ICE auf Schnellfahrstrecke liegengeblieben: Über 200 Reisende müssen evakuiert werden!
Neuenstein (Hessen) - Plötzlich Stillstand: Am Samstagvormittag ist ein Intercity-Express auf der Schnellfahrstrecke zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Fulda liegengeblieben. Es gab massive Behinderungen.
"Kurz nach 11 Uhr war am Triebkopf von ICE 785 mit dem Fahrtziel München eine Antriebsstörung aufgetreten", erklärte ein Bahn-Sprecher auf TAG24-Anfrage.
Zunächst sei versucht worden, das Fahrzeug mit einem Reset wieder zum Rollen zu bringen. Dies hätte nicht funktioniert. "Man entschied sich daher für die Evakuierung auf einen nachfolgenden ICE im Gegengleis", so der Sprecher weiter.
Nach TAG24-Informationen stand der defekte Fernzug der Baureihe 401 zwischen den Tunneln "Mühlbach" und "Hainrode" im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.
Während zunächst noch ein Gleis befahren werden konnte, war die Strecke laut Deutscher Bahn ab 12.30 Uhr rund eine Stunde lang bis zum Abschluss der Evakuierung voll gesperrt. Andere ICEs wurden zurückgehalten.
"Die 225 betroffenen Reisenden konnten ihre Fahrt dann in Richtung München fortsetzen", lässt der Sprecher wissen. Nach aktuellem Stand soll der Endbahnhof mit einer Verspätung von zweieinhalb Stunden erreicht werden.
Um den liegengebliebenen Zug musste sich ein Abschleppteam kümmern. "Dafür war eine Hilfslok im Einsatz", hieß es von der DB abschließend.
Titelfoto: Jan Woitas/dpa
