Flammen-Inferno! Dutzende Tiere sterben bei Großbrand auf Bauernhof

Nordhackstedt - Für sie kam jede Hilfe zu spät! Bei einem Großbrand in Nordhackstedt (Schleswig-Holstein) sind rund 60 Kälber ums Leben gekommen. Die Feuerwehr kämpfte stundenlang gegen die Flammen.

Die Feuerwehr war in der Nacht zu Sonntag auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Nordhackstedt im Einsatz.
Die Feuerwehr war in der Nacht zu Sonntag auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Nordhackstedt im Einsatz.  © nordpresse mediendienst/Nico Hessel

Gegenüber TAG24 erklärte Gemeindewehrführer Falk Stoetzel am Sonntagmorgen, dass die Einsatzkräfte gegen 22.41 Uhr zu einem landwirtschaftlichen Betrieb am Hasselbeker Ring alarmiert worden waren.

Schon auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte eine riesige Rauchwolke samt Feuerschein ausmachen. Als sie schließlich vor Ort eintrafen, stand der betroffene Stall bereits lichterloh in Flammen.

Da die Feuerwehrkräfte das einsturzgefährdete Gebäude nicht betreten konnten, hatten die rund 60 Kälber im Inneren keine Chance - sie verendeten trotz sofort eingeleiteter Brandbekämpfung qualvoll in den Flammen.

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Erschwert wurden die Löscharbeiten durch die nicht ausreichende Wasserversorgung. Laut Stoetzel mussten die Einsatzkräfte insgesamt zweieinhalb Kilometer Schlauch verlegen, um den Brand überhaupt bekämpfen zu können.

Einsatzkräfte werden bei Großeinsatz mit Essen und Getränken versorgt

Die Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen die Flammen, für Dutzende Tiere kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Die Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen die Flammen, für Dutzende Tiere kam jedoch jede Hilfe zu spät.  © nordpresse mediendienst/Nico Hessel

Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Stalls machte die Arbeiten zusätzlich kompliziert. Stundenlang kämpfte die Feuerwehr gegen die Flammen, wurde dabei auch vom Technischen Hilfswerk (THW) unterstützt. Die Johanniter versorgten die Kräfte mit Essen und Getränken.

Da sich der landwirtschaftliche Betrieb relativ weit außerhalb befindet, musste laut Stoetzel trotz der starken Rauchentwicklung keine offizielle Warnung an die Bevölkerung herausgegeben werden.

Am Sonntagmorgen waren die umfangreichen Maßnahmen größtenteils abgeschlossen. Die Nachlöscharbeiten werden aber voraussichtlich nicht vor Mittag beendet sein.

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Neben den Kälbern fielen auch mehrere landwirtschaftliche Maschinen den Flammen zum Opfer. Die Brandursache ist derweil noch unklar. Die Polizei hat Ermittlungen dazu aufgenommen.

Titelfoto: nordpresse mediendienst/Nico Hessel

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