Strecken-Sperrung wegen Vandalismus: So können neue Akkuzüge trotzdem geladen werden
Von Maximilian Schiffhorst, Merle Aarents
Leipzig - Erstmals sind die neuen Akkuzüge zwischen Leipzig und Chemnitz von einer außerplanmäßigen Sperrung betroffen. Aufgrund von Vandalismus steht ein Streckenabschnitt nicht zur Verfügung.
Bereits seit Samstagnachmittag ist das Gleis zwischen Leipzig-Volkmarsdorf und dem Haltepunkt Werkstättenstraße unbefahrbar.
Laut Infrastrukturbetreiber DB InfraGO konnten plötzlich keine Signale mehr angesteuert werden. Eine Begutachtung des Bereichs hätte ergeben, dass ein Böller in einem Kabelschacht zur Explosion gebracht worden sei.
Besonders problematisch: Für eine Reparatur müssen zunächst Ersatzteile beschafft werden. Eine genaue Prognose zur Entstörung ist der Deutschen Bahn daher bislang nicht möglich.
So lange gilt für den RE6 zwischen den zwei sächsischen Großstädten ein Ersatzkonzept. Laut MRB-Sprecher verkehren die Diesel-Leistungen von und bis Leipzig-Liebertwolkwitz. Ein SEV sei eingerichtet.
Die Akkuzüge könnten dagegen nicht in dem südöstlichen Stadtteil starten beziehungsweise enden. Deren Batterie-Kapazität mit einer Reichweite von 120 Kilometern genüge für eine Rückfahrt nicht. Zum Aufladen am Leipziger Hauptbahnhof werde daher eine Umleitung über Borna (mit Haltausfall Bad Lausick) gefahren.
Auch Reisende der RB113 sind mit Einschränkungen konfrontiert. So fahren Notbusse zwischen dem Hauptbahnhof und Liebertwolkwitz.
Erstmeldung vom 8. Februar, 15.25 Uhr. Letzte Aktualisierung am 9. Februar, 9.52 Uhr.
Titelfoto: Kristin Schmidt
