Oberstaufen - Ein verheerender Großbrand hat in der Nacht auf Montag die mehr als 110 Jahre alte Berghütte "Alpe Mohr" im Oberallgäu zerstört. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Als die Feuerwehr gegen 23 Uhr alarmiert wurde, stand das Gebäude bei Oberstaufen schon in Vollbrand.
Der Feuerschein war nach Angaben der Einsatzkräfte kilometerweit am Himmel zu sehen. Anwesende Gäste hatten sich glücklicherweise rechtzeitig in Sicherheit gebracht.
Leider schafften es die Feuerwehren Oberstaufen, Thalkirchdorf, Steibis, Sibratshofen und Oberreute nicht, die Flammen am Haus einzudämmen: Die Alpe brannte komplett nieder. Immerhin breitete sich der Brand nicht auf die trockenen, umliegenden Weide- und Waldfläche aus.
Da die Wasserversorgung vor Ort schlecht war, halfen Landwirte der Umgebung aus und rückten mit Anhängern voller Wasser zum Einsatzort aus. "Es entstand ein Schaden, welcher mehrere Millionen Euro betragen dürfte", erklärte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West.
Die Alpe Mohr ist seit 110 Jahren eine beliebte Einkehr für Wanderer, Radfahrer und Urlauber in der Region. Was das Feuer ausgelöst hat, ist noch unklar. Die Polizei hat ihre Ermittlungen dazu aufgenommen.