Großbrand in Industriebetrieb: Evakuierung notwendig, Ruß soll nicht berührt werden

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Sprendlingen - Ein Betrieb zur Kunststoffverarbeitung geriet in Brand, rund 230 Einsatzkräfte rückten aus, mehrere Menschen wurden evakuiert! In der Nacht zu Montag konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden, Anwohner sollen die Ruß-Rückstände möglichst nicht berühren.

Großbrand in Sprendlingen: Ein Industriebetrieb brannte lichterloh, doch das Feuer konnte unter Kontrolle gebracht werden.
Großbrand in Sprendlingen: Ein Industriebetrieb brannte lichterloh, doch das Feuer konnte unter Kontrolle gebracht werden.  © 5VISION.NEWS

Infolge des Brands in Sprendlingen im rheinland-pfälzischen Landkreis Mainz-Bingen war eine "weithin sichtbare Rauchsäule entstanden, die aufgrund der Windrichtung von der Ortslage Sprendlingen in Richtung Pfaffen-Schwabenheim und Bosenheim im benachbarten Landkreis Bad Kreuznach gezogen ist", wie die Kreisverwaltung Mainz-Bingen in der Nacht mitteilte.

Insbesondere an der Unglücksstelle in der Gau-Bickelheimer Straße sowie in weiteren Teilen Sprendlingens schlug sich Ruß nieder. Hierzu sagte ein Sprecher: "Eine direkte Berührung soll vermieden werden", obgleich von den Rußpartikeln keine "besondere Gefahr" ausgehe. "Die Rückstände können mit Wasser und Seife entfernt werden", hieß es weiter. Das Sprendlinger Freibad ist wegen Ruß-Niederschlags bis auf Weiteres gesperrt.

Neben den aufwendigen Löscharbeiten sei es auch zu umfangreichen Luftmessungen gekommen. Diese hätten aber nur im unmittelbaren Umfeld des Brands "vorübergehend erhöht nachweisbare Stoffkonzentrationen" nachgewiesen.

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Messungen in angrenzenden Bereichen sowie Nachmessungen hätten hingegen ergeben, dass sich die Luftqualität im "unauffälligen Bereich" bewege.

Eine schwarze Rauchsäule stieg über dem brennenden Betrieb zur Kunststoffverarbeitung auf.
Eine schwarze Rauchsäule stieg über dem brennenden Betrieb zur Kunststoffverarbeitung auf.  © 5VISION.NEWS

Großbrand in Betrieb zur Kunststoffverarbeitung in Sprendlingen unter Kontrolle

Die Sommerhitze erschwerte die Löscharbeiten in Sprendlingen, eine Einsatzkraft wurde verletzt.
Die Sommerhitze erschwerte die Löscharbeiten in Sprendlingen, eine Einsatzkraft wurde verletzt.  © 5VISION.NEWS

Der Großbrand in dem Industriebetrieb brach am Sonntag gegen 16 Uhr aus. Die Ursache ist noch völlig unklar. Mehrere Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Neben dieser Evakuierung wurde die Bevölkerung "vorsorglich über Warn-Apps gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen abzuschalten", hieß es weiter. Eine Bahnstrecke wurde gesperrt.

Bei der Brandbekämpfung gab es zunächst Schwierigkeiten mit dem Löschwasser. Die Feuerwehr griff auf einen nahe liegenden Bach sowie auf das Wasser des Freibads zurück.

Zudem stellte die Sommerhitze eine enorme Belastung bei der Brandbekämpfung dar. Eine Einsatzkraft wurde wegen "Hitzeerschöpfung leicht verletzt und vor Ort durch den Rettungsdienst behandelt". Weitere Verletze gab es nicht.

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In der Nacht zu Montag konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Gelöscht ist der Brand aber noch nicht. Inzwischen ist klar, dass die Gebäude und Anlagen des Betriebes zu Kunststoffverarbeitung in Sprendlingen erheblich beschädigt wurden. Eine genauere Einschätzung zur Höhe des Sachschadens liegt aber noch nicht vor.

Erstmeldung vom 2. August, 22.22 Uhr, aktualisiert am 3. August um 7.12 Uhr.

Titelfoto: 5VISION.NEWS

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