Katastrophen-Übung im Landkreis Leipzig: Dann kracht es wirklich - vier Verletzte

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Von Erik-Holm Langhof, Juliane Bonkowski, Lisa Marie Peisker

Borna - Während Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und der Sana Kliniken am Samstag im Landkreis Leipzig bei einer groß angelegte MANV-Übung (Massenanfall von Verletzten) den Ernstfall nach einem simulierten Anschlag probten, kam es direkt am Rande der Großübung zu einem echten Unfall.

Während die Übung ganz in der Nähe stattfand, krachte es zwischen diesem Transporter und einem VW (nicht im Bild).
Während die Übung ganz in der Nähe stattfand, krachte es zwischen diesem Transporter und einem VW (nicht im Bild).  © EHL Media/Justin Kurowski

Im Hinblick auf die tödliche Amokfahrt in Leipzig Anfang Mai, in deren Folge Dutzende Kräfte in einem Ernstfall im Einsatz waren, kommt eine Übung wie diese sicher gerade zur rechten Zeit.

Diese rückte für einen Moment in den Hintergrund, als es gegen 12.30 Uhr auf der Kreuzung Leipziger Straße/Witznitzer Werkstraße zwischen einem VW und einem Transporter krachte. Rettungskräfte waren dementsprechend schnell zur Stelle und sicherten zunächst den Unfallort ab.

Wie Polizeisprecher Moritz Peters erklärte, hat die 42-jährige Fahrerin des Passats abrupt abgebremst, nachdem sie einen Rettungswagen im Einsatz wahrgenommen hatte.

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Daraufhin schaffte es ein 35-jähriger Transporter-Fahrer nicht rechtzeitig anzuhalten und knallte von hinten auf das stehende Auto.

"Dabei wurden alle vier Insassen des Passats leicht verletzt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht", so Peters.

Der Sachschaden beträgt etwa 15.000 Euro. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall.

XXL-Übung: Wenn ein Massenanfall an Verletzten ausgerufen wird, muss alles ganz schnell gehen.
XXL-Übung: Wenn ein Massenanfall an Verletzten ausgerufen wird, muss alles ganz schnell gehen.  © EHL Media/Justin Kurowski

Kommunikation zwischen Rettungsteams ist das A und O

Da ist eine gute Kommunikation zwischen den einzelnen Organisationen gefragt.
Da ist eine gute Kommunikation zwischen den einzelnen Organisationen gefragt.  © EHL Media/Justin Kurowski

Ziel der eigentlichen Übung am Samstag war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen bei einem außergewöhnlichen Schadensereignis unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren.

Dem Szenario zufolge kam es nach angenommenen Anschlägen im Stadtgebiet Leipzig zu einem weiteren Ereignis im Landkreis Leipzig.

Simuliert wurde ein Anschlag auf einen Schwerpunktversorger, bei dem unter anderem Teile der Sauerstoffversorgung ausfielen. Gleichzeitig mussten rund 50 Verletzte versorgt werden.

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Im Rahmen der Übung trainierten die Einsatzkräfte Alarmierung, Sichtung und medizinische Erstversorgung der Patienten sowie deren Verteilung auf geeignete Behandlungseinrichtungen. Zudem wurde der Aufbau eines Behandlungsplatzes für bis zu 50 Verletzte geprobt und auch die Kommunikation zwischen Rettungsdienst, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Kliniken war ein Schwerpunkt.

Beteiligt waren unter anderem die DRK-Kreisverbände Geithain, Zwenkau und Muldental, Feuerwehren des Landkreises Leipzig, Einsatzkräfte aus dem Vogtland sowie die Sana Kliniken an den Standorten Borna, Zwenkau, Grimma und Wurzen.

Erstmeldung vom 30. Mai, 20.31 Uhr. Aktualisiert am 31. Mai, 11.54 Uhr.

Titelfoto: EHL Media/Justin Kurowski

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