Sicherheit statt Angst vor nächster Kündigungswelle: Gewerkschaften demonstrieren in Stuttgart

Von Robin Wille

Stuttgart - Unter dem Motto "Kommunen am Limit - Menschen brauchen Zukunft" haben die Gewerkschaften IG Metall, ver.di und der Deutsche Gewerkschaftsbund in Stuttgart demonstriert.

Gewerkschafter von IG Metall, ver.di und Deutschem Gewerkschaftsbund zeigten Flagge.
Gewerkschafter von IG Metall, ver.di und Deutschem Gewerkschaftsbund zeigten Flagge.  © Marcel Gnauck/dpa

Der Kundgebung auf dem Schlossplatz am Samstagmittag schlossen sich nach Angaben einer Sprecherin der IG Metall Baden-Württemberg rund 7500 Menschen an.

Ein Sprecher der Stuttgarter Polizei konnte zunächst keine Einschätzung zur Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgeben.

Einer Mitteilung zufolge hätten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer "gegen Sozialstaats‑Bashing, die finanzielle Auszehrung der Kommunen, Angriffe auf Arbeitsrechte sowie gegen politische Untätigkeit bei zentralen Zukunftsfragen" protestiert.

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Industrie und Kommunen gehörten untrennbar zusammen. Beide bräuchten politische Entscheidungen, die Sicherheit schaffen, statt Unsicherheit zu vergrößern.

Gewerkschaften forderten "aktive Industrie- und Standortpolitik, die Arbeitsplätze sichert"

Rund 7500 Demo-Teilnehmer wurden am Samstag gezählt.
Rund 7500 Demo-Teilnehmer wurden am Samstag gezählt.  © Marcel Gnauck/dpa

"Die Menschen brauchen Sicherheit, keine Angst vor der nächsten Kündigungswelle", sagte IG-Metall-Bezirksleiterin Barbara Resch laut Mitteilung.

Politik und Arbeitgeber würden zu wenig Verantwortung übernehmen. "Wer Investitionen verschiebt, Arbeitsplätze verlagert und gleichzeitig am Sozialstaat sägt, der bremst Innovation aus und zerstört Vertrauen", sagte Resch.

Die Gewerkschaften forderten entschlossenes Handeln und unter anderem eine "aktive Industrie- und Standortpolitik, die Arbeitsplätze sichert und Zukunftstechnologien im Land hält" und eine verlässliche finanzielle Ausstattung der Kommunen.

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"Wer unsere Demokratie retten will, sollte mit den Kommunen anfangen", sagte ver.di-Landeschefin Maike Schollenberger laut Mitteilung. Sparpolitik sei nicht die Lösung, sie sei der Grund für die kommunale Krise.

Titelfoto: Marcel Gnauck/dpa

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