Nach Corona-Ausbruch in Disko: Gesundheitsamt vor der Kapitulation

Bad Segeberg - Hilferuf aus Schleswig-Holstein: Der massive Anstieg der Corona-Infektionen stellt den Infektionsschutz des Kreises Segeberg vor große Probleme.

Hunderte Partygäste müssen nach einem Corona-Ausbruch in einer Disco in Isolation. (Symbolbild)
Hunderte Partygäste müssen nach einem Corona-Ausbruch in einer Disco in Isolation. (Symbolbild)  © Markus Scholz/dpa

Aufgrund der Situation werde die Nachverfolgung von Kontaktpersonen ab sofort auf ein Mindestmaß zurückgefahren, teilte der Kreis am Montag mit. Der Versand der täglichen Fallzahlen-Pressemitteilung werde bis auf Weiteres eingestellt.

Auch konkrete und verlässliche Zahlen zu den Ausbruchsgeschehen in den Diskotheken sowie zum weiteren Infektionsgeschehen könnten deshalb nicht mitgeteilt werden.

Der Kreis habe am Wochenende personelle Unterstützung bei der Bundeswehr angefordert, die bereits gewährt wurde, hieß es. Zusätzlich zu diesen acht bis zehn Personen werden weitere Mitarbeiter aus den Reihen der Verwaltung kurzfristig in den Infektionsschutz abgeordnet.

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Nach einem Corona-Ausbruch in der Diskothek "Joy" in Henstedt-Ulzburg sowie weiteren Clubs im Kreisgebiet hatte der Kreis für mehrere Hundert Gäste eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet, die am 24. und 25. Dezember dort gefeiert hatten.

In allen Diskotheken seien mit Stand Freitag mehrere Omikron-Fälle bei Gästen nachgewiesen worden. Bei einer Vielzahl von Betroffenen mit positiven Schnelltests stünden die Ergebnisse der PCR-Tests noch aus, teilte der Kreis mit. Aktuelle Ergebnisse lagen zunächst nicht vor.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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