Dresden - Letzten Juni beschloss der Stadtrat die vierspurige Carolabrücke. Die Grünen waren schon immer dagegen, jetzt wollen sie die Entscheidung offiziell kippen.
Die vielen Spuren seien unnötig und zu teuer für Dresden.
"Seit Monaten hören wir von Fachleuten, dass es für die verkehrlichen Anforderungen keine vier Autospuren auf der Carolabrücke braucht", sagt Grünen-Stadträtin Susanne Krause (43).
"Menschen halten sich in einer Stadt lieber auf, wenn sie nicht von großen Verkehrsachsen zerschnitten und von Autoverkehr geprägt wird."
Auch alte Beschlüsse für den vierspurigen Ausbau von Magdeburger und Königsbrücker Straße (zwischen Stauffenbergallee und Bahnbrücke) wollen die Grünen mit ihrem Antrag aufheben.
Zudem soll die Suche nach Brücken-Alternativen für den Dresdner Osten eingestellt werden - das Blaue Wunder halte noch 30 Jahre. Ob der Stadtrat zustimmt, ist angesichts der bestehenden Mehrheitsverhältnisse fraglich.