"Wir haben es satt!": Tausende demonstrieren in Berlin für andere Landwirtschaft

Von Andreas Rabenstein

Berlin - Mehrere tausend Menschen haben in Berlin parallel zur Grünen Woche für eine umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft demonstriert.

Vom Brandenburger Tor aus zog die Großdemo am Mittag durch das Berliner Regierungsviertel.
Vom Brandenburger Tor aus zog die Großdemo am Mittag durch das Berliner Regierungsviertel.  © Annette Riedl/dpa

Unter dem schon in den vergangenen Jahren genutzten Motto "Wir haben es satt!" versammelten sie sich am Mittag am Brandenburger Tor und zogen durch das Regierungsviertel.

Aufgerufen hatte ein Bündnis aus rund 60 Initiativen aus der Landwirtschaft und der Tier- und Umweltschutzbewegung. Die Veranstalter wollten eine konkrete Zahl von Teilnehmern im Laufe des Tages veröffentlichen.

Auch etwa 25 Traktoren waren aufgefahren und nahmen teil. Viele Plakate unter anderem von Öko-Landwirten waren zu sehen. "Bauernhöfe statt Agrarindustrie", stand auf einem Banner. "Haltung zeigen", "Agrarwende"und "Zukunftsfähige Landwirtschaft" auf anderen.

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"Die schwarz-rote Bundesregierung macht eine Agrarpolitik von vorgestern und gefährdet unsere Zukunft", kritisierten die Veranstalter. Die Koalition aus Union und SPD habe die Förderung einer besseren Tierhaltung gestrichen und verschleppe die Einführung einer staatlichen Tierhaltungskennzeichnung.

Auf Schildern wurde unter anderem gegen die Vormacht von Großkonzernen in der Agrarindustrie demonstriert.
Auf Schildern wurde unter anderem gegen die Vormacht von Großkonzernen in der Agrarindustrie demonstriert.  © Annette Riedl/dpa

Das Düngerecht werde verwässert, so gefährde man den Schutz des Trinkwassers. Zudem werde in einer Welt mit mehr als 670 Millionen hungernden Menschen das Geld für die Entwicklungszusammenarbeit gekürzt.

Titelfoto: Annette Riedl/dpa

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