Dritter Castor-Transport: Hier planen Gegner erneut Proteste
Von Marc Herwig
Jülich/Ahaus - Anti-Atomkraft-Initiativen erwarten am Dienstagabend den dritten Transport von hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus.
Eine offizielle Bestätigung für den geplanten Transport durch Nordrhein-Westfalen gibt es nicht. Atomkraftgegner planen für Dienstagabend dennoch an mehreren Stellen Proteste gegen den Castor-Transport.
Am Forschungszentrum in Jülich bei Aachen planen Initiativen ab 18 Uhr eine Mahnwache. Am Ziel des Transports in Ahaus ist ab 18.30 Uhr eine Fahrrad-Demo durch die Innenstadt geplant.
Die Demo soll mit einer Mahnwache auf einer Kreuzung enden, über die der Castor-Transport nach Angaben der Initiativen fahren muss.
Zuletzt hatten sich wenige hundert Menschen an den Protesten gegen die Atommüll-Transporte beteiligt.
Der erste beiden Transporte von Atommüll-Behältern aus Jülich nach Ahaus waren in den vergangenen Wochen ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Polizei begleitet die stark gesicherten Transporte jeweils mit einem Großaufgebot.
In den Behältern werden insgesamt gut 288.000 tennisballgroße Brennelemente aus dem Versuchsreaktor transportiert. Der Reaktor war ein Kugelhaufen-Hochtemperaturreaktor. Die Anlage war von 1967 bis 1988 in Betrieb.
Titelfoto: David Ebener/dpa
