Bombenfund an der Carolabrücke: Sperrkreis-Kontrolle in den letzten Zügen

Dresden - Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe im Bereich der ehemaligen Carolabrücke steht Dresden am Mittwochmorgen eine knifflige Entschärfung bevor - denn die Bombe hat einen defekten Zünder.

Seit 9 Uhr ist der Evakuierungsbereich abgesperrt.
Seit 9 Uhr ist der Evakuierungsbereich abgesperrt.  © Robert Michael/dpa

Seit 9 Uhr ist der Evakuierungsbereich offiziell abgesperrt. Die Polizei überprüft derweil, ob sich noch letzte Personen im Umkreis von 1000 Metern um den Fundort befinden.

Ist die Kontrolle abgeschlossen, geht Bombenentschärfer Thomas Zowalla (49) ans Werk. Dabei steht ihm eine herausfordernde Entschärfung bevor, da die Weltkriegsbombe einen defekten Zünder hat.

Den Zünder einfach abschrauben geht deshalb nicht. Stattdessen kommt ein spezielles Wasserstrahl-Gerät zum Einsatz, wie Polizeisprecher Marko Laske (51) gegenüber TAG24 am Morgen erklärte. Die Entschärfung könnte daher etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.

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Alles Weitere zum Bombenfund an der Carolabrücke und zur Evakuierung lest Ihr hier im TAG24-Ticker.

11. März, 12.15 Uhr: Mahlzeit! - Notunterkunft bekommt Bauerntopf mit Hähnchen

Die in der Notunterkunft untergebrachten Dresdnerinnen und Dresdner dürfen sich auf eine vorzügliche Mahlzeit freuen.

"Es wird Bauerntopf mit Hähnchen geben", erklärte Feuerwehr-Sprecher Michael Klahre (46) auf TAG24-Anfrage. Zugleich betonte Klahre, dass eine Mahlzeit im Zuge einer Evakuierung kein Grundrecht darstellt: "Eine Notunterkunft dient, wie der Name schon sagt, zur notfallmäßigen Unterbringung von Menschen, die für den Zeitraum der Evaluierung nirgendwo ein Obdach finden. Eine Versorgung mit Speisen ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Im Umkreis gibt es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, die individuell in Anspruch genommen werden können."

Heute hatten die Bürger jedoch Glück: "Im aktuellen Fall ist es jedoch so, dass die zur Verfügung stehenden Ressourcen ausreichen, um den Menschen ein Mittagsangebot zu machen."

Mahlzeit!

11. März, 12.03 Uhr: Sperrkreis-Kontrolle in den letzten Zügen

Derzeit müssen nur noch "vereinzelte, wenige Personen" aus dem Sperrkreis evakuiert werden, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden gegenüber TAG24 zur Mittagsstunde erklärte.

Dabei handelt es sich um Personen, die per Krankentransport in Sicherheit gebracht werden müssen, da sie es selbstständig nicht mehr schaffen. Dies gilt es noch abzuwarten, ansonsten ist die Kontrolle "im Großen und Ganzen" kurz vor dem Abschluss, so die Polizei.

Die Kontrolle steht kurz vor dem Abschluss.
Die Kontrolle steht kurz vor dem Abschluss.  © xcitepress/Christian Essler

11. März, 11.44 Uhr: Altmarkt-Galerie will nach Entschärfung zügig öffnen

Aufgrund der Evakuierung und der anschließenden Bombenentschärfung hat die Altmarkt-Galerie am Vormittag nicht ihre Pforten geöffnet.

Sobald der Trubel vorüber ist, sollen Kunden aber zeitnah wieder shoppen können: "Nach einer behördlichen Aufhebung der Evakuierung wird für die Öffnung der Altmarkt-Galerie alles in die Wege geleitet", hieß es in einer Mitteilung.

Die Altmarkt-Galerie liegt im Sperrbereich. (Archivbild)
Die Altmarkt-Galerie liegt im Sperrbereich. (Archivbild)  © Steffen Füssel

11. März, 11.18 Uhr: Inzwischen 280 Personen in Notunterkunft

In der Notunterkunft in der Dresdner Messe ist die Auslastung weiter überschaubar.

Wie die Stadt auf TAG24-Anfrage mitteilte, sind derzeit 280 Personen in der Notunterkunft registriert.

11. März, 11.15 Uhr: So lief die Groß-Evakuierung am Morgen

Ab 6 Uhr begann in Dresden eine der größten Evakuierungen überhaupt.

TAG24 war für Euch auf den Straßen unterwegs und hat mit betroffenen Anwohnern gesprochen. In diesem Instagram-Video seht Ihr, was sie zur Bombenentschärfung sagen.

11. März, 10.58 Uhr: Noch immer Personen im Sperrgebiet - Kontrolle kann sich noch ziehen

Wie ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden gegenüber TAG24 erklärte, kann es noch einige Zeit dauern, bis die Evakuierung vollständig abgeschlossen und mit der Entschärfung begonnen werden kann.

Während ein mit Bildübertragungstechnik ausgestatteter Helikopter über Dresden kreist, treffen die Beamten am Boden noch immer auf Personen im Sperrbereich. Diese werden von den Polizeikräften angesprochen und darauf hingewiesen, dass in Dresden eine Mega-Evakuierung am Laufen ist. Zu "Härtefällen" kam es dabei nach Polizeiangaben bisher nicht.

Ebenfalls verwies der Polizeisprecher darauf, dass bis vor wenigen Augenblicken auch noch Krankentransporte durchgeführt wurden, um beeinträchtigte Personen aus dem Sperrkreis zu holen.

Im Sperrbereich trifft die Polizei noch immer auf Bürger.
Im Sperrbereich trifft die Polizei noch immer auf Bürger.  © Robert Michael/dpa

11. März, 10.45 Uhr: Polizeihubschrauber kreist über Dresden

Derzeit kontrolliert die Polizei mit einem Helikopter, ob sich noch Personen im Sperrkreis aufhalten.

Zum Einsatz kommt dabei eine Maschine des Herstellers Airbus.

Der Helikopter über Dresden.
Der Helikopter über Dresden.  © Bildmontage: TAG24

11. März, 10.04 Uhr: Shuttle-Verkehr eingestellt

Vor wenigen Minuten wurde der Straßenbahnverkehr zur Evakuierung im Sperrkreis eingestellt, wie die Stadt mitteilte.

11. März, 9.58 Uhr: 227 Menschen in Notunterkunft

Derzeit halten sich insgesamt 227 Menschen in der Notunterkunft am Messegelände auf, wie Feuerwehr-Sprecher Michael Klahre (46) gegenüber TAG24 erklärte.

Die übrigen der rund 18.000 betroffenen Bürger haben anderweitig Unterschlupf gefunden, etwa bei Freunden oder Verwandten.

In der Notunterkunft hält sich nur ein Bruchteil der rund 18.000 Betroffenen auf.
In der Notunterkunft hält sich nur ein Bruchteil der rund 18.000 Betroffenen auf.  © Robert Michael/dpa
Ein Blick in die Notunterkunft.
Ein Blick in die Notunterkunft.  © TAG24
Am Messegelände sind derzeit 227 Menschen in der Notunterkunft untergebracht.
Am Messegelände sind derzeit 227 Menschen in der Notunterkunft untergebracht.  © Ove Landgraf

11. März, 9.16 Uhr: Autofahrer sollen Sperrbereich weiträumig umfahren

Nach Ende der Evakuierungs-Frist und der erfolgten Absperrung des Sperrbereichs hat die Stadt Autofahrer dazu aufgerufen, das Gebiet zu meiden.

"Der Verkehr im Umfeld wird von der Polizei abgeleitet. Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren", schrieb die Stadt auf Facebook.

Titelfoto: xcitepress/Christian Essler

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