Krieg spielt große Rolle: Tausende Menschen demonstrieren in NRW bei Ostermärschen
Von Petra Albers
Bonn - In mehr als einem Dutzend nordrhein-westfälischen Städten sind in diesem Jahr Ostermärsche geplant. Sie stünden vor allem unter dem Eindruck der Kriege in der Ukraine und in Nahost, erklärte das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn.
Die Friedensbewegung fordere von der Bundesregierung diplomatische Initiativen zur Beendigung der Kriege, eine Stärkung des Völkerrechts und Einsatz für die Leidtragenden der Kriege. Weiteres zentrales Thema sei die Ablehnung der Wehrpflicht.
Die größte Veranstaltung in NRW ist der am Samstag startende traditionelle dreitägige Ostermarsch Rhein-Ruhr von Duisburg nach Dortmund.
Er steht unter dem Motto "Friedensfähig statt kriegstüchtig". Weitere Ostermärsche am Samstag sind unter anderem in Münster, Düren, Wuppertal, Bonn, Bielefeld, Düsseldorf und Köln geplant.
Bereits am Karfreitag soll es Ostermarsch-Demonstrationen am Haupttor der Urananreicherungsanlage in Gronau und auf dem ehemaligen Militärflughafen in Gütersloh geben. Am Ostermontag starten zudem ein Ostermarsch in Dülmen und eine Fahrraddemo in Krefeld.
Bundesweit sind nach Angaben der Friedenskooperative rund 100 Demonstrationen geplant.
2025 hätten sich insgesamt mehr als 40.000 Menschen an den Ostermärschen beteiligt, deutlich mehr als in den vorherigen Jahren. Angesichts der aktuellen Weltlage könnten es in diesem Jahr noch mehr Teilnehmer werden, sagte ein Sprecher.
Titelfoto: Marius Becker/dpa
