virus in Thüringen. Der 57-Jährige hatte sich in den Winterferien im Skiurlaub in den italienischen Dolomiten angesteckt. Damals galt die Region noch nicht als Corona-Risikogebiet.

Update, 21. März, 11.52 Uhr: Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung im Saarland

Die Polizei im Saarland hat erste Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung festgestellt, die zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verfügt worden ist. In der Nacht zu Samstag habe es etwa 20 Verstöße gegeben, sagte ein Polizeisprecher in Saarbrücken.

Es habe sich meist um Jugendliche gehandelt, die sich versammelt hätten. Sie seien größtenteils uneinsichtig gewesen. Die Grüppchen hätten dann aber aufgelöst werden können.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hatte das Saarland eine Ausgangsbeschränkung verfügt: Seit Samstag 0 Uhr dürfen die Saarländer demnach die eigene Wohnung nur noch verlassen, wenn sie dafür einen triftigen Grund haben.

Das hatte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Freitag angekündigt. Zu den triftigen Gründen gehörten der Weg zu Arbeit, notwendige Einkäufe oder Arztbesuche. Auch gemeinsame Spaziergänge etwa in der Familie mit Abstand zu anderen bleiben weiter möglich.

Update, 21. März, 11.45 Uhr: Frankreichs Städte verschärfen Ausgangssperre

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verschärfen die ersten französischen Städte die Ausgangssperre. Die südfranzösische Stadt Nizza will ab Samstag von 23 Uhr bis in die frühen Morgenstunden hinein ein totales Ausgangsverbot verhängen. Die Touristenorte Vallauris und Menton, die ebenfalls an der Côte d’Azur liegen, hatten bereits am Freitagabend erstmals zu dieser Maßnahme gegriffen.

Auch in Paris wurden die Maßnahmen der Ausgangssperre vor dem Wochenende verschärft. So wurden vor den Bahnhöfen die Kontrollen erhöht. Die Stadt sperrte außerdem die Seine-Ufer sowie Rasenflächen an der Esplanade des Invalides und an der Champ-de-Mars - dort steht der Eiffelturm - für Passanten.

Seit dem Covid-19-Ausbruch wurden in Frankreich bis zum Samstag 12.612 Menschen infiziert, 450 sind an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben. 

Paris: Französische Polizeibeamte kontrollieren eine an der Seine joggende Frau.
Paris: Französische Polizeibeamte kontrollieren eine an der Seine joggende Frau.  © Francois Mori/AP/dpa

Update, 21. März, 11.43 Uhr: Getränkebranche warnt vor "Hamstern" von Leergut

Die Getränkebranche appelliert an ihre Kunden, Getränke trotz der Angst vor dem Coronavirus nicht massenweise in Kellern und Kammern zu lagern. Es müsse ausreichend Leergut in den Kreislauf des Mehrwegsystems zurückkommen, sagt Julian Schwarzat vom Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (GFGH). "Das Mehrwegsystem ist ein Kreislaufsystem. Es ist darauf angewiesen, dass Leergut wieder zurückgebracht wird."

Angespannt sei die Lage vor allem beim Mineralwasser, wenngleich das System nicht vor dem Kollaps stehe, wie Schwarzat betont. Es gebe keinen Grund, kistenweise Flaschen zu horten. Mehrere große Verbände hatten zuvor in einer gemeinsamen Erklärung dazu aufgefordert, leere Flaschen und Kästen zurückzubringen.

Update, 21. März, 11.17 Uhr: Mietern soll in Krise nicht gekündigt werden dürfen

Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Gelten soll dies für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibe aber im Grundsatz bestehen. Auch weiteren Schuldnern, die wegen der Corona-Pandemie ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen können, sollen keine rechtliche Folgen drohen. Bei Darlehen soll es eine gesetzliche Stundungsregelung geben.

Die Vorlage soll an diesem Montag im Bundeskabinett und am Mittwoch im Bundestag beschlossen werden.

In der Vorlage wird die Möglichkeit einer Verlängerung der Fristen um ein Jahr angelegt. "Sollte sich herausstellen, dass der Zeitraum von April bis September 2020 nicht ausreichend ist, (...) wird dem Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz (...) die Möglichkeit eingeräumt, die (...) Befristungen (...) bis höchstens zum 31. Juli 2021 zu verlängern."

Ausgesetzt werden solle die Insolvenzantragspflicht - "es sei denn die Insolvenz beruht nicht auf den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie oder es besteht keine Aussicht auf die Beseitigung einer eingetretenen Zahlungsunfähigkeit".

Hauptversammlungen von Unternehmen sollen online ohne Präsenzpflicht durchgeführt werden können. Für Genossenschaften und Vereine sollen ebenfalls vorübergehend Erleichterungen für die Durchführung von Versammlungen ohne physische Präsenz geschaffen werden.

 
© Bernd Wüstneck/dpa (Symbolbild)

Update, 21. März, 11.01 Uhr: Betretungsverbot für öffentliche Orte - Jena kontrolliert Einhaltung

Nach dem Verbot des Betretens öffentlicher Orte in Jena sind in der Stadt Kontrollen angelaufen, um die Einhaltung zu überprüfen. Neben Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamtes sei auch die Polizei in die Kontrollen einbezogen, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Samstag.

Abgesperrt seien die betreffenden Orte aber nicht. "Öffentliche Plätze kann man schlecht absperren", sagte der Sprecher. Das am Freitagabend erlassene Verbot betrifft Straßen, Wege, Gehwege, Plätze, öffentliche Grünflächen, Parkanlagen, Parkplätze und den Stadtwald. Ziel ist es, das Zusammentreffen von Menschen in Gruppen zu unterbinden. So soll die weitere Verbreitung des Coronavirus eingedämmt werden.

Es gibt aber Ausnahmen: So soll es weiterhin möglich sein, allein, zu zweit, in der Familie oder mit Menschen, die im gleichen Haushalt leben, sowie mit Haustieren an die frische Luft zu gehen.

"Genauso darf die Wohnung natürlich zum Einkaufen, für den Weg zur Arbeit oder zum Arzt verlassen werden. Wer Menschen pflegt oder ihnen beim Einkauf hilft, darf sich dafür ebenfalls im öffentlichen Raum bewegen", heißt es in der Anordnung.

Update, 21. März, 10.50 Uhr: Niedersachsens MP: "Die allermeisten haben begriffen"

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (61, SPD) sieht eine wachsende Bereitschaft und Disziplin der Menschen, sich an die Auflagen wegen der Coronavirus-Ausbreitung zu halten. "Die allermeisten Menschen haben begriffen, was die Stunde geschlagen hat", sagte Weil am Samstagmorgen im Gespräch mit Hörern des Radiosenders NDR 1 Niedersachsen.

Die Beschränkungen müssten aber noch strikter eingehalten werden, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sagte Weil: "Manchmal fasst man sich schon an den Kopf. Es gibt immer noch ein paar, die es noch nicht begriffen haben."

Zur Frage eines NDR-1-Hörers, ob er weiter vor die Tür gehen dürfe, sagte der Regierungschef: "Gehen Sie raus mit Ihrer Frau, halten Sie Abstand zu anderen Menschen." Weil bekräftigte, dass er eine strikte Ausgangssperre vermeiden wolle:

"Das, was wir an Vorschriften vorgeben, muss auch kontrolliert werden können." In Niedersachsen gebe es aus jetziger Sicht derzeit genügend Einschränkungen.

Der SPD-Politiker verwies auf die neuen Auflagen, wonach Cafés und Restaurant in Niedersachsen ab Samstagabend geschlossen sein müssten. Der Außer-Haus-Verkauf von Speisen soll aber weiter möglich bleiben. Es gehe darum, größere Menschenansammlungen in Gaststätten zu unterbinden.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (61, SPD).
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (61, SPD).  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 21. März, 10.37 Uhr: Verdi fordert in Corona-Krise Aufstockung des Kurzarbeitergeldes

Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes angesichts der Coronavirus-Krise. Landesbezirksleiter Martin Gross sagte laut einer Mitteilung vom Samstag an die Adresse der baden-württembergischen Landesregierung:

"Noch gibt es eine Chance für eine bundesweite Regelung. Wir fordern Thomas Strobl und Nicole Hoffmeister-Kraut eindringlich auf, sich in der Union für eine verpflichtende Aufstockung des Kurzarbeitergeldes für alle Beschäftigten einzusetzen."

Sollte sich die Bundesregierung bis Montag nicht auf diese Maßnahme einigen können, sieht Verdi das Land in der Pflicht. Vielen Menschen drohe sonst ein Abrutschen in die Grundsicherung.

  
© Ronny Hartmann/dpa (Archivbild)

Update, 21. März, 10.32 Uhr: La Repubblica: Der erste wahre Weltkrieg

Zum Ausmaß der Coronavirus-Pandemie schreibt die italienische Zeitung La Repubblica am Samstag:

"Wer wieder die Militärwagen auf dem Weg zu den Krematorien sieht, fragt sich, ob das wirklich der 'Dritte Weltkrieg' ist. Es ist das erste Mal wirklich ein Krieg auf der ganzen Welt, niemand ausgeschlossen, der erste wahre Weltkrieg. (...) Der Feind ist das Virus, das die ganze Welt zu einem einzigen angegriffenen und hilflosen Volk macht (...), die Toten der Erde im gleichen Feuer verbrannt. Hoffen wir alle, dass bald der Tag kommt, an dem die Namen der Toten im Marmor der Denkmäler der Gefallenen eingeschrieben werden."

Update, 21. März, 10.29 Uhr: 383 bestätigte Coronavirus-Fälle in Schleswig-Holstein

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus steigt in Schleswig-Holstein weiter. Bis einschließlich Freitag waren 383 Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in Kiel am Samstag mitteilte. 29 Personen sind in klinischer Behandlung. Bislang wurde ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung registriert. Am Freitag hatte das Ministerium die Zahl der Sars-CoV-2-Fälle bis einschließlich Donnerstag mit 321 angegeben.

Update, 21. März, 10.21 Uhr: Stand der Dinge

 
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Update, 21. März, 10.15 Uhr: Rapper Eko Fresh: Reißt Euch zusammen, Freunde!

Mit einem eindringlichen Appell hat Rapper Eko Fresh dazu aufgerufen, die von den Behörden aufgestellten Regeln zur Eindämmung des Coronavirus einzuhalten. "Ich bin ungern der Überbringer von schlechten Neuigkeiten, aber diesmal muss es sein. Freunde, was soll das, sich trotzdem zu treffen, gerade in dieser Zeit? Was sollen Grillpartys, Corona-Partys, das ist doch nicht die richtige Einstellung", sagte der Musiker in einem bei Twitter veröffentlichten Video. "Wir müssen jetzt aufeinander achtgeben."

Update, 21. März, 10.11 Uhr: Europa in Zeiten von Corona

Frankreich, Paris: Die französische Flagge ist unter dem Arc de Triomphe zu sehen.
Frankreich, Paris: Die französische Flagge ist unter dem Arc de Triomphe zu sehen.  © Joel Saget/AFP/dpa
Spanien, Barcelona: Ein Mann mit Mundschutz und Schutzbrille geht mit seinem Hund spazieren.
Spanien, Barcelona: Ein Mann mit Mundschutz und Schutzbrille geht mit seinem Hund spazieren.  © Emilio Morenatti/AP/dpa
Italien, Rom: Das Gebiet um das Pantheon steht an einem Freitagabend menschenleer, in einer Zeit des Jahres, in der es normalerweise von Touristen und Barbesuchern überfüllt wäre.
Italien, Rom: Das Gebiet um das Pantheon steht an einem Freitagabend menschenleer, in einer Zeit des Jahres, in der es normalerweise von Touristen und Barbesuchern überfüllt wäre.  © Domenico Stinellis/AP/dpa

Update, 21. März, 10.03 Uhr: Ansammlungsverbot auch in Bochum - nicht mehr als zwei Personen

In Nordrhein-Westfalen hat nach Köln, Leverkusen und Dortmund jetzt auch die Stadt Bochum ein Ansammlungsverbot erlassen. Ab sofort sind in der Ruhrgebietsstadt Ansammlungen von mehr als zwei Personen unter freiem Himmel verboten. Die Maßnahme sei nötig, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verzögern, teilte die Stadt am Freitagabend auf ihrer Homepage mit. Es gibt Ausnahmen: Familien und Personen, die zusammenleben, dürften sich weiterhin gemeinsam im Freien aufhalten.

Update, 21. März, 10 Uhr: Sprunghafter Anstieg der Tagesschau-Nutzung bei YouTube

Die Coronavirus-Krise lässt die Nutzung des Tagesschau-Angebots bei der Videoplattform YouTube hochschnellen. Allein Anfang März wurden die Inhalte 32 Millionen Mal abgerufen, wie aus einer aktuellen Auswertung hervorgeht. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 87 Millionen Abrufe gewesen. Im März kamen 95.000 Abonnenten dazu - rund halb so viele wie 2019.

Insgesamt registriert der Tagesschau-Kanal jetzt 535.000 Abos. Dabei kommt rund ein Drittel der Nutzer aus der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen; mehr als jeder Fünfte (22,5 Prozent) ist zwischen 18 und 24 Jahren alt.

Update, 21. März, 9.42 Uhr: Mann tot in Wohnung aufgefunden

In einer Wohnung in Flörsheim ist ein älterer Mann tot aufgefunden worden, der nach Behördenangaben vermutlich an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben ist. Damit wäre es der dritte Corona-Todesfall in Hessen.

Dem Mann sollte am Freitagabend das - positiv ausgefallene - Testergebnis auf den Erreger Sars-CoV-2 überbracht werden, wie ein Polizeisprecher am Samstag berichtete. Als der Mann die Tür nicht öffnete, seien die Einsatzkräfte in Vollschutzkleidung in die Wohnung gegangen.

Mehr Infos zu Hessen >> hier.

 
© 123RF Viacheslav Krisanov (Symbolbild)

Update, 21. März, 9.20 Uhr: Dopingjäger: Geht weit über Dopingkampf hinaus

Die Welt-Anti-Doping-Agentur will trotz der Coronavirus-Pandemie die sauberen Athleten so gut es geht schützen. Aus diesem Grund hat die Wada ihre Richtlinien der Ausnahmesituation angepasst, teilte die Agentur am Samstag mit.

"Die Wada wird weiterhin mit den Anti-Doping-Organisationen zusammenarbeiten und Führung und Unterstützung bieten, damit die die Integrität des Anti-Doping-Systems so weit wie möglich gewahrt werden kann", sagte Wada-Präsident Witold Banka. "Es wird entscheidend sein, dass das System so schnell wie möglich wieder seine volle Leistungsfähigkeit erlangen kann, sobald die Beschränkungen aufgehoben sind."

Die Sportwelt sei mit einer noch nie da gewesenen Situation konfrontiert. "Covid-19 hat alle Akteure im Bereich der Dopingbekämpfung, einschließlich der Wada, gezwungen, die Art und Weise, wie die tägliche Arbeit durchgeführt wird, anzupassen", sagte der Pole.

"Aber diese Angelegenheit geht weit über die Dopingbekämpfung und den Sport hinaus - es handelt sich um einen globalen Notstand - und unsere erste Priorität muss die öffentliche Gesundheit, Sicherheit und soziale Verantwortung sein."

 
© Franz-Peter Tschauner/dpa (Archivbild)

Update, 21. März, 9.03 Uhr: Ausgangsbeschränkung: Polizei stellt in Bayern kaum Verstöße fest

Seit Samstag gelten in ganz Bayern zur Eindämmung des Coronavirus weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Ab Mitternacht wurden zahlreiche Kontrollen zur Einhaltung der Maßnahmen durchgeführt - dabei wurden nach Angaben der Polizeipräsidien vom Samstagmorgen nur wenige Verstöße festgestellt.

Im Einsatzbereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz zum Beispiel registrierten Beamte drei Verstöße. In Unterfranken stellte die Polizei mehrere Verstöße fest: Fünf Jugendliche hätten in einem Bauwagen einen Geburtstag gefeiert; drei weitere Personen fielen auf, die um ein Lagerfeuer saßen und tranken. In allen Fällen erhalten die Beteiligten eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung.

Bayern, Bamberg: Die menschenleere, für ihre Bars und Kneipen bekannte Sandstraße in der Innenstadt, kurz nachdem die aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus verhängte Ausgangsbeschränkung in Kraft getreten ist.
Bayern, Bamberg: Die menschenleere, für ihre Bars und Kneipen bekannte Sandstraße in der Innenstadt, kurz nachdem die aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus verhängte Ausgangsbeschränkung in Kraft getreten ist.  © Nicolas Armer/dpa

Update, 21. März, 8.58 Uhr: Keine Passierscheine in Bayern nötig

Trotz der weitreichenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern inklusive Polizeikontrollen brauchen die Menschen im Freistaat keine Passierscheine, um sich draußen zu bewegen. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Samstagmorgen dem Radiosender Antenne Bayern in Ismaning bei München.

Hilfreich sei aber, wenn man sich ausweisen und nachvollziehbar begründen könne, warum man auf welchem Weg sei. Wenn jemand von seinem Arbeitgeber eine Bescheinigung bekommen könne, sei das gut. "Wenn nicht, geht die Welt - glaub' ich - nicht unter", sagte der CSU-Chef. "Im Zweifel hat die Polizei ein gutes Gespür dafür, wie ernst und wie ehrlich das ist."

Update, 21. März, 8.40 Uhr: Spargelbauern: Erntehelfer fehlen nach wie vor

Der ursprünglich von den Beelitzer Spargelbauern für dieses Wochenende geplante Auftakt der Ernte kann nur sehr gedämpft anlaufen. "Zum einen macht uns die kühle Witterung einen Strich durch die Rechnung, viel drängender ist das Problem der weiter fehlenden Erntehelfer aufgrund der Reisebeschränkungen aus Angst vor dem Coronavirus", sagte der Vorsitzende des Beelitzer Spargelvereins, Jürgen Jakobs, auf Anfrage.

Weniger als die Hälfte der eigentlich gebuchten etwa 2300 Spargelstecher - die meisten davon aus Rumänien - konnten anreisen. Versuche, statt auf dem Landweg per Flugzeug von Bukarest nach Deutschland zu reisen, hätten nicht geklappt, sagte Jakobs.

Ihnen sei nicht abgenommen worden, dass sie zur Ernte nach Deutschland wollten und dort erwartet würden, berichtete er. Versperrt sei auch der Weg mit dem Auto, sagte Jakobs. Die Rumänen würden an der österreichisch-ungarischen Grenze meist nicht durchgelassen.

Update, 21. März, 8.32 Uhr: Tennisstar Federer über Corona: "Hoffe, dass das alle ernst nehmen"

Der Schweizer Tennisstar Roger Federer (38) hat sich im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu Wort gemeldet und in einem Internet-Beitrag die Menschen zum richtigen Verhalten aufgefordert. "Wir müssen das unglaublich ernst nehmen", sagte der derzeit verletzte Profi in einer Video-Botschaft auf Instagram.

"Wir müssen diesen Virus bekämpfen, und es ist momentan wichtiger denn je, dass wir uns alle gegenseitig helfen, sagte Federer. In einem Video mit verschneiten Bergen im Hintergrund appellierte der vierfache Familienvater:

"Zwei Meter Abstand, keine Hände schütteln. Auch ich bleibe jetzt die ganze Zeit zu Hause. Wir wollen nicht am Ende in Quarantäne kommen, so dass wir gar nicht mehr raus können. Deshalb hoffe ich, dass das wirklich alle ernst nehmen."

 
© Michel Euler/AP/dpa

Update, 21. März, 8.25 Uhr: Söder über Corona-Krise: "Die ganze Welt reagiert"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die verhängten Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus gerechtfertigt. Mit Blick auf rasant steigende Zahlen an Infizierten und Toten sagte er am Samstagmorgen dem Radiosender Antenne Bayern: "Das ist wirklich eine dramatische Situation."

Er wolle Bayern nicht einsperren, so Söder. Aber mit Verweis auf strengere Regeln in anderen Ländern sagte der CSU-Chef: "Die ganze Welt reagiert. Dann muss auch Deutschland letztlich reagieren." Das seien schwierige Entscheidungen. Appelle an die Vernunft aber seien an Grenzen gestoßen. "Ich hoffe, dass wir so besser durch die Krise kommen als andere", sagte der bayerische Regierungschef.

 
© Peter Kneffel/dpa

Update, 21. März, 7.42 Uhr: DLV-Präsident zu Olympia: "Sport wünscht rasche Entscheidung"

Der deutsche Leichtathletik-Präsident Jürgen Kessing erwartet vom Internationalen Olympischen Komitee angesichts der sich ausweitenden Coronavirus-Pandemie eine ähnliche Entscheidung wie die des Europäischen Fußball-Verbandes UEFA.

"Ich hätte mir gewünscht, dass man dem Beispiel des Fußballs folgt und wie die Europameisterschaft auch die Olympiaschen Spiele in Tokio um ein Jahr verschiebt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Überhaupt dringt er darauf, dass das IOC "trotz wirtschaftlicher Zwänge" schnell für klare Verhältnisse sorgt. "Der Sport wünscht sich rasch eine klare Entscheidung. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Pandemie in vier Monaten vorbei ist."

Update, 21. März, 7.36 Uhr: Zulauf für deutsche Wochenmärkte in Coronavirus-Krise

In Zeiten der Coronavirus-Krise gehen laut der Deutschen Marktgilde mehr Menschen auf Wochenmärkte. Es habe in den letzten Tagen verstärkt Meldungen gegeben, dass das Interesse gestiegen sei, wie das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Es gebe dazu allerdings keine konkreten Zahlen.

Die Marktgilde führt für den Anstieg mehrere Gründe an. Zum einen sei der Wochenmarkt eine Einkaufsmöglichkeit unter freiem Himmel und daher mit wenig Ansteckungs- und Verbreitungsgefahr verbunden.

"Ich gehe davon aus, dass sich die Leute dort ein Stück weit wohler fühlen", sagte der Assistent des Vorstandes, Ingo Johnson. Außerdem würden sich die Menschen auf einem Markt auch mehr verteilen als beispielsweise in einem Supermarkt.

In Zeiten der Coronavirus-Krise gehen laut der Deutschen Marktgilde mehr Menschen, wie hier in Berlin, auf Wochenmärkte.
In Zeiten der Coronavirus-Krise gehen laut der Deutschen Marktgilde mehr Menschen, wie hier in Berlin, auf Wochenmärkte.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 21. März, 7.31 Uhr: USA schließen Grenzen zu Mexiko und Kanada weitgehend

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus haben die USA ihre Grenzen zu Mexiko und Kanada weitgehend für den Personenverkehr geschlossen. Die Maßnahme gilt seit Mitternacht (Ortszeit/5 Uhr MEZ) und betrifft alle nicht notwendigen Reisen. Die Regelung soll 30 Tage in Kraft bleiben und dann überprüft werden. Der Austausch von Waren ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nicht betroffen.

 
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Update, 21. März, 7.25 Uhr: Zu wenig Schutzkleidung in NRW

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt und in vielen Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen wird das Schutzmaterial wie Masken und Kittel langsam knapp. "Wir leben von der Hand im Mund", sagt etwa der Geschäftsführer des St.-Antonius-Hospitals in Eschweiler, Elmar Wagenbach.

"Es wird gegebenenfalls schlimm werden", befürchtete auch der medizinische Geschäftsführer des Josef-Hospitals Bochum, Christoph Hanefeld. Die Nachschubprobleme aus Asien führten in ganz Europa zu Problemen, sagte der medizinische Chef des Klinikums.

Mitarbeiter würden jetzt schon so geschult, damit das Material häufiger verwendet werden könne, sagte Hanefeld. Das Klinikum habe außerdem eine Firma beauftragt, Mundschutz und Kittel aus Stoff zu nähen, die man dann reinigen könnte. Aber selbst dieser spezielle Stoff sei nur noch schlecht zu bekommen.

Update, 21. März, 7.19 Uhr: Mehr als 1000 Freiwillige wollen in Schleswig-Holsteiner Krankenhäusern helfen

Während der Corona-Pandemie verzeichnen die Gesundheitsbehörden große Hilfsbereitschaft. "Großartig ist, dass mehr als 1000 Freiwillige sich in nur zwei Tagen gemeldet haben", sagte der Sprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Oliver Grieve, der Deutschen Presse-Agentur.

An den beiden Klinik-Standorten Kiel und Lübeck herrsche "ein Klima von hohem Verantwortungsbewusstsein und großer Hilfsbereitschaft" - trotz der enormen Herausforderungen bei der Umstellung auf Corona-Infrastruktur und der gleichzeitig unterbrochenen Lieferkette von Schutzmaterialien.

Update, 21. März, 7.06 Uhr: Immer mehr Jüngere Corona-Patienten auf Intensivstation

Auf den Intensivstationen auch in Deutschland werden immer öfter junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Das habe sich in Italien gezeigt - und "das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt", sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. "Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren Anfang 20 Jahre alt.

Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation." Wendtner hatte in der Schwabinger Klinik Ende Januar bereits die ersten mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Patienten in Deutschland behandelt.

"Auch ein junger Patient ist nicht gefeit davor, einen schweren Verlauf zu haben", warnte der Mediziner. "Das soll wachrütteln, dass man sich an die Hygienevorschriften und Regelungen hält." Die Gefahr durch das neuartige Virus sei anfangs unterschätzt worden - von der Politik wie auch von der Wissenschaft, räumte der Mediziner ein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) appellierte an junge Menschen, sich während der Corona-Krise an die strengen Ausgangsbeschränkungen zu halten. "Ich habe eine Botschaft für junge Leute", hatte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf gesagt. "Ihr seid nicht unbesiegbar."

Mehr Infos >> hier.

Auch immer mehr junge Patienten befinden sich auf der Intensivstation.
Auch immer mehr junge Patienten befinden sich auf der Intensivstation.  © Fabian Strauch/dpa (Symbolbild)

Update, 21. März, 7.03 Uhr: Wasser- und Stromversorgung ist sicher

Die Wasser- und Stromversorgung in Deutschland ist nach Einschätzung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auch in Zeiten wie der Coronavirus-Krise gesichert. "Unsere Risikoanalyse geht davon aus, dass es da keine größeren Probleme geben dürfte", sagte BBK-Präsident Christoph Unger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). "Unternehmen sind verpflichtet, sich auf Krisensituationen vorzubereiten, etwa durch Schichtpläne, Stellvertreterregeln, die Identifikation von Schlüsselpersonal." Er hoffe, dass das geschehen sei.

Update, 21. März, 7.01 Uhr: Mehr als 50 Prozent mehr Anrufe bei Telefonseelsorge

Die ehrenamtlichen Helfer der Telefonseelsorge in Hamburg haben in diesen Tagen sehr viel zu tun. Wegen der Corona-Krise rufen deutlich mehr Menschen bei der Hotline der Hansestadt an als sonst üblich, wie die Leiterin der Telefonseelsorge der Diakonie Hamburg, Babette Glöckner, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte. "Es schlägt voll durch. Wir haben bundesweit 50 Prozent mehr Anrufe."

Wegen des sich immer weiter ausbreitenden Coronavirus hätten viele Anrufer Ängste und fürchteten soziale und finanzielle Not. In den meisten Fällen müssten die Ehrenamtlichen vor allem "einfach zuhören, würdigen und wertschätzen", so Glöckner.

Gleichzeitig müssten die Helfer auch genau schauen, bei wem die Ängste auf eine unrealistische Art und Weise Wellen schlagen. Dann gehe es darum, die falschen Vorstellungen mit Fakten zu entkräften.

Die Telefonseelsorge der Diakonie ist 24 Stunden am Tag besetzt. In Hamburg gibt es auch noch die katholische Telefonseelsorge der Caritas.

Update, 20. März, 22.27 Uhr: Terra-X-Moderator warnt vor Desaster

Der Physiker Harald Lesch (59) appelliert am Freitag in einem neuen YouTube-Video an Deutschlands Bürger das Coronavirus ernst zu nehmen. Der Moderator des Wissenschaftsmagazins "Terra X" warnt, dass in wenigen Tagen eine Katastrophe für Deutschland droht, wenn wir jetzt nicht entschlossen handeln. 

Update, 20. März, 22.00 Uhr: Entwicklung der Infektionen im Vergleich zum Vortag

Aktuell sind in Deutschland 19.871 Menschen am Coronavirus erkrankt (Stand: 20. März, 22.00 Uhr). Das ist ein Plus von 4523 zum Vortag (Stand: 19. März, 22.30 Uhr). Im gleichen Zeitraum sind in Italien 5986 und in Spanien 2335 neue Infektionen dazu gekommen. Weltweit stieg die Zahl von 241.783 auf 272.068.

Die Zahl der Todesfälle hierzulande stieg von 44 auf 69.

   
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Update, 20. März, 21.51 Uhr: Erster Toter in Thüringen, Jena greift jetzt hart durch

In Thüringen ist erstmals ein Mensch nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. In Jena starb ein 83 Jahre alter Mann, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung am Freitagabend sagte. Weitere Infos >> hier.

Die Stadt Jena hat zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus ein Betretungsverbot für alle öffentlichen Orte ausgesprochen. Darunter fallen Straßen, Wege, Gehwege, Plätze, öffentliche Grünflächen, Parkanlagen, Parkplätze und der Stadtwald, wie die Stadt am Freitag auf ihrer Internetseite mitteilte. "Ziel ist die strikte Vermeidung des Zusammentreffens von Menschen in Gruppen. Nur so kann die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt oder eingedämmt werden."

Ausnahmen soll es aber geben. So soll es weiterhin möglich sein, allein, zu zweit, in der Familie oder den Menschen, die in einem Haushalt leben sowie mit Haustieren an die frische Luft zu gehen. "Genauso darf die Wohnung natürlich zum Einkaufen, für den Weg zur Arbeit oder zum Arzt verlassen werden. Wer Menschen pflegt oder ihnen beim Einkauf hilft, darf sich dafür ebenfalls im öffentlichen Raum bewegen", hieß es.

Unklar war am Abend, ob Jena die erste Stadt in Thüringen ist, die ein solches Verbot ausspricht. Er könne nicht auszuschließen, dass andere Kommunen im Bundesland bereits ähnlich verfahren, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministerium am Freitagabend. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte lokale Abriegelungen nicht ausgeschlossen. Landesweite Ausgangssperren sieht er allerdings skeptisch, wie er dem MDR sagte.

Ebenfalls in Jena starb ein 83 Jahre alter Mann nach einer Coronavirus-Infektion, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung am Freitagabend sagte. Es ist der erste Todesfall in Thüringen infolge der Infektion mit dem Virus.

Thüringens MP Bodo Ramelow (64, Linke).
Thüringens MP Bodo Ramelow (64, Linke).  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 20. März, 21.10 Uhr: Zweiter Patient stirbt in Köln am Coronavirus

In Köln ist eine Frau mit Down-Syndrom im Alter von 49 Jahren dem Coronavirus erlegen. Weitere Infos >> hier.

Update, 20. März, 20.30 Uhr: Ausbreitung in Deutschland in aktueller Grafik

  
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Update, 20. März, 20.30 Uhr: Ausbreitung in Europa in aktueller Grafik

    
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Update, 20. März, 20.17 Uhr: Mehr als 800 Corona-Infektionen in Berlin, Dresden verhängt Ausgangssperre

In Berlin sind mit dem Stand vom Freitagnachmittag 868 Fälle des neuartigen Coronavirus registriert. Das waren 180 Infektionen mehr als am Vortag. Im Krankenhaus behandelt wurden 44 Menschen, davon lagen 18 auf einer Intensivstation, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit. 

Alle anderen Infizierten seien zu Hause in Quarantäne. Ein hochbetagter Patient sei gestorben - der Mann ist der erste Corona-Tote in der Hauptstadt. Nach wie vor werden Kontaktpersonen der Infizierten ermittelt.

Und in Dresden gilt ab Samstag um 0 Uhr eine Ausgangssperre. Weitere Infos >> hier.

Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD). 
Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD).  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 20. März, 20.05 Uhr: Erster Toter in Bochum

Bochums OB Thomas Eiskirch teilt am Abend via YouTube mit, dass ein erster Bürger seiner Stadt dem Coronavirus erlegen ist. Ob der 55 Jahre alte Mann an Vorerkrankungen litt, thematisierte er nicht. 

Update, 20. März, 19.56 Uhr: Neun Coronavirus-Todesfälle in Würzburger Pflegeheim

Fast die Hälfte der Coronavirus-Todesfälle in Bayern betreffen Bewohner eines Würzburger Pflegeheims. Nach Infektionen mit dem neuartigen Virus sind dort neun Menschen gestorben, wie ein Sprecher des Landesamts für Gesundheit (LGL) am Freitag auf Anfrage sagte.

Die Leiterin der Würzburger Altenpflegeeinrichtung sagte der Deutschen Presse-Agentur, alle Verstorbenen hätten Vorerkrankungen gehabt und seien alle über 80 Jahre alt gewesen.

Update, 20. März, 19.21 Uhr: Sechs neue Todesfälle, über 3600 Infizierte in Baden-Württemberg

Die Zahl der Infizierten und Todesfälle in Baden-Württemberg aufgrund des Coronavirus nimmt immer weiter zu! 

Wie das Gesundheitsministerium am Freitagabend mitteilte, wurden dem Landesgesundheitsamt 917 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land deutlich auf 3.665 an.

Von den 3.665 Fällen mit Angaben zum Geschlecht waren 2.045 männlich (56 %). Das Durchschnittsalter beträgt 47 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 98 Jahren.

Außerdem gibt es sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus - damit starben bislang 17 Menschen in Baden-Württemberg an Covid-19. Weitere Infos >> hier.

Winfried Kretschmann (71, Bündnis 90 / Die Grünen).
Winfried Kretschmann (71, Bündnis 90 / Die Grünen).  © Jana Hoeffner/Staatsministerium Baden-Württemberg/dpa

Update, 20. März, 19.07 Uhr: Bayern meldet fünf neue Corona-Tote

In Bayern sind fünf weitere Menschen gestorben, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert waren. Es handelt sich um vier Todesfälle aus Würzburg und einen aus dem Landkreis Starnberg, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in München mitteilte. 

Am Vormittag hatte ein Sprecher den Tod eines 85-Jährigen aus dem Landkreis Tirschenreuth und eines 82-Jährigen aus dem Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge vermeldet. Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 20 Coronavirus-Todesfälle.

Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern. 
Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 20. März, 18.59 Uhr: Britische Regierung nimmt Arbeitgebern Gehaltszahlungen ab

Um die schlimmsten wirtschaftlichen Konsequenzen der Coronavirus-Krise abzuwenden, will die Regierung in London Gehaltszahlungen für in Bedrängnis geratene Unternehmen und Vereine übernehmen. Das teilte der britische Finanzminister Rishi Sunak am Freitag mit. 

Arbeitgeber jeder Art und jeder Größe könnten dafür Beihilfen aus einem unbeschränkten Fonds beantragen, sagte Sunak bei einer Pressekonferenz mit Premierminister Boris Johnson. Gezahlt werden bis zu 80 Prozent von Gehältern und maximal 2500 Pfund (umgerechnet rund 2740 Euro) im Monat pro Angestellten, der nicht seiner Arbeit nachgehen könne. 

Zudem werde die Regierung bis Ende Juni keine Umsatzsteuerzahlungen einfordern. "Bitte schauen Sie sich diese Unterstützung sehr genau an, bevor sie Leute entlassen", sagte Sunak.

Boris Johnson (55), Premierminister des Vereinigten Königreichs.
Boris Johnson (55), Premierminister des Vereinigten Königreichs.  © Pa Video/PA Wire/dpa

Update, 20. März, 18.31 Uhr: Easyjet lässt Großteil der Flotte am Boden

Auch die britische Fluggesellschaft Easyjet lässt nun von Dienstag an (24. März) den Großteil ihrer Flotte am Boden. Das sei die Folge der Grenzschließungen, Reisebeschränkungen und geänderten Reisehinweise wegen der Coronavirus-Ausbreitung, teilte das Unternehmen am Freitag in Berlin mit. 

Wie auch in den vergangenen Tagen werde Easyjet weiterhin Flüge ausführen, um Kunden zurück in die Heimat zu bringen. Der Großteil dieses Rückführungsprogramms dürfte bis Montag abgeschlossen sein, hieß es. Easyjet empfahl Passagieren, die sich im Ausland befinden, sich vor Montag auf diese Rückführungsflüge umzubuchen.

Auf einigen Strecken werde ein Minimalprogramm für wichtige Verbindungen aufrechterhalten, kündigte Easyjet an. Dies betreffe vor allem Flüge nach, von und innerhalb Großbritanniens. Damit bleibe maximal 10 Prozent der sonst üblichen Kapazität übrig.

Der Flugplan werde weiterhin wöchentlich überprüft, um sicherzustellen, dass er der jeweiligen Nachfrage entspreche. Das Unternehmen verzichte auf alle Umbuchungsgebühren für Kunden, die ihren Flug auf ein späteres Datum verschieben möchten. Passagiere annullierter Flüge würden kontaktiert und über ihre Optionen informiert

Heben überwiegend nicht mehr ab: Die Flieger von EasyJet. 
Heben überwiegend nicht mehr ab: Die Flieger von EasyJet.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 20. März, 18.25 Uhr: Über 600 Corona-Tote an einem Tag in Italien

In Italien haben die Behörden in nur einem Tag rund 600 neue Corona-Tote registriert. Damit stieg die Zahl der Todesopfer der Virus-Pandemie auf 4032. Das teilte der Zivilschutz in Rom am Freitag mit. In dem Land gibt es inzwischen 47 021 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Damit kamen im Vergleich zum Vortag erneut Tausende Infektionen hinzu. 

Außerdem dürfte die Dunkelziffer nicht erfasster Menschen, die den Sars-CoV-2-Erreger in sich tragen, Experten zufolge hoch sein. Am schlimmsten von der Covid-19-Welle getroffen ist weiter der Norden, besonders die Lombardei. Dort war der Ausbruch vor einem Monat, am 20./21. Februar bemerkt worden.

Italien hatte am Donnerstag insgesamt mehr Todesfälle als China gemeldet und ist damit das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten wegen des Coronavirus auf der Welt. Es wird erwartet, dass die Regierung in Kürze die Ausgangssperre verschärft.

Italien trifft die Coronakrise derzeit am härtesten. 
Italien trifft die Coronakrise derzeit am härtesten.  © Claudio Furlan/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Update, 20. März, 18.19 Uhr: Keine Daten über Wirkung von Ausgangssperren

In der Debatte um Ausgangssperren wegen der Coronavirus-Pandemie weist der Berliner Virologe Christian Drosten auf einen Mangel an Daten hin. Es sei relativ schwer zu sagen, ob eine zusätzliche Maßnahme wie eine Ausgangssperre einen Unterschied mache. "Dafür gibt es überhaupt keine Daten", sagte der Charité-Wissenschaftler am Freitag im NDR-Podcast. Entsprechende Daten werde es erst in zwei oder drei Wochen geben.

«Man kann ja nicht sagen, man macht einfach die Maßnahmen immer strikter - ohne zu wissen, ob das überhaupt einen Unterschied noch bringt oder ob man schon eigentlich die Durchschlagskraft erreicht hat, die man braucht», sagte Drosten. Die Politik stehe vor der Schwierigkeit, ein Augenmaß zu finden, ob die Maßnahmen reichten oder ob nachgesteuert werden müsse.

"Die Dynamik der Maßnahmen macht mir Sorgen", sagte Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig der Nachrichtenagentur dpa. Bei zu langen und zu intensiven Regelungen drohe mehr Schaden als Nutzen. "Allein schon für die Gesundheit, die politischen und wirtschaftlichen Folgen noch gar nicht mitgerechnet."

Seine persönliche Wahrnehmung sei, sagte Drosten, dass die Straßen am Freitagmorgen zum ersten Mal wirklich leer gewesen seien - und zwar auch in Berlin-Mitte und Prenzlauer Berg, wo sonst viele junge Leute unterwegs seien. Auch die Touristen seien weg. Sein Eindruck sei, dass die Menschen die Lage nun ernster nähmen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte in den vergangenen Tagen erklärt, dass es eine Zeit dauern wird, bis sich die bisher angeordneten Maßnahmen wie die Schulschließungen in den gemeldeten Fallzahlen niederschlagen könnten.

Berliner Virologe Christian Drosten (48). 
Berliner Virologe Christian Drosten (48).  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 20. März, 18.10 Uhr: Herzergreifendes Video: Bäcker erreicht Hunderttausende Menschen

Mit einem eindringlichen Appell an Kunden und Politik hat ein Bäcker aus Hannover binnen Stunden Hunderttausende Menschen auf Facebook erreicht. "Der Mittelstand wird fallen gelassen. Es ist eine Katastrophe", sagte Gerhard Bosselmann, der Inhaber der Bäckereikette Bosselmann, in einem am Freitag verbreiteten Facebook-Video. So würden die versprochenen Förderungen der Bundesregierung nicht bei den kleinen Unternehmen ankommen.

Knapp eine halbe Million Nutzerinnen und Nutzer sahen binnen weniger Stunden, wie Bosselmann mit teils tränenerstickter Stimme auch an seine Kunden appellierte: "Gehen sie zu ihrem Bäcker um die Ecke! [...] Und es ist scheißegal wie der heißt, sie retten damit Arbeitsplätze." Ohne einen gewissen Mindestumsatz könne sein Unternehmen nur noch sechs bis acht Wochen überleben, 205 Stellen stünden auf dem Spiel.

Zum Abschluss des Videos kündigte Bosselmann zudem an, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsdienst "alles was sie brauchen an haushaltsüblichen Backwaren" in seinen Filialen künftig umsonst erhalten sollen. "Alle Rettungskräfte sind jederzeit herzlich willkommen - als Dankeschön."

Update, 20. März, 18.06 Uhr: Auch Autobauer Jaguar Land Rover setzt Produktion aus

Auch der britische Autohersteller Jaguar Land Rover stellt seine Produktion wegen der Coronavirus-Pandemie vorübergehend ein. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Von kommender Woche an bis zum 20. April sollen die Fließbänder still stehen. Die Werke in Indien und Brasilien sollen aber weiterhin produzieren, hieß es in der Mitteilung. Auch BMW, Toyota, Honda, Nissan und Vauxhall hatten bereits vorübergehende Produktionsstopps in Großbritannien wegen der Coronakrise angekündigt.

Update, 20. März, 17.38 Uhr: Saarland verhängt ab Samstag Ausgangsbeschränkungen

Nach Bayern hat auch das Saarland Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verfügt. Ab Samstag 00.00 Uhr dürfe man die eigene Wohnung nur noch verlassen, wenn man dafür einen triftigen Grund habe, kündigte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Freitag in Saarbrücken an.

Dazu gehörten der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe oder Arztbesuche. Auch «gemeinsame Spaziergänge etwa in der Familie mit Abstand zu anderen bleiben weiter möglich. Niemand wird eingesperrt», sagte er. Zudem würden die Restaurants im Saarland für Gäste geschlossen. Ein Abverkauf und die Lieferung von Speisen blieben aber weiter erlaubt.

Zuvor hatte bereits Bayern Ausgangsbeschränkungen und eine "grundlegende" Schließung der Gastronomie angekündigt. Die Staatskanzlei in Saarbrücken hatte schon am Freitagmittag mitgeteilt, dass auch Hans dem Kabinett Ausgangsbeschränkungen vorschlagen wolle.

Hans sagte, er hätte ein gemeinsames Vorgehen mit anderen Bundesländern für eine "einheitliche Lösung" bevorzugt. Das Saarland stehe aber an der Grenze zum ostfranzösischen Corona-Risikogebiet Grand Est "vor einer besonders schwierigen Herausforderung".

Zudem gebe es "leider nach wie vor zu viele Menschen, die unsere Anordnungen nicht ernst nehmen". Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 ist im Saarland auf rund 250 (Stand Freitagnachmittag) gestiegen.

Ministerpräsident des Saarlandes: Tobias Hans (42, CDU). 
Ministerpräsident des Saarlandes: Tobias Hans (42, CDU).  © Oliver Dietze/dpa

Update, 20. März, 17.23 Uhr: DER Touristik sagt Reisen bis 30. April ab

Nach anderen Veranstaltern hat auch DER Touristik Deutschland seine Reisen für noch längere Zeit abgesagt. Alle gebuchten Trips im Zeitraum bis 30. April fallen wegen der Coronavirus-Krise aus, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. 

Man folge damit der vom Auswärtigen Amt zunächst bis Ende April datierten weltweiten Reisewarnung. Die betroffenen Kunden würden informiert. Zu DER Touristik Deutschland zählen die Veranstalter Dertour, ITS, Jahn Reisen, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen. Für im Mai geplante Reisen sei bis zehn Tage vor Abreise eine kostenlose Umbuchung möglich.

Der größte Anbieter Tui Deutschland hatte am Donnerstag die Absage sämtlicher Reisen bis zum 23. April verlängert. Am Freitag folgte die Bundesregierung mit der Festlegung, ihre globale Reisewarnung sei zunächst bis Ende April gültig.

Viele Urlauber müssen jetzt stark sein (Symbolbild). 
Viele Urlauber müssen jetzt stark sein (Symbolbild).  © 123RF/Abdulvahit Dag

Update, 20. März, 17.14 Uhr: Deutschland ächzt unter dem Coronavirus

In Deutschland sind bislang mehr als 18.400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 6200, Bayern mit mehr als 3100 und Baden-Württemberg mit mehr als 2700 Fällen. 

Niedersachsen verzeichnet mehr als 1200 Infektionen. 53 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, zwei weitere Deutsche nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

Update, 20. März, 17.13 Uhr: Aktuelle Daten zur Corona-Ausbreitung in Deutschland

  
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Update, 20. März, 17.13 Uhr: Aktuelle Daten zur Corona-Ausbreitung weltweit

  
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Update, 20. März, 16.52 Uhr: Corona-Huster wandert in Niederlanden ins Gefängnis

Wegen absichtlichem Anhusten von zwei Polizisten und dem Androhen einer Corona-Infektion ist ein Mann in den Niederlanden zu einer Haftstrafe von zehn Wochen verurteilt worden. Ein Richter sprach ihn am Freitag in Den Haag für Bedrohung mit Tod oder schwerer Misshandlung für schuldig.

Der Richter wollte mit dem Urteil auch ein Zeichen setzen. Es sei besonders in der jetzigen Corona-Krise «verwerflich», dass der Mann Einsatzkräfte infizieren wollte. 

"Gerade jetzt verdienen unsere Hilfskräfte unseren Schutz", heißt es im Urteil. Der 23-jährige Verurteilte ist nicht mit dem Virus infiziert. Er war in der Nacht zum Mittwoch zu schnell und in Schlangenlinien Auto gefahren und daher von den Polizisten gestoppt worden. 

Der Mann hatte einen Alkoholtest verweigert und bei seiner Festnahme den Polizisten bewusst ins Gesicht gehustet. Dabei hatte er nach Angaben des Gerichts gesagt. "Ich habe das Coronavirus und ihr jetzt auch." 

Zehn Wochen muss der Mann ins Gefängnis. 
Zehn Wochen muss der Mann ins Gefängnis.  © 123RF/Boris Sosnovyy

Update, 20. März, 16.36 Uhr: In Sachsen gibt es das erste Todesopfer

In Sachsen gab es am Freitag einen ersten Corona-Toten im Landkreis Bautzen. Weitere sieben sind erkrankt, damit 55 insgesamt in Bautzen. "Ich bedauere das zutiefst und möchte den Angehörigen an dieser Stelle mein tiefstes Beileid aussprechen", so Landrat Michael Harig. Weitere Infos >> hier.

  
© Centers for Disease Control and Prevention/AP/dpa

Update, 20. März, 16.29 Uhr: Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden in Köln aufgelöst

Kölns Stadtdirektor und Ordnungsdezernent Stephan Keller bittet die Kölner Bürger weiterhin um Vernunft, um das Coronavirus besser auszubremsen.

Seine klare Botschaft lautet: "Ganz egal wie schön das Wetter am Wochenende auch werden mag, jetzt ist nicht die Zeit, sich mit Freunden zu treffen. Wer das nicht begreift, gefährdet die Freiheit aller. Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden aufgelöst, soweit diese nicht zum engsten Familienkreis gehören."

Gleichzeitig dankte er den Bürgern, die sich sinnvollerweise an die harten Einschränkungen hielten. Weitere Infos >> hier.

Update, 20. März, 16.08 Uhr: Vier weitere Tote in Heinsberg

In Heinsberg sind vier weitere Menschen an einer Lungenentzündung gestorben - infolge des Coronavirus. Es handelt sich um einen 95-jährigen Mann und drei Frauen im Alter von 80, 85 und 68 Jahren. Weitere Infos >> hier.

Sanitäter in Schutzkleidung. 
Sanitäter in Schutzkleidung.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 20. März, 16.04 Uhr: Video zeigt schreckliche Zustände in Italien

Update, 20. März, 15.57 Uhr: Entwicklung der aktuellen Fallzahlen rund ums Coronavirus

  
© TAG24

Update, 20. März, 15.43 Uhr: Von der Leyen nicht mit Coronavirus infiziert

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat sich nicht mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das Testergebnis der 61-jährigen Politikerin fiel negativ aus, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Kommissionskreisen erfuhr. Von der Leyen hatte sich testen lassen, weil EU-Unterhändler Michel Barnier sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hatte. Der letzte direkte Kontakt der beiden lag aber schon zwei Wochen zurück.
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (61). 
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (61).  © Etienne Ansotte/European Commission/dpa

Update, 20. März, 15.39 Uhr: Großes Comeback des Deutschen Fernsehpreises wegen Corona abgesagt

Der Deutsche Fernsehpreis wird wegen der Coronavirus-Pandemie doch nicht wie geplant als große Fernsehgala auf den Bildschirm zurückkehren. Die Verleihung wird abgesagt, wie die Stifter am Freitag in Köln mitteilten. "Wir hatten uns viel vorgenommen, um Publikum und Fernsehmacher zu begeistern. Aber angesichts der aktuellen Entwicklung der Corona-Krise bleibt uns keine andere Wahl", erklärte der Vorsitzende Stephan Schäfer von der Mediengruppe RTL. Für 2021 plane man aber "einen großen Neuaufschlag". RTL hat in diesem Jahr die Federführung für den Preis inne.

Trotz der Absage soll es aber Preisträger geben. Die Jury werde ihre Arbeit fortsetzen, erklärten die Preisstifter. Die Bekanntgabe soll Anfang Juni erfolgen.

Ursprünglich sollte die Verleihung am 6. Juni 2020 live um 20.15 Uhr von RTL aus Köln übertragen werden, inklusive einer konzeptionellen Neuausrichtung. Es wäre ein Comeback auf der großen TV-Bühne gewesen. 2015 fiel die Veranstaltung aus, danach wurde sie als Branchentreffen in abgespeckter Form in Düsseldorf weitergeführt. 2019 etwa war sie zwar übertragen worden, allerdings eher bescheiden im Internet. Später gab es eine Aufzeichnung im Fernsehen. Gestiftet wird die Branchenauszeichnung von ARD, ZDF, RTL und Sat.1.

Keine Preise auch in 2020.
Keine Preise auch in 2020.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 20. März, 15.32 Uhr: McDonald's und Aldi arbeiten zusammen

Ungewöhnliche Partnerschaft: Mitarbeiter von McDonald's werden in den nächsten Wochen beim Discounter Aldi dabei helfen, den durch die Corona-Krise ausgelösten Kundenansturm zu bewältigen. Das kündigten die Unternehmen am Freitag in München an. Der Hintergrund: Wegen des eingeschränkten Restaurantbetriebs werden viele Beschäftigte des Hamburger-Imperiums derzeit nicht benötigt. Gleichzeitig sucht der Discounter händeringend Mitarbeiter für den Verkauf und das Auffüllen der Regale.

McDonalds-Mitarbeiter, die von dem eingeschränkten Betrieb durch die Corona-Krise betroffen seien und trotzdem ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen wollten, würden im Zuge der Personalpartnerschaft gezielt an Aldi vermittelt, teilten die Unternehmen mit. Dort würden sie nach Bedarf eingesetzt und zu den bei Aldi üblichen Konditionen befristet eingestellt. Nach dem Einsatz könnten sie wieder zu McDonald's zurückkehren.

"Jeder Einzelne ist in Deutschland aktuell aufgefordert, seinen Teil zur Bewältigung der Krise beizutragen. Mit dieser Lösung schaffen wir das und bieten gleichzeitig eine klassische Win-win-Situation: Unsere Mitarbeiter können - wenn sie das wollen - weiter beschäftigt werden. Gleichzeitig profitiert Aldi von zusätzlichen Ressourcen", sagte der Deutschlandchef von McDonald's Holger Beeck.

Ungewöhnliche Kooperation...
Ungewöhnliche Kooperation...  © Peter Kneffel/dpa/Steinberg/Förster/dpa

Update, 20. März, 15.19 Uhr: Touristen in Vietnam aus Angst abgewiesen und weggejagt

Die Angst vor einer neuen Ausbreitung des Coronavirus bekommen Touristen in Vietnam deutlich zu spüren. Nach rund drei Wochen, in denen keine weiteren Infektionen in dem südostasiatischen Land vermeldet worden waren, werden 60 jüngst dazugekommene Fälle maßgeblich auf Ausländer oder Vietnamesen zurückgeführt, die kürzlich aus dem Ausland zurückkehrten.

Lokalen Medien zufolge wurden in den vergangenen Tagen Touristen, die bereits Zimmer gebucht hatten, von Hotels abgewiesen. Andere Unterkünfte nahmen demnach gar keine Buchungen mehr von Ausländern an. Sie haben Angst, der Gast könnte die vom Virus ausgelöste Krankheit Covid-19 einschleppen, was der Unterkunft eine Quarantäne und finanzielle Einbußen bescheren würde. 

Den vietnamesischen Medien zufolge ist die Diskriminierung von Touristen nun weit verbreitet, aber besonders auffällig in touristisch beliebten Orten wie Sapa oder Hoi An.

"Wir nehmen keine ausländischen Kunden an. Wir bedienen nur noch Vietnamesen", sagte auch die Mitarbeiterin eines Nagelstudios in Hanoi der Deutschen Presse-Agentur. Auch Reisende berichteten der dpa von Diskriminierungen und sogar regelrechten Angriffen. Von Cafés am Straßenrand, die mit Menütafeln auf Englisch um Kundschaft warben, sei er weggejagt worden, erzählte der US-Amerikaner Robert Ackley. 

"Sogar kleinen Kindern scheint man beizubringen, in der Nähe von Ausländern den Mund zu bedecken, selbst wenn sie nur vorbeifahren", sagte er. Kinder riefen den Touristen "Corona" hinterher. Manche hätten auch schon CDs nach ihm geschleudert.

Vietnams Ministerpräsident Nguyen Xuan Phuc (65) hat Medienangaben zufolge angekündigt, dass jegliche Diskriminierung gegen Ausländer bestraft werde. .

In Vietnam waren bis Freitag 85 Coronavirus-Fälle gemeldet worden.

Vietnams Ministerpräsident Nguyen Xuan Phuc (65). 
Vietnams Ministerpräsident Nguyen Xuan Phuc (65).  © Duc Thanh/AP/dpa

Update, 20. März, 15.12 Uhr: Niedersachsen schließt Restaurants und Cafés

Niedersachsen schließt zur Bekämpfung der Corona-Epidemie ab Samstagabend alle Restaurants und Cafés. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (61, SPD) am Freitag in Hannover an. Der Außer-Haus-Verkauf von Speisen soll allerdings weiter möglich bleiben. Ähnliche Maßnahmen wurden zuvor auch in anderen Bundesländern beschlossen.

Stephan Weil (61, SPD). 
Stephan Weil (61, SPD).  © Peter Steffen/dpa

Update, 20. März, 15.03 Uhr: Bis zu fünf Jahre Haft bei Corona-Verstößen

Die Staatsanwaltschaft Trier warnt die deutschen Staatsbürger auf ihrer Website: "Die Bundes- und Landesregierungen haben in der letzten Zeit vielfältige Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 angeordnet. Trotzdem soll es immer wieder und immer noch zu Verstößen gegen die ausgesprochenen Auflagen kommen.

Aus diesem Grund weist die Staatsanwaltschaft darauf hin, dass Verstöße gegen die zum Schutz der Bevölkerung im Wege von Rechtsverordnungen erlassenen Maßnahmen nach den §§ 74 und 75 des Infektionsschutzgesetzes strafbar sein können. Im Falle einer Strafbarkeit nach § 74 des Infektionsschutzgesetzes drohen Geldstrafe und Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren."

Bei Corona-Verstößen droht jetzt Gefängnis (Symbolbild). 
Bei Corona-Verstößen droht jetzt Gefängnis (Symbolbild).  © 123RF/svershinsky

Update, 20. März, 14.56 Uhr: Rheinland-Pfalz untersagt Versammlungen von mehr als fünf Menschen

Rheinland-Pfalz uAuch die rheinland-pfälzische Landesregierung verschärft im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Einschränkungen für das öffentliche Leben. Sie ordnete am Freitag die Schließung von Gaststätten an und untersagte Versammlungen von mehr als fünf Menschen.ntersagt Versammlungen von mehr als fünf Menschen

Update, 20. März, 14.51 Uhr: Baden-Württemberg verschärft Regeln noch mehr

Baden-Württemberg schränkt das öffentliche Leben wegen des Coronavirus weiter ein. Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als drei Personen sind nicht mehr erlaubt, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart sagte. Ausnahmen gebe es für Familien und Paare.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (71, Grüne).
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (71, Grüne).  © Marijan Murat/dpa

Update, 20. März, 14.42 Uhr: Sachsen verbietet Ansammlungen

Wie Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) jetzt verkündete, verbietet Sachsen alle öffentlichen Ansammlungen - auch in Parks. Zum Versammlungsverbot sagt Kretschmer: Es gibt keine bestimmte Grenze bei der Personenzahl. Sechs Leute in Familie, so ein Beispiel, geht. Aber nicht sechs feiernde Jugendliche. Weitere Infos >> hier.

MP Michael Kretschmer (44, CDU).
MP Michael Kretschmer (44, CDU).  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 20. März, 14.32 Uhr: Lebensmittelhändler planen keine Öffnung am Sonntag

Trotz des durch die Coronavirus-Krise ausgelösten großen Kundenansturms wollen die führenden deutschen Lebensmittelhändler ihre Geschäfte vorläufig nicht am Sonntag öffnen. Bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bekräftigten Edeka, Rewe, Aldi und Lidl am Freitag, dass vorläufig keine Ausweitung der Geschäftszeiten geplant sei.

Ein Sprecher des größten deutschen Lebensmittelhändlers Edeka betonte, viele Mitarbeiter der Handelskette seien schon jetzt an den Grenzen ihrer Belastbarkeit. "Jetzt noch einen Tag länger zu öffnen, würde diese Situation weiter verschärfen." Die Versorgung der Kunden mit Lebensmitteln sei auch mit den bestehenden Öffnungszeiten bundesweit gewährleistet.

Auch Rewe sieht aktuell keine Notwendigkeit, die Öffnungszeiten zu verändern. Die Mitarbeiter brauchten in dieser Ausnahmesituation auch einen Tag ohne Einsatz im Markt, sagte ein Firmensprecher. Auch Aldi und Lidl sprachen sich gegen eine Sonntagsöffnung aus.

Sollte sich die Versorgungssituation unerwartet verschärfen, sind die Handelsketten aber offensichtlich bereit, ihre Position zu überdenken. Eine Sprecherin von Aldi Süd sagte: "Wir beobachten die Situation weiterhin und behalten uns vor, auch kurzfristig entsprechend flexibel zu reagieren." Und auch bei Lidl hieß es: "Selbstverständlich bewerten wir die Situation täglich neu." 

Sonntag werden die meisten Deutschen weiterhin nicht einkaufen können. 
Sonntag werden die meisten Deutschen weiterhin nicht einkaufen können.  © Peter Steffen/dpa

Update, 20. März, 13.53 Uhr: Fast 20.000 Corona-Fälle in Spanien

Im besonders heftig vom Coronavirus betroffenen Spanien ist die Zahl der Infizierten bis Freitagmittag auf knapp 20.000 gestiegen - 16 Prozent mehr als noch am Vortag. Mehr als 1000 Menschen seien bereits an Covid-19 gestorben, sagte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón. 

Die Region Madrid kündigte an, das Messegelände Ifema am Stadtrand in ein provisorisches Krankenhaus mit 5500 Betten umzufunktionieren. Dort könnten auch Intensivpatienten betreut werden.

Madrid hat weiter landesweit die meisten Infizierten (mehr als 7000), gefolgt von Katalonien (mehr als 3000). Seit dem Wochenende herrscht im ganzen Land eine zunächst 15-tägige Ausgangssperre. Die Behörden hoffen, dass die Ansteckungswelle bald ihren Höhepunkt erreicht und sich die Entwicklung dann verlangsamt.

Ein spanischer Agent der militärischen Notstandseinheit reinigt einen Computer während den Desinfektionsaufgaben am Flughafen in Barcelona.  
Ein spanischer Agent der militärischen Notstandseinheit reinigt einen Computer während den Desinfektionsaufgaben am Flughafen in Barcelona.  © David Zorrakino/Europa Press/dpa

Update, 20. März, 13.31 Uhr: Erster Coronavirus-Infizierter in Berlin gestorben

Berlin verzeichnet den ersten nachgewiesenen Todesfall durch das neue Coronavirus. Ein 95 Jahre alter Mann mit schweren Grunderkrankungen sei gestorben, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitag mit.

 
© Christoph Soeder/dpa

Update, 20. März, 13.28 Uhr: Saarland will Ausgangsbeschränkung erlassen

Das Saarland will im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Gaststätten schließen und eine Ausgangsbeschränkung erlassen. Das werde Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) noch am Freitag dem Kabinett zum Beschluss vorschlagen, teilte die Staatskanzlei in Saarbrücken mit.

Update, 20. März, 13.21 Uhr: Show von Carmen Nebel abgesagt

Schlager-Fans müssen am 25. April umplanen. Die Sendung "Willkommen bei Carmen Nebel" wurde wegen der Corona-Krise abgesagt.

Update, 20. März, 13.17 Uhr: Das sagt ein Virologe zu Ausgangssperren

Professor Alexander Kekulé, einer der wichtigsten deutschen Virologen, äußerte am Freitagmorgen seine persönliche Meinung über eine Ausgangssperre. Was genau er allerdings für alternative Mittel meint, ließ er offen.

Update, 20. März, 13.13 Uhr: Laschet: Hohe Corona-Dunkelziffer - weitere Maßnahmen geplant

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geht bei der Zahl der Corona-Infektionen von einer hohen Dunkelziffer aus. Mediziner rechneten damit, dass die Zahl der Menschen, die das Coronavirus haben und es gar nicht merken, sieben- bis zehnmal höher liege als die offizielle Zahl, sagte Laschet am Freitag in einer Bürger-Fragestunde des Radiosenders WDR 2.

Das Landeskabinett werde am Sonntag weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschließen, kündigte Laschet an. Unter anderem werde die Liste der Berufe nachgearbeitet, die noch ihre Dienste anbieten dürften. Unter anderem sei dabei über Baumärkte und Restaurants zu reden.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU).
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU).  © Federico Gambarini/dpa

Update, 20. März, 13.10 Uhr: 860 Millionen Kinder verpassen Schule

Wegen der Coronavirus-Pandemie können weltweit rund 860 Millionen Kinder und Jugendliche nach UN-Angaben nicht mehr zur Schule gehen. Für 300 Millionen Grundschulkinder sei nicht nur der Bildungsmangel eine Gefahr, mahnte das UN-Welternährungsprogramm (WFP) am Freitag in Genf. Vielen fehlten auch die Schulmahlzeiten, oft die wichtigste Ernährungsquelle. Allein das WFP könne neun Millionen Kinder nicht mehr versorgen.

Das WFP versucht nun, die Familien der Schulkinder auf andere Weise zu unterstützen: Nahrungsmittelpakete, die nach Hause geschickt werden, Lebensmittelgutscheine oder Bargeldzuwendungen. Das WFP verpflegt normalerweise Schulkinder in 61 Ländern weltweit.

Update, 20. März, 13.08 Uhr: Baden-Württemberg verschiebt Abschlussprüfungen an Schulen

Baden-Württemberg verschiebt wegen des Coronavirus die anstehenden Abschlussprüfungen an den Schulen. Das teilte das Kultusministerium am Freitag in Stuttgart mit. Mehr dazu >> hier.

Update, 20. März, 13.07 Uhr: Deutschland in Zeiten von Corona

Bayern, Ingolstadt: Passanten gehen durch die Fußgängerzone in der Altstadt.
Bayern, Ingolstadt: Passanten gehen durch die Fußgängerzone in der Altstadt.  © Armin Weigel/dpa
Niedersachsen, Hannover: Ein Spielplatz in der Südstadt ist mit Flatterband abgesperrt.
Niedersachsen, Hannover: Ein Spielplatz in der Südstadt ist mit Flatterband abgesperrt.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Schleswig-Holstein, Flensburg: Zwei Sicherheitsleute stehen vor der Einfahrt zu einer mobilen Abstrichstation. Im Hintergrund steht ein zur mobilen Abstrichstation modifizierter Omnibus auf einem Parkplatz. Hier können Menschen nach vorheriger Anmeldung für einen Corona-Schnelltest vorfahren.
Schleswig-Holstein, Flensburg: Zwei Sicherheitsleute stehen vor der Einfahrt zu einer mobilen Abstrichstation. Im Hintergrund steht ein zur mobilen Abstrichstation modifizierter Omnibus auf einem Parkplatz. Hier können Menschen nach vorheriger Anmeldung für einen Corona-Schnelltest vorfahren.  © Frank Molter/dpa

Update, 20. März, 13.01 Uhr: Gottesdienste aus Magdeburger Dom online

Gottesdienste aus dem Magdeburger Dom werden ab sofort via Internet übertragen. Sie würden ab sofort ohne Gemeinde in Bild und Ton aufgezeichnet und seien sonntags ab 10 Uhr zu sehen und zu hören, teilte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) am Freitag mit. Die beiden leitenden Pfarrer der Gemeinde, Landesbischof Friedrich Kramer und Domprediger Jörg Uhle-Wettler, wollten damit aus der Bischofskirche der EKM ein Signal der Zuversicht ins Land senden. Aktuell ist es wegen der Ausbreitung des Coronavirus untersagt, dass Menschen zu Gottesdiensten zusammenkommen.

Am kommenden Sonntag (22.3.) werde der Offene Kanal Magdeburg den ersten Gottesdienst ab 10 Uhr in seinem Programm im Magdeburger Kabelnetz sowie per Live-Stream übertragen. Zudem stehe der Gottesdienst in der Mediathek und im YouTube-Kanal des Offenen Kanals zur Verfügung. "Dieser Dienst wird, so es Not tut, über das Osterfest hinaus angeboten", erklärte Domprediger Jörg Uhle-Wettler an.

Update, 20. März, 12.45 Uhr: Söder: Weitreichende Ausgangsbeschränkungen für ganz Bayern beschlossen

Zur Eindämmung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weitreichende Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat angekündigt. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt.

Mehr Infos >>> hier.

 Ministerpräsident Markus Söder (53). (Archivbild)
Ministerpräsident Markus Söder (53). (Archivbild)  © Matthias Balk/dpa

Update, 20. März, 12.38 Uhr: Landrat erwägt Ausgangssperre für den Saale-Orla-Kreis

Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus dringt der Schleizer Landrat Thomas Fügmann (CDU) auf eine Ausgangssperre. Sollte sich das Land nicht zu dieser Maßnahme durchringen, werde ein solcher Schritt für den Saale-Orla-Kreis in Eigenregie erwogen, informierte Fügmann am Freitag. Dies müsste konsequent umgesetzt und verstärkt von der Polizei kontrolliert werden. Bisherige Appelle an die Eigenverantwortung der Bürger liefen ins Leere, erklärte der Leiter des Pandemiestabes des Landratsamtes, Torsten Bossert. "Alle Maßnahmen in Deutschland, die Fallkurve abzuflachen und nach hinten zu verschieben, haben versagt."

Update, 20. März, 12.33 Uhr: Restaurants in Bayern und Hessen müssen schließen

Zur Eindämmung des Coronavirus müssen in Bayern ab Samstag auch Restaurants und Biergärten schließen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen, auch die Nürnberger Nachrichten berichteten darüber. Take-away-Angebote sollen demnach aber weiter möglich sein. Ob es weitere Ausgangsbeschränkungen für die Menschen geben würde, war demnach noch offen - darüber werde aktuell noch im Kabinett beraten, hieß es.

Restaurants und Gaststätten in Hessen sollen ab Samstagmittag geschlossen werden. Das teilte die Staatskanzlei am Freitag in Wiesbaden mit.

Restaurants, wie hier in Nürnberg, müssen komplett schließen.
Restaurants, wie hier in Nürnberg, müssen komplett schließen.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 20. März, 12.28 Uhr: Tatort-Dreharbeiten nach Ermahnung durch die Polizei beendet

Ein Filmteam, das trotz der Ausbreitung des Coronavirus mit Dreharbeiten zu einer Tatort-Folge beschäftigt war, ist von der Polizei ermahnt worden. Die Filmleute seien am Donnerstag in Charlottenburg angetroffen worden, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Etwa 35 Menschen seien an den Dreharbeiten beteiligt gewesen, viele hätten einen Mundschutz getragen. Einen strafrechtlichen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz habe die Polizei nicht festgestellt, daher habe es auch keine Anzeige gegeben. Trotzdem habe das Team die Dreharbeiten beendet.

Update, 20. März, 12.17 Uhr: Regierung mahnt eindringlich: "Halten Sie sich an die Regeln"

Die Bundesregierung hat Menschen in Deutschland abermals eindringlich gemahnt, sich wegen der Corona-Krise nicht in Gruppen zu treffen. Andernfalls will sie zu weiteren Mittel greifen, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin mit Blick auf mögliche weitere Beschränkungen deutlich machte.

Seibert dankte im Namen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den vielen Millionen Menschen in Deutschland, die sich an die geltenden Beschränkungen halten. Die Mehrzahl der Menschen schränke Kontakte ein und lasse Reisen sein. "Jeder Einzelne zeigt damit Verantwortung." 

Wer sich daran halte, zeige auch Solidarität mit den Angehörigen des Gesundheitswesens. Der Minderheit, die sich noch nicht vernünftig und verantwortlich verhalte, müsse gesagt werden: "Halten Sie sich an die Regeln, die nun in der nächsten Zeit gelten." Man solle einfach nicht in einer Menschentraube im Park stehen oder eng gedrängt im Café sitzen.

Update, 20. März, 12.15 Uhr: Hamburg hat die größte Infektionsrate pro 100.000 Einwohner

 
© TAG24 Grafik

Update, 20. März, 11.55 Uhr: 47 Todesfälle in Deutschland

 
© TAG24 Grafik

Update, 20. März, 11.52 Uhr: Dortmund verbietet Ansammlungen von mehr als vier Personen

In Dortmund werden wegen der Coronavirus-Pandemie Ansammlungen im öffentlichen Raum von mehr als vier Personen verboten. Das kündigte Ordnungsdezernent Norbert Dahmen am Freitag an. "Oberstes Ziel ist hier, weitere Infektionsketten zu vermeiden", sagte er. 

Mit dem Verbot wolle man die Grundlage schaffen, um zum Beispiel Partys, wie man sie zuletzt am Dortmunder Phoenix-See gesehen habe, sanktionieren zu können. Es gebe allerdings Ausnahmeregelungen, etwa bei "häuslichen Gemeinschaften". "Die Familie mit drei Kindern darf im öffentlichen Raum noch gemeinsam gehen", sagte Dahmen.

Das Verbot für die ganze Stadt soll in der Nacht zu Samstag beginnen. Bereits am Freitag sollen beliebte Plätze in der Stadt entsprechend kontrolliert werden.

Update, 20. März, 11.26 Uhr: Ausgangsbeschränkungen in Österreich verlängert

In Österreich werden die Ausgangsbeschränkungen zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus um drei Wochen verlängert. Sie gelten damit bis Ostermontag, den 13. April, sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag in Wien.

Update, 20. März, 11.17 Uhr: Ernst der Lage begreifen

Das Robert Koch-Institut hat die Bundesbürger eindringlich zum Abstandhalten und zu deutlich mehr Rücksichtnahme gegenüber Mitmenschen aufgefordert. "Die Jüngeren verhalten sich am unvernünftigsten", sagt Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. 

"Wir können diese Pandemie nur verlangsamen, wenn wir uns alle an die Spielregeln halten." Viele Menschen seien immer noch nicht bereit, ihre sozialen Kontakte zu reduzieren. "Diese Krise hat ein Ausmaß, das ich mir nie hätte vorstellen können", sagte Wieler als Wissenschaftler.

Nach Umfragen meine noch immer jeder Vierte, das alles sei Panikmache, sagte Wieler. Deutschland habe zwar Zeit gewonnen. Aber es stehe bei den Infektionszahlen vor einer ähnlich exponentiellen Entwicklung wie andere europäische Länder. "Ich möchte, dass alle den Ernst der Lage begreifen", betonte Wieler.

Bundesweit gebe es weiterhin große Unterschiede, sagte Wieler. So seien in Hamburg aktuell etwa 32 Fälle pro 100.000 Einwohner gemeldet, in Thüringen nur 7. Deswegen könnten verschiedene Regionen auch unterschiedliche Maßnahmen fahren.

Nach RKI-Schätzungen haben mehr als 1000 Menschen die Infektion schon überstanden. "Es wird aber weiter Schwerkranke geben", betonte Wieler. "Bitte halten Sie Abstand. Und wenn Sie krank sind, bitte bleiben Sie zu Hause!" Solch eine Epidemie habe es noch nicht gegeben. Sie habe eine ganz andere Dimension als eine Grippewelle.

Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts.
Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 20. März, 10.45 Uhr: In Kapstadt festsitzende Kreuzfahrtpassagiere können aufatmen

Für die seit Montag in Kapstadt festsitzenden 1240 deutschen und österreichischen Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "AidaMira" haben die Abreisevorbereitungen begonnen. "Die Erlaubnis für die Heimreise der Gäste ist erteilt, wir arbeiten mit Hochdruck an Flügen für dieses Wochenende", sagte ein Aida-Cruises-Sprecher am Freitag. 

Es gebe keinen Verdachtsfall an Bord des Schiffes. Zuvor waren auch die Corona-Testergebnisse von sechs Mitreisenden negativ ausgefallen, die zunächst als Verdachtsfälle gegolten hatten. Die Reederei organisiert nun die Charterflüge für die Passagiere, die umgehend das Land verlassen müssen. Das Schiff mit seinen 486 Besatzungsmitglieder liegt seit Montag in Kapstadts Hafen.

Update, 20. März, 10.41 Uhr: Reisewarnung bis Ende April

Die Reisewarnung der Bundesregierung wegen der Corona-Krise gilt zunächst bis Ende April und betrifft damit auch die Osterferien. Das gab Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag auf Twitter bekannt.

Heiko Maas. 
Heiko Maas.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 20. März, 10.03 Uhr: Bisher rund 300 Kinder in Italien positiv auf Virus getestet

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie sind in Italien bisher rund 300 Kinder positiv auf den Erreger getestet worden. "Es gibt aber bisher keine Todesfälle und keine schweren Verläufe bei Kindern", sagte Alberto Villani, Präsident des italienischen Kinderarztverbandes, bei einer Pressekonferenz des Zivilschutzes in Rom. 

"Das dürfte viele Eltern und Großeltern beruhigen. Das Coronavirus an sich scheint derzeit kein Problem von Kindern zu sein." Insgesamt gibt es in Italien Zehntausende Infizierte und Tausende Tote.

Update, 20. März, 9.52 Uhr: Auch YouTube drosselt in Corona-Krise Bildqualität in Europa

Nach Netflix wird auch YouTube die Bildqualität in Europa etwas verschlechtern, um die Netze in der Coronavirus-Krise zu entlasten. Alle Videos sollen zunächst in den kommenden 30 Tagen nur noch in Standard-Auflösung statt HD-Qualität übertragen werden, wie die zu Google gehörende Videoplattform am Freitag ankündigte. EU-Kommissar Thierry Breton, der die Maßnahme angestoßen hatte, begrüßte den Schritt.

Bei einer höheren Bildauflösung gibt es ein schärferes Bild, weil mehr Pixel dargestellt werden. Dafür werden aber auch mehr Daten übertragen. Netflix empfiehlt für HD (High Definition) eine Internet-Geschwindigkeit von fünf Megabit pro Sekunde, während es bei Standard-Auflösung drei Megabit pro Sekunde sind. 

Einen richtig großen Sprung gibt es dann aber bei dem noch besseren Ultra-HD-Format: Hier werden zum Beispiel bei Netflix 25 Megabit pro Sekunde benötigt. Auch auf Youtube gibt es Ultra-HD-Videos.

Update, 20. März, 9.51 Uhr: Nun mehr als 10.000 Coronavirus-Tote weltweit

Das Coronavirus hat nach den Daten aus offiziellen Statistiken nun weltweit mehr als 10.000 Menschen den Tod gebracht. Die private Johns Hopkins University im US-Staat Maryland führte in ihrer Liste auf ihrer Homepage am Freitagmorgen 10 031 Tote. Die tatsächliche Zahl abseits der offiziellen Statistiken dürfte deutlich höher liegen, schätzen Experten. 

Mehr als 244.000 Menschen infizierten sich den von der Universität berücksichtigten offiziellen Daten zufolge bisher mit dem Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Die tatsächliche Fallzahl dürfte auch hier weitaus höher liegen. Ein großer Teil der in den letzten Monaten erfassten Betroffenen ist längst wieder gesund oder hatte von vornherein kaum oder keine Symptome.

Die Zählung des auf Infektionskrankheiten spezialisierten Forschungszentrums der Johns Hopkins University wird in der Coronavirus-Krise weltweit als Datengrundlage genutzt.

Update, 20. März, 9.42 Uhr: Samstag entscheidet offenbar über Ausgangssperren

Kanzleramtschef Helge Braun hat den Samstag als entscheidenden Tag bei der Entscheidung über mögliche Ausgangssperren wegen des Coronavirus bezeichnet. "Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen", sagte der CDU-Politiker dem "Spiegel". "Der Samstag ist ein entscheidender Tag, den haben wir besonders im Blick." Mehr dazu >> hier.

Bilder wie solche vom Mittwoch in Dresden soll es am Wochenende nicht geben.
Bilder wie solche vom Mittwoch in Dresden soll es am Wochenende nicht geben.  © Kevin Müller

Update, 20. März, 9.33 Uhr: Baden-Württemberg will Niederlassungsverbot

Die Landesregierung von Baden-Württemberg bereitet ein Niederlassungsverbot für Gruppen auf öffentlichen Plätzen vor, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr. Bei der betroffenen Gruppengröße handle es sich um eine einstellige Zahl, das Justizministerium müsse das juristisch prüfen. Mehr dazu >> hier.

Update, 20. März, 9.31 Uhr: Radiosender spielen gemeinsamen Song

Europaweit haben heute dutzende Radiosender um 8.45 Uhr das Lied "You'll never walk alone" der englischen Band Gerry and the Pacemakers gespielt. Der Song soll in der schwierigen Zeit die Einheit zeigen.

Update, 20. März, 9.23 Uhr: Kleine Grenzübergänge zu Frankreich und Luxemburg werden geschlossen

Der Grenzübertritt nach Frankreich und Luxemburg soll ab diesem Freitag nur noch an bestimmten Orten möglich sein. Vor allem die kleinen Übergänge sollten nach und nach mit physischen Barrieren geschlossen werden, teilten die Sprecher der Bundespolizei im saarländischen Bexbach und im rheinland-pfälzischen Trier mit. Das gehe aus einer Ankündigung des Bundesinnenministeriums vom Donnerstag in Berlin vor.

Konkret heißt die Neuerung für die deutsch-luxemburgische Grenze auf rheinland-pfälzischer Seite, dass ein Grenzübertritt weiter möglich ist an den Stellen: A64 Mesenich, B419 Wellen, B419 Wincheringen, B418 Wasserbilligerbrück und B257 Echternacherbrück. Weitere rund 20 kleine Übergänge vor allem entlang der Sauer und der Our müssten demnach nun gesperrt werden. Ein Zeitplan sei in Arbeit.

Auf saarländischer Seite ist die Grenzübergangsstelle zu Luxemburg an der A8 Perl-Schengen weiter offen, ebenso die an der B419 Perl-Schengen. An der Grenze zu Frankreich kann der Verkehr weiter an der Goldenen Bremm in Saarbrücken (A6 und Metzer Straße), der B423 Habkirchen-Frauenberg und Überherrn-Creutzwald einreisen.

Die Schließung betrifft im Saarland rund 30 Übergänge zu Frankreich.

Update, 20. März, 9.14 Uhr: Virus breitet sich weiter in Europa aus

 
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Update, 20. März, 8.45 Uhr: Leverkusen: Treffen im Freien untersagt

Die Menschen in Leverkusen dürfen wegen der Corona-Krise ab sofort bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr im Freien zusammenkommen. "Zusammenkünfte von zwei oder mehr Personen unter freiem Himmel" seien untersagt, heißt es in einer Allgemeinverfügung der Stadt vom Donnerstag. 

Ausnahme seien Gruppen, die zusammen wohnen, zum Beispiel Familien oder Wohngemeinschaften. Zusammenkünfte "bei der Erledigung von Besorgungen zur Deckung des täglichen Bedarfs" - etwa in Warteschlagen - oder aus "zwingenden beruflichen Gründen" seien ebenfalls nicht verboten. "Leverkusen hat keine Ausgangssperre erlassen», betonte eine Sprecherin der Stadt. 

Update, 20. März, 8.13 Uhr: Polizei löst sogenannte Corona-Party von Jugendlichen auf

Die Polizei hat am Donnerstagabend eine sogenannte Corona-Party von Jugendlichen in Staßfurt in Sachsen-Anhalt aufgelöst. Die Jugendlichen seien zwischen 14 und 20 Jahre gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei Salzlandkreis am Freitag. 

Anwohner hätten die Beamten gerufen, weil ihnen eine größere Gruppe feiernder Jugendlicher auf einem Platz aufgefallen sei. Nach Polizeiangaben sangen die Jugendlichen sichtlich gut gelaunt "Corona, Corona". 

Als die Polizei eintraf, seien noch acht junge Menschen vor Ort gewesen. Nach Feststellung der Personalien und einer Belehrung hätten sich Jugendlichen einsichtig gezeigt, so der Polizeisprecher.

Die Polizei musste eingreifen. (Symbolbild)
Die Polizei musste eingreifen. (Symbolbild)  © Uwe Zucchi/dpa

Update, 20. März, 7.50 Uhr: Drei Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff vor Sydney

Zwei Passagiere und ein Besatzungsmitglied eines Kreuzfahrtschiffs in Sydney sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die "Ruby Princess", auf der 2700 Passagiere und 1100 Crewmitglieder waren, hatte nach einer Reise rund um Neuseeland am Donnerstag vor der australischen Metropole angelegt. 

Danach wurden 13 Menschen getestet, die sich unwohl gefühlt hatten. Der Rest wurde nach Hause geschickt, mit der Auflage, 14 Tage zuhause zu bleiben. Der Test dauerte 24 Stunden, am Freitag teilten die Gesundheitsbehörden das Ergebnis mit.

In Australien gibt es mehr als 700 bestätigte Fälle des Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Premierminister Scott Morrison rief dazu auf, auf Distanz zu gehen und in geschlossenen Räumen um Menschen je vier Quadratmeter zu lassen.

Update, 20. März, 7.33 Uhr: Zweiter Coronavirus-Todesfall in Hessen gemeldet

Der Kreis Offenbach hat den zweiten Todesfall nach einer Coronavirus-Infektion in Hessen gemeldet. Bei der Toten handelt es sich um eine 89 Jahre alte Frau aus Mainhausen, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstagabend hervorgeht. "Sowohl die Infektionskette als auch die Kontaktpersonen der Verstorbenen konnten nachvollzogen werden", heißt es dort weiter. 

Update, 20. März, 7.02 Uhr: Auch ohne Corona droht Handelssterben

In Deutschland droht in den nächsten zehn Jahren nach einer Prognose von Handelsexperten ein weiteres großes Ladensterben - und das auch ohne Corona. Die Zahl der Verkaufsstellen werde sogar um bis zu 80.000 sinken, prognostiziert das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) in seinem in dieser Woche veröffentlichten "Handelsszenario 2030". Warum und was die Hintergründe sind, lest Ihr >> hier.

Update, 20. März, 6.03 Uhr: Haiti meldet als letztes Land Lateinamerikas erste Corona-Fälle

Alle Länder Lateinamerikas haben nun Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Haitis Präsident Jovenel Moïse verkündete am Donnerstag (Ortszeit) die ersten beiden Fälle des Karibikstaates - dem letzten Land der Region, das zuvor noch keine Ansteckungen gezählt hatte. 

Moïse erklärte zugleich einen Notstand, verhängte eine Ausgangssperre und verbot Versammlungen von mehr als zehn Menschen. Haiti, das als ärmstes Land der westlichen Hemisphäre gilt, hatte bereits seine einzige Landgrenze - mit der Dominikanischen Republik - geschlossen.

Am Mittwoch hatten auch Nicaragua und El Salvador ihre ersten Fälle bestätigt. Das Virus hatte die Region später erreicht als Europa und die USA. Inzwischen gab es in Lateinamerika mindestens 14 bestätigte Todesfälle in neun Ländern. Mit drei Toten ist die Zahl in Brasilien am höchsten. 

Hinzu kommt in der Karibik jeweils ein Todesopfer in Jamaika, im englischen Überseegebiet Cayman Islands und auf der französischen Insel Martinique sowie im südamerikanischen Guyana, das wegen seiner Amtssprache Englisch nicht zu Lateinamerika gezählt wird.

Update, 20. März, 6.00 Uhr: Supermarktketten liefern mehr Grundnahrungsmittel

Lebensmittelhändler reagieren wegen der Corona-Krise auf das veränderte Einkaufsverhalten von Verbrauchern. Seit dem letzten Februarwochenende verzeichnet Edeka Südwest eine erhöhte Nachfrage im Bereich Grundnahrungsmittel, sagte der Sprecher der Geschäftsführung, Rainer Huber, der Deutschen Presse-Agentur. 

Für die Mitarbeiter in den Märkten und im Großhandel bedeute dies einen erheblichen Mehraufwand. Waren müssten rasch geliefert und die Regale in den Märkten aufgefüllt werden. Dies gelinge, ein Lebensmittelnotstand sei nicht zu befürchten. Verbraucher seien jedoch aufgerufen, mitzuwirken.

"Wir beobachten, dass es in einigen Sortimentsbereichen, etwa bei haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln und Konserven oder auch Hygieneprodukten, zu einer erhöhten Nachfrage kommt", sagte Huber. Die tägliche Belieferung der Märkte mit ausreichend Ware sei jedoch über die Logistikzentren des Unternehmens gesichert. 

Einzelne Artikel, zum Beispiel Nudeln, Konserven und Hygieneprodukte, könnten wegen der erhöhten Nachfrage aber kurzzeitig vergriffen sein. "Diese werden aus den Lagern der Großhandlung regelmäßig nachgeliefert."

Mit Gummihandschuhen kauft eine Frau in einem EDEKA Markt ein. 
Mit Gummihandschuhen kauft eine Frau in einem EDEKA Markt ein.  © Peter Steffen/dpa

Update, 20. März, 4.20 Uhr: Südkorea meldet geringere Fallzahlen

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist nach der Zunahme in den vergangenen Tagen nun wieder gesunken. Am Donnerstag seien 87 zusätzliche Fälle festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Insgesamt wurden bisher 8652 Infektionsfälle im Land bestätigt. 

Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-2-Erreger in Verbindung gebracht werden, kletterte um drei auf 94.

Sorge bereitete den Behörden zuletzt unter anderem eine Zunahme von kleineren Häufungen von Infektionen in Kirchengemeinden und Pflegeheimen sowie von infizierten Personen, die aus dem Ausland eintreffen. Die Regierung versuche, den "weiteren Zustrom importierter Fälle" zu hemmen, sagte Yoon Tae Ho von der Zentrale für das Katastrophen-Management.

 Zuletzt wurde offiziellen Angaben zufolge bei 17 Einreisenden das Virus nachgewiesen.

Update, 20. März, 3.40 Uhr: Kalifornischer Gouverneur verhängt Ausgangssperre

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat die gesamte Bevölkerung des Westküstenstaates aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Die Ausgangssperre für knapp 40 Millionen Menschen sollte in der Nacht zum Freitag in Kraft treten, teilte Newsom am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. 

Kalifornien ist damit der erste Staat in den USA, der eine derart weitreichende Auflage im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlässt. Zuvor galten diese Einschränkungen schon für mehrere Bezirke im Raum San Francisco.

Notwendige Regierungsstellen, Diensteinrichtungen und wesentliche Geschäfte, darunter Lebensmittelläden und Apotheken, sollen aber geöffnet bleiben, betonte Newsom. Restaurants können weiterhin Essen ausliefern. Kalifornier dürfen auch noch Spazieren gehen, allerdings müssen sie auf der Straße voneinander Abstand halten. 

Update, 20. März, 3.28 Uhr: China meldet erneut keine neuen Corona-Infektionen im Inland

Zum zweiten Mal hintereinander seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus Anfang Januar hat China landesweit keine lokalen Neuinfektionen mehr gemeldet. Allerdings stieg erneut die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland zurück in die Volksrepublik kamen. 

Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Freitag mitteilte, wurden 39 neue "importiere Fälle" registriert, also Erkrankungen, die bei Menschen auf der Einreise nach China nachgewiesen wurden. Dies waren fünf mehr als am Vortag. Es war damit der bisher höchste Anstieg von Erkrankten, die aus dem Ausland eingereist waren. Das schürt Ängste vor einer möglichen zweiten Ausbreitungswelle. Insgesamt wurden nunmehr 228 "importierte" Infektionen gezählt.

Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes erhält Hilfe beim Anziehen des Schutzanzuges - hier in Indonesien.
Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes erhält Hilfe beim Anziehen des Schutzanzuges - hier in Indonesien.  © Achmad Ibrahim/AP/dpa

Update, 20. März, 23.49 Uhr: Spanien ordnet Schließung aller Hotels an

Die spanische Regierung hat am Donnerstag wegen der Coronavirus-Krise die vorläufige Schließung aller Hotels des Landes angeordnet. Im Zuge der am Wochenende verhängten Ausgangssperre müssen auch andere touristische Unterkünfte wie etwa Pensionen oder Campingplätze ihre Pforten schließen, wie aus einer Verordnung des Gesundheitsministeriums hervorging. Dafür haben die Häuser nun maximal sieben Tage Zeit. Nur Sicherheits- und Wartungspersonal darf bleiben.

Ausgenommen seien lediglich solche Quartiere, in denen Menschen für einen längeren Zeitraum untergebracht seien oder dauerhaft lebten - vorausgesetzt diese verfügten über die nötige Infrastruktur, um die Menschen zu schützen und voneinander zu isolieren. 

Update, 19. März, 22.31 Uhr: Entwicklung der Infektionen im Vergleich zum Vortag

Aktuell sind in Deutschland 15.348 Menschen am Coronavirus erkrankt (Stand: 19. März, 21.15 Uhr). Das ist ein Plus von 2991 zum Vortag (Stand: 18. März, 22 Uhr). Im gleichen Zeitraum sind in Italien 5322 und in Spanien 3194 neue Infektionen dazu gekommen. Weltweit stieg die Zahl von rund 217.325 auf 241.783.

Die Zahl der Todesfälle hierzulande stieg von 31 auf 44.

    
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Update, 19. März, 22.21 Uhr: Eintracht Frankfurt betroffen

Das neuartige Coronavirus hat auch vor Bundesligist Eintracht Frankfurt nicht Halt gemacht. Am Donnerstagabend meldeten die Adlerträger den ersten Covid-19-Fall in den Reihen des Profikaders. Mehr Infos >> hier

Update, 19. März, 22.04 Uhr: Schweizer Kanton Uri verhängt Ausgangsbeschränkung für über 65-jährige

Ältere haben im Kanton Uri das Nachsehen (Symbolbild). 
Ältere haben im Kanton Uri das Nachsehen (Symbolbild).  © 123RF/stylephotographs

Es geht auch anders: In der Schweiz verhängt der Kanton Uri eine Ausgangsbeschränkung, die nur für über 65-jährige Menschen gilt. 

Während alle anderen unter 65-jährigen ihr Leben normal fortsetzen können, haben die Älteren sich an die neuen Regeln zu halten.

Der Kanton Uri schreibt auf seiner Website

"Der Kantonale Führungsstab erlässt per 19. März 2020, 18.00 Uhr, eine Ausgangsbeschränkung für Personen über 65 Jahre für das gesamte Kantonsgebiet. Diese Personen dürfen somit das Haus oder die Wohnung nicht mehr verlassen. Ausgenommen sind Arztbesuche nach telefonischer Vorabsprache, Bestattungen im engsten Familienkreis oder Personen in systemrelevanten Funktionen des Gesundheitswesens..."

Und weiter: "Lebensmitteleinkäufe und andere dringende Besorgungen müssen somit durch Angehörige, Nachbarn oder den Freiwilligendienst des SRK Uri vorgenommen werden. Lieferungen dürfen nur bis zur Haustüre erfolgen. Spaziergänge allein oder zu zweit sind während maximal zwei Stunden pro Tag zulässig. Darin eingeschlossen ist das Ausführen von Haustieren."

Ob das ein Modell für andere Länder sein könnte? 

Update, 19. März, 21.44 Uhr: Freiburg erlässt eingeschränkte Ausgangssperre

Die entspannten Zeiten sind in Freiburg endgültig vorbei. 
Die entspannten Zeiten sind in Freiburg endgültig vorbei.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Freiburg erlässt wegen der Corona-Pandemie eine eingeschränkte Ausgangssperre. Die Stadt selbst sprach von einem Betretungsverbot für öffentliche Orte, das vom 21. März bis 3. April gelten soll. 

Mit dieser einschneidenden Maßnahme solle die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden, teilte die Stadt am Donnerstagabend mit. Anlass sei die dramatische Lage der angrenzenden französischen Region Grand-Est, zu der auch das Elsass gehört.

Das Betretungsverbot bedeutet nach Angaben der Stadt, dass öffentliche Orte nicht mehr betreten werden dürfen. Das Haus oder die Wohnung soll nur noch für dringende Angelegenheiten verlassen werden. Wer sich im Freien aufhalten möchte, dürfe das nur allein, zu zweit oder mit Personen, die im eigenen Haushalt lebten. 

Von allen anderen Personen sei ein Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten. Man dürfe aber weiterhin zur Arbeit oder zum Arzt gehen sowie Lebensmittel einkaufen. Die gegenwärtigen Beschränkungen würden vorerst für zwei Wochen gelten.

Update, 19. März, 21.44 Uhr: Experte fordert sofortige Ausgangssperre für ganz Deutschland!

Prof. Dr. Stefan Kluge, Leiter der Intensivmedizin am UKE, hat im ARD-Brennpunkt eine sofortige Ausgangssperre für ganz Deutschland gefordert!

Update, 19. März, 21.25 Uhr: Der Staat bleibt in der Corona-Krise handlungsfähig

Angela Merkel (65, CDU). 
Angela Merkel (65, CDU).  ©  Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat wollen im Eiltempo ein Paket mit Notmaßnahmen in der Corona-Krise auf den Weg bringen. An diesem Montag soll zunächst das Bundeskabinett entscheiden. 

Dabei geht es unter anderem um eine Verordnung zum Kurzarbeitergeld, den geplanten Nothilfefonds für Selbstständige und eine Lockerung des Insolvenzrechts. Angesichts von Existenznöten bei Solo-Selbstständigen und Kleinstfirmen plant die Bundesregierung ein Hilfspaket von über 40 Milliarden Euro.

Kanzlerin Merkel (65, CDU) will mit den Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bereits an diesem Sonntagabend in einer Telefonkonferenz über weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des gefährlichen Coronavirus beraten. 

Dabei dürfte es auch um mögliche Ausgangssperren für die Bevölkerung gehen. Zuerst hatte der SWR über die Telefonkonferenz berichtet.

Verdi forderte, dass die Arbeitgeber einen Teil der vorgesehenen Leistungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) an die Beschäftigten weitergeben müssten. 
Verdi forderte, dass die Arbeitgeber einen Teil der vorgesehenen Leistungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) an die Beschäftigten weitergeben müssten.  © Bernd Wüstneck/ZB/dpa

Die Kanzlerin und die hauptzuständigen Minister bereiteten am Donnerstag in stundenlangen Sitzungen am Vormittag und am Abend weitere Maßnahmen gegen die Corona-Krise vor. Nach einem zweieinhalbstündigen Treffen am Abend teilte ein Regierungssprecher mit: 

"Es war eine Vorbereitungssitzung für das Kabinett am Montag und die Parlamentswoche." Weitere Beratungen würden folgen. Konkrete Inhalte der Gespräche wurden zunächst nicht bekannt.

Bei den Gewerkschaften gab es Ärger über das geplante erweiterte Kurzarbeitergeld. Die Gewerkschaft Verdi forderte, dass die Arbeitgeber einen Teil der vorgesehenen Leistungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) an die Beschäftigten weitergeben müssten. 

Bei großen Teilen der Beschäftigten ist Kurzarbeit sonst der sichere Weg in die Sozialhilfe", sagte Verdi-Chef Frank Werneke der dpa. Dabei geht es um die Sozialbeiträge, die die BA den Arbeitgebern für Kurzarbeiter voll erstatten soll. Bei Kurzarbeit fließen von der BA 60 Prozent des Lohns weiter, bei Beschäftigten mit Kindern 67 Prozent.

Cem Özdemir (54, Die Grünen).  
Cem Özdemir (54, Die Grünen).  © Marijan Murat/dpa

Völlig anders als üblich soll kommende Woche das weitere Gesetzgebungsverfahren im Schnelldurchgang ablaufen. So soll der Bundestag voraussichtlich nur am Mittwoch tagen, nicht wie bisher regulär vorgesehen von Mittwoch bis Freitag, wie die dpa aus Fraktionskreisen erfuhr. Die Bundestagsausschüsse sollen je nach Bedarf ebenfalls zusammenkommen. Die Sitzungen sollten mit Abstand und Schutzmaßnahmen stattfinden.

Eine Sprecherin des Bundestages sagte, an diesem Freitag werde abschließend über die genaue Ausgestaltung der Sitzungen entschieden. "Ziel bleibt es, das Parlament maximal arbeitsfähig zu halten und dennoch das Infektionsrisiko auf ein Mindestmaß zu reduzieren."

Am Freitag nächster Woche soll dem Vernehmen nach eine außerordentliche Sitzung des Bundesrates stattfinden - so dass die Maßnahmen gegen die Corona-Epidemie auch dort beschlossen werden können. Die nächste offizielle Sitzung der Länderkammer ist am 3. April.

In den Gebäudekomplexen des Bundestags herrschte am Donnerstag weitgehende Leere. Viele Mitarbeiter der Abgeordneten und Fraktionen seien im Homeoffice, hieß es. In den Kantinen wurde den wenigen Besuchern Besteck von Mitarbeitern mit Gummihandschuhen gereicht.

Mit dem früheren Grünen-Chef Cem Özdemir gibt es in den Reihen der Abgeordneten einen weiteren Fall eines infizierten Abgeordneten. Der 54-Jährige veröffentlichte am Donnerstag auf Instagram ein Video, in dem er sagte, es gehe ihm "sehr gut". Vier Abgeordnete waren bereits positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Update, 19. März, 21.11 Uhr: Zahl der Toten erhöht sich in Deutschland auf 44

Die Zahl der Infizierten ist in Deutschland auf 15.320 angestiegen. 44 Menschen sollen dem Virus bist jetzt in der BRD erlegen sein. 

Update, 19. März, 20.49 Uhr: Formel-1-Rennen in Monaco abgesagt

Darauf müssen Fans zunächst verzichten (Archivbild von 2019). 
Darauf müssen Fans zunächst verzichten (Archivbild von 2019).  © David Davies/PA Wire/dpa

Die Formel 1 wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie auf ihren Klassiker in Monaco verzichten müssen. Die Veranstalter des Grand Prix in Monte Carlo teilten am Donnerstag mit, wegen des großen Aufwands für das Rennen sei eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt des Jahres "unter keinen Umständen möglich". 

Zuvor hatten der Weltverband Fia und die Rennserie erklärt, neben den ebenfalls für Mai geplanten WM-Läufen in den Niederlanden und in Spanien auch das Rennen in Monaco verlegen zu wollen.

Dies aber kommt für den Automobilclub des Fürstentums nicht infrage. Eigentlich sollte der traditionsreiche Grand Prix am 24. Mai gefahren werden. Noch vor wenigen Tagen hatten die Organisatoren versichert, an diesem Termin für das Stadtrennen festhalten zu wollen. 

Zuletzt hatte es im Jahr 1954 kein Formel-1-Gastspiel in Monaco gegeben. 2021 will die Königsklasse des Motorsports nach Monte Carlo zurückkehren, wie es in einem Tweet der Rennserie am Abend hieß.

Update, 19. März, 20.40 Uhr: Kuwait schließt Schulen bis 4. August

So weit will weltweit bisher kein anderes Land gehen: Kuwait hat angekündigt Schulen und Universitäten bis zum 4. August 2020 zu schließen! Das vermeldete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna. Dabei sind in dem Land bisher "nur" 148 Menschen erkrankt und niemand gestorben (Stand 19. März, 20.40 Uhr). 

   
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Update, 19. März, 19.54 Uhr: Betrüger geben sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamts aus

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnt vor Fake-Mitarbeitern (Symbolbild). 
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnt vor Fake-Mitarbeitern (Symbolbild).  ©  Andy Wong/AP/dpa

Vor falschen Mitarbeitern des Gesundheitsamtes warnt die Polizei im niedersächsischen Kreis Nienburg. 

Mit Schutzanzügen und Mundschutz versuchten diese, sich Zutritt zu Häusern und Wohnungen zu verschaffen, teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe am Donnerstag mit. 

Das Amt warnte davor, diese Personen hereinzulassen. 

Die Bürger wurden zudem aufgefordert, Bekannte - vor allem ältere Menschen - vor den Betrügern zu warnen.

Update, 19. März, 19.08 Uhr: Kanzlerin und Länder beraten über Ausgangssperren

Kanzlerin Angela Merkel (65). 
Kanzlerin Angela Merkel (65).  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU) und die Ministerpräsidenten der Ländern wollen nach einem Medienbericht an diesem Sonntag über Ausgangssperren in der Corona-Krise beraten. 

Dies berichtete der SWR am Donnerstag unter Berufung auf den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne). Mehrere Regierungschefs hatten am Donnerstag mit Ausgangssperren gedroht. 

"Es hängt von der Bevölkerung ab, ob wir schärfere Maßnahmen ergreifen müssen", sagte Kretschmann dem SWR. Hintergrund ist, dass viele Bundesbürger den Aufrufen, Abstand zu Mitmenschen zu halten, nicht nachkommen.

Weltweite Lage am 19. März

  
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Coronavirus-Symptome:

   
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Update, 19. März, 18.41 Uhr: Niederländischer "Corona-Minister" tritt nach Zusammenbruch zurück

Der niederländische Minister für medizinische Versorgung, Bruno Bruins (56) ist mit seinen Kräften am Ende
Der niederländische Minister für medizinische Versorgung, Bruno Bruins (56) ist mit seinen Kräften am Ende  ©  PHIL NIJHUIS/ANP/dpa

Der niederländische Minister für medizinische Versorgung, Bruno Bruins (56), ist nach einem Schwächeanfall zurückgetreten. 

Der für die Koordinierung des Kampfes gegen die Coronavirus-Pandemie zuständige Politiker sei auf seinen Wunsch hin von König Willem-Alexander "in Ehren" aus dem Dienst entlassen worden, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP am Donnerstag.

Der 56-Jährige "Corona-Minister" war laut ANP am Mittwoch während einer Parlamentsdebatte zur Bekämpfung der Pandemie zusammengebrochen. 

Die Aufgaben Bruins werden vorübergehend vom stellvertretenden Ministerpräsident Hugo de Jonge übernommen, der zugleich Minister für Volksgesundheit, Gemeinwohl und Sport ist.    

Update, 19. März, 18.23 Uhr: Anzahl der Toten jetzt in Italien höher als in China

Das Coronavirus schlägt in Italien heftig zu. 
Das Coronavirus schlägt in Italien heftig zu.  © Center for Disease Control/Planet Pix via ZUMA Wire/dpa

Italien hat im Zuge der Coronavirus-Pandemie mehr Todesfälle als China gemeldet und ist damit das Land auf der Welt mit den meisten offiziell gemeldeten Toten. 

Bisher seien 3405 Menschen gestorben, teilte der italienische Zivilschutz am Donnerstag in Rom mit.

China beklagt täglich noch immer neue Todesfälle. Am Donnerstag kamen nach offiziellen Daten acht Tote hinzu, womit die Gesamtzahl der Opfer auf 3245 Fälle stieg. 

Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 80.928 Infizierte registriert, von denen sich mehr als 66.000 wieder erholt haben. 

In Italien liegt die Zahl der gemeldeten Infizierten mittlerweile bei über 41.000. Am Vortag waren es noch rund 35.700. Die Zahl der Toten in Italien stieg innerhalb eines Tages um 427.

Update, 19. März, 17.30 Uhr: Top-Virologe sorgt mit neuem Tweet für Aufsehen

Christian Drosten (48), Direktor des Instituts für Virologie an der Charité Berlin.
Christian Drosten (48), Direktor des Instituts für Virologie an der Charité Berlin.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Droht in Deutschland schon bald die Ausgangssperre? 

"Eine wichtige Stellungnahme von der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie.", schreibt Deutschlands Top-Virologe Christian Drosten (48) am Donnerstagnachmittag und verlinkt den kompletten Text. 

Darin steht unter anderem: "Die Szenarien zeigen, dass zusätzliche Maßnahmen innerhalb der nächsten zwei Wochen eingeführt werden müssten, um die Kapazitäten der Intensivstationen nicht zu überschreiten. Auch ist damit zu rechnen, dass diese Einschnitte über die nächsten Monate aufrechterhalten werden müssen, um zu einer völligen Eindämmung der Infektionsausbreitung zu führen..."

Und weiter: "Aktuell liegt ein kurzes Zeitfenster vor, in dem die Entscheidung zwischen Eindämmung und Verlangsamung der Infektionsausbreitung noch ohne Überlastung des Gesundheitssystems erfolgen kann. In beiden Fällen ist eine konsequente Umsetzung für einen längeren Zeitraum notwendig."

Das Wort "Ausgangssperre" fällt in dem Text nicht. Doch weitere Einschränkungen würden wohl genau das bedeuten.

Update, 19. März, 17.15 Uhr: Produktionsengpässe bei Corona-Tests

Ein Abstrichstäbchen steckt Maximilian Schilling vom Arbeiter- Samariter-Bund (ASB) nach einer Probennahme im Testzentrum in das entsprechende Plasikröhrchen.
Ein Abstrichstäbchen steckt Maximilian Schilling vom Arbeiter- Samariter-Bund (ASB) nach einer Probennahme im Testzentrum in das entsprechende Plasikröhrchen.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Die zur Zeit vorhandene Zahl der Coronavirus-Tests reicht nach Angaben der Pharmaindustrie nicht aus, um wie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen weitreichende Tests durchzuführen. "

"Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem", sagte der Chef der Schweizer Pharmafirma Roche, Severin Schwan, am Donnerstag in einer virtuellen Pressekonferenz des Dachverbands der Pharmafirmen, IFPMA. 

"Es ist wichtig, dass die Tests zunächst für Risikopatienten und solche mit Krankheitssymptomen sind. Breites Testen ist einfach nicht möglich."

Der Chef von Eli Lilly and Company, David Ricks, kritisierte das Horden von Medikamenten, sei es bei Patienten zu Hause, Apothekenketten oder auf nationaler Ebene. 

Die Industrie setze alles daran, Medikamente und Impfstoffe für alle zu produzieren. Die Pharmachefs betonten, dass es keine Profitinteressen gebe. 

"Dies ist eine Krise der Menschheit, keine nationale Krise", sagte Ricks. Auch die Produktion von Wirkstoffen innerhalb nationaler Grenzen zu gewährleisten sei illusorisch, meinte Schwan. "Man kann nicht die globale Lieferkette in ein Land holen, es wäre schädlich, jetzt die Grenzen zu schließen", sagte er.

Update, 19. März, 17.03 Uhr: Polizei fährt härtere Geschütze auf

Polizisten fahren mit einer Durchsage zu den Coronavirus durch die Innenstadt von Hannover. 
Polizisten fahren mit einer Durchsage zu den Coronavirus durch die Innenstadt von Hannover.  © Peter Steffen/dpa

Mindestabstand in Restaurants, keine größeren Menschenansammlungen: Per Lautsprecherdurchsagen haben Polizeibeamte in der Innenstadt von Hannover an die Vernunft und die Einsicht der Menschen appelliert. 

In Goslar kontrollierten Polizei und Kommune gemeinsam. Zuvor hatte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) vor einer drohenden Ausgangssperre wegen der Corona-Epidemie gewarnt. 

Hundertschaften der Bereitschaftspolizei würden mobilisiert, um die Beschränkungen für Versammlungen unter offenem Himmel und für die Gastronomie durchzusetzen.

"Bitte folgen Sie unseren Anweisungen und sprechen Sie auch mit Ihren Kindern über die Situation. Dies erleichtert uns allen die Arbeit", mahnte Petra Krischker, Leiterin der Polizeiinspektion Goslar. 

Verstöße gegen die Anordnungen des Landkreises könnten im Falle des Vorsatzes nach dem Infektionsschutzgesetz auch Strafverfahren nach sich ziehen.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus stieg in Niedersachsen binnen 24 Stunden um 241 auf 981 Fälle. Allein in der Region Hannover haben sich 238 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Update, 19. März, 16.52 Uhr: 44 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bislang mehr als 13.900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 4700, Bayern mit mehr als 2200 und Baden-Württemberg mit mehr als 2180 Fällen. 

44 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, zwei weitere Deutsche nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

 
© Centers for Disease Control and Prevention/AP/dpa

Update, 19. März, 16.35 Uhr: Tui Deutschland verlängert Absage von Reisen weltweit bis 23. April

Bei Tui steht derzeit alles still. 
Bei Tui steht derzeit alles still.  © Clara Margais/dpa

Mehrere Tourismusunternehmen verlängern den Reisestopp wegen der Corona-Pandemie. Branchenprimus Tui Deutschland sagte sämtliche Reisen bis zum 23. April ab. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, werde das weltweite Programm bis dahin "pausieren". 

Kunden, deren gebuchte Reisen in die Osterferien gefallen wären, sollen entsprechend informiert werden. Es könne dabei aber noch zu zeitlichen Verzögerungen kommen, «da die Vielzahl der Reisebuchungen nach Abreisedatum bearbeitet werden».

Das Unternehmen aus Hannover hatte zum Wochenbeginn alle Reisen bis zunächst 27. März ausgesetzt. Nun werden vier Wochen drangehängt. Der reguläre Flug-, Hotel- und Kreuzfahrtbetrieb ist inzwischen eingestellt - es gibt aber zahlreiche Heimflüge, mit denen sich Tui am Rückholprogramm der Bundesregierung beteiligt. 

Man arbeite "rund um die Uhr daran, alle Urlauber wieder sicher und zuverlässig nach Hause zu bringen", sagte Geschäftsführer Marek Andryszak.

Alltours verlängerte den Stopp für Flugpauschalreisen und Trips aus dem Individualprogramm bis einschließlich 30. April 2020. Die Reisen würden kostenlos storniert, Kunden erhielten eine Bestätigung. Schauinsland-Reisen hängte eine Woche dran bis einschließlich 3. April. Für einige Zielgebiete würden Reisen auch über den 3. April hinaus abgesagt.

Update, 19. März, 16.19 Uhr: Kieler Woche für Juni abgesagt!

Die Segelregatta fällt im Juni 2020 flach!
Die Segelregatta fällt im Juni 2020 flach!  © Frank Molter/dpa

Die 126. Auflage der "Kieler Woche" wird als Folge der Coronavirus-Pandemie verschoben. Das Segel-Spektakel rückt von seinem angestammten Platz in der letzten vollen Juni-Woche auf den 5. bis 13. September. Das gaben die Veranstalter am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt.

"Diesen Schritt haben wir als Stadt gemeinsam mit den Veranstaltern der Segelregatten beschlossen", sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. "Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen – sie ist mit Blick auf die aktuelle Entwicklung aber die beste Lösung."

Der sportliche Organisationsleiter Dirk Ramhorst sagte darüber hinaus: "Natürlich hätten wir mit der endgültigen Entscheidung noch etwas warten können. Da wir aber auch den internationalen Seglerinnen und Seglern ein Zeichen geben wollten, haben wir uns jetzt entschieden."

Im vergangenen Jahr hatten fast 4000 Aktive aus 50 Nationen an der 125. Kieler Woche teilgenommen. Die neuntägige Veranstaltung gilt mit zuletzt insgesamt 3,5 Millionen Besuchern in der Stadt Kiel und im Olympia-Zentrum Kiel-Schilksee als größte Regattawoche der Welt.

Update, 19. März, 16.09 Uhr: Prinz Albert an Corona erkrankt

Fürst Albert II. von Monaco (62).
Fürst Albert II. von Monaco (62).  © Angelika Warmuth/dpa

Fürst Albert II. von Monaco ist positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Der Gesundheitszustand des 62-Jährigen gebe aber keinen Grund zur Sorge, teilte der Fürstenpalast am Donnerstag mit. 

Er habe sich zu Beginn der Woche einem Test auf das neuartige Coronavirus unterzogen. Der Fürst setze seine Arbeit im Büro seiner Privatwohnung fort und stehe in ständigem Kontakt mit den Mitgliedern seines Kabinetts und seinen engsten Mitarbeitern, hieß es in der Mitteilung.

Der Prinz appellierte an die Bewohner des an der südfranzösischen Küste gelegenen Fürstentums, Kontakt mit anderen auf ein Minimum zu beschränken. 

Nur die strikte Einhaltung der Regeln verhindere die Verbreitung des Coronavirus, betonte der Fürst laut Mitteilung. In Monaco gilt wie im Rest Frankreichs derzeit eine Ausgangssperre.

Update, 19. März, 16.02 Uhr: Leichen mit Militärtrucks in Italien abtransportiert

In sozialen Medien verbreiten sich Videos, die zeigen sollen, wie Militärtrucks in Italien Leichen abtransportieren. Nähere Informationen >> hier auf TAG24

Update, 19. März, 15.56 Uhr: Von der Leyen lässt sich auf Coronavirus testen

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (61). 
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (61).  © Nicolas Landemard/Le Pictorium Agency via ZUMA/dpa

Nach der Coronavirus-Infektion von EU-Unterhändler Michel Barnier lässt sich auch Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf das neuartige Virus testen. 

Dies teilte ihr Sprecher Eric Mamer am Donnerstag mit. Der letzte direkte Kontakt der beiden Politiker liege aber schon zwei Wochen zurück.

EU-Ratspräsident Charles Michel zieht sich zur Vorsicht für zwei Tage ins Heimbüro zurück, da er Barnier vor zwölf Tagen letztmals getroffen hat. 

Damit befolge Michel ärztlichen Rat, sagte dessen Sprecher Barend Leyts. Michel gehe es aber gut und er habe keine Symptome.

Update, 19. März, 15.42 Uhr: Drei weitere Todesopfer in Baden-Württemberg

Aktuelle Grafik zum Geschehen. 
Aktuelle Grafik zum Geschehen.  © TAG24

In Baden-Württemberg sind drei weitere mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Dabei handelt es sich um einen über 80 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Sigmaringen, eine über 90-Jährige aus dem Kreis Esslingen und einen ebenfalls über 90 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Emmendingen, der bereits vorerkrankt gewesen war.

Damit erhöht sich die Zahl der Toten in Zusammenhang mit der Pandemie auf landesweit elf, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

Jeweils zwei von ihnen stammen aus den Landkreisen Emmendingen und Esslingen, weitere wurden registriert in Göppingen, Heilbronn und dem Hohenlohekreis, im Ortenaukreis, dem Rems-Murr-Kreis, Rottweil und Sigmaringen.

Update, 19. März, 15.36 Uhr: Erstes Todesopfer in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gibt es ein erstes Todesopfer! Das teilte das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie RLP via Twitter mit.

Update, 19. März, 15.24 Uhr: Athens Regierung schließt fast alle Hotels in Städten

Kyriakos Mitsotakis (52), Ministerpräsident von Griechenland.
Kyriakos Mitsotakis (52), Ministerpräsident von Griechenland.  © Yorgos Karahalis/AP/dpa

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Regierung in Athen beschlossen, die meisten Hotels in Griechenland zeitweise zu schließen. 

Nur ein Hotel pro Regionalhauptstadt und jeweils drei in Athen und Thessaloniki sollen offenbleiben, wie das Tourismusministerium am Donnerstag mitteilte. 

Die Schließung beginnt demnach am 22. März und dauert bis Ende April. 

Ein genaues Datum für die Wiederöffnung wurde nicht genannt. 

Für die meisten Hotels außerhalb der Städte beginnt die Saison erst Ende April.

Update, 19. März, 15.02 Uhr: Kilometerlange Staus an Grenze zwischen Tschechien und Slowakei

Stau gab es zuletzt vor allen Dingen an der polnischen Grenze.
Stau gab es zuletzt vor allen Dingen an der polnischen Grenze.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Wegen der Kontrollen infolge der Corona-Pandemie bilden sich an der Grenze zwischen Tschechien und der Slowakei lange Lkw-Schlangen. 

Vor dem Übergang zwischen Lanzhot (Landshut in Mähren) und Brodske (Brodsko) entstand am Donnerstag ein rund 15 Kilometer langer Rückstau. 

Die Lastwagen werden von den slowakischen Beamten nur in Wellen durchgelassen, wie die Agentur CTK berichtete. 

Man beobachte die Verkehrslage mit einem Hubschrauber, teilte die tschechische Polizei bei Twitter mit.

An der Grenze zwischen Tschechien und Polen beruhigte sich die Lage unterdessen.

Update, 19. März, 14.54 Uhr: Sechs weitere Todesopfer in Bayern

Erste Infizierte kamen von Autozulieferer Webasto.
Erste Infizierte kamen von Autozulieferer Webasto.  © Lino Mirgeler/dpa

Sechs weitere Menschen sind in Bayern nach Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. 

Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Donnerstag mitteilte, handelt es sich dabei nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um eine 69-Jährige aus dem Landkreis Oberallgäu, eine 86-Jährige aus dem Landkreis Traunstein, einen 80-Jährigen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau, einen 99-Jährigen aus Würzburg sowie eine 80-Jährige und einen 87-Jährigen aus dem Landkreis Freising. Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 13 Coronavirus-Todesfälle.

Wie das LGL auf seiner Internetseite veröffentlicht, sind im Freistaat bislang mindestens 2282 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. 

Darin eingerechnet sind unter anderem die ersten 14 Infizierten, die mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen.

Update, 19. März, 14.21 Uhr: Polizei löst mehrere Corona-Partys auf

(Symbolbild). 
(Symbolbild).  © lightfieldstudios/123RF

Die Freiburger Polizei musste in der Nacht zum Donnerstag mehrfach wegen sogenannter Corona-Partys ausrücken - dabei sollen die Menschen wegen des Coronavirus derzeit auf soziale Kontakte verzichten. Vor allem Jugendliche und Heranwachsende hätten sich zum Beispiel auf Grill- und Spielplätzen getroffen, teilte das Polizeipräsidium mit. 

Die Gruppengrößen seien zwei- bis dreistellig gewesen - in einem Fall habe es sich um geschätzt 120 Menschen gehandelt, sagte ein Polizeisprecher. Einige junge Leute hätten sich uneinsichtig verhalten, als die Polizisten die Treffen auflösten und Platzverweise erteilten.

Insgesamt seien es um die zehn Partys gewesen, die der Polizei von Anwohnern und Gastronomen gemeldet worden seien. Die Beamten hätten nicht gezielt nach Corona-Partys gesucht, sagte der Sprecher. Der Schwerpunkt habe im Kreis Emmendingen gelegen.

Behörden und Fachleute warnen seit Tagen vor solchen Partys und generell vor Versammlungen, damit sich das Coronavirus nicht weiter so rasant verbreitet wie derzeit.

Update, 19. März, 14.16 Uhr: Alle 16 Minuten ein Coronavirus-Toter in Madrid

In der besonders heftig von der Coronakrise betroffenen Region rund um die spanische Hauptstadt Madrid ist allein am vergangenen Montag alle 16 Minuten ein Mensch an dem Virus gestorben. Innerhalb von 24 Stunden habe es 88 Todesfälle rund um die Millionenmetropole gegeben, rechnete die Zeitung "El País" unter Berufung auf die Behörden vor. Die Region Madrid ist ganz besonders von dem Virus betroffen.

Bis zum Donnerstag kletterte die Zahl der landesweit Infizierten weiter um 25 Prozent auf mehr als 17.000, rund 6700 davon in Madrid. 767 Patienten sind mittlerweile im ganzen Land an Covid-19 gestorben. Seit dem Wochenende herrscht eine Ausgangssperre.

 Ein Krankenwagen steht vor dem Hotel Colon in Madrid. 
Ein Krankenwagen steht vor dem Hotel Colon in Madrid.  © Javier Carbajal/dpa

Update, 19. März, 14.13 Uhr: Unternehmen können jetzt Steuererleichterungen beantragen

Unternehmen, die unter der Corona-Pandemie leiden, können jetzt steuerliche Hilfen bekommen. Entsprechende Erlasse hat das Bundesfinanzministerium nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag mit den Ländern abgestimmt. 

Wenn Unternehmen wegen der wirtschaftlichen Folgen des Virus in diesem Jahr fällige Steuern nicht zahlen können, können sie nun einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Zinsfrei soll ihnen dann ein Aufschub für Einkommen-, Körperschafts- und Umsatzsteuer gewährt werden.

Dafür sollen die Unternehmen zwar darlegen, dass sie unmittelbar betroffen sind, müssen laut Ministerium den entstandenen Schaden aber nicht im Einzelnen belegen. Außerdem können Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler ihre Steuervorauszahlungen anpassen lassen. 

Die Anträge können bei den Finanzämtern gestellt werden. Die Behörden sollen zudem bis Jahresende darauf verzichten, überfällige Steuerschulden einzufordern, auch Säumniszuschläge gibt es in dieser Zeit nicht.

Update, 19. März, 13.40 Uhr: Kramp-Karrenbauer stellt Bundeswehr auf langen Kriseneinsatz ein

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stellt die Bundeswehr auf einen langen Kriseneinsatz zur Bekämpfung des Coronavirus ein. "Uns allen muss bewusst sein, dass dieser Kampf gegen das Virus ein Marathon ist", sagte die CDU-Chefin am Donnerstag in Berlin. "Diese Aufgabe wird uns noch lange fordern."

Man werde "alles tun, was in unserer Macht steht", um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Gleichzeitig warnte die Ministerin aber auch vor zu großen Erwartungen. Sie wies unter anderem darauf hin, dass die Bundeswehr und ihre Krankenhäuser mit rund 3000 Ärzten nur ein kleiner Teil des Gesundheitssystems sind.

Die Bundeswehr unterstützt bereits jetzt die Krisenbewältigung vor allem mit der Beschaffung von medizinischem Material. Es gebe bereits jetzt 50 Anfragen zur Amtshilfe, von denen bereits 13 erfüllt würden. "In der aktuellen Situation sind schnelle Entscheidungen wichtig", sagte Kramp-Karrenbauer. "Wir werden so lange unterstützen, wie wir gebraucht werden."

Update, 19. März, 13.22 Uhr: Coronakrise bedroht gemeinnützige Einrichtungen

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sieht zahlreiche gemeinnützige Einrichtungen durch die Coronavirus-Krise in ihrer Existenz bedroht und setzt auf Hilfe der Politik. "Viele Einrichtungen der Tagespflege müssen geschlossen werden, ambulante Pflegedienste können zum Teil wegen fehlender Schutzkleidung ihrer Aufgabe nicht mehr nachgehen", sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

"Kur- und Reha-Einrichtungen müssen ihre Arbeit einschränken oder ganz einstellen. Das gilt auch für viele Bildungs-, Kurs- und Beratungsangebote", sagte Hasselfeldt. Solche Bereiche finanzieren sich laut DRK in der Regel durch Bezahlung nach Leistung und seien damit besonders gefährdet. "Durch den Status der Gemeinnützigkeit können die Träger nur begrenzt Rücklagen bilden und sind deshalb bei Einnahmeausfällen rasch von Insolvenzen bedroht."

Update, 19. März, 13.19 Uhr: Neue Statistiken zu Infizierten und Geheilten

In China gibt es derzeit mehr Geheilte als Infizierte.
In China gibt es derzeit mehr Geheilte als Infizierte.  © TAG24 Grafik
Besonders Menschen mit Vorerkrankungen sind gefährdet.
Besonders Menschen mit Vorerkrankungen sind gefährdet.  © TAG24 Grafik

Update, 19. März, 12.56 Uhr: Uniklinik Bonn: Väter dürfen bei Geburten nicht mehr dabei sein

In der Bonner Uniklinik dürfen Väter bei Geburten wegen der Coronakrise nicht mehr in den Kreißsaal. Die Klinik habe sich schweren Herzens zu diesem Schritt entschlossen, um das Infektionsrisiko für Patientinnen und Mitarbeiterinnen möglichst gering zu halten, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. "Das bedeutet leider, dass werdende Väter ihre schwangeren Frauen weder vor, während noch nach der Geburt begleiten oder besuchen dürfen." Zuerst hatte der Bonner "General-Anzeiger" berichtet.

"Wir sind uns bewusst, dass dieser Schritt für die werdenden Mütter und Väter eine große Enttäuschung bedeutet", sagte die Sprecherin. "In der derzeitigen Situation muss aber die Gesundheit der Mütter, Kinder, Patientinnen und Mitarbeiterinnen die absolut oberste Priorität haben." In der Bonner Uniklinik gebe es im Schnitt fünf Geburten pro Tag.

Viele Mütter müssen jetzt ohne ihren Partner entbinden.
Viele Mütter müssen jetzt ohne ihren Partner entbinden.  © Caroline Seidel/dpa

Update, 19. März, 12.43 Uhr: Auch Saarlands Ministerpräsident spricht von Ausgangssperre

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hält eine "schnelle und harte Ausgangssperre" in Deutschland für möglicherweise unvermeidlich. "Die Lage ist ernst. Jeder muss sein Leben einschränken", sagte Hans der Funke Mediengruppe (Donnerstag). 

"Sollten sich weiterhin viele nicht an unsere Auflagen halten, bleibt nur eine schnelle und harte Ausgangssperre als Instrument", sagte er zum Kampf gegen die Corona-Pandemie. "Wir müssen Strenge zeigen zum Schutz der gesamten Bevölkerung, insbesondere zum Schutz unserer Alten und Kranken."

Ob die empfohlenen Maßnahmen zur Vermeidung sozialer Kontakte Wirkung zeigten, werde man erst in einigen Tagen wissen. Erste Erfahrungen zeigten jedoch, dass sich viele Menschen nicht an die politischen Vorgaben hielten und weiterhin die Gefahr "auf die leichte Schulter" nähmen. 

"Jetzt kommt es darauf an, dass wir alle diszipliniert sind - nicht nur zu unserem eigenen Schutz, sondern zum Schutz der anderen."

Update, 19. März, 12.34 Uhr: Regierung fliegt 1500 Deutsche mit gecharterten Maschinen nach Hause

Die Bundesregierung hat am Mittwoch mit den ersten sieben Charterflügen ihrer Rückholaktion wegen der Coronakrise rund 1500 Deutsche aus Tunesien, Ägypten, Marokko und Aserbaidschan nach Deutschland zurückgebracht. 

Es ist die größte Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik, bei der insgesamt mehrere Zehntausend Menschen mit Sonderflügen ausgeflogen werden sollen.

Update, 19. März, 12.26 Uhr: Lufthansa findet nach der Corona-Krise wohl "nicht in den Normalzustand zurück"

Die Lufthansa wird nach Einschätzung von Vorstandschef Carsten Spohr nur in verkleinerter Form aus der Coronakrise hervorgehen. Er gelange zunehmend zu der Erkenntnis, "dass die Welt in dieser Branche nach Corona eine andere sein wird", sagte der Manager am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Frankfurt. 

Dies gelte auch für seinen Konzern. "Wir haben eine kleinere Lufthansa-Gruppe vor uns."

Finanzchef Ulrik Svensson zeigte sich zwar überzeugt, dass "die Lufthansa auch nach Corona noch fliegen und als Gewinner aus der Krise hervorgehen wird". Spohr zufolge wird der Konzern danach aber "nicht in den Normalzustand zurückfinden". 

Die Folgen der Pandemie veränderten die gesamte Branche. Die Weltwirtschaft schrumpfe, und die Luftfahrt sei von solchen Entwicklungen normalerweise doppelt so stark betroffen. Er mache sich "große Gedanken" um die künftige Rolle der europäischen Fluggesellschaften in der Welt.

Nachdem der Flugverkehr in Europa und darüber hinaus gerade weitgehend zum Erliegen kommt, wagte er keine Prognose, wann es wieder aufwärts gehen könnte. "Ich würde mich erst mal freuen, wenn wir im Sommer wüssten, wieder fliegen zu dürfen." 

Sicher sei, dass dieser Sommer kein normaler Sommer werde. Selbst wenn die Maschinen über Nacht plötzlich wieder starten dürften, wären sie nicht voll mit Passagieren. Normalerweise fliegen Fluggesellschaften in den wärmsten Monaten des Jahres den Großteil ihrer Gewinne ein. Svensson kündigte einen erheblichen Gewinnrückgang an, ohne sich näher festzulegen.

Update, 19. März, 12.12 Uhr: Kretschmann droht mit Ausgangssperre

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat eindringlich an die Bürger appelliert, sich an die Einschränkungen zur Eindämmung des grassierenden Coronavirus zu halten - und schärfere Maßnahmen bei Zuwiderhandlung in Aussicht gestellt. "An die Vorgaben muss sich jeder halten", sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag bei einer Sondersitzung des Landtags. 

Ob man in Zukunft ein Ausgangsverbot erteilte, wisse man nicht. Man wolle ein solches Verbot vermeiden. Aber wenn sich die Bürger nicht an die neuen Regelungen hielten, werde es wohl kommen. "Es kann nicht sein, dass jetzt junge Leute zu Corona-Partys rennen", sagte Kretschmann. "Wenn nicht alle ihr Verhalten grundlegend umstellen, dann kommen wir um härtere Maßnahmen und Sanktionen nicht herum." Mehr dazu >> hier.

Update, 19. März, 12.02 Uhr: Pernod Ricard spendet Alkohol für Desinfektionsmittel

Der französische Spirituosen-Hersteller Pernod Ricard spendet in der Coronakrise reinen Alkohol für die Produktion von Desinfektionsmitteln. Das Unternehmen habe beschlossen, Laboratoire Cooper 70.000 Liter reinen Alkohol zur Verfügung zu stellen, hieß es in einer Mitteilung. Demnach ist Laboratoire Cooper einer der führenden französischen Hersteller von Desinfektionsgels für Apotheken. Der Hersteller könne mit dem gespendeten Alkohol etwa 1,8 Millionen 50-Milliliter-Fläschchen produzieren.

Zu Pernod Ricard gehören Marken wie Absolut Vodka, Havana Club oder Jameson Whiskey.

Auch in anderen Ländern gebe es entsprechende Projekte. In den USA stelle die Produktionsstätte von Pernod Ricard mit Sitz in Fort Smith in Arkansas etwa auf Anfrage der Regierung Desinfektionsmittel her. In Spanien und Irland hätten Pernod Ricard Spanien und Irish Distillers angekündigt, ihre technischen und personellen Ressourcen und Produktionsanlagen in den Dienst der Behörden zu stellen. Auch in Schweden spende die Absolut-Vodka-Destillerie Alkohol in großen Mengen.

Update, 19. März, 11.52 Uhr: Top-Einschaltquoten für Merkel

Das Interesse an Merkels Ansprache am Mittwochabend war riesig. Allein bei der ARD, wo die Rede 20.15 Uhr ausgestrahlt wurde, schauten knapp 9 Millionen Menschen zu. Ebenso fast 9 Millionen Deutsche schalteten die Rede kurz zuvor im ZDF ein. 

Hinzu kommen Aufrufe auf den sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook und Twitter.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgenommen bei der Aufzeichnung einer Fernsehansprache im Bundeskanzleramt zum Verlauf der Corona-Pandemie.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgenommen bei der Aufzeichnung einer Fernsehansprache im Bundeskanzleramt zum Verlauf der Corona-Pandemie.  © Steffen Kugler/Bundesregierung /dpa

Update, 19. März, 11.50 Uhr: Lebensmittelhändler haben klare Meinung

Edeka, Rewe, Aldi und Lidl betonten bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur, an den gewohnten Öffnungszeiten von Montag bis Samstag festhalten zu wollen. Rewe-Chef Lionel Souque begründete das in einem Brief an die selbstständigen Rewe-Kaufleute mit der ohnehin hohen Belastung der Beschäftigten: "Mit dem gegenwärtigen Pensum verlangen wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Märkten bereits Erhebliches ab. Und wir haben aktuell wenig Grund zu der Annahme, dass sich daran binnen sehr kurzer Frist etwas verändert", schrieb er. Mehr dazu >> hier.

Update, 19. März, 11.48 Uhr: Das sind die Maßnahmen Europas

So sieht es mit den Maßnahmen in ganz Europa aus. Die Niederlande verhängt heute ab 18 Uhr ein Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger.

In weiten Teilen Europas gibt es einen Einreisestopp.
In weiten Teilen Europas gibt es einen Einreisestopp.  © TAG24 Grafik

Update, 19. März, 11.41 Uhr: Olympisches Feuer an Tokio übergeben

Das griechische Olympische Komitee (HOC) hat das Olympische Feuer am Donnerstag an die Organisatoren der kommenden Spiele in Tokio übergeben. Wegen der Coronakrise fand nur ein Mini-Zeremonie im marmornen Panathinaikon Stadion - dem Austragungsort der ersten Spiele der Neuzeit 1896 – statt. "Wir hoffen, dass das Olympische Feuer das Virus auslöscht", sagte HOC-Präsident Spyros Kapralos. Das Feuer wird nun in einer Sonderlampe per Flugzeug nach Japan gebracht.

Vor leeren Rängen nahmen an der Übergabe nur wenige Mitglieder des HOC und Vertreter von Tokio teil. Die Flamme wurde von der früheren Schwimmerin Naoko Imoto übernommen, die zurzeit in Griechenland lebt. Yoshiro Mori, der Präsident des Tokio-Organisationskomitees, war wegen der Ansteckungsgefahr nicht nach Athen gekommen und richtete per Video eine Botschaft an die Griechen und die Welt des Sports. Er bedauerte, dass die geplanten Feierlichkeiten in Athen nicht stattfinden konnten. Tokio werde für die Spiele fertig sein. "Am 24. Juli wird das Feuer in Tokio entfacht", versicherte Mori.

Die Sommerspiele in Japans Hauptstadt sollen vom 24. Juli bis 9. August stattfinden. 

Die griechische Schauspielerin Xanthi Georgiou entzündet die olympische Fackel während der Übergabe des olympischen Feuers an die Organisatoren der Sommerspiele von Tokio 2020.
Die griechische Schauspielerin Xanthi Georgiou entzündet die olympische Fackel während der Übergabe des olympischen Feuers an die Organisatoren der Sommerspiele von Tokio 2020.  © Aris Messinis/AFP POOL/AP/dpa

Update, 19. März, 11.27 Uhr: Coronavirus auch auf Urlaubsparadiesen angekommen

Auf dem pazifischen Inselstaat Fidschi wurde ein erster Fall der Lungenkrankheit Covid-19 bestätigt, auf der im Indischen Ozean gelegenen Insel Mauritius gleich drei. Laut Regierung handelt es sich dort um Rückkehrer auf die Insel im Alter von 21, 25 und 59 Jahren. Zwei hatten auf Kreuzfahrtschiffen gearbeitet, der dritte kam aus Großbritannien. 

Der östlich von Afrika gelegene Inselstaat hat ähnlich wie viele afrikanische Staaten im Kampf gegen das Virus weitreichende Restriktionen erlassen. Auf dem afrikanischen Kontinent sind rund 600 Fälle in mindestens 34 Staaten gemeldet.

Auch der Patient auf dem Inselstaat Fidschi hat sich im Ausland mit dem Coronavirus infiziert, wie Regierungschef Frank Bainimarama am Donnerstag mitteilte. Eine örtliche Übertragung sei noch nicht festgestellt worden. Der Inselstaat östlich von Australien schränkte Einreisen weiter ein. Alle Ankömmlinge müssen 14 Tage in heimische Quarantäne. 

Die Regierung der zu Frankreich gehörenden Inselgruppe Neukaledonien bestätigte die ersten Virus-Fälle. Es handelt sich laut dem Sender Radio New Zealand um ein Paar aus Sydney, das in den Flitterwochen dort war. Neukaledonien hat alle internationalen Flüge von nächster Woche an ausgesetzt.

Auf den pazifischen Inselstaaten hatte es bisher mit Ausnahme von Französisch-Polynesien keine bestätigten Coronvirus-Fälle gegeben. Die Behörden der im Indischen Ozean gelegenen Seychellen meldeten am Donnerstag den mittlerweile sechsten Fall.

Update, 19. März, 11.27 Uhr: Beiersdorf produziert jetzt Desinfektionsmittel

Der Kosmetik-Konzern Beiersdorf startet in der Coronakrise die Herstellung von medizinischen Desinfektionsmitteln. Im ersten Schritt werden mindestens 500 Tonnen Desinfektionsmittel in den Produktionswerken in Hamburg, Waldheim (Sachsen) und Tres Cantos bei Madrid hergestellt, teilte Beiersdorf am Donnerstag in Hamburg mit. In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden sollen die Mittel Institutionen und Berufsgruppen zur Verfügung gestellt werden, die gegen das Coronavirus im Einsatz sind.

Update, 19. März, 11.06 Uhr: Deutschlandweit 34 Todesfälle

Bislang wurden 34 Todesfälle durch Corona in Deutschland bekannt.
Bislang wurden 34 Todesfälle durch Corona in Deutschland bekannt.  © TAG24 Grafik

Update, 19. März, 11.03 Uhr: Cem Özdemir mit Corona infiziert

Cem Özdemir (54) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dem ehemaligen Grünen-Chef gehe es aber gut, wie er per Videobotschaft mitteilte. Mehr dazu >> hier.

Update, 19. März, 10.38 Uhr: Regierung plant milliardenschweres Hilfspaket für Solo-Selbstständige

Die Bundesregierung plant in der Coronavirus-Krise ein Hilfspaket von insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro für Solo-Selbstständige und andere Kleinstfirmen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen. 

Update, 19. März, 10.36 Uhr: Corona-Alarm bei den Pochers

Amira Pocher, Frau von Oliver Pocher, ist positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Der Comedian geht deshalb davon aus, dass auch er infiziert ist. Beide sowie das gemeinsame Kind bleiben zu Hause in Quarantäne. Mehr dazu >> hier.

Update, 19. März, 10.22 Uhr: Gladbach-Profis verzichten freiwillig auf Gehalt

Borussia Mönchengladbach ist der erste Fußball-Profiverein in Deutschland, bei dem die Spieler freiwillig auf Teile ihres Gehalts verzichten. "Der Trainerstab hat sich dem angeschlossen, genau wie unsere Direktoren und Geschäftsführer", sagte Sportchef Max Eberl am Donnerstag. 

Nach Informationen der "Rheinischen Post" soll der Club monatlich deutlich mehr als eine Million Euro pro Monat einsparen. Spieler und führende Angestellte wollen angesichts der Coronakrise und der Spielpause deswegen in der Bundesliga anderen Angestellten des Clubs Jobs und Einkommen sichern.

Finanz-Geschäftsführer Stephan Schippers hatte zuletzt eingeräumt, dass jedes Heimspiel, das wie das 2:1 gegen den 1. FC Köln vor gut einer Woche ohne Zuschauer durchgeführt werden muss, dem Verein rund zwei Millionen Euro netto kostet. Sollte die Bundesliga gar nicht mehr spielen können, drohen den Clubs wegen möglicher fehlender TV-Einnahmen sogar noch größere Einbußen.

Update, 19. März, 10.16 Uhr: Auch Niederlande schließen Grenzen

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben nun auch die Niederlande ein faktisches Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger angeordnet. Es gelte ab Donnerstag 18 Uhr für zunächst 30 Tage, teilte das Presseamt der Regierung mit.

Derweil schließe die Regierung in Den Haag weitere Maßnahmen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus nicht aus, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP. Allerdings seien das Kabinett und eine große Mehrheit der Abgeordneten bislang gegen eine totale Ausgangssperre. Das sei bei einer Debatte im Parlament mit Ministerpräsident Mark Rutte am Mittwoch erneut deutlich gemacht worden

Update, 19. März, 10.10 Uhr: Über 12.000 Infizierte in Deutschland

Mittlerweile über 12.000 Infizierte in Deutschland.
Mittlerweile über 12.000 Infizierte in Deutschland.  © TAG24 Grafik
Über 200.000 Infizierte weltweit, aber auch über 85.000 Geheilte.
Über 200.000 Infizierte weltweit, aber auch über 85.000 Geheilte.  © TAG24 Grafik

Update, 19. März, 9.42 Uhr: Söder droht mit Ausgangssperren

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus droht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nun ganz konkret mit einer Ausgangssperre für den ganzen Freistaat. "Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein", sagte Söder am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Landtag in München.

Zur Eindämmung des Coronavirus sollen am Donnerstag auch im Landkreis Wunsiedel Ausgangssperren erlassen werden. 

Genau wie in der oberpfälzischen Kleinstadt Mitterteich sei dies notwendig, da es dort hohe Fallzahlen gebe. In Mitterteich wurde gestern eine Ausgangssperre verhängt. Bayern wolle in keiner Kommune eine Ausbreitungslage wie etwa im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen oder im österreichischen Ischgl, betonte Söder.

Update, 19. März, 9.23 Uhr: Vizekanzler Scholz nicht mit Coronavirus infiziert

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Er werde am Donnerstag nicht mehr aus dem Homeoffice arbeiten, sondern schon am Vormittag zu Beratungen ins Kanzleramt gehen, schrieb der Finanzminister auf Twitter. Am Mittwoch hatte er sich dort mit starken Erkältungssymptomen gemeldet und berichtet, er werde sich testen lassen. "Die Stimme ist noch ziemlich mitgenommen, die Erkältung geht etwas zurück - und der Test war negativ", schrieb Scholz am Donnerstagmorgen.

Olaf Scholz (SPD)
Olaf Scholz (SPD)  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 19. März, 9.22 Uhr: Teile der Londoner U-Bahn wegen Corona-Pandemie stillgelegt

Teile der Londoner U-Bahn sind seit Donnerstag wegen der Corona-Pandemie stillgelegt. Bis zu 40 Stationen sollen nach Angaben der Verkehrsbetriebe zunächst geschlossen werden, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Auch der Verkehr mit Bussen ist eingeschränkt worden.

Das Sars-CoV-2-Virus verbreitet sich in der Millionenstadt London schneller als in anderen Regionen Großbritanniens. Es wird erwartet, dass die Metropole in den nächsten Tagen zur Sperrzone erklärt werden könnte. Premierminister Boris Johnson hatte dies auf einer Pressekonferenz auf Nachfrage nicht ausgeschlossen.

Update, 19. März, 8.42 Uhr: Türkei meldet zweiten Corona-Toten

Die Türkei hat den zweiten Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet. Es handele sich um einen 61-jährigen Mann, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Mittwochabend auf Twitter mit, ohne Details zu nennen. Zudem stieg die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen sprunghaft an.

93 neue Fälle seien dazugekommen, schrieb Koca. Damit sind in der Türkei nach offiziellen Angaben bislang 191 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Am Dienstag hatte die Türkei ihren ersten Toten durch Covid-19 gemeldet.

Update, 19. März, 8.40 Uhr: Flixtrain stellt Verbindungen bis voraussichtlich Ende April ein

Voraussichtlich bis Ende April fahren wegen der Coronakrise keine Züge des Anbieters Flixtrain mehr. Betroffene Kunden könnten ihre Tickets "in dieser Ausnahmesituation" in der 2. Klasse der ICE- und IC-Züge der Deutschen Bahn nutzen, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag in München und Berlin mit. "Wir informieren, sobald wir den Betrieb von Flixtrain wieder aufnehmen können", erklärte ein Sprecher der Flixbus Dach GmbH.

Verbindungen gab es zuletzt zwischen Berlin und Stuttgart, Hamburg und Köln sowie Berlin und Köln inklusive Zwischenstopps.

Update, 19. März, 8.31 Uhr: Drei neue Todesfälle in Deutschland

Im Kreis Heinsberg gibt es drei weitere Corona-Tote. Das teilte das Gesundheitsamt am Donnerstag mit. Es handelt sich um zwei am Dienstag im Krankenhaus Heinsberg verstorbene Männer im Alter von 87 Jahren (aus Heinsberg) und 83 Jahren (aus dem Selfkant). Eine 85-jährige Frau (aus Heinsberg) verstarb am Mittwoch im Uniklinikum Aachen. Alle drei infizierten Personen waren durch Vorerkrankungen bereits belastet.

Insgesamt sind es nun 34 Todesfälle in Deutschland durch Corona. 

Update, 19. März, 8.14 Uhr: Deutsche Urlauber stecken im Ausland fest

Eine große Rückholaktion für Deutsche aus dem Ausland hat inzwischen begonnen - in einigen Ländern stecken jedoch zahlreiche Deutsche in ungewissen Situationen fest. Das betrifft etwa das mittelamerikanische Panama, wo inzwischen 109 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und ein Todesfall bestätigt wurden. Panama hat alle Flüge aus und nach Europa gestrichen. Präsident Laurentino Cortizo verhängte ab Mittwoch zudem eine nächtliche Ausgangssperre.

Die Augsburger Krankenschwester Julia März wollte zusammen mit einer Freundin nach einer zweiwöchigen Rundreise per Mietwagen durch Panama am Sonntagabend zurück nach Deutschland fliegen, wie die 25-Jährige der Deutschen Presse-Agentur erzählte. Der Flug sei aber, wie alle anderen nach Europa, kurzfristig ausgefallen. 

Die Fluggesellschaft habe ihnen nur Gutscheine angeboten, und auch die deutsche Botschaft - bei der viele Landsleute Rat gesucht hätten - habe keine Lösung gehabt. Niemand könne sagen, ob die Rückholaktion auch in Panama stattfinden werde.

So steckten die Freundinnen aus Bayern nun mit anderen Europäern in einem Hostel in Panama-Stadt fest. Sie dürften ihre Zimmer nur für Mahlzeiten verlassen. "Es ist quasi ein Gefängnis", sagte März. Andere Gestrandete weinten und verzweifelten, schilderte sie. "Die Situation wird langsam unerträglich." Die beiden wollen nun versuchen, über Kuba nach Hause zu kommen.

Die Augsburgerin Julia März blickt während eines Urlaubs auf den Panamakanal. Nun steckt sie in dem mittelamerikanischen Land fest, weil alle Flüge nach Europa wegen der Coronavirus-Pandemie gestrichen wurden. 
Die Augsburgerin Julia März blickt während eines Urlaubs auf den Panamakanal. Nun steckt sie in dem mittelamerikanischen Land fest, weil alle Flüge nach Europa wegen der Coronavirus-Pandemie gestrichen wurden.  © Julia März/-/dpa

Update, 19. März, 7.59 Uhr: Wie geht es Henriette Reker in der Quarantäne?

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (63) ist in Quarantäne, da sie mit einem Infizierten in Kontakt war. Doch wie geht es ihr dort? Mehr dazu >> hier. 

Update, 19. März, 6.36 Uhr: Australien und Neuseeland schließen im Kampf gegen Coronavirus Grenzen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schließen Australien und Neuseeland ihre Grenzen. Das kündigten am Donnerstag der australische Premierminister Scott Morrison und die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern an. Ausgenommen von dem Einreiseverbot seien in beiden Ländern lediglich die eigenen Bürger, Menschen mit dauerhaftem Wohnsitz in ihren Ländern sowie deren enge Familienmitglieder.

Update, 19. März, 6.17 Uhr: Neue Covid-19-Todesfälle in mehreren Karibikstaaten

Das neuartige Coronavirus hat Lateinamerika und die Karibik später erreicht als Europa - allmählich häufen sich nun auch dort die Fälle. Sowohl die Inselstaaten Jamaika und Kuba als auch das mittelamerikanische Costa Rica meldeten am Mittwoch (Ortszeit) jeweils einen ersten Todesfall infolge einer Covid-19-Erkrankung. Zudem bestätigte die Dominikanische Republik ein neues Todesopfer. Damit stieg die Zahl der durch Covid-19 verursachten Todesfälle in dem Karibikstaat auf zwei.

In ganz Lateinamerika hat es bisher mindestens 13 bestätigte Todesfälle in insgesamt acht Ländern gegeben. Mit drei Toten ist die Zahl in Brasilien am höchsten. Hinzu kommt in der Karibik jeweils ein Todesopfer im englischen Überseegebiet Cayman Islands, auf der französischen Insel Martinique und in Jamaika sowie im südamerikanischen Guyana, das wegen seiner Amtssprache Englisch nicht zu Lateinamerika gezählt wird.

Die zwei mittelamerikanischen Länder El Salvador und Nicaragua bestätigten am Mittwochabend (Ortszeit) jeweils eine erste Infektion mit dem Coronavirus. Damit ist Haiti inzwischen der einzige Staat Lateinamerikas, der bisher keinen Fall bestätigte.

Update, 19. März, 6.16 Uhr: Steigende Zahlen in Südkorea

Südkorea kämpft wieder gegen eine steigende Zahl von Coronavirus-Infektionen. Am Mittwoch seien 152 zusätzliche Fälle erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Schon seit Montag kletterten die Fallzahlen wieder nach dem Abwärtstrend in der vergangenen Woche. Insgesamt wurden bisher 8565 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-2-Erreger in Verbindung gebracht werden, erhöhte sich um sieben auf 91.

Es gebe weiterhin eine Zunahme von "Cluster-Infektionen" sowie vereinzelten Fällen, sagte Yoon Tae Ho von der Zentrale für das Katastrophen-Management. Die Behörden erfassten zuletzt unter anderem neue Häufungen von Fällen in Kirchengemeinden und Kliniken sowie eine steigende Zahl von infizierten Einreisenden.

Die Mehrheit der neu gemeldeten Infektionsfälle konzentriert sich erneut auf die südöstliche Millionenstadt Daegu und die umliegende Region. Die größte Häufung im Land gibt es unter Anhängern der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die in Daegu stark vertreten ist und auch Verbindungen nach China hat.

Update, 19. März, 6.10 Uhr: China meldet erstmals keine inländischen Corona-Neuinfektionen

Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus Anfang Januar hat China landesweit keine lokalen Neuinfektionen mehr gemeldet. Allerdings stieg die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland zurück in die Volksrepublik kamen - was Ängste vor einer möglichen zweiten Ausbreitungswelle schürt. 

Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Donnerstag mitteilte, wurden 34 neue "importiere Fälle" registriert, also Erkrankungen, die bei Menschen auf der Einreise nach China nachgewiesen wurden. Es war der bisher höchste Anstieg von Erkrankten, die aus dem Ausland eingereist waren.

Bei diesen Rückkehrern handelt es sich zu einem großen Teil nicht um Ausländer, sondern um Chinesen, die unter anderem wieder in ihre Heimat kommen, weil sie annehmen, dass dort das Schlimmste nun überstanden ist. Insgesamt seien bislang 189 importierte Fälle festgestellt worden, wie die Kommission mitteilte.

Um eine Ausbreitung der eingeschleppten Fälle möglichst zu verhindern, gelten strenge Quarantänemaßnahmen für Menschen, die aus dem Ausland ankommen. 

Ein Arbeiter trägt eine Gesichtsmaske bei der Arbeit in einem Technologieunternehmen in der Hauptstadt.
Ein Arbeiter trägt eine Gesichtsmaske bei der Arbeit in einem Technologieunternehmen in der Hauptstadt.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

Update, 18. März, 22.39 Uhr: Entwicklung der Infektionen im Vergleich zum Vortag

Aktuell sind in Deutschland 12.357 Menschen am Coronavirus erkrankt (Stand: 18. März, 22 Uhr). Das ist ein Plus von 3005 zum Vortag (Stand: 17. März, 21.30 Uhr). Im gleichen Zeitraum sind in Italien 4207 und in Spanien 3021 neue Infektionen dazu gekommen. Weltweit stieg die Zahl von rund 190.200 auf 217.325.

Die Zahl der Todesfälle hierzulande stieg von 27 auf 31.

Update, 18. März, 22.30 Uhr: Aktueller Stand

 
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Update, 18. März, 22.16 Uhr: Österreich verbietet Wetten auf Kurseinbrüche an Wiener Börse

Nach dem massiven Kursverfall an der Wiener Börse aufgrund der Coronavirus-Sorgen hat die österreichische Finanzmarktaufsicht Wetten auf gedeckte Aktien-Kursverluste ab sofort für einen Monat verboten. Frankreich, Spanien, Italien und Belgien hatten zuvor bereits Leerverkäufe ganz oder teilweise untersagt. Der Wiener Aktienleitindex ATX hat seit Anfang März mehr als 40 Prozent an Wert verloren.

Mit Leerverkäufen werden Aktien verkauft, die lediglich geliehen sind. Dies dient zum einen der Absicherung von bestehenden Positionen. Zum anderen kann so aber auch auf fallende Kurse spekuliert werden. Denn dann können die verkauften Papiere zu einem späteren Zeitpunkt günstiger zurückgekauft werden. Dieses Vorgehen kann den Druck auf ohnehin fallende Aktienkurse noch erhöhen.

Update, 18. März, 22.13 Uhr: US-Senat verabschiedet erstes Coronavirus-Hilfspaket

Der US-Senat hat mit deutlicher Mehrheit ein erstes milliardenschweres Hilfspaket gebilligt, mit dem die Folgen der Coronavirus-Epidemie abgefedert werden sollen. Mit dem am Mittwoch beschlossenen Gesetz wird unter anderem die in den USA nicht gesetzlich vorgeschriebene Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ausgeweitet. Zudem werden die Kostenübernahme von Tests auf eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 garantiert und Zahlungen für Arbeitslose und Lebensmittelhilfen ausgeweitet. Die Maßnahmen sollen rund 100 Milliarden US-Dollar kosten.

Update, 18. März, 22.08 Uhr: König Felipe VI. spricht Spaniern Mut zu

Spaniens König Felipe VI. (52) hat den Bürgern seines von der Coronavirus-Krise besonders hart in Mitleidenschaft gezogenen Landes Mut zugesprochen. "Dieses Virus wird uns nicht bezwingen. Es wird uns als Gesellschaft stärker machen", sagte der Monarch am Mittwochabend in einer Rede an die Nation.

Das 52-jährige Staatsoberhaupt versicherte, Spanien werde zur "Normalität zurückkehren". Felipe bedankte sich vor allem bei Ärzten, Sanitätern und Krankenpflegern, die die an Covid-19 erkrankten Menschen unter sehr schweren, oft dramatischen Bedingungen behandeln. "Wir werden uns nie bei euch ausreichend für das bedanken können, was ihr für unser Land leistet."

König Felipe VI (52) von Spanien.
König Felipe VI (52) von Spanien.  © José Oliva/Europapress/dpa

Update, 18. März, 22.04 Uhr: Sechs Corona-Fälle: Briten verlassen Kreuzfahrtschiff in Kuba

Ein britisches Kreuzfahrtschiff mit mindestens sechs Coronavirus-Infizierten an Bord hat in einem kubanischen Hafen angelegt. Die 682 Passagiere würden zum Flughafen der Hauptstadt Havanna und von dort in drei Charter-Fliegern nach Großbritannien gebracht, teilte der Anbieter Fred. Olsen am Mittwoch mit. Mit der Ankunft der Flieger in London wurde am Donnerstagvormittag (Ortszeit) gerechnet. Es gab zunächst keine Angaben, was mit der Crew geschehen sollte.

Nachdem am 10. März zunächst vier Besatzungsmitglieder und ein Passagier positiv auf das Virus getestet worden waren, hatte der Inselstaat Barbados das Schiff Braemar abgewiesen. Danach legte es mehrere Tage vor den Bahamas an. Dort durfte zwar auch niemand von Bord gehen, es wurden aber benötigte Waren geliefert.

Schließlich erklärte sich Kuba bereit, das Schiff und die Menschen an Bord aufzunehmen. Ein weiterer Passagier war inzwischen positiv getestet worden. Zudem befanden sich Fred. Olsen zufolge 28 Passagiere und 27 Besatzungsmitglieder wegen Grippesymptomen in Isolation.

Update, 18. März, 21.43 Uhr: Portugiesisches Parlament billigt Ausnahmezustand

Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise hat das Parlament in Portugal die Ausrufung des Ausnahmezustandes gebilligt. Bei der Abstimmung über die umstrittene Maßnahme, die am Mittwochabend per Videokonferenz stattfand, enthielten sich zwar viele Abgeordnete, aber es gab keine Gegenstimme. Damit wurde der Antrag der Regierung mit deutlicher Mehrheit angenommen.

Nach der Billigung durch das Parlament wollte Staatspräsident Antonio Rebelo de Sousa den Ausnahmezustand - die zweithöchste Notstandsstufe des Landes - den amtlichen Angaben zufolge noch am Abend verhängen.

Update, 18. März, 21.41 Uhr: Erstmals Tod einer Corona-Patientin in der Slowakei gemeldet

In der Slowakei ist eine Patientin gestorben, die zuvor positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden war. Die 84 Jahre alte Frau sei aber wegen mehrerer anderer schwerer Erkrankungen behandelt worden, erklärte der sozialdemokratische Regierungschef Peter Pellegrini am Mittwoch vor Journalisten in Bratislava. Er wolle daher noch nicht vom ersten Corona-Opfer der Slowakei sprechen, solange nicht eine Obduktion die tatsächliche Todesursache nachweise. Das 5,4-Millionen-Einwohner-Land Slowakei verzeichnete bis Mittwochabend 105 bestätigte Infektionsfälle. Die Gesundheitsbehörden rechneten aber mit einem raschen Anstieg.

Update, 18. März, 21.40 Uhr: Deutsche hamstern auch Kondome

Nein, die Deutschen hamstern laut dem Kondom-Hersteller Ritex nicht nur Klopapier, sondern haben auch gesteigerte Lust auf Kondome. "Wir sehen hier sicherlich Vorratskäufe, um auch bei denkbaren Versorgungsengpässen nicht auf intime Zweisamkeit verzichten zu müssen", teilte der Ritex-Geschäftsführer Robert Richter in Bielefeld mit.

Die Versorgung und Produktion von Kondomen sei beim Bielefelder Betrieb gesichert, die Lager mit den Kondom-Zutaten gut gefüllt.

Elena Reimer, Pressesprecherin bei Ritex kündigte an, die Ritex-Kampagne 'get closer' auf die aktuelle Situation anzupassen. "Nutzt diese Zeit, um die Beziehung zu Eurer Partnerin/ Eurem Partner zu intensivieren", riet sie.

Update, 18. März, 21.31 Uhr: Stau-Chaos an den Grenzen

Angesichts von Riesenstaus an den Grenzen haben die EU-Länder gelobt, das Problem anzugehen und den Verkehr innerhalb Europas trotz der Coronakrise am Laufen zu halten. Man sei sich einig, Störungen so gering wie möglich zu halten, vor allem für wichtige Gütertransporte, erklärte das EU-Vorsitzland Kroatien am Mittwochabend in Brüssel.

Einseitig verhängte Kontrollen und Einreisestopps an den normalerweise offenen Grenzen im Schengenraum sorgen aber bereits an etlichen Übergängen für Chaos. An den Übergängen von Deutschland nach Polen sowie von Österreich nach Ungarn staute sich der Verkehr am Mittwoch Dutzende Kilometer.

Tagsüber war die Lage an der deutsch-polnischen Grenze aber extrem angespannt. Am Grenzübergang Ludwigsdorf wuchs der Stau auf der Autobahn 4 aufgrund der polnischen Grenzkontrollen auf bis zu 60 Kilometer an. "Es ist aus unserer Sicht eine humanitär bedenkliche Situation", sagte Kai Kranich vom Deutschen Roten Kreuz. Teils stünden die Menschen bis zu 20 Stunden im Stau, darunter viele Familien. Es gebe keine Toiletten, keine Versorgung mit Essen. Der polnische Grenzschutz reagierte am Mittwoch und öffnete vier weitere Übergänge für den Autoverkehr. Am Mittag war der Stau trotzdem noch 50 Kilometer lang. 

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Lkw auf der A4 in Richtung Polen.
Lkw auf der A4 in Richtung Polen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. März, 21.10 Uhr: Nächste Sondermaschine in Hamburg gelandet

Die etwa 60 in Aserbaidschan gestrandeten Mitglieder eines Hamburger Mädchenchors sind wieder zu Hause.

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Update, 18. März, 21.07 Uhr: Friedrich Merz meldet sich auf Twitter

Erstmals seit Bekanntgabe seiner Corona-Infektion hat sich Friedrich Merz (64) heute wieder auf Twitter geäußert. Dort schrieb er, dass die Grippesymptome etwas stärker geworden sind, er aber dennoch zuversichtlich bleibt.

Zudem bedankte sich der Kandidat auf den CDU-Parteivorsitz für die zahlreichen Genesungswünsche.

Update, 18. März, 20.56 Uhr: Israel schließt seine Grenzen

Israel hat zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie mit sofortiger Wirkung seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Das teilte die Migrationsbehörde am Mittwochabend mit. Bereits seit zwei Wochen durften Ausländer nur noch einreisen, wenn sie nachweisen konnten, dass sie sich in den ersten 14 Tagen privat in Quarantäne begeben konnten. Hotels waren dafür nicht zugelassen. Nun dürfen nur noch Israelis und Ausländer mit ständigem Wohnsitz nach Israel einreisen.

Solche Maßnahmen, die auch von anderen Ländern ergriffen wurden, sollen dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Nach Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums ist das Virus mittlerweile bei mehr als 400 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

Update, 18. März, 20.43 Uhr: Dortmunder Polizeipräsident warnt vor Corona-Partys - "Virus kennt keinen Spaß"

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange hat junge Leute vor sogenannten Corona-Partys gewarnt. "Das Virus kennt keinen Spaß", sagte Lange in einem am Mittwoch auf Facebook veröffentlichten Video. "Ich bitte Sie und euch eindringlich darum, solche Privatveranstaltungen nicht zu organisieren und nicht zu besuchen.» Sich an sowas zu beteiligen, sei "verantwortungslos". Sollte es trotzdem zu Partys kommen, würden die Beamten eingreifen: "Die Polizei wird solche Menschenansammlung umgehend auflösen."

In verschiedenen deutschen Städten seien bereits "Coronapartys" gefeiert worden, so Lange. Es sei "absolut nachvollziehbar, dass Freundeskreise ihre Kontakte auch vorübergehend nicht aufgeben möchten". Doch: "Wir können nicht so tun, als sei um uns herum nichts geschehen. Mit Coronapartys - oder wie auch immer wir solche Treffen nennen - sind unkontrollierbare Risiken verbunden."

Update, 18. März, 20.30 Uhr: Fast 14.000 Infektionen in Spanien - 600 Tote

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist in Spanien am Mittwoch um etwa 2000 auf fast 14 000 (13 716) gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl der Toten von 525 auf 598 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Nach Italien ist Spanien das Land in Europa, das derzeit am stärksten von der Corona-Krise in Mitleidenschaft gezogen wird.

Der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón, stellte am Mittwoch dennoch etwas Positives fest: Die Geschwindigkeit der Zunahme der Infektionen habe sich zuletzt verlangsamt. Man müsse aber alle Daten und Statistiken weiterhin mit Vorsicht genießen, betonte der Experte auf seiner täglichen Pressekonferenz.

Update, 18. März, 20.22 Uhr: EU-Kommissar sprach mit Netflix-Chef über Datenreduzierung

Nach Sorgen, die verstärkte Nutzung von Video-Streamingdiensten könnten in der Coronavirus-Krise das Internet verstopfen, hat sich die EU-Kommission an Netflix gewandt. EU-Kommissar Thierry Breton (65) sprach mit Netflix-Chef Reed Hastings über Wege, die Belastung zu senken, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte. Dabei sei es unter anderem um die Idee gegangen, die Bildqualität bei starker Auslastung automatisch von HD- auf Standard-Auflösung runterzuschrauben.

Bei einer höheren Bildauflösung gibt es ein schärferes Bild, weil mehr Pixel dargestellt werden. Dafür werden aber auch mehr Daten übertragen. Netflix empfiehlt für HD (High Definition) eine Internet-Geschwindigkeit von fünf Megabit pro Sekunde, während es bei Standard-Auflösung drei Megabit pro Sekunde sind. Einen richtig großen Sprung gibt es dann aber bei dem noch besseren Utra-HD-Format: Hier empfiehlt Netflix 25 Megabit pro Sekunde. Die Ultra-HD-Qualität gibt es dabei nur in den teureren Tarifmodellen von Netflix.

Die Kommission rief die Streaming-Plattformen insgesamt auf, mit Internet-Anbietern zusammenzuarbeiten und ihren Datendurchsatz anzupassen, um das Arbeiten von zu Hause aus nicht zu bremsen.

Mehr Infos zur aktuellen Debatte über Netflix >>> hier.

EU-Kommissar Thierry Breton (65).
EU-Kommissar Thierry Breton (65).  © Tobias Hase/dpa

Update, 18. März, 20.14 Uhr: Arbeitslosigkeit in Österreich deutlich gestiegen

In der Alpenrepublik stieg die Zahl der Arbeitslosen von Sonntagabend bis Dienstagabend um rund 49.000. Das sagte der Chef des Arbeitsmarktservice AMS, Johannes Kopf, am Mittwoch der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Das AMS ist vergleichbar mit der Bundesagentur für Arbeit in Deutschland. Zum Vergleich: Ende Februar gab es etwas mehr als 399.000 Arbeitslose und Schulungsteilnehmer in Österreich.

Rund 20.000 der neuen Arbeitslosen waren vorher in Beherbergungen und der Gastronomie beschäftigt. "Der Anstieg lässt sich zu einem hohen Anteil mit dem vorzeitigem Saisonende im Tourismus erklären und dem Umstand, dass kaum jemand aktuell zu arbeiten beginnt", sagte Kopf der APA. In Österreich wurde die Skisaison aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus schon am vergangenen Sonntag beendet. Zudem müssen Lokale und Restaurants seit Beginn der Woche geschlossen bleiben.

Update, 18. März, 20.07 Uhr: US-Autoriesen GM und Ford stoppen Produktion wegen Coronavirus-Krise

Die größten US-Autobauer General Motors (GM) und Ford haben sich mit der Branchengewerkschaft UAW auf einen vorübergehenden Produktionsstopp in Nordamerika aufgrund der Coronavirus-Krise geeinigt. Die Sicherheit der Mitarbeiter gehe vor, betonte GM-Chefin Mary Barra am Mittwoch in Detroit. Fords Nordamerika-Chef Kumar Galhotra sprach von "beispiellosen Zeiten". Die Bänder sollen in den USA, Kanada und Mexiko zunächst bis zum 30. März stillstehen. Laut US-Medienberichten setzt auch der dritte große US-Autobauer Fiat Chrysler die Produktion vorübergehend aus.

Update, 18. März, 20.04 Uhr: Europa in Zeiten von Corona

Schweden, Malmö: Ein Blick auf den fast menschenleeren Stortorget-Platz.
Schweden, Malmö: Ein Blick auf den fast menschenleeren Stortorget-Platz.  © Johan Nilsson/TT News Agency/dpa
Spanien, Madrid: Auf diesem von der sozialistischen Partei PSOE zur Verfügung gestellten Bild spricht Pedro Sanchez (M.), Ministerpräsident von Spanien, vor einem fast leeren Plenum aufgrund der Coronakrise.
Spanien, Madrid: Auf diesem von der sozialistischen Partei PSOE zur Verfügung gestellten Bild spricht Pedro Sanchez (M.), Ministerpräsident von Spanien, vor einem fast leeren Plenum aufgrund der Coronakrise.  © ---/PSOE/dpa
Italien, Rom: Ein Blick auf den Neptunbrunnen und die leere Piazza Navona.
Italien, Rom: Ein Blick auf den Neptunbrunnen und die leere Piazza Navona.  © Andrew Medichini/AP/dpa

Update, 18. März, 19.56 Uhr: Michelin streicht Prognose und schließt einen Teil seiner Werke

Der französische Reifenhersteller Michelin streicht wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus die Jahresprognose und schließt einen Teil seiner Werke in Europa. Die Standorte auf dem Kontinent, die am meisten von der Pandemie betroffen seien, würden zunächst für eine Woche schließen, teilte der Continental-Wettbewerber am Mittwochabend in Clermont-Ferrand mit. Das betreffe Werke in Frankreich, Spanien und Italien, betonte der Konzern auf Nachfrage.

 
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Update, 18. März, 19.51 Uhr: Zahl der Coronavirus-Fälle in Frankreich steigt rapide

In Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen erneut massiv gestiegen. Die Zahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Menschen liege bei 9134, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Mittwochabend. Innerhalb von 24 Stunden ist das ein Anstieg um mehr als 1400. Die Zahl der Toten ist um 89 auf 264 gestiegen. Der Zustand von 931 Patientinnen und Patienten sei ernst. Die Hälfte der Patienten auf Intensivstationen sei jünger als 60 Jahre alt, so Salomon. Unter den Todesopfern seien sieben Prozent jünger als 65.

"Jeder von Ihnen, der Masken hat, die er nicht benutzt - zögern Sie nicht, diese an Krankenhäuser, Gesundheitszentren oder Apotheken abzugeben", sagte Salomon. Um die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie einzudämmen, gilt in Frankreich seit Dienstagmittag eine Ausgangssperre. Die Menschen dürfen nur noch aus dem Haus, wenn es unbedingt notwendig ist.

Update, 18. März, 19.49 Uhr: Facebook will Nutzer verstärkt über Coronavirus informieren

Facebook will seinen Nutzern direkteren Zugang zu verifizierten Informationen über das neuartige Coronavirus geben. Ein "Coronavirus-Informationszentrum" solle in den kommenden 24 Stunden Nutzern in den USA und anderen Ländern prominent angezeigt werden, sagte Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Mittwoch.

Facebook arbeite zugleich weiter daran, die Verbreitung falscher Informationen zu dem Thema zu unterdrücken. Man habe unter anderem Rat bei der Weltgesundheitsinformation WHO eingeholt, um zu entscheiden, welche Behauptungen schnell gelöscht werden sollten. Die Meinungsfreiheit höre auf, wenn Menschenleben in Gefahr seien, betonte er. Facebook hat 2,5 Milliarden Nutzer weltweit.

Update, 18. März, 19.47 Uhr: Berliner Bürgermeister Müller für vier Tage in Quarantäne

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich nach der Coronavirus-Diagnose des israelischen Botschafters vorsorglich in Quarantäne begeben. Das berichteten am Mittwochabend übereinstimmend rbb und Tagesspiegel nach Informationen aus der Senatskanzlei. Zudem sollen demnach er sowie Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), Kultursenator Klaus Lederer (Linke) und der Präsident des Abgeordnetenhauses Klaus Wieland auf das Virus getestet werden. Die Senatskanzlei war am Mittwochabend nicht mehr für eine Stellungnahme zu erreichen.

Update, 18. März, 19.45 Uhr: Deutschland weitet Einreisebeschränkungen für EU-Bürger aus

Deutschland weitet die bereits an fünf Landesgrenzen geltenden Einreisebeschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus nun auch auf Flüge und den Schiffsverkehr aus. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwochabend mitteilte, dürfen auch EU-Bürger künftig nicht mehr per Flugzeug oder Schiff aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark nach Deutschland reisen. Wer aus einem EU-Staat kommt, darf aber noch auf einem deutschen Flughafen landen, wenn er von dort aus weiter in sein Heimatland reist.

Update, 18. März, 19.43 Uhr: Militär-Krankenhausschiff kommt nach New York

Wegen der Coronakrise soll im Hafen von New York ein Krankenhausschiff des US-Militärs mit rund 1000 Kabinen anlegen. Die USNS Comfort werde sich auf den Weg machen, kündigte der Gouverneur des US-Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, am Mittwoch an. Das Schiff soll in der kommenden Woche bereitstehen. "Das ist wie ein schwimmendes Krankenhaus", sagte Cuomo.

US-Präsident Donald Trump sagte im Weißen Haus, neben der USNS Comfort solle auch das Krankenhausschiff USNS Mercy bereitgestellt werden. Dieses Schiff soll an der amerikanischen Westküste eingesetzt werden. Der genaue Standort muss noch festgelegt werden.

New York ist der US-Bundesstaat, aus dem bislang die meisten Coronavirus-Fälle gemeldet wurden. Laut US-Gesundheitsbehörde CDC waren es am Mittwoch bereits mehr als 2600. Ein weiterer Schwerpunkt von Infektionen liegt an der Westküste des Landes, in den Bundesstaaten Washington und Kalifornien.

Das Krankenhausschiff der Mercy-Klasse USNS Comfort mit rund 1000 Kabinen.
Das Krankenhausschiff der Mercy-Klasse USNS Comfort mit rund 1000 Kabinen.  © Mc2 Chelsea Kennedy/Navy Visual News Service (NVNS)/AP/dpa

Update, 18. März, 19.37 Uhr: TV-Ansprache von Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Mittwochabend in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung gewandt. In ihrer Rede ging sie darauf ein, wie wichtig es ist sich an die aktuell geltenden Reden zu halten und beispielsweise unnötige Begegnungen, vor allem zu alten Menschen, zu vermeiden. Die Gesellschaft habe die Opferzahlen selbst in der Hand.

Zudem bezeichnete die 65-Jährige Vorratshaltung als sinnvoll, Hamsterkäufe zugleich aber als "unsolidarisch".

Eine ausführliche Zusammenfassung der Rede gibt es >>> hier.

Angela Merkel spricht in einer TV-Ansprache zur Nation.
Angela Merkel spricht in einer TV-Ansprache zur Nation.  © Steffen Kugler/Bundesregierung /dpa

Update, 18. März, 19.12 Uhr: Siebenter Todesfall in Bayern

"Bei diesem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes Würzburg um einen über 90-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen", teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Mittwoch im Hinblick auf den Toten mit.

Mehr Infos >>> hier.

Update, 18. März, 19.09 Uhr: Griechenland verbietet Versammlungen mit mehr als zehn Menschen

In Griechenland sind seit Mittwoch wegen der Coronakrise Versammlungen mit mehr als zehn Menschen verboten. Wer sich daran hält, muss bis zu 1000 Euro Geldstrafe zahlen. Dies teilte der griechische Vizeminister für Zivilschutz, Nikos Chardalias, im staatlichen Rundfunk mit. Das Verbot gilt sowohl für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen als auch unter freiem Himmel.

Athen bestätigte 31 weitere Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Damit stieg die Zahl der Infizierten in Griechenland auf 418. Bislang sind fünf Menschen daran gestorben. 

Update, 18. März, 19.04 Uhr: Schweiz überlegt Abschaltung von Netflix

Weil durch den deutlich erhöhten Datenstrom in den letzten Tagen mehrfach das Netz der zuständigen Swisscom zusammenbrach, überlegt die Schweizer Regierung nun drastische Schritte.

Einer davon könnte die Abschaltung von Netflix und anderen Streaming-Diensten sein, um so das Netz zu entlasten.

Mehr Infos hier >>> hier.

 
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Update, 18. März, 18.50 Uhr: Aktueller Stand

Die Zahl der Fälle in Deutschland steigt Stand 18.25 Uhr auf 12.051.

 
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Update, 18. März, 18.45 Uhr: Bald 36.000 Infizierte in Italien erfasst

In Italien gibt es inzwischen mehr als 35.700 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Die Zahl der Toten im Zuge der Pandemie stieg um mehr als 470 auf rund 3000. Diese Zahlen gab der Zivilschutz in Rom am Mittwoch bekannt. Damit kamen innerhalb eines Tages mehr als 4000 Nachweise hinzu. Die Dunkelziffer nicht erfasster Infektionen dürfte Experten zufolge allerdings sehr hoch sein. Italien ist in Europa derzeit am härtesten von der Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit Covid-19 getroffen.

Update, 18. März, 18.43 Uhr: Großbritannien schließt Schulen zum Ende der Woche

Der Schulbetrieb in ganz Großbritannien soll wegen der Coronakrise am Freitag eingestellt werden. Das teilte der britische Premierminister Boris Johnson am Mittwoch in London mit. Zuvor hatten auch die Regionalregierungen in Schottland, Wales und Nordirland Schulschließungen angekündigt. «Wir haben beschlossen, dass dies der richtige Moment ist, um das zu tun», sagte Johnson bei einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street. Prüfungen im Mai und Juni würden nicht wie geplant stattfinden, so Johnson.

Update, 18. März, 18.27 Uhr: Achtes Todesopfer in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sind mittlerweile acht Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das Gesundheitsministerium teilte in Stuttgart den Tod eines über 80-jährigen, stationär behandelten Patienten aus dem Landkreis Emmendingen mit, der am Mittwoch starb. Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Mittwochnachmittag außerdem 543 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus mitgeteilt. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf 2184 an. Von den 2184 Fällen sind 1210 männlich (55 Prozent).

Mehr Infos >>> hier.

Update, 18. März, 18.23 Uhr: WHO koordiniert Coronavirus-Studie mit fünf Medikamenten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) leitet eine großangelegte Studie zur Wirksamkeit von fünf Medikamenten bei der Behandlung von Coronavirus-Infizierten. Krankenhäuser in neun Ländern beteiligten sich bereits daran, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Darunter sind Frankreich, der Iran, Norwegen und Spanien. Deutschland erwähnte Tedros nicht. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle weltweit überschritt am Mittwoch die Marke von 200 000 weltweit. Mehr als 8000 Infizierte starben.

Unter den getesteten Wirkstoffen sind antivirale Medikamente, die etwa gegen das HI-Virus entwickelt wurden, das die Immunschwächekrankheit Aids auslösen kann.

Wegen der hohen Belastung des medizinischen Personals seien die Fragen simpel gehalten: Ärztinnen und Ärzte vermerken, wie viel Zeit Patienten, die mit den Mittel behandelt werden, im Krankenhaus oder auf der Intensivstation verbringen und ob sie sich erholen. Gleichzeitig hätten auch die ersten Tests mit einem Impfstoff begonnen, sagte Tedros.

Update, 18. März, 18.22 Uhr: Chile erklärt Ausnahmezustand wegen Coronavirus

Angesichts des sich immer weiter ausbreitenden neuartigen Coronavirus hat die chilenische Regierung den Ausnahmezustand erklärt. Damit können die Behörden unter anderem Versammlungen verbieten, Lebensmittelreserven anlegen, die Bewegungsfreiheit der Bürger einschränken und Ausgangssperren verhängen, wie Präsident Sebastian Piñera am Mittwoch sagte. Die Streitkräfte sollen in bestimmten Gegenden die Polizei unterstützen und auch im Gesundheitsbereich helfen. Militärs übernehmen die Kontrolle der öffentlichen Sicherheit in den verschiedenen Regionen des südamerikanischen Landes. Der Ausnahmezustand soll zunächst für 90 Tage gelten. In Chile gibt es bislang 238 Infizierte, acht Patienten befinden sich in einem kritischen Zustand.

Das Coronavirus wurde bislang bei 238 menschen in Chile nachgewiesen. (Symbolbild)
Das Coronavirus wurde bislang bei 238 menschen in Chile nachgewiesen. (Symbolbild)  © Barbara Gindl/APA/dpa

Update, 18. März, 18.14 Uhr: Österreich kontrolliert ab Mitternacht Grenze zu Deutschland

Österreich kontrolliert ab Donnerstag, 00.00 Uhr, aufgrund der Ausbreitung des neuen Coronavirus die Grenze zu Deutschland. Das bestätigte das österreichische Innenministerium am Mittwoch in Wien.

Update, 18. März, 18.12 Uhr: Weitgehende Grenzschließung zwischen USA und Kanada wegen Coronavirus

Die USA wollen wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorübergehend ihre gemeinsame Grenze mit Kanada für "nicht unbedingt notwendigen" Verkehr schließen. US-Präsident Donald Trump (73) gab am Mittwoch auf Twitter bekannt, auf diesen Schritt hätten sich beide Länder einvernehmlich geeinigt. "Handel wird nicht davon betroffen sein", erklärte er weiter. Weitere Details würden folgen. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus ergänzte Trump später, zunächst sei die Vorkehrung für einen Zeitraum von 30 Tagen geplant.

US-Präsident Donald Trump (73) während einer Pressekonferenz der Coronavirus-Task Force im Weißen Haus.
US-Präsident Donald Trump (73) während einer Pressekonferenz der Coronavirus-Task Force im Weißen Haus.  © Evan Vucci/AP/dpa

Update, 18. März, 18.06 Uhr: Kuba meldet ersten Todesfall durch Coronavirus

Auf Kuba hat es einen ersten Todesfall durch eine Covid-19-Erkrankung gegeben. Ein 61 Jahre alter Italiener starb in der Nacht zum Mittwoch auf der Intensivstation eines Krankenhauses in der Hauptstadt Havanna, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Der Patient habe auch unter Bronchialasthma gelitten. Er war einer von drei italienischen Touristen, deren Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus am 11. März als erste auf der Karibikinsel bekannt gegeben worden waren. Inzwischen wurden dort zehn Fälle bestätigt. In ganz Lateinamerika hat es bisher mindestens neun bestätigte Todesfälle in insgesamt sieben Ländern gegeben.

Update, 18. März, 18.01 Uhr: 24 Stunden von Le Mans auf September verschoben

Die traditionelle Motorsport-Veranstaltung "24 Stunden von Le Mans" ist auf den 19. bis 20. September 2020 verschoben worden. Das teilten die Veranstalter wegen der Gefahren im Zusammenhang mit dem Coronavirus und den neuesten Richtlinien der französischen Regierung am Mittwoch mit. Ursprünglich hätte das Rennen am 13. und 14. Juni stattfinden sollen.

Update, 18. März, 18 Uhr: Die Welt zu Zeiten von Corona

Indien, Jammu: Ein Arbeiter desinfiziert die Bahngleise als Vorsichtsmaßnahme gegen das Coronavirus.
Indien, Jammu: Ein Arbeiter desinfiziert die Bahngleise als Vorsichtsmaßnahme gegen das Coronavirus.  © Channi Anand/AP/dpa
Äthiopien, Addis Abeba: Eine Frau lässt ihre Temperatur im Zewditu Memorial Hospital auf Symptome des Coronavirus überprüfen.
Äthiopien, Addis Abeba: Eine Frau lässt ihre Temperatur im Zewditu Memorial Hospital auf Symptome des Coronavirus überprüfen.  © Mulugeta Ayene/AP/dpa
Thailand, Bangkok: Menschen trinken in einer Bar in der Khao San Road, im Hintergrund tragen die Angestellten Mundschutz.
Thailand, Bangkok: Menschen trinken in einer Bar in der Khao San Road, im Hintergrund tragen die Angestellten Mundschutz.  © Gemunu Amarasinghe/AP/dpa

Update, 18. März, 17.50 Uhr: Bundesverfassungsgericht sieht sich trotz Corona voll arbeitsfähig

Das Bundesverfassungsgericht will wegen der Ausbreitung des Coronavirus bis Ende April keine großen Verhandlungen und Urteilsverkündungen mehr ansetzen. Ausgenommen seien unaufschiebbare Angelegenheiten, teilte das höchste deutsche Gericht in Karlsruhe am Mittwoch mit. Die Arbeit in den Kammern sei sichergestellt, weil die Richterinnen und Richter auch von zu Hause aus arbeiten könnten. Das gelte insbesondere für Eilverfahren.

Update, 18. März, 17.48 Uhr: Baden-Württemberg will wegen Coronakrise von Schuldenbremse abweichen

Baden-Württemberg will die Voraussetzungen dafür schaffen, um in der Coronakrise Kredite aufnehmen zu können. Ein entsprechender Antrag zur Abweichung von der Schuldenbremse soll der Landtag bei einer Sondersitzung an diesem Donnerstag in Stuttgart beschließen, hieß es am Mittwoch aus Regierungskreisen. Demnach soll das Coronavirus als Naturkatastrophe betrachtet werden. Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse sieht eigentlich vor, dass die Länder grundsätzlich keine neuen Schulden machen dürfen. Nach der Landeshaushaltsordnung kann Baden-Württemberg davon aber abweichen - zum Beispiel bei Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Notsituationen. Dass eine Naturkatastrophe vorliegt, muss der Landtag dann aber mit der Mehrheit seiner Mitglieder feststellen.

Update, 18. März, 17.41 Uhr: Zahl der Fälle in Deutschland auf über 11.000

Die Zahl der Fälle in Deutschland beträgt Stand 17.15 Uhr 11.375. 

 
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Update, 18. März, 17.35 Uhr: Saarland bittet Bundeswehr wegen Coronavirus um Hilfe

Das Saarland hat in der Coronakrise die Unterstützung der Bundeswehr angefordert. Es laufen derzeit zwei Anträge auf Amtshilfe, wie eine Sprecherin des saarländischen Innenministeriums am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte die «Saarbrücker Zeitung» darüber berichtet.

Es gehe vor allem um die Bereitstellung von medizinischem Personal und Material, sagte die Sprecherin weiter. Der Andrang an den Testzentren im Land sei groß. Zudem solle die Bundeswehr bei der Suche nach Örtlichkeiten für sogenannte Abstrich-Zentren helfen. So könnten Kasernen als Testzentren dienen. 

Auch im Saarland ist das öffentliche Leben mittlerweile eingeschränkt, wie hier auf einem Saarbrücker Spielplatz.
Auch im Saarland ist das öffentliche Leben mittlerweile eingeschränkt, wie hier auf einem Saarbrücker Spielplatz.  © Oliver Dietze/dpa

Update, 18. März, 17.34 Uhr: Berliner Abgeordnetenhaus sagt Sitzung ab

Nach einem Fall von Coronavirus hat das Berliner Abgeordnetenhaus seine Plenarsitzung an diesem Donnerstag abgesagt. Wie das Parlament am Mittwoch mitteilte, ist der Auslöser ein Besuch des israelischen Botschafters Jeremy Issacharoff, der inzwischen positiv auf das Virus getestet wurde. Bei der Vorstellung eines Gemäldes der Holocaust-Überlebenden und Berliner Ehrenbürgerin Margot Friedländer am 9. März hätten etliche Abgeordnete Kontakt zu Issacharoff gehabt, darunter auch Präsident Ralf Wieland und Vizepräsidentin Cornelia Seibeld. Bei der Ehrung war auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) anwesend.

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Update, 18. März, 17.30 Uhr: Formel 1 zieht wegen Corona-Krise Werkspause vor

Die Formel-1-Bosse haben den Weg freigemacht, in der eigentlichen Sommerpause Rennen nachzuholen. Die Werksferien, in denen Arbeiten am Wagen nicht erlaubt sind und die normalerweise im Juli und August stattgefunden hätten, wurden vorgezogen. Sie wurden auf März/April verlegt und auf 21 Tage verlängert, hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch.

In dem neuen Ferien-Zeitraum kann ohnehin kein Großer Preis aufgrund der Coronavirus-Pandemie durchgeführt werden. Nach dem Ausfall des Saisonauftakts in Australien und den abgesagten Rennen in Bahrain, Vietnam und China arbeiten die Formel-1-Macher an einem neuen Rennkalender. Ursprünglich sollten 22 Grand Prix und damit so viele wie noch nie gefahren werden.

Update, 18. März, 17.26 Uhr: Ausgangssperren: Italien nutzt Daten von Mobiltelefonen

Italien nutzt auch die Daten von Mobiltelefonen, um sich während der Coronakrise ein Bild über die Befolgung der verhängten Ausgangssperren zu machen. In der Lombardei bewegten sich "40 Prozent der Menschen immer noch frei", sagte der Gesundheitsbeauftragte der besonders betroffenen Region, Giulio Gallera, am Mittwoch im Sender Rai. Die Daten kämen von Mobilfunkbetreibern, jedoch ohne die privaten Angaben der Nutzer. "Niemand kontrolliert das im Stil von Big Brother", versicherte Gallera.

Die italienische Regierung erwägt weitere Maßnahmen, damit die Menschen wirklich nur noch in dringendsten Fällen nach draußen gehen. Bisher machen einige immer noch Spaziergänge oder joggen - was eigentlich vermieden werden soll. Seit die Ausgangssperre in Kraft ist - seit dem 10. März -, wurden nach Angaben des Innenministeriums mehr als eine Millionen Menschen kontrolliert. Rund 45 000 seien wegen Nichtbeachtung der Regeln angezeigt worden.

Update, 18. März, 17.16 Uhr: 850 Polizisten in BW vorsorglich in Isolation

Auch die baden-württembergische Polizei ringt mit dem grassierenden Coronavirus. Rund 850 der insgesamt 24 500 Beamten befänden sich derzeit in Isolation, teilte ein Sprecher des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. In aller Regel handle es sich um Urlaubsheimkehrer aus Risikogebieten. Das entspreche aber zahlenmäßig der Lage in einer Hochphase der Grippe. Die Infektionen bei der Polizei lägen im "niedrigen zweistelligen Bereich". Allerdings stelle das Virus eine psychische Belastung dar für die Beamten. "Die Lage geht auch an Polizisten nicht spurlos vorüber."

Der Dienst etwa bei Großveranstaltungen falle nun weg, was die Beamten entlaste. Dafür gebe es mehr Arbeit etwa beim Grenzschutz. "Die klassische Polizeiarbeit wird gewährleistet", sagte der Sprecher. Der Notruf 110 habe immer noch Priorität im täglichen Geschäft. Aber die Beamten hätten auch ein Auge etwa auf Ansammlungen auf Kinderspielplätzen. Dabei setze man zunächst auf ein belehrendes Gespräch statt auf Bußgelder. "Vielleicht ist es noch nicht überall angekommen."

Update, 18. März, 17.13 Uhr: Erstmals 27-Jährige in Europa mit Coronavirus gestorben

Wie die österreichische Tageszeitung Heute berichtete, verstarb eine 27-jährige Frau in unserem Nachbarland, die das Coronavirus in sich trug.

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Ärzte betreten ein österreichisches Krankenhaus in Schutzkleidung.
Ärzte betreten ein österreichisches Krankenhaus in Schutzkleidung.  © Georg Hochmuth/APA/dpa

Update, 18. März, 17.06 Uhr: Zahl der Fälle in Sächsischer Landeshauptstadt steigt stark an

Auch die sächsische Landeshauptstadt hat einen starken Anstieg der Fälle zu vermelden.

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Update, 18. März, 17.01 Uhr: "Gemeinsam für den Verein" - Energie Cottbus verkauft Antikörper

Um weitreichende wirtschaftliche Folgen durch die Aussetzung des Spielbetriebs vom Verein abzuwenden, setzt Regionalligist Energie Cottbus jetzt auf die Hilfe der Fans. "Es gibt Zeiten, in denen es vielleicht nicht um das am besten zu verkaufende Marketingkonzept geht, sondern vielmehr darum, jetzt und schnell die Möglichkeit zur aktiven Hilfe zu bieten", hieß es in einer Vereinsmitteilung vom Mittwoch.

Cottbusser Fans können daher "Antikörper" für rund 20 Euro erwerben, um dabei mitzuhelfen, den Verein «immun» gegen die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus zu machen. "Sie können lindern, Sicherheit geben und Platz für unsere Zukunft geben", teilte der Verein mit.

Update, 18. März, 16.54 Uhr: Bosch fährt Produktion in einigen Werken im Ausland herunter

Der Technologiekonzern Bosch drosselt wegen des Coronavirus seine Produktion an einigen Standorten im europäischen Ausland. Einzelne Werke in Frankreich, Italien und Spanien setzen derzeit vorübergehend die Produktion aus oder fahren sie herunter, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Insgesamt könnten Produktion und Lieferketten aktuell aber weitgehend aufrechterhalten und der Bedarf der Kunden gedeckt werden. Angesichts der dynamischen Entwicklung der Lage stehe man im engen Austausch mit Kunden und Lieferanten und passe die Maßnahmen kontinuierlich an.

 
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Update, 18. März, 16.53 Uhr: Von der Leyen: China liefert große Mengen Schutzausrüstung

China liefert der Europäischen Union große Mengen Schutzmasken und Testsets für den Kampf gegen das Coronavirus. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch nach einem Telefonat mit dem chinesischen Regierungschef Li Keqiang mit. In einer Videobotschaft auf Twitter sprach sie von zwei Millionen Stück Mundschutz, 200.000 sogenannten N95-Masken und 50.000 Virus-Tests.

Im Januar habe die EU China mit einer Spende von 50 Tonnen Ausrüstung geholfen. Jetzt sei man dankbar für die Unterstützung Chinas, sagte von der Leyen. Die EU sei dabei, eigene Produktionskapazitäten für Schutzausrüstung zu erhöhen oder umzuwidmen. Das werde aber einige Wochen dauern, fügte die Kommissionschefin hinzu.

Update, 18. März, 16.49 Uhr: Sechster Todesfall in Bayern

"Bei diesem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes Landsberg am Lech um einen 71-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen", teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Mittwoch mit.

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Update, 18. März, 16.42 Uhr: Erste Ausgangssperre in Bayern verhängt

Das Landratsamt Tirschenreuth hat wegen der Verbreitung des Coronavirus für die Stadt Mitterteich eine Ausgangssperre verhängt. Es ist die erste Stadt in Bayern mit einer solchen Maßnahme. Sie soll bis zum 2. April dauern, wie die Behörde mitteilte.

Update, 18. März, 16.40 Uhr: Deutschland in Zeiten von Corona

Eine Frau geht gegen 14:30 Uhr über den menschenleeren Rathausmarkt in Hamburgs Innenstadt.
Eine Frau geht gegen 14:30 Uhr über den menschenleeren Rathausmarkt in Hamburgs Innenstadt.  © Markus Scholz/dpa
Leere Stühle und Tische in Nürnberg.
Leere Stühle und Tische in Nürnberg.  © Daniel Karmann/dpa
Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg-Vorpommern.
Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg-Vorpommern.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. März, 16.34 Uhr: Polizeieinsatz wegen Coronavirus-Erlass in Erfurter Bordell

Zur Eindämmung des Coronavirus haben Polizisten in Erfurt ein Bordell schließen lassen. Durch Zufall sahen die Beamten im Vorbeifahren, dass in dem Laufhaus noch Licht brannte, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Zuvor hatte die Thüringer Allgemeine berichtet. Einem Regierungserlass zufolge müssen seit Mittwoch viele Geschäfte, darunter auch Bordelle, geschlossen bleiben. So soll das Infektions- und Übertragungsrisikos des Coronavirus verringert werden.

Update, 18. März, 16.32 Uhr: Stadt Halle bittet Bundeswehr um Hilfe

Die Stadt Halle will wegen der Corona-Pandemie die Bundeswehr zur Hilfe rufen. Zudem werde eine Hundertschaft der Polizei angefordert, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Mittwoch mit. Die Polizei solle helfen, Anordnungen zur Schließung von Gaststätten und anderen Maßnahmen durchzusetzen. Die Hilfe der Bundeswehr werde vorsorglich angefordert. Sie könne etwa bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung helfen, erklärte Wiegand.

Am Dienstagabend hatte die Stadt Halle bereits den Katastrophenfall ausgerufen. Damit könnten wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung von Sars-CoV-2 getroffen werden, so Wiegand.

Am Mittwochmorgen seien Meldungen zudem zu elf weiteren bestätigten Coronavirus-Fällen eingegangen. Damit sind in Halle nunmehr 38 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Schon am Dienstag hatte es einen sprunghaften Anstieg der Fälle von 8 auf 27 gegeben. Mittlerweile musste ein Coronavirus-Patient stationär eingewiesen werden. Er müsse intensivmedizinisch versorgt werden, sagte Amtsärztin Christine Gröger.

Einer der neu bestätigten Fälle betreffe das Krankenhaus Martha-Maria in Halle-Dölau. Eine Mitarbeiterin der Klinik habe sich mit dem Virus infiziert. Eine Station des Krankenhauses sei deswegen unter Quarantäne gestellt worden.

Update, 18. März, 16.29 Uhr: Rentenversicherung berät vorerst nur noch telefonisch

Die Coronavirus-Ausbreitung hat auch Auswirkungen auf die Beratung der Rentenversicherung: Ab sofort bekommen Versicherte Antworten auf Fragen ausschließlich telefonisch, erklärt die Deutsche Rentenversicherung Bund. Eine persönliche Beratung in Auskunfts- und Beratungsstellen ist bis auf Weiteres nicht möglich.

Anträge können weiterhin auch schriftlich und online gestellt werden. Das kostenfreie Service-Telefon ist unter der Telefonnummer 0800/10 00 48 00 erreichbar. Versicherte müssten angesichts des erhöhten Aufkommens aber damit rechnen, dass es zu Wartezeiten kommt.

Wenn schon Beratungstermine vereinbart wurden, sollen Versicherte sich an die zuständigen regionale Rentenversicherung wenden. Wurde bei der Terminvereinbarung eine Telefonnummer angegeben, so werden Versicherte von der Rentenversicherung angerufen. Versicherte können Anträge auch online über www.deutsche-rentenversicherung.de stellen.

Update, 18. März, 16.25 Uhr: Corona-Notstand in der Lombardei: Grenze ist erreicht

Der Präsident der Lombardei, Attilio Fontana, hat wegen der extrem vielen Coronakranken vor dem endgültigen Kollaps des Gesundheitssystems in seiner Region gewarnt. "Leider gehen die Zahlen der Infektionen nicht zurück, sie bleiben hoch. In Kürze sind wir nicht mehr in der Lage, den Kranken eine Behandlung zu bieten", sagte er nach Angaben von Medien am Mittwoch. Fontana (67) richtete den Appell an die Bürger, sich an die Ausgangssperren zu halten: "Jedes Verlassen der Wohnung ist ein Risiko für Sie und andere, wir fordern dieses Opfer, um Menschenleben zu retten."

Die Lombardei, in der die Metropole Mailand und die heftig von der Krankheit Covid-19 betroffenen Zone um Bergamo liegen, verzeichnet rund die Hälfte der über 30.000 offiziell erfassten Coronavirus-Fälle in Italien. Der Politiker der rechten Lega sagte, ein neu konzipiertes Lungenkrankenhaus auf der Messe in Mailand könne zum Modell für andere Teile Italiens werden.

Update, 18. März, 16.21 Uhr: Derzeitig infizierte Menschen weltweit & Europa

Bei den derzeitig infizierten Menschen hat Deutschland China überholt. Weltweiter Spitzenreiter bleibt Italien.

 
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Update, 18. März, 16.17 Uhr: Todesfälle nach Altersgruppen und Vorerkrankungen

Nur bei vier Todesfällen bestand keine Vorerkrankung.

 
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Update, 18. März, 16.14 Uhr: Ausbreitung in Deutschland

Die Zahl der Landkreise ohne bestätigten Fall wird immer überschaubarer.

 
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Update, 18. März, 16.11 Uhr: Lohnlücken bei Kurzarbeitergeld sollen abgefedert werden

In der Corona-Krise wollen Politik und Sozialpartner Lohnlücken beim Kurzarbeitergeld gemeinsam abfedern. Das sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Mittwoch nach einem Spitzentreffen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften am Mittwoch in Berlin. Außerdem sollten «unverhältnismäßige Lohneinbrüche» bei einem Arbeitsausfall wegen notwendiger Kinderbetreuung vermieden werden.

Update, 18. März, 16.08 Uhr: Mögliche Länderspiele im Juni auch vor Geisterkulisse denkbar

DFB-Präsident Fritz Keller schließt eine Austragung der wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst abgesagten Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien und Italien vor leeren Rängen nicht aus. Sollten die Partien im Juni nachgeholt werden, würde der DFB auch Geisterspiele akzeptieren, wenn es zum fraglichen Zeitpunkt immer noch entsprechende Vorgaben der Behörden gäbe.

"Natürlich ist es mit Zuschauern am schönsten", sagte Keller am Mittwoch. Wichtiger wäre es aus Sicht des DFB-Präsidenten aber, dass es überhaupt wieder einen Anfang für den Fußball gibt und die Fans zumindest am Fernseher wieder Spiele schauen können.

Update, 18. März, 16.01 Uhr: Siebter Toter in Baden-Württemberg

Das Gesundheitsministerium teilte am Mittwoch in Stuttgart den Tod eines über 80 Jahre alten Mannes aus dem Hohenlohekreis mit. Er habe wegen seiner Vorerkrankungen zu den Hochrisikopatienten gezählt. Der Mann sei am Sonntag positiv auf Covid-19 getestet worden und am Montag im Krankenhaus gestorben.

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Update, 18. März, 16 Uhr: Erste Maschine mit Urlaubsrückkehrern in München gelandet

Die erste Maschine der Rückholaktion für Deutsche aus dem Ausland ist am Mittwochnachmittag in München angekommen. Der Lufthansaflug LH 1749 aus Tunis landete um 14.20 Uhr, zehn Minuten früher als geplant, auf dem Airport Franz Josef Strauß.

Im Rahmen der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik sollten nach Angaben des Auswärtigen Amts am frühen Abend noch zwei Maschinen aus Ägypten in München landen. Drei aus Marokko hatten das Ziel Frankfurt am Main.

In den vergangenen Tagen hatten zahlreiche Länder wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Da Deutschland inzwischen zu den Hauptrisikoländern gehört, sind Bundesbürger besonders stark von den Einschränkungen betroffen.

Bundesaußenminister Heiko Maas hatte am Dienstag angekündigt, 30 bis 40 Maschinen bei Lufthansa, Condor und TUI zu chartern, um Deutsche aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine Linienflüge mehr gibt. Die Bundesregierung will dafür bis zu 50 Millionen Euro ausgeben.

Die Passagiere, die in München landeten, berichten darüber, dass sie sich zur Übernahme der Kosten hätten verpflichten müssen. Einige der Rückkehrer aus Tunesien wurden in Bayern von Angehörigen abgeholt.

Eine Lufthansamaschine mit dem Flug LH 1749 aus Tunis rollt über das Vorfeld des Flughafen München. Mit der Maschine, die um 14.15 Uhr landet, sollen die ersten wegen der Coronakrise im Ausland gestrandeten Touristen wieder nach Deutschland gebracht werden.
Eine Lufthansamaschine mit dem Flug LH 1749 aus Tunis rollt über das Vorfeld des Flughafen München. Mit der Maschine, die um 14.15 Uhr landet, sollen die ersten wegen der Coronakrise im Ausland gestrandeten Touristen wieder nach Deutschland gebracht werden.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 18. März, 15.47 Uhr: Regale in Berlin dürfen auch Sonntags befüllt werden

Supermärkte und Lebensmittelhändler in Berlin dürfen ab sofort auch sonntags die Regale auffüllen lassen. Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales hat entsprechende Ausnahmen bei den Arbeitszeiten erlassen, wie sie am Mittwoch in einer gesetzlichen Verfügung mitteilte. Diese gelten für den gesamten Handel mit Lebensmitteln, Hygiene- und Medizinprodukten sowie "pandemierelevanter Produkte, die zur Eingrenzung, Bekämpfung und Bewältigung der Pandemie durch Coronavirus (Sars-CoV-2) eingesetzt werden", heißt es in der Verfügung. Sie umfasst Arbeiten wie Produktion, Verpackung und Kommissionierung sowie das Liefern, Entladen und Einräumen der Artikel.

"Das heißt nicht, dass das Verkaufspersonal arbeiten darf", betonte ein Sprecher der Senatsverwaltung. Demnach muss der Handel am Sonntag für Verbraucher weiter geschlossen bleiben. Das könnte sich allerdings in Kürze ändern: Als nächsten Schritt will die Senatsverwaltung das Ladenöffnungsgesetz angehen.

Update, 18. März, 15.43 Uhr: Zahl der Infektionen in Rheinland-Pfalz steigt auf 603

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus ist in Rheinland-Pfalz auf 603 gestiegen. Von diesen werden aktuell 51 in Kliniken behandelt, wie Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Dienstag in Mainz mitteilte. Am Dienstag waren in Rheinland-Pfalz noch 435 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert worden, am Montag waren es 297 - jeweils zum Stand 11.00 Uhr.

Update, 18. März, 15.41 Uhr: Kassenärzte beklagen Mangel an Schutzkleidung

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen drängt auf die Lieferung von Schutzkleidung für medizinisches Personal zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus. Trotz der Ankündigung der Bundesregierung Anfang März, Schutzkleidung, Masken, Brillen und Handschuhe zentral zu beschaffen, sei in Thüringen bislang nichts angekommen, kritisierte die KV am Mittwoch. Entsprechende Anfragen seien entweder nicht oder mit einer Absage beantwortet worden. Viele Ärzte und Kliniken müssten sich selbst behelfen, um die Lieferlücken zu überbrücken. "Dies kann aber kein Dauerzustand sein", erklärte die KV.

 
© Uwe Anspach/dpa

Update, 18. März, 15.36 Uhr: Schottland und Wales schließen Schulen zum Ende der Woche

In Schottland und Wales soll wegen der Coronakrise noch in dieser Woche der Schulbetrieb eingestellt werden. Das teilten die Regierungen in Edinburgh und Cardiff am Mittwoch mit. Erwartet wird, dass auch in England die Schultore bald geschlossen werden. Premierminister Boris Johnson kündigte noch für Mittwoch eine Entscheidung darüber an. Großbritannien hatte sich mit drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus bislang zurückgehalten. Doch inzwischen melden sich immer mehr Lehrer und anderes Schulpersonal krank oder gehen in häusliche Isolation. "Die Schulen haben inzwischen zu viele Mitarbeiter verloren, um wie normal weiterzumachen", sagte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge. Sie gehe nicht davon aus, dass der Schulbetrieb vor den Sommerferien wieder aufgenommen werden könne.

Update, 18. März, 15.34 Uhr: Verbraucherzentrale Sachsen warnt

Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor zweifelhaften Online-Angeboten und nicht wirklich existierenden Online-Shops. Dort werden etwa Desinfektionsmittel oder Atemschutzmasken zu überhöhten Preisen angeboten. Ein Geschäft mit der Angst vieler Menschen, das sich offenbar lohnt.

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Update, 18. März, 15.29 Uhr: 446 neue Infektionen in Bayern

In Bayern haben sich weitere 446 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen am Mittwoch auf seiner Homepage mit. Insgesamt gibt es im Freistaat damit mindestens 1798 Menschen, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden.

Darin eingerechnet sind unter anderem die ersten 14 Infizierten, die allesamt mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen. Fünf Menschen mit Coronavirus-Infektion starben bislang in Bayern.

Update, 18. März, 15.26 Uhr: Corona-Epidemie hat Folgen für Auslandseinsätze der Bundeswehr

Die Ausbreitung des Coronavirus wirkt sich auch auf die Einsätze der Bundeswehr im Ausland aus. So müssten Soldaten eines neuen Kontingents nach Afghanistan vor der Abreise in das Land in Deutschland in Quarantäne, um eine Infektion auszuschließen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin. Dadurch änderten sich Zeiten der Verlegung. Im Irak seien Bundeswehrsoldaten aus Tadschi im Zentrum das Landes in das nordirakische Kurdengebiet verlegt worden, nachdem die Ausbildung aus Gründen der Vorsorge eingestellt worden war. In Tadschi waren zuletzt 50 deutsche Soldaten im Einsatz.

Update, 18. März, 15.21 Uhr: Eurovision Song Contest wegen Coronavirus abgesagt

Der für Mitte Mai geplante diesjährige Eurovision Song Contest (ESC) ist abgesagt. Das teilte die Europäische Rundfunkunion (EBU) in Genf am Mittwoch als Organisator mit. Grund ist die Unsicherheit für die Planungen durch das neuartige Coronavirus.

Das internationale Musikevent hätte vom 12. bis 16. Mai im niederländischen Rotterdam stattfinden sollen. Ein neues Datum wurde zunächst nicht genannt.

"Dieser Beschluss der EBU war unvermeidlich angesichts der Umstände, von denen ganz Europa derzeit durch das Coronavirus betroffen ist, und all der Maßnahmen, die Regierungen nun ergreifen müssen", sagte die Chefin der niederländischen Rundfunkanstalt NPO, Shula Rijxman. Auch die Chefs von zwei weiteren beteiligten Anstalten äußerten Verständnis.

 
© Koen Van Weel/ANP/dpa

Update, 18. März, 15.19 Uhr: DFB-Präsident kündigt Hilfspaket für Amateurfußball an

Der Deutsche Fußball-Bund wird seine Regional- und Landesverbände in der Coronavirus-Krise "strukturell und finanziell" unterstützen. Einen entsprechenden Beschluss habe das DFB-Präsidium gefasst, sagte DFB-Präsident Fritz Keller am Mittwoch. Details nannte Keller zunächst nicht. "Wir wollen die Zukunft nutzen, um Lösungen zu erarbeiten", sagte der 62-Jährige. "Von der Kreisliga über die Regional- und Landesverbände bis hin zur Bundesliga."

Es gehe nicht um "Ideologien, Vereinsfarben und vor allem nicht um Schuldzuweisungen", sagte der DFB-Präsident. "Es geht darum, dass wir achtsam miteinander umgehen und die Regeln einhalten. Wir müssen uns an die Regeln halten, das kenne wir vom Fußball, zumindest auf dem Platz." Was gestern, "noch richtig und wichtig erschien, ist heute nichtig und klein", sagte Keller. "Manchmal muss man den Blick eben über die Wolken richten und die Perspektive ändern."

Update, 18. März, 15.15 Uhr: Rewe-Süd will Kassierer mit Plexiglaswänden vor Coronavirus schützen

Zum Schutz vor dem Coronavirus sitzen die Kassierer in bayerischen Rewe-Filialen künftig hinter Plexiglasscheiben. Die Schutzwände seien 1,5 Meter hoch und von Donnerstag an werde landesweit mit dem Aufbau in den Geschäften begonnen, sagte Volker Hornsteiner, Vorsitzender der Geschäftsleitung Region Süd REWE Group, am Mittwoch in Eitting bei München.

Die Schutzwände haben laut Hornsteiner keine Möglichkeiten zum Durchgriff. So sollen die Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem sich rasant in Deutschland ausbreitenden Coronavirus geschützt werden. Um die Kunden untereinander zu schützen, könne er sich Abstandsmarkierungen an den Kassen, wie in anderen Ländern bereits üblich, vorstellen.

Hornsteiner betonte, dass der Einsatz von Security in den Filialen "jederzeit auf Abruf" möglich sei. Diese Maßnahme sei aktuell aber nicht erkennbar notwendig. Die Situation sei "momentan" ruhig. Prinzipiell seien aber jederzeit Zutrittsregelungen möglich.

Update, 18. März, 15.13 Uhr: Anstieg der Fälle in Deutschland nach Tagen

Diese Grafik verdeutlicht den Anstieg der Fälle in den letzten Tagen (Stand: 18. März, 14.40 Uhr).

 
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Update, 18. März, 15.01 Uhr: Ryanair streicht Großteil der Flüge

Europas größter Billigflieger Ryanair streicht wegen der Coronavirus-Krise sein Flugprogramm um bis zu 80 Prozent zusammen. Unternehmenschef Michael O'Leary will den Herausforderungen aber trotzen und die Fluggesellschaft heil durch die Turbulenzen steuern. "Ryanair ist ein belastbarer Airline-Konzern mit einer starken Bilanz und erheblichen Barreserven", sagte der Manager am Montag laut Mitteilung. "Wir können und werden durch angemessenes und zeitiges Handeln auch eine längere Zeit mit weniger oder sogar gar keinen Flügen überstehen."

In den Monaten April und Mai wird Ryanair das Flugangebot voraussichtlich um bis zu 80 Prozent zurückfahren. Binnen der nächsten sieben bis zehn Tage werde es aber dazu kommen, dass der Großteil der Flotte in Europa aber nicht mehr abheben kann. Bis dahin will Ryanair die geplanten Flüge noch so weit wie erlaubt durchführen, um Kunden zurück in ihre Heimat zu bringen. Einige Länder hätten internationale Flüge jedoch untersagt. Zu Ryanair gehören auch die österreichische Airline Lauda und die polnische Fluglinie Buzz.

Update, 18. März, 14.50 Uhr: Das sind die häufigsten Symptome

Anhand einer Befragung wurde festgestellt, welche Symptome besonders häufig bei Erkrankten aufgetreten sind.

 
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Update, 18. März, 14.06 Uhr: Zahl der Fälle in Deutschland steigt über 10.000

Die Zahl der Corona-Infektionen hat die 10.000 überschritten (Stand 13.45 Uhr).

 
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Update, 18. März, 13.50 Uhr: Deutschland setzt humanitäre Flüchtlingsaufnahme aus

Deutschland setzt in der Coronavirus-Krise nach einem Medienbericht die humanitäre Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Ausland aus. Das sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Das Ministerium habe am Dienstag "angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie" das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) angewiesen, das Resettlement-Verfahren mit der Türkei und die Resettlement-Verfahren des Bundes für Menschen in humanitären Notlagen "bis auf Weiteres auszusetzen".

Faktisch seien die "deutschen humanitären Aufnahmeverfahren wegen verschiedener Reisebeschränkungen und operativer Einschränkungen auch seitens wichtiger Partner bereits seit vergangenem Freitag zum Erliegen gekommen", sagte der Ministeriumssprecher. So hätten die Internationale Organisation für Migration (IOM) und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) ebenfalls am Dienstag offiziell die Aufnahmeprogramme für Geflüchtete ausgesetzt.

Seit 2012 nimmt Deutschland im Rahmen der sogenannten "Resettlement-Programme" Flüchtlinge in Notlagen auf, darunter viele Syrer aus der Türkei und dem Libanon. Die Programme sollen Schutzsuchenden aus Krisengebieten einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland sichern. Pro Jahr will die Bundesregierung so rund 5000 Menschen zur Zuflucht nach Deutschland verhelfen.

Asylbewerber werden an den EU-Außengrenzen indes bislang nicht abgewiesen. Der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, sagte, aktuell werde die Beantragung von Asyl als Ausnahmetatbestand im Sinne der am Mittwoch beschlossenen Regelungen gewertet. Ob dies dauerhaft so bleiben wird, ist allerdings nach dpa-Informationen offen. Denn aufgrund der Verbreitung des Coronavirus ist beispielsweise in Deutschland die Arbeit des für die Asylbewerber zuständigen Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) nur noch sehr eingeschränkt möglich.

Update, 18. März, 13.40 Uhr: Robert Koch Institut bekam von Deutscher Telekom anonymisierte Bewegungsdaten

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat von der Deutschen Telekom kostenlos anonymisierte Bewegungsdaten von Handy-Nutzern erhalten, damit es den Erfolg von Maßnahmen gegen die Coronavirus-Ausbreitung einschätzen kann. "Die Daten zeigen uns, ob insgesamt die Mobilität der Bevölkerung nachgelassen hat", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. "Es sind aggregierte, anonymisierte Daten und keine individuellen Daten", betonte er.

Das Robert Koch-Institut müsse beurteilen können, warum es Rückgänge oder Anstiege bei Infektionszahlen gibt. "Wenn wir sehen, dass die Menschen die Maßnahmen gar nicht umsetzen - und das sehen wir anhand dieser aggregierten Daten - dann sehen wir den Grund dafür, dass die Intervention, die wir wünschen, nicht erfolgreich ist", erläuterte Wieler. Die Daten könne man sowieso kaufen, "wir kriegen sie nur diesmal umsonst". Wieler ging davon aus, dass es wiederholte Lieferungen solcher Bewegungsdaten ans RKI geben wird.

Mit den Daten ließen sich "Bewegungsströme modellieren – bundesweit, auf Bundesland-Ebene sowie bis auf die Kreis-Gemeinde-Ebene heruntergebrochen", sagte eine Telekom-Sprecherin dem "Tagesspiegel", der zuerst über den Schritt berichtete.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hält die Maßnahme in der gewählten Form für vertretbar. «Vor allem unter den aktuellen Umständen spricht nichts gegen die Weitergabe dieser Daten zum Zweck des Gesundheitsschutzes», schrieb Kelber am Mittwoch bei Twitter. Es handele sich um Daten, die keine Rückschlüsse auf einzelne Personen ermöglichten. Aktuell werde in anderen Staaten während der Coronavirus-Pandemie der Datenschutz teilweise vernachlässigt. "In Deutschland sehe ich dafür keinen Grund, denn alle Lösungen lassen sich auch grundrechtskonform gestalten."

Die Bundesregierung betonte, die Einführung einer flächendeckenden Handydaten-Auswertung sei in Deutschland nicht geplant. "Das Robert Koch-Institut begleitet erste wissenschaftliche Ansätze, die sich damit beschäftigen, wie Standortdaten zur Verfolgung von Infektionsketten eingesetzt werden können", hieß es auf Anfrage.

Tim Höttgens, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom. (Symbolbild)
Tim Höttgens, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom. (Symbolbild)  © Federico Gambarini/dpa

Update, 18. März, 13.30 Uhr: Deutsche horten Klopapier, Italiener und Spanier Wein

Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus lautet das Credo für die Menschen überall: Zuhause bleiben. Klar, dass man sich dann vielleicht etwas mehr als sonst mit Lebensmitteln und sonstigen Dingen des täglichen Bedarfs ausstatten muss. In Deutschland sind seit Wochen vor allem die Regale für Nudeln und Toilettenpapier immer wieder leer. Was horten die Menschen anderswo? Eine Umfrage unter den dpa-Auslandskorrespondenten auf der ganzen Welt zeigt: andere Länder, andere Hamsterkäufe.

Zwar ist unter anderem auch in Skandinavien, den USA, Großbritannien und Israel Toilettenpapier in den Supermärkten Mangelware. Im Iran ist es dagegen kein Problem: Die Iraner waschen sich mit Wasser und trocknen dann mit normalen Taschentüchern ab. Auch viele Italiener finden das Klopapier-Horten seltsam, schließlich haben Bäder in Italien ein Bidet, also ein niedriges Waschbecken, an dem man sich nach dem Toilettengang reinigen kann. Knapp sind hier hingegen Desinfektionsmittel jeder Art - ebenso in vielen anderen Ländern weltweit.

In der Türkei gibt es derzeit keine Chance, noch an "Kolonya" zu kommen - die türkische Form des Kölnisch Wasser. Es wird traditionell Besuchern gereicht, aber auch auf Reisen kann man sich damit die Hände "erfrischen". Mit einem Ethylalkohol-Gehalt von etwa 80 Prozent wirkt es desinfizierend.

In Spanien wird neben Klopapier und Pasta seit einigen Tagen in den Läden auch Wein knapp. In Italien stehen die Menschen ebenfalls häufiger vor leeren Weinregalen. Denn da sie nur noch Zuhause essen, kaufen sie auch mehr ein. In Skandinavien riefen Behörden dazu auf, von Hamsterkäufen von Medikamenten wie Paracetamol und Insulin abzusehen. In den USA ist zudem stilles Wasser gefragt. Bei Besuchen in Läden im Großraum Washington waren zudem die Fleischregale auffallend leer. In Bulgarien verschwanden unter anderem Zitrusfrüchte aus den Märkten.

Die Niederländer hamsterten offenbar Marihuana: Kurz vor der Schließung der Coffeeshops wegen der Corona-Pandemie standen die Menschen am vergangenen Sonntag davor in Schlangen an, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete.

Die Deutschen haben es auf Klopapier abgesehen, Italiener und Spanier auf Wein. 
Die Deutschen haben es auf Klopapier abgesehen, Italiener und Spanier auf Wein.  © Bernd Thissen/dpa; Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 18. März, 13.20 Uhr: Österreich stellt 38 Milliarden Euro Hilfe bereit

Die österreichische Bundesregierung hat ein Hilfspaket in Höhe von 38 Milliarden Euro angekündigt, um der Wirtschaft durch die Coronakrise zu helfen. Teile des Pakets seien Steuerschuldungen, Haftungen für Kredite und Notfallhilfen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch in Wien.

 
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Update, 18. März, 13.15 Uhr: RKI rechnet nicht vor Frühjahr 2021 mit Impfstoff gegen Coronavirus

Das Robert Koch-Institut hat Hoffnungen auf einen baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus gedämpft. "Ich persönlich schätze es als realistisch ein, dass es im Frühjahr 2021 sein wird", sagte Präsident Lothar Wieler am Mittwoch.

Alles, was bürokratisch machbar sei, müsse getan werden. Klinische Testphasen aber könne man nicht verkürzen. "Wir müssen ein Sicherheitsprofil haben. Impfstoffe können ja Nebenwirkungen haben."

Zuvor hatte Dietmar Hopp, Miteigentümer des Tübinger Pharmaunternehmens CureVac, davon gesprochen, möglicherweise bereits im Herbst einen Impfstoff liefern zu können.

"Jeder wird genauso glücklich sein wie ich, wenn es den Impfstoff früher gibt", sagte Wieler. Die Epidemie werde noch viele Wochen und Monate im Land unterwegs sein.

Update, 18. März, 13 Uhr: Tschechien führt Mundschutz-Pflicht in der Öffentlichkeit ein

Alle Menschen in Tschechien müssen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus in der Öffentlichkeit eine Mund- und Nasenbedeckung tragen. Das beschloss das Kabinett des populistischen Regierungschefs Andrej Babis (65) am Mittwoch. Zur Bedeckung von Mund und Nase könnten medizinische Mund- und Atemschutzmasken, aber auch ein Schal, ein Tuch oder eine Sturmhaube dienen, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Prag der Deutschen Presse-Agentur. Die Maßnahme trete in der Nacht zu Donnerstag in Kraft. Tschechien hatte den Notstand ausgerufen und die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, sich so weit wie möglich zu Hause zu isolieren. Es gibt nach Behördenangaben 464 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Tschechien.

Freilich sind selbst einfachste OP-Masken in Tschechien seit Tagen Mangelware. Die Schutzartikel werden mittlerweile auch für medizinisches Personal knapp. Dies dürfte sich nun noch verschärfen. Unterdessen beschlagnahmte die Polizei knapp 700.000 aus dem Lager einer Firma in einem Industriegebiet im nordböhmischen Lovosice. Viele Menschen improvisieren und nähen sich aus bunten Stoffen eigene Gesichtsabdeckungen. Vor Textilwarengeschäften in Prag bildeten sich lange Schlangen.

Nach Einschätzung von Experten gibt es bisher keine wissenschaftlichen Daten für die Wirkung einfacher chirurgischer Masken. "Man denkt immer, man schützt sich selbst mit der Maske, in Wirklichkeit schützt man aber andere", sagte der Virologe der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité am Dienstag im NDR-Podcast. Anders sieht das bei sogenannten FFP3-Masken aus, die dicht am Gesicht abschließen und belegbar einen Infektionsschutz gegen Viren bieten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann das Tragen einer Maske ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, so dass etwa eine gute Händehygiene vernachlässigt werde.

Andrej Babis (65), Ministerpräsident von Tschechien.
Andrej Babis (65), Ministerpräsident von Tschechien.  © Roman Vondrouš/CTK/dpa

Update, 18. März, 12.56 Uhr: Landwirte fordern vom Bund Ausnahmen für Erntehelfer

Damit trotz der Coronavirus-Pandemie in der Erntezeit genügend Arbeiter zur Verfügung stehen, fordern Landwirtschaftsverbände kurzfristige Ausnahmen. 

In einem Schreiben an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) schlagen unter anderem der DBV, der Gesamtverband der deutschen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände und die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse eine Reihe von Regelungen vor. 

Die Verbände fordern unter anderem längere Höchstarbeitszeiten, eine höhere Vergütung für geringfügig Entlohnte sowie eine leichtere Zusammenarbeit zwischen den Betrieben. Zudem sollen ausländische Arbeitskräfte einen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt bekommen. 

Die Verbände baten die Regierung außerdem darum, die Anreise von ausländischen Erntehelfern sicherzustellen.

Update, 18. März, 12.35 Uhr: Griechenland mit Mega-Hilfsprogramm für Unternehmen und Arbeitnehmer

Griechenland will heimischen Unternehmen und Arbeitnehmern wegen der Coronakrise mit rund zwei Milliarden Euro unter die Arme greifen. Primäres Ziel sei die Auszahlung der Löhne an die Arbeitnehmer der Geschäfte und Unternehmen die wegen der Coronavirus-Pandemie schließen müssen. 

Auch allen anderen Betrieben soll geholfen werden, die Belegschaft nicht zu entlassen. "Ziel ist die Arbeitsplätze zu sichern", sagte der griechische Finanzminister Christos Staikouras im Staatsfernsehen am Mittwoch weiter.

Die Coronakrise dürfte das Land besonders hart treffen: Griechenland war nach der langjährigen Schuldenkrise mit Rezzession und harten Einschnitten gerade erst wieder auf Erholungskurs geschwenkt.

Etwa 220 000 Unternehmen mit 600 000 Arbeitnehmern sind bereits wegen der Coronakrise geschlossen worden. Tausende andere Unternehmen mit 200 000 Arbeitnehmern leiden durch die Schließung dieser Betriebe, teilte die Finanzminister mit. 

An Mittwoch wurden in Griechenland alle Einzelhandelsgeschäfte geschlossen. Bars, Tavernen, Restaurants und Nachtclubs sind bereites am vergangenen Wochenende geschlossen worden.

Update, 18. März, 12.24 Uhr: Schleswig-Holstein plant Nothilfeprogramm über 500 Millionen Euro

Mit einem Nothilfeprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro will Schleswig-Holstein wirtschaftliche Folgen der Coronakrise abfedern. Der Landtag beschloss am Mittwoch einstimmig einen Nachtragshaushalt für 2020 mit entsprechenden Kreditermächtigungen. 

Nötig war dafür nach den Regularien der Schuldenbremse in der Landesverfassung eine Zwei-Drittel-Mehrheit.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bat zuvor in einer Regierungserklärung um Verständnis für die notwendigen drastischen Maßnahmen. "Jeder einzelne ist jetzt gefragt, dann kommen wir bestmöglich durch diese Zeit", sagte Günther. 

Er mahnte einen gesellschaftlichen Schulterschluss an, um die Ausbreitung einzudämmen. Regierung und Landtag wollen mit dem Geld Betrieben und Beschäftigten helfen. Welche Personengruppen genau Hilfen erhalten, ist aber noch offen.

Update, 18. März, 12.20 Uhr: Post verzichtet auf Unterschrift bei Paketen und Einschreiben

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, verzichtet die Deutsche Post DHL ab sofort bei der Übergabe von Paketen und Einschreiben auf die Unterschrift des Empfängers. Ein Unternehmenssprecher sagte am Mittwoch, stattdessen dokumentierten die Zusteller die erfolgreiche Auslieferung mit ihrer eigenen Unterschrift.

"So reduzieren wir den persönlichen Kontakt zwischen den Empfängern und unseren Zustellern und vermeiden eine mögliche Übertragung von Viren über Handscanner und Stift", betonte das Unternehmen.

Wem selbst das noch zuviel Kontakt ist, dem rät das Unternehmen, sich seine Pakete an eine Packstation senden zu lassen oder einen Ablageort für die Lieferung zu vereinbaren.

Die Deutsche Post verzichtet auf Unterschriften bei Paketen und Einschreiben. 
Die Deutsche Post verzichtet auf Unterschriften bei Paketen und Einschreiben.  © Carsten Koall/dpa

Update, 18. März, 12.15 Uhr: Franzosen müssen bei Verstoß gegen Ausgangssperre 135 Euro zahlen

In Paris haben Kontrollen wegen der in Frankreich verhängten Ausgangssperre im Kampf gegen das Coronavirus zugenommen. Die Polizei überprüfte am Mittwoch vermehrt Ausgangsformulare in den Straßen der französischen Hauptstadt, vor allem in der Nähe der Sehenswürdigkeiten. Vor dem Eiffelturm wurden Jogger, Passanten und Autofahrer kontrolliert. Auch auf der Prachtstraße Champs-Élysées gab es Kontrollen. Die landesweite Ausgangssperre war Dienstagmittag in Kraft getreten.

Bis Mittwochmorgen habe es rund 10.000 Kontrollen gegeben, teilte die Pariser Polizeipräfektur auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Zudem seien 518 Verwarnungen ausgesprochen worden.

Wer gegen die Vorgaben der Ausgangssperre verstößt, muss seit Mittwoch ein Bußgeld in Höhe von 135 Euro zahlen. Bei schweren Verstößen gebe es eine Geldstrafe von 375 Euro. Das entsprechende Dekret sei am Mittwoch veröffentlicht worden, teilte Innenminister Christophe Castaner auf Twitter mit.

Die Metro fuhr am Mittwoch regelmäßig, allerdings weniger als normal. Die Wagen waren fast menschenleer. In den Supermärkten ist die Lage unterschiedlich. Teilweise stehen die Leute vor den Läden Schlange. Vor anderen Supermärkten gibt es keinen Andrang, die Zahl der Menschen, die eingelassen werden, ist aber begrenzt. Wachpersonal kontrolliert. Drinnen sind die Regale wieder aufgefüllt.

Die Franzosen dürfen nur aus triftigen Gründen vor die Tür, dafür müssen sie bei jedem Ausgang ein Formular ausfüllen und dieses bei sich tragen. Erlaubt sind beispielsweise Lebensmittel einkaufen, zur Arbeit fahren und allein Sport machen. Den Grund müssen die Menschen auf dem Formular ankreuzen sowie ihren Namen, ihr Geburtsdatum und den Wohnort eintragen. Das Formular auf dem Smartphone auszufüllen und vorzuzeigen, reicht nicht aus. Wer keinen Drucker hat, kann die Angaben nach Behördenangaben auch handschriftlich festhalten.

Update, 18. März, 12.10 Uhr: Kultusministerkonferenz berät über Abiturtermine

Nachdem Bayern und Mecklenburg-Vorpommern eine Verschiebung ihrer Abiturprüfungen angekündigt haben, wird beraten, welche Folgen das für die vereinbarten gemeinsamen Abiturtermine der Länder hat. Man kläre diese Frage gerade, sagte ein Sprecher der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) am Mittwoch.

Für die Organisation der Prüfungen ist zwar jedes Bundesland selbst zuständig. In Mathematik und Deutsch sollte aber nach den bisherigen Plänen in den meisten Bundesländern am gleichen Termin das Abitur geschrieben werden: Das Deutsch-Abitur am 30. April, das in Mathematik am 5. Mai. Zudem gibt es weitere zentrale Termine für Englisch (24. April oder 8. Mai) und Französisch (28. April und 11. Mai).

Bayern hatte am Mittwoch angekündigt, den Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai zu verschieben. Auch Mecklenburg-Vorpommern hatte eine Verschiebung beschlossen und am Dienstag mitgeteilt, dass es im März und April keine Prüfungen zur Mittleren Reife und zum Abitur geben werde.

Ein Duden liegt auf dem Lehrerpult im Abitur-Prüfungsraum eines Gymnasiums. 
Ein Duden liegt auf dem Lehrerpult im Abitur-Prüfungsraum eines Gymnasiums.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 18. März, 12.05 Uhr: 19 Tage Ausgangssperre in Belgien

Die Menschen in Belgien sollen 19 Tage lang zu Hause bleiben, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Am Mittwochmittag begann eine Ausgangssperre für die fast 11,5 Millionen Einwohner des Landes, das eine Reihe wichtiger Einrichtungen der Europäischen Union und der Nato beherbergt. Alle Unternehmen müssen - wo immer möglich - Telearbeit einführen, sonst drohen hohe Bußgelder. Die Polizei werde die Einhaltung der Regeln kontrollieren, beschloss der Nationale Sicherheitsrat am Dienstagabend.

Ausnahmen von der Ausgangssperre sind für wichtige Besorgungen vorgesehen. Die Menschen dürfen ihre Wohnungen zur Arbeit, zum Einkaufen von Lebensmitteln und Medikamenten, für Arztbesuche und Post- oder Bankgeschäfte verlassen. Auch Buch- und Zeitungsläden bleiben geöffnet. Spaziergänge und Sport an der frischen Luft sind nicht nur erlaubt, sondern sogar angeraten, sagte Ministerpräsidentin Sophie Wilmès bei der Vorstellung der Maßnahmen.

Die Bürger dürfen jedoch maximal mit einer Begleitperson auf die Straße gehen und müssen mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen halten. Der Zugang zu Supermärkten wird begrenzt, damit Kunden sich nicht im Gedränge mit dem Coronavirus anstecken. Der Schulunterricht wurde bereits am Montag für drei Wochen eingestellt. Eltern können ihre Kinder aber in die Schulen bringen, wenn sie zur Arbeit müssen und keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Dies wurde Medien zufolge in den ersten Tagen nur sehr wenig genutzt.

Es gehe darum, sich selbst und "unsere Liebsten zu schützen", sagte Wilmès. Der "soziale Abstand", der die Virus-Ausbreitung bremsen soll, sei aber lediglich als körperlicher Abstand zu verstehen. Die Menschen sollten ihre sozialen Kontakte pflegen, ohne sich dabei nahe zu kommen: "Sorgen Sie gut für sich selbst, sorgen Sie gut für die anderen", riet die Regierungschefin.

In Belgien stieg die Zahl der Infektionen nach Angaben der Gesundheitsbehörden vom Mittwoch um 243 auf nunmehr 1486, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. In Krankenhäusern wurden demnach 496 Patienten wegen Covid-19 behandelt, davon 100 auf der Intensivstation. 14 seien seit Beginn der Krise gestorben, der jüngste war 59 Jahre alt.

Update, 18. März, 12 Uhr: Tübinger Mediziner wollen Medikament gegen Coronavirus an Menschen testen

Das Tübinger Institut für Tropenmedizin will das Medikament Chloroquin im Kampf gegen Corona-Erkrankungen testen. Wie Institutsdirektor Peter Kremsner am Mittwoch mitteilte, soll in der kommenden Woche mit einer Studie an Menschen begonnen werden. Zuvor hatte der SWR berichtet.

Alle Infos dazu findest Du >>> Hier

Update, 18. März, 11.45 Uhr: Das sind die aktuellen Zahlen des Virus

Aktuell haben sich in Deutschland 9821 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 27 Todesfälle gibt es bislang. Den größten Anteil in Prozenten hat dabei Nordrhein-Westfalen mit 36 Prozent gefolgt von Baden-Württemberg mit 17 Prozent und Bayern mit 14 Prozent. 

Die aktuellen Zahlen aus Deutschland. 
Die aktuellen Zahlen aus Deutschland.  © TAG24
Die Aufteilung der Zahlen in Prozenten nach Bundesländern. 
Die Aufteilung der Zahlen in Prozenten nach Bundesländern.  © TAG24
Die Zahlen der derzeit Infizierten weltweit. Deutschland steht dabei sogar vor China. 
Die Zahlen der derzeit Infizierten weltweit. Deutschland steht dabei sogar vor China.  © TAG24

Update, 18. März, 11.10 Uhr: Weitere Spieler von Handball-Bundesligist infiziert

Das Coronavirus hat den Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen mit voller Wucht erfasst. Die Mannheimer teilten am Mittwoch mit, dass es nach Rückraumspieler Mads Mensah weitere Akteure innerhalb der Mannschaft gebe, die sich mit dem neuen Virus infiziert haben.

Alle Infos dazu findest Du >>> HIER.                                          

Titelfoto: Gustavo Cuevas/EFE/dpa

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