Gartenlaube steht in Flammen: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Aue - Am Samstagabend stand in Aue (Erzgebirge) eine Gartenlaube in Vollbrand. Doch wie kam es zu dem Feuer? Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen.

Die Gartenlaube war nicht mehr zu retten. Beim Eintreffen der Feuerwehrleute stand sie bereits in Vollbrand.
Die Gartenlaube war nicht mehr zu retten. Beim Eintreffen der Feuerwehrleute stand sie bereits in Vollbrand.  © Niko Mutschmann

Die Kameraden aus Aue und Alberoda wurden gegen 21 Uhr alarmiert, nachdem Anwohner zwischen der Schlemaer Straße und der Schneeberger Straße eine Verpuffung gehört und anschließend das Feuer bemerkt hatten.

Beim Eintreffen stand die Gartenlaube bereits komplett in Flammen, das Feuer breitete sich auf eine angrenzende Hecke sowie auf eine Bambusmatte aus.

Wie Einsatzleiter Frank Georgi von der Feuerwehr Aue mitteilte, errichteten die Kameraden eine sogenannte Riegelstellung, um ein Übergreifen der Flammen auf die Überdachung eines Hauseingangs des dahinterliegenden Wohngebäudes zu verhindern.

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Feuerwehreinsätze Brennende Holzbank sorgt für Feuerwehreinsatz

Zwei Trupps kümmerten sich unter Atemschutz um die Brandbekämpfung, ein dritter stand in Bereitschaft. Anschließend wurde ein Schaumteppich über die Überreste der Gartenlaube gelegt, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Unbekannte legten das Feuer

Wie die Polizei anfangs gegenüber TAG24 mitteilte, war wenige Stunden zuvor offenbar ein Einweggrill verwendet worden. Dieser soll anschließend in eine Metallschale nahe der Gartenlaube zum Auskühlen gelegt worden sein.

Am Sonntag kam ein Brandursachenermittler zum Einsatz. Seinen Erkenntnissen zufolge sollen entgegen der anfänglichen Vermutung Unbekannte in der Laube Feuer gelegt haben, teilte die Polizei am Montag mit. Daher wird nun wegen Brandstiftung ermittelt.

Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf etwa 500 Euro geschätzt.

Während des Einsatzes musste die Schlemaer Straße voll gesperrt werden.

Insgesamt waren 20 Einsatzkräfte der Feuerwehren, die Polizei und der diensthabende Kreisbrandmeister vor Ort im Einsatz.

Erstmeldung: 2. November, 7.35 Uhr; letzte Aktualisierung: 3. November, 13 Uhr

Titelfoto: Niko Mutschmann

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