Pendler aufgepasst! Monatelange Mega-Sperrung auf dieser sächsischen Zugstrecke
Gößnitz/Zwickau - Hier brauchen Bahnfahrer mal wieder starke Nerven! Ein Teil der Zugstrecke zwischen Halle und Zwickau muss für mehrere Monate gesperrt werden. Mal wieder tuckern SEV-Busse durch Sachsen.
Eingefleischte Pendler kennen es zu gut: Auf der Strecke der S5 (Halle - Leipzig - Zwickau) und S5x (Express-Zug) wird seit Jahren gewerkelt. Immer wieder kommt es daher zu Streckensperrungen.
So auch ab dem 17. August zwischen Gößnitz und Zwickau. Die Strecke wird weiter ausgebaut, neue Gleise werden verlegt, Brücken erneuert, Schallschutzwände gebaut. Die Arbeiten dauern bis zum 12. Dezember.
In dieser Zeit fahren zwischen Gößnitz und Zwickau keine Züge. Heißt: Passagiere müssen in SEV-Busse umsteigen, die Fahrzeit verlängert sich dadurch enorm.
Normalerweise braucht die S-Bahn von Gößnitz nach Zwickau rund 30 Minuten, mit dem Ersatzbus sind es fast 60 Minuten - die doppelte Fahrzeit.
Immerhin: Nach jahrelangen Bauarbeiten soll die Strecke Ende des Jahres komplett fertig sein. Danach können die Züge mit bis zu 160 km/h statt bisher mit 120 km/h über die Gleise flitzen.
Kurios: Alternativ-Route über Chemnitz dauert fast genauso lange
Wer ab dem 17. August von Leipzig nach Zwickau fahren will, kann auch komplett auf den SEV-Bus verzichten. Eine alternative Route führt über Chemnitz.
Der RE 6 (Leipzig - Chemnitz) braucht nur eine Stunde, der RB 30 von Chemnitz nach Zwickau 48 Minuten. Verrückt: Trotz des Umweges dauert die Fahrt von Leipzig nach Chemnitz über die Alternativ-Route nur zwei Minuten länger als die direkte Verbindung mit SEV-Bus.
Übrigens: Nach der Sperrung zwischen Gößnitz und Zwickau kommen Fahrgäste in den Genuss der brandneuen S-Bahnen. Ab dem 13. Dezember rollen ausschließlich die neuen Züge des Typs Siemens Mireo über die Gleise. Die Bahnen können deutlich mehr Fahrgäste transportieren und bieten zudem mehr Komfort.
Bisher sind die Bahnen teilweise schon zu Testzwecken unterwegs.
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