Bürgerbeteiligung zur Carolabrücke: Es braucht das Symbol

Dresden - Wie sinnvoll ist die Bürgerbeteiligung zur Carolabrücke? Was kann - oder sollte - der Einzelne bewegen? Eigentlich müssten Stadtbeschlüsse auch so demokratisch legitimiert sein. Ein Kommentar von TAG24-Redakteurin Karoline Bernhardt.

Wie sinnvoll ist die Bürgerbeteiligung zur Carolabrücke? (Archivbild)
Wie sinnvoll ist die Bürgerbeteiligung zur Carolabrücke? (Archivbild)  © Ove Landgraf

Stadträte sind gewählte Volksvertreter und oft nicht mal abgehoben. Sie arbeiten in normalen Berufen, leben in der Stadt, kennen Debatten und Probleme.

Nur: Was theoretisch legitimiert ist, sieht praktisch ganz anders aus.

Der Neubau der Carolabrücke ist nicht irgendein Bauprojekt. Der Einsturz hätte so leicht in einer tödlichen Tragödie enden können - das Mindeste, was sich hinterher "gutmachen" lässt, ist ein Maximum an Mitbestimmung beim Neubau.

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Natürlich ist das Verfahren auch nur bedingt transparent. Wer weiß schon, ob Ideen, die am 18. März oder später eingebracht werden, am Ende nicht in der Schublade landen?

Zudem bleibt das Risiko, dass sich zu wenige Bürger einbringen und das Stimmungsbild bei den Dialogformaten überhaupt nicht repräsentativ ist.

TAG24-Redakteurin Karoline Bernhardt.
TAG24-Redakteurin Karoline Bernhardt.  © Steffen Füssel

Wenn genügend Leute ihre Stimme heben, kann die Beteiligung trotzdem eine Chance sein. Ansonsten bleibt sie ein aufwendiges - und doch wichtiges - Symbol.

Titelfoto: Bildmontage: Ove Landgraf, Steffen Füssel

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