Feuer auf unbewohnter Nordseeinsel: Einsatzkräfte fliegen mit Bundeswehr-Hubschrauber ein

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Trischen - Alarm auf einer Nordseeinsel: In der Nacht zu Donnerstag ist auf der Vogelinsel Trischen ein Feuer ausgebrochen! Der Haken: Sie ist für Einsatzkräfte nur schwer zu erreichen. Hinzu kommt, dass es sich dabei um eine unbewohnte Insel vor der Meldorfer Bucht handelt , die lediglich von März bis Oktober von einem Vogelwart bewohnt wird.

Da die Vogelinsel Trischen zur Brandbekämpfung nur schwer zu erreichen ist, wurden Einsatzkräfte mit einem Bundeswehrhubschrauber eingeflogen.
Da die Vogelinsel Trischen zur Brandbekämpfung nur schwer zu erreichen ist, wurden Einsatzkräfte mit einem Bundeswehrhubschrauber eingeflogen.  © Kreisfeuerwehrverband Dithmarschen

So war es der 33-jährige Vogelwart selbst, der die Feuerwehr alarmierte. Ausgebrochen war das Feuer in seiner Schutzhütte, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit. Als der Brand ausbrach, setzte er den Notruf ab und meldete der Leitstelle den Vollbrand der Hütte.

Gleichzeitig gab er jedoch Entwarnung: Er befand sich nicht in Gefahr. Der Einsatz stellte die Rettungskräfte jedoch vor eine besondere Herausforderung.

Die abgelegene Insel ist nur schwer erreichbar, weshalb zunächst geprüft wurde, wie Feuerwehrkräfte und Ausrüstung überhaupt an den Brandort gelangen können.

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Schließlich fiel die Entscheidung, Einsatzkräfte der Feuerwehrbereitschaft Dithmarschen mit einem Hubschrauber auf die Insel zu fliegen. Die Feuerwehr verfügt nämlich über spezielle Waldbrandausrüstung. Mit zwei Flügen wurden zunächst vier und anschließend fünf Einsatzkräfte auf die Insel gebracht.

Vor Ort gelang es den Feuerwehrleuten schließlich, die verbliebenen Glutnester gezielt zu löschen. So konnte verhindert werden, dass sich die Flammen auf die trockene Vegetation ausbreiten konnten und einen größeren Flächenbrand auf der Vogelinsel auslösen konnten. Die Schutzhütte selbst war allerdings nicht mehr zu retten und brannte vollständig nieder.

Die Schutzhütte des Vogelwarts brannte vollständig nieder.
Die Schutzhütte des Vogelwarts brannte vollständig nieder.  © Kreisfeuerwehrverband Dithmarschen

Feuer auf Vogelinsel in der Nordsee: Brandbekämpfung ohne Wasser

Da weder Schlauch- noch Pumpmaterial auf die Insel gebracht werden konnten, musste die Brandbekämpfung ohne Wasser erfolgen. Stattdessen kamen Feuerpatschen, Schaufeln, Äxte und weitere Handwerkzeuge zum Einsatz, um die Glutnester mechanisch zu bekämpfen. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf etwa 300.000 Euro belaufen, teilte die Polizei mit.

Der Vogelwart bliebt trotz des Feuers unverletzt und wurde nach den Löscharbeiten mit einem Boot der DGzRS sicher in den Hafenort Büsum gebracht.

Titelfoto: Fotomontage: Kreisfeuerwehrverband Dithmarschen

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