Coronavirus in NRW: Verzögerungen bei Impfungen

Köln – Die NRW-Politik hat auf die steigenden Corona-Zahlen mit neuen Maßnahmen reagiert. Wir geben einen Überblick auf auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die Corona-Zahlen bleiben in NRW auf hohem Niveau.
Die Corona-Zahlen bleiben in NRW auf hohem Niveau.  © Fabian Strauch/dpa

In der Corona-Pandemie ist eine wichtige Kennziffer weiter leicht gesunken.

In den vergangenen sieben Tagen meldeten die Gesundheitsämter 113 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner, wie aus Angaben des Robert Koch-Instituts am Mittwochmorgen hervorgeht.

Vor einer Woche lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 141,8 und am Vortag bei 117,7.

Die Zielmarke von unter 50 bleibt im Landesschnitt aber noch weit entfernt. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle stieg in dem Bundesland den Angaben zufolge um 167 auf 9473.

Auch andere positive Entwicklungen waren zu erkennen: Erstmals seit langer Zeit lag Bielefeld nicht mehr über der 200er-Schwelle, die Inzidenz betrug dort 190,6.

Nur in Höxter war der Wert mit 196,1 höher. Am anderen - also positiven - Ende der Inzidenz-Tabelle war Münster mit einem Sieben-Tage-Wert von 45. Es gab keine andere kreisfreie Stadt beziehungsweise keinen Landkreis in NRW unter 50.

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Update, 20. Januar, 10.32 Uhr: Verzögerungen bei Impfungen

Wegen der verzögerten Lieferung des Corona-Impfstoffs von Biontech verschiebt Nordrhein-Westfalen den Start der Impfungen für über 80-Jährige, die zu Hause leben.

Die 53 Impfzentren im Land nähmen ihren Betrieb nun erst am 8. Februar auf - eine Woche später als bislang geplant

Das Land NRW hat auch einen sofortigen Impfstopp in Krankenhäusern verhängt, die mit Biontech-Impfstoff versorgt werden. Grund seien Lieferprobleme, heißt es in einer E-Mail des Gesundheitsministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Ein Ministeriumssprecher bestätigte am Mittwoch die Echtheit des Schreibens. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

Update, 20. Januar, 10.01 Uhr: Rund 350.000 Menschen in NRW geimpft

In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher rund 350.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Alleine in dieser Woche sei die Zahl der Erstimpfungen um 67.000 gestiegen, circa 30.000 weitere Verabreichungen kämen bis Ende dieser Woche noch hinzu, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Zuletzt führten Lieferengpässe dazu, dass die Impfaktion nicht so schnell vorankam wie gedacht.

Update, 20. Januar, 9.05 Uhr: Tausende Freiwillige helfen in der Krise

Die Zahl der Freiwilligen aus Gesundheitsberufen, die bereit sind, in der Corona-Krise zu helfen, steigt rasant. Innerhalb eines Monats hat sie sich im Freiwilligenregister NRW fast verdoppelt.

Update, 20. Januar, 9.05 Uhr: Kölner Brauerei Päffgen wartet auf Novemberhilfen

Die Kölner Kölsch-Brauereien kämpfen in der Corona-Pandemie ums Überleben. Die Traditionsbrauerei Päffgen gab jetzt einen Einblick und schimpfte auch über bislang nicht gezahlte November-Hilfen der Regierung.

Update, 20. Januar, 7.21 Uhr: Bier-Absatz in Flaschen steigt

Seit Kneipen und Restaurants wegen der Corona-Krise geschlossen haben, holen die Deutschen sich den Bier-Genuss nach Hause. Dabei sind besonders regionale Biersorten stark in der Gunst der Verbraucher gestiegen.

In den deutschen Supermärkten und im Getränkehandel nahm der Absatz von Hell um 19,2 Prozent und von Weizenbier um 5,3 Prozent zu, wie die Brauerei Veltins mit Verweis auf Daten der Marktforscher Nielsen für die ersten zehn Monate 2020 am Dienstag berichtete.

Der Absatz von Kölsch wuchs mit 2,8 Prozent so stark wie der von Pils. Bei Export (minus 2,3 Prozent) und Alt (minus 0,2 Prozent) gab es Rückgänge.

Update, 20. Januar, 7.19 Uhr: NRW vor Beschluss von neuen Corona-Regeln

Das nordrhein-westfälische Kabinett soll an diesem Mittwoch über die konkrete Umsetzung der neuen Bund-Länder-Beschlüsse zur Corona-Krise beraten.

Nach mehrstündigen Beratungen der Länderchefs mit der Kanzlerin hatte Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) aber am Dienstagabend bereits angekündigt, dass es im Bildungsbereich vorerst bei den bisherigen Regelungen bleiben solle.

Entscheidungen über Schulpolitik und Kitas sind prinzipiell Ländersache.

Im Grundsatz bedeutet der Bund-Länder-Beschluss laut Laschet, auch in NRW bis zum 14. Februar weiterhin keinen Präsenzunterricht in den Schulen anzubieten.

Update, 19. Januar, 17.04 Uhr: Ü-80-Jährige haben keinen sofortigen Corona-Impfanspruch gegenüber dem Land

Über-80-Jährige können nicht vom Land Nordrhein-Westfalen eine sofortige Impfung gegen Corona verlangen. Das erklärte das Verwaltungsgericht Düsseldorf in einer Mitteilung zu zwei Eilentscheidungen am Dienstag und wies darauf hin, dass die Kreise und kreisfreien Städte für die Terminvergabe in Impfzentren verantwortlich seien und nicht das Land als Aufsichtsbehörde. Die Richter lehnten die Anträge auf Erlass einstweiliger Anordnungen eines Ehepaares und eines Mannes ab.

"Ein etwaiger Anspruch ist gegenüber der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde zu verfolgen", erklärte das Verwaltungsgericht Düsseldorf. Ihr obliege insbesondere die Entscheidung über die Impfberechtigung im Einzelfall.

Sie müsste klären, ob Personen über die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission hinaus einen Anspruch auf vorrangige Impfung hätten und ob im Hinblick auf bislang nicht berücksichtigte Vorerkrankungen eine Einzelfallentscheidung über die Regelungen der Coronavirus-Impfverordnung hinaus zu ermöglichen sei.

Update, 19. Januar, 15.33 Uhr: Kölner Inzidenz bei 98,5

Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 98,5 und die Reproduktionszahl bei 0,94. 246 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 74 auf Intensivstationen.

Dem Gesundheitsamt wurden zwei weitere verstorbene Personen gemeldet, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden: ein 56-Jähriger und ein 88-Jähriger, beide mehrfach vorerkrankt.

Bislang sind damit 397 Kölnerinnen und Kölner verstorben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. Aktuell sind 1.375 Kölnerinnen und Kölner mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 19. Januar, 14.49 Uhr: SPD-Bundestagsfraktionschef für Verlängerung der Corona-Maßnahmen

Angesichts der Gefahr durch das mutierte Coronavirus hat sich SPD-Bundestagsfraktionschef Rolf Mützenich (61) für eine Verlängerung der derzeitigen Schutzmaßnahmen ausgesprochen.
Angesichts der Gefahr durch das mutierte Coronavirus hat sich SPD-Bundestagsfraktionschef Rolf Mützenich (61) für eine Verlängerung der derzeitigen Schutzmaßnahmen ausgesprochen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Angesichts der Gefahr durch das mutierte Coronavirus hat sich SPD-Bundestagsfraktionschef Rolf Mützenich für eine Verlängerung der derzeitigen Schutzmaßnahmen ausgesprochen. Es sei richtig, "die Maßnahmen für eine gewisse Zeit noch zu verlängern", sagte Mützenich am Dienstag nach einer Sitzung der SPD-Landtagsfraktion in Düsseldorf.

Allen sei aber klar, welche Belastungen durch diese Entscheidungen getroffen würden. "Die Menschen sind teilweise an der Grenze der Belastbarkeit", sagte Mützenich. Er sei aber zuversichtlich, dass die Schutzmaßnahmen "eine größere Stabilität" in der Infektionslage gäben und dass es in den kommenden Wochen zu einem anderen Pandemieverlauf komme. "Wir werden Licht am Ende des Tunnels in den nächsten Wochen sehen."

Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wollen am Nachmittag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie entscheiden. Es zeichnete sich eine Fortsetzung des Lockdowns bis in den Februar hinein ab.

Update, 19. Januar, 13.17 Uhr: SPD will FFP2-Masken für NRW-Bürger auf Staatskosten

Die SPD-Opposition im Landtag will alle Bürger in Nordrhein-Westfalen mit FFP2-Masken auf Staatskosten ausstatten. Die SPD werde am Donnerstag beantragen, dafür eine halbe Milliarde Euro bereit zu stellen, kündigte SPD-Fraktionsvizechefin Lisa-Kristin Kapteinat am Dienstag an.

Die Gesundheitsversorgung dürfe nicht vom Einkommen abhängen. "Wir wollen, dass alle Menschen in NRW FFP2-Masken kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Das muss die Landesregierung jetzt sicherstellen – unabhängig davon, ob eine Maskenpflicht für NRW kommt oder nicht."

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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