Merkendorf - An einem beschrankten Bahnübergang in Bayern ist es zu einer Kollision zwischen einem Güterzug und einem Motorrad gekommen. Der Biker flüchtete im Anschluss. Die Bundespolizei ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Laut Angaben der Ermittlungsbehörde ereignete sich der Vorfall am Mittwochabend gegen 19.25 Uhr.
Demnach war ein Güterzug von Ansbach in Richtung Gunzenhausen unterwegs, als der 24 Jahre alte Lokführer am Bahnübergang auf Höhe der Ortschaft Heglau in Mittelfranken ein mit hoher Geschwindigkeit herannahendes Motorrad wahrnahm.
Der Lokführer gab einen Achtungspfiff ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Trotzdem touchierte er das Motorrad ersten Ermittlungen zufolge am Heck, woraufhin der Fahrer stürzte.
"Nachdem der Zug zum Stillstand gekommen war, beobachtete der Lokführer bei einem Blick zurück, wie der Motorradfahrer aufstand, sein Fahrzeug aufrichtete und anschließend unerkannt vom Unfallort floh", berichtete die Bundespolizei weiter.
Eine Fahndung nach dem Unbekannten, an der auch ein ADAC-Rettungshubschrauber beteiligt war, verlief ergebnislos.
Ermittlungen wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr
Der Lokführer blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock. Er wurde von einem Kollegen abgelöst und zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. An dem Güterzug konnten die Beamten keine Schäden feststellen.
Die Bahnstrecke musste aufgrund des Unfalls für über zwei Stunden gesperrt werden. Das hatte massive Auswirkungen auf den Bahnverkehr.
Die Bundespolizei bittet in Abstimmung mit der Verkehrspolizeiinspektion Ansbach Zeuginnen und Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang oder zum flüchtigen Motorradfahrer machen können, sich bei der Bundespolizeiinspektion Nürnberg unter der Telefonnummer 0911205551 oder per E-Mail an bpoli.nuernberg@polizei.bund.de zu melden.