Coronavirus in NRW: Inzidenz seit Monaten das erste Mal wieder unter 100

Köln – Nach monatelangem Corona-Lockdown gibt es Pläne zur weiteren Pandemie-Bekämpfung. Wir geben einen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist in NRW am Samstag das erste Mal seit knapp drei Monaten mit 92,4 unter den Wert von 100 gefallen. (Symbolbild)
Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist in NRW am Samstag das erste Mal seit knapp drei Monaten mit 92,4 unter den Wert von 100 gefallen. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist in Nordrhein-Westfalen am Samstag das erste Mal seit knapp zwei Monaten mit 92,4 unter den Wert von 100 gefallen. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

Am Freitag hatte die Kennziffer, die die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, noch 103,4 betragen.

Letztmals unter der für die Bundes-Notbremse entscheidenden Schwelle von 100 hatte der NRW-Durchschnittswert am 22. März mit 99,6 gelegen.

In 33 der 53 Kreise und kreisfreien Städte ist die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen unter diesen Wert gefallen, der nach mehreren Tagen unter anderem Öffnungen der Außengastronomie erlaubt.

Über dem Wert von 165, ab dem es keinen Präsenzunterricht in Schulen geben darf, liegen nur noch Hagen (201,9) und Leverkusen (174,1). Den niedrigsten Wert wies am Samstag weiter Münster mit 28,5 auf.

Den Daten zufolge wurden in NRW binnen eines Tages 1685 Neuinfektionen gemeldet. Am Samstag vergangener Woche waren es 3534 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 32 auf 16.222.

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Update, 15. Mai, 12.31 Uhr: Neuer Masken-Auftrag für van Laack: SPD stellt Nachfragen

Nachdem der Hemdenhersteller van Laack sich einen umstrittenen Auftrag über 1,25 Millionen Stoffmasken für die NRW-Polizei gesichert hat, stellt die SPD Nachfragen im Landtag.

Über eine Kleine Anfrage will die Opposition unter anderem wissen, welche Unternehmen sich außer van Laack an der Ausschreibung beteiligt haben. Der Auftrag hatte für Aufsehen gesorgt, weil ihn van Laack schon einmal bekommen hatte, und zwar im November 2020 - damals für 1,30 Euro pro Maske.

Update, 15. Mai, 11.19 Uhr: Anfrageflut auf Camping-Plätze: "Wir werden wirklich überrannt"

Die Campingplatzbetreiber erleben angesichts der in Aussicht gestellten Lockerungen eine Anfrageflut. Noch gelten in den Bundesländern aber unterschiedliche Regelungen. (Symbolfoto)
Die Campingplatzbetreiber erleben angesichts der in Aussicht gestellten Lockerungen eine Anfrageflut. Noch gelten in den Bundesländern aber unterschiedliche Regelungen. (Symbolfoto)  © Carsten Rehder/dpa

Die Campingplatzbetreiber erleben angesichts der in Aussicht gestellten Lockerungen eine Anfrageflut. "Wir werden wirklich überrannt", sagte der NRW-Präsident des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland, Leo Ingenlath.

Die E-Mail-Postfächer platzten förmlich vor Anfragen, und auch die Telefone der Betreiber stünden nicht mehr still.

Viele Plätze seien bereits ab Ostern reserviert gewesen. Mangels Öffnungsmöglichkeiten sei dann Vieles storniert worden.

Zurzeit versuchten noch viele Camper für Pfingsten etwas zu erhaschen. Dabei spiele das Reiseziel kaum noch eine Rolle. "Ich habe den Eindruck, die Leute wollen einfach nur raus aus den eigenen vier Wänden", sagte Ingenlath.

Bei manchen Anfragen nach freien Kapazitäten gehe es erst später darum, wo der Campingplatz eigentlich liege und wo man mit seiner Anfrage letztlich gelandet sei.

Update, 14. Mai, 19.46 Uhr: Gesundheitsminister Spahn gegen Corona geimpft

Auch Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) zählt seit dem heutigen Freitag zu den Geimpften. Er hat sich von seinem Hausarzt im münsterländischen Legden gegen Corona impfen lassen.

Der 40-Jährige erhielt den Impfstoff der Firma AstraZeneca. Er habe sich nach einem Gespräch mit dem Arzt bewusst dafür entschieden, erklärte er nach Angaben eines Sprechers. Für den kompletten Schutz brauche Spahn nur eine Impfung, da er bereits eine Corona-Erkrankung durchgemacht habe, sagte der Sprecher weiter.

Update, 14. Mai, 16.49 Uhr: Fast zehn Prozent der NRW-Bevölkerung vollständig geimpft

Fast jeder zehnte Bürger in Nordrhein-Westfalen ist vollständig gegen Corona geimpft. 9,7 Prozent der Bevölkerung hätten nach Zahlen des Robert Koch-Instituts inzwischen den kompletten Impfschutz erhalten, teilte die Staatskanzlei am Freitag in Düsseldorf mit. Diese Menschen genießen damit wieder mehr Freiheiten. Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und strenge Quarantäneregeln gelten für sie nicht mehr. Vollständig Geimpfte müssen im Einzelhandel oder beim Friseur auch keinen negativen Schnelltest mehr vorlegen.

Die Impfkampagne in NRW erreichte demnach am vergangenen Mittwoch mit rund 277.660 geimpften Menschen einen neuen Tagesrekord. 1,5 Prozent der gesamten Landesbevölkerung seien damit allein an dem Tag geimpft worden. Inzwischen hätten drei Viertel der über 60-jährigen Menschen eine Corona-Impfung bekommen. Die Quote der Erstimpfungen lag den Angaben zufolge am Freitag bei 37,9 Prozent. Mehr als 6,8 Millionen hätten den ersten Impfschutz erhalten.

"Mehr Schutz für immer mehr Menschen - es geht mit großen Schritten voran", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU). Der neue Tagesrekord bei den Impfungen mache Mut. "Mit jeder Impfung bauen wir an der Brücke zu mehr Perspektiven im Sommer."

Update, 14. Mai, 16.28 Uhr: Außen-Gastro: In diesen Kreisen und Städten kehrt ein Stück Leben zurück

Fünf Kreise und zwei kreisfreie Städte machen in Nordrhein-Westfalen den Anfang bei den Öffnungsschritten in der Gastronomie und bei den Hotels.

Wie aus einer Allgemeinverordnung des Landes NRW hervorgeht, können die Lockerungen ab diesem Samstag im Kreis Soest, dem Rhein-Sieg-Kreis, der Stadt Mülheim an der Ruhr und dem Kreis Viersen umgesetzt werden.

Für sie gilt die bundesweite Notbremse mit einem stabilen Wert unterhalb der Schwelle von unter 100 bei den Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen bereits nicht mehr.

Update, 14. Mai, 15.00 Uhr: 2412 Kölner mit Corona infiziert, Inzidenz bei 112,5

Stand heute gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 51.040. (Vortag: 50.869) bestätigten Corona-Virus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 112,5 und die Reproduktionszahl bei 0,82.

321 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 121 Personen auf Intensivstationen. In Kölner Krankenhäusern gibt es aktuell 17 freie Intensivplätze.

Dem Gesundheitsamt wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet: eine 67-Jährige, mehrfach vorerkrankt. Bislang sind 673 Kölner verstorben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden.

Aktuell sind 2.412 Bürgerinnen und Bürger der Domstadt mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 14. Mai, 9.47 Uhr: Münster mit niedrigster Corona-Neuinfektionsrate, Gastronomie öffnet

Die Stadt Münster bereitet sich auf die Öffnung der Außengastronomie an diesem Wochenende vor.
Die Stadt Münster bereitet sich auf die Öffnung der Außengastronomie an diesem Wochenende vor.  © Guido Kirchner/dpa

Münster bereitet sich auf die Öffnung der Außengastronomie an diesem Wochenende vor. Oberbürgermeister Markus Lewe sprach am Freitag im WDR-Radio von einem wichtigen Schritt in die richtige Richtung.

"Ich gehe davon aus, dass wir mit der Außengastronomie anfangen werden", sagte der CDU-Politiker. Münster hat nach jüngsten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) die niedrigste Corona-Neuinfektionsrate in ganz NRW.

Ab Samstag gilt hier die aktualisierte Coronaschutz-Verordnung. Sie erlaubt unter anderem eingeschränkte Öffnungen der Außengastronomie, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Werktagen unter 100 Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner liegt. Zugang haben negativ Getestete, Geimpfte und Genesene. Innenbereiche dürfen ab einer stabilen Inzidenz unter 50 wieder geöffnet werden.

Münster gehörte bei der Vorstellung der Neuregelung am vergangenen Mittwoch zu den sieben Städten und Kreisen mit stabiler Inzidenz unter 100. Am Freitag lag die Stadt laut RKI sogar bei der landesweiten Bestmarke von 35,5. "Wenn wir unter 50 bleiben - einiges spricht dafür - dann wird es demnächst auch wieder ein lecker gezapftes Bierchen, natürlich mit den entsprechenden Hygienemaßnahmen, in den Gaststätten geben", sagte Lewe.

Münster gehört zu den Projekt-Kommunen in NRW, die Öffnungen erproben. Inzwischen sei die Stadt mit breiter Schnelltest-Infrastruktur, zahlreichen Hygienemaßnahmen und digitalen Möglichkeiten, Kontakte nachzuverfolgen, ganz anders gerüstet als vor ein paar Monaten, sagte Lewe.

Angesichts der Vielzahl der Sicherheitsmaßnahmen sei die Gefahr größer, dass sich jemand auf dem Weg ins Restaurant infiziere als im Restaurant selbst. Zudem gebe es jederzeit die Chance, "wieder auf die Bremse zu treten".

Update, 13. Mai, 15.53 Uhr: Kölner Inzidenzwert sinkt weiter: 119,1

In der Stadt Köln gibt es am heutigen Donnerstag, 13. Mai 2021, den ingesamt 50.869. (Vortag: 50.701) bestätigten Coronavirus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 119,1 und die Reproduktionszahl bei 0,89. Im Krankenhaus befinden sich derzeit 337 in stationärer Quarantäne, davon 132 Personen auf Intensivstationen. Das bedeutet, dass es in den Kölner Krankenhäusern aktuell 16 freie Intensivplätze gibt.

Dem Gesundheitsamt wurden sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet: ein 90-Jähriger, eine 57-Jährige, eine 72-Jährige, eine 85-Jährige und ein 78-Jähriger. Sie alle waren mehrfach vorerkrankt. Bei einer 75-Jährigen konnten keine Vorerkrankungen ermittelt werden.

Aktuell sind 2555 Kölnerinnen und Kölner mit dem Coronavirus infiziert, teilte die Stadt Köln mit.

Update, 13. Mai, 11 Uhr: Inzidenz in NRW sinkt erneut - Münster unter 50

In Münster ist die Inzidenzzahl unter 50 gesunken. Wenn der Wert stabil bleibt, sind dort weitere Lockerungen möglich.
In Münster ist die Inzidenzzahl unter 50 gesunken. Wenn der Wert stabil bleibt, sind dort weitere Lockerungen möglich.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen erneut gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag nach Angaben Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag bei 111,4.

Am Mittwoch hatte die Kennziffer, die die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche angibt, bei 116,2 gelegen, am Dienstag bei 123,2.

20 der 53 Kreise und kreisfreien Städte sind mittlerweile wieder unter die Schwelle von 100 gefallen. Bei einer stabilen Inzidenz unter 100 sollen in NRW etwa Öffnungen von Außengastronomie und Campingplatzen erlaubt werden.

Am besten sah die Lage am Donnerstag in Münster aus. Für die Stadt gab das RKI einen Wert von 42,5 an. Bei einer stabilen Inzidenz unter 50 sind weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen möglich. Den höchsten Wert verzeichneten dagegen die Städte Hagen (216,2) und Leverkusen (200,3).

Den Daten zufolge wurden in NRW binnen eines Tages 3947 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 66 auf 16.170.

Update, 12. Mai, 21.02 Uhr: Arbeitgeber-Bescheinigung für Impftermin beim Arzt

Das Land hat eine Musterbescheinigung für Arbeitgeber veröffentlicht, die Berufsgruppen der Priorität 3 für eine Impfung bei einem Arzt vorlegen können.

Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, gehören zu dieser Gruppe unter anderem Beschäftigte bei Polizei, Feuerwehr, Apotheken, Medien oder Energieversorgern. Die Bescheinigung als Nachweis des Anspruchs auf Schutzimpfung sei nur für die Vorlage bei den Praxen der niedergelassenen Ärzte gedacht, betonte das Ministerium.

Arztpraxen können bereits jetzt allen Personen, die nach der Coronavirus-Impfverordnung zu dieser Priorität gehören, ein Impfangebot unterbreiten. Der Impfstoff in den Praxen sei aber noch sehr begrenzt und der Andrang groß, erklärte das Ministerium.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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