Kind findet hochgiftiges Quecksilber bei Umzug: Rettungseinsatz im Kreis Esslingen

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Von Corinna Schwanhold & Marcel Gnauck

Reichenbach an der Fils - Bei einem Umzug hat ein kleiner Junge im Landkreis Esslingen mit Quecksilber gespielt und so einen Großeinsatz ausgelöst.

Einige Feuerwehrleute trugen am Montag spezielle Schutzkleidung.
Einige Feuerwehrleute trugen am Montag spezielle Schutzkleidung.  © Enrique Kaczor/dpa

In einem gemieteten Lastwagen war die giftige Flüssigkeit während des Umzugs einer Familie in Reichenbach an der Fils auf einer Fläche von etwa zwei mal zwei Zentimetern entdeckt worden, wie die Polizei mitteilte.

Das fünfjährige Kind stieß demnach in der Aussparung einer Öse auf die metallische Flüssigkeit und zog so die Aufmerksamkeit seiner Eltern auf die Substanz. Der Junge blieb dabei unverletzt. 

Es solle geklärt werden, woher die giftige Flüssigkeit stamme, sagte ein Polizeisprecher. Der Fund hatte am Montag einen größeren Rettungseinsatz mitsamt Evakuierung in Reichenbach an der Fils ausgelöst.

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Der Fund hatte am Montagabend einen größeren Einsatz ausgelöst, in dessen Verlauf im Gefahrenbereich 20 umliegende Häuser mit insgesamt 27 Menschen vorübergehend evakuiert wurden.

Die Feuerwehr identifizierte die Flüssigkeit als Quecksilber und stellte rund 20 Milliliter davon sicher.

Acht Menschen wurden verletzt

Der Umzugswagen wurde umfangreich untersucht.
Der Umzugswagen wurde umfangreich untersucht.  © Enrique Kaczor/dpa

Acht Menschen hätten die Dämpfe der giftigen Flüssigkeit eingeatmet, sagte der Leiter des Rettungsdienstes, Steffen Schütze. Sie kamen zur weiteren Untersuchung in umliegende Krankenhäuser.

Unmittelbaren Kontakt mit dem Quecksilber hatte laut Angaben der Polizei jedoch lediglich der kleine Junge. Bei ihm und bei allen anderen Untersuchten zeigten sich bisher keine Vergiftungserscheinungen.

Woher die Flüssigkeit stammte, blieb zunächst unklar. Der Familie seien keine Umzugsgegenstände bekannt, in denen sich das Quecksilber befunden haben könnte, erklärte der Einsatzleiter der Feuerwehr.

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Experten stellten den Lastwagen überdies sicher und ließen ihn abschleppen. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.

Erstmeldung um 9.01 Uhr, aktualisiert um 15.11 Uhr.

Titelfoto: Bildmontage: Enrique Kaczor/dpa

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