Mehrere Verletzte nach nächtlichem Kellerbrand: Familien in Turnhalle untergebracht
Grimma - Ein Kellerbrand löste Samstagnacht im sächsischen Grimma einen Großeinsatz aus. Mehrere Personen mussten aus dem betroffenen Mehrfamilienhaus gerettet werden. Noch in der Nacht wurde eine Turnhalle als Notunterkunft organisiert.
Wie ein Sprecher der Rettungsleitstelle auf TAG24-Anfrage bestätigte, ging der Notruf über den Brand in der Straße An der Holzecke gegen 23.10 Uhr ein.
Vor Ort bestätigte sich die Lage. Dichte Rauchwolken drangen aus dem Gebäude.
Dann war Schnelligkeit gefragt. Laut Informationen vom Ort des Geschehens habe die Feuerwehr mehrere Personen aus dem Haus gerettet.
Ersten Kenntnissen zufolge wurden drei Personen mit einer Rauchvergiftung behandelt.
Parallel liefen die Löscharbeiten. Den im Kellerbereich ausgebrochenen Brand bekamen die Einsatzkräfte zügig unter Kontrolle.
Jedoch waren das Treppenhaus sowie mehrere Wohnungen massiv verraucht und dadurch in der Nacht nicht mehr begehbar.
Eine Notlösung musste her, weshalb die Bewohner, welche sich kurzfristig keinen Schlafplatz organisieren konnten, über Nacht in die Muldentalhalle gebracht wurden.
Oberbürgermeister verschafft sich Überblick
Noch in der Nacht habe sich Grimmas Oberbürgermeister Tino Kießig einen Überblick über die Lage verschafft.
"Das engagierte Zusammenspiel aller Beteiligten hat dazu beigetragen, dass Schlimmeres verhindert werden konnte", würdigte er die Arbeit der Einsatzkräfte.
Unter anderem waren neun Feuerwehrfahrzeuge und sieben Fahrzeuge des Rettungsdienstes im Einsatz.
Noch bis spät in die Nacht war die Feuerwehr mit Nachlöscharbeiten beschäftigt, dazu gehörte unter anderem das Belüften des Treppenhauses und das Kontrollieren der betroffenen Wohnungen. Gegen 3.19 Uhr war der Einsatz für die Kräfte beendet.
Die Polizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen. Jetzt müsse unter anderem geprüft werden, aus welchem Grund das Feuer ausgebrochen war.
Titelfoto: Bildmontage: Medienportal Grimma

