Erkrath - Nach zahlreichen Notrufen ist die Feuerwehr in Erkrath (Kreis Mettmann) am Montag mit einem Großaufgebot zu einem Tiefgaragenbrand ausgerückt. Mehr als ein Dutzend angrenzende Wohnungen mussten evakuiert werden.
Wie ein Feuerwehrsprecher am Dienstag schilderte, waren die Einsatzkräfte am späten Montagabend gegen 23.45 Uhr zur Winckelmannstraße nach Erkrath-Hochdahl alarmiert worden, nachdem mehrere Zeugen eine dichte schwarze Rauchwolke beobachtet hatten, die aus der dortigen Tiefgarage emporstieg.
Demnach meldete ein Anrufer, dass auch ein Treppenhaus der beiden an die Tiefgarage angeschlossenen Mehrfamilienhäuser bereits verraucht sei.
Vor Ort stellte sich dann heraus, dass in der Tiefgarage unter anderem auch mehrere E-Fahrzeuge abgestellt worden waren, von denen ein Kleinwagen und ein elektrisches Kleinkraftrad Feuer gefangen hatten.
Während kurz darauf ein Feuerwehr-Trupp unter Atemschutz in das Parkhaus vordrang, um die Flammen zu löschen, räumten zeitgleich weitere Kräfte insgesamt 18 Wohnungen der beiden Mehrfamilienhäuser, wobei 24 Menschen evakuiert wurden.
Feuerwehr schließt technischen Defekt beim Laden von E-Fahrzeug als Brandursache nicht aus
Alle seien durch Rettungskräfte untersucht worden, berichtete der Sprecher weiter, wobei eine Patientin kurzzeitig in einem Rettungswagen behandelt werden, jedoch nicht in ein Krankenhaus gebracht werden musste.
Die brennenden E-Fahrzeuge konnten derweil schnell durch die Einsatzkräfte abgelöscht werden. Weil beide Fahrzeuge über Lithium-Ionen-Akkus verfügten, die eine erhöhte Temperatur aufwiesen, seien sie mithilfe eines Bergungsunternehmens aus der Tiefgarage geborgen und in einem Spezialbehälter gelagert worden, hieß es. Anschließend wurde das Parkhaus ausgelüftet.
Erst am frühen Morgen gegen 4 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehrkräfte beendet. "Alle Hausbewohner konnten nach dem Einsatz in ihre Wohnungen zurückkehren", berichtete der Sprecher.
Wie es zu dem Brand gekommen war, ist vorerst unklar. Ein technischer Defekt beim Ladevorgang als Brandursache könne nach Feuerwehrangaben jedoch nicht ausgeschlossen werden.
An zahlreichen der insgesamt etwa 20 in der Tiefgarage abgestellten Fahrzeuge entstand durch die Temperatureinwirkung und Rußablagerungen ein erheblicher Sachschaden, der nicht näher beziffert wurde.