Erst Knall, dann Feuersbrunst: Brandstiftungsserie in Hanau?
Hanau - Eine Hütte brannte lichterloh, die Polizei geht von Brandstiftung aus. Erst kürzlich hatte es in der Kleingartenanlage in Hanau bereits einen verheerenden Brand gegeben. Geht ein Feuerteufel um?
Die Einsatzkräfte wurden am frühen Freitagmorgen alarmiert: In der Gartenanlage am Alfred-Nobel-Bogen stand "eine Gartenhütte in Vollbrand, von der eine weithin sichtbare Rauchwolke ausging", wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen erklärte.
Sofort rückten Feuerwehrkräfte aus. Die Flammen waren rasch gelöscht, doch die Hütte konnten sie nicht retten.
Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf mehrere tausend Euro geschätzt.
Die Ursache für das Feuer ist noch unklar, doch der Verdacht der Brandstiftung steht klar im Raum.
Zwei Brände in kurzer Zeit in der Gartenanlage am Hanauer Alfred-Nobel-Bogen
Zeugen gaben gegenüber den Ermittlern an, dass sie vor dem Ausbruch der Flammen einen lauten Knall hörten. "Kurz darauf sei eine Person aus der betreffenden Gartenparzelle gekommen und schnell in Richtung Ausgang der Kleingartenanlage gerannt, ehe sie wohl in einem Auto davonfuhr", hieß es weiter.
Die Ermittlungen zu dem Feuer am Freitagmorgen dauern an. Zeugen sollen sich bitte unter der Telefonnummer 06181100123 bei den Beamten melden.
Die Polizei wies zudem ausdrücklich darauf hin, dass es in der Gartenanlage am Hanauer Alfred-Nobel-Bogen bereits am 14. Mai einen verheerenden Brand gegeben hatte, bei dem mehrere Hütten zerstört wurden.
Auch in diesem Fall sei die Ursache noch unklar. Ein Zusammenhang mit dem jüngsten Feuer wird nicht ausgeschlossen.
Titelfoto: Polizeipräsidium Südosthessen

