Chemikalien-Vorfall? Tod eines Arbeiters löst Gefahreneinsatz von Feuerwehr aus
Von Arrien Pauls, Thorsten Meiritz
Brieselang (Havelland) - Die Feuerwehr ist am Montagabend nach einem Arbeitsunfall zu einem Großeinsatz in Brieselang, nordwestlich von Berlin, ausgerückt, bei dem ein Mann gestorben ist.
Demnach bestand der Verdacht, dass auf dem Gelände der Firma Otek im Forstweg ein chemischer Stoff ausgetreten sein könnte, der sich möglicherweise über die Luft ausbreite, teilte die Regionalleitstelle Nordwest Brandenburg mit.
Nach Angaben eines Polizeisprechers habe sich dann aber schnell herausstellt, dass ein 45-Jähriger offenbar durch einen medizinischen Notfall an seinem Arbeitsplatz zusammengebrochen und gestorben war.
Feuerwehr und Rettungsdienst rückten mit einem Großaufgebot von 20 Fahrzeugen aus. Auch der Katastrophenschutz war an dem Einsatz beteiligt.
Um den Ort des Geschehens wurde demnach ein Gefahrenbereich von rund einem Kilometer eingerichtet. Otek ist auf diverse Veredelungstechniken spezialisiert.
Einsatzkräfte in Schutzanzügen untersuchten das Firmengebäude. Außerdem wurde eine Dekontaminationsstelle eingerichtet. Trotz einer gründlichen Suche konnte jedoch keine Austrittsstelle ausfindig gemacht werden.
Im Anschluss an die umfangreichen Maßnahmen wurde das Gebäude von der Feuerwehr belüftet. Abschließend wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben, die die Ermittlungen zur Ursache des Vorfalls aufgenommen hat.
Erstmeldung von 7.29 Uhr, aktualisiert um 10.42 Uhr.
Titelfoto: Julian Stähle
